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DE19523245A1 - Reaktivfarbstoffe, deren Herstellung und Verwendung - Google Patents

Reaktivfarbstoffe, deren Herstellung und Verwendung

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Publication number
DE19523245A1
DE19523245A1 DE1995123245 DE19523245A DE19523245A1 DE 19523245 A1 DE19523245 A1 DE 19523245A1 DE 1995123245 DE1995123245 DE 1995123245 DE 19523245 A DE19523245 A DE 19523245A DE 19523245 A1 DE19523245 A1 DE 19523245A1
Authority
DE
Germany
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formula
reactive
dye
independently
reactive dyes
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1995123245
Other languages
English (en)
Inventor
Horst Dr Jaeger
Joachim Dr Wolff
Manfred Dr Hoppe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dystar Textilfarben GmbH and Co Deutschland KG
Original Assignee
Bayer AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE1995123245 priority Critical patent/DE19523245A1/de
Publication of DE19523245A1 publication Critical patent/DE19523245A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/503Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring the reactive group being an esterified or non-esterified hydroxyalkyl sulfonyl or mercaptoalkyl sulfonyl group, a quaternised or non-quaternised aminoalkyl sulfonyl group, a heterylmercapto alkyl sulfonyl group, a vinyl sulfonyl or a substituted vinyl sulfonyl group, or a thiophene-dioxide group
    • C09B62/507Azo dyes
    • C09B62/513Disazo or polyazo dyes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0071Process features in the making of dyestuff preparations; Dehydrating agents; Dispersing agents; Dustfree compositions
    • C09B67/0072Preparations with anionic dyes or reactive dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft Reaktivfarbstoffe, ihre Herstellung und Verwendung. Reaktivfarbstoffe, insbesondere Azoreaktivfarbstoffe, sind bereits seit langem bekannt. Aus EP-A-149 170 sind beispielsweise Disazofarbstoffe bekannt, bei denen eine Diazokomponente mit einer Sulfogruppe substituiert ist, während die andere nicht mit einer Sulfogruppe substituiert ist. Die bekannten Reaktiv­ farbstoffe weisen aber noch anwendungstechnische Nachteile auf, insbesondere im Hinblick auf die Lichtechtheit und Chlorechtheit.
Die vorliegende Erfindung betrifft Reaktivfarbstoffe, die in Form der freien Säure der Formel (I) entsprechen
worin
X¹ und X² gleich oder verschieden sind und unabhängig voneinander für CH=CH₂
oder CH₂CH₂Y stehen,
Y einen unter alkalischen Bedingungen abspaltbaren Substituenten bedeutet, wobei die Reste X¹SO₂- und X²SO₂- unabhängig voneinander in 5- oder 4- Stellung gebunden sind,
u und v verschieden voneinander sind und für Wasserstoff oder die Sulfogruppe stehen.
Beispiele für Substituenten Y sind Sulfato, Phosphato, Thiosulfato, Acetoxy, Benzoyloxy, Methylsulfonyloxy oder Chlor.
Im Rahmen der Formel (I) sind Farbstoffe bevorzugt, in denen X¹ und X² für CH=CH₂ oder CH₂CH₂OSO₃H stehen. Weiterhin bevorzugt sind Farbstoffe, in denen X¹ gleich X² und die SO₂X¹- bzw. SO₂X²-Gruppe in 4-Stellung steht und u für Wasserstoff und v für die Sulfogruppe steht.
Ein besonders bevorzugter Farbstoff entspricht folgender Formel
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der Reaktivfarb­ stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Diazokomponente der Formel
worin SO₂X² die angegebene Bedeutung hat, diazotiert und mit einer Kupplungs­ komponente der Formel
worin u und v die angegebene Bedeutung haben, im sauren Medium kuppelt, wobei der Monoazofarbstoff (v) entsteht
Anschließend wird eine Diazokomponente der Formel
worin SO₂X¹ die angegebene Bedeutung hat, diazotiert und im schwachsauren bis neutralen Medium mit dem Monoazofarbstoff (v) zu einem Farbstoff der Formel (I) gekuppelt.
Für den Fall, daß die Diazokomponenten (III) und (IIIa) identisch sind, besteht eine bevorzugte Verfahrensvariante darin, daß man zwei Mol (III bzw. IIIa) diazo­ tiert und ein Mol Kupplungskomponente (IV) im sauren Medium (pH 0,5 bis 2) zusetzt, wobei zunächst die Kupplung o-ständig zur Aminogruppe und dann durch Anheben des pH auf 4 bis 6 die Kupplung o-ständig zur Hydroxylgruppe erfolgt.
Außerdem können Eliminierungsreaktionen an die Synthese angeschlossen werden. Beispielsweise kann man den Reaktivfarbstoff (I), in denen X¹ und X² für CH₂CH₂OSO₃H stehen, mit Natronlauge behandeln, wobei die Sulfatoethylsulfo­ nylreste in Vinylsulfonylreste übergehen. An diese lagert man Thioschwefelsäure, wobei Reaktivfarbstoffe (I) mit X¹ und X² gleich CH₂CH₂SSO₃H-Reste entstehen.
Im folgenden sollen mögliche Ausgangsstoffe, die zur Herstellung der Reaktiv­ farbstoffe (I) verwendet werden können, einzeln genannt werden.
Diazokomponenten der Formeln (III) und (IIIa):
1-Amino-4-β-sulfatoethylsulfonyl-benzol-2-sulfonsäure
1-Amino-4-vinylsulfonyl-benzol-2-sulfonsäure
1-Amino-4-β-phosphatoethylsulfonyl-benzol-2-sulfonsäure
1-Amino-4-β-acetoxyethylsulfonyl-benzol-2-sulfonsäure
1-Amino-4-β-thiosulfatoeffiylsulfonyl-benzol-2-sulfonsäure
1-Amino-5-β-sulfatoethylsulfonyl-benzol-2-sulfonsäure
1-Amino-5-vinylsulfonyl-benzol-2-sulfonsäure
1-Amino-5-β-phosphatoethylsulfonyl-benzol-2-sulfonsäure.
Kupplungskomponenten der Formel (IV):
1-Amino-8-hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure
1-Amino-8-hydroxynaphthalin-4,6-disulfonsäure.
Die Isolierung der nach den vorstehend beschriebenen Verfahren erhaltenen Reaktivfarbstoffe erfolgt durch Eindampfen der neutralen wäßrigen Farbstoff­ lösung, vorzugsweise bei mäßig erhöhter Temperatur und vermindertem Druck oder durch Sprühtrocknung. Die Farbstoffe können als Feststofformierungen wie auch als konzentrierte Lösungen eingesetzt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform werden die erfindungsgemäßen Farbstoffe als Granulat verwendet. Die Granulate der erfindungsgemäßen Farbstoffe können beispielsweise in folgenden Schritten erhalten werden:
Mischgranulierung
Dabei wird das Farbstoffpulver mit 15 bis 55% Wasser - bezogen auf das Ge­ wicht des Pulvers - befeuchtet, anschließend in einem Mischgranulator das Granu­ lat unter trocknenden Bedingungen gebildet und gegebenenfalls entstaubt, wobei das Entstaubungsmittel vorzugsweise als Aerosolgemisch auf das Granulat gesprüht wird.
Sprühgranulierung
Dabei wird die Synthese-Lösung oder -Suspension in einem fluidisierenden Sprüh­ trockner gleichzeitig getrocknet und granuliert.
Die Erfindung betrifft weiterhin feste Farbstoffpräparationen, insbesondere Farb­ stoffpulver oder Farbstoffgranulate, die 30 bis 95 Gew.-% eines Reaktivfarbstoffes der Formel (I), 5 bis 15 Gew.-% Wasser (Restfeuchte), enthalten, jeweils bezogen auf die Präparation. Daneben können sie noch weitere Zusätze wie anorganische Salze wie Alkalichloride oder Alkalisulfate, Dispergiermittel, Netzmittel, Entstau­ bungsmittel sowie weitere übliche Stellmittel enthalten.
Bevorzugte Feststoffpräparationen enthalten zusätzlich Puffersubstanzen, die beim Auflösen in der 20fachen Menge Wasser (bezogen auf das Gewicht der Feststoff­ präparation) einen pH-Wert von 3,5 bis 7,5, insbesondere 4,5 bis 6,5, geben. Diese Puffersubstanzen werden vorzugsweise in Mengen von 3 bis 50, insbesondere 5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht, zugesetzt.
Wäßrige Reaktivfarbstofflösung enthalten im allgemeinen 5 bis 50 Gew.-% eines Farbstoffes der Formel (I) (bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösung).
Bevorzugte wäßrige Reaktivfarbstofflösungen enthalten zusätzlich Puffersubstanzen und weisen einen pH-Wert von 3,5 bis 7,5, insbesondere 4,5 bis 6,5, auf.
Diese Puffersubstanzen werden vorzugsweise in Mengen von 0,1 bis 50, insbeson­ dere 1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgemisch, zugesetzt.
Die verwendeten Puffer sind inert gegenüber den Reaktivgruppen. Beispiele für Puffer sind: Natriumdihydrogenphosphat, Natriumacetat, Kaliumacetat, Natrium­ borat, Kaliumborat, Natriumoxalat, Kaliumoxalat und Natriumhydrogenphthalat. Diese Puffer können für sich allein oder in Mischung verwendet werden.
Die Reste SO₂X¹ und SO₂X² in Formel (I) sind faserreaktiv. Unter faserreaktiven Verbindungen sind solche zu verstehen, die mit den Hydroxygruppen der Cellulose oder mit den Aminogruppen von natürlichen oder synthetischen Polyamiden unter Bildung kovalenter chemischer Bindungen zu reagieren vermögen.
Die erfindungsgemäßen Reaktivfarbstoffe der Formel (I) ergeben Färbungen mit guten Naß- und Lichtechtheiten. Besonders hervorzuheben ist es, daß die Farb­ stoffe eine gute Löslichkeit und Elektrolytlöslichkeit bei guten Auszieheigenschaf­ ten und hoher Farbstoff-Fixierung aufweisen, und daß sich die nicht fixierten Anteile leicht entfernen lassen.
Die erfindungsgemäßen Reaktivfarbstoffe der Formel (I) eignen sich zum Färben und Bedrucken von Hydroxyl- oder Amidgruppen enthaltenden Material, wie Textilfasern, Fäden und Geweben aus Wolle, Seide, synthetischen Polyamid und Polyurethanfasern und zum waschechten Färben und Bedrucken von Hydroxyl- oder Amidgruppen enthaltenden Materialien, wie Textilfasern, Fäden und Geweben aus Wolle, Seide, synthetischen Polyamid- und Polyurethanfasern und zum wasch­ echten Färben und Bedrucken von nativer oder regenerierter Cellulose, wobei die Behandlung von Cellulosematerialien zweckmäßigerweise in Gegenwart säurebin­ dender Mittel und gegebenenfalls durch Hitzewirkung nach den für Reaktivfarb­ stoffe bekannt gewordenen Verfahren erfolgt.
Die angegebenen Formeln sind die der entsprechenden freien Säuren. Die Farb­ stoffe werden im allgemeinen in Form der Alkalisalze, insbesondere der Na-Salze isoliert und zum Färben eingesetzt.
Beispiele Beispiel 1
36,1 g 4-(β-Sulfatoethylsulfonyl)anilin-2-sulfonsäure wurden in 500 ml Eiswasser verrührt und mit 28 ml 30%iger Salzsäure versetzt. Man gab dann tropfenweise 70 ml 10%ige Natriumnitritlösung zu und rührte solange bis nur noch ein gerin­ ger Nitritüberschuß zu erkennen war. Dieser wurde dann mit Amidosulfonsäure zerstört.
In diese Lösung gab man 15,9 g 1-Amino-8-hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure (H-Säure) und rührte solange im sauren Medium, bis sich keine H-Säure mehr nachweisen ließ. Anschließend stellte man mit Natriumhydrogencarbonat den pH auf 5 bis 6. Der Farbstoff wurde gegebenenfalls nach Aufkonzentrierung der Reak­ tionslösung durch Durchpermeation sprühgetrocknet. Man erhielt ein schwarzes Farbstoffpulver, das sich leicht in Wasser mit schwarzer Farbe löste. In Form der freien Säure entsprach der Farbstoff der Formel
Nach den in der Technik für Vinylsulfonreaktivfarbstoffe üblichen Färbe- und Druckverfahren erhält man damit auf Baumwolle marineblaue bis schwarze Farb­ töne mit guten Allgemeinverhalten, insbesondere Lichtechtheit.
Beispiel 2
Die Lösung des nach Beispiel 1 erhaltenen Farbstoffs wurde bei 20°C mit 10%iger Natronlauge auf pH 10 gestellt und eine halbe Stunde gerührt. Anschlie­ ßend gab man verdünnte Salzsäure bis zu einem pH von 5 zu und isolierte den Farbstoff nach den Angaben von Beispiel 1.
Man erhielt ein schwarzes Farbstoffpulver, das sich leicht in Wasser mit marine­ blauer Farbe löste. In Form der freien Säure entspricht der Farbstoff der Formel
Er färbte Baumwolle je nach Einsatz in marineblauen bis schwarzen Farbtönen.
Nach den in Beispiel 1 angegebenen Verfahren wurden weitere wertvolle Reaktiv­ farbstoffe hergestellt, indem man die nachfolgend in Spalte 2 und 3 angegebenen Diazo- und Kupplungskomponente verwendete. In der letzten Spalte sind die damit auf Baumwolle erzielten Farbtöne angegeben.
Beispiel 8
36,1 g 5-(β-Sulfatoethylsulfonyl)anilin-2-sulfonsäure wurden in 500 ml Eiswasser verrührt und mit 28 ml 30%iger Salzsäure versetzt. Man gab dann tropfenweise 70 ml 10%ige Natriumnitritlösung zu und rührte solange bis nur noch ein gerin­ ger Nitritüberschuß zu erkennen ist. Dieser wurde dann mit Amidosulfonsäure zerstört.
Zu dieser Diazotierung gab man dann 31,8 H-Säure und rührte mehrere Stunden in saurem Medium. Anschließend wurde die nach den Angaben von Beispiel 1 aus 36,1 g 4-(β-Sulfatoethylsulfonyl)anilin-2-sulfonsäure bereitete Diazotierung zuge­ setzt, bei einem pH von 5 bis 6. Nach beendeter Kupplung wurde die Lösung des Farbstoffs durch Druckpermeation aufkonzentriert und sprühgetrocknet.
Man erhielt ein schwarzes leicht in Wasser mit marineblauer Farbe lösliches Pulver. In Form der freien Säure entspricht der Farbstoff der Formel
Er färbte Baumwolle je nach Einsatz in marineblauen bis schwarzen Tönen.

Claims (7)

1. Reaktivfarbstoffe, die in Form der freien Säure der Formel (I) entsprechen worin
X¹ und X² gleich oder verschieden sind und unabhängig voneinander für CH=CH₂ oder CH₂CH₂Y stehen,
Y einen unter alkalischen Bedingungen abspaltbaren Substituenten bedeutet, wobei die Reste X¹SO₂- und X²SO₂- unabhängig von­ einander in 5- oder 4-Stellung gebunden sind,
u und v verschieden voneinander sind und für Wasserstoff oder die Sulfogruppe stehen.
2. Reaktivfarbstoffe gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß X¹ und X² unabhängig voneinander für CH=CH₂ oder CH₂CH₂OSO₃H stehen.
3. Reaktivfarbstoffe gemäß wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß X¹ gleich X² und die SO₂X¹- bzw. SO₂X²- Gruppe in 4-Stellung steht und u für Wasserstoff und v für die Sulfogruppe steht.
4. Reaktivfarbstoff gemäß wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er in Form der freien Säure folgender Formel (II) entspricht
5. Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man worin SO₂X² die angegebene Bedeutung hat, diazotiert und mit einer Kupplungskomponente der Formel worin u und v die angegebene Bedeutung haben, im sauren Medium kuppelt, wobei der Monoazofarbstoff (v) entsteht und anschließend mit einer diazotierten Diazokomponente der Formel worin SO₂X¹ die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung hat, kuppelt.
6. Feste Farbstoffpräparation enthaltend, bezogen auf die gesamte Präparation, 30 bis 95 Gew.-% eines Reaktivfarbstoffes der Formel (I) worin
X¹ und X² gleich oder verschieden sind und unabhängig voneinander für CH=CH₂ oder CH₂CH₂Y stehen,
Y einen unter alkalischen Bedingungen abspaltbaren Substituenten bedeutet, wobei die Reste X¹SO₂- und X²SO₂- unabhängig voneinander in 5- oder 4-Stellung gebunden sind,
u und v verschieden voneinander sind und für Wasserstoff oder die Sulfogruppe stehen,
eine Puffersubstanz, die beim Auflösen in der 20fachen Menge Wasser, bezogen auf das Gewicht der Feststoffpräparation, einen pH-Wert von 3,5 bis 7,5 ergibt, 5 bis 15 Gew.-% Wasser sowie weitere übliche Zusatzmittel.
7. Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Hydroxyl- oder Amidgruppen enthaltenden Materialien, insbesondere Textilfasern, mit einem Reaktivfarb­ stoff, dadurch gekennzeichnet, daß ein Reaktivfarbstoff gemäß Anspruch 1 verwendet wird.
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Legal Events

Date Code Title Description
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: DYSTAR TEXTILFARBEN GMBH & CO. DEUTSCHLAND KG, 603

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