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DE19525641A1 - Verfahren zur automatischen Kodierung von Verwandtschaftsbeziehungen und Erfassung von genetischen Merkmalen, insbesondere von Krankheiten - Google Patents

Verfahren zur automatischen Kodierung von Verwandtschaftsbeziehungen und Erfassung von genetischen Merkmalen, insbesondere von Krankheiten

Info

Publication number
DE19525641A1
DE19525641A1 DE1995125641 DE19525641A DE19525641A1 DE 19525641 A1 DE19525641 A1 DE 19525641A1 DE 1995125641 DE1995125641 DE 1995125641 DE 19525641 A DE19525641 A DE 19525641A DE 19525641 A1 DE19525641 A1 DE 19525641A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
family
parents
grand
relationships
database
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1995125641
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Schuster
Franz Prof Dr Guenthner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Max Delbrueck Centrum fuer Molekulare in der Helmholtz Gemeinschaft
Original Assignee
Max Delbrueck Centrum fuer Molekulare in der Helmholtz Gemeinschaft
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Max Delbrueck Centrum fuer Molekulare in der Helmholtz Gemeinschaft filed Critical Max Delbrueck Centrum fuer Molekulare in der Helmholtz Gemeinschaft
Priority to DE1995125641 priority Critical patent/DE19525641A1/de
Publication of DE19525641A1 publication Critical patent/DE19525641A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G16INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR SPECIFIC APPLICATION FIELDS
    • G16BBIOINFORMATICS, i.e. INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR GENETIC OR PROTEIN-RELATED DATA PROCESSING IN COMPUTATIONAL MOLECULAR BIOLOGY
    • G16B50/00ICT programming tools or database systems specially adapted for bioinformatics
    • GPHYSICS
    • G16INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR SPECIFIC APPLICATION FIELDS
    • G16BBIOINFORMATICS, i.e. INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR GENETIC OR PROTEIN-RELATED DATA PROCESSING IN COMPUTATIONAL MOLECULAR BIOLOGY
    • G16B10/00ICT specially adapted for evolutionary bioinformatics, e.g. phylogenetic tree construction or analysis

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Computational Biology (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
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  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Evolutionary Biology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Bioethics (AREA)
  • Databases & Information Systems (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Physiology (AREA)
  • Management, Administration, Business Operations System, And Electronic Commerce (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erfassung, automatischen Codierung und Speicherung familiärer Verwandtschaftsbeziehungen in einer Datenbank.
Die Erfassung von Verwandtschaftsbeziehungen in Untersuchungskollektiven ist für die Identifizierung von Krankheitsgenen mit Hilfe molekulargenetischer Methoden Voraussetzung.
Bisher bekannte Verfahren beruhen darauf, daß für jede Person exakte Angaben über Vater und Mutter als notwendige und hinreichende Bedingungen zur Erfassung familiärer Verknüpfungen erhoben und in einer Tabelle erfaßt werden müssen. Diese Methode ist sehr arbeitsintensiv und erfordert in einem Zwischenschritt die Erstellung von Tabellen, die dann in Datenbanken übertragen werden können. Aus der Literatur sind dazu Vorgehensweisen und entsprechende Hilfsmittel bekannt (Ott, J. Estimation of the recombination fraction in human pedigrees: efficient computation of the likehood for human linkage studies. Am. J. Hum. Gen., 1974; 26: 588-597).
Der Einsatz hochautomatisierter DNA-Techniken ermöglicht neuerdings die Identifizierung von Krankheitsgenen auch bei komplexen Erkrankungen, an denen mehrere Gene sowie Umweltfaktoren beteiligt sind, mit Hilfe statistischer Methoden. Um die Möglichkeiten der Gentechnologie zu nutzen, müssen große Kollektive von Patienten untersucht werden, wobei es für die Erforschung der Genetik von Krankheiten erforderlich ist, Aussagen über die Verwandtschaftsbeziehungen von Personen in die Auswertung mit einzubeziehen. Um Erbgänge in großen Familien, in sogenannten Kernfamilien (Eltern und Kinder) oder in Geschwisterpaaren zu studieren, ist die Erfassung von Familienstrukturen notwendige Voraussetzung.
Da die Methoden der Gentechnologie heute eine enorme Steigerung des Untersuchungsdurchsatzes ermöglichen, andererseits statistische Methoden der Auswertung große Kollektive erfordern, ist die Erfassung von Familienstrukturen mit den derzeit vorhandenen Methoden der Engpaß für die Erkennung von Krankheitsgenen.
Die Erfindung hat das Ziel, Verwandtschaftsbeziehungen in Untersuchungskollektiven automatisch zu erfassen, zu codieren und für die Speicherung und Verwaltung in Datenbanken aufzubereiten. Durch die Automatisierung können Fehlermöglichkeiten ausgeschaltet, die Erfassung von Daten standardisiert und beschleunigt werden. Während die graphische Visualisierung bereits codierter und gespeicherter genetischer Daten realisiert ist, stellt die Erfassung und automatische Codierung eine Neuheit dar.
Die Erfindung soll nachstehend durch ein Beispiel in Form von Graphiken näher erläutert werden.
Während der Erfassung von Verwandtschaftsbeziehungen erzeugt der Algorithmus sogenannte "Cluster" von Personen, d. h. Gruppen von Personen die innerhalb einer Generation in einem engen Verwandtschaftsverhältnis stehen. Die einzelnen Personen werden dabei als Objekte definiert, die untereinander in definierten Beziehungen stehen. Solche Beziehungen sind zum Beispiel Ehepartner-Ehepartern, Eltern-Kind, Geschwister-Geschwister Beziehungen. Zuerst positioniert der Algorithmus die Objekte relativ zueinander, so daß die Verbindungen, die je nach Größe und Art des Cluster auch unterschiedlich gewichtet sein können, möglichst kurz werden. Höher gewichtete Verbindungen werden dabei mit höherer Priorität verarbeitet. Im nächsten Schritt werden die einzelnen Personen innerhalb eines Clusters positioniert. Dies geschieht prinzipiell nach dem selben Prinzip wie die Clusteranordnung. Stärkere Verbindungen (Ehe) werden priorisiert gegenüber schwächeren (Geschwister) und wie Verbindungen nach außen behandelt.
Exemplarisch läßt sich die Eingabe eines Stammbaumes folgenderweise darstellen:
Angefangen von einer Person kann man mit einem Zeigegerät durch Klicken und Ziehen
eine Ehe einführen (Bild 1)
und Kinder (Bild 2)
und Eltern (Bild 3),
wodurch man sehr einfach komplexe Stammbäume konstruieren kann (Bild 4).
Während der graphischen Erstellung des Stammbaums, werden die Objektbeziehungen analysiert und auf eine Eltern-Kind Beziehung reduziert. Diese Beziehung ist die minimale Information, die erzeugt werden muß, um familiäre Verknüpfung zu speichern. Das Prinzip spiegelt dabei die biologische Gesetzmäßigkeit wider, daß jedes Individuum durch Vater und Mutter notwendig und hinreichend definiert ist.
Die automatische Erfassung dieser Grundbeziehung von Objekten ermittelt aus der graphischen Darstellung eines Stammbaum sowie die Codierung in Form der Eltern-Kind Beziehung stellen das erfindungsmäßige Verfahren dar. Dazu werden die Objekte automatisch eindeutig markiert und für jedes Objekt die Beziehung zu Vater und Mutter ermittelt. Das Ergebnis des Verfahren läßt sich in Form eines Stammbaums und einer Tabelle erläutern (Bild 5).
Die Erfindung wird weiterhin an einem Beispiel zur genetischen Analyse von Blutdruckwerten näher erläutert (Bild 6).
Durch anklicken der Familienangehörigen mit dem Zeigegerät wird automatisch der Datensatz der ausgewählten Person geöffnet und die Blutdruckwerte können direkt unter Kontrolle der Verwandtschaftsbeziehung in die Datenbank eingetragen werden. Durch die graphische Kontrolle im Stammbaum wird einerseits die Fehlerrate bei der Eingabe reduziert, andererseits die Erfassung von Daten von Familienangehörigen durch Interview wesentlich beschleunigt. Durch die Codierung und Speicherung der Daten zusammen mit der Verwandtschaftsbeziehung können auch komplexe quantitative Merkmale (wie hier der Blutdruck) mit Hilfe statistischer Auswertung über viele Familien hinweg auf genetische Komponenten hin analysiert werden (Bild 7).

Claims (4)

1. Verfahren zur automatischen Codierung von Verwandtschaftsbeziehungen und Erfassung von genetischen Merkmalen, insbesondere von Krankheiten, von Familienangehörigen und Speicherung in einer Datenbank.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß graphisch erfaßte Verwandtschaftsbeziehungen in Form von Stammbäumen automatisch in Eltern-Kind Beziehungen codiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils neu hinzugefügten Objekte eines Stammbaums nach Codierung der Eltern-Kind Beziehung in einer Datenbank gespeichert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die für genetische Untersuchungen der Probanden relevanten Daten unter Berücksichtigung der Verwandtschaftsbeziehung von Familienangehörigen erfaßt und gespeichert und unter Berücksichtigung der Verwandtschaftsbeziehung durch interindividuellen Vergleich zwischen Gesunden und Kranken ausgewertet und auf die Grundgesamtheit der Population bezogen werden.
DE1995125641 1995-07-14 1995-07-14 Verfahren zur automatischen Kodierung von Verwandtschaftsbeziehungen und Erfassung von genetischen Merkmalen, insbesondere von Krankheiten Withdrawn DE19525641A1 (de)

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DE19525641A1 true DE19525641A1 (de) 1997-01-16

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DE (1) DE19525641A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19829034A1 (de) * 1998-06-30 2000-01-05 Eberhard Manz Verfahren zum Nachweis der Abstammung und/oder zur Identifizierung von Tieren oder von biologischem Material

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19829034A1 (de) * 1998-06-30 2000-01-05 Eberhard Manz Verfahren zum Nachweis der Abstammung und/oder zur Identifizierung von Tieren oder von biologischem Material

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