DE19523029A1 - Bandspule - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine insbesondere für Magnetband
cartridges vorgesehene (Hochleistungs-) Bandspule, die
einfach zusammensetzbar ist, und insbesondere eine zur
Fertigung in großen Stückzahlen geeignete Bandspule, bei
der die Bandwickelfläche, die Seiten-Stütz-Flansche und
die an der Nabe der Bandspule ausgebildete Antriebs
stift-Bohrung in präziser Ausrichtung zueinander ange
ordnet sind.
Die zulässige Bandgeschwindigkeit sowie die zulässige
Bandspeicherkapazität (d. h. die Datendichte) eines Ma
gnetbandes erhöhen sich mit der Präzision der positions
mäßigen Anlage des Bandes an den Lese-/Schreib-Köpfen
eines Bandlaufwerks. Es hat sich erwiesen, daß die Aus
richtung zwischen der Bandspule und einer Bandführungs
struktur einen beträchtlichen Einfluß auf die Genauig
keit hat, mit der das Magnetband den Lese-/Schreib-Köp
fen zugeführt bzw. in Kontakt mit diesen gebracht wird.
Beispielsweise darf der Nachführfehler zwischen den
Datenspuren und den Lese-/Schreib-Köpfen 0,9 µm nicht
überschreiten.
Die Genauigkeit der Zuführung des Magnetbandes zu den
Lese/Schreib-Köpfen ist insbesondere abhängig von der
präzisen Ausrichtung der an der Spule ausgebildeten
Wickelfläche relativ zu der Bandführungsvorrichtung, der
Ausrichtung der Seitenflansche relativ zu der Bandwic
kelfläche, und der Parallelität bzw. Exzentrizität der
Antriebsstift-Bohrung relativ zu der Bandwickelfläche an
der Nabe der Bandspule. Ferner ist die Höhe des Band
wickelstiftes kritisch, da sie die Position der Band
wickelfläche relativ zu der Bandführungsvorrichtung
bestimmt.
Diesen Bedingungen muß Rechnung getragen werden, obwohl
es sich bei Magnetbandcartridges generell um Massenarti
kel handelt, die mit niedrigem Kostenaufwand hergestellt
werden. Ein Spritzguß-Bandspule läßt sich zwar einfach
herstellen, bereitet jedoch bei der massenweisen Spritz
guß-Fertigung Schwierigkeiten hinsichtlich der engen
Toleranzen, die für eine Hochleistungs-Bandspule erfor
derlich sind. Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit
von Magnetband-Laufwerken wird daher eine Hochleistungs-
Bandspule benötigt, die diese engen Toleranzen erfüllt.
Somit ist es Aufgabe der Erfindung, eine Hochleistungs-
Bandspule zu schaffen, die problemlos zusammengefügt
werden kann, zur Fertigung in großen Stückzahlen geeig
net ist und bei der die gegenseitige Ausrichtung der für
die exakte Bandzuführung zu den Lese-/Schreib-Köpfen
maßgeblichen Teile dauerhaft präzise ist.
Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur
Herstellung einer derartigen Hochleistungs-Bandspule zu
schaffen.
Zur Lösung der Aufgabe wird mit der Erfindung eine Hoch
leistungs-Bandspule mit den Merkmalen von Anspruch 1
vorgeschlagen; vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin
dung sind in den Unteransprüchen aufgeführt. Ferner wird
ein Verfahren zur Herstellung einer Hochleistungs-Band
spule gemäß Anspruch 10 vorgeschlagen.
Die Erfindung schafft eine leicht herstellbare Hochlei
stungs-Bandspule, bei der die oberen und unteren Flan
sche, die Bandwickelfläche und die in der Bandspule
ausgebildete Antriebsstift-Bohrung präzise relativ zu
einander ausgerichtet sind.
Die Nabe der Bandspule weist einen zentralen Nabenteil
mit einer darin ausgebildeten Antriebsstift-Bohrung und
einen äußeren Nabenteil mit einer nach außen weisenden
zylindrischen Bandwickelfläche auf, die parallel zur
Achse der Antriebsstift-Bohrung verläuft. Der äußere
Nabenteil weist in der Nähe der Bandwickelfläche ein
Paar Naben-Referenzflächen auf. Naben-Stege verbinden
den zentralen Nabenteil mit dem äußeren Nabenteil. An
der Nabe ausgebildete obere und untere Flansche weisen
seitliche Bandstützteile bzw. -flächen, die sich von der
Bandwickelfläche weg erstrecken, und Flansch-Referenz
flächen auf, die die Naben-Referenzflächen kontaktieren.
Die Flansche sind mit Seitenteilen versehen, die an
einer mit Abstand zu der Bandwickelfläche befindlichen
Stelle mit dem Naben-Steg verbondet sind. Da die Flan
sche im Abstand von der Bandwickelfläche und den seitli
chen Bandstützteilen mit der Nabe verbondet sind, wird
die Bandwickelfläche während des Verbondens nicht be
schädigt. Ferner wird verhindert, daß sich die seitli
chen Bandstützteile während des Verbondens krümmen bzw.
verziehen. Zudem ist ausgeschlossen, daß Austrieb, d. h.
überschüssiges Kunststoffmaterial, und Verschmutzungen,
die während der Verbondungsoperation entstehen, auf die
Bandwickelfläche oder sogar auf das Informationsmedium
gelangen.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Na
ben-Referenzflächen nahe an der Bandwickelfläche sowie
rechtwinklig zu dieser angeordnet. Die Antriebsstift-
Bohrung verläuft vorzugsweise durch den zentralen Naben
teil, damit der Spritzgußvorgang mit höherer Präzision
durchgeführt werden kann.
Die oberen und unteren Flansche sind vorzugsweise sym
metrisch ausgebildet. Die Seitenteile der Flansche wei
sen vorzugsweise einen gewölbten Übergangsbereich auf,
der einen Linienkontakt zwischen den Seitenteilen und
der Innenfläche des äußeren Nabenteils erzeugt, so daß
das Verbonden an diesen Bereichen im wesentlichen mini
miert werden kann. An den Flanschen können Austriebkanä
le oder -mulden proximal zu den Flansch-Referenzflächen
und/oder nahe dem Verbondungsbereich ausgebildet sein.
Die Flansche sind in der Nähe der Stelle, in der sie mit
dem Naben-Steg verbondet sind, vorzugsweise mit einem
Versteifungsteil versehen. Zwischen der Verbondungsstel
le und dem Versteifungsteil kann eine Austriebmulde aus
gebildet sein, um eine Kontaminierung des Bandes durch
Austrieb oder Schmutz zu verhindern.
Die Erfindung betrifft ferner eine vorzugsweise für
Magnetbänder vorgesehene Bandspule, bei der eine An
triebskappe an dem zentralen Nabenteil der Bandspule
befestigt ist. Die Antriebskappe weist an einer Außen
fläche, die eine rechtwinklig zur Bandwickelfläche ver
laufende Ebene definiert, mehrere Antriebszähne auf. An
der Innenfläche der Antriebskappe ist eine Antriebskap
pen-Stützfläche 102 ausgebildet, die eine Öffnung der
Antriebsstift-Bohrung der Nabe überdeckt und dazu vor
gesehen ist, die Bandspule auf einer Stützfläche eines
Spulenstifts zu stützen. Der zentrale Nabenteil und die
Antriebskappe können aus dem gleichen Material oder aus
unterschiedlichen Materialien gefertigt sein.
Die Antriebskappe ist vorzugsweise mit mindestens einem
Schnapp-Schenkel versehen. Die Schnapp-Schenkel ragen in
Schnappschenkelöffnungen hinein, die in der Nähe des
zentralen Nabenteils ausgebildet sind. Zwischen der
Antriebskappe und dem zentralen Nabenteil kann eine
Bremsplatte angeordnet sein, um, wenn die Cartridge sich
nicht im Eingriff mit einem Bandlaufwerk befindet, eine
Drehung der Bandspule zu verhindern.
Die Erfindung betrifft ferner eine ein Magnetband ent
haltende Bandcartridge, die einen Cartridge-Rahmen mit
mindestens einem Bandspulenstift aufweist. Die oben
beschriebenen Bandspulen sind im Dreheingriff mit dem
Bandspulenstift. Eine an dem Cartridge-Rahmen befestigte
Bandführungsvorrichtung führt das Magnetband durch eine
Lese-/Schreib-Zone. Die Lese-/Schreib-Zone ist der Be
reich, in dem das Magnetband die Lese-/Schreib-Köpfe
kontaktiert. Das Magnetband ist derart um mindestens
eine Bandspule gewickelt, daß es über die Bandführungs
vorrichtung und durch die Lese-/Schreib-Zone hindurch
bewegt wird.
Die Bandspule wird vorzugsweise durch Ultraschallschwei
ßen zusammengefügt; es können jedoch auch zahlreiche
andere Verbondungstechniken verwendet werden.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Zusammenhang mit den Figuren näher
erläutert. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer bevorzugten
Bandspulennabe,
Fig. 2 eine Querschnittsansicht der Bandspulennabe
gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine quergeschnittene Teilansicht des bevorzug
ten Flanschteils,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des Flanschteils
gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der bevorzugten
Antriebskappe,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der bevorzugten
Bremsplatte zur Verwendung mit der Antriebskappe
gemäß Fig. 5,
Fig. 7 eine Querschnittsansicht der bevorzugten Band
spule, und
Fig. 8 eine explodierte Darstellung eines Beispiels
einer Bandcartridge, bei der die Bandspule ver
wendet wird.
Fig. 1 und 2 zeigen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Bandspulen-Nabe 10. Die Bandspulen-Nabe 10 weist
einen zylindrischen äußeren Nabenteil 12 auf, an dem
eine Bandwickelfläche 14 ausgebildet ist. Ein zentraler
Nabenteil 16 mit einer Antriebsstift-Bohrung 18 ist über
einen Naben-Steg 20 mit dem mit dem äußeren Nabenteil 12
verbunden. Die Antriebsstift-Bohrung 18 weist eine Füh
rungsfläche 22 auf, die vorzugsweise unter Berücksichti
gung eines Toleranzbereiches von 0,025 mm konzentrisch
zu der Bandwickelfläche 14 verläuft. Die Gesamtabwei
chung der Bandwickelfläche 14 von einer Kreislinie be
trägt vorzugsweise weniger als 0,025 mm. Der Durchmesser
der Antriebsstift-Bohrung 18 wird vorzugsweise innerhalb
+0,005 mm gehalten.
Um diese Toleranzen während des Spritzgußvorgangs beibe
halten zu können, ist der zur Ausbildung der Antriebs
stift-Bohrung 18 verwendete Kernstift vorzugsweise an
beiden Enden an der (nicht gezeigten) Form befestigt. Es
hat sich erwiesen, daß ein frei aufgehängter Formstift
elastisch nachgibt, wenn der Kunststoff in die Form
eingespritzt wird, was zu beträchtlichen Ungenauigkeiten
in der konzentrischen Anordnung der Antriebsstift-Boh
rung 18 relativ zu der Bandwickelfläche 14 führt.
Beide Seiten des Naben-Steges 20 weisen in der Nähe der
Innenfläche 32 des äußeren Nabenteils 12 Verbondungs
bereiche 24 auf, die um den Umfang der Innenfläche 32
verlaufen. Der Naben-Steg 20 ist nahe den Verbondungs
bereichen 24 mit Schrägflächen 34 versehen, die eine
Austriebmulde 107 zur Aufnahme von Verunreinigungen an
den Verbondungsbereichen 24 bildet (vgl. Fig. 7). In dem
Naben-Steg 20 sind ferner mehrere Schnappschenkelöff
nungen 26 ausgebildet, die - wie noch genauer erläutert
wird - zur Befestigung einer Antriebskappe (Fig. 5 und
7) verwendet werden. Bei dem bevorzugten Ausführungsbei
spiel weist der Naben-Steg 20 drei Schnappschenkelöff
nungen 26 auf, die mit gleichmäßigen Abständen um den
Umfang des zentralen Nabenteils 16 angeordnet sind. Die
genaue Anzahl der Schnappschenkelöffnungen 26 oder der
Verbondungsbereiche 24 ist innerhalb des Schutzbereiches
der Erfindung keinen Einschränkungen unterworfen.
Der äußere Nabenteil 12 weist Naben-Referenzflächen 28
und 30 auf, die vorzugsweise um die oberen und unteren
Ränder des zylindrischen äußeren Nabenteils 12 in der
Nähe der Bandwickelfläche 14 verlaufen. Wie dem Fachmann
ersichtlich ist, brauchen sich die Naben-Referenzflächen
28, 30 nicht notwendigerweise um den gesamten Umfang des
äußeren Nabenteils 12 zu erstrecken. Ferner können die
Verbondungsbereiche 24 strategisch um den Umfang des
Naben-Steges 20 angeordnet sein.
Die Bandwickelfläche 14 weist eine Breite "W" auf, und
der Naben-Steg 20 weist eine maximale Dicke "w" auf.
Folglich sind die Verbondungsbereiche 24 relativ zu den
Naben-Referenzflächen 28, 30 versetzt sowie von diesen
beabstandet und sind hinter der Bandwickelfläche 14
angeordnet. Die Bandspulen-Nabe 10 besteht vorzugsweise
aus Polycarbonat.
Fig. 3 und 4 zeigen das bevorzugte Flanschteil 40 für
die Bandspulen-Nabe 10. Das Flanschteil 40 weist Band-
Seitenteiie 42 mit Flansch-Referenzflächen 45 zum An
griff an die Naben-Referenzflächen 28, 30 auf. Ein seit
licher Abschnitt 44 erstreckt sich von den Flansch-Refe
renzflächen 45 generell einwärts zu dem Naben-Steg 20
hin (vgl. Fig. 7). Mehrere Energiekonzentratoren 48 sind
an einer Fläche 56 nahe dem seitlichen Abschnitt 44 vor
gesehen. Diese Energiekonzentratoren 48 repräsentieren
die Verbondungspunkte, an denen die Flanschteile 40 an
den Verbondungsbereichen 24, die an dem Naben-Steg 20
ausgebildet sind, befestigt werden. Das Flanschteil 40
ist vorzugsweise aus klarem Polycarbonat gefertigt. Die
Energiekonzentratoren 48 weisen vorstehende Bereiche aus
einem Polycarbonat-Material auf, die vorzugsweise durch
Ultraschallschweißung an den Verbondungsbereichen 24 des
Naben-Steges 20 befestigt sind. Selbstverständlich kann
die Befestigung des Flanschteils 40 an der Bandspulen-
Nabe 10 durch eine beliebige Technik erfolgen, und zwar
mit oder ohne die Energiekonzentratoren 48, und der
Umfang der Erfindung ist in diesem Zusammenhang nicht
auf das Ultraschallschweißen beschränkt.
Vorzugsweise ist eine Versteifungsrippe 50 um die in dem
Band-Seitenteil 42 ausgebildete Öffnung 58 angeordnet,
um dem Flanschteil 40 Festigkeit zu verleihen und um
während des Verbondungsvorgangs unerwünschte Krümmung
und Verzerrung des Flanschteils 40 zu minimieren. Wenn
ein Flanschteil 40 mit dem Naben-Steg 20 verbondet wird,
wird die Versteifungsrippe 50 nahe an den Naben-Steg 20
heran gezogen und kann dabei unter Umständen sogar den
Naben-Steg 20 kontaktieren. Der Spalt zwischen der Ver
steifungsrippe 50 und dem Naben-Steg 20 ist klein genug,
um während der Verbondungsoperation entstehenden Aus
trieb bzw. Verschmutzungen in einer Austriebmulde 107
festzuhalten (vgl. Fig. 7).
Ein gewölbter Übergangsbereich 52, der zwischen den Flä
chen 51 und 53 auf dem seitlichen Abschnitt 44 ausge
bildet ist, ist vorzugsweise einwärts in Richtung auf
die Öffnung 58 abgeschrägt. Die Fläche 51 ist vorzugs
weise um 1,0° einwärts abgewinkelt, und die Fläche 53
ist vorzugsweise um 5,0° einwärts abgewinkelt, so daß
der gewölbte Übergangsbereich 52 den Hochpunkt zwischen
den Flächen 51, 52 bildet. Die Winkel der betreffenden
Oberfläche 32 unterscheiden sich voneinander, so daß an
dem gewölbten Übergangsbereich 52 nur ein Linienkontakt
entsteht. Wenn der Flanschteil 40 mit der Bandspulen-
Nabe 10 verbondet wird, wirkt der gewölbte Übergangs
bereich 52 als Linienkontakt zwischen dem seitlichen Ab
schnitt 44 und der Innenfläche 32 des äußeren Nabenteils
12. Der gewölbte Übergangsbereich 52 minimiert oder
beseitigt eine Verbondung an dem seitlichen Abschnitt 44
und den Flächen 51 und 53. Ferner wird die Erzeugung von
Austrieb am Schnittbereich zwischen der Fläche 51 und
den Naben-Referenzflächen 28, 30 minimiert oder besei
tigt.
Vorzugsweise ist um den Umfang der Flansch-Referenzflä
chen 45 ein Austriebkanal oder eine Austriebmulde 54
ausgebildet, um die Entstehung von Austrieb zu minimie
ren, jeglichen anhaftenden Austrieb oder Schmutz, der
während des Verbondens erzeugt wurde, zurückzuhalten und
somit an einer Kontaminierung des Bandes zu hindern, und
um eine Verbondung zwischen den Naben-Referenzflächen
28, 30 und den Flansch-Referenzflächen 45 zu unterbinden.
Vertikale und horizontale Unwucht der Flanschteile 40
haben kritische Auswirkungen auf die Ausrichtung des
Bandes mit den Lese-/Schreib-Köpfen. Die (kreisscheiben
förmigen) Bandstützflächen 46 sind mit einer Ebenheit
von unter 0,015 mm ausgebildet. Vorzugsweise sind die
Bandstützflächen 46 ausgehend von dem seitlichen Ab
schnitt 44 relativ zu den Flansch-Referenzflächen 45
auswärts abgeschrägt.
Die Flansch-Referenzflächen 45 wirken als mechanische
Sperre zur Begrenzung der Mulden-Tiefe der Flansche 40.
Vorzugsweise ist die kombinierte Länge der Flächen 51
und 53 kleiner als die Länge der Innenflächen 32 oder
gleicht dieser, so daß die Fläche 56 das volle Zusammen
greifen der Referenzflächen 28, 30 und 45 nicht verhin
dert. Folglich sind Flansch-Taumelbewegungen primär eine
Funktion des Spritzgußvorgangs zur Herstellung der Flan
sche und weitgehend unabhängig von dem Verbondungsvor
gang.
Fig. 4 und 5 zeigen die bevorzugte Antriebskappe 60 und
die bevorzugte Bremsplatte 62 zur Verwendung mit der
Bandspulen-Nabe 10. Die Antriebskappe 60 weist eine
Außenfläche mit mehreren Antriebszähnen 64 auf, die um
den Umfang der oberen Seite eines (oberen) Abdeckteils
66 angeordnet sind. Alternativ zu den an der Antriebs
kappe 60 ausgebildeten Antriebszähne 64 kann jede belie
bige geeignete Antriebsfläche vorgesehen sein.
Von der Abdeckteil 66 stehen mehrere Schnappschenkel 68
derart abwärts vor, daß sie mit Schnappschenkelöffnungen
26 zusammengreifen, die an dem Naben-Steg 20 ausgebildet
sind. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die
Antriebskappe 60 mit drei Schnappschenkeln 68 versehen,
die mit gleichmäßigen Abständen um den Umfang der An
triebskappe 60 verteilt sind. An dem distalen Ende der
Schnappschenkel 68 sind Hakenteile 70 ausgebildet, die
mit dem Rand der Schnappschenkelöffnungen 26 des Naben-
Steges 20 zusammengreifen.
Die Antriebskappe 60 ist vorzugsweise aus einem amorphen
Material mit niedriger Schrumpfungsrate gefertigt, das
einen präzisen Spritzgußvorgang gestattet. Das bevor
zugte amorphe Material ist Polycarbonat. Es können je
doch auch semikristalline Materialien wie z. B. Acetal
oder Nylon verwendet werden, da sich diese gut zur Ver
wendung für Lager eignen. Weitere geeignete Materialien
für die Antriebskappe 60 sind ABS-Kunststoff und ver
schiedene Polycarbonate.
Aufgrund der Elastizität des Materials der Antriebskappe
60 wird der Schnappschenkel 68 auswärts von dem Mittel
punkt 72 weg gedrückt, wodurch der Hakenteil 70 mit dem
Naben-Steg 20 in Eingriff gelangt. Fig. 7 zeigt den an
einem Schnappschenkel 68 ausgebildeten Hakenteil 70 im
Eingriff mit dem Naben-Steg 20.
Gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel weisen die
Schnappschenkelöffnungen 26 einen weiten Abschnitt und
einen engen Abschnitt auf, der schmaler ist als die Ha
kenteile 70. Die Antriebskappe 60 kann in Eingriff mit
der Bandspulen-Nabe 10 verriegelt werden, indem die
Schnappschenkel 68 in den weiten Abschnitt eingeführt
werden und die Antriebskappe 60 relativ zu der Nabe 10
gedreht wird, so daß die Schnappschenkel 68 in den engen
Abschnitten verkeilt werden. Alternativ kann die An
triebskappe 60 mit der Bandspulen-Nabe 10 verschweißt
werden.
Die in Fig. 6 gezeigte Bremsplatte 62 weist mehrere
Bremszähne 80 auf, die um den Umfang der Bremsplatte 62
herum angeordnet sind. Die Bremsplatte 62 ist vorzugs
weise zylindrisch ausgebildet und weist eine zentrale
Öffnung 82 auf, die innerhalb mehrerer Öffnungsbereiche
84 angeordnet ist, welche zwischen drei Arretierplatten
86 ausgebildet sind. Die Schnappschenkel 68 werden gemäß
Fig. 7 und 8 in die Öffnungsbereiche 84 der Bremsplatte
62 eingeführt. Die oberen Flächen 88 der Arretierplatten
86 sind zum Eingriff mit der an der Unterseite der An
triebskappe 60 ausgebildeten Bremsplatten-Arretierfläche
90 vorgesehen. Die Bremsplatte 62 besteht vorzugsweise
aus Polycarbonat.
Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht der bevorzugten Band
spule 100. Wenn sich die Antriebskappe 60 in Eingriff
mit der Bandspulen-Nabe 10 befindet, bedeckt eine an der
Unterseite der Kappe 60 ausgebildete Antriebskappen-
Stützfläche 102 eine der Öffnungen der Antriebsstift-
Bohrung 18. Die Antriebskappen-Stützfläche 102 ist zum
Zusammengriff mit einer Spulenstift-Stützfläche 130
vorgesehen, die an einem in der Bandcartridge angeord
neten Bandspulenstift 114 (Fig. 8) ausgebildet ist. Die
Kombination der Antriebskappe 60 mit der Bandspulen-Nabe
10 ermöglicht es, daß sich die Antriebsstift-Bohrung 18
vollständig durch den zentralen Nabenteil 16 hindurch
erstreckt; somit ist während des Spritzgußvorgangs der
zur Ausbildung der Bohrung 18 vorgesehene Kernstift an
beiden Ende der (nicht gezeigten) Form befestigt. Die
aus der Bandspule 10 und der Antriebskappe 60 bestehende
zweiteilige Baugruppe bietet den zusätzlichen Vorteil,
daß diese Teile aus unterschiedlichen Materialien gefer
tigt werden können. Beispielsweise kann die Nabe 10 aus
einem Material hergestellt werden, das während des
Spritzgußvorgangs die Einhaltung enger Toleranzen er
laubt, und die Antriebskappe 60 kann aus einem Material
hergestellt werden, das in Zusammenwirkung mit metalli
schen Bandspulenstiften geringstmögliche Reibung erzeugt
und/oder den Antriebszähnen 64 größere Verschleißfestig
keit verleiht.
Die Bremsplatte 62 ist zwischen der Antriebskappe 60 und
der Bandspulen-Nabe 10 angeordnet. Die Bremsplatte 62
wird gemäß Fig. 8 durch die Antriebskappe 60 und nicht
durch die obere Gehäusehälfte 122 an der Bandspulen-Nabe
10 gehalten. Eine von der Bandspulen-Nabe 10 gehaltene
Feder 104 dient zum Vorspannen der Bremsplatte 62 gegen
die Bremsplatten-Arretierfläche 90 der Antriebskappe 60.
Die Feder 104 kann jedoch an einer Vielzahl von Positio
nen angeordnet sein, und die hier beschriebene Position
ist nicht im Sinne einer Einschränkung der Erfindung zu
verstehen.
Die oberen und unteren Flanschteile 40 sind derart posi
tioniert, daß die Flansch-Referenzflächen 45 jeweils die
Naben-Referenzflächen 28, 30 kontaktieren. Durch den
gegenseitigen Angriff dieser Referenzflächen werden die
Bandstützflächen 46 der Flanschteile 40 mit der Band
spulen-Nabe 10 und insbesondere mit der Bandwickelfläche
14 ausgerichtet.
Wie bereits erwähnt, befinden sich die seitlichen Ab
schnitte 44 der Flanschteile 40 in der Nähe der Innen
fläche 32 des äußeren Nabenteils 12. Die Energiekonzen
tratoren 48 kontaktieren die an dem Naben-Steg 20 ausge
bildeten Verbondungsbereiche 24 an einer Stelle, die von
der Bandwickelfläche 14 und den Bandstützflächen 46 be
abstandet ist.
Der Linienkontakt zwischen dem gewölbten Übergangsbe
reich 52 und der Fläche 32 erzeugt Spalte 105, 106. Diese
Spalte 105, 106 wirken als Austriebmulden, mittels derer
die Verbondung zwischen der Innenfläche 32 und den Flä
chen 51, 53 und die Erzeugung von Austrieb am Schnitt
bereich der Fläche 51 mit den Naben-Referenzflächen
28, 30 minimiert wird.
Der Austriebkanal 54 dient dazu, anhaftenden Austrieb
und Verunreinigungen, die während der Schweiß- oder
Spritzgußvorgänge erzeugt wurden und möglicherweise bis
zu der Bandwickelfläche 14 und schließlich zu dem Ma
gnetband selbst vordringen könnten, zu minimieren und
rückzuhalten. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
verläuft der Austriebkanal 54 um den gesamten Umfang des
Flanschteils 40, und zwar an den Rändern der Bandwic
kelfläche 14. Ferner halten die Austriebmulden 107 in
der Nähe der Verbondungsbereiche 24 befindliche Verun
reinigungen zurück, um zu verhindern, daß diese das Band
verschmutzt.
Fig. 8 zeigt eine explodierte Ansicht eines Beispiels
einer Bandcartrige 110, in der die bevorzugte Bandspule
100 verwendet wird. Die Bandcartrige 110 weist eine
Basisplatte 112 mit einem Paar von Bandspulenstiften 114
auf, die mit der Antriebsstift-Bohrung 18 der Bandspu
len-Nabe 10 zusammenwirken können. Die Bandspulenstifte
114 sind normalerweise aus Metall gefertigt. Die Basis
platte 112 weist eine an einer Bandführungsvorrichtung
118 angeordnete Lese-/Schreib-Zone 116 auf, an der das
Magnetband 120 mit den (nicht gezeigten) Lese-/Schreib-
Köpfen eines Bandlaufwerks in Kontakt gebracht wird.
Selbstverständlich kann die Bandspule gemäß der Erfin
dung auch in einer Einspulen-Bandcartridge verwendet
werden.
An der Basisplatte 112 ist eine obere Gehäusehälfte bzw.
ein Gehäusedeckel 122 mit einem Paar von Antriebskappen
öffnungen 124 angebracht, um das Magnetband 120 vor
Kontamination durch die Umgebung zu schützen. In der
Nähe der Antriebskappenöffnungen 124 ist ein (kreisför
mig um diese herum verlaufender) Ringvorsprung 128 aus
gebildet, der mit den Zähnen 80 der Bremsplatte 62 zu
sammengreifen kann. Wenn die Bandcartrige 110 nicht in
ein Bandlaufwerk eingesetzt ist, spannt die Feder 104
die Bremsplatte 62 in Angriff an den Vorsprung 128 vor
und verhindert somit eine Drehung der Bandspulen 100.
Wenn sich die Bandcartrige 110 im Eingriff mit einem
(nicht gezeigten) Bandlaufwerk befindet, drückt das
Laufwerk die Bremsplatte 62 zu der Basisplatte 112,
wodurch der Vorsprung 128 von der Bremsplatte 62 gelöst
wird und die Bandspulen 100 sich folglich frei drehen
können. An der Basisplatte 112 kann eine Klappe 126
mittels eines Scharnierstiftes 132 befestigt sein, um
das Magnetband 120 zu schützen, wenn die Bandcartridge
110 nicht in ein Bandlaufwerk eingesetzt ist.
Claims (9)
1. Bandspule, insbesondere für ein Magnetband, mit
einem zentralen Nabenteil (16), in dem eine axiale Öffnung (18) ausgebildet ist,
einem äußeren Nabenteil (12) mit einer nach außen weisenden, im wesentlichen parallel zu der Öffnung (18) verlaufenden zylindrischen Bandwickelfläche (14), einer Innenfläche (32), und einer ersten und einer zweiten Naben-Referenzfläche (28, 30), die an entgegengesetzten Seiten der Bandwickelfläche (14) angeordnet sind, wobei die Bandwickelfläche (14) eine Bandwickelflächen-Breite (W) aufweist,
einem Naben-Steg-Bereich (20) mit Flanschverbon dungsbereichen (24) der den zentralen Nabenteil (16) mit der Innenfläche (32) des äußeren Nabenteils (12) verbindet, wobei die Dicke (w) des Naben-Steg- Bereiches (20) außerhalb der Flanschverbondungsbe reiche (24) geringer bemessen ist als die Bandwic kelflächen-Breite (W), und
einem oberen und einem unteren Flanschteil (40), die jeweils Band-Seitenstützteile (46), die radial aus wärts von der Bandwickelfläche (14) abstehen, Flansch-Referenzflächen (45), die die erste bzw. die zweite Naben-Referenzfläche (28, 30) kontaktieren, zu dem Naben-Steg-Bereich (20) hin verlaufende seitli che Abschnitte (44), und an den seitlichen Abschnit ten (44) angeordnete Nabenverbondungsflächen (56) aufweisen, die mit den an dem Naben-Steg-Bereich (20) ausgebildeten Flanschverbondungsbereichen (24) verbondet sind.
einem zentralen Nabenteil (16), in dem eine axiale Öffnung (18) ausgebildet ist,
einem äußeren Nabenteil (12) mit einer nach außen weisenden, im wesentlichen parallel zu der Öffnung (18) verlaufenden zylindrischen Bandwickelfläche (14), einer Innenfläche (32), und einer ersten und einer zweiten Naben-Referenzfläche (28, 30), die an entgegengesetzten Seiten der Bandwickelfläche (14) angeordnet sind, wobei die Bandwickelfläche (14) eine Bandwickelflächen-Breite (W) aufweist,
einem Naben-Steg-Bereich (20) mit Flanschverbon dungsbereichen (24) der den zentralen Nabenteil (16) mit der Innenfläche (32) des äußeren Nabenteils (12) verbindet, wobei die Dicke (w) des Naben-Steg- Bereiches (20) außerhalb der Flanschverbondungsbe reiche (24) geringer bemessen ist als die Bandwic kelflächen-Breite (W), und
einem oberen und einem unteren Flanschteil (40), die jeweils Band-Seitenstützteile (46), die radial aus wärts von der Bandwickelfläche (14) abstehen, Flansch-Referenzflächen (45), die die erste bzw. die zweite Naben-Referenzfläche (28, 30) kontaktieren, zu dem Naben-Steg-Bereich (20) hin verlaufende seitli che Abschnitte (44), und an den seitlichen Abschnit ten (44) angeordnete Nabenverbondungsflächen (56) aufweisen, die mit den an dem Naben-Steg-Bereich (20) ausgebildeten Flanschverbondungsbereichen (24) verbondet sind.
2. Bandspule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste und die zweite Naben-Referenzfläche
(28, 30) rechtwinklig zu der Bandwickelfläche (14)
verlaufen.
3. Bandspule nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die axiale Öffnung (18) sich durch den
gesamten zentralen Nabenteil (16) hindurch erstreckt
und daß ferner eine Antriebskappe (60) vorgesehen
ist, die eine obere Antriebsfläche und eine untere
Antriebskappen-Stützfläche (102) aufweist und derart
an das zentrale Nabenteil (16) angreift, daß die
untere Antriebskappen-Stützfläche (102) die Durch
gangsöffnung (18) einseitig im wesentlichen bedeckt.
4. Bandspule nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das zentrale Nabenteil (16)
mindestens eine Schnappschenkelöffnung (26) aufweist
und die Antriebskappe (60) mindestens einen Schnapp
schenkel (68) aufweist, der zwecks Verankerung der
Antriebskappe (60) mit dem zentralen Nabenteil (16)
in die Schnappschenkelöffnung (26) hineinragt.
5. Bandspule nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Bremsplatte (62) vorgesehen ist,
die durch die Antriebskappe (60) in dem zentralen
Nabenteil (16) rückgehalten ist.
6. Bandspule nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Bremsplatte (62) gegen die Antriebskappe
(60) vorgespannt ist.
7. Bandspule nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebsfläche mehrere An
triebszähnen (64) aufweist.
8. Bandspule nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Flanschverbondungsbereiche
(24) an die Innenfläche (32) des äußeren Nabenteils
(12) angrenzend angeordnet sind, daß in der Nähe der
Flanschverbondungsbereiche (24) Austriebmulden (107)
in dem Naben-Steg-Bereich (20) ausgebildet sind, und
daß die Flächen (56) des Flanschteils (40) durch
Ultraschallschweißen mit den Flanschverbondungsbe
reichen (24) verbondet sind.
9. Bandspule nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Innenfläche (32) des äußeren
Nabenteils (12) durch einen Spalt (105, 106) im we
sentlichen von den Seitenbereichen (51, 52, 53) des
oberen und des unteren Flanschteils (40) getrennt
ist, und daß der obere und der untere Flanschteil
(40) in der Nähe der Flansch-Referenzflächen (45)
einen Kanal (54) aufweisen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US08/266,437 US5564647A (en) | 1994-06-27 | 1994-06-27 | High performance tape reel |
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|---|---|
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (4)
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