DE19523936A1 - Pumpvorrichtung für ein Brennstoffverdunstungs-Rückhhaltesystem und Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem - Google Patents
Pumpvorrichtung für ein Brennstoffverdunstungs-Rückhhaltesystem und Brennstoffverdunstungs-RückhaltesystemInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Pumpvorrichtung für ein
Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem beziehungsweise von
einem Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem nach der
Gattung des Anspruchs 1 beziehungsweise des Anspruchs 5.
Es ist schon eine Pumpvorrichtung bekannt (WO 94/15090), die
zur Dichtheitsprüfung eines Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystems vorgesehen ist, um mittels der
Pumpvorrichtung ein definiertes Luftvolumen über einen
Belüftungsanschluß eines Adsorptionsfilters einem
Brennstofftank der Brennkraftmaschine zuzuführen, so daß
eine Druckerhöhung bewirkt wird. Um festzustellen, ob das
Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem druckdicht ist, wird
nach abgeschlossenem Druckaufbau geraume Zeit gewartet, um
bei einem Druckabbau im Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystem auf eine Leckage zu schließen, wobei die zum
Druckabbau verstrichene Zeit ein Maß für die Größe der
Leckageöffnung ist. Weiterhin umfaßt das
Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem ein Regenerierventil,
das zwischen dem Adsorptionsfilter und einem Ansaugrohr der
Brennkraftmaschine vorgesehen ist, um mittels des
Regenerierventils den im Adsorptionsfilter
zwischengespeicherten Brennstoffdampf in das Ansaugrohr
einzuleiten.
Die im Stand der Technik angegebene Pumpvorrichtung besitzt
eine Pumpmembran, welche zum Antrieb wechselweise mit
Unterdruck und mit Umgebungsdruck beaufschlagt wird. Der
Unterdruck wird bei laufender Brennkraftmaschine vom
Ansaugrohr der Brennkraftmaschine über einen
Unterdruckschlauch entnommen und über ein Schaltventil, das
beispielsweise in Form eines Elektromagnetventils
ausgebildet ist, einem vom Schaltventil und der Pumpmembran
begrenzten Pumpraum der Pumpvorrichtung zugeführt. Durch
Schalten des Schaltventils wird wechselweise Unterdruck und
Umgebungsdruck im Pumpraum eingestellt. Bei Beaufschlagung
des Pumpraums mit Unterdruck bewegt sich die Pumpmembran
entgegen der Druckkraft einer Pumpfeder nach oben, wobei
Luft aus einer Zuführleitung in einen dem Pumpraum
gegenüberliegenden Förderraum einströmt, der von der
Pumpmembran und zwei Sperrventilen, einem Unterdruckventil
und einem Überdruckventil, abgeschlossen ist. Bei der
anschließenden Beaufschlagung des Pumpraums mit
Umgebungsdruck bewegt sich die Pumpmembran unterstützt durch
die Druckkraft der Pumpfeder in entgegengesetzter Richtung,
wobei die im Förderraum eingeschlossene Luft verdichtet
wird. Beim Erreichen eines bestimmten Überdrucks im
Förderraum öffnet das Überdruckventil, so daß die im
Förderraum verdichtete Umgebungsluft über die Förderleitung
in eine Belüftungsleitung des Adsorptionsfilters strömen
kann, um so eine Druckerhöhung im Brennstofftank zu
bewirken. Nur während des Betriebs der Pumpvorrichtung nimmt
das zwischen der Zuführleitung und der Förderleitung
parallel zu den Sperrventilen geschaltete Absperrventil eine
Schließstellung ein, in der eine Verbindung der
Zuführleitung mit der Förderleitung unterbrochen ist. Ist
kein Betrieb der Pumpvorrichtung beziehungsweise keine
Dichtheitsprüfung des Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystems vorgesehen, so verbleibt das Absperrventil
in einer Offenstellung, um in Offenstellung Umgebungsluft
zum Beispiel über einen an der Zuführleitung vorgesehenen
Umgebungsluftfilter in den Adsorptionsfilter zur
Regeneration desselben einzuleiten.
Eine einen Überdruck zur Dichtheitsprüfung bereitstellende
Pumpvorrichtung ist auch durch die WO 94/17298 bekannt, bei
der als Pumpvorrichtung ein Gebläsemotor vorgesehen ist. Der
Gebläsemotor ist über eine Leitung und ein Rückschlagventil
an einen Belüftungsanschluß des Adsorptionsfilters
angeschlossen. Am Belüftungsanschluß ist weiterhin ein
elektromagnetisch betätigbares Absperrventil vorgesehen, das
an der Leitung parallel zum Gebläsemotor angeschlossen ist.
Beim Betrieb des Gebläsemotors nimmt das Absperrventil eine
Schließstellung ein, so daß mittels des Gebläsemotors ein
Überdruck im Brennstofftank aufgebaut werden kann.
Allen derartigen, nach dem oben beschriebenen Verfahren
einen Überdruck zur Dichtheitsprüfung bereitstellenden
Pumpvorrichtungen ist gemeinsam, daß eine Verbindung am
Adsorptionsfilter zur Umgebung für die Dauer der Diagnose
verschlossen bleibt. Damit steigt jedoch die Gefahr, daß bei
einer Fehlfunktion des Absperrventils, das beispielsweise
durch Verklemmen dauerhaft in einer Schließstellung
verbleibt, beim Öffnen des Regenerierventils der
Brennstofftank durch den Unterdruck des Ansaugrohrs
allmählich evakuiert wird. Der Unterdruck kann dabei Werte
im Brennstofftank erreichen, die einen maximal für den
Brennstofftank zulässigen Unterdruck überschreiten, so daß
es zur Zerstörung des Brennstofftanks kommen kann. Um dies
zu verhindern, sind üblicherweise am Brennstofftank
Schutzventile angebracht, die aus einem Überdruck- und einem
Unterdruckschutzventil bestehen, um bei einem bestimmten
Überdruck oder bei einem bestimmten Unterdruck im
Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem zu öffnen, so daß ein
Druckausgleich mit der Umgebung erfolgt. Derartige
Schutzventile werden jedoch im Regelfall gar nicht und nur
im Fehlerfall, zum Beispiel bei verklemmtem Absperrventil,
betätigt, was jedoch die Gefahr in sich birgt, daß diese
aufgrund der langen Nichtnutzung, beispielsweise durch
Verschmutzung oder Verklebung, im Einsatzfall nicht
funktionieren, so daß es schlimmstenfalls zur Schädigung des
Brennstofftanks und zum Austreten von Brennstoff in die
Umgebung kommen kann. Darüber hinaus ist es nicht möglich,
derart defekte Schutzventile vor ihrem Einsatzfall zum
Schutz des Brennstofftanks zu bemerken. Es besteht daher ein
Interesse daran, einen wirksameren Schutz für den
Brennstofftank zu verwirklichen.
Die erfindungsgemäße Pumpvorrichtung beziehungsweise das
erfindungsgemäße Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1
beziehungsweise des Anspruchs 5 hat demgegenüber den
Vorteil, daß, ohne große konstruktive Veränderungen an
bereits bestehenden Pumpvorrichtungen vorzunehmen, in
einfacher Art und Weise ein Schutz des Brennstofftanks vor
zu hohen, den Brennstofftank schädigenden Unterdrücken
möglich ist. Vorteilhafterweise kann dabei eine bei dem
Stand der Technik bisher gebräuchliche Schutzventilanordnung
mit einem zum Beispiel am Brennstofftank vorgesehenen
Unterdruckschutzventil entfallen, wodurch sich eine
Kostenersparnis ergibt. Besonders vorteilhaft ist, daß im
Rahmen der Dichtheitsdiagnose des Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystems mittels der Pumpvorrichtung auch die
Schutzventile auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft
werden, so daß eine Fehlfunktion der Schutzventile sofort
feststellbar ist, was eine Schädigung des Brennstofftanks
aufgrund defekter Schutzventile mit sehr hoher Sicherheit
ausschließt.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im
Anspruch 1 angegebenen Pumpvorrichtung beziehungsweise des
im Anspruch 5 angegebenen Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystems möglich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert.
In der Zeichnung ist ein mit 1 gekennzeichnetes
Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem für eine nicht näher
dargestellte Brennkraftmaschine gezeigt, das mit einer in
schematisch vereinfachter Funktionsweise dargestellten
erfindungsgemäßen Pumpvorrichtung 2 ausgestattet ist, die zu
Diagnosezwecken einen Überdruck im Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystem 1 aufbaut. Das Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystem 1 umfaßt weiterhin einen Brennstofftank 4
zur Versorgung der Brennkraftmaschine mit Brennstoffund
einen über eine Tankleitung 5 mit dem Brennstofftank 4
verbundenen Adsorptionsfilter 6. Der Adsorptionsfilter 6 ist
mit einem Adsorptionsmedium, insbesondere mit Aktivkohle,
gefüllt und über eine Verbindungsleitung 9 mit einem
Regenerierventil 10 verbunden, das über eine Ventilleitung
11 an ein Ansaugrohr 12 der Brennkraftmaschine angeschlossen
ist. Die Ventilleitung 11 mündet beispielsweise stromabwärts
einer drehbar in das Ansaugrohr 12 der Brennkraftmaschine
eingebrachten Drosselklappe 14, in welchem ein Luft- oder
ein Brennstoff-Luft-Gemisch in Richtung eines
eingezeichneten Pfeils 15 strömt. Beim Betrieb der
Brennkraftmaschine herrscht stromabwärts der Drosselklappe
14 Unterdruck im Ansaugrohr 12, mit dessen Hilfe bei
geöffnetem Regenerierventil 10 die Brennstoffdämpfe aus dem
Brennstofftank 4 abgesaugt werden. Die Brennstoffdämpfe
gelangen dabei vom Brennstofftank 4 über die Tankleitung 5
in den Adsorptionsfilter 6 und von diesem in die
Verbindungsleitung 9, wobei Umgebungsluft durch den
Unterdruck im Ansaugrohr 12 über einen am Adsorptionsfilter
6 vorgesehenen Belüftungsanschluß 17 angesaugt wird, so daß
der im Adsorptionsfilter 6 zwischengespeicherte Brennstoff
mitgerissen wird. Die im Adsorptionsfilter 6
zwischengespeicherten Brennstoffdämpfe vermischen sich mit
der über den Belüftungsanschluß 17 einströmenden
Umgebungsluft. Über das zum Beispiel elektromagnetisch
betätigbar ausgebildete und von einem elektronischen
Steuergerät 21 getaktet angesteuerte Regenerierventil 10
gelangen die Brennstoffdämpfe über die Ventilleitung 11 in
das Ansaugrohr 12, um anschließend in wenigstens einem
Brennraum der Brennkraftmaschine zu verbrennen.
Zur Dichtheitsprüfung des Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystems 1 wird das Regenerierventil 10 geschlossen.
Anschließend wird dem Brennstofftank 4 mittels der
Pumpvorrichtung 2 über den Adsorptionsfilter 6 ein
definiertes Luftvolumen zugeführt, um eine Druckerhöhung zu
bewirken. Nach abgeschlossenem Druckaufbau wird geraume Zeit
gewartet, bis sich der Druck gegebenenfalls aufgrund einer
Leckage im Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem 1 wieder
abgebaut hat, wobei die zum Druckabbau verstrichene Zeit ein
Maß für die Größe der im Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystem 1 aufgetretenen Leckageöffnung ist. Diese
auch als Überdruckmethode bekannte Dichtheitsprüfung des
Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystems 1 ermöglicht,
Leckageöffnungen in einer Größenordnung von weniger als
einem Millimeter Durchmesser festzustellen. Wird der
Überdruck im Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem 1 selbst
nach einer bestimmten Anzahl von Pumphüben einer Pumpmembran
22 der Pumpvorrichtung 2 nicht erreicht, so kann auf ein
Grobleck oder auf einen fehlenden Tankdeckel am
Brennstofftank 4 geschlossen werden. In diesem Fall ist es
möglich, über das mit der Pumpvorrichtung 2 verbundene
elektronische Steuergerät 21 eine zum Beispiel im
Fahrzeuginnern untergebrachte Anzeigevorrichtung
anzusteuern, um so den Fahrer über die aufgetretene
Fehlfunktion des Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystems 1
entsprechend zu informieren.
Der zu Überprüfungszwecken benötigte Überdruck wird von der
erfindungsgemäßen Pumpvorrichtung 2 bereitgestellt, die beim
Pumpvorgang Umgebungsluft, beispielsweise über einen in oder
an einem Gehäuse 18 der Pumpvorrichtung 2 angeordneten
Umgebungsluftfilter 27, in eine Zuführleitung 29 ansaugt, um
diese danach mit erhöhtem Druck in eine Förderleitung 30 zu
pumpen. Die Förderleitung 30 ist beispielsweise über eine
separate Leitung 31 an den Belüftungsanschluß 17 des
Adsorptionsfilters 6 angeschlossen. Die Pumpvorrichtung 2
setzt sich aus mehreren, funktionell voneinander getrennten
Einzelkomponenten zusammen, die im Gehäuse 18 untergebracht
sind und im wesentlichen ein Absperrventil 20 und einen
Pumpteil 23 umfassen. Der Pumpteil 23 ist zum Verdichten der
Umgebungsluft vorgesehen und setzt sich aus der Pumpmembran
22, einem Pumpstößel 40, einer die Lage des Pumpstößels 40
erfassenden Einrichtung 60, einer Pumpfeder 39 und einer von
einem Unterdruckventil 24 und einem Überdruckventil 25
gebildeten Ventilanordnung zusammen. Die Einrichtung 60 kann
zum Beispiel in Form eines dem Fachmann bekannten,
sogenannten Reed-Schalters oder auch in Form eines am
Pumpstößel 40 vorgesehenen elektrischen Kontakts oder
dergleichen ausgebildet sein. Die Pumpmembran 22 unterteilt
den Pumpteil 23 in einen in der Zeichnung unterhalb der
Pumpmembran 22 dargestellten Pumpraum 33 und in einen
oberhalb der Pumpmembran 22 dargestellten Förderraum 34. Der
Förderraum 34 ist bei nicht arbeitender Pumpe von der
Pumpmembran 22, dem Unterdruckventil 24 und dem
Überdruckventil 25 druckdicht von der Umgebung
abgeschlossen. Das Unterdruckventil 24 und das
Überdruckventil 25 sind als ein Einwegeventile ausgebildet,
so daß das Unterdruckventil 24 gegen eine Rückstellkraft nur
in Richtung zum Förderraum 34 hin und das Überdruckventil 25
gegen eine Rückstellkraft nur in Richtung zur Förderleitung
30 hin öffnet. Der Pumpteil 23 umfaßt beispielsweise
weiterhin einen elektromagnetischen Antrieb, wozu zum
Antrieb der Pumpmembran 22 zum Beispiel am Pumpstößel 40 ein
magnetischer Anker 44 angebracht ist, der von magnetischen
Kräften eines mit einer Erregerspule 41 versehenen
Elektromagneten vorzugsweise mit einer relativ hohen
Pumpfrequenz hin und her bewegt werden kann. Das
Absperrventil 20 ist beispielsweise elektromagnetisch
betätigbar ausgebildet und besitzt hierzu ebenfalls einen
magnetischen Anker, der von magnetischen Kräften eines mit
einer Erregerspule 42 versehenen Elektromagneten bewegbar
ist. Die Ansteuerung der Erregerspulen 41, 42, der
Einrichtung 60 zur Erfassung der Lage des Pumpstößels 40
sowie des Regenerierventils 10 erfolgt beispielsweise über
elektrische Leitungen mittels des elektronischen
Steuergerätes 21.
Während des Betriebs der Pumpvorrichtung 2 nimmt das
zwischen der Zuführleitung 29 und der Förderleitung 30
parallel zu den Ventilen 24, 25 geschaltete Absperrventil 20
eine Schließstellung ein, um eine Verbindung der
Zuführleitung 29 mit der Förderleitung 30 zu unterbrechen.
Beim Verdichtungsvorgang bewegt sich die in der Zeichnung
dargestellte Pumpmembran 22 in Richtung zum Förderraum 34,
wobei die im Förderraum 34 eingeschlossene Umgebungsluft
verdichtet wird. Dabei nehmen die zwischen der Zuführleitung
29 und der Förderleitung 30 parallel zum Absperrventil 20
geschalteten Ventile 24, 25 zunächst eine Schließstellung
ein. Beim Erreichen eines bestimmten, vom Aufbau des
Überdruckventils 25 abhängigen Überdrucks im Förderraum 34
öffnet das Überdruckventil 25 in Richtung der Förderleitung
30, so daß verdichtete Luft aus dem Förderraum 34 über die
Förderleitung 30 und die Leitung 31 in den Adsorptionsfilter
6 einströmen kann. Bei der anschließenden entgegengesetzten
Bewegung der Pumpmembran 22 in Richtung zum Pumpraum 33
schließt das Überdruckventil 25, und es öffnet sich das
Unterdruckventil 24, wobei aus der Zuführleitung 29
Umgebungsluft in den Förderraum 34 angesaugt wird. Ist kein
Betrieb der Pumpvorrichtung 2 beziehungsweise keine
Dichtheitsprüfung des Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystems 1 erwünscht, so verbleibt das Absperrventil
20 in der in der Zeichnung dargestellten Offenstellung. In
Offenstellung des Absperrventils 20 kann bei offenem
Regenerierventil 10 Umgebungsluft zur Regeneration des
Adsorptionsfilters 6 über den an der Zuführleitung 29
vorgesehenen Umgebungsluftfilter 27 und durch einen
Bypasskanal 45 in die Förderleitung 30 und von dieser über
die Leitung 31 und den Belüftungsanschluß 17 in den
Adsorptionsfilter 6 strömen.
Erfindungsgemäß sind die beiden Ventile 24, 25, die beide
nur in einer Richtung öffnen, in der ein Luftstrom von der
Zuführleitung 29 über den Förderraum 34 zur Förderleitung 30
erfolgt, derart ausgebildet, daß es bei einem Schließen des
Absperrventils 20 infolge einer Fehlfunktion zu keinem den
Brennstofftank 4 schädigenden Unterdruckaufbau kommen kann.
Es muß also bei einer Fehlfunktion des Absperrventils 20,
das zum Beispiel durch Verklemmen dauerhaft in einer
Schließstellung verbleibt, gewährleistet werden, daß der im
Brennstofftank 4 herrschende Unterdruck gegenüber dem
Atmosphärendruck betragsmäßig stets kleiner ist als der
Betrag eines maximal zulässigen Brennstofftankunterdrucks
pTM gegenüber dem Atmosphärendruck. Der maximal zulässige
Brennstofftankunterdruck pTM entspricht einem Unterdruck,
bei dem eine Gefährdung des Brennstofftanks 4 mit Sicherheit
ausgeschlossen ist. Für handelsübliche Brennstofftanks 4
beträgt der Brennstofftankunterdruck pTM etwa 10 bis 30 hPa
(Hekto-Pascal). Um einen betragsmäßig unterhalb des maximal
zulässigen Brennstofftankunterdrucks pTM liegenden
Unterdruck im Brennstofftank 4, der also einen geringeren
Druckunterschied zum Atmosphärendruck aufweist, zu
bewerkstelligen, weisen beide Ventile 24, 25 einen derart
dimensionierten Strömungsquerschnitt ASchutz auf, daß im
Fall eines geschlossenen Absperrventils 20 und eines offenen
Regenerierventils 10 die Summe der Beträge der Druckverluste
an den Ventilen 24, 25 und am Adsorptionsfilter 6 stets
kleiner ist, als der Betrag des maximal zulässigen
Brennstofftankunterdrucks pTM des Brennstofftanks 4, wodurch
eine Schädigung des Brennstofftanks 4 mit Sicherheit
ausgeschlossen ist.
Der hierzu benötigte Strömungsquerschnitt ASchutz der
Ventile 24, 25 kann durch eine idealisierte Betrachtung der
Ventile 24, 25 als Drosselgeräte, die in Form einer Blende
ausgebildet sind, ermittelt werden. Derartige Blenden sind
in einer Rohrleitung untergebracht und verursachen in der
Strömung einen definierten Strömungswiderstand, der zu einer
Druckdifferenz an der Blende beziehungsweise zu einem
Druckverlust in der Strömung führt. Die Berechnung eines
derartigen, von einer Blende verursachten Druckverlustes ist
dem Fachmann bekannt. Bei der Auslegung des
Strömungsquerschnitts ASchutz der Ventile 24, 25 wird weiter
der ungünstigste Fall angenommen, daß das Regenerierventil
10 in einer Offenstellung seine maximal mögliche
Einleitmenge mit dem Massenstrom TEV in das Ansaugrohr 12
abgibt. Aus Gründen der Kontinuität entspricht der
Massenstrom TEV des Regenerierventils 10 dem durch die
Ventile 24, 25 hindurchströmenden Massenstrom Schutz. Damit
ergibt sich eine Kontinuitätsbeziehung folgender Form:
TEV = Schutz (1).
Weiterhin kann unter der Annahme eines idealen Gases und
unter Heranziehung der Bernoulli- und der
Kontinuitätsgleichung (1) sowie der idealisierten
Betrachtung der Ventile 24, 25 und des Regenerierventils 10
als Blenden eine Beziehung des Strömungsquerschnitts ASchutz
des Ventils 24 beziehungsweise des Ventils 25 abhängig vom
Strömungsquerschnitt ATEV des Regenerierventils 10 angegeben
werden:
wobei pTM dem maximal zulässigen Brennstofftankunterdruck,
pa dem Umgebungsdruck, pSF dem Unterdruck im Ansaugrohr 12,
n der Anzahl in Reihe geschalteten Ventile (im
Ausführungsbeispiel ist n=2), dem Polytropenexponenten von
Luft ( = 1,4), αTEV der Durchflußzahl des Regenerierventils
10 und ASchutz der Durchflußzahl der Ventile 24, 25
entspricht. Die Durchflußzahlen ATEV und ASchutz stellen
Korrekturfaktoren dar, die das Öffnungsverhältnis einer
Blende als Funktion der Reynoldszahl Re beschreiben und dem
Fachmann, zum Beispiel aus einschlägigen Tabellen in der
Literatur, bekannt sind.
Die nach der Formel (2) abhängig vom bekannten
Strömungsquerschnitt ATEV des Regenerierventils 10
berechneten einzelnen Strömungsquerschnitte ASchutz der
Ventile 24, 25 haben zwischen der Zuführleitung 29 und der
Förderleitung 30 einen derart geringen Strömungsverlust in
der Strömung zur Folge, daß der Druckverlust über die
Ventile 24, 25 und dem Adsorptionsfilter 6 hinweg, welcher
den Unterdruck im Brennstofftank 4 bestimmt, stets unterhalb
des maximal zulässigen Brennstofftankunterdrucks pTM
verbleibt. Es ist daher möglich, auf ein ansonsten aus
Sicherheitsgründen zwingend erforderliches Unterdruckventil
am Brennstofftank 4 zu verzichten.
Um darüber hinaus zu gewährleisten, daß der Brennstofftank 4
auch bei eventuell auftretendem Überdruck nicht bersten
kann, kann ein zum Beispiel im Tankdeckel üblicherweise
vorgesehenes Überdruckventil weiter verwendet werden. Die
Erfindung ist nicht auf die im Ausführungsbeispiel
beschriebene, beispielsweise von einem elektromagnetischen
Antrieb angetriebene Pumpvorrichtung 2 mit einem
elektromagnetisch betätigbar ausgebildeten Absperrventil 20
beschränkt. Es ist selbstverständlich auch möglich, die im
Stand der Technik angegebene, vom Unterdruck im Ansaugrohr
angetriebene Pumpvorrichtung oder eine Pumpvorrichtung in
Form eines Gebläsemotors oder dergleichen zu verwenden
beziehungsweise deren Schutzventile erfindungsgemäß
abzuändern.
Claims (8)
1. Pumpvorrichtung für ein Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystem einer Brennkraftmaschine, das einen mit
einem Brennstofftank und mit einem Regenerierventil
verbindbaren Adsorptionsfilter besitzt, dessen
Belüftungsanschluß mit der Pumpvorrichtung verbunden und von
einem Absperrventil absperrbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pumpvorrichtung (2) wenigstens ein Ventil (24; 25)
aufweist, das in einer Offenstellung des Regenerierventils
(10) und in einer Schließstellung des Absperrventils (20)
einen derart dimensionierten Strömungsquerschnitt ASchutz
aufweist, daß in Offenstellung des wenigstens einen Ventils
(24; 25) durch Einströmen von Luft in das
Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem (1) ein Erreichen
eines den Brennstofftank (4) schädigenden Unterdrucks pTM
ausgeschlossen ist.
2. Pumpvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pumpvorrichtung (2) eine Pumpmembran (22) hat,
welche einen Förderraum (34) mit zwei Ventilen (24, 25)
begrenzt, die einen derart dimensionierten
Strömungsquerschnitt ASchutz aufweisen, daß in Offenstellung
der Ventile (24, 25) durch Einströmen von Luft über eine mit
dem ersten Ventil (24) verbundene Zuführleitung (29) in den
Förderraum (34) und von diesem über eine mit dem zweiten
Ventil (25) verbundene Förderleitung (30) in den
Adsorptionsfilter (6) ein Erreichen des den Brennstofftank
(4) schädigenden Unterdrucks pTM ausgeschlossen ist.
3. Pumpvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auslegung des Strömungsquerschnitts
ASchutz des wenigstens einen Ventils (24; 25) derart
erfolgt, daß die Summe der einzelnen Beträge der
Druckverluste an dem wenigstens einen Ventil (24; 25) und an
dem Adsorptionsfilter (6) unterhalb des Betrags des maximal
zulässigen Brennstofftankunterdrucks pTM liegt.
4. Pumpvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auslegung des Strömungsquerschnitts ASchutz des
wenigstens einen Ventils (24; 25) abhängig vom
Strömungsquerschnitt ATEV des Regenerierventils (10) anhand
der Formel:
durchführbar ist, wobei pTM dem maximal zulässigen
Brennstofftankunterdruck, pa dem Umgebungsdruck, pSF dem
Unterdruck im Ansaugrohr 12, n der Anzahl in Reihe
geschalteten Ventile, dem Polytropenexponenten von Luft (
= 1,4), αTEV der Durchflußzahl des Regenerierventils und
αSchutz der Durchflußzahl der Ventile entspricht.
5. Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem für eine
Brennkraftmaschine, das einen mit einem Brennstofftank und
mit einem Regenerierventil verbindbaren Adsorptionsfilter
besitzt, dessen Belüftungsanschluß mit einer Pumpvorrichtung
verbunden und von einem Absperrventil absperrbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpvorrichtung (2)
wenigstens ein Ventil (24; 25) aufweist, das in einer
Offenstellung des Regenerierventils (10) und in einer
Schließstellung des Absperrventils (20) einen derart
dimensionierten Strömungsquerschnitt ASchutz aufweist, daß
in Offenstellung des wenigstens einen Ventils (24; 25) durch
Einströmen von Luft in das Brennstoffverdunstungs-
Rückhaltesystem (1) ein Erreichen eines den Brennstofftank
(4) schädigenden Unterdrucks pTM ausgeschlossen ist.
6. Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpvorrichtung (2) eine
Pumpmembran (22) hat, welche einen Förderraum (34) mit zwei
Ventilen (24, 25) begrenzt, die einen derart dimensionierten
Strömungsquerschnitt ASchutz aufweisen, daß in Offenstellung
der Ventile (24, 25) durch Einströmen von Luft über eine mit
dem ersten Ventil (24) verbundene Zuführleitung (29) in den
Förderraum (34) und von diesem über eine mit dem zweiten
Ventil (25) verbundene Förderleitung (30) in den
Adsorptionsfilter (6) ein Erreichen des den Brennstofftank
(4) schädigenden Unterdrucks pTM ausgeschlossen ist.
7. Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem nach Anspruch 5
oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslegung des
Strömungsquerschnitts ASchutz des wenigstens einen Ventils
(24; 25) derart erfolgt, daß die Summe der einzelnen Beträge
der Druckverluste an dem wenigstens einen Ventil (24; 25)
und an dem Adsorptionsfilter (6) stets unterhalb des Betrags
des maximal zulässigen Brennstofftankunterdrucks pTM liegt.
8. Brennstoffverdunstungs-Rückhaltesystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auslegung des
Strömungsquerschnitts ASchutz des wenigstens einen Ventils
(24; 25) abhängig vom Strömungsquerschnitt ATEV des
Regenerierventils (10) anhand der Formel:
durchführbar ist, wobei pTM dem maximal zulässigen
Brennstofftankunterdruck, pa dem Umgebungsdruck, pSF dem
Unterdruck im Ansaugrohr 12, n der Anzahl in Reihe
geschalteten Ventile, dem Polytropenexponenten von Luft (
= 1,4), αTEV der Durchflußzahl des Regenerierventils und α
Schutz der Durchflußzahl der Ventile entspricht.
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