DE19519420A1 - Anlage zur Diebstahlsicherung von Fahrzeugen vor Diebstahl - Google Patents
Anlage zur Diebstahlsicherung von Fahrzeugen vor DiebstahlInfo
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Description
Gegenstand des Schutzrechts ist eine Anlage zur Diebstahlsicherung von
Fahrzeugen auf dem Funkweg.
Aus der Funkschau 20/1994, Seite 36/37, ist es bekannt, bei Bedarf von
einem außerhalb des Fahrzeugs befindlichen Zentralsender einen Sperrbefehl
für die Aktivierung einer Wegfahrsperre eines Kraftfahrzeugs auszustrah
len, diesen durch einen auf den Zentralsender abgestimmten Empfänger im
Fahrzeug aufzunehmen und an die Wegfahrsperre weiterzugeben.
Die Erfindung unterscheidet sich gegenüber diesem Stand der Technik durch
die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs 1.
Die Erfindung bietet den Vorteil, daß bei der Ausführung des Sperrbefehls
die momentane Fahrsituation des Fahrzeugs berücksichtigt werden kann und
eine Gefährdung der Fahrzeuginsassen und weiterer Verkehrsteilnehmer durch
die Aktivierung der Wegfahrsperre vermieden wird.
In den Ansprüchen 2 bis 5 sind vorteilhafte Ausführungsbeispiele der
Erfindung gekennzeichnet.
Bei der weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung Bezug
genommen. Darin zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Anlage.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
Der fahrzeugeigene Empfänger der erfindungsgemäßen Anlage zur Diebstahlsi
cherung von Fahrzeugen auf dem Funkweg umfaßt eine Fahrzeugantenne 1,
einen Funkempfänger 2 und eine Auswerteschaltung 3.
Der Funkempfänger 2 muß für den Frequenzbereich ausgelegt sein, in dem der
Zentralsender arbeitet und gegebenenfalls einen Sperrbefehl aussendet. Als
Zentralsender kann ein terrestrischer Rundfunksender dienen, der zugleich
mit seinem Hörfunkprogramm auch Signale des Radio-Daten-Systems (RDS)
aussendet. Darin ist u. a. auch ein Kanal für personenfunkruf vorgesehen,
der auch für die hier vorgesehene Übertragung von Sperrbefehlen genutzt
werden kann.
Aber auch andere Sendersysteme, die für die Übertragung von personenfunkru
fen konzipiert sind, z. B. Cityrufsender, Eurosignalsender, können für die
Übertragung von Sperrbefehlen in Frage kommen, wenn sie eine ausreichende
Reichweite ihres Empfangs gewährleisten.
In der an den Funkempfänger 2 angeschlossenen Auswerteschaltung 3 wird die
Übertragung eines Sperrbefehls für das individuelle Fahrzeug erkannt. Ein
solcher Sperrbefehl kann z. B. aus dem Fahrzeugkennzeichen bestehen. Das
System der Fahrzeugkennzeichen gewährleistet, daß jedes Fahrzeug ohne
weiteren Aufwand für die Kennung individuell angesprochen werden kann.
Auf die Frage des Nachweis es der Berechtigung, die Aussendung eines
Sperrbefehls für ein individuelles Fahrzeug zu veranlassen, und auf die
Abläufe zur Einleitung der Aussendung eines Sperrbefehls braucht hier
nicht weiter eingegangen zu werden, da sie zum Stand der Technik zu
rechnen sind. Wesentlich ist, daß der tatsächliche Empfang eines Sperrbe
fehls für das individuelle Fahrzeug in der Auswerteschaltung 3 erkannt
wird.
Die Auswerteschaltung 3 ist mit einem Schaltblock 4 verbunden, der die
gesamte Bordelektronik zur Motorsteuerung umfaßt.
Je nach Fahrzeugtyp ist der Aufwand in der Bordelektronik unterschiedlich
groß. Zur Motorsteuerung greift die Bordelektronik wahlweise in den
Zündkreis 5 oder in die Steuerung der Kraftstoffzufuhr 6 oder in beide ein.
Der Zündkreis 5 umfaßt auch den Anlasser 7 des Fahrzeugs, der aber erst
nach dem Abschalten des Motors, d. h. in der Regel erst nach einer länge
ren Fahrtunterbrechung, wieder benutzt wird.
Die Bordelektronik 4 ist mit verschiedenen Sensoren verbunden, unter
anderem auch mit Geschwindigkeitssensoren 8 und/oder mit Drehzahl
sensoren 9 zur Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeit (Tachowelle).
Die Ausgangssignale dieser Sensoren geben Auskunft darüber, ob die Räder
des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Abfrage der Sensoren rollen oder ruhen.
Für die erfindungsgemäße Anlage sind die Ausgangssignale der Sensoren von
Bedeutung, die ein Ruhen der Räder anzeigen.
In der erfindungsgemäßen Anlage ist der Bordelektronik 4 zur gegebenen
falls gewünschten Verzögerung des Sperrbefehls als Verzögerungsschaltung
eine Undstufe 10 vorgeschaltet, deren einer Eingang über eine Oderstufe 11
mit einem der Sensoren 8 oder 9 verbunden ist und deren zweiter Eingang an
den Ausgang der Auswerteschaltung 3 angeschlossen ist, während der Ausgang
der Undstufe 10 mit einem Eingang der Bordelektronik 4 verbunden ist, von
dem aus sich diese stillegen oder abschalten läßt. Die Bordelektronik 4
umfaßt in aller Regel einen Mikroprozessor, der erfindungsgemäß derart
programmiert ist, daß der Zustand des Ausgangs der Undstufe 10 in ausrei
chend kurzen Zeitabständen regelmäßig abgefragt wird.
In dem Ausgang der Auswerteschaltung 3 kann ein Speicher 12 liegen, in dem
ein erkannter Sperrbefehl auf längere Dauer zwischengespeichert werden
kann, wenn z. B. senderseitig für die Übertragung des Sperrbefehls nur ein
kurzer Zeitraum zur Verfügung steht.
Der erkannte und gegebenenfalls in dem Speicher 12 abgelegte Sperrbefehl
kann infolge der Einschaltung der Undstufe 10 erst dann an die Bordelektro
nik weitergeleitet werden, wenn die Räder nicht mehr rollen. Hierdurch
wird sichergestellt, daß der Motor nicht bei hoher Geschwindigkeit oder
gar bei einem Überholmanöver blockiert wird. Sind die Räder aber zum
Stillstand gekommen, dann kann der Motor ohne Gefahr für die Insassen und
weitere Verkehrsteilnehmer abgeschaltet werden. Das Fahrzeug selbst kann
sich dann noch als Verkehrshindernis erweisen, jedoch wird dadurch dem
stehenden Fahrzeug eher eine erhöhte Aufmerksamkeit zuteil.
Durch weitere Sensoren und mit diesen verbundene Undstufen kann die an
sich gewünschte Motorabschaltung in solchen Verkehrssituationen weiter
verzögert werden, die unfallträchtig sind, wenn das Fahrzeug länger
stehenbleibt.
Als Beispiel ist in der Fig. 1 ein Sensor 13 für die Nichteinschaltung des
linken Blinklichtes angedeutet. Ein stehender Linksabbieger sollte die
Fahrbahn sicher nicht länger als notwendig sperren. Das Ausgangssignal
dieses Sensors ist daher eines der Eingangssignale für eine weitere
Undstufe 14, deren zweiter Eingang mit dem Ausgang der ersten Undstufe 10
verbunden ist. Erst der Ausgang der weiteren Undstufe 14 ist dann mit dem
Abschalt-Eingang der Bordelektronik 4 verbunden.
Zur Sicherung der übrigen Verkehrsteilnehmer kann der Ausgang der ersten
Undstufe auch mit dem Einschalter der Warnblinkanlage 15 verbunden sein,
so daß im Augenblick der Abschaltung der Bordelektronik 4 die übrigen
Verkehrsteilnehmer gewarnt werden.
Als sehr wirksam hat es sich erwiesen, wenn die Warnblinkanlage (15)
direkt von dem Ausgang der Auswerteschaltung (3) unverzögert bei dem
Empfang eines Sperrbefehls eingeschaltet wird.
Anstelle der Warnblinkanlage können auch andere Mittel zur Signalisierung
einer Störung nach außen eingesetzt werden.
Claims (9)
1. Anlage zur Diebstahlsicherung von Fahrzeugen auf dem Funkweg mit
fahrzeugseitigen Empfängern für das Fahrzeug betreffende Sperrbefeh
le, die eine Wegfahrsperre aktivieren,
gekennzeichnet
durch eine Verzögerungsschaltung (10, 14) mit variabler Verzögerungs
zeit im Ausgang des Empfängers, die mit Betriebsdatensensoren (8, 9)
des Fahrzeugs verbunden ist und die den Sperrbefehl erst bei Unter
schreiten von Betriebssollwerten freigibt.
2. Anlage nach Anspruch 1,
gekennzeichnet
durch eine Undstufe (10) als Verzögerungsschaltung, die eingangssei
tig einerseits an den Ausgang des Empfängers angeschlossen ist und
andererseits mit einem Sensor (8, 9) für den Stillstand der Fahrzeug
räder verbunden ist, und die ausgangsseitig die Aktivierung der
Wegfahrsperre steuert.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Wegfahrsperre eine Bordelektronik (4) des Fahrzeugs dient,
und daß die Aktivierung der Wegfahrsperre durch Abschaltung der
Bordelektronik erfolgt.
4. Anlage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die regelmäßige Prüfung des Ausgangssignals der Undstufe (10) in
das Programm eines Mikroprozessors in der Bordelektronik (4) inte
griert ist.
5. Anlage nach Anspruch 3 oder 4,
gekennzeichnet
durch eine weitere Undstufe (14), die eingangsseitig einerseits mit
dem Ausgang der ersten Undstufe (10) und andererseits mit einem
Sensor (13) für das Nichtbetätigtsein des linken Blinklichtes verbun
den ist, und die ausgangsseitig die Abschaltung der Bordelektronik
steuert.
6. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrbefehle über den Personenfunkrufkanal im
Radiodatensystem (RDS) übertragen werden.
7. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrbefehle in einem dienstspezifischen Kanal des
Radiodatensystems (RDS) übertragen werden.
8. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrbefehl im Fahrzeug Mittel zur Signalisierung einer
Störung nach außen aus löst.
9. Anlage nach Anspruch 8
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrbefehl die Warnblinkanlage (15) einschaltet.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| DE1995119420 DE19519420B4 (de) | 1995-05-26 | 1995-05-26 | Anlage zur Diebstahlsicherung von Fahrzeugen vor Diebstahl |
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1996
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19519420B4 (de) | 2005-05-19 |
| WO1996037386A1 (de) | 1996-11-28 |
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