DE19521618A1 - Feldabstandhalter für Hochspannungsfreileitungen - Google Patents
Feldabstandhalter für HochspannungsfreileitungenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G7/00—Overhead installations of electric lines or cables
- H02G7/12—Devices for maintaining distance between parallel conductors, e.g. spacer
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- Suspension Of Electric Lines Or Cables (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Feldabstandhalter für Hochspannungsfreileitungen
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1
Wesentliche Bestandteile dieses Feldabstandhalters sind eine die einzelnen
Leiterseile eines elektrischen Bündelleiters auf Abstand haltende Distanzlasche
und mehrere, jeweils an einem Ende der Distanzlasche angeordnete Seilklem
men. Jede Seilklemme enthält zwei gegeneinander verspannbare Klemmbac
ken, die in Sollmontagestellung ein Leiterseil radial umfassen und zwischen
sich einklemmen. Die Seilklemme und das Laschenende sind nach Art eines
Achsengelenks gegeneinander drehbeweglich. Hierzu ist an den einander zu
gewandten Innenflanken der beiden miteinander zusammenwirkenden
Klemmbacken jeweils ein Achsstummel angeformt. Diese Achsstummel tau
chen in ein Lagerauge am Laschenende ein und bilden gemeinsam eine
zweiteilige Lagerachse der Seilklemme.
Bei einem vorbekannten Feldabstandhalter fixieren die Achsstummel der
zweigeteilten Lagerachse außerdem jeweils einen elastischen O-Ring. Dieser
umgibt den Achsstummel in dessen Fußbereich ringförmig und wird bei der
Montage der Klemmbacke zwischen dessen Innenflanke und dem Lochrand
des Lagerauges eingeklemmt. Mit Hilfe dieser O-Ringe lassen sich störende
Geräusche und vorzeitiger Materialverschleiß des Feldabstandhalters aufgrund
der permanent auftretenden Relativbewegungen zwischen Klemmbacken und
Distanzlasche vermeiden.
Nachteilig bei dem vorbekannten Feldabstandhalter ist es, daß beide zusam
menwirkende Achsstummel in Sollmontagestellung in deren gesamten Um
fangsbereich in das Lagerauge etwa bis zur halben Lochtiefe eintauchen. Bei
einem versehentlichen Aufsitzen des Achsstummels auf dem Lochrand des
Lagerauges während der Montage weicht diese Fehlstellung der Klemmbacken
nur geringfügig von der ordnungsgemäßen Relativstellung der beiden Klemm
backen ab. Diese Fehlstellung wird einerseits vom Monteur nicht visualisiert
und ermöglicht andererseits immer noch eine Verspannung der beiden
Klemmbacken gegeneinander, auch wenn diese Verspannung nicht ord
nungsgemäß ist. Ein Aufsitzen des Achsstummels auf der Distanzlasche wird
deshalb vom Monteur oft nicht registriert und korrigiert. Die daraus resultie
renden Montagefehler führen aufgrund von Seilschwingungen zu Störge
räuschen, Beschädigungen und einer Lockerung der einzelnen Bestandteile
des Feldabstandhalters. Letztlich ist die Funktionssicherheit des Feldabstand
halters nicht gewährleistet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Montagesicherheit eines
Feldabstandhalters der eingangs näher genannten Art zu verbessern. Diese
Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche 1 und 8 gelöst.
Gemäß Anspruch 1 ist die axiale Wirklänge beider Achsstummel einer Lager
achse vergrößert, ohne die axiale Lochtiefe des Lagerauges zu verändern. Dies
wird erfindungsgemäß erzielt, indem die einander zugewandten Stirnenden
beider Achsstummel nach Art etwa eines Zahnes einer Hirth- bzw. Stirnver
zahnung in einem axialen Überdeckungsbereich mit einem Stirnvorsprung in
einanderstehen und daß die Stirnvorsprünge in dem Überdeckungsbereich je
weils einen Teil des Achsstummelumfanges bilden. Bei ordnungsgemäßer
Montage ist die Eintauchtiefe des Stirnvorsprunges deshalb größer als die
halbe Lochtiefe des Lagerauges. Bei einem versehentlichen Aufsitzen des
Stirnvorsprunges auf dem Lochrand des Lagerauges ist aufgrund der vergrö
ßerten Wirklänge des Achsstummels auch der Spannweg zwischen beiden
Klemmbacken erheblich vergrößert. Deshalb ist beim Aufsitzen des Stirnvor
sprungs auf dem Lochrand der Abstand zwischen der Innenflanke der Klemm
backe und der Distanzlasche derart groß, daß diese Fehlstellung vom Monteur
zuverlässig bemerkt wird. Vorzugsweise ist die Wirklänge der Achsstummel und
folglich auch der Spannweg derart dimensioniert, daß selbst der Versuch, die
beiden Klemmbacken gegeneinander zu verspannen, erfolglos bleibt. Beim
Versuch, die Klemmbacken dennoch gegeneinander zu drücken, entsteht zwi
schen beiden Klemmbacken eine große Schiefstellung, die einerseits vom
Monteur erkannt wird und andererseits die Fixierung eines Spannmittels, z. B.
das Durchführen einer Spannschraube durch die beiden Klemmbacken erst gar
nicht zuläßt.
Die erfindungsgemäßen Achsstummel ermöglichen außerdem bei deren Ein
tauchen in das Lagerauge eine gute Bewegungsführung und Arretierung der
Klemmbacken bei der Montage. Dies unterstützt die ordnungsgemäße und
gleichzeitig einfache Montage der Seilklemmen.
Es sei betont, daß die erfindungsgemäßen Achsstummel im Gegensatz zu einer
beispielsweise bei Zahnrädern üblichen Hirth- bzw. Stirnverzahnung keine
Drehmomente übertragen.
Anspruch 2 schlägt als Querschnittsform des Stirnvorsprunges etwa ein Halb
kreissegment vor. Dies unterstützt die Bewegungsführung des Achsstummels in
das Lagerauge. Außerdem ist dieser Stirnvorsprung fertigungstechnisch einfach
aus der Rohform eines zylindrischen Achsstummels herstellbar.
Anspruch 3 schlägt eine zusätzliche Maßnahme zum Vermeiden eines uner
wünschten Aufsitzens des Stirnendes eines Achsstummels auf dem Lochrand
des Lagerauges vor. Die Flanke des Stirnvorsprungs ist derart abgeschrägt,
daß sein Umfangsmantel im Fußbereich ein Bogenmaß von mehr als 180° auf
weist und deshalb das ordnungsgemäße Eintauchen des gegenüberliegenden
Achsstummels in das Lagerauge erzwingt, ohne daß sich der eintauchende
Achsstummel mit einem Teil seines Umfanges in unerwünschter Weise auf dem
Lochrand aufsetzen kann.
Anspruch 4 unterstützt eine gleichmäßige Bewegungsführung und Abstützung
der beiden miteinander zusammenwirkenden Achsstummel bei deren Eintau
chen in das Lagerauge.
Die Ansprüche 5 und 6 schlagen mehrere, über den Umfang der Achsstummel
verteilt angeordnete Stirnvorsprünge vor. Dies bietet eine noch größere Si
cherheit gegen ein versehentliches Aufsitzen eines Achsstummels auf den Lo
chrand des Lagerauges. Außerdem bewirkt die Vielzahl der Stirnvorsprünge
eine verbesserte gegenseitige Fixierung und Bewegungsführung der zusam
menwirkenden Achsstummel während deren Montage.
Insbesondere vermeiden bereits zwei diametral gegenüberliegende Stirnvor
sprünge eines Achsstummels zuverlässig dessen Aufsitzen auf dem Lochrand,
ohne daß hierzu ein Zusammenwirken mit einer abgeschrägten Flanke des
zweiten Achsstummels notwendig ist.
Gemäß Anspruch 7 sind die Stirnkanten mindestens der Stirnvorsprünge des
Achsstummels abgerundet. Die Achsstummel tauchen deshalb gewissermaßen
selbstzentrierend in das Lagerauge ein. Die Selbstzentrierung unterstützt
ebenfalls die einfache und ordnungsgemäße Montage der Klemmbacken.
In einer kinematischen Umkehr des Erfindungsprinzips gemäß Anspruch 1
schlägt Anspruch 8 eine Vergrößerung der wirksamen Lochtiefe des Lagerau
ges vor, um bei einem unerwünschten Aufsitzen eines Achsstummels auf dem
Lochrand wiederum einen derart großen Abstand bzw. großen Spannweg zwi
schen beiden Klemmbacken zu schaffen, der dem Monteur die Fehlstellung der
Klemmbacke gut visualisiert und/oder eine fehlerhafte Verspannung der beiden
Klemmbacken gegeneinander von vornherein unmöglich macht, wie bereits bei
den Vorteilsangaben zu Anspruch 1 erläutert.
Unabhängig von einer Ausgestaltung der Achsstummel gemäß den Ansprü
chen 1 bis 7 erzielt bereits die vergrößerte Lochtiefe das starke Auseinander
klaffen der beiden Klemmbacken, um die Fehlmontage einfach zu erkennen
oder von vornherein zu verhindern. In diesem Fall kann auch die in der Be
schreibungseinleitung als vorbekannt beschriebene Konstruktion der Achs
stummel ohne Beeinträchtigung der Montagesicherheit eingesetzt werden. Für
eine gute Bewegungsführung und Arretierung der Achsstummel bei deren
Montage ist es aber vorteilhaft, die größere Lochtiefe des Lagerauges mit einer
Konstruktion der Achsstummel gemäß den Ansprüchen 1 bis 7 zu kombinieren.
Gemäß Anspruch 9 besteht die die Lochtiefe vergrößernde Auflage aus Kunst
stoff. Sie ist deshalb kostengünstig herstellbar und austauschbar.
Gemäß Anspruch 11 sind die beiderseitigen Auflagen des Lagerauges Be
standteil einer Abdeckkappe, die montagetechnisch einfach auf das La
schenende aufgeschoben und daran ohne zusätzliche Maßnahmen selbsthaf
tend fixierbar ist. Dadurch ist auch die Handhabung und koaxiale Ausrichtung
der Auflagen bezüglich des Lagerauges vereinfacht. Die Auflagen sind vor
zugsweise einstückiger Bestandteil der Abdeckkappe. Weiterhin ermöglicht die
Abdeckkappe eine mechanisch stabile Lagerung der Innenflanken der
Klemmbacken in Sollmontagestellung. Zudem wirkt die Abdeckkappe als
Schutzschicht zwischen der Lasche und den Klemmbacken, so daß der Mate
rialverschleiß an diesen Bauteilen reduziert wird.
Die über die Seitenwände der Abdeckkappe hinausstehenden Auflagen können
einerseits die Lochtiefe vergrößern und bewirken andererseits eine verbesserte
Bewegungsführung der Achsstummel beim Eintauchen in das Lagerauge.
Ist der Überstandsbereich der Auflage als elastischer Ringwulst ausgebildet,
wird eine elastische Abstützung der Klemmbacken mit den Vorteilen der Ver
meidung von Störgeräuschen und Reduzierung von Materialverschleiß erzielt,
was bei den vorbekannten Seilklemmen erst durch die Verwendung zusätzli
cher O-Ringe erreicht wird. Erfindungsgemäß sind die Auflagen aber Bestand
teil des Lagerauges und erfüllen deshalb die Doppelfunktion der Lochtiefen
vergrößerung und der elastischen Abstützung ohne zusätzlichen Montage
oder Bauteileaufwand.
Der Erfindungsgegenstand wird anhand der in den Figuren dargestellten Aus
führungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1a, 1b die geschnittene Seitenansicht zweier gegeneinander verspann
barer Klemmbacken,
Fig. 2 die geschnittene Seitenansicht der die beiden Klemmbacken gemäß
Fig. 1a, 1b enthaltenden Seilklemme in loser Montagestellung am La
schenende,
Fig. 3 die Seilklemme gemäß Fig. 2 in verspannter Montagestellung,
Fig. 4 die Draufsicht auf das Stirnende des Achsstummels entsprechend
Pfeilrichtung IV in Fig. 1b,
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung etwa des Details V in Fig. 3 bei kleinem
Leiterseildurchmesser,
Fig. 6 die Detaildarstellung gemäß Fig. 5 bei großem Leiterseildurchmesser,
Fig. 7 die geschnittene Seitenansicht der beiden Klemmbacken am La
schenende mit einer weiteren Ausführungsform der Achsstummel,
Fig. 8 eine Schnittdarstellung des Achsstummels entsprechend etwa der
Schnittlinie VIII-VIII in Fig. 7,
Fig. 9 die geschnittene Seitenansicht der Seilklemme mit einer vorbekann
ten Ausführungsform der Achsstummel, jedoch mit einer vergrößerten
wirksamen Lochtiefe des Lagerauges am Laschenende,
Fig. 10 die geschnittene Seitenansicht der Abdeckkappe zur Vergrößerung
der wirksamen Lochtiefe entsprechend Schnittlinie X-X in Fig. 11,
Fig. 11 eine Draufsicht auf die Abdeckkappe entsprechend Pfeilrichtung XI in
Fig. 10.
Der in den Figuren nicht vollständig dargestellte Feldabstandhalter für Hoch
spannungsfreileitungen enthält als wesentliche Bestandteile eine die Leiter
seile 1 auf Abstand haltende Distanzlasche 2 und an den Laschenenden 3
angeordnete Seilklemmen 4 (Fig. 2). Die Seilklemme 4 wiederum enthält zwei
gegeneinander in Spannrichtung 5 verspannbare Klemmbacken 6 und ist ge
lenkig mit dem Laschenende 3 verbunden. Zu diesem Zweck ist das La
schenende von einem Lagerauge 7 durchsetzt. An den beiden in Spannrich
tung 5 einander zugewandten Innenflanken 8, 8′ ist jeweils ein Achsstummel 9, 9′
einstückig angeformt (Fig. 1a, 1b). In einer weiteren Ausführungsform der Seil
klemme 4 ist an den Innenflanken 8, 8′ ein Achsstummel 10, 10′ angeformt. Die
Achsstummel 10, 10′ unterscheiden sich konstruktiv von den Achsstummeln 9, 9′
in noch zu beschreibender Weise.
Die Achsstummel 9, 9′ bzw. 10, 10′ tauchen in Spannrichtung 5 in das zugeord
nete Lagerauge 7 ein und bilden gemeinsam die Lagerachse mit einer Mittel
längsachse 11. Die Stirnenden beider Achsstummel 9, 9′ bzw. 10, 10′ stehen
nach Art etwa eines Zahnes einer Hirth- bzw. Stirnverzahnung in einem axialen
Überdeckungsbereich mit einem Stirnvorsprung 12, 12′ bzw. 13, 13′ ineinander
(Fig. 2,7). In diesem axialen Überdeckungsbereich bilden die Stirnvorsprünge
12, 12′ bzw. 13, 13′ jeweils einen Teil des Umfanges der Achsstummel 9, 9′ bzw.
10, 10′ und vergrößern dadurch die axiale Wirklänge der Achsstummel 9, 9′ bzw.
10, 10′. Erfindungsgemäß tauchen deshalb beide Achsstummel 9, 9′ bzw. 10, 10′
einer Seilklemme 4 über die halbe Lochtiefe th hinweg in das Lagerauge 7 ein,
wenn die beiden Klemmbacken 6, 6′ gegeneinander verspannt sind (Fig. 5, 7).
Im Falle eines versehentlichen Aufsitzens z. B. des Stirnvorsprungs 12 auf dem
Lochrand 14 des Lagerauges 7 (Fig. 5, 6) klaffen aufgrund der großen axialen
Wirklänge des Stirnvorsprungs 12 die Klemmbacken 6,6′ derart weit ausein
ander, daß die Fehlstellung der Klemmbacke 6 gut visualisiert und/oder auf
grund des vergrößerten Spannweges in Spannrichtung 5 eine Verspannung der
beiden Klemmbacken 6, 6′ von vornherein unmöglich ist. Die Wirkungsweise
des Stirnvorsprungs 13 ist analog.
In der ersten Ausführungsform weisen die Stirnvorsprünge 12, 12′ der beiden
Achsstummel 9, 9′ im gegenseitigen Überdeckungsbereich die Querschnittsform
etwa eines Halbkreissegmentes auf (Fig. 4). Die einander zugewandten Flanken
beider Stirnvorsprünge 12, 12′ sind nach Art von Keilflanken 15, 15′ derart ab
geschrägt, daß der Umfangsmantel des Stirnvorsprungs 12 in dessen Fußbe
reich 16 über mehr als 180° reicht. Analoges gilt für den Fußbereich 16′ des
Stirnvorsprungs 12′ (Fig. 5). Die abgeschrägten Keilflanken 15, 15′ erzwingen
eine Bewegungsführung der beiden in das Lagerauge 7 eintauchenden Achs
stummel 9, 9′ derart, daß die sich an die Keilflanken 15, 15′ anschließenden,
axial verhältnismäßig flachen Stirnböden 17, 17′ auf jeden Fall in das Lager
auge 7 eintauchen müssen (Fig. 5, 6). Die Achsstummel 9, 9′ können deshalb
nur mit den verhältnismäßig langen Stirnvorsprüngen 12, 12′ auf den Lochrän
dern 14 aufsitzen.
Die beiden Keilflanken 15, 15′ weisen einen etwa gleichen Flankenwinkel auf
und sind in Sollmontagestellung der Achsstummel 9, 9′ mit Parallelabstand zu
einander angeordnet. Außerdem sind die beiden Achsstummel 9, 9′ in Axial
richtung derart dimensioniert, daß beim größten verwendeten Leiterseildurch
messer zwischen dem Stirnvorsprung 12 und dem axial gegenüberliegenden
Stirnboden 17′ sowie auch zwischen dem Stirnvorsprung 12′ und dem Stirn
boden 17 ein Radialspalt besteht (Fig. 6), während beim kleinsten verwendeten
Leiterseildurchmesser noch ein Radialspalt zwischen dem Stirnvorsprung 12
und dem Stirnboden 17′ erhalten bleibt (Fig. 5). Aufgrund dieser Dimensionie
rung wird ein gegenseitiges Festsetzen der Achsstummel 9, 9′ und eine daraus
resultierende eventuelle Blockierung der gegenseitigen Verspannung der
Klemmbacken 6, 6′ vermieden.
In einer zweiten Ausführungsform enthalten die beiden Achsstummel 10, 10′
einer Lagerachse mehrere identische Stirnvorsprünge 13, 13′. Dies ist anhand
von Fig. 8 gut erkennbar. Der Achsstummel 10′ enthält zwei gleichmäßig über
dessen Umfang verteilte, d. h. diametral einander gegenüberliegende Stirnvor
sprünge 13′. Die Stirnvorsprünge 13, 13′ haben die Querschnittsform etwa eines
Viertelkreissegmentes. Der zentrale Bereich der Achsstummel 10, 10′ ist
schachtartig ausgespart, so daß die Flanken 18, 18′ der Stirnvorsprünge 13, 13′
zusammen einen axialen, im Querschnitt quadratischen Flankenschacht 19
begrenzen. Der Flankenschacht 19 gewährleistet, daß sich die Achsstum
mel 10, 10′ beim Eintauchen in das Lagerauge 7 nicht gegenseitig behindern.
Die Stirnkanten 20, 20′ der Achsstummel 9, 9′ sind in einer weiteren Ausfüh
rungsform stärker abgerundet, als es in Fig. 5 und 6 der Fall ist. Sie tauchen
dann selbstzentrierend in das zugeordnete Lagerauge 7 ein. Analoges gilt für
die Stirnkanten 21, 21′ der Stirnvorsprünge 13, 13′. Für die Selbstzentrierung
können alternativ oder zusätzlich die Lochränder 14 abgerundet sein.
In den Ausführungsbeispielen der Seilklemme 4 gemäß Fig. 1 bis Fig. 8 ent
halten die Flanken 8, 8′ jeweils eine Ringrinne 22. Sie umgibt die Achsstum
mel 9, 9′, 10, 10′ konzentrisch und nimmt einen elastischen O-Ring 23 auf, der
den zugeordneten Achsstummel 9, 9′, 10, 10′ formschlüssig umgibt. Bei ord
nungsgemäßer Verspannung der beiden Klemmbacken 6,6′ gegeneinander
werden die O-Ringe 23 zwischen dem Laschenende 3 und den Innenflan
ken 8, 8′ komprimiert (Fig. 3). Die Verwendung des O-Ringes 23 in der Art und
Weise gemäß Fig. 1 bis Fig. 8 ist vorbekannt und für die erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Achsstummel 9, 9′, 10, 10′ nicht notwendig. Der Einsatz der
O-Ringe 23 ist aber vorteilhaft, da deren elastische Abstützwirkung Störge
räusche und vorzeitigen Materialverschlei ß des Feldabstandhalters vermeiden
bzw. reduzieren.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Seilklemme 4 sind an den Innenflan
ken 8, 8′ der Klemmbacken 6,6′ vorbekannte Achsstummel 24, 24′ angesetzt
(Fig. 9). Die für die gewünschte erhöhte Montagesicherheit eigentlich nachtei
lige Konstruktion der Achsstummel 24, 24′ wird erfindungsgemäß dadurch
ausgeglichen, daß die Lochränder 14 des Lagerauges 7 von jeweils einem
Auflagering 25 abgedeckt sind. Er vergrößert die wirksame Lochtiefe tw des
Lagerauges 7 und bewirkt eine koaxiale Ausrichtung der Achsstummel 24, 24′.
Der Innendurchmesser der Auflageringe 25 entspricht etwa dem Lochdurch
messer des Lagerauges 7. Die Auflageringe 25 wirken als Lochränder des La
gerauges 7. Bei einem versehentlichen Aufsitzen der Achsstummel 24, 24′ auf
diesen Lochrändern wird deshalb das erwünschte große Auseinanderklaffen
der beiden Klemmbacken 6, 6′ bzw. der vergrößerte Spannweg zwischen beiden
Klemmbacken 6,6′ erzielt, ohne daß hierzu die Ausgestaltung der Achsstum
mel 9, 9′, 10, 10′ notwendig ist. Selbstverständlich können die Achsstummel 24, 24′
aber auch durch die Achsstummel 9, 9′ bzw. 10, 10′ ersetzt werden und ver
bessern die Montagesicherheit zusätzlich. Notwendig bei den Achsstum
meln 24, 24′ ist es, daß sie eine solche Überstehlänge über die Innenflan
ken 8, 8′ der Klemmbacken 6,6′ aufweisen, daß sie in Sollmontagestellung in
das Lagerauge 7 hineinreichen (Fig. 9).
Die beiderseits des Lagerauges 7 angeordneten Auflageringe 25 bestehen aus
elastischem Kunststoff und sind einstückiger Bestandteil einer auf das La
schenende 3 aufschiebbaren Abdeckkappe 26. Die Auflageringe 25 stehen
über die Seitenwände der Abdeckkappe 26 nach außen hinaus und weisen im
Überstandsbereich die Form etwa eines Ringwulstes 27 auf. Die Auflage
ringe 25 erfüllen mit ihren Ringwulsten 27 zusätzlich die Funktion der
O-Ringe 23 gemäß Fig. 1 bis Fig. 8, ohne daß hierzu zusätzliche Bauteile not
wendig sind. Die abgerundete Oberfläche der Ringwulste 27 bewirkt außerdem
eine selbsttätige Zentrierung der Achsstummel 24, 24′ bei deren Eintauchen in
das Lagerauge 7.
Bezugszeichenliste
1 Leiterseil
2 Distanzlasche
3 Laschenende
4 Seilklemme
5 Spannrichtung
6, 6′ Klemmbacken
7 Lagerauge
8, 8′ Innenflanke
9, 9′ Achsstummel
10, 10′ Achsstummel
11 Mittellängsachse
12, 12′ Stirnvorsprung
13, 13′ Stirnvorsprung
14 Lochrand
15, 15′ Keilflanke
16, 16′ Fußbereich
17, 17′ Stirnboden
18, 18′ Flanke
19 Flankenschacht
20, 20′ Stirnkante
21, 21′ Stirnkante
22 Ringrinne
23 O-Ring
24, 24′ Achsstummel
25 Auflagering
26 Abdeckkappe
27 Ringwulst
t Lochtiefe
th halbe Lochtiefe
tw wirksame Lochtiefe
2 Distanzlasche
3 Laschenende
4 Seilklemme
5 Spannrichtung
6, 6′ Klemmbacken
7 Lagerauge
8, 8′ Innenflanke
9, 9′ Achsstummel
10, 10′ Achsstummel
11 Mittellängsachse
12, 12′ Stirnvorsprung
13, 13′ Stirnvorsprung
14 Lochrand
15, 15′ Keilflanke
16, 16′ Fußbereich
17, 17′ Stirnboden
18, 18′ Flanke
19 Flankenschacht
20, 20′ Stirnkante
21, 21′ Stirnkante
22 Ringrinne
23 O-Ring
24, 24′ Achsstummel
25 Auflagering
26 Abdeckkappe
27 Ringwulst
t Lochtiefe
th halbe Lochtiefe
tw wirksame Lochtiefe
Claims (15)
1. Feldabstandhalter für Hochspannungsfreileitungen
- - mit einer die Leiterseile (1) auf Abstand haltenden, an ihren Enden (3) von Lageraugen (7) durchsetzten Distanzlasche (2) und
- - mit an den Laschenenden (3) angeordneten, zwei gegeneinander verspannbare Klemmbacken (6,6′) enthaltende Seilklemmen (4),
wobei zwei miteinander zusammenwirkende Klemmbacken (6, 6′) bei ihrer
Verspannung mit jeweils einem an einer Innenflanke (8, 8′) angesetzten
Achsstummel (9, 9′, 10, 10′) in Richtung aufeinander in das zugeordnete
Lagerauge eintauchen und gemeinsam die Lagerachse der Seilklemme
bilden,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Stirnenden beider Achsstummel (9, 9′, 10, 10′) nach Art etwa ei nes Zahnes einer Hirth- bzw. Stirnverzahnung in einem axialen Überdeckungsbereich mit einem Stirnvorsprung (12, 12′, 13, 13′) inein anderstehen und
- - daß in diesem axialen Überdeckungsbereich die Stirnvor sprünge (12, 12′, 13, 13′) jeweils einen Teil des Achsstummelumfanges bilden und dadurch die axiale Wirklänge des Achs stummels (9, 9′, 10, 10′) vergrößern.
2. Feldabstandhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Stirnvorsprung (12, 12′) eines jeden Achsstummels (9, 9′) im gegen
seitigen Überdeckungsbereich die Querschnittsform etwa eines Halbkreis
segmentes aufweist.
3. Feldabstandhalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einander zugewandten Flanken beider Stirnvorsprünge (12, 12′) nach
Art von Keilflanken (15, 15′) derart abgeschrägt sind, daß der Umfangsmantel
eines Stirnvorsprungs (12, 12′) in dessen Fußbereich (16, 16′) über mehr als
180° reicht.
4. Feldabstandhalter nach Anspruch 3,
gekennzeichnet durch
einen etwa gleichen Flankenwinkel der beiden Keilflanken (15, 15′).
5. Feldabstandhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Stirnvorsprünge (13, 13′) beider Achsstummel (10, 10′) einer
Lagerachse im gegenseitigen Überdeckungsbereich ineinanderstehen.
6. Feldabstandhalter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Stirnvorsprünge (13, 13′) eines Achsstummels (10, 10′) gleich
mäßig über dessen Umfang verteilt sind.
7. Feldabstandhalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnkanten (20, 20′, 21, 21′) mindestens der Stirnvor
sprünge (12, 12′, 13, 13′) des Achsstummels (9, 9′, 10, 10′) abgerundet sind.
8. Feldabstandhalter für Hochspannungsfreileitungen
- - mit einer die Leiterseile (1) auf Abstand haltenden, an ihren Enden (3) von Lageraugen (7) durchsetzten Distanzlasche (2) und
- - mit an den Laschenenden (3) angeordneten, zwei gegeneinander ver spannbare Klemmbacken (6,6′) enthaltende Seilklemmen (4),
wobei zwei miteinander zusammenwirkende Klemmbacken (6, 6′) bei ihrer
Verspannung mit jeweils einem an einer Innenflanke (8, 8′) angesetzten
Achsstummel (9, 9′, 10, 10′, 24, 24′) in Richtung aufeinander in das zuge
ordnete Lagerauge (7) eintauchen und gemeinsam die Lagerachse der
Seilklemme (4) bilden, insbesondere nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Lochränder (14) der Lageraugen (7) von jeweils einer die wirksame Lochtiefe (tw) vergrößernden und dabei eine koaxiale Aus richtung der Achsstummel (9, 9′, 10, 10′, 24, 24′) bewirkenden Auflage, insbesondere von einem Auflagering (25) mit etwa dem Lochdurch messer entsprechenden Innendurchmesser abgedeckt sind und
- - daß die Achsstummel (9, 9′, 10, 10′, 24, 24′) eine solche Überstehlänge über die Innenflanken (8, 8′) der Klemmbacken (6, 6′) aufweisen, daß sie in Sollmontagestellung in das Lagerauge (7) hineinreichen.
9. Feldabstandhalter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflage aus einem Kunststoff besteht.
10. Feldabstandhalter nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoff elastisch ist.
11. Feldabstandhalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiderseitigen Auflagen Bestandteil einer auf das Laschenende (3)
aufgeschobenen Abdeckkappe (26) sind.
12. Feldabstandhalter nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiderseitigen Auflagen über die Seitenwände der Abdeckkappe (26)
nach außen hinausstehen.
13. Feldabstandhalter nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflagen im Überstandbereich die Form etwa eines Ringwulstes (27)
aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995121618 DE19521618C2 (de) | 1995-06-14 | 1995-06-14 | Feldabstandhalter für Hochspannungsfreileitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995121618 DE19521618C2 (de) | 1995-06-14 | 1995-06-14 | Feldabstandhalter für Hochspannungsfreileitungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19521618A1 true DE19521618A1 (de) | 1996-12-19 |
| DE19521618C2 DE19521618C2 (de) | 1998-07-23 |
Family
ID=7764353
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995121618 Expired - Lifetime DE19521618C2 (de) | 1995-06-14 | 1995-06-14 | Feldabstandhalter für Hochspannungsfreileitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19521618C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN115566620A (zh) * | 2022-09-02 | 2023-01-03 | 国网山东省电力公司巨野县供电公司 | 一种电力电缆线路架设分线器 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT167392B (de) * | 1949-07-08 | 1950-12-27 | Siemens Schuckertwerke Gmbh | Seilklemme zur Verbindung der Abstandhalter mit den Teilleiterseilen in Bündelleitern |
| DE7432772U (de) * | 1974-09-30 | 1975-01-09 | Lancier P Kg | Abstandhalter für Hochspannungs-Freileitungsseile |
-
1995
- 1995-06-14 DE DE1995121618 patent/DE19521618C2/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT167392B (de) * | 1949-07-08 | 1950-12-27 | Siemens Schuckertwerke Gmbh | Seilklemme zur Verbindung der Abstandhalter mit den Teilleiterseilen in Bündelleitern |
| DE7432772U (de) * | 1974-09-30 | 1975-01-09 | Lancier P Kg | Abstandhalter für Hochspannungs-Freileitungsseile |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN115566620A (zh) * | 2022-09-02 | 2023-01-03 | 国网山东省电力公司巨野县供电公司 | 一种电力电缆线路架设分线器 |
| CN115566620B (zh) * | 2022-09-02 | 2023-04-14 | 国网山东省电力公司巨野县供电公司 | 一种电力电缆线路架设分线器 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19521618C2 (de) | 1998-07-23 |
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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