DE19523923C2 - Niederdruck-Dampfturbine - Google Patents
Niederdruck-DampfturbineInfo
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- Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine mit einem Kondensator
verbundene Niederdruck-Dampfturbine.
Bei mehrstufigen, aus einem Hoch-, einem Mittel- so
wie einem oder mehreren Niederdruckteilen bestehen
den Dampfturbinen ist es üblich, das Außengehäuse der
Niederdruckturbine gegenüber dem gesamten Turbo
satz axial festzulegen. Wegen der beim An- und Abfah
ren und bei Laständerungen auftretenden Wärmedeh
nungen müssen sich, ausgehend vom festgelegten Nie
derdruckteil, die Lagerböcke, ein gegebenenfalls vor
handener weiterer Niederdruckteil, der Mittel- und der
Hochdruckteil sowie der Generator in Längsrichtung
frei ausdehnen können.
Aus der EP-A1-05 75 642 ist eine doppelgehäusige
Niederdruck-Dampfturbine bekannt, welche haupt
sächlich aus einem Innengehäuse mit dem Turbinenro
tor sowie einem Außengehäuse mit Abdampfraum be
steht. Das Außengehäuse ist zweigeteilt, d. h. es besitzt
ein Ober- und ein Unterteil. Das Außengehäuse-Unter
teil ist als eine leere Stahlverschalung ausgebildet und in
einer Ausnehmung des Betonfundamentes angeordnet.
Am unteren Ende des Gehäuseunterteils schließt der
Kondensator an. Sowohl die Trennebene der beiden
Gehäuseteile als auch der Kondensatoranschluß sind
Bestandteile des Fundaments. Die Lagerstellen für die
Aufnahme des Rotors liegen oberhalb der Trennebene,
d. h. oberhalb des Fundamenttisches.
Die Abstützung einer solchen Niederdruck-Dampf
turbine auf einem Betonfundament ist relativ aufwendig
und teuer. Zudem tritt infolge des Vakuumzuges bzw.
des Kondensatorgewichtes eine hohe Fundamentbela
stung auf.
Aus der EP-A1-03 84 200 ist ein Dampfkondensator
in ebenerdiger Aufstellung neben der Dampfturbine be
kannt, welcher über eine Abdampfhaube mit der
Dampfturbine verbunden ist. Der Dampfaustritt erfolgt
oberhalb des Fundamentes. Im Gegensatz zur Unterflu
ranordnung des Kondensators kann damit sowohl die
Bauhöhe des Maschinenhauses als auch die des Turbi
nenfundamentes stark reduziert werden. Der Konden
sator ist auf einfachen Gleitschuhen separat von der
Dampfturbine abgestützt wodurch die Belastung des
Betonfundamentes verringert wird.
Nachteilig bei dieser Lösung ist jedoch, daß zur Be
wältigung des Abdampf-Volumenstromes eine sehr gro
ße Abdampfhaube für die Niederdruck-Dampfturbine
benötigt wird, was einen relativ großen Bauraum erfor
dert. Damit steigen sowohl die Herstellungskosten als
auch der Montageaufwand. Außerdem muß der Dampf
strom aus dem Unterteil des Gehäuses in die Abdampf
haube umgelenkt werden, was einen Druckverlust und
somit einem geringeren Wirkungsgrad zur Folge hat.
Zudem wirken auf die Abdampfhaube der Niederdruck-
Dampfturbine relativ große Horizontalkräfte, welche in
geeigneter Weise auf das Fundament übertragen wer
den müssen. Dadurch steigen wiederum die Herstel
lungskosten der Dampfturbine.
Die Erfindung versucht, all diese Nachteile zu vermei
den. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, den Wirkungsgrad
einer mit einem Kondensator verbundenen Nieder
druck-Dampfturbine zu erhöhen und deren Herstel
lungskosten zu reduzieren.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß bei
einer Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des An
spruchs 1, die Trennebene von Ober- und Unterteil des
Außengehäuses in Achshöhe des Turbinenrotors liegt
und das Betonfundament bis zur Trennebene reicht. So
wohl das Unterteil des Außengehäuses als auch die La
gerstellen des Turbinenrotors sind im Betonfundament
festgelegt. Das Außengehäuse ist zumindest einseitig
offen ausgebildet, wobei die Öffnungen rechtwinklig
und horizontal zur Achse des Turbinenrotors angeord
net ist/sind. Bei nur einer seitlichen Öffnung des Außen
gehäuses ist ein, bei zwei seitlichen Öffnungen jeweils
ein Kondensator angeschlossen.
Ist nur ein Kondensator vorhanden besteht das Ober
teil des Außengehäuses aus einer Montagehaube sowie
einem mit dem Unterteil und dem Kondensator stoff-
oder kraftschlüssig verbundenen Rahmenteil. Die Mon
tagehaube ist sowohl mit dem Unterteil des Außenge
häuses als auch mit dem Rahmenteil kraft- oder form
schlüssig verbunden, wobei letzteres zwischen Konden
sator und Montagehaube angeordnet ist. Bei zwei Kon
densatoren ist beidseitig jeweils ein Rahmenteil ausge
bildet.
Da das Betonfundament bis in Achshöhe des Turbi
nenrotors bzw. bis zur Trennebene von Ober- und Un
terteil des Außengehäuses reicht, werden bei dessen
Herstellung vor Ort sowohl das Unterteil als auch die
Lagerstellen des Turbinenrotors mit dem Fundament
vergossen. Das Betonfundament übernimmt auf diese
Weise selbst die auftretenden Betriebskräfte der Nie
derdruck-Dampfturbine sowie des bzw. der mit ihr ver
bundenen Kondensatoren und kann damit optimal ge
nutzt werden.
Bei einseitig offener Ausbildung des Außengehäuses
kann der seitlich und auf gleicher Höhe der Nieder
druck-Dampfturbine befestigte Kondensator im Be
reich der gesamten Öffnung mit dem Abdampfraum
verbunden werden. Ist das Außengehäuse beidseitig of
fen ausgebildet, sind beide Kondensatoren auf gleiche
Weise mit dem Abdampfraum verbunden. Der Dampf
strom gelangt bei beiden Varianten auf direktem Wege
und ohne nochmals umgelenkt werden zu müssen in den
Kondensator. Somit wird der Druckverlust reduziert
und der Wirkungsgrad gegenüber dem Stand der Tech
nik verbessert.
Jedes mit einem Kondensator und dem Außengehäu
se-Unterteil stoff- oder kraftschlüssig verbundene Rah
menteil dient der Versteifung des Außengehäuse-Ober
teils. Aufgrund der kraftschlüssigen Verbindung der den
Abdampfraum nach oben abschließenden Haube mit
dem Rahmenteil und dem Außengehäuse-Unterteil,
kann die Haube als Montagehaube ausgeführt werden.
Sie ist damit wesentlich leichter sowie einfacher ausge
bildet als die Abdampfhauben des Standes der Technik.
Außerdem gewährleistet die Montagehaube eine besse
re Zugänglichkeit zu den innenliegenden Bauteilen der
Niederdruck-Dampfturbine. Auch eine geschweißte
Stahlblechkonstruktion der Montagehaube ist möglich.
Dadurch sinken die Herstellungskosten und der Monta
geaufwand der Dampfturbine weiter.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung der
Niederdruck-Dampfturbine werden das Unterteil des
Außengehäuses und die Lagerstellen bereits bei der Er
stellung des Betonfundamentes in dieses integriert.
Gleichzeitig wird das Rahmenteil bzw. werden die Rah
menteile des Oberteils stoff- oder kraftschlüssig mit
dem Unterteil des Außengehäuses verbunden. Als lose
Teile sind lediglich das Innengehäuse mit dem Turbinen
rotor und die Montagehaube ausgeführt. Bei der End
montage der Niederdruck-Dampfturbine wird die vor
montierte kompakte Einheit aus Fundament, Außenge
häuse (Unterteil und Rahmenteilen) sowie Lagerstellen
schließlich nur noch durch die bereits genannten Bautei
le komplettiert. Daraus resultieren ein besonders gerin
ger Montageaufwand und niedrige Herstellungskosten.
Es ist vorteilhaft, wenn am Unterteil des Außenge
häuses mehrere, vorzugsweise vertikale, äußere Ver
schalungsrippen angeordnet sind. Dadurch entsteht
beim Erstellen des Betonfundamentes eine innige Ver
bindung mit dem Unterteil, so daß die auftretenden
Kräfte noch besser über das Fundament abgeleitet wer
den können.
Natürlich können auch zwei oder mehrere, analog
ausgebildete Niederdruck-Dampfturbinen miteinander
verbunden werden. Die Lagerstellen von mit der Nie
derdruck-Dampfturbine zu einer Turbogruppe verbun
denen Hochdruck- bzw. Mitteldruck-Dampfturbinen
können gleichartig wie die Lagerstellen der Nieder
druck-Dampfturbine ausgebildet sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Er
findung anhand einer zweiflutigen Niederdruck-Dampf
teilturbine dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt der Niederdruck-Dampftur
bine;
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Dampfturbine ent
sprechend Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf die vormontierte Einheit
aus Fundament und Außengehäuse-Unterteil;
Fig. 4 einen Querschnitt durch die Eintrittspartie der
Dampfturbine.
Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung
wesentlichen Elemente gezeigt. Nicht dargestellt sind
von der Anlage beispielsweise die im Oberteil des Au
ßengehäuses angeordneten Kühlwassereinspritzrohre.
Die ebenerdig aufgestellte, Niederdruck-Dampfturbi
ne ist doppelgehäusig ausgebildet, d. h. ihr Gehäuse be
steht im wesentlichen aus einem Außengehäuse 1 und
einem Innengehäuse 2, welche getrennt voneinander an
geordnet sind. Dadurch können die Massen- und Bewe
gungskräfte des Außengehäuses 1 nicht auf das Innen
gehäuse 2 einwirken und umgekehrt.
Zwischen Außen- und Innengehäuse 1, 2 ist ein Ab
dampfraum 3 ausgebildet. Im Innengehäuse 2 ist ein
Turbinenrotor 4 angeordnet und mit einem Wellenend
teil 5 drehfest verbunden. Das zweiteilige Außengehäu
se 1 besteht aus einem Ober- sowie einem Unterteil 6, 7,
deren Trennebene 8 in Höhe der Achse 9 des Turbinen
rotors 4 liegt. Beidseitig des Turbinenrotors 4 ist eine
Lagerstelle 10 mit entsprechenden Traglagern 11 für
den Turbinenrotor 4 ausgebildet (Fig. 1). Das Außenge
häuse 1 besitzt beidseitig eine Gehäusedurchführung 12
für den Wellenendteil 5 des Turbinenrotors 4. Im Be
reich jeder Gehäusedurchführung 12 ist auf dem Wel
lenendteil 5 eine gekapselte Wellendichtung 13 ange
ordnet, welche den Abdampfraum 3 nach außen abdich
tet.
Die Niederdruck-Dampfturbine wird von einem Be
tonfundament 14 aufgenommen, welches zu diesem
Zweck eine Ausnehmung 15 aufweist. Das Unterteil 7
des Außengehäuses 1 ist als eine Stahlverschalung des
bis zur Trennebene 8 des Außengehäuses 1 reichenden
Betonfundamentes 14 ausgebildet. Damit sind sowohl
das Unterteil 7 des Außengehäuses 1 als auch die Lager
stellen 10 des Turbinenrotors 4 im Betonfundament 14
festgelegt (Fig. 1, Fig. 2).
Neben dem Außengehäuse 1 der Niederdruck-
Dampfturbine ist ein Kondensator 16 angeordnet und
mit dem Abdampfraum 3 verbunden. Der Kondensator
16 ist wie die Dampfturbine ebenerdig aufgestellt. Dazu
ist das Außengehäuse 1 der Niederdruck-Dampfturbine
rechtwinklig und horizontal zur Achse 9 des Turbinen
rotors 4 einseitig offen ausgebildet. Der Kondensator 16
schließt an die Öffnung 17 des Außengehäuses 1 an
(Fig. 2). Das Unterteil 7 des Außengehäuses 1 besitzt in
der Draufsicht eine U-Form, welche zum Kondensator
16 hin geöffnet ist (Fig. 3). Am Unterteil 7 sind mehrere
vertikale, äußere Verschalungsrippen 18 angeordnet,
wodurch eine stabile Verbindung mit dem Betonfunda
ment 14 erreicht wird. Die Verschalungsrippen 18 kön
nen selbstverständlich auch anders ausgerichtet sein.
Das Oberteil 6 des Außengehäuses 1 wird von einer
Montagehaube 19 sowie einem mit dem Unterteil 7 und
dem Kondensator stoffschlüssig verbundenen Rahmen
teil 20 gebildet. Die Montagehaube 19 verschließt den
Abdampfraum 3 oberhalb der Trennebene 8 vollständig.
Sie besteht aus einer geschweißten Stahlblechkonstruk
tion mit zwei Stirnwänden 21 und Versteifungen 22 so
wie aus einem vertikalen und einem horizontalen An
schlußflansch 23, 24. In der Montagehaube 19 ist ein
Zudampfstutzen 25 befestigt, über den der Dampf aus
der nicht dargestellten Mitteldruck-Dampfturbine zu
geleitet wird.
Das Rahmenteil 20 ist bügelförmig ausgebildet und
am Kondensator 16 sowie am Unterteil 7 des Außenge
häuses 1 angeschweißt (Fig. 2). Es ist in seinem Inneren
zumindest teilweise hohl und wird bei der Fertigung des
Betonfundamentes 14 gleichzeitig mit dem Unterteil 7
des Außengehäuses 1 vergossen. Selbstverständlich
kann es auch nur verschweißt werden. Eine kraftschlüs
sige Verbindung mittels Schrauben ist ebenfalls mög
lich. Das Rahmenteil 20 trägt die Montagehaube 19 und
ist Bindeglied zwischen dieser und dem Kondensator 16.
Dazu ist es über den vertikalen Anschlußflansch 23 mit
der Montagehaube 19 verschraubt. Jedoch kann auch
eine andere kraftschlüssige oder eine formschlüssige
Verbindung gewählt werden. Zur Abdichtung der mit
dem Unterteil 7 des Außengehäuses 1 verschraubten
Montagehaube 19 ist am horizontalen Anschlußflansch
24 eine nicht dargestellte Dichtleiste angeschweißt. Eine
weitere Dichtleiste ist zwischen dem vertikalen An
schlußflansch 23 und dem Rahmenteil 20 angeordnet.
Selbstverständlich können auch andere geeignete
Dichtmittel Verwendung finden.
An den Lagerstellen 10 ist jeweils ein Lagersattel 26
in das Betonfundament 14 eingelassen und mit diesem
verankert. Der Lagersattel 26 nimmt eine Ölwanne 27
auf, welche mit einer in das Betonfundament 14 inte
grierten Ölablaufleitung 28 verbunden ist. Das Tragla
ger 11 ist im Lagersattel 26 angeordnet und gegen verti
kale Bewegungen gesichert (Fig. 1). Die Lagerstelle 10
ist mit einem Gehäusedeckel 29 abgedeckt.
Das exakte Ausrichten des Turbinenrotors 4 zu den
anschließenden Nachbarrotoren anderer Teilturbinen
bzw. zum Generator erfolgt mittels einer nicht darge
stellten Verstellvorrichtung.
Im Bereich der Basis 30 der Ausnehmung 15 ist das
Innengehäuse 2 der Niederdruck-Dampfturbine auf vier
Stützen 31 gelagert und über zwei Führungen 32 in
axialer Richtung geführt. Die Führungen 32 sind mit
dem Betonfundament 14 verbunden und quer zur Achse
9 des Turbinenrotors 4 einstellbar (Fig. 4).
Bereits bei der Erstellung des Betonfundamentes 14
werden sowohl das Unterteil 7 des Außengehäuses 1 als
auch die Lagerstellen 10 des Turbinenrotors 4 integriert.
Das Betonfundament 14 wird bis in Höhe der Trennebe
ne 8 von Unter- und Oberteil 7, 6 des Außengehäuses 1
ausgebildet. Nach der Montage des Kondensators 16
wird das gleichfalls mit Beton gefüllte Rahmenteil 20 mit
dem Kondensator 16 und dem Unterteil 7 des Außenge
häuses 1 verschweißt. Bei der Endmontage der Nieder
druck-Dampfturbine wird diese vormontierte, kompak
te Einheit nur noch durch das Innengehäuse 2 mit dem
Turbinenrotor 4 und durch die Montagehaube 19 kom
plettiert. Dadurch besteht die Möglichkeit, auch das In
nengehäuse 2 und den Turbinenrotor 4 vorzumontieren,
gemeinsam zu transportieren und schließlich zusammen
in das vorbereitete Betonfundament 14 einzusetzen.
Daraus resultieren ein besonders geringer Montageauf
wand und niedrige Herstellungskosten.
Beim Betrieb der Niederdruck-Dampfturbine wird
der Dampfstrom aus der nicht dargestellten Mittel
druck-Dampfturbine über den Zudampfstutzen 25 in
das Innengehäuse 2 eingeleitet. Er treibt den Turbinen
rotor 4 an und wird dabei bis auf den Abdampfdruck
entspannt. Schließlich gelangt der Dampf über den Ab
dampfraum 3 sowie die Öffnung 17 des Außengehäuses
1 auf direktem Weg, d. h. ohne nochmals umgelenkt
werden zu müssen, in den Kondensator 16 und wird dort
niedergeschlagen.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel sind zwei Kon
densatoren 16 mit der Niederdruck-Dampfturbine ver
bunden. Dazu weist deren Außengehäuse 1 beidseitig
eine rechtwinklig und horizontal zur Achse 9 des Turbi
nenrotors 4 angeordnete, seitlichen Öffnung 17 auf. An
jeder Öffnung 17 ist ein Kondensator 16 angeschlossen
und mit jeweils einem Rahmenteil 20 und dem Unterteil
7 des Außengehäuses 1 verbunden (nicht dargestellt).
Alle anderen Bauteile sind im wesentlichen analog dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ausgebildet und an
geordnet.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene
und dargestellte Ausführungsbeispiel mit einer Nieder
druck-Dampfturbine beschränkt. Ebenso können zwei
oder mehrere, analog ausgebildete Niederdruck-
Dampfturbinen miteinander verbunden werden.
Auch können die Lagerstellen von mit der Nieder
druck-Dampfturbine zu einer Turbogruppe verbun
denen Hochdruck- bzw. Mitteldruck-Dampfturbinen
gleichartig wie die Lagerstellen 10 der Niederdruck-
Dampfturbine ausgebildet sein.
1
Außengehäuse
2
Innengehäuse
3
Abdampfraum
4
Turbinenrotor
5
Wellenendteil
6
Oberteil
7
Unterteil
8
Trennebene
9
Achse
10
Lagerstelle
11
Traglager
12
Gehäusedurchführung
13
Wellendichtung
14
Betonfundament
15
Ausnehmung
16
Kondensator
17
Öffnung
18
Verschalungsrippe
19
Montagehaube
20
Rahmenteil
21
Stirnwand
22
Versteifung
23
Anschlußflansch, vertikal
24
Anschlußflansch, horizontal
25
Zudampfstutzen
26
Lagersattel
27
Ölwanne
28
Ölablaufleitung
29
Gehäusedeckel
30
Basis
31
Stütze
32
Führung
Claims (6)
1. Niederdruck-Dampfturbine hauptsächlich beste
hend aus
- a) einem Innengehäuse (2) mit einem Turbi nenrotor (4) und aus einem Außengehäuse (1) mit einem Abdampfraum (3), wobei das Au ßengehäuse (1) ein Ober- sowie ein Unterteil (6, 7) aufweist,
- b) einem Betonfundament (14) mit einer Aus nehmung (15) zur Aufnahme der Niederdruck- Dampfturbine, insbesondere des Unterteils (7) ihres Außengehäuses (1), welches als eine Stahlverschalung des Betonfundamentes (14) ausgebildet ist,
- c) beidseitigen Lagerstellen (10) mit entspre chenden Traglagern (11) für den Turbinenro tor (4),
- d) einem mit dem Außengehäuse (1) verbun denen und seitlich von diesem angeordneten Kondensator (16), dadurch gekennzeichnet, daß
- e) die Trennebene (8) von Ober- und Unterteil (6, 7) des Außengehäuses (1) in Höhe der Ach se (9) des Turbinenrotors (4) liegt und das Be tonfundament (14) bis zur Trennebene (8) reicht,
- f) sowohl das Unterteil (7) des Außengehäuses (1) als auch die Lagerstellen (10) des Turbinen rotors (4) im Betonfundament (14) festgelegt sind,
- g) das Außengehäuse (1) rechtwinklig sowie horizontal zur Achse (9) des Turbinenrotors (4) zumindest einseitig offen ausgebildet ist und an jeder der seitlichen Öffnungen (17) des Au ßengehäuses (1) ein Kondensator (16) ange schlossen ist,
- h) das Oberteil (6) des Außengehäuses (1) aus einer Montagehaube (19) sowie je Kondensa tor (16) einem mit diesem und dem Unterteil (7) stoff- oder kraftschlüssig verbundenen Rahmenteil (20) besteht,
- i) die Montagehaube (19) mit dem Unterteil (7) des Außengehäuses (1) sowie mit jedem Rah menteil (20) kraft- oder formschlüssig verbun den und je ein Rahmenteil (20) zwischen einem Kondensator (16) sowie der Montagehaube (19) angeordnet ist.
2. Niederdruck-Dampfturbine nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die Montagehaube (19)
aus Stahlblech besteht und Versteifungen (22) be
sitzt.
3. Niederdruck-Dampfturbine nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Unterteil
(7) des Außengehäuses (1) mehrere, vorzugsweise
vertikale, äußere Verschalungsrippen (18) angeord
net sind.
4. Niederdruck-Dampfturbine nach Anspruch 3, da
durch gekennzeichnet, daß an den Lagerstellen (10)
jeweils ein Lagersattel (26) im Betonfundament (14)
eingelassen ist und jeder Lagersattel (26) eine Öl
wanne (27) aufnimmt, welche mit einer in das Be
tonfundament (14) integrierten Ölablaufleitung (28)
verbunden ist.
5. Niederdruck-Dampfturbine nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß zumindest zwei analog ausgebildete
Niederdruck-Dampfturbinen miteinander verbun
den sind.
6. Niederdruck-Dampfturbine nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Lagerstellen von mit ihr zu einer
Turbogruppe verbundenen Hochdruck- bzw. Mit
teldruck-Dampfturbinen analog der Lagerstellen
(10) der Niederdruck-Dampfturbine ausgebildet
sind.
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