DE19520085C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von homogenisiertem Müll - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von homogenisiertem MüllInfo
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine
Vorrichtung zur Herstellung von homogenisiertem Müll, der
einer Verbrennung zugeführt wird.
Bisher wird Müll per LKWs angeliefert, in einen
Bunker befördert und von dort über einen Greifer
intermittierend einem Ofen mit Rostfeuerung zugeführt.
Seit der Separierung von Kunststoff- und Papiermüll vom
übrigen Müll hat das spezifische Gewicht des
angelieferten Mülls erheblich zugenommen und sich die
Konsistenz des Müll vollständig verändert. Dies führt zu
Problemen bei der Verbrennung, sei es, daß zur
Verbrennung Müll völlig unterschiedlicher Konsistenz
ansteht, der sowohl in seiner Zusammensetzung als auch in
seiner Fördermenge erheblich schwankt. Hinzu tritt ein
unerwünschter Verdichtungsprozeß des Mülls bei seiner
Beförderung aus dem Bunker zur Rostfeuerung mittels eines
Greiferkranes. Aufgrund der dadurch bedingten erheblich
schwankenden Brennwerte des Mülls treten Probleme bei
seiner Verbrennung auf.
Nach einem durch offenkundige Benutzung bekannt
gewordenen Verfahren eines weithin angesehenen
Unternehmens hat man diesem Problem dadurch beizukommen
versucht, daß mittels eines Greiferarmes der Müll aus
einem Müllbunker in einen Schredder befördert wurde, dort
zerkleinert und am Ausgang des Schredders über eine
Förderschnecke einem Drehrohrofen zugeführt wurde. In dem
Drehrohrofen wurde der Müll einer Schwelverbrennung
unterworfen und sodann nach Zündung der Schwelgase
verbrannt. Auch bei diesem Verfahren treten erhebliche
Probleme aus den vorgenannten Gründen der völlig
unterschiedlichen Konsistenz und Menge des zu
verbrennenden Mülls auf.
Nach einem weiteren bekannten Verfahren gemäß der
DE 39 26 762 C2 hat man versucht, Abfall für
Müllverbrennungsanlagen dadurch zu homogenisieren, daß
über drei parallele gleich ausgebildete Linien mit je
einer Container-Entladestation und einer
Zerkleinerungsanlage der aus den Containern ausgestoßene
Abfall über einen Aufgabetrichter einem Förderband
zugeführt wird, auf dem das Abfallmaterial zu der
Zerkleinerungsanlage gefördert wird, die den Abfall für
eine für die nachfolgenden Arbeitsgänge optimale Größe
bricht. Der zerkleinerte Abfall gelangt sodann über eine
weitere Förderbandanlage mit einem Magnetabscheider zu
einer Siebstation, die als Trommel- oder Flächensieb
ausgebildet ist. Von der Siebstation wiederum wird der
Abfall über ein drittes Förderband in einem
Zwischenbehälter deponiert, in welchem das Material aus
allen drei Aufbereitungslinien zusammenfließt. Über einen
Räumer wird aus diesem Zwischenbehälter Abfall aus den
drei unterschiedlichen Chargen kontinuierlich auf ein
weiteres und somit viertes vorbeiführendes Förderband
aufgegeben, welches den Abfall in Aufgabetrichtern einer
Müllverbrennungsanlage zuführt. Auch hier bleibt die
Zusammensetzung des in die Müllverbrennungsanlage
gelangenden Abfalls weitgehend dem Zufall überlassen, weil
es in jedem Fall inhomogen aus drei unterschiedlichen
Aufbereitungslinien von dem Räumer auf das letztgenannte
Förderband geschoben wird und von diesem zur
Müllverbrennungsanlage gelangt.
In der US-PS 4,015,546 wird ein Verfahren zur
Aufbereitung von Müll offenbart, in welchem mit einem
außergewöhnlich hohen apparativen Aufwand (s. Fig. 1)
zunächst Glas, Metall und andere nicht brennbare Stoffe
aus dem Müll entfernt, die Reststoffe auf relativ kleine
Korngrößen geschreddert werden und in das verbleibende
Restgemisch brennbare Luft geblasen wird. Die kleinen
Partikel des brennbaren Mülls innerhalb der
Verbrennungskammer haben eine vorbestimmbare Temperatur
und unterschiedliche Partikel, die durch eine
Zyklonbewegung gemischt werden. Die Mischung findet hier
also bereits während der Verbrennung statt und zudem
durch eine sehr kostenaufwendige Windsichterbewegung.
Aufgrund der Inhomogenität des zu verbrennenden Mülls
bleibt auch bei diesem Verfahren dessen Brennwert dem
Zufall überlassen.
Von diesem Stand der Technik ausgehend, liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Herstellung von Müll zu schaffen, der
sich weitgehend aus gleichbleibenden sowie weitgehend
homogenisierten Bestandteilen zusammensetzt und am
Verfahrens- und Vorrichtungsausgang in gleichbleibender
Durchsatzmenge zur Verbrennung ansteht.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung
verfahrensmäßig dadurch gelöst, daß der gesamte Müll
mindestens einmal auf ein bestimmtes Korngrößenspektrum
durchgesiebt, das abgesiebte Überkorn auf das
Korngrößenspektrum zerkleinert, das zerkleinerte mit dem
durchgesiebten Korngrößenspektrum zusammengeführt und
mittels einer Zwangsmischung homogenisiert wird. Durch
diese Verfahrensweise wird in einem definierbaren
Zeitraum durch die Abstimmung der einzelnen
Verfahrensschritte aufeinander ein vollständig
homogenisierter und damit in seiner Konsistenz
gleichbleibender Müll eines bestimmten
Korngrößenspektrums geschaffen, der mit gleichbleibender
Durchsatzmenge zur Verbrennung ansteht. Dabei sorgt die
Zwangsmischung sowohl für eine etwa gleichbleibende
Zusammensetzung der einzelnen Müllbestandteile als auch
für einen damit gleichbleibenden Brennwert und ein etwa
gleiches spezifisches Gewicht des Mülls, wodurch die mit
ihm zusammenhängenden Probleme während der anschließenden
Verbrennung erheblich gemindert werden.
Dabei wird vorteilhaft das Korngrößenspektrum der
herzustellenden Müllmischung auf einen optimalen
Durchsatz der Zwangsmischung abgestimmt. Damit bestimmt
die Zwangsmischung entscheidend den zeitlichen Ablauf der
Herstellung des homogenisierten Mülls.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
werden die Zuführgeschwindigkeit des aufzubereitenden
Mülls und die Durchsatzgeschwindigkeit der
homogenisierten Müllmischung in der Zwangsmischung derart
aufeinander abgestimmt, daß die Durchsatzmenge der
hergestellten Müllmischung am Austritt der Zwangsmischung
etwa konstant gehalten wird. Als besonders vorteilhaft
hat sich die Herstellung einer homogenisierten
Müllmischung mit einem Korngrößenspektrum zwischen 0 mm
und 200 mm herausgestellt. Diese homogenisierte
Müllmischung kann sodann wahlweise einer
Schwelverbrennung zugeführt und nach der Zündung der
Schwelgase die verschwelte Müllmischung verbrannt oder
gebunkert und sodann einer konventionellen Verbrennung
mit Schlackenabzug zugeführt werden.
Vorrichtungsmäßig wird die der Erfindung
zugrundeliegende Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Vorrichtung zur Durchführung des Herstellungsverfahrens
aus einer hintereinander angeordneten Zuführeinrichtung,
mindestens einer Siebeinrichtung, einer
Zerkleinerungseinrichtung, einer Transporteinrichtung und
einem Zwangswellenmischer gebildet ist.
Dabei besteht die Zuführeinrichtung vorteilhaft aus
einem Plattenförderband, dessen Aufgabebereich ein Bunker
und/oder eine Fahrbühne für den Müll anliefernden
Lieferfahrzeuge vorgeordnet und dessen Ausgangsbereich
der Siebeinrichtung zugeordnet ist. Bei der Ausbildung
der Siebeinrichtung sind mehrere alternative
Ausführungsformen möglich:
Nach drei ersten Ausführungsformen besteht die
Siebeinrichtung aus jeweils zwei hintereinander
angeordneten Fingersieben, Trommelsieben oder
Rüttelsieben. Nach einer vierten Ausführungsform ist die
Siebeinrichtung aus zwei hintereinander angeordneten
Wellensieben mit je drei stufenförmig hintereinander
angeordneten Teilsiebböden gebildet, die aus einer
Vielzahl von abstandsgleich und parallel verlaufenden
Wellen mit darauf drehfest angeordneten Förderscheiben in
Form eines gleichseitigen Sechsecks mit abgerundeten
Eckenbereichen bestehen. Sämtliche derartige Siebbereiche
sind allgemein in der Aufbereitungstechnik bekannt. Die
letztgenannte Siebeinrichtung mittels der Wellensiebe ist
aus der DE 40 17 652 C2 offenbart. Diese Wellensiebe
bestehen aus insgesamt drei Teilsiebböden, die sich aus
Förderscheiben in Form eines gleichseitigen Sechseckes
mit abgerundeten Eckenbereichen zusammensetzen. Diese
Förderscheiben eines jeden Teilsiebbodens sind in
Förderrichtung derart auf den Wellen angeordnet, daß
jeweils ein Eckenbereich der Förderscheibe der einen
Welle einem zur Förderrichtung senkrecht verlaufenden
Seitenbereich der Förderscheibe der benachbarten Welle
zugeordnet ist. Durch diese Anordnung der sechseckigen
Förderscheiben werden die Müllbestandteile regelmäßigen
vertikalen Impulsen unterworfen, damit permanent
beschleunigten Vibrationen ausgesetzt und in rascher Weg-
und Zeitenfolge einer "Berg-Tal-Fahrt" unterzogen,
dementsprechend gründlich durchgerüttelt und
durchgetrommelt, so daß die durch die Sieböffnungen
passenden Fraktionsteile abgesiebt und die groberen
Bestandteile mit rascher Geschwindigkeit weitergefördert
und störungsfrei davon getrennt werden können. Dadurch
ist es auch möglich, plastische Textilmaterialien in Form
von elastischen Wirkwaren, Oberbekleidung,
Unterbekleidung, Damenstrümpfen und Folien, die häufig
bei Sieben zu Verstopfungen führen, störungsfrei absieben
bzw. weitertransportieren zu können. Es können auch zwei
Siebe unterschiedlicher Ausführungsform miteinander
kombiniert werden.
Dabei ist vorteilhaft der Durchsiebausgang eines
jeden Siebes für das durchgesiebte Korn einem Förderband
als Transporteinrichtung zugeordnet, wobei der
Absiebausgang für das Überkorn der ersten Siebstufe mit
dem Eingang der zweiten Siebstufe verbunden ist, während
der Absiebausgang des zweiten Siebes für das Überkorn mit
der nachgeordneten Zerkleinerungseinrichtung in
Verbindung steht.
Auch bei der Ausbildung der
Zerkleinerungseinrichtung sind mehrere
Ausführungsalternativen möglich. Nach einer ersten
Ausführungsform wird die Zerkleinerungseinrichtung aus
einer Prallreißmühle gebildet, deren Ausgang eine
Schwingförderrinne nachgeordnet ist, deren Ausgang
wiederum mit dem Transportband in Verbindung steht.
Nach einer zweiten Ausführungsform besteht die
Zerkleinerungseinrichtung aus einem Schredder, dem zur
Kontrollabsiebung ein Sieb mit maximal gewünschter
Siebgröße des Korngrößenspektrums nachgeordnet ist,
dessen Durchsiebausgang für das durchgesiebte Korn auf
das Transportband führt und dessen Absiebausgang für das
Überkorn zum Eingang des Schredders zurückgeführt ist.
Durch diese Anordnung wird ein konstante s
Korngrößenspektrum von beispielsweise 0 mm bis 200 mm
sichergestellt und beim ersten Durchlauf durch die
Zerkleinerungseinrichtung nicht hinreichend zerkleinertes
Müllmaterial einer erneuten Zerkleinerung unterworfen, so
daß der auf das Transportband gelangende, zerkleinerte
Müll das gleiche gewünschte Korngrößenspektrum wie das
durchgesiebte Korn aufweist.
Am Ausgang des Transportbandes ist nach einer
besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung der
Eingang zu einem Ein- oder Zweiwellenzwangsmischer
angeordnet. Durch diesen Ein- oder
Zweiwellenzwangsmischer wird das über das Transportband
angelieferte, zerkleinerte Müllgut derart in einer
horizontalen Trommel mit ein oder zwei Wellen einem
Rotations-Zwangsmischprozeß unterzogen, daß das an seinem
Ausgang herausbeförderte Müllgemisch von gleicher
Konsistenz der einzelnen Müllbestandteile und von etwa
gleicher Größe seines spezifischen Gewichtes beschaffen
ist. Hiernach kann das auf diese Weise homogenisierte
Mischgut problemlos einer Schwelverbrennung oder einer
konventionellen Verbrennung zugeführt werden.
Zur Gewährleistung einer etwa konstanten
Durchsatzmenge am Ausgang des Ein- oder
Zweiwellenzwangsmischers sind die Geschwindigkeit des
Plattenförderbandes und die Verweilzeit des vom
Transportband in einen Aufgabetrichter am Eingang zum
Ein- oder Zweiwellenzwangsmischer aufgegebenen Mischgutes
regelbar und aufeinander abstimmbar.
Falls diese Regelung nicht ausreichen sollte, ist
nach einer vorteilhaften Weiterbildung zwischen dem
Transportband und dem Ein- oder Zweiwellenzwangsmischer
eine Müllmengen-Puffereinrichtung in Form eines Bunkers
angeordnet.
Um das am Austritt des Ein- oder
Zweiwellenzwangsmischers anfallende homogenisierte
Müllgemisch wahlweise der Schwelverbrennung oder einer
konventionellen Verbrennung zuführen zu können, ist am
Austritt aus dem Ein- oder Zweiwellenzwangsmischers eine
umschaltbare Fördereinrichtung angeordnet, die die
hergestellte homogenisierte Müllmischung entweder einem
Drehrohrofen zur Verschwelung oder nach Umschaltung dem
Bunker einer konventionellen Verbrennungsanlage zuführt.
Mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind in den Zeichnungen beschrieben. Dabei
zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zwei hintereinander
angeordneten Fingersieben und einer Prallreißmühle mit
nachgeordneter Schwingförderrinne,
Fig. 2 zwei hintereinander angeordnete Trommelsiebe
mit Prallreißmühle und nachgeordneter Schwingförderrinne,
Fig. 3 eine Vorrichtung mit zwei hintereinander
angeordneten Wellensieben mit je drei Siebstufen und
nachgeordneter Prallreißmühle mit Schwingförderrinne und
Fig. 4 zwei hintereinander angeordnete Rüttelsiebe
mit nachgeordnetem Schredder und einer dritten Siebstufe
hinter dem Schredder zur Kontrollabsiebung.
Bei jeder Ausführungsform der Fig. 1 bis 4 wird
der zur Verbrennung anstehende Müll von einem LKW 1 über
eine Bühne 2 angefördert und über einen Aufgabetrichter 3
zu einer als Plattenförderband 4 ausgebildeten
Zuführeinrichtung aufgegeben, dessen Aufgabebereich 4a
dem Aufgabetrichter 3 und dessen Ausgangsbereich 4b einer
ersten Siebstufe 5 einer Siebeinrichtung 7 zugeordnet
ist. Der Durchsiebausgang 5a der ersten Siebstufe 5 für
das durchgesiebte Korn mit dem gewünschten
Korngrößenspektrum führt zu einem Transportband 8,
während der Absiebausgang 5b für das Überkorn in den
Eingang der zweiten Siebstufe 6 über die Förderleitung 9
geführt ist.
Der Durchsiebausgang 6a der zweiten Siebstufe 6 für
das durchgesiebte Korn mit dem gewünschten
Korngrößenspektrum führt wiederum zum Transportband 8,
wohingegen der Absiebausgang 6b der zweiten Siebstufe 6
für das Überkorn über die Förderleitung 10 in eine
Prallreißmühle 11 geführt ist, aus welcher über die
Förderleitung 12 das auf ein Korngrößenspektrum von z. B.
0 mm bis 200 mm zerkleinerte Überkorn über eine
Schwingförderrinne 13 und eine Leitung 14 gleichfalls auf
das Transportband 8 gelangt. Am Ausgang 8a des
Transportbandes 8 befindet sich ein durch den Pfeil 15
symbolisierter Aufgabetrichter zu einem
Einwellenzwangsmischer 16. Der Ausgang 17 aus dem
Einwellenzwangsmischer 16 kann über eine
Umschalteinrichtung 18 wahlweise mit einem
Drehrohrofen 19 zu einer Schwelverbrennung oder einem
Bunker 20 zu einer konventionellen Verbrennung mittels
eines Flammenrostes 21 mit Schlackenabzug 22 und
Rauchgasabzug 23 zugeführt werden.
In den Fig. 2 bis 4 sind mit der Fig. 1
übereinstimmende Teile mit gleichen Bezugsziffern
bezeichnet. In Fig. 1 ist die erste und zweite
Siebstufe 5, 6 der Siebeinrichtung 7 als Fingersieb 24
ausgebildet, wohingegen beim Ausführungsbeispiel der
Fig. 2 die erste und zweite Siebstufe 5, 6 aus
Trommelsieben 25, im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 aus
zwei Wellensieben 26 mit je drei stufenförmig
hintereinander angeordneten Teilsiebböden 26a, 26b, 26c
und im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 aus Rüttelsieben 27
bestehen. Es ist auch möglich, die vorgenannten
unterschiedlichen Siebe 24, 25, 26, 27 zu einer aus
mindestens zwei Siebstufen 5, 6 bestehenden
Siebeinrichtung 7 zu kombinieren.
Fig. 4 unterscheidet sich ferner von den
Vorrichtungen der Fig. 1 bis 3 dadurch, daß die
Kombination von Prallreißmühle 11, von Förderleitung 12
und der Schwingförderrinne 13 durch einen Schredder 28,
eine Zuführleitung 29 und durch ein weiteres Sieb, hier
durch ein Rüttelsieb 27, ersetzt worden ist. Dieses
dritte Sieb 27 zur Kontrollabsiebung hat die Funktion, an
seinem Durchsiebausgang 27a nur geschreddertes
Müllmaterial mit dem gewünschten Korngrößenspektrum, von
beispielsweise 0 mm bis 200 mm, durchzulassen, hingegen
an seinem Absiebausgang 27b das Überkorn über die
Leitung 30 wieder in den Schredder 28 zurückzuführen. Es
versteht sich, daß dieses Kontrollsieb nicht unbedingt
als Rüttelsieb 27 ausgebildet sein muß, sondern auch aus
einer anderen Siebkonstruktion, beispielsweise einem
Fingersieb 24, einem Trommelsieb 25 oder einem
Wellensieb 26, bestehen kann.
Am Ausgang 8a des Transportbandes 8 ist dem
Aufgabetrichter 15 ein Zweiwellenzwangsmischer 16a
zugeordnet.
Mit den erfindungsgemäßen Vorrichtungen wird nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren der angelieferte und in
seiner Konsistenz völlig unterschiedliche Müll einer
zweistufigen Siebung und hiernach das anfallende Überkorn
einem Zerkleinerungsprozeß unterzogen, so daß auf das
Transportband 8 stets Müllbestandteile von gleichem
Korngrößenspektrum, beispielsweise von 0 mm bis 200 mm,
gelangen. Dieses Korngrößenspektrum wird in dem jeweils
nachgeordneten bin- oder Zweiwellenzwangsmischer 16, 16a
durch einen Rotationsprozeß einer intensiven Mischung
unterzogen, so daß das an seinem Ausgang anfallende
Müllprodukt ein konstantes Korngrößenspektrum, eine
konstante Homogenität sowie ein gleichbleibendes
spezifisches Gewicht aufweist. Durch entsprechende
Geschwindigkeitsregelungen und Abstimmungen des
Plattenförderbandes 4 mit der Verweilzeit im Ein- oder
Zweiwellenzwangsmischer 16, 16a sowie mit den
Absiebgeschwindigkeiten der Siebstufen 5, 6 und der
Durchsatzgeschwindigkeit der
Zerkleinerungseinrichtungen 11, 28 sowie mit der
Laufgeschwindigkeit des Transportbandes 8 kann auch ein
konstanter Durchsatz sichergestellt werden.
Bezugszeichenliste
1 Lieferfahrzeug
2 Bühne
3 Aufgabetrichter
4 Plattenförderband
4a Aufgabebereich des Plattenförderbandes 4
4b Ausgangsbereich des Plattenförderbandes 4
5 erste Siebstufe
5a Durchsiebausgang der ersten Siebstufe 5
5b Absiebausgang der ersten Siebstufe 5
6 zweite Siebstufe
6a Durchsiebausgang der zweiten Siebstufe 6
6b Absiebausgang der zweiten Siebstufe 6
7 Siebeinrichtung
8 Transportband
8a Ausgang des Transportbandes 8
9, 10, 12 Förderleitungen
11 Prallreißmühle
13 Schwingförderrinne
14 Leitung
15 Aufgabetrichter
16 Einwellenzwangsmischer
16a Zweiwellenzwangsmischer
17 Ausgang des Einwellenzwangsmischers
18 Umschalteinrichtung
19 Drehrohrofen
20 Bunker
21 Flammenrost
22 Schlackenabzug
23 Rauchgasabzug
24 Fingersieb
25 Trommelsieb
26 Wellensieb
26a, 26b, 26c Teilsiebböden
27 Rüttelsieb
27a Durchsiebausgang des Rüttelsiebes 27
27b Absiebausgang des Rüttelsiebes 27
28 Schredder
29 Zuführleitung
30 Leitung.
2 Bühne
3 Aufgabetrichter
4 Plattenförderband
4a Aufgabebereich des Plattenförderbandes 4
4b Ausgangsbereich des Plattenförderbandes 4
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5a Durchsiebausgang der ersten Siebstufe 5
5b Absiebausgang der ersten Siebstufe 5
6 zweite Siebstufe
6a Durchsiebausgang der zweiten Siebstufe 6
6b Absiebausgang der zweiten Siebstufe 6
7 Siebeinrichtung
8 Transportband
8a Ausgang des Transportbandes 8
9, 10, 12 Förderleitungen
11 Prallreißmühle
13 Schwingförderrinne
14 Leitung
15 Aufgabetrichter
16 Einwellenzwangsmischer
16a Zweiwellenzwangsmischer
17 Ausgang des Einwellenzwangsmischers
18 Umschalteinrichtung
19 Drehrohrofen
20 Bunker
21 Flammenrost
22 Schlackenabzug
23 Rauchgasabzug
24 Fingersieb
25 Trommelsieb
26 Wellensieb
26a, 26b, 26c Teilsiebböden
27 Rüttelsieb
27a Durchsiebausgang des Rüttelsiebes 27
27b Absiebausgang des Rüttelsiebes 27
28 Schredder
29 Zuführleitung
30 Leitung.
Claims (18)
1. Verfahren zur Herstellung von homogenisiertem
Müll, der einer Verbrennung zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der
gesamte Müll mindestens einmal auf ein bestimmtes
Korngrößenspektrum durchgesiebt, das abgesiebte Überkorn
auf das Korngrößenspektrum zerkleinert, das zerkleinerte
mit dem durchgesiebten Korngrößenspektrum zusammengeführt
und mittels einer Zwangsmischung homogenisiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das
Korngrößenspektrum der herzustellenden Müllmischung auf
einen optimalen Durchsatz der Zwangsmischung abgestimmt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Zuführgeschwindigkeit des aufzubereitenden Mülls und die
Durchsatzgeschwindigkeit der homogenisierten Müllmischung
in der Zwangsmischung derart aufeinander abgestimmt
werden, daß die Durchsatzmenge der hergestellten
Müllmischung am Austritt der Zwangsmischung etwa konstant
gehalten wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die homogenisierte
Müllmischung mit einem Korngrößenspektrum zwischen 0 mm
und 200 mm hergestellt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die hergestellte
Müllmischung einer Schwelverbrennung zugeführt und nach
Zündung der Schwelgase die verschwelte Müllmischung
verbrannt wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die hergestellte
Müllmischung gebunkert und sodann einer konventionellen
Verbrennung mit Schlackenabzug (22) zugeführt wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung des
Herstellungsverfahrens gemäß den Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß sie
aus einer hintereinander angeordneten
Zuführeinrichtung (3, 4), mindestens einer
Siebeinrichtung (5, 6), einer
Zerkleinerungseinrichtung (11, 28), einer
Transporteinrichtung (8) und einem
Zwangswellenmischer (16, 16a) gebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Zuführeinrichtung (3, 4) aus einem Plattenförderband (4)
besteht, dessen Aufgabebereich (4a) ein Bunker (3)
und/oder eine Fahrbühne (2) für die Lieferfahrzeuge (1)
vorgeordnet und dessen Ausgangsbereich (4b) der
Siebeinrichtung (5, 6) zugeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Siebeinrichtung (5, 6) aus zwei hintereinander
angeordneten Fingersieben (24), Trommelsieben (25) oder
Rüttelsieben (27) besteht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Siebeinrichtung (5, 6) von zwei hintereinander
angeordneten Wellensieben (26) mit je drei stufenförmig
hintereinander angeordneten Teilsiebböden (26a, 26b, 26c)
gebildet ist, die aus einer Vielzahl von abstandsgleich
und parallel verlaufenden Wellen mit darauf drehfest
angeordneten Förderscheiben in Form eines gleichseitigen
Sechsecks mit abgerundeten Eckenbereichen bestehen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Durchsiebausgang (5a, 6a) einer jeden Siebstufe (5, 6)
einem Förderband (8) als Transporteinrichtung zugeordnet
ist, wobei der Absiebausgang (5b) des Überkorns der
ersten Siebstufe (5) mit dem Eingang der zweiten
Siebstufe (6) verbunden ist, während der
Absiebausgang (6b) der zweiten Siebstufe (6) für das
Überkorn mit der nachgeordneten
Zerkleinerungseinrichtung (11, 28) in Verbindung steht.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Zerkleinerungseinrichtung von einer Prallreißmühle (11)
gebildet ist, deren Ausgang eine Schwingförderrinne (13)
nachgeordnet ist, deren Ausgang wiederum mit dem
Transportband (8) in Verbindung steht.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Zerkleinerungseinrichtung aus einem Schredder (28)
besteht, dem zur Kontrollabsiebung ein Sieb (24-27) mit
maximal gewünschter Siebgröße nachgeordnet ist, dessen
Durchsiebausgang (27a) auf das Transportband (8) führt
und dessen Absiebausgang (27b) für das Überkorn zum
Eingang des Schredders (28) zurückgeführt ist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß am Ausgang (8a) des
Transportbandes (8) ein Aufgabetrichter (15) zu einem
Ein- oder Zweiwellenzwangsmischer (16, 16) angeordnet
ist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausgang (17) des
Ein- oder Zweiwellenzwangsmischers (16, 16a) mit dem
Eintritt zu einem Verschwelungsofen (19) oder mit einem
Bunker (20) für eine konventionelle
Verbrennungseinrichtung (21-23) verbunden ist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit
des Plattenförderbandes (4) und die Verweilzeit des vom
20 Transportband (8) in einen Aufgabetrichter (15) am
Eingang zum Ein- oder Zweiwellenzwangsmischer (16, 16a)
aufgegebenen Mischgutes regelbar sind.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem
Transportband (8) und dem Ein- oder
Zweiwellenzwangsmischer (16, 16a) eine
Müllmengen-Puffereinrichtung in Form eines Bunkers
angeordnet ist.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß am Ausgang (17) des
Ein- oder Zweiwellenzwangsmischers (16, 16a) eine
umschaltbare Fördereinrichtung (18) angeordnet ist, die
die hergestellte, homogenisierte Müllmischung entweder
einem Drehrohrofen (19) zur Verschwelung oder nach
Umschaltung dem Bunker (20) einer konventionellen
Verbrennungsanlage (21-23) zuführt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995120085 DE19520085C1 (de) | 1995-06-01 | 1995-06-01 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von homogenisiertem Müll |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995120085 DE19520085C1 (de) | 1995-06-01 | 1995-06-01 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von homogenisiertem Müll |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19520085C1 true DE19520085C1 (de) | 1996-09-05 |
Family
ID=7763397
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995120085 Expired - Lifetime DE19520085C1 (de) | 1995-06-01 | 1995-06-01 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von homogenisiertem Müll |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19520085C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19731874C1 (de) * | 1997-07-24 | 1999-02-11 | Krupp Uhde Gmbh | Verfahren zur thermischen Verwertung von kunststoffhaltigen Abfallstoffen, insbesondere aus der Altkraftfahrzeug-Verwertung |
| CN103977959A (zh) * | 2014-05-14 | 2014-08-13 | 中国水利水电第三工程局有限公司 | 一种筛分装渣楼 |
| CN115404337A (zh) * | 2022-09-02 | 2022-11-29 | 湖南博一环保科技有限公司 | 回转窑热渣全自动压块系统 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4015546A (en) * | 1975-10-09 | 1977-04-05 | Paules Eugene H | Apparatus and method for converting refuse to useful energy |
| DE3926762C2 (de) * | 1989-08-12 | 1992-09-03 | Veba Kraftwerke Ruhr Ag, 4650 Gelsenkirchen, De |
-
1995
- 1995-06-01 DE DE1995120085 patent/DE19520085C1/de not_active Expired - Lifetime
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| CN115404337B (zh) * | 2022-09-02 | 2023-05-30 | 湖南博一环保科技有限公司 | 回转窑热渣全自动压块系统 |
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