DE19525767C2 - Vorrichtung zur Verhinderung der Abgabe von Verdunstungskraftstoff bei einem Motor - Google Patents
Vorrichtung zur Verhinderung der Abgabe von Verdunstungskraftstoff bei einem MotorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus JP-OS 5-332 205 bekannt,
wobei eine Anzahl von Spülventilen nebeneinander in einem
Spülkanal angeordnet ist, der einen Kanister und den Luftein
laßkanal eines Verbrennungsmotors stromabwärts des Drosselventils
verbindet. Der in dem Kanister gespeicherte verdunstete Kraft
stoff wird in den Lufteinlaßkanal gespült, wobei ein erstes
Ventil wenigstens eines der Spülventile innerhalb eines festge
legten Betriebszyklusses öffnet und schließt. Ein zweites Ventil
öffnet und schließt die anderen Spülventile in Abhängigkeit vom
Betrieb des Verbrennungsmotors.
Bei dieser bekannten Vorrichtung wird Verdunstungskraftstoff aus
dem Kraftstofftank vorübergehend in dem Kanister gespeichert und
während des Betriebs des Motors von diesem zusammen mit Frisch
luft aus dem Kanister angesaugt. Hierbei treten Schwankungen der
Menge an verdunstetem Kraftstoff in dem Kanister auf, wodurch die
Motordrehzahl beeinträchtigt werden kann. Eine Vergrößerung des
Kanisters führt zu einer Vergrößerung der Menge an verdunstetem
Kraftstoff, der dem Motor zugeführt wird, wodurch eine Beein
trächtigung des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses auftreten kann.
Dies kann wiederum die Motordrehzahl beeinträchtigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch die Auslegung
bestimmter Bauteile einer Vorrichtung zur Verhinderung der Abgabe
von Verdunstungskraftstoff zu erreichen, daß Schwankungen der
Menge des verdunsteten Kraftstoffs egalisiert werden können, um
somit die Motordrehzahl zu stabilisieren.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Einrichtung durch die Merkmale im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst.
Hierbei werden Schwankungen der Menge an verdunstetem Kraftstoff mittels des
Auffangbehälters egalisiert, der im Luftverbindungskanal zwischen
dem Einlaßverteiler und dem Spülventil angeordnet ist. Auf diese
Weise kann auch eine Stabilisierung der Motordrehzahl erreicht
werden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch 2
angegeben, wobei durch die höhenmäßige Anordnung von Einlaß- und
Auslaßleitung eine glatte Strömung des angesammelten Verdun
stungskraftstoffes durch das Innere des Auffangbehälters hindurch
gewährleistet ist. Hierdurch wird eine Ansammlung von verdun
stetem Kraftstoff in flüssiger Form im Auffangbehälter verhin
dert.
Die Erfindung wird beispielsweise anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht eines Einlaßverteilers und eines Auf
fangbehälters an einem Verbrennungsmotor,
Fig. 2 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung
der Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 3 eine Ansicht von vorn auf den Auffangbehälter,
Fig. 4 eine schematische Blockansicht der Vorrichtung zur
Verhinderung der Abgabe von Verdunstungskraftstoff
und
Fig. 5 eine schematische Ansicht der Vorrichtung zur Ver
hinderung der Abgabe von Verdunstungskraftstoff.
In Fig. 5 sind mit 2 ein Verbrennungsmotor, der in einem
Fahrzeug (nicht dargestellt) angeordnet ist, mit 4 ein Ein
laßverteiler, mit 6 ein Lufteinlaßkanal, mit 8 ein Drossel
ventil und mit 10 eine Vorrichtung zur Verhinderung der Ab
gabe von Verdunstungskraftstoff bezeichnet.
Die Vorrichtung 10 besitzt einen Luftverbindungskanal 12,
einen Ranister 14 und ein Spülventil 16.
Der Luftverbindungskanal 12 verbindet das Innere eines Kraft
stofftanks 18 und den Lufteinlaßkanal 6 im Einlaßverteiler 4
des Motors 2. Ein Verdunstungskanal 20, der ein Teil des
Luftverbindungskanals 12 bildet, steht an einem Ende mit dem
Inneren eines Speicherbereichs 22 für Verdunstungskraftstoff
des Kraftstofftanks 18 in Verbindung. Das andere Ende des
Verdunstungskanals 20 mündet am oberen Inneren des Kanisters
14.
Des weiteren mündet ein Spülkanal 24, der ein Teil des Luft
verbindungskanals 12 bildet, an einem Ende an dem oberen In
neren des Kanisters 14 in einer Weise ähnlich dem Verbin
dungskanal 20. Das andere Ende des Spülkanals 24 steht mit
dem Lufteinlaßkanal 6 stromabwärts des Drosselventils 8 in
Verbindung.
Der Kanister 14 enthält ein Absorptionsmittel (nicht darge
stellt), beispielsweise Aktivkohle, zur Absorption und zur
Zurückhaltung von verdunstetem Kraftstoff aus dem Kraft
stofftank 20. Der vom Absorptionsmittel aufgenommene
Kraftstoff wird von dort mittels frischer Außenluft freigege
ben (ausgespült), die in den Kanister 14 durch einen Umge
bungsluft-Einführungsanschluß 26 an einem unteren Bereich des
Kanisters 14 entsprechend dem Betriebszustand des Motors 2
eingeführt wird. Der freigesetzte (ausgespülte) Kraftstoff
wird dann dazu veranlaßt, in Richtung auf den Spülkanal 24 zu
strömen. Insbesondere wird der verdunstete Kraftstoff, der im
Kraftstofftank 18 erzeugt wird, mittels des Kanisters 14 wäh
rend des Stillstands des Motors 2 absorbiert und zurückgehal
ten. Der absorbierend zurückgehaltene Kraftstoff wird aus dem
Kanister 14 während des Betriebs des Motors 2 mittels
Frischluft freigesetzt, die in den Kanister 14 eingeführt
wird. Der verdunstete Kraftstoff wird dabei dem Lufteinlaßka
nal 6 zugeführt.
Das Spülventil 16 ist im Spülkanal 24 angeordnet. Der Spülka
nal 24 ist hierdurch in einen ersten Spülkanalbereich 24-1 an
der Seite des Kanisters 14 und einen zweiten Spülkanalbereich
24-2 an der Seite des Lufteinlaßkanals 6 unterteilt. Das
Spülventils 16 verbindet die ersten und zweiten Spülkanalbe
reiche 24-1 und 24-2.
Wenn die Beziehung zwischen der Motordrehzahl und dem negati
ven Druck in der Lufteinlaßleitung in einem vorbestimmten Be
reich liegt, wird das Spülventil 16 mittels eines Steuermit
tels (nicht dargestellt) in die "EIN"-Stellung verbracht.
Des weiteren ist ein Auffangbehälter 28 im Luftverbindungska
nal 12 zwischen dem Einlaßverteiler 4 und dem Spülventil 16
angeordnet. Der Auffangbehälter 28 besitzt ein vorbestimmtes
volumetrisches Fassungsvermögen und ist an einer Stelle höher
als der Einlaßverteiler 4 angeordnet.
Im Detail gesehen ist der Auffangbehälter 28 am zweiten Spül
kanalbereich 24-2 angeordnet. Der zweite Spülkanalbereich 24-
2 ist hierdurch in einen zweiten Spülkanalabschnitt 24-2 an
der Seite des Spülventils 16 und einen dritten Spülkanalab
schnitt 24-3 an der Seite des Lufteinlaßkanals 6 unterteilt.
Das Aufnahmevermögen des Auffangbehälters 28 ist auf bei
spielsweise 50 cm³ oder größer eingestellt. Des weiteren be
steht, gemäß Darstellung in Fig. 1, eine Höhendifferenz H
zwischen der oberen Fläche des Einlaßverteilers 4 und dem
Zentrum der Auslaßleitung 30 des Auffangbehälters 28.
In Fig. 2 ist der Auffangbehälter 28 als an einem Zylinder
kopf (nicht dargestellt) des Motors 2 über nicht dargestellte
Bügel und den Einlaßverteiler 4 befestigt dargestellt.
Weiter sind bei dem Auffangbehälter 28 die Auslaßleitung 30
an einer unteren Stelle desselben und eine Einlaßleitung 32
an einer Stelle oberhalb der Auslaßleitung 30 angeordnet.
Wenn gemäß Darstellung in den Fig. 1 und 3
der Auffangbehälter 28 mit der Einlaß- und der Auslaß
leitung 30 bzw. 32 ausgestattet ist, ist die Auslaßleitung 30
an einer unteren Stelle des Auffangbehälters 28 angeordnet,
d. h. an einer Stelle, die es möglich macht, den Verbleib des
Verdunstungskraftstoffs in flüssigem Zustand innerhalb
des Auffangbehälters 28 zu verhindern. Des weiteren ist die
Einlaßleitung 32 an einer Stelle um eine vorbestimmte Höhe
oberhalb der Auslaßleitung 30 angeordnet.
Mit 34 (Fig. 5) ist ein Rückschlagventil bezeichnet, das im
Verdampfungskanal 20 vorgesehen ist, damit eine Strömung vom
Kraftfahrzeugtank 18 zum Kanister 14 möglich ist.
Während des Stillstands des Motors 2 wird Verdunstungskraft
stoff, der im Kraftstofftank 18 erzeugt wird, in den Kanister
14 von dem Speicherbereich 22 für Verdunstungskraftstoff aus
den Verdunstungskanal 20 eingesaugt, um mittels des Ka
nisters 14 absorbierend zurückgehalten zu werden.
Während des Laufs des Motors 2 wird das Spülventil 16
geöffnet. Das geöff
nete Spülventil 16 führt frische Außenluft in den Kanister 14
durch den Umgebungsluft-Einführungsanschluß 26 hindurch ein.
Der absorbierend zurückgehaltene Verdunstungskraftstoff wird
hierbei aus dem Kanister 14 freigesetzt. Der freigesetzte
Kraftstoff wird dann in Richtung auf den Lufteinlaßkanal 6
weitergeführt.
Hierbei wird, um eine Speicherung des verdunsteten Kraft
stoffs in einem flüssigen Zustand am unteren Inneren des Auf
fangbehälters 28 zu verhindern, der aus dem Kanister 14 zuge
führte Verdunstungskraftstoff dazu veranlaßt, in den Auffang
behälter 28 durch die Einlaßleitung 32 hindurch und aus dem
Auffangbehälter 28 durch die Auslaßleitung 30 hindurch in
Richtung auf den Lufteinlaßkanal 6 zu strömen.
Der Auffangbehälter 28 kann hierbei Schwankungen der Menge
des aus dem Kanister 14 in den Motor 2 einzuführenden verdun
steten Kraftstoffs oder Veränderungen der Spülstrommenge in
folge einer Pulsation ausgleichen oder egalisieren. Folglich
ist eine stabilisierte Motordrehzahl erreichbar.
Da bei einem Motor mit einer Einpunkt-Einspritzung
größere oder kleinere Veränderungen der Spülstrommenge
auftreten können, ist die vorstehend angegebene Anordnung des
Auffangbehälters insbesondere dazu geeignet, die Steuerung
des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses zu stabilisieren.
Da des weiteren der Auffangbehälter 28 an einer Stelle höher
als der Einlaßverteiler 4 angeordnet ist, wird der verdun
stete Kraftstoff von der höheren Stelle, d. h. dem Auffangbe
hälter 28, aus glatt in den Motor 2 eingeführt. Folglich ist
es unwahrscheinlich, daß der verdunstete Kraftstoff im Luft
verbindungskanal 12 in flüssigem Zustand vorliegt.
Da das volumetrische Fassungsvermögen des Auffangbehälters 28
auf beispielsweise 50 cm³ oder größer eingestellt ist, kann
des weiteren ein Mindestfassungsvermögen des Auffangbehälters
28 eingestellt werden, wodurch ein Mindestlevel festgelegt
wird, der notwendig ist, um Schwankungen der Menge des ver
dunsteten Kraftstoffs auszugleichen.
Da des weiteren bei dem Auffangbehälter 28 die Einlaßleitung
32 an einer Stelle oberhalb der Auslaßleitung 30 angeordnet
ist, strömt gesammelter, verdunsteter Kraftstoff durch das
Innere des Auffangbehälters 28 als Folge dieser höhenmäßigen
Anordnung der Auslaß- und der Einlaßleitung 30 bzw. 32. Durch
dieses Merkmal wird die Möglichkeit ausgeschaltet, daß der
verdunstete Kraftstoff innerhalb des Auffangbehälters in
flüssigem Zustand vorliegt.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Verhinderung der Abgabe von Verdun
stungskraftstoff bei einem Motor, mit einem Kanister, der in
einem Luftverbindungskanal vorgesehen ist, der das Innere
eines Kraftstofftanks und einen Lufteinlaßkanal eines Mo
toreinlaßverteilers verbindet, und mit einem Spülventil, das
in dem Luftverbindungskanal zwischen dem Kanister und dem
Einlaßverteiler vorgesehen ist, wobei der Kanister verdunste
ten Kraftstoff während des Stillstands des Motors absorbie
rend zurückhält, welcher verdunstete Kraftstoff im Kraft
stofftank erzeugt wird, jedoch den absorbierend zurückgehal
tenen Kraftstoff aus dem Kanister während des Betriebs des
Motors mit Hilfe von Frischluft freisetzt, die in den Kani
ster eingeführt wird, wodurch der verdunstete Kraftstoff dem
Lufteinlaßkanal zugeführt wird, gekennzeichnet durch einen
Auffangbehälter (28) mit einem vorbestimmten volumetrischen
Fassungsvermögen, der in dem Luftverbindungskanal (12) zwi
schen dem Einlaßverteiler (4) und dem Spülventil (16) ange
ordnet ist, wobei der Auffangbehälter (28) an einer Stelle
höher als der Einlaßverteiler (4) angeordnet ist.
2. Vorrichtung zur Verhinderung der Abgabe von Verdun
stungskraftstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Auffangbehälter (12) eine Auslaßleitung, die in einer
tieferen Stelle desselben angeordnet ist, und eine Einlaßlei
tung (32) aufweist, das an einer Stelle oberhalb der
Auslaßleitung (30) angeordnet ist.
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