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Abaueinheit Das Hauptpatent ... (Anmeldung P 15 59 470.4) bezieht
sich auf eine Baueinheit, die eine mit Glasfasern verstärkte Schicht aus Kunstharz
und eine Schicht aus einem feuerfesten Material enthält.
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Es ist bereits bekannt, eine Baueinheit aus einem Kunstharz mit einer
Schicht aus feuerfestem Plattenmaterial herzustellen, das an das Kunstharz angeklebt
oder in diesem eingebettet ist.
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Beim Gebrauch sind derartige Schichten Änderungen in der Dem4eratur
ausgesetzt, wobei die verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten des Kunstharzes und
des feuerfesten Schichtmaterials zu einer zerstörenden Auswirkung auf die Baueinheit
führen. In dem Harz können kleine Risse und Blasen auftreten, und außerdem kann
die Klebverbindung bzw. die Verbindung zwischen dem Kunstharz und dem feuerfesten
Schichtmaterial nachlassen und gfs. zum Aufreißen der zusammengeschichteten Platte
führen.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zu Grunde, die in dem Hauptpatent
beschriebene Baueinheit zu verbessern und die vorstehend aufgezeigten Mangel zu
überwinden.
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Gelöst wird die vorstehend aufgezeigte Aufgabe bei einer Baueinheit
mit einer mit Glasfasern verstärkten Schicht und einer Schicht aus feuerfestem Material
nach Patent ... (Anmeldung P 15 59 470.4) erfindungsgemäß dadurch, daß eine Traganordnung
vorgesehen ist, die diejenige Seite der aus dem feuerfesten Material bestehenden
Schicht berührt, welche von der Kunstharzschicht abgewandt ist, daß das feuerfeste
Schichtmaterial einer Seite der mit Glasfasern verstärkten Kunstharzschicht überlagert
ist, ohne an dieser Schicht direkt befestigt zu sein, daß eine Bügelanordnung die
Harzschicht mit der Traganordnung verbindet und daß die Bügelanordnung so angeordnet
ist, daß sie eine Ausdehnung der mit Glasfasern verstärkten Sunstharzschicht zuläßt.
Derjenige Teil der Bügelanordnung, der mit der Harzschicht verbunden ist, kann in
dieser eingebettet sein.
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Die Bügel anordnung kann sich über eine Kante der feuerfesten Schicht
erstrecken oder durch eine oder mehrere darin befindliche Öffnungen hindurch verlaufen.
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Die Bügelanordnung kann einen Material streifen enthalten, der mit
einem Ende an der Harzschicht und mit dem gegenüberliegenden Ende an der Traganordnung
befestigt ist. Der Streifen ist zwischen seinen Enden ausdehnbar, und zwar derart,
daß eine Ausdehnung des mit den Glasfasern verstärkten Kunstharzes ermöglicht ist.
Der Streifen kann z.B. mit einem Ausdehnungsknick, mit einem Bogen oder mit einer
Ausdehnungsschleife zwischen seinen Enden versehen sein.
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Das Material kann ein Metall sein, wie rostfreier Stahl oder Zink
oder ein Kunststoff.
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Die raganordnung kann einen Block oder einen Balken enthalten, z.B.
aus Holz oder Metall, und die Schicht aus feuerfestem Material kann an dem Block
oder Balken befestigt sein, z.B. durch Annagelung, Anstiftung, Anklebung oder An-5
chraubung.
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In der mit Glasfasern verstärkten Kunstharzschicht kann jedes geeignete
Harz verwendet werden, wie Polyesterharz.
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Diejenige Oberflache der mit Glasfasern verstärkten Kunstharzschicht,
die der Oberflache gegenüberliegt, welche über der feuerfesten Schicht liegt, kann
ein Füllmaterial enthalten, wie ein gemahlenes Mineral, Naturstein oder Sandstaub.
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Das betreffende Material kann ferner Alaun und/oder ein Figment enthalten.
Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung enthalt das Füllmaterial Glasgestein,
Glaskörner oder pulverförmiges Glas. Das feuerfeste Schichtmaterial ist vorzugsweise
Asbest oder ein auf Asbestbasis aufgebautes Material Vorzugsweise enthalt das auf
Asbestbasis aufgebaute Material Asbestfasern, die mittels eines chemischen Klebers
miteinander verbunden sind.
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Bei jeder der oben genannten Anordnungen kann eine dünne Dichtungsmaterialschicht
zwischen der mit Glasfasern verstärktenKunststoffschicht und dem feuerfesten Schichtmaterial
eingelagert sein. Das Dnchtungsmaterial kann Mull sein.
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Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Baueinheit
mit Verstärkungsteilen versehen, die die Traganordnung bilden Diese Verstarkungsteile
können zweckmäßigerpreise durch einen Holz- oder Metallrahmen gebildet sein, an
welchem die Bügelanordnungen befestigt sind. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist ein Isoliermaterial in den Rahmen eingesetzt, und zwar in den
Zwischenräumen zwischen den Werstärkungsteilen. Als Isoliermaterial kann eine Kineralwolle
oder Fiberglaswattierun, dienen.
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Die von der Harzschicht abgewandte Rahmenseite kann von einem geeigneten
Verkleidungsüberzug überzogen sein, wie z.B. mit einem Gipsüberzug.
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An Hand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
naher erläutert.
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Fig. 1 zeigt in einer Schnittansicht eine Baueinheit gemäß der Erfindung.
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Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht durch zwei benachbarte Platten, unter
Verdeutlichtung der Art und Weise, in der die Platten miteinander verbunden sind.
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Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Baueinheit.
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Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht entlang der in Fig. 3 eingetragenen
Schnittlinie A-A.
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Fig. 5 zeigt eine Schnittansicht entlang der in Fig. 3 eingetragenen
Schnittlinie B-B.
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Sig.-6 zeigt in einer Vorderansicht eine Einzelheit de-r in Fig.1
dargestellten Baueinheit.
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Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht der in Fig. 6 dargestellten Einzelheit.
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Die Baueinheit wird wie folgt hergestellt: Ein Holzrahmen 11 mit den
Gesamtabmessungen von etwa 122 cm zu 244 cm wird aus Holz mit den Abmessungen von
ca. 100 zu 50 mm hergestellt, wobei Stützen in Mittenabstanden von etwa 406 mm vorhanden
sind.
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An diesen Rahmen ist eine ca. 4,8 m dicke Schicht 12 angenagelt, die
auf Asbestbasis aufgebaut ist.
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Sodann werden Kreislöcher 13 von geeignetem Durchmesser aus der auf
Asbestbasis aufgebauten Schicht herausgeschnitten, und zwar an Stellen neben dem
iiolzrahmen.
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Sodann wird eine Gelcoat-Schicht, die Naturstein, Sandstaub oder ein
anderes geeignetes Füllmaterial enthalt, wie Glassteine, pulverisiertes Glas, Pigmente,
Alaun, Polyesterharz vom Gyp Crystic 420 D, in eine Borm eingefüllt und dann derart
verteilt, daß sich eine Schichtdicke zwischen ca. 0,8 mm und 3,2 mm ergibt. Die
Gesamtabmessungen der Form stimmen weitgehend mit den Abmessungen des Holzrahmens
überein.
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Auf die Gelcoat-Schicht wird sodann eine zerkleinerte Fasermatte aus
Verstärkungsglasfasern gerollt, und auf diese Matte wird ein Pol-gesterharz vom
D p Crystic 323 A gegossen, und zwar derart,daß sich eine dichte Schicht 10 mit
der Gelcoat-Schicht ergibt.
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Die Enden der Metallstreifen 14, deren jeder einen Teil eines Kreisbogens
17 mit einem Radius von etwa 4,8 mm zwischen seinen Enden aufweist, werden dann
auf die Polyesterschicht aufgelegt und an dieser mit einem Ausschnitt oder der Gesamtschicht
der mehr Polyesterharz und die Glasfasermatte 15 enthaltenden Schichtanordnung verklebt.
Auf diese Weise werden die Metallstreifen in dem Schichtgebilde eingebettet.
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Das Schichtgebilde 10 wird nach teilweiser Aushartung aus der Form
herausgenommen. Anschließend wird der Holzrahmen mit der daran befestigten, auf
Asbestbasis aufgebauten Schicht 12 auf die Rückseite des Schichtgebildes aufgelegt.
Zwischen der auf Asbestbasis aufgebauten Schicht 12 und dem Schichtengebilde wird
Dichtungsmull 16 eingeführt. Der Dichtungsmull und die Schicht 12 sind mit Löchern
17 an Stellen versehen, an denen es-erforderlich ist, einen Durchgang für die Bänder
14 zu schaffen.
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Das lose Ende des jeweiligen Metallstreifens wird dann, wie dargestellt,
an den Holzrahmen angenagelt. Eine geringfügig
modifizierte Ausführungsform
der Metallstreifen bzw.
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Metallbänder 14 ist in Fig. 6 und 7 verdeutlicht.
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Zwischen die vertikalen Teile 11 des Holzrahmens wird Mineralwolle
oder Fiberglasmatte 18 eingeführt. Die unbedeckte Seite der Platte wird dann mit
einer Gipsschicht 19 oder einer anderen geeigneten Verkleidungsschicht versehen.
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Bei der dargestellten Anordnung sind sämtliche Bander 14 mit Bögen
17 versehen, welche eine Ausdehnung der Schichten an sämtlichen Stellen ermöglichen.
Es hat sich in einigen Fällen herausgestellt, daß hierdurch keine hinreichend genaue
Festlegung der Baueinheit um ihre Kanten herum erzielt wird.
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Um diese Schwierigkeit zu überwinden, können die Bander 14 am Umfang
der Einheit gerade sein, d.h. keine Bögen 17 aufweisen. Dadurch ist die Bewegung
der Einheit an ihren Kanten gehemmt. Die Innen-Bander 14 sind hingegen mit Bögen
17 versehen und ermöglichen somit noch eine Ausdehnung der Einheit.
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Fig. 2 zeigt eine Verbindung zwischen zwei Baueinheiten des in Fig.
1 dargestellten rlyps. Die Kante 20, 14 der Glatte 10, 15 ist so ausgebildet, daß
eine Nut 21 gebildet ist, in der ein Abdichtungsstreifen 24 eingesetzt werden kann.
An jeder Kante der Einheit, an der eine benachbarte Einheit anzufügen ist, sind
Holzleisten 22 vorgesehen. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist zwischen den Kanten benachbarter
Platten 10, 15 Kitt 23 vorgesehen (wie er z.B. unter der Handelsbezeichnung "Secomastic"
erhaltlich ist). In die gegenüberliegende Nut 21 ist ein Abdichtungsstreifen 24
aus rostfreiem Btahl eingeklemmt.
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Wie aus Fig. 3, 4 und 5 ersichtlich ist, ist der obere Teil jeder
Nut 21 an der Stelle 21a erweitert. Die Enden des Abdichtungsstreifens 24 ragen
von seiner Platte aus in den Teil 21a der Nut einer benachbarten Platte hinein.
Die Sonderbreite des Nutbereiches 21a ermöglicht eine Uberlappung der Streifen.
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Der untere Teil der in jeder Platte enthaltenen Nut 21 verläuft schrag
nach außen, wie dies mit 21b angedeutet ist.
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Auf diese reise kann sich der Abdichtungsstreifen nach unten vor das
obere Ende eines unteren Abdichtungsstreifens erstrecken, wenn Platten für Bauten
von mehr als zwei Etagen verwendet werden. Ferner leitet der jeweilige schrag verlaufende
Nutteil jegliches Wasser von dem Fundament in Höhe des Erdgeschosses weg.
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Die Abmessungen der Baueinheit können sich ändern; so kann es zweckmäßig
sein, eine Länge von ca. 3,65 m und eine Breite von 3,05 m vorzusehen. Baueinheiten
gemäß der Erfindung können zur Herstellung sämtlicher Arten von Gebäuden verwendet
werden. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Baueinheiten
für den Hausbau.
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Die Erfindung ist nun nicht nur durch die Einzelheiten bei dem vorstehend
beschriebenen Beispiel beschränkt. So kann z.B.
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anstelle von Pol-esterharz irgendein anderes geeignetes Eunstharz
verwendet werden. Aus der Gelcoat-Mischung können Alaun und Pigmente weggelassen.
werden oder durch andere geeignete feuerfeste füllstoffe ersetzt sein. Anstelle
der oben erwähnten, auf Asbestbasis aufgebauten Schicht kann jedes andere geeignete
feuerfeste Material verwendet werden. Die Dicke dieses Materials kann an die jeweils
vorliegenden besonderen Anforderungen angepaßt sein. In entsprechender Weise können
auch irgendwelche anderen Füllteile anstelle der Holzleisten verwendet werden, und
die hbuichtungsstreifen--br=au-chen nicht nur aus rostfreiem Stahl zu bestehen;
sie können vielmehr auch aus irgendeinem anderen geeigneten Material bestehen, wie
aus Holz oder Aluminium.
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Die Platte kann manuell, maschinell oder manuell und maschinell hergestellt
erden, Anstelle des Holzrahmens kann Stahl oder irgendein anderes geeignetes lasttragendes
Material verwendet werden, das demselben Zweck dient. Andere Möglichkeiten bestehen
noch
darin, die Mineralwolle oder die Glasfaserwatte durch entsprechende Stoffe zu ersetzen.
Anstelle der Metallbänder können auch Kunststoffbänder oder Bander aus einem anderen
Material verwendet werden.
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Bei einer anderen (hier nicht dargestellten) Ausführungsform der Erfindung
sind die kreisförmigen Bögen 17 der Metall bänder 14 jeweils durch einen dreieckförmigen
Knick ersetzt.