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M ü l l e i m e r Die Erfindung betrifft einen MUlleimer o.dgl.,
der als Verbrennungsvorrichtung zur Beseitigung verbrennbarer Abfälle, wie Müll
und Laub dient. Sie betrifft ebenfalls ein Verfahren zur Verbrennung dieser Stoffe
in einem im wesentlichen geschlossenen Behälter.
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ItIüllabfuhr angeschlossen. Andere haben zu wenig Platz, sämtlichen
IçIüll, der sich in den Zeiten zwischen den Abfuhren ansammelt, zu lagern. Deshalb
verbrennen viele ihren Abfall regelmäßig während des ganzen Jahres-.
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Die dazu vorhandenen Mittel sind jedoch primitiv und stellen kaum
eine Arbeitserleichterung dar.
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Außer dem Müll, der durch das tägliche Leben entsteht, erhebt sich
für die meisten Besitzer noch das saisonbedingte Problem, im Herbst die abgefallenen
Blätter zu beseitigen.
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Erfindungsgemäß wird ein Mülleimer o.dgl. mit abnehtnarom oder aufklappbarem
Deckel geschaffen, der dadurch gekennzeichnet ist, daß der Deckel eine mittlere
Auslaßöffnung sowie eine seitliche Öffnung aufweist, durch die ein Luftstrom im
wesentlichen in tangentialer Richtung in den Eimer eingeblasen werden kann.
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Im Gebrauch wird der Eipier, der als~Verbrennungskammer dient, mit
Abfall gefüllt, dessen obere Schicht man anzündet. Nach Entstehen einer ständigen
Flamme wird die Kammer geschlossen und ein künstlicher Luftzug in die Einlaßöffnung
an der oberen Seite der Kammer
geleitet. Der Luftzug kann durch
ein an den Apparat angeschlossenes Gebläse erzeugt werden1 er kann jedoch auch aus
einer anderen Quelle stammen. Der Verbrennungsprozess wird durch diesen Luftzug
aehr beschleunigt, und während seines Fortganges wird durch die Verbrennung der
obersten Stoffe das darunter liegende Material dauernd den Flammen ausgesetzt.
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Dadurch bewegt sich der Feuerherd allmählich in der Verbrennungskammer
nach unten, bis das ganze verbrennbare Material verbrannt ist. Die Verbrennungegase
ziehen durch die Auspuffkammer ab. Vorzugsweise ist dieser Auslaß mit einem porösen
Schirm oder Korb abgedeckt, der als Schutzsieb gedacht ist, um brennendes Material
zurückzuhalten. Im letzten Stadium des Verbrennungsvorganges kann dieser beschleunigt
werden, indem von Zeit zu Zeit eine Schürstange durch ein oben angebrachtes Loch
eingeschoben und der restliche Inhalt umgerührt wil d .
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Mit der Vorrichtung nach der Erfindung können Blätter oder andere
Abfälle schnell und sicher verbrannt werden, wobei kaum eine Gefahr durch sprühende
Glühasche entsteht. In dieser ninsicht ist eine offene Ver-Drennung nicht zufriedenstellend,
und die Geräte, die
im Prinzip aus einem durchlöcherten Behälter
bestehen, arbeiten außerordentlich langsam. Aus einem Eimer mit angepaßtem Deckel
der bis auf eine verhältnismäßig kleine Auspufföffnung verschlossen ist, kann kein
oder fast kein brennendes Material entweichen. Der Verbrennungsprozess wird durch
die Anwendung eines kUnstlichen Luftzuges sehr beschleunigt. Weiterhin wird die
Luft so eingeblasen, daß von dem bekannten Prinzip, das den Zyklon-fen zugrunde
liegt, Gebrauch gemacht wird, -d.h. daß durch die Zentrifugalkräfte noch feste Stoffe
gehindert werden, die Auspufföffnung zu erreichen.
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Durch die von oben nach unten und nicht von unten nach oben gerichtete
Verbrennung wird fast jede Rauchentwicklung, die normalerweise mit der Müllverbrennung
verbunden ist, vermieden.
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Alle besonderen Merkmale der Erfindung liegen im oberen Teil der
Vorrichtung. Der übrige Teil stellt lediglich eine Aufbewahrungskammer für das zu
verbrennende Material dar.
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Es ist daher möglich, nur diesen Deckelteil in Form eines Spezialdeckels
oder einer Spezialhaube herzustellen.
Der Besitzer braucht ihn dann
nur auf einen gewöhnlichen Mülleimer -zu setzen, wenn er Abfall verbrennen will.
Da eine solche Einheit nicht größer als eine Hutschachtel zu sein braucht, stellt
die Aufbewahrung kein Problem dar.
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Flansche, die vom Deckel nach unten ragen, bilden eine ringförmige
Ausnehmung, in die der obere Rand des Mülleimers eingefügt wird. Dadurch kommt ringsherum
eine gute Dichtung zustande. Die Luftzufuhr soll vorzugsweise regulierbar sein,
8o daß anfangs-ein reduzierter Luftstrom zur Beschleunigung des Verbrennungsprozesses
in den Eimer eingeblasen wird, der die Flamme nicht auslöscht. Bei voller Flamme
erfolgt die maximale Luftzufuhr zur schnellen Verbrennung des Materials. Während
das brennende Material von Hand geschürt wird, kann die Luftzufuhr ebenfalls reduziert
werden.
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B8 ist vorteilhaft, den Deckel mit einer kleinen Öffnung für eine
Schrstange zu versehen, um den Inhalt des Nülleimers nach Wunsch schüren zu können.
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Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine Aus-führungsform
einer
Vorrichtung nach der Erfindung beispielsweise dargestellt. Der insgesamt mit 10
bezeichnete Müllbrenner besteht aus einem etwa 75 1 fassenden Mülleimer 11 und einem
Deckel 12 nach der~Erfindung.
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Der Deckel 12 nach der Erfindung muß nicht gerade fttr einen 75 1
fassenden Mülleimer bestimmt sein. Diese Größe wurde bevorzugt, weil sie in den
U..i. überall weithin Verwendung findet. Der Deckel kann auch für einen größeren
Mülleimer oder irgendeinen anderen Behälter, z.B. für eine Oltonne, hergestellt
werden.
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Der Deckel weist im oberen Teil ein zylindrisches Gehäuse 13 auf,
das von einem zylindrischen Ring 14 und einer Klappe 15 gebildet wird. Die Klappe
ist an dem Ring angelenkt. Sie kann auch mit dem Ring 14 fest verbunden werden,
wobei man dann zum Füllen des Eimers 11 den gesamten Deckel abnimmt.
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Der untere Rand des Ringes 14 ist an einer Umfassung 16 angeschweißt,
die von zwei nach unten ragenden Flanschen 17 und 18 gebildet wird. Die Flansche
schließen eine ringförmige Ausnehmung ein, deren innerer Durchmesser etwa 42 cm
und deren äußerer Durchmesser etwa 50 cm beträgt. In diese Ausnehmung ragt der obere
Rand 19 des Mülleimers mit seinem Durchmesser von etwa 45 cm hinein und bildet eine
Auflage für den Deckel.
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Der Ring 14 weist eine Einlaßöffnung 22 auf, an der tangential ein
Rohr 23 befestigt ist.- Zum Einblasen von Luft in den Pldlleimer ist ein Gebläse
24 an das Rohr 23 angeschlossen. An der Unterdruckseite oder Ansaugseite des Gebläses
ist ein drehbarer Regulator 27 angebracht, um die Größe der Einlaßöffnung zu variieren.
Damit kann die in den Mülleimer -strömende Luftmenge reguliert werden.
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Bei einer nicht gezeigten Abwandlung kann das Einlaßrohr 23 mit einem
gebräuchlichen Staubsaugerschlauch verbunden werden, der an die Hochdruckseite des
Staubsaugers angeschlossen ist. Durch diese Anpassung der Erfindung kann der Anschaffungspreis
des Erfindungsgegenstandes sehr stark gesenkt werden, da kein Gebläse benötigt wird.
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Die Klappe 15 hat in der Mitte eine Auspufföffnung 26, deren Durc-linesser
ungefähr ein Fünftel des Deckeldurchmessers beträgt. Ein poröses Sieb 28, das abnehmbar
sein oder fest an der Klappe sitzen kann, wird in die Öffnung 26 eingefügt, so daß
keine großen brennenden Teile herausfallen können. Das Sieb sollte aus rostfreiem
Stabil oder einem anderen hitzebeständigen Material bestehen.
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Ein -kleines Loch- 3Oi bedeckt von einer -drehbaren Klappe 31, liegt
in der Klappe 1.5 in der Nähe des äusseren Randes. Dan- Loch 30 dient zur Aufnahme
eines Schürhakens o.dgl. zum Schüren des Mülleimerinhalts.
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Dieses Schüren ist während des Endstadiums der Verbrennung vorteilhaft,
da dann das rastliche Materisl zur Verfestigung neigt und auf diese Weise den Verbrennungsprozess
verlangsamt.
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Der Erfindungsgegenstand wird folgendermaßen betrieben: Blätter oder-andere
Abfälle werden in den. Eimer 11 gefüllt,- während der Deckel 12 abgenommen ist bzw.
auf dem Eimer sitzt, und- -zwar. mit geöffneter Klappe 15, wie es auf der Zeichnung
in unterbrochenen Linien gezeigt ist. Das Material wird dann angezündet, bevor die
Klappe geschlossen wird. Nach Anzünden des l4aterials.setzt man das. Gebläse in
Betrieb, und zwar vorzugsweise mit über den Regulator 27 gedrosseltem Einlaß. In
wenigen Sekunden facht der sanfte Luftstrom des Gebläses die Flamme an, bis sie
den ganzen oberen Teil des Materials umzüngelt. Danach wird der Gebläseeinlaß voll
geöffnet, und der tangentiale Luftstrom wirbelt oben um das Ma-Material herum und
la3t es schnell verbrennen. Die Verbrennungsgase
sind mehr oder
weniger oxydiert und gelangen durch das Sieb ins Freie. Dies bedeutet, daß praktisch
kein Rauch und auch keine festen Teilchen während des Verbrennungsiorganges durch
das Sieb nach außen gelangen. Deshalb ist das Verbrennen ganz sauber und verursacht
keine Störungen in der Nachbarschaft.
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Bei fortschreitender Verbrennung, wenn etwa 2/3 des Ihterials verbrannt
ist, mag es von Vorteil sein, die Klappe 31 zu öffnen und einen Schürhaken durch
die Öffnung 30 zu stoßen, um den Rest am Boden des Eimers zwecks schnellerer Verbrennung
zu schüren. Im allgemeinen geht die Verbrennung in Richtung der Pfeile auf der Zeichnung
vor Sich, d.h. die Luft strömt tangential oben um den Deckel herum, dann nach unten
in das Material hinein und anschließend durch die Auslaßöffnung oder Auspufföffnung
nach außen.
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Das Verbrennen großer Mengen Blätter oder anderer Stoffe kann durch
die Verwendung mehrerer Mülleimer beschleunigt werden. Blätter werden aufgelesen
und in einen Mülleimer gepackt, woraufhin man den Deckel nach der Erfindung aufsetzt
und die Blätter anztindet. Während die Blätter in diesem Mülleimer verbrennen, wird
ein anderer Mülleimer gefüllt. Ist die Verbrennung im
ersten Eimer
beendet, 80 wird der Deckel auf den andren Eimer gesetzt und der Verbrennungsprozess
wiederholt.
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Die Anordnung kann noch durch einen nicht gezeigten Reinigungakasten
am Boden vervollständigt werden, so daß sich in regelmäßigen Abatänden die Asche
entfernen läßt.
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Es ist auch möglich, gemäß der Erfindung ein nicht gezeigtes Rührwerk
zu verwenden. Dieses wird innen eingebaut und von außen betätigt.