DE19522100A1 - Mehrlagige Einlegesohle - Google Patents
Mehrlagige EinlegesohleInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine mehrlagige Einlagesohle für einen
Schuh, die dauerhaft oder lösbar mit dem Schuh verbunden ist.
Einlegesohlen dieser Art sind vielfach bekannt, verwiesen wird beispielsweise auf
die vorveröffentlichten Druckschriften WO 90/08486 und GB 2 046 579 A1.
Die Einlegesohle befindet sich unterhalb einer Fußsohle, sie hat daher das
gesamte Gewicht zu übertragen, das die Fußsohle auf einen Untergrund, z. B.
eine Schuhsohle, ausübt. Beim Stehen ist die Gewichtsverteilung zumin
dest zeitweise konstant, beim Gehen und Laufen aber ändert sie sich
ständig. Um eine möglichst günstige Übertragung der Massenkräfte bezüg
lich der Bewegungsenergie in Form von Auftrittsenergie zu erreichen, sind
bereits elastische Sohlen bekannt, die abfedernd wirken, beispielsweise mit
einzelnen Luftkammern ausgestattete Schuhsohlen für Sportschuhe. Diese
erstrecken sich aber nicht über die gesamte Fläche einer Fußsohle. Mit
ihnen ist eine sehr wirksame Dämpfung der Auftrittsenergie möglich, eine
Verteilung der Auftrittsenergie von einem Bereich der Fußsohle auf einen
anderen Bereich, beispielsweise von der Region in Nähe des Ballens, wo
beim Laufen ein Fuß erstmals in Bodenberührung kommt, bis zum Hacken
bereich, wo bei Abschluß eines Laufschrittes die Belastung vorliegt, ist
nicht erreichbar.
Hier setzt nun die Erfindung ein. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht,
nicht nur ein Abfedern von auf die Einlegesohle einwirkenden Belastungen
zu erreichen, sondern zugleich eine Verteilung der von einer Fußsohle auf
die Einlegesohle ausgeübten Belastung zu bewirken, dergestalt, daß bei
Druck auf die Einlegesohle an einer Stelle, beispielsweise im Bereich des
Ballens, die Einlegesohle dort einfedert, aber im Bereich einer anderen
Stelle, beispielsweise im Bereich der Ferse, eine Gegenbewegung ausführt,
also hochfedert. Dabei soll in einer vorzugsweisen Weiterbildung das Maß
des Einfederns und/oder das Maß des Hochfederns einstellbar sein, damit
die vorhandene spezifische Energieform wie -menge individuell gezielt und
sinnvoll für Bewegungsabläufe genutzt werden kann. Weiterhin soll die
Fußsohle einem Fuß so individuell anpaßbar sein, daß in gewissen lokalen
Bereichen, die deutlich kleiner sind als die Gesamtfläche der Einlegesohle,
das Einfedern und Zurückfedern entkoppelt ist von den anderen Regionen.
Ausgehend von der mehrlagigen Einlegesohle der eingangs genannten Art
wird diese Aufgabe gelöst durch zwei Zuschnitte aus einer dünnen, flexi
blen Folie aus schweißbarem abbaubarem Kunststoff, welche beiden Zu
schnitte einerseits randseitig dicht miteinander verbunden sind, wodurch
ein Hohlraum gebildet wird, und andererseits mittels einer einfach hand
habbaren Schweißvorrichtung in mindestens einem lokalen abgeschlossenen
Bereich unter Bildung einer im Hohlraum befindlichen Kammer miteinander
verbunden sind und wobei sich im Hohlraum und in der mindestens einen
Kammer eine Flüssigkeit befindet.
Diese Einlegesohle besteht somit aus zwei Zuschnitten, die die Fläche un
terhalb des Fußes eines Menschen vollständig ausfüllen. Vorzugsweise sind
die beiden Zuschnitte formgleich und baugleich. Durch die randseitige
Verbindung beider Zuschnitte wird der Hohlraum geschaffen, in dem sich
Flüssigkeit befindet. Diese Flüssigkeit hat eine Konsistenz, die ein Hin-
und Herströmen ermöglicht. Die Konsistenz liegt zwischen derjenigen von
Wasser und derjenigen von Honig.
Zudem hat die so beschriebene Einlegesohle mindestens noch einen lokalen
Bereich, der gegenüber dem Hohlraum abgeschlossen ist und dessen Innen
raum als Kammer bezeichnet wird. In dieser Kammer befindet sich eine
Flüssigkeit, vorzugsweise dieselbe, wie im Hohlraum. Die Kammer kann sich
vollständig im Inneren der Einlegesohle befinden, so daß sich allseits um
die Kammer herum der Hohlraum befindet. Die Kammer kann aber auch so
begrenzt sein, daß ein Teil ihrer Schweißlinie gemeinsam mit der Verbin
dungslinie des äußeren Randes verläuft.
Der lokale, abgeschlossene Bereich, der durch die Kammer und die zugehö
rige Schweißlinie definiert ist, kann mit einfachen Mitteln und insbesonde
re in einem Orthopädie- oder Schuhgeschäft realisiert werden. Damit be
steht die Möglichkeit, die Größe, Lage und Ausbildung des lokalen Bereichs
individuell dem Fußbett eines Menschen anzupassen. Da die Folie schweiß
bar ist, können mit einfachen Mitteln und ohne zusätzliche Klebstoffe oder
dergleichen Schweißlinien ausgebildet werden, beispielsweise durch Ultra
schallschweißen oder durch Thermisches Schweißen. Eine Einlegesohle kann
dabei beliebig und unterschiedlich geformte, lokale Bereiche aufweisen,
beispielsweise mehr oder weniger runde Bereiche, etwa hantelförmige Be
reiche und/oder längliche, beispielsweise wurstförmig verlaufenden Berei
che.
Bei einer verkaufsfertigen Einlegesohle ist die oben beschriebene Struktur
aus zwei Zuschnitten im allgemeinen durch eine Auflageschicht aus einem
Naturmaterial belegt. Überlicherweise und bevorzugt befindet sich auch
unterhalb der beschriebenen Anordnung eine Schicht, beispielsweise eine
formgebendes Fußbett, eine Schaumgummilage oder dergleichen.
In einer bevorzugten Ausführung ist die Flüssigkeit, die sich in dem Hohl
raum und in der mindestens einen Kammer befindet, physikalisch möglichst
ähnlich der Gelenkflüssigkeit eines Menschen. Auf diese Weise werden ähn
liche Dämpfungswerte erreicht, wie sie auch die Gelenkflüssigkeit ermög
licht. Die Flüssigkeit ist beständig, ungiftig, friert erst bei sehr tiefen
Temperaturen und behindert den Schweißvorgang nicht.
In einer bevorzugten Ausführung ist die Folie relativ dünn, beispielsweise
maximal 1,5 mm dick und läßt sich in sehr engen Krümmungsradien biegen,
ohne zu brechen oder zu knicken. Als bevorzugt hat sich Weich-PVC her
ausgestellt.
In einer bevorzugten Ausführung hat der lokale Bereich zwei Kopfbereiche,
die miteinander durch einen im Vergleich zum Kopfbereich schmaleren
Halsbereich verbunden sind. Ein Kopfbereich kann sich beispielsweise un
ter dem Ballen einer Fußsohle befinden, ein anderer im Bereich der Ferse
oder dergleichen. Durch den Halsbereich kommunizieren die beiden Kopfbe
reiche miteinander. Beim Gehen und Laufen strömt ständig Flüssigkeit zwi
schen den beiden Kopfbereichen hin und her. Dadurch wird ein Einfedern
an einem Kopfbereich und ein Hochfedern an dem anderen Kopfbereich er
zielt. Es können auch lokale Bereiche mit mehr als zwei Kopfbereichen
vorgesehen sein, die auch mehr als nur einen Halsbereich haben können.
So können beispielsweise dreieckförmige Strukturen geschaffen werden, bei
denen die Eckpunkte des Dreiecks von Kopfbereichen besetzt sind und die
Seiten des Dreiecks durch Halsbereiche gebildet werden.
Der Hohlraum bzw. die mindestens eine Kammer muß nicht vollständig mit
Flüssigkeit ausgefüllt werden, obwohl ein vollständiges Anfüllen und Aus
füllen bevorzugt ist. Um die Federeigenschaften zu beeinflussen, können
sich auch Bläschen in der Flüssigkeit befinden. Der Hohlraum und die min
destens eine Kammer sind aber auf jeden Fall zu mehr als die Hälfte, vor
zugsweise zu mehr als 90% und insbesondere zu mehr als 95% durch die
Flüssigkeit ausgefüllt.
In einer bevorzugten Weiterbildung wird an die Unterfläche des unteren
Zuschnitts ein Fleck aufgeklebt oder aufgeschweißt, der eine lokale Unter
stützung des Fußbettes an einer gewünschten, vorbestimmten Stelle ermög
licht.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen
Ansprüchen sowie der nun folgenden Beschreibung von nicht einschränkend
zu verstehenden Ausführungsbeispielen der Erfindung, die unter Bezugnah
me auf die Zeichnung näher erläutert werden. In dieser Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Einlegesohle mit zwei Zuschnitten und zwei
lokalen Bereichen,
Fig. 2 ein Schnittbild entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1, bei
zweifacher Vergrößerung,
Fig. 3 eine Draufsicht entsprechend Fig. 1 auf eine Einlegesohle mit zwei
Zuschnitten, die zwei lokale Bereiche aufweist,
Fig. 4 ein Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV in Fig. 3, bei
zweifacher Vergrößerung,
Fig. 5 eine Darstellung entsprechend Fig. 1 einer Einlegesohle mit zwei
Zuschnitten, die in einem lokalen Bereich miteinander innerhalb des Ran
des verbunden sind und mit einem an der Unterseite des unteren Zuschnit
tes angeordneten Flecken und
Fig. 6 ein Schnitt entlang der Schnittlinie VI-VI in Fig. 5, bei
zweifacher Vergrößerung.
Wie Fig. 1 zeigt, hat die erfindungsgemäße Einlegesohle zwei formgleiche
Zuschnitte 20, 22 aus einer dichten, dünnen, sehr flexiblen Folie aus einem
schweißbaren Kunststoff, beispielsweise Weich-PVC. Die Materialstärke
liegt bei 0,8 mm. Die beiden Zuschnitte 20, 22 sind entlang ihres Randes
dicht miteinander verbunden, die Verbindung erfolgt entlang eines Verbin
dungsbereichs 24, der geschlossen umläuft und ca. 2 bis 3 mm breit ist.
Innerhalb dieses Verbindungsbereich 24 befindet sich ein Hohlraum 26. Er
ist mit einer Flüssigkeit 28 gefüllt. Erzielt wird hierdurch eine nachgiebi
ge, in gewissem Bereich wabbelige Struktur. Die Nachgiebigkeit kann durch
die Menge an eingefüllter Flüssigkeit 28, durch das Material der Zuschnitte
20, 22, durch einen gewissen, geringen Gasanteil der Füllung im Hohlraum
26 bzw. in der abgeschlossenen Kammer etc. gesteuert werden. Man erhält
eine Struktur, die ähnlich einem Wasserbett ist.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und dem zugehörigen Schnittbild nach
Fig. 2 sind insgesamt zwei lokale Bereiche 32, 33 vorgesehen. Sie werden
jeweils durch eine Schweißlinie 30 begrenzt und sind entweder vollständig
innerhalb des Hohlraums, wie im Fall des lokalen Bereichs 32, oder haben
mit dem Hohlraum entlang eines gewissen Teils die gleiche Begrenzung, wie
dies beim lokalen Bereich 33 der Fall ist. Diese lokalen Bereiche werden in
einfacher Weise dadurch hergestellt, daß die Zuschnitte 20, 22 entlang der
Schweißlinien 30 miteinander verbunden werden. Diese Verbindung ge
schieht durch einfache Mittel, beispielsweise mittels eines griffelförmigen
Ultraschallstabes, der eine Reibschweißung zwischen den unmittelbar unter
ihm befindlichen, aneinanderliegenden Punkten der beiden Zuschnitte 20, 22
bewirkt und durch manuelles Führen über die Zuschnitte 20, 22, ebenso wie
ein Bleistift beim Erstellen einer Zeichnung, es ermöglicht eine Schweißli
nie 30 für einen lokalen Bereich 32 zu erstellen. Ähnliches kann mit einem
thermischen Schweißgerät 48, beispielsweise einer Wärmespitze, z. B. einem
temperaturgesteuerten Lötkolben, erfolgen, die entlang der Schweißlinie 30
geführt wird und die beiden Zuschnitte 20, 22 lokal miteinander verbindet.
Derartige Schweißverbindungen zwischen Kunststoffolien sind an sich be
kannt und müssen hier nicht im einzelnen erläutert werden. Für die Erfin
dung ist es allerdings von erheblicher Bedeutung, daß die Schweißverbin
dung, also das Ausbilden der Schweißlinie 30, nicht notwendigerweise mit
aufwendigen Industriegeräten durchzuführen ist, sondern vielmehr mit re
lativ einfachen Handgeräten 48 erfolgen kann. Auf diese Weise kann in
einem Schuhfachgeschäft oder in einem Orthopädieladen die Schweißlinie 30
an den Orten ausgeführt werden, an denen man sie wünscht.
Um diesen Gedanken noch einmal zu verdeutlichen: Vorbereitete Rohlinge
bestehend aus den beiden Zuschnitten 20, 22 mit dem randseitigen Verbin
dungsbereich 24 und der Füllung durch eine Flüssigkeit 28 können indu
striell für die einzelnen Fußgrößen hergestellt werden. Für einen speziel
len Einsatz, also für einen speziellen Benutzer, werden die lokalen Berei
che 32, 33 an denjenigen Stellen ausgebildet, wo sie der Benutzer benötigt
bzw. ein Therapeut für sinnvoll erachtet. Diese Bearbeitung erfolgt vor
zugsweise in einem Fachgeschäft oder bei einem Therapeuten. Aus den Roh
lingen werden dadurch die fertigen Einlegesohlen.
Um die Schweißlinien 30 einfach ausbilden zu können, können Formstücke,
beispielsweise Viertelkreisstücke, Halbkreisstücke, gerade Stücke usw.
vorgesehen sein, die zu einer vollständigen Kontur zusammengestellt wer
den und soweit erhitzt werden, daß das Material der Zuschnitte 20, 22
schmilzt ohne zerstört oder anderweitig beschädigt zu werden.
Es soll nun auf die beiden unterschiedlichen lokalen Bereiche 32, 33 gemäß
Fig. 1 eingegangen werden. Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist,
hat der lokale Bereich 32 einen ersten Kopfbereich 36 und einen zweiten
Kopfbereich 38. Beide sind durch einen länglichen Halsbereich 40 miteinan
der verbunden. Der Querschnitt des Halsbereiches 40 ist deutlich geringer
als derjenige der Kopfbereiche 36, 38. Weiterhin können die Kopfbereiche
36, 38 dicker ausgebildet sein als der Halsbereich 40, diese bedeutet, daß
die beiden Zuschnitte 20, 22 in der Mitte eines Kopfbereiches 36, 38 einem
größeren Abstand voneinander haben können als in der Mitte des Halsbe
reichs. Durch den Halsbereich kann die Flüssigkeit 28 von dem einen Kopf
bereich zum anderen strömen. Wird beispielsweise Druck auf den ersten
Kopfbereich 36 ausgeübt und ist der zweite Kopfbereich 38 gleichzeitig
druckfrei, so strömt Flüssigkeit 28 aus dem ersten Kopfbereich 36 durch
den Halsbereich 40 in den zweiten Kopfbereich 38 und füllt diesen aus.
Später, bei einer anderen Belastung, wird dieser Vorgang wieder rückgän
gig gemacht.
Auch innerhalb eines lokalen Bereichs 32 bis 34 sollen und können Strö
mungen auftreten, um Belastungen abzufangen und an anderer Stelle eine
entgegenwirkende, anhebende Kraft zu erzielen.
In Fig. 2 ist noch ein formsteifes Fußbett, das an sich bekannt ist,
angedeutet. Es ist nur teilweise dargestellt. Auf ihm ist die beschriebene
Schichtanordnung befestigt, z. B. aufgeklebt. Weiterhin ist eine obere
Abdeckschicht 46, ebenfalls nur angedeutet und teilweise, dargestellt.
Schließlich ist das Handgerät 48 zu Schweißen angedeutet, es ist als
geheizte Stab ausgeführt.
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 sind nicht nur zwei Zu
schnitte 20, 22, sondern insgesamt drei baugleiche Zuschnitte vorgesehen,
gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel kommt noch der Zuschnitt 23
hinzu. Alle drei Zuschnitte sind randseitig entlang des Verbindungsbe
reichs 24 miteinander verbunden. Die lokalen Bereiche 32 bis 34 befinden
sich nur zwischen dem ersten Zuschnitt 20 und dem zweiten, mittleren Zu
schnitt 22, wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich ist. Zwischen dem un
teren Zuschnitt 23 und dem mittleren Zuschnitt 22 befindet sich aus
schließlich ein Hohlraum 26, der nicht in irgendeiner Form durch lokale
Bereiche unterbrochen ist, wie dies bei den bisher beschriebenen Ausfüh
rungen der Fall ist.
In Fig. 3 ist noch ein lokaler Bereich 34 in Form eines länglichen Kanals
dargestellt. Auch bei diesem lokalen Bereich soll durch Verdrängen von in
ihm befindlicher Flüssigkeit aus einem Teilbereich in einen anderen eine
nachgiebige Abstützung und ein Anheben an anderen Teilbereichen erzielt
werden. Die jeweilige Form des lokalen Bereichs wird den Bedürfnissen an
der Fußsohle angepaßt. Lokale Bereiche 33 mit Kopfbereichen und einem
diese verbindenden Halsbereich sind insbesondere für die Stellen vorgese
hen, wo beim Gehen bzw. Laufen starke Belastung und Entlastung auftritt.
Lokale Bereiche 34 in länglicher Form dienen mehr der Abstützung, also im
Bereich des Bogens zwischen der Ferse und den Zehen, wo normalerweise
eine Fußsohle auf einem ebenen Untergrund nicht aufliegen würde.
Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 und 6 schließlich zeigt eine
Anordnung ähnlich Fig. 1, bei der jedoch zusätzlich auf die Unterseite des
unteren Zuschnitts 22 ein aus einer dünnen, flexiblen, dichten Folie zuge
schnittener Flecken 42 aufgebracht ist. Er hat beliebigen Zuschnitt, im
gezeigten Ausführungsbeispiel ist er im wesentlichen rund. Er ist von un
ten auf die Unterfläche des unteren Zuschnitts 22 aufgeklebt oder aufge
schweißt, andere Befestigungsarten sind dadurch nicht ausgeschlossen.
Zwischen dem Flecken 42 und dem Zuschnitt 22 befindet sich Flüssigkeit
28. Als Material für den Flecken 42 kommt Kunststoff, wie er für die Zu
schnitte verwendet wird, weiterhin kommt aber auch textiles, wasserdich
tes Material in Frage.
Claims (13)
1. Mehrlagige Einlegesohle für einen Schuh, die dauerhaft oder lösbar mit
dem Schuh verbunden ist und die zwei Zuschnitte (20, 22) aus einer
dünnen, flexiblen Folie aus schweißbarem Kunststoff aufweist, welche
beiden Zuschnitte (20, 22) einerseits randseitig dicht miteinander ver
bunden sind, wodurch ein Hohlraum (26) gebildet wird, und andererseits
mittels einer einfach handhabbaren Schweißvorrichtung in mindestens
einem lokalen, abgeschlossenen Bereich (32) unter Bildung einer im
Hohlraum (26) befindlichen Kammer miteinander verbunden sind und
wobei sich im Hohlraum (26) und in der mindestens einen Kammer eine
Flüssigkeit (28) befindet.
2. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohl
raum (26) bzw. die Kammer vollständig mit der Flüssigkeit (28) ausge
füllt ist oder das Innenvolumen des Hohlraums (26) bzw. der Kammer zu
mindestens 90%, vorzugsweise zu mindestens 98% ausfüllt und das Rest
volumen im Hohlraum (26) bzw. in der Kammer durch ein Gas, z. B. Luft,
ausgefüllt ist.
3. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie
maximal 1,5 mm, vorzugsweise maximal 1 mm dick ist und sich knickfrei
in einem Radius von drei mm, vorzugsweise in einem Radius von unter
einem mm krümmen läßt.
4. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lokale,
abgeschlossene Bereich (32) einen ersten Kopfbereich (36) und einen
zweiten Kopfbereich (38) aufweist, die über einen kanalförmigen Halsbe
reich (40) miteinander kommunizierend verbunden sind, wobei der Quer
schnitt des Halsbereichs (40) kleiner ist als der größte Querschnitt
beider Kopfbereiche (36, 38).
5. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lokale,
abgeschlossene Bereich (32) länglich ist, wobei die Länge mindestens
dreimal, vorzugsweise mindestens fünfmal und bevorzugt mindestens
achtmal so groß ist wie die Breite.
6. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Un
terfläche des unteren Zuschnitts (22) ein Flecken (42) aus einem elasti
schem Material, insbesondere Kunststoff, aufklebbar und aufschweißbar
ist, der mit der Unterfläche dieses Zuschnitts (22) einen abgeschlosse
nen Raum begrenzt, welcher mit der Flüssigkeit (28) zumindest teilweise
gefüllt ist.
7. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie
sich im praktischen Einsatz nahezu nicht dehnt, insbesondere weniger
als 2% dehnt.
8. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein
formgebendes Fußbett aufweist.
9. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere,
der Fußsohle zugewandte Zuschnitt (20) mit einer Abdeckschicht (46),
die aus einem Naturmaterial, z. B. Leder, besteht, belegt ist.
10. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssig
keit (28) eine Konsistenz, also insbesondere eine Viskosität und ein
Temperaturverhalten der Viskosität zeigt wie Gelenkflüssigkeit eines
Menschen.
11. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schweißverbindung durch Ultraschall erfolgt.
12. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schweißverbindung durch vorgefertigte, zusammensetzbare Formstücke,
z. B. Kreise, Ovale, teilweise offene Kreise usw. erfolgt.
13. Einlegesohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als
zwei Zuschnitte (20, 22), insbesondere drei Zuschnitte (20, 22, 23), vorge
sehen sind, die alle randseitig miteinander verbunden sind, bei denen
in dem mindestens einen lokalen Bereich (32) aber nur jeweils zwei Zu
schnitte (z. B. 20, 22) miteinander Verbindung haben.
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