DE19520390C1 - Einstückiges Möbelgestell - Google Patents
Einstückiges MöbelgestellInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein einstückiges Möbelgestell aus Kunst
stoff mit Beinen, die über Rohraufnahmen mit einer Platte verbunden
sind.
Eine derartige Gestaltung befindet sich auf dem Markt und ist in dem
Prospekt "STRAX" der Firma Casala (Casala Möbel-Werke GmbH, Neu-Ulm)
dargestellt.
Bei dieser Gestaltung bildet die relativ kurze Rohraufnahme, die sich
über dem Bereich der Platte und ihrer Halterung erstreckt, eine kritische
Stelle, da von der Rohraufnahme die Stabilität des Möbelgestells, ins
besondere wenn es sich dabei um ein Sitzmöbel handelt, abhängt.
Weiterhin ist die Konstruktion des von der Rohraufnahme umschlossenen
Beins aufwendig, da sie vom Bein her gesehen die Rohraufnahme nur
teilweise ausfüllt und die dem Bein abgewandte Seite durch einen Stop
fen abgedeckt ist, für den eine besondere Verbindung mit dem im
Inneren der Rohraufnahme befindlichen Bein vorgesehen ist. Hierdurch
wird die Stabilität der insgesamt von der Rohraufnahme umfaßten Teile
gemindert und außerdem führt der konstruktive Aufwand für diese
Verbindung zu entsprechend hohen Materialkosten und Herstellungs
kosten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene
Gestaltung hinsichtlich Stabilität und technischem Aufwand zu verbessern
bzw. zu vereinfachen. Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, daß die
Rohraufnahmen bis zum Boden reichen und Beine bilden, in die minde
stens ein eingepaßter Stützstab eingeschoben ist.
Aufgrund der gegenüber der bekannten Gestaltung vorgesehenen Ver
längerung der Rohraufnahmen bis zum Boden, durch die die Rohrauf
nahmen die Funktion der Beine übernehmen, ergibt sich die optisch
attraktive Möglichkeit der Einfügung von mindestens jeweils einem
Stützstab, der sich über die gesamte Länge der Rohraufnahme bzw. des
Beins erstrecken und damit über die gesamte Länge des Beines seine
volle Stabilitätswirkung entfalten kann. Es ist aber natürlich auch mög
lich, den Stützstab verkürzt auszubilden, so daß er sich nicht vollständig
bis zum bodenseitigen Ende des jeweiligen Beines erstreckt. Dies hängt
von der Stabilität des für das Möbelgestell verwendeten Kunststoffs ab.
Bei dem Stützstab handelt es sich vorzugsweise um einen Metallstab, es
ist aber natürlich auch hartes Holz oder ein hierfür besonders geeigneter
Kunststoff verwendbar. Dabei spielt das Aussehen des Stützstabes keine
Rolle, da er von der Rohraufnahme vollständig umgeben wird, so daß
allein deren Aussehen diesbezüglich die optische Attraktivität des betref
fenden Möbelgestells bestimmt. Der Stützstab kann auch aus mehreren,
aneinander anschließenden Stücken bestehen.
Insbesondere bei einer Gestaltung des Möbelgestells als Sitzmöbel ist es
zweckmäßig, die in mehrere Rohraufnahmen eingeschobenen Stützstäbe
miteinander zu verbinden. In diesem Falle benutzt man eine aus der
Rohraufnahme herausragende Länge der Stützstäbe als Halterung für eine
Verbindung zweier benachbarter Stützstäbe, die dann als Rückenlehne
verwendbar ist. Dabei kann die Rückenlehne ein eigenes Kunststoffteil
sein, das mit eigenen kurzen Rohraufnahmen versehen ist, in die dann
die Enden der Stützstäbe eingeschoben werden. Es ist aber auch mög
lich, die Stützstäbe selbst miteinander zu verbinden, wozu diese auf der
Seite der Verbindung, wo sie aus den Rohraufnahmen herausragen, in
Richtung auf den jeweils anderen Stützstab abgebogen sind. Im Falle
der Verbindung zweier benachbarter Stützstäbe handelt es sich dann
zweckmäßig um eine U-förmige Gestaltung der beiden Stützstäbe mit
ihrer Verbindung.
Derartige Verbindungen können zweckmäßig als Armlehnen verwendet
werden. Außerdem können solche Verbindungen auch dazu dienen, dem
betreffenden Möbelgestell, insbesondere einem Sitzmöbel, als sich zwi
schen zwei Stützstäben erstreckende gestreckte Auflage gegenüber dem
Boden zu dienen. Derartige Kufen, die zwei benachbarte Stützstäbe
verbinden, verwendet man günstig besonders dann, wenn es sich um
Stühle handelt, die häufig hin- und hergeschoben werden müssen.
In den Figuren sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen auf ein Bein beschränkten Ausschnitt eines Möbelgestells
mit einzuführendem Stützstab,
Fig. 2 ein Sitzmöbel mit dem Möbelgestell, den einzuführenden Stütz
stäben, der Sitzplatte und der Rückenlehne,
Fig. 3 die fertiggestellte Gestaltung des Sitzmöbels gemäß Fig. 2,
Fig. 4 das Möbelgestell für einen Hocker mit Armlehnen,
Fig. 5 das Möbelgestell für ein Sitzmöbel mit Kufen.
Fig. 6 die Gestaltung des oberen Endes eines Stützstabes.
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem einstückigen Möbelgestell aus
Kunststoff, der sich lediglich auf ein Bein und die daran befestigte
Konstruktion für eine Platte bezieht. Dargestellt ist die ein Bein bilden
de Rohraufnahme 1, die über angeformte Tragteile 2 in die Stützkon
struktion 3 für eine nicht dargestellte Platte übergeht. Eine derartige
Stützkonstruktion ist bekannt. Die Rohraufnahme 1 erstreckt sich über
die gesamte Höhe der Stützkonstruktion 3 und reicht bis zum Boden, auf
den das Möbelgestell abzustellen ist. Um der zusammen mit der Stütz
konstruktion 3 aus dem gleichen Kunststoff geformten Rohraufnahme die
notwendige Stabilität zu geben, insbesondere im Bereich der Tragteile 2,
ist zum Einschieben in den Innenraum 4 der Rohraufnahme der Stütz
stab 5 vorgesehen, der hier vor seinem Einschieben oberhalb der Rohr
aufnahme 1 dargestellt ist. Das Einschieben des Stützstabes 5 erfolgt in
Richtung des eingezeichneten Pfeils, bis der Stützstab 5 im wesentlichen
die gesamte Länge der Rohraufnahme 1 ausfüllt. Dabei kann der
Stützstab 5 eine solche Länge besitzen, daß er die Rohraufnahme 1 von
ihrem oberen Ende 6 bis zu ihrem unteren Ende 7 vollständig ausfüllt,
womit der Rohraufnahme 1 die höchstmögliche, durch den Stützstab 5
gegebene Stabilität übertragen wird. Es ist aber natürlich auch möglich,
den Stützstab 5 in einem gewissen Abstand vom unteren Ende 7 ändern
zu lassen, insbesondere dann, wenn aus Gründen der optischen Attraktivi
tät oder der Schonung des Bodens in das untere Ende 7 ein Pfropfen
eingesetzt werden sog.
Der in Fig. 1 dargestellte Stützstab 5 besteht aus Grundmaterial, dessen
Durchmesser so gewählt ist, daß der Stützstab sich bei seinem Einführen
in die Rohraufnahme in diese satt einpaßt. Dies kann z. B. dadurch
geschehen, daß der das Material der Rohraufnahme 1 bildende Kunst
stoff erhitzt wird, woraufhin der Stützstab 5 eingeschoben wird, um den
sich dann beim Erkalten des Materials der Rohraufnahme 1 dieses fest
um den Stützstab 5 zieht. Der Stützstab 5 besteht vorzugsweise aus
Metall, es ist aber auch möglich, hierfür ein hartes Holz oder einen
entsprechend harten Kunststoff zu verwenden. Dabei kann es sich bei
dem Stützstab 5 sowohl um Massivmaterial als auch um Rohrmaterial
handeln.
In Fig. 2 sind die Einzelteile eines Sitzmöbels dargestellt, und zwar als
sogenannte Explosivzeichnung, in der ihre Einzelteile auseinandergezogen
vor ihrem Zusammenbau dargestellt sind. Wie ersichtlich sind für die
vier Rohraufnahmen 1 die Stützstäbe 5 und 8 vorgesehen, von denen die
Stützstäbe 5 entsprechend der Erläuterung zur Fig. 1 so lang gewählt
sind, daß sie sich über die gesamte Länge der Rohraufnahmen erstrecken.
Bei den Stützstäben 8 handelt es sich um solche, die aus den
oberen Enden 6 der hinteren beiden Rohraufnahmen 1 herausragen und
mit ihren überstehenden Längen 11 zur Halterung einer Rückenlehne 10
dienen (siehe hierzu auch Fig. 3).
Durch Einschieben der Stützstäbe 5 und 8 in die Rohraufnahmen 1
gemäß der eingezeichneten Pfeilrichtung entsteht dann das Möbelgestell,
auf dessen Stützkonstruktion 3 die Platte 9 aufgelegt und gegebenenfalls
angeklebt wird. Die Rückenlehne 10 besitzt an ihren seitlichen Enden
die rohrartigen Aufnahmen 12, in die die überstehenden Längen 11 der
Stützstäbe 8 eingeschoben werden.
In Fig. 3 ist die fertige Gestaltung des in der Fig. 2 angedeuteten
Sitzmöbels dargestellt, bei dem die überstehenden Längen 11 mit der auf
diese aufgeschobenen Rückenlehne 10 gezeigt ist.
In der Fig. 4 ist ein für die Gestaltung eines Hockers vorgesehenes
Möbelgestell dargestellt, bei dem über die Stützkonstruktion 3 hinaus
ragende Rohraufnahmen 13 dargestellt sind, die oberhalb der Stützkon
struktion 3 die Verlängerungen 14 bilden. Die Verlängerungen 14 bilden
dabei mit den Rohraufnahmen 13 jeweils ein durchgehendes Rohr.
Diese Verlängerungen 14 werden hier dazu benutzt, um als U-förmige
Bügel ausgebildete Armlehnen 15 aufzunehmen, die sich in die in die
Rohraufnahmen 13 eingeschobene Stützstäbe fortsetzen. Die Armlehnen
15 bestehen demnach aus den in Fig. 4 nicht sichtbaren, die Rohrauf
nahmen 13 ausfüllenden Stützstäben, die dann aus den Verlängerungen
14 herausragen und jeweils eine auf eine benachbarte Verlängerung
hinweisende Umbiegung auslaufen, so daß sich damit die vorstehend
erwähnte U-förmige Gestaltung ergibt. Es handelt sich hierbei um eine
besonders stabile Konstruktion, da die Stützstäbe zweier benachbarter
Rohraufnahmen 13 einstückig über die betreffende Armlehne 15 mitein
ander verbunden sind.
In Fig. 5 ist eine Variante zu der Gestaltung gemäß Fig. 4 dargestellt,
bei der nur die hinteren Rohraufnahmen 13 in die Verlängerungen 14
übergehen. Diese können dann gegebenenfalls über eine U-förmige
Verbindung zur Anbringung einer Rückenlehne verwendet werden. In
die unteren Enden 7 der Stützstäbe 1 und 13 sind hier die U-förmig
gestalteten Kufen 16 eingeschoben, mit denen das betreffende Sitzmöbel
sich gegenüber dem Boden abstützt. Die Kufen 16 können ähnlich der
Gestaltung gemäß Fig. 4 durchgehend in die nicht sichtbaren Stützstäbe
übergehen, die in die Rohraufnahmen 1 und 13 eingeschoben sind. Es
ist aber natürlich auch möglich, die Kufen 16 mit nur kurzen, in die
Enden 7 hineinragenden Stümpfen zu versehen, wozu die Stützstäbe
entsprechend verkürzt auszubilden sind.
In der Fig. 6 ist eine Gestaltung des oberen Endes eines Stützstabes 17
dargestellt, der für die Aufnahme eines Abdeckstopfens ausgebildet ist,
durch den der betreffenden Seite der Rohraufnahme 1 ein formschöner
Abschluß gegeben wird. Der Stützstab 17 endet daher ein kurzes Stück
oberhalb des oberen Endes 6 der Rohraufnahme 1 und läßt hier Platz
für die Aufnahme des Abdeckstopfens 18, der mit seinem Rand 19 das
obere Ende 6 der Rohraufnahme 1 abdeckt. Um dem Abdeckstopfen 18
einen sicheren Sitz sowohl in der Rohraufnahme 1 als auch dem hier
rohrartig ausgebildeten Stützstab 17 zu geben, besitzt der Abdeckstopfen
18 eine gegenüber ihren Zapfen 20 im Durchmesser vergrößerte Erwei
terung 21. Der Zapfen 20 sitzt satt in dem Stützstab 17. In der Fig.
6 sind die vom oberen Ende 6 der Rohraufnahme 1 umfaßten Teile des
Abdeckstopfens 18 mit einem Abstand von der Rohraufnahme 1 gezeich
net, was hier nur aus Gründen der Deutlichkeit der Darstellung ge
schieht. In Wirklichkeit liegen die betreffenden Teile im wesentlichen
satt aneinander an.
Claims (6)
1. Einstückiges Möbelgestell aus Kunststoff mit Beinen, die über Rohr
aufnahmen (1, 13) mit einer Platte verbunden sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rohraufnahmen (1, 13) bis zum Boden reichen
und jeweils die Beine bilden, in die mindestens ein eingepaßter
Stützstab (5, 8, 17) eingeschoben ist.
2. Einstückiges Möbelgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützstab (5, 8, 17) sich im wesentlichen über die gesamte
Länge des Beins erstreckt.
3. Möbelgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in
mehrere Rohraufnahmen miteinander verbundene Stützstäbe (8)
eingeschoben sind.
4. Möbelgestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
miteinander verbundenen Stützstäbe (15, 16) aus den betreffenden
Rohraufnahmen (1, 13) auf der Seite der Verbindung der Stützstäbe
herausragen und in Richtung auf den jeweils anderen Stützstab
abgebogen sind.
5. Möbelgestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindung benachbarter Stützstäbe als Armlehne (15) dient.
6. Möbelgestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindung benachbarter Stützstäbe als Rückenlehne (10) dient.
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