DE19520582C1 - Anordnung zur Synchronisierung eines längs eines Montagebandes verfahrbaren Montageroboters mit einer auf dem Montageband transportierten Karosserie hinsichtlich Geschwindigkeit und Relativlage - Google Patents
Anordnung zur Synchronisierung eines längs eines Montagebandes verfahrbaren Montageroboters mit einer auf dem Montageband transportierten Karosserie hinsichtlich Geschwindigkeit und RelativlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Synchronisierung eines
längs eines Montagebandes verfahrbaren Montageroboters mit einer
auf dem Montageband transportierten Karosserie hinsichtlich Ge
schwindigkeit und Relativlage gemäß dem Oberbegriff des Patent
anspruches 1.
Bei automatisierten Montagevorgängen an zu montierenden Fahrzeu
gen, beispielsweise Einbauen der Sitze, Einlegen des Reservera
des, Anschrauben der Fahrzeugräder, sonstige Schraubvorgänge
oder dergleichen, die von Montagerobotern vorgenommen werden
können, müssen die Montageroboter mit der gleichen Geschwindig
keit wie die vom Montageband geförderte Karosserie bei konstan
ter Relativlage des Roboters zur Karosserie, also bandsynchron
voranbewegt werden. Die Montageroboter sind in dem Bereich der
jeweiligen Arbeitsstation auf Schienen neben dem Montageband de
finiert verfahrbar und antreibbar, wobei diese Bewegungsmöglich
keit und der zugehörige Bewegungsantrieb als weitere Bewegungs
achse mit in die programmierbare Robotersteuerung einbezogen
sind. Da die Karosserie nicht stets mit konstanter Geschwindig
keit befördert wird, sondern mit Störungen, z. B. mit Geschwin
digkeitsschwankungen, mit einem vorübergehenden Stillstand und
mit Beschleunigungen im Fördervorgang zu rechnen ist, stellt
sich das Erfordernis, durch geeignete Maßnahmen stets einen Be
wegungsgleichlauf zwischen Montageroboter und der sich in der
Arbeitsstation befindlichen Karosserie herbeizuführen.
Wie durch die gattungsgemäße Anordnung aus der DE-OS 40 21 330
bekannt ist, wurde bisher ein Synchronlauf hinsichtlich Ge
schwindigkeit und Relativlage zwischen Montageroboter und Karos
serie dadurch herbeigeführt, daß die Ist-Geschwindigkeit der Ka
rosserie innerhalb der zum Montageroboter gehörenden Arbeitssta
tion durch ein Differenzierglied, in dem die jeweilige Lagein
formation ausgewertet wird, bestimmt wird. Der dabei bestimmte
Wert wird auf die Robotersteuerung übertragen und dort als Soll-Ge
schwindigkeit für den Verfahrantrieb des Roboters verarbeitet.
Um die jeweilige Lageinformation und damit die gewünschte Rela
tivlage zwischen Montageroboter und Karosserie mit der gewünsch
ten Genauigkeit (Toleranz maximal ± 0,3 mm) zu erhalten, muß lau
fend die Ist-Lage der Karosserie innerhalb der Arbeitsstation
mit noch höherer Genauigkeit erfaßt werden. Dies geschieht mit
einem Positionsübermittler, der auf einer ortsfest angebrachten
Meßleiste längs des Förderbandes verfahrbar ist und von der Ka
rosserie über einen relativ großen Längenbereich von etwa sechs
Metern mitgeschleppt wird. Der Positionsübermittler erhält über
die Meßleiste die aktuelle Position des angekoppelten Werk
stückes und gibt das jeweils zugehörige Signal an die Roboter
steuerung ab, um beim Roboter eine Beschleunigung oder Bremsung
bzw. eine Konstanthaltung der Geschwindigkeit in der Verfahrbe
wegung längs des Bandes zu erwirken. Nachteilig ist bei der be
kannten Anordnung der hohe meßtechnische Aufwand hinsichtlich
der Messung der Ist-Lage des Werkstückes mit einem Wegmesser
über eine große Wegstrecke hinweg. Hierbei muß die Ist-Position
mit einer Genauigkeit von beispielsweise ± 0,15 mm erfaßt werden.
Da derart hohe Meßgenauigkeiten mit vertretbarem Aufwand nicht
realisiert werden können, werden weniger genaue, aber trotzdem
noch sehr aufwendige Wegmeßsysteme eingesetzt, mit der Folge,
daß die relative Positioniergenauigkeit zwischen Roboter und Ka
rosserie und somit die Arbeitsgenauigkeit des Montagevorganges
darunter leidet.
Des weiteren ist aus der US-PS 3,283,918 zwar eine Regelan
ordnung bekannt, mit der die Geschwindigkeiten von Montageband
und Montageroboter synchronisiert werden können, die jedoch für
eine Relativlagenregelung zwischen Montageroboter und Montage
band völlig ungeeignet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße
Anordnung dahingehend weiterzubilden, daß in einfacher Weise
stets eine hohe Relativlagengenauigkeit zwischen Montageroboter
und Karosserie während des Montagevorganges in einer Arbeitssta
tion, der der Roboter zugeordnet ist, erreicht wird.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1
angegebenen kennzeichnenden Merkmale gelöst.
Dank der Erfindung kann durch das am Roboter befestigte und mit
diesem mitverfahrbare Meßsystem auf die Messung von absoluten
Lagekoordinaten und damit auf große Meßstrecken und dem damit
verbundenen Meßaufwand verzichtet werden. Durch den am Montage
roboter befestigten Relativlageregler mit seiner Wegmeßeinrich
tung, die innerhalb der kurzen Ausregelstrecke von etwa 30 cm
auf mindestens ± 0,1 mm genau die Position des von der Karosserie
mitgeschleppten, innerhalb des Reglers von diesem entkoppelten
und dadurch für sich längs des Förderbandes verschiebbaren Mit
nehmers angeben kann, wird eine ausreichend hohe Relativlagenge
nauigkeit zwischen Montageroboter und Karosserie erreicht. Die
von der Wegmeßeinrichtung an die Robotersteuerung weitergeleite
ten Signale führen nach Auswertung und Umwandlung in Steuersi
gnale je nach Abweichungsrichtung von der Sollage des Mitnehmers
zu einer Beschleunigung oder Verzögerung im Roboterverfahran
trieb, um die Sollage wieder zu erreichen. Desweiteren kann der
Verfahrantrieb eines üblichen Meßsystems durch die erfindungsge
mäß erzielte Schleppkupplung entfallen. Insgesamt wird durch die
Erfindung eine hochgenaue Aufsynchronisierung des Montagerobo
ters auf die geförderte Karosserie hinsichtlich Geschwindigkeit
und Relativlage erzielt.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung können den Unteran
sprüchen entnommen werden; im übrigen ist die Erfindung anhand
eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
nachfolgend näher erläutert; dabei zeigt
Fig. 1 skizzenhaft in einer Draufsicht die erfindungsgemäße An
ordnung mit einem Montageroboter und - ausschnittsweise - einem
karosseriebestückten Förderband,
Fig. 2 in einer Draufsicht einen vergrößerten Ausschnitt des
Relativlagenreglers der Anordnung aus Fig. 1.
In Fig. 1 ist ein Förder- bzw. Montageband 1 dargestellt, auf
dem in einigem Abstand regelmäßig hintereinander Karosserieträ
ger 2 angeordnet sind. Auf den Karosserieträgern 2 sind Karosse
rien 3 von Personenkraftwagen gelagert und mit ihrer Längsachse
parallel zur Förderrichtung (mit einem Pfeil dargestellt) ausge
richtet. Parallel neben dem Förderband 1 verlaufend sind Füh
rungsschienen 4 auf dem Boden 5 einer Montagehalle befestigt.
Auf den Führungsschienen 4 ist ein Montageroboter 6 parallel zu
dem Förderband 1 mittels eines Bewegungsantriebes im Bereich 7
einer Arbeitsstation des Roboters 6 verfahrbar und definiert an
treibbar, wobei der Bewegungsantrieb als weitere Bewegungsachse
mit in die programmierbare Robotersteuerung einbezogen ist. Die
Länge des Bereiches 7 entspricht etwa dem Abstand zwischen zwei
lagegleichen Punkten aufeinanderfolgender Karosserien 3.
Am auf den Schienen 4 befindlichen Sockel 8 des Montageroboters
6 ist die Bodenplatte 9 eines Relativlagenreglers 10 starr befe
stigt, welche vom Sockel 8 rechtwinklig zum Förderband 1 hin ab
ragt. Der Relativlagenregler 10 beinhaltet einen Mitnehmer 11,
der einen zum Förderband 1 hin quer zur Förderrichtung aus fahr
baren biegesteifen Arm 12 besitzt. In ausgefahrenem Zustand
(strichliert dargestellt) ist dieser von einem Anschlag 13 be
aufschlagbar, der am jeweiligen vorbeilaufenden Karosserieträger
2 auf roboterzugewandter Seite 14 angebracht ist. Alternativ da
zu kann sich der Anschlag 13 auch an der Karosserie 3 selbst be
finden, so daß dieser vom Fahrzeug selbst abgegriffen wird.
Gemäß der Fig. 2 ist der Mitnehmer 11 mit zwei parallelen hori
zontal verlaufenden Führungsbohrungen 15 auf zwei parallelen
einander gegenüberliegenden Führungssäulen 16 verschiebbar ge
führt, die mit ihren Enden 17, 18 an zwei bodenplattenfesten in
Verfahrrichtung des Montageroboters 6 beabstandeten Anschlag
blöcken 19, 20 des Relativlagenreglers 10 parallel zur Verfahr
richtung des Montageroboters 6 ausgerichtet mit vertikalem Ab
stand zur Bodenplatte 9 befestigt sind. An der Bodenplatte 9 ist
an deren in Förderrichtung des Förderbandes 1 weisenden Stirn
seite 21 eine Wegmeßeinrichtung 22 angebracht, die einen eine
Durchführung 23 des dortigen Anschlagblockes 19 durchsetzenden
und mit seinem freien Ende 24 an einer in Förderrichtung des
Förderbandes 1 weisenden Stirnseite 25 des Mitnehmers 11 anlie
genden Taststift 26 aufweist. Der Taststift 26 erstreckt sich
dabei parallel zu den Führungssäulen 16 und ist vom Mitnehmer 11
in Förderrichtung und von einer in die Wegmeßeinrichtung 22 in
tegrierte Druckfeder (nicht dargestellt) entgegen der Förder
richtung verschiebbar beaufschlagt.
Der Relativlagenregler 10 beinhaltet desweiteren eine als Rück
stellglied 27 dienende Schraubenfeder, die mit einem Ende 28
einlaufseitig an der Bodenplatte 9 befestigt und mit dem anderen
Ende 29 in einen an der Stirnseite 25 des Mitnehmers 11 außer
halb des Führungssäulenbereiches starr angeordneten Käfig 30
eingehängt ist. Das Rückstellglied 27 zieht dabei den Mitnehmer
11 gegen den einlaufseitigen Anschlagblock 20. Der zum Förder
band 1 hin ausfahrbare Arm 12 des Mitnehmers 11 ist an diesem
oberhalb der Führungsbohrungen 15 vorgesehen, wobei der Mitneh
mer 11 einen hier nicht weiter dargestellten quer zur Verfahr
richtung des Mitnehmers 11 sich erstreckenden Aufnahme- und Füh
rungsraum für den Arm 12 aufweist. Der Arm 12 kann ebenso auf
dem Mitnehmer 11 in dort angebrachten Führungen ausfahrbar ge
halten sein. Der Arm 12 kann mechanisch, pneumatisch, hydrau
lisch oder elektrisch antreibbar sein.
Zur Synchronisierung des Montageroboters 6 auf eine Karosserie 3
fährt diese an einer Einlaufabfrage zur Erkennung der Annäherung
der Karosserie 3 an die Arbeitsstation des Montageroboters 6
vorbei, wobei die Abfrageeinrichtung im Falle eines Erkennens
ein Signal an die Robotersteuerung abgibt und diese sowie den
Verfahrantrieb des Roboters aktiviert. Dies erfolgt beispiels
weise beim Durchfahren der Karosserie 3 oder des Karosserieträ
gers 2 durch eine Lichtschranke. Daraufhin fährt der Montagero
boter 6 in eine vorbestimmte hinsichtlich der Arbeitsstation
einlaufseitige Warteposition - falls er sich nicht schon auf
grund eines entsprechend gestalteten Steuerprogramms der Robo
tersteuerung durch eine mit diesem verbundene Verfahrbewegung
als Abschluß des vorhergehenden Montagevorganges in dieser be
findet.
Nun wird der Arm 12 des Mitnehmers 11, der sich in einer Warte
stellung I befindet, bis in den Ankoppelbereich des als nächsten
erwarteten trägerseitigen Anschlages 13 gänzlich ausgefahren. In
der Wartestellung I liegt der Mitnehmer 11 am Anschlagblock 20
an, wobei die Rückstellfeder 27 mit leichtem Federdruck entgegen
der Förderrichtung der Karosserie 3 gespannt ist.
Nach einer bestimmten Förderzeit erreicht der Anschlag 13 des
Karosserieträgers 2 den Arm 12 des Mitnehmers 11 und lenkt die
sen axial aus. Der Mitnehmer 11 überstreicht in seiner Verschie
bebewegung in Förderrichtung eine Sollposition II, die hier
strichpunktiert angedeutet ist. Erreicht der Mitnehmer 11 diese
Sollposition II, so gibt die Robotersteuerung, an die der Mit
nehmer 11 über die Wegmeßeinrichtung 22 und deren Taststift 26
elektrische, die aktuelle Position ("Ist-Position") des Mitneh
mers 11 innerhalb einer Ausregelstrecke 31 zwischen dem An
schlagblock 19 und der Lage der in Förderrichtung weisenden
Stirnseite 25 des in der Warteposition I befindlichen Mitnehmers
11 angebende Signale leitet, an den Verfahrantrieb des Montage
roboters 6 ein Signal ab, das ihn zur Bewegung in Förderrichtung
aktiviert.
Wird die Sollposition II vom Mitnehmer 11 infolge der Verfahr
verzögerung, die sich auf der Zeitspanne zur Beschleunigung der
relativ großen Masse des Roboters 6 gründet, zum Anschlagblock
19 hin überschritten, wird der Roboter 6 aufgrund der in der Ro
botersteuerung errechneten Differenzdaten zwischen der Sollposi
tion II und der Ist-Position des Mitnehmers 11 um einen von der
Größe der Differenz abhängigen Betrag in Förderrichtung be
schleunigt, wobei der Roboter 6 anfänglich eine deutlich höhere
Verfahrgeschwindigkeit aufweist als das Förderband 1.
Die Robotersteuerung errechnet über die Signale der Wegmeßein
richtung 22 permanent immer wieder von neuem die Differenz zwi
schen der Sollposition II und der Ist-Position des Mitnehmers
11, wodurch die Größe der Beschleunigung des Roboters 6 und da
durch die Größe seiner Verfahrgeschwindigkeit in Förderrichtung
geregelt wird. Die bezüglich der Förderbandgeschwindigkeit in
der Anfangssynchronisierungsphase höhere Verfahrgeschwindigkeit
des Roboters 6 sinkt dabei nach einer bestimmten Ausregelzeit
mit der Annäherung des Mitnehmers 11 an seine Sollposition II
immer weiter ab, bis diese erreicht ist, wobei dort die Ge
schwindigkeiten von Förderband 1 und Roboter 6 gleich sind. Die
ser hat nun zum einen seine gewünschte definierte Relativlage
zur Karosserie 3 in Förderrichtung und verfährt zum anderen ge
schwindigkeitssynchron mit der Karosserie 3. Die Ausregelstrecke
31 kann dabei etwa 10 bis 30 cm betragen.
Treten Unregelmäßigkeiten in der Förderbewegung beispielsweise
durch einen Stillstand des Förderbandes 1 auf, so daß der Robo
ter 6 aufgrund seiner Trägheit unerwünscht schneller verfährt
als die Karosserie 3 gefördert wird, wird der Mitnehmer 11 durch
das Rückstellglied 27 in Richtung der Warteposition I aus der
Sollposition II heraus verschoben, wonach die sich aus der Ab
weichung der Ist-Position von der Sollposition II ergebenden
Differenzdaten über die damit einhergehenden an die Robotersteu
erung weitergegebenen Signale der Wegmeßeinrichtung in Steuersi
gnale der Robotersteuerung zur Bremsung der Verfahrbewegung des
Roboters 6 umgewandelt werden.
Die Bremsung dauert solange an, bis die Sollposition II vom
Mitnehmer 11 erreicht, wobei der Anschlag 13 des Karosserieträ
gers 2 entgegen der Zugkraft des Rückstellgliedes 27 den Mitneh
mer 11 in Richtung der Sollposition II verschiebt. Somit wird
die gewünschte Relativlage von Roboter 6 und Karosserie 3 und
die bandsynchrone Verfahrbewegung des Roboters 6 wieder erlangt.
Voraussetzung für die Einstellung der Relativlage und der ge
schwindigkeitssynchronen Bewegung in dieser ist im Fall von För
derbandverlangsamungen, daß, um eine Entkopplung zwischen An
schlag 13 und dem Arm 12 zu verhindern, die Anpreßkraft der das
Rückstellglied 27 bildenden Feder für den Arm 12 am Anschlag 13
ausreichend groß sein muß. Gleichfalls sollte sie weich genug
sein, um eine leichtgängige verklemmungsfreie Verschiebebewegung
des Mitnehmers 11 - verursacht durch den Anschlag 13 bei einer
Beschleunigung des Förderbandes 1 bezüglich einer gleichförmigen
Verfahrbewegung des Montageroboters 6 - in Förderrichtung zu ge
währleisten. In der Beschleunigungsphase einer Schwankung der
Förderbandgeschwindigkeit oder bei einem Wiederanlaufen des
Bandes 1 nach einem Stillstand ergibt sich die gleiche Situation
für den Montageroboter 6 und das Regelverhalten des Relativla
genreglers 10 wie in dessen Ankoppelphase an den Anschlag 13
beim Einlauf der Karosserie 3 in den Bereich der Arbeitsstation
des Montageroboters 6.
Alternativ zu der Feder ist als Rückstellglied 27 ein Gewicht
denkbar, das mit einem Seil am Mitnehmer 11 befestigt ist und
diesen aufgrund der Schwerkraft gegen den Anschlagblock 20
zieht. Um ein Pendeln des Gewichtes während der Verfahrbewegung
des Montageroboters 6 zu vermeiden, wird dieses in einem verti
kal am Robotersockel 8 starr befestigten Zylinder mit Spiel ge
führt.
Die aus den Differenzdaten resultierenden die Verfahrbewegung
des Roboters 6 als Regelsignale beschleunigenden bzw. bremsenden
Signale können im übrigen in der Robotersteuerung mit Signalen
verknüpft werden, die von einer Geschwindigkeitsmeßeinrichtung,
die permanent Absolutwerte der Fördergeschwindigkeit der jewei
ligen zu bearbeitenden Karosserie 3 ermittelt und die ermittel
ten Werte in Datensignale umwandelt, an die Robotersteuerung
übertragen werden. Durch das aus der Verknüpfung sich ergebende
Steuersignal wird die Ansprechzeit der Ausregelung drastisch
verringert, so daß geschwindigkeitsabhängige, also dynamische
Schleppfehler der Karosserie 3 oder des Karosserieträgers 2 am
Arm 12 kompensiert werden können. Somit wird in höchst vorteil
hafter Weise eine schnelle und gleichzeitig hochgenaue Aufsyn
chronisierung des Montageroboters 6 auf die geförderte Karosse
rie 3 hinsichtlich der Geschwindigkeit und der Relativlage er
zielt. Die Geschwindigkeitsmeßeinrichtung kann dabei ein Meßrad
sein, das stationär am Träger des Förderbandes angeordnet ist
und vom Förderband 1 angetrieben wird. Ebenfalls ist auch ein
Tachometer denkbar, das am Boden 5 nahe der Führungsschienen 4
des Roboters 6 fixiert ist und über eine biegeschlaffe Verbin
dung mit dem Mitnehmer 11, der die Bewegung des Förderbandes 1
über den Anschlag 13 verzögerungsfrei mitmacht, gekoppelt ist.
Tauchen keine Unregelmäßigkeiten im Lauf des Förderbandes 1 auf,
gibt es also keine Abweichungen der Ist-Position des Mitnehmers
11 von der Sollposition II - abgesehen von der anfänglichen
Ausregelphase beim Einlaufeiner Karosserie 3 -, dann hält der
Verfahrantrieb des Montageroboters 6 seine in der Sollposition
II des Mitnehmers bestehende Verfahrgeschwindigkeit konstant.
Nach Montageende in der Arbeitsstation wird der Arm 12 wieder
eingefahren und der Montageroboter 6 verharrt in dieser Stel
lung, bis die Einlaufabfrage die nächste zu montierende Karosse
rie 3 ankündigt. Es ist auch denkbar, daß der Roboter 6 nach
Montageende selbsttätig durch eine entsprechende Programmierung
in die einlaufseitige Warteposition zurückverfährt.
Desweiteren ist denkbar, daß sich der Arm 12 über entsprechende
Mittel an einer definierten Stelle der Karosserie 3 ansaugt, wo
bei die Stelle über die Einlaufabfrage von der Robotersteuerung
erkannt wird, welche dann rechtzeitig den Arm 12 des Mitnehmers
11 zum Ausfahren veranlaßt.
Claims (6)
1. Anordnung zum Synchronisieren eines längs eines Montagebandes
verfahrbaren Montageroboters mit einer auf dem Montageband
transportierten Karosserie hinsichtlich Geschwindigkeit und Re
lativlage, mit einer in Verfahrrichtung wirksamen Wegmeßeinrich
tung mit einer Übertragung der Meßdaten an eine programmierbare
Robotersteuerung, in welche der Verfahrantrieb des Montagerobo
ters als weitere Bewegungsachse mit einbezogen ist und die beim
Einlauf einer Karosserie in den Arbeitsbereich des Montagerobo
ters aufgrund eines von einer Einlaufabfrage übermittelten Ein
laufsignales aktivierbar ist, wobei sich beim Einlauf der Monta
geroboter in einer einlaufnahen Wartestellung befindet, und mit
einem Mitnehmer, der mittels eines beim Einlauf einer Karosserie
quer zur Förderrichtung ausfahrbaren Armes über einen im Bereich
der Karosserie vorgesehenen Anschlag mitschleppbar ist,
gekennzeichnet durch
einen Relativlagenregler (10), der starr dem Montageroboter (6)
zugeordnet ist und mit diesem bei einer Verfahrbewegung mit fährt
und den Mitnehmer (11) enthält, der bezüglich des Relativlagen
reglers (10) innerhalb einer Ausregelstrecke (31) von höchstens
etwa 30 cm längs der Verfahrrichtung des Montageroboters (6)
verschiebbar geführt und mit einer Wegmeßeinrichtung (22) verse
hen ist, die die Lage des Mitnehmers (11) innerhalb der Ausre
gelstrecke (31) auf mindestens ± 0,1 mm genau in Form von elek
trischen Signalen anzugeben vermag, und wobei der Mitnehmer (11)
mit einem in Richtung zu einem einlaufseitigen Anschlag (20) hin
wirkenden Rückstellglied (27) verbunden ist, und daß der Ver
fahrantrieb des Montageroboters (6) mit dem Relativlagenregler
(10) steuerungstechnisch in der Weise gekoppelt ist, daß bei
Übereinstimmung der Sollposition (II) und der Ist-Position des
Mitnehmers (11) die Verfahrgeschwindigkeit des Montageroboters
(6) konstant gehalten wird und daß bei einer Abweichung der Ist-Po
sition von dieser Sollposition (II) dessen Verfahrgeschwindig
keit bei einem Vorlaufen der Karosserie (3) relativ zum Roboter
(6) erhöht oder bei einem Nachlaufen verlangsamt wird, bis die
Sollposition (II) erreicht ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Montageroboter (6) für eine Verfahrbewegung auf dem Bo
den (5) einer Montagehalle schienengeführt ist und daß der Rela
tivlagenregler (10) bodennah am Roboter (6) angeordnet ist.
3. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückstellglied (27) eine Schraubenfeder ist, die einer
seits am Mitnehmer (11) und andererseits einlaufseitig an einem
starr mit dem Roboter (6) verbundenen Teil (9) des Relativlagen
reglers (10) eingehängt ist, wobei die Feder in einer Warteposi
tion (I) des Mitnehmers (11), in der dieser an einem einlaufsei
tigen Anschlag (20) des Relativlagenreglers (10) liegt, entgegen
der Einlaufrichtung der Karosserie (3) vorgespannt ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückstellglied (27) ein Gewicht ist, das am Mitnehmer
(11) mittels eines biegeschlaffen Verbindungsmittels einlaufsei
tig befestigt und in mit horizontal ausgerichtetem Zug auf den
Mitnehmer (11) wirkender Weise angeordnet ist, wobei das nach
unten zum Boden hin hängende Gewicht in einem am Montageroboter
(6) fixierten vertikal angeordneten Zylinder mit Spiel geführt
ist.
5. Anordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Maß der Beschleunigung bzw. der Verzögerung des Verfahr
antriebs des Montageroboters (6) durch die Größe der Abweichung
zwischen aktueller Position des Mitnehmers (11) und dessen Soll
position (II) festgelegt ist.
6. Anordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anordnung zusätzlich eine Einrichtung zur laufenden Er
fassung der aktuellen Fördergeschwindigkeit der Karosserie (3)
beinhaltet, wobei die Einrichtung der jeweiligen Geschwindigkeit
zuordenbare elektrische Signale erzeugt und diese der Roboter-Steu
erung für das Steuern des Verfahrantriebes des Montagerobo
ters (6) übermittelt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995120582 DE19520582C1 (de) | 1995-06-06 | 1995-06-06 | Anordnung zur Synchronisierung eines längs eines Montagebandes verfahrbaren Montageroboters mit einer auf dem Montageband transportierten Karosserie hinsichtlich Geschwindigkeit und Relativlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995120582 DE19520582C1 (de) | 1995-06-06 | 1995-06-06 | Anordnung zur Synchronisierung eines längs eines Montagebandes verfahrbaren Montageroboters mit einer auf dem Montageband transportierten Karosserie hinsichtlich Geschwindigkeit und Relativlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19520582C1 true DE19520582C1 (de) | 1996-08-01 |
Family
ID=7763711
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995120582 Expired - Fee Related DE19520582C1 (de) | 1995-06-06 | 1995-06-06 | Anordnung zur Synchronisierung eines längs eines Montagebandes verfahrbaren Montageroboters mit einer auf dem Montageband transportierten Karosserie hinsichtlich Geschwindigkeit und Relativlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19520582C1 (de) |
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