DE19517992A1 - Kraftfahrzeug-Rücksitz mit umklappbarer Kopfstütze - Google Patents
Kraftfahrzeug-Rücksitz mit umklappbarer KopfstützeInfo
- Publication number
- DE19517992A1 DE19517992A1 DE19517992A DE19517992A DE19517992A1 DE 19517992 A1 DE19517992 A1 DE 19517992A1 DE 19517992 A DE19517992 A DE 19517992A DE 19517992 A DE19517992 A DE 19517992A DE 19517992 A1 DE19517992 A1 DE 19517992A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bracket
- sleeve
- backrest
- seat according
- headrest
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 4
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 3
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 3
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 description 1
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 1
- 230000003292 diminished effect Effects 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 230000009191 jumping Effects 0.000 description 1
- 210000003041 ligament Anatomy 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60N—SEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60N2/00—Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
- B60N2/80—Head-rests
- B60N2/806—Head-rests movable or adjustable
- B60N2/809—Head-rests movable or adjustable vertically slidable
- B60N2/812—Head-rests movable or adjustable vertically slidable characterised by their locking devices
- B60N2/818—Head-rests movable or adjustable vertically slidable characterised by their locking devices with stepwise positioning
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Seats For Vehicles (AREA)
- Chair Legs, Seat Parts, And Backrests (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kraftfahrzeug-
Rücksitz mit einer Kopfstütze, die mit einem oder
mehreren Bügeln am Sitz befestigt ist, wobei die
Verbindung zwischen Bügel und Kopfstütze in einem
Gelenk, das um eine senkrecht zur Fahrtrichtung
ausgerichtete, horizontale Achse drehbar ist, er
folgt, und der Bügel in etwa vertikaler Richtung
verschiebbar in die Lehne des Rücksitzes einge
bracht ist.
Kopfstützen schützen die Insassen eines Kraftfahr
zeuges vor Verletzungen im Halsbereich, indem sie
ihren Kopf abfangen, wenn bei einem rückseitigen
Aufprall auf das Fahrzeug oder beim Zurückschnellen
aus den Gurten nach einem frontseitigen Aufprall
der Kopf nach hinten geworfen wird und die Gefahr
einer Überlastung von Bändern und Wirbeln besteht.
Um einen optimalen Schutz gewährleisten zu können,
ist es notwendig, daß die Kopfstütze relativ zum
Fahrzeugsitz, an dem sie befestigt ist, verstellbar
ist, so daß eine Anpassung an die Körpergröße des
Benutzers möglich wird. Zu diesem Zweck erfolgt die
Befestigung über - in aller Regel zwei - Bügel, die
in etwa vertikaler Richtung in die Lehne des Sitzes
eingeschoben sind, wobei die Einschiebtiefe und da
mit der Abstand zur Sitzoberseite veränderlich ist.
Auf diese Weise läßt sich durch Ausziehen und Ein
schieben der Bügel erreichen, daß sich die Stütze
auch bei unterschiedlich großen Fahrzeuginsassen
stets in Kopfhöhe befindet und bei einem Unfall
eine hohe Sicherheit gewährleistet. Weiterhin weist
die Mehrzahl der Kopfstützen ein Drehgelenk auf,
mit dem sie am Bügel befestigt sind und das ihre
Kippung in einem begrenzten Winkelbereich nach vorn
oder hinten ermöglicht, so daß sich der Komfort für
den Benutzer erhöht und er sich bequem an der
Stütze anlehnen kann.
Während die Verwendung von Kopfstützen bei den Vor
dersitzen von Kraftfahrzeugen unproblematisch ist,
grenzen die Kopfstützen eines Kraftfahrzeug-Rück
sitzes das hintere Sichtfeld des Fahrers erheblich
ein. Aus diesem Grund ist es zweckmäßig, sie in
eine weniger störende Position verstellen zu kön
nen, falls der Rücksitz unbenutzt ist. Dazu ist es
bekannt, in der Lehne des Rücksitzes Aussparungen
vorzusehen, in die die Stützen vertikal einschieb
bar sind, wobei jedoch das Problem besteht, daß die
Aussparung die Lehnenhöhe eingeschränkt, so daß
sich ein Kindersitz nicht mehr auf dem Sitz befe
stigen läßt. Auch der Sitzkomfort wird bei dieser
Gestaltung der Rückenlehne vermindert.
Weiterhin läßt sich bei vielen Kraftfahrzeugen der
Kofferraum durch das Umklappen der Rückbank vergrö
ßern. Im Stande der Technik ist dieser Vorgang sehr
aufwendig, da die Kopfstützen aus der Lehne heraus
zuziehen sind, die in den begrenzten Raum hinter
den Vordersitzen eingeklappt wird, um eine durchge
hende, ebene Ablagefläche im Kofferraum zu erzeugen
und die Passagiere auf den Vordersitzen durch die
Rückbank vor bei einem Unfall nach vorn fliegenden
Ladungsteilen zu schützen. Wird die Sitzbank wieder
in die ursprüngliche Position verbracht, sind die
Kopfstützen wieder einzuschieben. Meist fehlen zu
dem geeignete Befestigungs- oder Ablagemöglichkei
ten für die herausgenommenen Kopfstützen.
Schließlich sind Kopfstützen bekannt, die sich im
unbenutzten Zustand in die Hutablage einfahren las
sen. Diese Konstruktion ist jedoch sehr aufwendig,
so daß sie für die Mehrzahl der Serienfahrzeuge aus
Kostengründen nicht in Frage kommt, und ist darüber
hinaus für Fahrzeuge mit umlegbaren Rücklehnen al
lenfalls eingeschränkt geeignet.
Vor diesem Hintergrund hat es sich die Erfindung
zur Aufgabe gestellt, einen Kraftfahrzeug-Rücksitz
mit einer Kopfstütze zu entwickeln, die sich aus
dem rückwärtigen Sichtbereich des Fahrers ausbrin
gen läßt, wenn der Sitz nicht benutzt wird, und
beim Umlegen der Rückenlehne an dieser befestigt
bleibt, ohne ihre Bewegbarkeit einzuschränken.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Bügel aus zwei Teilen besteht, die in einem
zweiten Drehgelenk um eine senkrecht zur Fahrtrich
tung ausgerichtete horizontale Achse quer gegenein
ander drehbar sind, der Bügel im Bereich um das
zweite Drehgelenk von einer axial verschieblichen
Hülse umgeben ist, der Bügel mit Hülse etwa bis zum
ersten Drehgelenk in die Lehne des Rücksitzes ein
schiebbar ist, und die Kopfstütze im ersten Drehge
lenk parallel zur Oberseite der Lehne schwenkbar
ist.
Der Bügel der vorgeschlagenen Kopfstütze läßt sich
in den Rücksitz einschieben, bis sich das Drehge
lenk, mit dem ihre Neigung einstellbar ist, im Be
reich der Lehnenoberkante befindet. In diesem Ge
lenk ist die Kopfstütze um einen so großen Winkel
bereich verstellbar, daß sie sich parallel zur
Rücksitzoberseite legen läßt und bei eingeschobenem
Bügel flach auf dieser aufliegt. Zu diesem Zweck
bietet es sich beispielsweise an, die Kopfstütze
mit einer rückseitigen Trägerplatte zu versehen,
auf der das Gelenk frei verschwenkbar befestigt
ist. Die Höhe der Rückbank wird durch die auflie
gende Kopfstütze nur unwesentlich vergrößert, so
daß ein Umlegen der Rückbank nicht behindert wird.
Die Festlegung im Gelenk erfolgt zweckmäßig durch
Reibschluß, wobei die Verstellung entweder durch
Überwinden einer gewissen Mindestkraft oder nach
Lösen einer Arretierung erfolgt.
Ein zweites Drehgelenk, das den Bügel in zwei ge
geneinander drehbare Teile untergliedert, wird in
Gebrauchsposition der Kopfstütze zusammen mit den
benachbarten Bereichen des Bügels derart von einer
Hülse umgeben, daß es sich nicht bewegen läßt und
in seiner Position fixiert ist. Wird die Hülse, die
mit dem umschlossenen Bügel in den Rücksitz ein
schiebbar ist, axial auf dem Bügel verschoben, gibt
sie das zweite Drehgelenk frei, so daß sich die
Kopfstütze nach hinten umklappen läßt. Bei hinrei
chend weit in den Rücksitz eingeschobenem Bügel
steht lediglich das Gelenk geringfügig über die
Oberkante der Rücklehne hervor, und das rückwärtige
Sichtfeld des Fahrers wird allenfalls geringfügig
eingeschränkt. Für größere Fahrer befindet sich die
umgeklappte und auf der Hutablage aufliegende Kopf
stütze in Blickrichtung unterhalb der Heckscheibe,
so daß ihr Blickfeld keinerlei Einschränkungen er
fährt. Zweckmäßig ist das zweite Drehgelenk etwa
auf Höhe der unteren Kante der Kopfstütze angeord
net.
Die erfindungsgemäße Kopfstütze ist in Gebrauchspo
sition gut auf die Körpergröße des Benutzers ein
stellbar, so daß sie ihm bei einem Unfall einen
ausgezeichneten Schutz bietet. Sie erfüllt in her
vorragender Weise die an sie bestehenden Anforde
rungen, da sie sich sowohl aus dem Sichtbereich des
Fahrers ausbringen läßt, wenn der Rücksitz unbe
nutzt ist, als sich auch in eine Position schieben
läßt, in der ein Umlegen der Rücklehne nicht behin
dert wird. Die Kopfstütze bleibt dabei an der Rück
bank befestigt, so daß sich die zum Umlegen notwen
digen Arbeitsschritte wesentlich vereinfachen und
die Kopfstützen weiterhin fest mit dem Fahrzeug
verbunden bleiben und keine Gefährdung seiner In
sassen darstellen. Weiterhin ist die Kopfstütze von
einem einfachen und damit kostengünstigen sowie
platzsparendem Aufbau. Entsprechend läßt sie sich
in herkömmliche Rücklehnen einbauen, ohne daß sich
das zu ihrer Aufnahme notwendige Volumen wesentlich
vergrößert. Ebenso sind keine Aussparungen der
Lehne erforderlich, die die Anbringung eines Kin
dersitzes verhindern würden.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
ist die Hülse durch eine Feder mit dem Bügel ver
bunden, die sie in der das zweite Drehgelenk umge
benden Position hält. Damit wird verhindert, daß
sich die Hülse unbeabsichtigt auf dem Bügel ver
schiebt und das zweite Drehgelenk freigibt, die
Kopfstütze umklappt und dem Benutzer keinen Schutz
mehr bietet. Eine zweckmäßige Anordnung besteht in
einer Schraubenfeder, die endseitig am Bügelende
befestigt ist und diesen bis zu ihrer hülsenseiti
gen Befestigung koaxial umgibt.
Die Verschiebung der Hülse erfolgt bevorzugt durch
einen Antrieb, so daß die Möglichkeit für den Fah
rer eröffnet wird, das Umklappen der Kopfstütze von
seinem Sitzplatz aus durch ein zentrales Bedienele
ment auszulösen. Bei hinreichend leichtgängiger La
gerung oder geringfügig gegen die Senkrechte ge
neigtem Bügel, wie es der Fall ist, wenn sein Ein
bau in Richtung der Neigung der Rücklehne erfolgt,
klappen die Kopfstützen unter dem Einfluß der
Schwerkraft selbsttätig in die vorgesehene Lage.
Das Aufrichten kann dagegen von Hand erfolgen, da
es nur dann notwendig ist, wenn der Sitz von einer
Person benutzt wird. Als Antrieb bietet sich bei
spielsweise ein Motor oder ein Elektromagnet an,
wobei die Möglichkeit besteht, daß dieser der Feder
entgegenwirkt, die die Hülse am Bügel befestigt,
damit die Rückstellung der Hülse durch die Feder
erfolgen kann.
Ein Antrieb, der der Feder entgegen wirkt, die
Hülse und Bügel verbindet, muß eine Kraft auf den
Bügel ausüben, um die Hülsenposition verändern zu
können. Vorgeschlagen wird daher, den Antrieb am
oder im Bügel zu befestigen, wobei insbesondere im
letzteren Fall ein sehr platzsparender Aufbau er
reichbar ist.
Alternativ wird die Bewegung des Bügels in Wir
kungsrichtung eines am Rücksitz befestigten An
triebs durch einen Anschlag begrenzt, so daß die
Hülse unter Zusammendrücken der Feder das zweite
Drehgelenk freigibt, wenn der Antrieb den Bügel ge
gen den Anschlag bewegt. Der Vorteil dieser Ausge
staltung der Erfindung besteht darin, daß der Bügel
zunächst durch den Antrieb bis zum Anschlag in die
Lehne des Rücksitzes einfahrbar ist, so daß es sich
erreichen läßt, daß er nach dem Umklappen der Kopf
stütze nur geringfügig aus der Rückbank hervor
steht. Damit sich der Bügel weiterhin bis zum er
sten Drehgelenk in den Rücksitz einschieben läßt,
ist es erforderlich, daß der Anschlag, beispiels
weise nach Art eines Riegels, in eine Position be
weglich ist, in der er das Einschieben nicht behin
dert.
Vorzugsweise erfolgt der Antrieb der Hülse pneuma
tisch durch einen Über- oder Unterdruck. Zu seiner
Bereitstellung dient eine Pumpe, die zweckmäßig
alle Kopfstützen der Rückbank versorgt, um den Auf
wand gering zu halten, oder eine Verbindung zum
pneumatischen System des Fahrzeugs, das zur Versor
gung von Servobremsen oder -lenkung notwendig ist.
Vorteilhaft ist die Verbindung eines pneumatischen
Antriebs mit einem Anschlag, der pneumatisch in die
Position beweglich ist, in der er die Bewegung des
Bügels begrenzt, damit eine Freigabe des Drehge
lenks erfolgen kann. Sind beide mit dem gleichen
Druckerzeuger verbunden, so daß ihre Druckbeauf
schlagung stets gleichzeitig erfolgt, blockiert der
Anschlag die Bewegung des Bügels nur dann, wenn
dieser durch den Antrieb bewegt wird. Ansonsten ist
der Bügel, insbesondere zur Höhenverstellung der
Kopfstütze oder zum vollständigen Einschieben in
die Rückbank stets frei beweglich. Die Rückstellung
des Anschlags erfolgt z. B. durch eine Federkraft.
Vielfach ist eine rasterartige Höhenverstellung ei
ner Kopfstütze vorgesehen, wobei eine an der Rück
bank befestigte Erhöhung oder ein Riegel lösbar in
übereinander angeordnete Vertiefungen im Bügel ein
greift. Da bei vielen Ausgestaltungen der Erfindung
der Bereich, in dem die Vertiefungen zweckmäßig an
geordnet werden, durch die Hülse überdeckt wird,
wird vorgeschlagen, entsprechende Vertiefungen oder
Einkerbungen in die Hülse einzubringen. Dabei ist
es möglich, daß der Eingriff durch die Einkerbungen
hindurch bis in den Bügel erfolgt, wozu sich sowohl
federnd in die Vertiefungen eingreifende als auch
feststellbare Verriegelungen eignen.
Ferner ist eine Kopfstütze mit einem weiteren An
schlag bevorzugt, der am Bügel befestigt ist und an
dem die Hülse unter Wirkung der Feder anliegt, so
daß sie eine definierte Lage einnimmt, wie es ins
besondere bei einem auf der Hülse angeordneten Ra
ster zur Höhenverstellung von Vorteil ist. Darüber
hinaus wird die Gefahr vermindert, daß sich ein Be
nutzer verletzt, wenn er den Bügel im Randbereich
der Hülse erfaßt und sich diese bewegt. Schließlich
erhöhen sich die Toleranzen für Fertigung und Ein
bau der Feder.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Er
findung lassen sich dem nachfolgenden Beschrei
bungsteil entnehmen, in dem anhand der Zeichnung,
die einen Schnitt durch die Lehne eines erfindungs
gemäßen Rücksitzes mit Kopfstütze zeigt, ein Aus
führungsbeispiel der Erfindung näher erläutert
wird.
Die Kopfstütze, die ein frontseitiges Polster (1)
sowie eine rückseitige Trägerplatte (2) umfaßt, ist
mit einem Drehgelenk (3) an einem Bügel befestigt,
der aus einem Oberteil (4) sowie einem Unterteil
(5) besteht und die Verbindung der Kopfstütze mit
der Lehne (6) des Rücksitzes herstellt. Um ein Um
klappen der Kopfstütze zu ermöglichen, wie es not
wendig ist, wenn die Lehne (6) des Rücksitzes nach
vorne umgelegt wird, erfolgt die Verbindung zwi
schen Oberteil (4) und Unterteil (5) des Bügels
über ein zweites Drehgelenk (7), dessen Bewegung
bei normalen Gebrauch der Kopfstütze blockiert ist,
indem es von einer Hülse (8) umgeben wird, die sich
auch über die angrenzenden Bereiche von Oberteil
(4) und Unterteil (5) des Bügels hinwegerstreckt.
Zum Umklappen der Kopfstütze wird zunächst ein in
der Lehne (6) befestigter Antrieb (9) über eine
Leitung (10), die ihn mit einem Druckerzeuger ver
bindet, mit einem Unterdruck beaufschlagt, so daß
sich sein Kolben (19) in Pfeilrichtung nach unten
bewegt und dabei über den Hebel (11) die Hülse (8)
nach unten zieht. Da Hülse (8) und Unterteil (5)
des Bügels über eine Feder (12) verbunden sind, be
wegt sich dabei zunächst der Bügel mit Hülse (8)
und Kopfstütze nach unten. Die Begrenzung dieser
Bewegung erfolgt durch einen ausfahrbaren Anschlag
(13), der wie der Antrieb (9) über eine Leitung
(10) mit dem Druckerzeuger verbunden ist. Entspre
chend werden beide gleichzeitig mit einem Unter
druck beaufschlagt und der Anschlag (13) befindet
sich im ausgefahrenen Zustand, wenn der Bügel durch
den Antrieb (9) nach unten bewegt wird. Durch den
Anschlag (13) wird das Bügelunterteil in seiner Be
wegung blockiert, während der Antrieb (9) die Hülse
(8) weiterhin nach unten bewegt, die Feder (12) zu
sammengedrückt und das Drehgelenk (7) freigegeben
wird. Infolge der Neigung der Kopfstütze nach hin
ten klappt das Oberteil (4) des Bügels um, so daß
das Gesichtsfeld des Fahrers allenfalls unwesent
lich eingeschränkt wird. Die Höhe des Anschlags
(13) ist dabei derart gewählt, daß das Unterteil
(5) des Bügels vollständig in die Führung (14) der
Lehne (6) eingezogen wird, bis sich das Drehgelenk
(7) an ihrer Oberseite befindet, und entsprechend
erreicht wird, daß der Bügel im umgeklappten Zu
stand nicht weiter als notwendig aus der Lehne (6)
hervor steht. Die Bedienung des Antriebs (9) ist
zweckmäßig vom Sitzplatz des Fahrers aus möglich,
während das Aufrichten der Kopfstützen im Drehge
lenk (7) von Hand vorgesehen ist.
Findet keine Druckbeaufschlagung des Anschlags (13)
statt, so wird dieser durch eine Feder eingezogen
und der Bügel der Kopfstütze läßt sich frei in der
Führung (14) verschieben. Rasterartige Einkerbungen
(15) in der Hülse (8), die bis in das Unterteil (5)
des Bügels hinein reichen, dienen in Zusammenarbeit
mit einem Riegel (16) zur Festlegung der Kopfstütze
in der gewünschten Höhe. Dabei liegt die Hülse (8)
unter Wirkung der Feder (12) an einem auf dem Ober
teil (4) des Bügels befestigtem Anschlag (18) an,
der ihre Position festlegt.
Weiterhin ist es möglich, den Bügel so weit in die
Führung (14) einzuschieben, daß sich das erste
Drehgelenk (3) an der Oberseite der Lehne (6) be
findet. Zur Festlegung dient eine weitere Einker
bung (17), in die der Riegel (16) in dieser Posi
tion eingreift. Anordnung und Schwenkbereich des
ersten Drehgelenks sind derart gewählt, daß sich
die Trägerplatte (2) der Kopfstütze in eine etwa
horizontale Lage schwenken läßt, so daß sie mit ih
rer Rückseite bei eingeschobenem Bügel flach auf
der Oberseite der Lehne (6) anliegt. In dieser Lage
wird die Gesamthöhe der Rückenlehne nur wenig durch
die Kopfstütze verändert und ein Umklappen der
Rückbank nicht behindert.
Im Ergebnis entsteht auf diese Weise eine Kopf
stütze, die sich aus dem rückwärtigen Sichtbereich
des Fahrers ausbringen läßt, wenn der zugehörige
Sitzplatz nicht benutzt wird, und ein Umlegen der
Rückenlehne gestattet, ohne daß deren Bewegbarkeit
durch die Kopfstütze eingeschränkt wird.
Claims (10)
1. Kraftfahrzeug-Rücksitz mit einer Kopfstütze, die
mit einem oder mehreren Bügeln am Sitz befestigt
ist, wobei die Verbindung zwischen Bügel und Kopf
stütze in einem Gelenk, das um eine senkrecht zur
Fahrtrichtung ausgerichtete, horizontale Achse
drehbar ist, erfolgt, und der Bügel in etwa verti
kaler Richtung verschiebbar in die Lehne des Rück
sitzes eingebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Bügel aus zwei Teilen (4, 5) besteht, die in einem zweiten Drehgelenk (7) um eine senkrecht zur Fahrtrichtung ausgerichtete horizontale Achse quer gegeneinander drehbar sind,
- - der Bügel im Bereich um das zweite Drehgelenk (7) von einer axial verschieblichen Hülse (8) umgeben ist,
- - der Bügel mit Hülse (8) etwa bis zum ersten Dreh gelenk (3) in die Lehne (6) des Rücksitzes ein schiebbar ist,
- - und die Kopfstütze im ersten Drehgelenk (3) par allel zur Oberseite der Lehne (6) schwenkbar ist.
2. Rücksitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Hülse (8) durch eine Feder (12) am Bü
gel befestigt ist.
3. Rücksitz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verschiebung der Hülse (8) durch
einen Antrieb (9) erfolgt.
4. Rücksitz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Antrieb (9) entgegen der Wirkungsrich
tung der Feder (12) an der Hülse (8) angreift.
5. Rücksitz nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Antrieb (9) am Bügel befestigt
ist.
6. Rücksitz nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bewegung des Bügels in Wirkungs
richtung des Antriebs (9) durch einen Anschlag (13)
begrenzt ist, der in eine Position beweglich ist,
in der der Bügel ungehindert in die Lehne (6) ein
schiebbar ist.
7. Rücksitz nach einem der Ansprüche 3 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß der Antrieb (9) pneuma
tisch erfolgt.
8. Rücksitz nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Anschlag (13) pneumatisch entge
gen einer Federkraft in die Position beweglich ist,
in der er die Bewegung des Bügels begrenzt.
9. Rücksitz nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (8) ra
sterartig übereinander angeordnete Vertiefungen
oder Einkerbungen (15) mit unterliegenden Vertie
fungen des Bügels aufweist, in die eine Erhöhung
oder ein Riegel (16) eingreift, der an der Lehne
(6) befestigt ist.
10. Rücksitz nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (8) un
ter Wirkung der Feder (12) an einem am Bügel befe
stigten Anschlag (18) anliegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19517992A DE19517992B4 (de) | 1995-05-18 | 1995-05-18 | Kraftfahrzeug-Rücksitz mit umklappbarer Kopfstütze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19517992A DE19517992B4 (de) | 1995-05-18 | 1995-05-18 | Kraftfahrzeug-Rücksitz mit umklappbarer Kopfstütze |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19517992A1 true DE19517992A1 (de) | 1996-11-21 |
| DE19517992B4 DE19517992B4 (de) | 2005-10-20 |
Family
ID=7762074
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19517992A Expired - Lifetime DE19517992B4 (de) | 1995-05-18 | 1995-05-18 | Kraftfahrzeug-Rücksitz mit umklappbarer Kopfstütze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19517992B4 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2783212A1 (fr) * | 1998-09-16 | 2000-03-17 | Faure Bertrand Sitztech Gmbh | Appui-tete pour un siege de vehicule automobile |
| DE10318928A1 (de) * | 2003-04-26 | 2004-11-18 | Daimlerchrysler Ag | Faltbalg-Kopfstütze |
| DE102005039305A1 (de) * | 2005-08-19 | 2007-03-29 | Faurecia Autositze Gmbh | Rückenlehne für ein Fahrzeug |
| DE102013018387A1 (de) * | 2013-10-26 | 2015-04-30 | Audi Ag | Rücksitz für Fahrzeuge |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7824813U1 (de) * | 1978-08-19 | 1978-12-14 | Recaro Gmbh & Co, 7312 Kirchheim | Kopfstuetze fuer fahrzeugsitze |
| DE3605774A1 (de) * | 1986-02-22 | 1987-09-17 | Opel Adam Ag | Umlegbare kopfstuetze fuer einen fahrzeugsitz, insbesondere fuer einen ruecksitz eines personenwagens |
| DE4305909C2 (de) * | 1993-02-26 | 1997-08-21 | Metallwerk Biebighaeuser Gmbh | Verstellbare Kraftfahrzeug-Kopfstütze |
-
1995
- 1995-05-18 DE DE19517992A patent/DE19517992B4/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2783212A1 (fr) * | 1998-09-16 | 2000-03-17 | Faure Bertrand Sitztech Gmbh | Appui-tete pour un siege de vehicule automobile |
| DE10318928A1 (de) * | 2003-04-26 | 2004-11-18 | Daimlerchrysler Ag | Faltbalg-Kopfstütze |
| DE10318928B4 (de) * | 2003-04-26 | 2005-06-09 | Daimlerchrysler Ag | Faltbalg-Kopfstütze |
| DE102005039305A1 (de) * | 2005-08-19 | 2007-03-29 | Faurecia Autositze Gmbh | Rückenlehne für ein Fahrzeug |
| DE102005039305B4 (de) * | 2005-08-19 | 2009-11-05 | Faurecia Autositze Gmbh | Rückenlehne für ein Fahrzeug |
| DE102013018387A1 (de) * | 2013-10-26 | 2015-04-30 | Audi Ag | Rücksitz für Fahrzeuge |
| DE102013018387B4 (de) * | 2013-10-26 | 2018-01-04 | Audi Ag | Rücksitz für Fahrzeuge |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19517992B4 (de) | 2005-10-20 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE60304991T2 (de) | Kopfstütze für kraftfahrzeuge | |
| DE3605774C2 (de) | ||
| DE60300049T2 (de) | Kopfstütze für Kraftfahrzeugsitze | |
| DE102004044970B4 (de) | Kopfstützenanordnung mit Nockenantrieb in vier Richtungen | |
| DE19781265B4 (de) | Fahrzeugrücksitzbank mit Mittelarmlehne und Kopfstütze | |
| DE102006059722B4 (de) | Modulare(r) Sitz/Konsole für ein Fahrzeug | |
| EP0407741B1 (de) | Kopfstütze für Rücksitze | |
| EP1427603B1 (de) | Rückenlehne für fahrzeugsitz | |
| DE19643977C2 (de) | Fahrzeugsitz mit Multifunktionslehne | |
| EP1152917B1 (de) | Kindersitz, insbesondere zur mobilen verwendung in einem flugzeug | |
| DE102006017797B4 (de) | Fahrzeugsitz-Löseanordnung | |
| DE4131998C2 (de) | ||
| DE4315824C2 (de) | Rückhaltevorrichtung für den Fahrersitz eines Flurförderzeugs | |
| DE4446595A1 (de) | Fahrzeugsitz | |
| EP1329355A1 (de) | Sitzmodul | |
| EP0928717A1 (de) | Verstelleinrichtung für eine Fahrzeugsitz-Rückenlehne | |
| EP0101073B1 (de) | Kraftfahrzeug mit einer umklappbaren Rücksitzbank und einstellbaren Kopfstützen | |
| DE19517932C2 (de) | Kraftfahrzeug-Rücksitz mit Kopfstütze | |
| DE10333912B4 (de) | Tischeinheit für Fahrzeugsitze | |
| DE10000622A1 (de) | Flurförderzeug mit einem Klappsitz | |
| DE19517992A1 (de) | Kraftfahrzeug-Rücksitz mit umklappbarer Kopfstütze | |
| DE19643266C1 (de) | Kopfstütze für Kraftfahrzeugsitze | |
| DE10125757A1 (de) | Fahrzeugsitz mit einer in der Rückenlehne integrierten Kopfstütze | |
| DE10038813A1 (de) | Kopfstützenanordnung | |
| DE102012018351A1 (de) | Fahrzeugsitz sowie Verfahren zum Verbringen eines Fahrzeugsitzes |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: F.S. FEHRER GMBH & CO. KG, 97318 KITZINGEN, DE |
|
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R071 | Expiry of right | ||
| R071 | Expiry of right |