DE19517358C1 - Verfahren zum Fertigbearbeiten der gehärteten Verzahnung eines Kegelrades - Google Patents
Verfahren zum Fertigbearbeiten der gehärteten Verzahnung eines KegelradesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Oberbegriff des Pa
tentanspruchs 1 angegebenen Art und die Verwendung eines Kegel
rades nach Anspruch 3 oder 4.
Durch das Schleifen von spiralverzahnten Kegelrädern lassen sich
inzwischen sehr hohe Fertigungsgenauigkeiten bei vertretbaren
Bearbeitungszeiten erreichen. Die hohen Genauigkeiten wirken
sich vorteilhaft auf die kinematische Genauigkeit der Getriebe
und auf die Tragfähigkeit aus. Durch optimale Tragbildgestaltung
(Ease-Off-Topologie) lassen sich auch Verbesserungen im Ge
räuschverhalten erzielen. Das gilt für den konventionellen Ge
triebebau, insbesondere für den Bau von Bahn-, LKW- und Busge
trieben.
Bei achsversetzten PKW-Getrieben (sogenannten Hypoidgetrieben)
wird durch die konventionelle Kegelradfertigung, also durch Frä
sen, Härten und Läppen der Verzahnung eine hohe Geräuschqualität
erzielt. Hypoidräder für PKW zeichnen sich im allgemeinen durch
sehr großen Achsversatz aus. Daraus resultiert eine hohe Gleit
geschwindigkeit über den ganzen Flankenbereich, was für den
Läppprozeß ausgesprochen günstig ist. Außerdem werden PKW-Ge
triebe in sehr hohen Stückzahlen gefertigt, so daß es möglich
ist, den Prozeß zu optimieren. So ist es verständlich, daß bei
diesen Rädern heute mit der konventionellen Fertigung durch Frä
sen, Härten, Läppen ein Geräuschstandard erreicht wird, der bis
lang bei der Serienfertigung von solchen Getrieben mit Schleif
verfahren schwer zu erreichen ist.
Ein bekannter Fertigungsablauf bei der Hypoidgetriebe-Herstel
lung, der sich in wirtschaftlicher und in qualitativer Hinsicht
bewährt hat, umfaßt nach der EP 0 229 894 B1 Verzahnen durch
Fräsen oder Schneiden, Einsatzhärten und satzweises Läppen. Da
bei besteht im allgemeinen ein Radsatz aus jeweils einem Ritzel
und einem Tellerrad, welche beim Läppen zum späteren Einbau
paarweise zu kennzeichnen sind. Schwierigkeiten bereitet dabei
stets der nicht zu vermeidende Härteverzug und die daraus resul
tierende Qualitätseinbuße. Durch das paarweise Läppen werden
zur Verbesserung der Laufruhe der Radsätze zusätzlich zur Ver
feinerung der Zahnflankenoberflächen zwar einzelne Eingriffsfeh
ler behoben, Rund- und Planlauffehler bleiben jedoch erhalten.
Sind solche Rund- und Planlauffehler nicht tolerierbar, müssen
andere Feinbearbeitungsverfahren angewendet werden, wofür in der
EP 0 229 894 B1 zahlreiche Beispiele angegeben sind. So werden
bei der Großserienfertigung von Getrieben, insbesondere für PKW
und LKW, z. B. Stirnräder nach dem Weichfräsen (Vorverzahnen)
meist geschabt und anschließend gehärtet. Die dabei erzielte
Qualität genügt den Anforderungen, weil der Härteverzug bei
Stirnrädern gering ist. Bogenverzahnte Kegelräder werden wie vorste
hend angegeben hergestellt und paarweise eingebaut.
Zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit soll je
doch das feste Paaren von Ritzel und Tellerrad der Kegelradsätze
wegfallen, d. h. bei der Fein- oder Fertigbearbeitung der Verzah
nung ist der Härteverzug zu eliminieren. Für diesen Zweck be
schreibt die EP 0 229 894 B1 ein kontinuierliches Schleifverfah
ren, durch das sowohl die Wirtschaftlichkeit wie auch zusätzlich
die Qualität von Kegelradgetrieben vorteilhaft beeinflußt wird,
indem die Auswirkungen des Härteverzuges sowie Eingriffs-, Rund
lauf- und Planlauffehler weitgehend eliminiert werden, so daß
das paarweise Kennzeichnen von Ritzel und Tellerrad und deren
Lagerhaltung entfallen können. Der sehr hohe Geräuschstandard,
der bei der eingangs beschriebenen konventionellen Kegelradfer
tigung durch Fräsen, Härten, Läppen erreicht wird, läßt sich
durch dieses kontinuierliche Schleifverfahren aber auch nicht
erreichen.
Läppen bedeutet
einen zusätzlichen Arbeitsgang auf einer separaten Maschine
und hat weitere Nachteile, die
im folgenden angegeben sind. Zwar könnte man mit sehr hohem Auf
wand diese Ergebnisse auch mit Schleifen allein erzielen, die
Schleifzeiten wären jedoch zu lang, und die Reproduzierbarkeit
wäre nicht gegeben.
Aus der DE 43 13 533 A1 ist ein kontinuierliches Hart-Feinbear
beitungsverfahren für Kegelrad- und Hypoidverzahnungen mit be
liebigen Zahnlängsformen bekannt, das eine Alternative zum Läp
pen darstellen soll. Die mit einer Hartstoffbeschichtung verse
henen Werkzeuge sind kegelradähnliche Körper. Im Prozeß wird der
Materialabtrag durch Sprühen eines abrasiven Mittels zwischen
Werkzeug und Werkrad erreicht. Die Nachteile des Läppens sind,
daß es nicht möglich ist, wegen der individuellen Härteverzüge
eines jeden Kegelrades eine gleichbleibende Qualität und eine
definierte Flankengeometrie zu erzeugen, daß die Hartstoffkörner
des Läppmittels sich durch den Druck zwischen den Flanken in die
Oberfläche der Werkstücke eindrücken und zum Teil dort verblei
ben, weshalb bei dem späteren Betreiben des Getriebes mit einem
zu hohen Einlaufverschleiß zu rechnen ist, und daß die beiden
zusammen geläppten Räder (Ritzel und Tellerrad) als Satz oder
Paar bis zur Montage zusammenbleiben und mit individuell unter
schiedlichen Einbaumaßen montiert werden müssen, was erhebliche
Kosten verursacht. Bei dem Verfahren nach der DE 43 13 533 A1
wird der Prozeß auf einer Schleifvorrichtung ausgeführt, wobei
der Bearbeitungsvorschub nur mittels eines Durchwälzens durch
das Eingriffsgebiet erreicht wird und wobei Läppmittel (Öl ver
mischt mit Hartstoffkörnern) in die Kontaktzone eingespritzt
wird. Die Beschichtung des Werkzeuges besitzt eine höhere Härte
als die abrasiven Partikel des Läppmittels, und zum Schutz des
Werkzeuges kann dieses nach der abrasiven Hartstoffbeschichtung
noch mit einer zusätzlichen schützenden Schicht überzogen wer
den. Das Verfahren nach der DE 43 13 533 A1 erlangt dadurch zwar
den Charakter eines Honverfahrens, bei dem es sich um eine
Kombination von Läppen und Schleifen handelt, es müssen jedoch
die vorstehend beschriebenen Nachteile in Kauf genommen werden,
die durch den Einsatz von Läppmittel verursacht werden.
Aus der DE 34 25 800 A1 ist es bekannt, die Zahnflanken von
Kegelrädern statt durch Läppen lediglich durch Honen feinzubear
beiten, um die Geräuschentwicklung zu vermindern und die Tragfä
higkeit durch bessere und gleichmäßigere Oberfläche zu steigern.
Dieses Verfahren besitzt den Vorteil, daß die gehonten Kegelrä
der ein erheblich ruhigeres Laufverhalten aufweisen und sich
insbesondere zum Einsatz in Getrieben bei Kraftfahrzeugen eig
nen, und daß die Nachteile des Läppens vermieden werden, also
ein Verschmutzen durch das Läppmittel und die Gefahr, daß Läpp
mittel auf den Flanken haften bleibt und durch Abrieb in das Ge
triebeöl und von dort aus in die Lager gelangt und erhöhten La
gerverschleiß verursacht, in dessen Folge falscher Zahneingriff
und damit erhöhtes Geräusch und eine Verminderung der Tragfähig
keit eintreten. Bei diesem bekannten Verfahren müssen aber die
Kegelräder sehr genau vorbearbeitet sein und dürfen keinen allzu
großen Härteverzug haben, damit die verlangte Genauigkeit und
Geräuscharmut tatsächlich auch erreicht werden kann, weil eine
Fertigbearbeitung durch Fertighonen keinen großen Materialabtrag
in vertretbarer Zeit bewirken kann.
Aus der DE 38 26 029 C2 ist es bekannt, bei einem Kegelradpaar,
bestehend aus Ritzel und Tellerrad, beide zu härten und dann die
Verzahnung des einen nach dem Härten durch Schälwälzfräsen fer
tigzubearbeiten und die Verzahnung des anderen durch Schleifen
fertigzubearbeiten. Bei dem Schälwälzfräsen wird das betreffende
Kegelrad nach dem Härten nochmals gefräst, um den Härteverzug zu
beseitigen. Das Fertigbearbeiten des anderen Kegelrades durch
Schleifen basiert auf der Überlegung, daß eine Paarung von Ke
gelrädern mit gleicher Oberflächenstruktur zur Geräuschanregung
in höheren Frequenzen führen kann und in der Regel ein Nachläp
pen verlangt, wogegen sich nun durch die Paarung einer
schälwälzgefrästen Verzahnung mit einer geschliffenen Verzah
nung, wobei das eine Kegelrad eine verhältnismäßig glatte und
das andere Kegelrad eine verhältnismäßig rauhe Oberflächenstruk
tur auf seinen Flanken hat, eine Geräuschunterdrückung erzielen
lassen soll. Nachteilig ist bei diesem bekannten Kegelradpaar,
daß eine weitere Maschine und teuere hartmetallbestückte Werk
zeuge erforderlich sind, mit denen die Verzahnung des einen Ke
gelrades nach dem Härten schälwälzgefräst wird. Das ist nicht
nur mit höheren Kosten verbunden, sondern garantiert auch keine
gleichmäßige Qualität. So lassen sich bei dem bekannten Kegel
radpaar zwar die Probleme mit der Geräuschanregung von geschlif
fenen Verzahnungen auf andere Weise als durch Läppen oder Honen
lösen, jedoch unter Inkaufnahme von zusätzlichen Kosten und von
nicht gewährleisteter Reproduzierbarkeit.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Art zu schaffen, durch das sich ein hoher Ge
räuschstandard bei Kegelrädern mit geschliffener Verzahnung auf
reproduzierbare Weise und ohne aufwendigeres Schleifen erzielen
läßt, und eine besondere Verwendung von solchen Kegelrädern anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die im Anspruch 1
angegebenen Schritte gelöst.
Weiter werden im Rahmen der Lösung der gestellten Aufgabe erfin
dungsgemäß eine besondere Verwendung gemäß Anspruch 3 oder 4 für
das durch das erfindungsgemäße Verfahren fertigbearbeitete Ke
gelrad geschaffen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ergeben sich
folgende bedeutsame Vorteile:
- - Der Schleifprozeß muß nicht so genau sein wie ohne Honen und kann somit schneller erfolgen.
- - Das Honen geschieht in der gleichen Maschine wie das Schlei fen, also in einer Aufspannung.
- - Der Aufwand für die Maschine ist nicht wesentlich größer als bei bekannten Maschinen.
- - Das Geräuschproblem wird deutlich reduziert, wenn nicht gar beseitigt.
- - Zusätzliches Aufspannen wie beim Läppen mit besonderem Reini gen oder beim Honen oder Schälwälzfräsen in einer besonderen Ma schine entfällt, da das Honen hier als ein Finishing-Vorgang in der Schleifmaschine geschieht.
So läßt sich erfindungsgemäß z. B. auf ein und derselben Maschine
mit einem Bearbeitungskopf ein Ritzel eines Kegelradpaares
schleifen und mit dem zweiten Bearbeitungskopf anschließend das
selbe Ritzel in der gleichen Aufspannung honen. Üblicherweise
dürfte es genügen, das Ritzel zu honen, da erfahrungsgemäß die
Paarung zweier unterschiedlich bearbeiteter Oberflächen ohnehin
die geräuschgünstigste Variante ist.
Die besonderen Vorteile der durch das erfindungsgemäße Verfahren
hergestellten Kegelräder zeigen sich insbesondere bei der Ver
wendung eines Kegelrades mit durch Honen feinbearbeiteter Ver
zahnung gepaart mit einem zweiten Kegelrad mit lediglich durch
Schleifen oder Hartfräsen nach dem Härten fertigbearbeiteter
Verzahnung. Dabei kann es sich insbesondere um ein aus einem
Tellerrad und einem Ritzel bestehendes Kegelradpaar handeln.
Durch das Honen einer Verzahnung bei zumindest einem Rad eines
Kegelradpaares wird das Laufverhalten günstig beeinflußt, da die
Oberflächenstruktur eine andere Ausrichtung aufweist als beim
Schleifen oder Hartfräsen.
Nach dem heutigen Stand der Technik ist es noch nicht wirt
schaftlich, das Tellerrad zu honen, weil dafür die Drehzahl des
als Honwerkzeug eingesetzten Honritzels zu hoch wäre und ein zu
hoher Verschleiß am Ritzel die Folge wäre.
Es ist zwar an sich bereits eine Werkzeugmaschine zum Feinbear
beiten der Zahnflanken von vorverzahnten Zahnrädern bekannt
(DE 37 07 664 C1), die es ermöglicht, das Feinbearbeiten in ein und
derselben Aufspannung wie bei dem vorangehenden Schleifen
auszuführen, auf dieser bekannten Maschine lassen sich jedoch
nur Stirnräder und keine Kegelräder fertigbearbeiten. Außerdem
erfolgt die Feinbearbeitung der geschliffenen Verzahnung durch
Polieren und nicht durch Honen. Die bekannte Maschine ist eine
Wälzschleifmaschine zum Schraubwälzschleifen und anschließenden
Schraubwälzpolieren, bei der die Flanken des Stirnrades sowohl
beim Schleifen als auch beim Polieren mit einem schneckenförmi
gen Werkzeug im Abwälzverfahren beaufschlagt werden. Dafür sind
die Schleifschnecke und die Polierschnecke in Reihe auf ein und
derselben Werkzeugspindel angeordnet, so daß die Feinstbearbei
tung des Stirnrades, d. h. das Polieren, auf ein und derselben
Maschine anschließend an das Schleifen erfolgen kann. Das
Schraubwälzschleifen erfolgt im Vorhub mit hoher Drehzahl (z. B.
10 900 Umdrehungen pro Minute), und das Polieren erfolgt im
Rückhub mit der gleichen Geschwindigkeit. Es werden also auf
ein und derselben Maschine zwei gleiche kinematische Schraub
wälzprozesse mit gleichen Maschineneinstellungen, gleichen
Bewegungsabläufen, im Prinzip gleichen Werkzeugen (zum
Schraubwälzen) und gleichen Abtragsmechanismen ausgeführt, die
an den Zahnflanken Oberflächenstrukturen mit gleicher Ausrich
tung ergeben.
Im Gegensatz dazu werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
zum Fertigbearbeiten der Verzahnung eines Kegelrades zwei völlig
verschiedene Bearbeitungsverfahren miteinander kombiniert, die
völlig verschiedene Maschineneinstellungen, völlig verschiedene
Bewegungsabläufe, völlig verschiedene Werkzeuge und völlig ver
schiedene Abtragsmechanismen erfordern. Zu diesem Zweck wird
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zweckmäßig eine Maschine mit
Doppelbearbeitungskopf, also
mit zwei getrennten Werkzeugspindeln eingesetzt, wie sie im
Prinzip aus dem Firmenprospekt WNC 30 der Firma Oerlikon Geartec AG, Zürich,
bekannt ist, der eine Spiralkegelrad-Wälzschleifmaschine beschreibt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird bevorzugt die Topfschleifscheibe auf der zweiten
Werkzeugspindel der Maschine durch ein Honwerkzeug ersetzt, und der
gesamte Antrieb dieser Spindel wird so umgerüstet, daß der mit
wesentlich niedrigerer Drehzahl ausgeführte Honprozeß statt des
Schleifprozesses mit dem zweiten Bearbeitungskopf ausgeführt
werden kann. Erfindungsgemäß ist so zum ersten Mal die Möglich
keit geschaffen worden, auf ein und derselben Maschine Kegelrä
der sowohl schleifen als auch durch Honen feinbearbeiten zu
können, also zwei kinematisch völlig unterschiedliche Bearbei
tungsverfahren auf ein und derselben Maschine auszuführen, wo
für im Stand der Technik stets zwei gesonderte Maschinen einge
setzt werden mußten. Die Vorteile, die sich durch das Honen auf
derselben Maschine wie das Schleifen, also in einer Aufspannung
des fertigzubearbeitenden Kegelrades ergeben, sind oben bereits
dargelegt worden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung bildet den Gegen
stand des Anspruchs 2.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im
folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 ein aus Tellerrad und Ritzel bestehendes Kegelradpaar eines Hypoidgetriebes,
Fig. 2 eine Maschine zum Fertigbearbeiten des Ritzels eines
Kegelradpaares durch Schleifen von dessen Verzahnung
mittels einer Topfschleifscheibe, und
Fig. 3 die Maschine nach Fig. 2 bei dem anschließenden
Feinbearbeiten desselben Ritzels mit Hilfe eines
Hontellerrades.
Fig. 1 zeigt ein Kegelradpaar, das durch das Verfahren und auf
der Maschine, die im folgenden beschrieben sind, herstellbar
ist. Es besteht aus einem spiralverzahnten Tellerrad 10 und ei
nem spiralverzahnten Ritzel 12, das in Fig. 1 zwar getrennt von
dem Tellerrad 10 gezeigt ist, im Einsatz jedoch mit diesem
kämmt. Die Spiralverzahnungen der beiden Kegelräder 10, 12 sind
jeweils lediglich durch einen Zahn 11 bzw. 13 angedeutet. Es
wird davon ausgegangen, daß beide Verzahnungen durch Fräsen und
Einsatzhärten hergestellt worden sind. Zum Beseitigen des Härte
verzuges sowie von Plan- und Rundlauffehlern und bei Bedarf zur
Herstellung einer gewünschten Ease-Off-Topologie und dgl. werden
beide Verzahnungen nach dem Härten üblicherweise auf einer
Spiralkegelrad-Wälzschleifmaschine geschliffen, wie sie in den
Fig. 2 und 3 dargestellt ist. In dem dargestellten Beispiel han
delt es sich um den oben bereits erwähnten Typ WNC 30 von
Wälzschleifmaschine. Auf einer solchen Maschine sind sämtliche
Profilmodifikationen wie positive und negative Höhenbal
ligkeiten, definierte Kopf- und Fußrücknahmen, Längsballigkei
ten, Zahnfußrundungsradien und beliebige Eingriffswinkelkorrek
turen problemlos herstellbar, wie es in dem oben erwähnten
Firmenprospekt WNC 30 angegeben ist. Diese Maschine wird im fol
genden näher betrachtet.
Gemäß der Darstellung in den Fig. 2 und 3 hat die Maschine ein
Maschinengehäuse 16, das horizontal bewegbar ist. Im Zusammen
spiel eines werkstückseitigen Horizontalschlittens 18 und eines
Vertikalschlittens 20 des Maschinengehäuses 16 wird während der
Bearbeitung eine Wälzbewegung erzeugt, während der sich das
Werkstück, im dargestellten Beispiel das Ritzel 12, um seine ei
gene Achse dreht. Die Maschine hat zwei durch ihre Mittelachse
angedeutete Spindeln 22, 24, die jeweils einen Bearbeitungskopf
zum Aufspannen eines Bearbeitungswerkzeuges 26 bzw. 28 tragen.
Das Bearbeitungswerkzeug 26 ist eine Topfschleifscheibe. Das Be
arbeitungswerkzeug 28 ist ein tellerradartiges Honwerkzeug, also
z. B. ein Tellerrad, das komplett aus Korund bestehen kann oder
zumindest abrasive Flanken hat. In der Darstellung in Fig. 2
wird mit Hilfe der Topfschleifscheibe 26 gerade die einsatzge
härtete Verzahnung des Ritzels 12 geschliffen. Die geschliffene
Verzahnung wird anschließend feinbearbeitet. Dazu wird das Rit
zel mit Hilfe des Horizontalschlittens 18 in die in Fig. 3 dar
gestellte Stellung verfahren und mit dem Honwerkzeug 28 in Eingriff
gebracht, so daß in der gleichen Aufspannung des Ritzels 12 wie
beim Schleifen dessen Verzahnung nunmehr zusätzlich gehont wird.
Das Tellerrad 10 wird auf übliche Weise nur geschliffen. Vor
zugsweise wird ein solches Tellerrad mit lediglich geschliffener
Verzahnung mit dem Ritzel 12 gepaart, dessen Verzahnung nach dem
Schleifen zusätzlich durch Honen feinbearbeitet worden ist. Die
Paarung der unterschiedlichen Oberflächenstrukturen der beiden
Verzahnungen ergibt die gewünschte Geräuschqualität.
Selbstverständlich könnte auch das Tellerrad geschliffen und an
schließend gehont werden und dann mit einem Ritzel, das ledig
lich geschliffen worden ist, gepaart werden. In diesem Fall
würde es sich bei dem Honwerkzeug 28 um ein Honritzel
handeln, das eine sehr hohe Drehzahl aushalten müßte, damit die
gesamte Fertigbearbeitung in ausreichend kurzer Zeit durchge
führt werden könnte. Das wiederum wäre mit hohem Verschleiß der
Hartstoffbeschichtung des Honritzels verbunden. Dafür gibt es
zur Zeit keine ohne weiteres verfügbaren und geeigneten Werk
stoffe, weshalb die Paarung aus geschliffenem Tellerrad und ge
hontem Ritzel 12 bevorzugt wird. Es könnte aber, um das Teller
rad zu honen, ein Gegenrad mit wesentlich größeren Abmessungen
als das Ritzel entwickelt werden, beispielsweise durch Vergröße
rung des Achsversatzes und Änderung des Achswinkels. Damit würde
ein Gegenrad erzeugt, das wesentlich mehr Zähne als das Ritzel
hätte. Auch beim Honen der Ritzel stellt das Honwerkzeug mit den geo
metrischen Daten des Tellerrades nur eine Möglichkeit aus der
Vielzahl der möglichen Honwerkzeuge dar.
Die Geräuschqualität eines
Kegelradpaares, bei dem die Verzahnungen beider Kegelräder ge
schliffen und geläppt sind,
kann auf einfachere Weise erzielt worden, wenn bei dem Schleif
prozeß, der nicht so genau wie ohne Honen zu sein braucht, le
diglich das Ritzel 12 in der gleichen Aufspannung in derselben
Maschine noch zusätzlich gehont wird. Überdies werden auf
diese Weise die mit dem Läppen verbundenen Nachteile vermieden.
Claims (4)
1. Verfahren zum Fertigbearbeiten der gehärteten Verzahnung
eines Kegelrades durch Schleifen nach dem Härten und
anschließendes Feinbearbeiten der geschliffenen Verzahnung,
wobei das Schleifen der Verzahnung auf einer Kegelradschleif
maschine mittels Topfschleifscheibe ausgeführt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das Feinbearbeiten der Verzahnung durch
Honen auf derselben Maschine mittels eines kegelradähnlichen
Honwerkzeuges in ein und derselben Aufspannung des Kegelrades
wie bei dem vorangehenden Schleifen ausgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Honen eines Ritzels ein tellerradähnliches Honwerkzeug verwen
det wird.
3. Verwendung eines ersten Kegelrades (12) mit gemäß dem Ver
fahren nach Anspruch 1 oder 2 feinbearbeiteter Verzahnung ge
paart mit einem zweiten Kegelrad (10) mit gemäß demselben Ver
fahren feinbearbeiteter Verzahnung.
4. Verwendung eines ersten Kegelrades (12) mit gemäß dem Ver
fahren nach Anspruch 1 oder 2 feinbearbeiteter Verzahnung ge
paart mit einem zweiten Kegelrad (10) mit lediglich durch
Schleifen nach dem Härten fertig bearbeiteter Verzahnung.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19517358A DE19517358C1 (de) | 1995-05-11 | 1995-05-11 | Verfahren zum Fertigbearbeiten der gehärteten Verzahnung eines Kegelrades |
| US08/945,715 US6033287A (en) | 1995-05-11 | 1996-05-10 | Method of finishing the hardened teeth of a bevel gear wheel |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19517358A DE19517358C1 (de) | 1995-05-11 | 1995-05-11 | Verfahren zum Fertigbearbeiten der gehärteten Verzahnung eines Kegelrades |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19517358C1 true DE19517358C1 (de) | 1996-10-24 |
Family
ID=7761695
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19517358A Revoked DE19517358C1 (de) | 1995-05-11 | 1995-05-11 | Verfahren zum Fertigbearbeiten der gehärteten Verzahnung eines Kegelrades |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| US (1) | US6033287A (de) |
| DE (1) | DE19517358C1 (de) |
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