DE19517892A1 - Schleifmaschine für Brillengläser mit Einrichtungen zum Regeln des Betrages der Spannung des zu schleifenden Glasrohlings - Google Patents
Schleifmaschine für Brillengläser mit Einrichtungen zum Regeln des Betrages der Spannung des zu schleifenden GlasrohlingsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine für Bril
lengläser, insbesondere mit Einrichtungen zum Regeln
des Betrages der Spannung des zu schleifenden Glasroh
lings.
Die Erfindung findet Anwendung bei einer Schleifmaschi
ne für Brillengläser, die ein Gestell aufweist, einen
Schlitten von beispielsweise im allgemeinen U-förmiger
Gestalt, der auf einer ersten Welle in bezug auf das
Gestell hin- und herbewegbar angeordnet ist, eine zwei
te Welle, die zur ersten Welle parallel ist und wenig
stens eine durch einen elektrischen Motor drehangetrie
bene Schleifscheibe aufweist, wobei der Schlitten eine
zur ersten Welle parallele Spannachse trägt, die in
zwei Abschnitten ausgeführt ist, zwischen denen ein zu
schleifender Glasrohling gehalten wird, der für die
Schleifarbeitsgänge auch drehangetrieben wird.
Zu diesem Zweck weist die Maschine Spanneinrichtungen
auf, die wenigstens einen der beiden Abschnitte der
Spannachse axial beaufschlagen und zu diesem Zweck we
nigstens einen Getriebemotor mit einem Motor und den
Organen zur Übertragung der Antriebskraft des Motors
aufweisen, die im allgemeinen in einem Gehäuse unterge
bracht sind.
Der Abtrieb des Getriebemotors ist beispielsweise mit
einem Zahnritzel zum Antreiben einer auf einer Spann
stange ausgebildeten Zahnstange verbunden, die einen
der beiden Abschnitte der Spannachse axial beauf
schlagt.
Der Glasrohling wird dadurch gespannt, daß der elektri
sche Motor des Getriebemotors so gespeist wird, daß er
eine Antriebskraft,
d. h. ein Antriebsmoment abgibt, das vom Getriebemotor
und der Zahnritzel-Zahnstangen-Vorrichtung in eine axi
ale Spannkraft umgewandelt wird.
Es läßt sich feststellen, daß je nach Nutzung der Ma
schine und der Abnutzung ihrer Bauteile sich die Lei
stung der Baugruppe aus Getriebemotor, Zahnritzel und
Zahnstange ändert, wobei die entstehenden Veränderungen
des Spannkraftbetrages besonders groß sein, beispiels
weise etwa 30% betragen können.
Bei Brillengläser-Schleifmaschinen bekannter Konstruk
tionen ist es also nicht möglich, den Betrag der Spann
kraft am zu schleifenden Glasrohling zuverlässig und
dauerhaft zu regeln.
Eine Messung des Versorgungsstroms des Spannbetäti
gungsmotors ist möglich, aber dieser Wert widerspiegelt
die Spannkraft nicht direkt, denn die Gesamtheit der
mechanischen Bauteile, die zwischen die Motorabtriebs
welle und die Spannwelle für den Glasrohling zwischen
geschaltet sind, erzeugt Reibungen, die von der Abnut
zung der Maschine, von der Temperatur ebenso abhängig
wie von der Häufigkeit der Spannoperationen veränder
lich sind.
In der französischen Patentanmeldung Nr. 93 02810 ist
bereits eine Brillengläser-Schleifmaschine mit Einrich
tungen des weiter oben genannten Typs zum Regeln des
Betrages der Spannung des zu schleifenden Glasrohlings
vorgeschlagen worden, bei der die Organe für die Über
tragung der Motorantriebskraft in einem Gehäuse unter
gebracht sind, das in bezug auf den Schlitten schwenk
bar angeordnet und mit dem Schlitten durch eine Reak
tionsfeder verbunden ist, wobei eine Steuereinheit vor
gesehen ist, um die Antriebskraft des Motors in Abhän
gigkeit von der Längenänderung der Feder zu ändern.
Wenngleich diese Konstruktion einen bemerkenswerten
Fortschritt darstellt, ermöglicht sie jedoch keine zu
verlässige und dauerhafte Regelung des Betrages der
Spannkraft am zu schleifenden Glasrohling.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe
zu schaffen.
Diese Aufgabe ist bei einer Schleifmaschine des weiter
oben angegebenen Typs, bei dem die Organe für die Über
tragung der Antriebskraft des Motors eine axiale Par
allelverschiebung eines der Abschnitte der Spannachse
hervorrufen, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eines
der Übertragungsorgane in bezug auf den Schlitten, in
einer zur Spannachse parallelen Richtung verschiebbar
angeordnet ist und sich an ihm unter Zwischenschaltung
einer Reaktionsfeder abstützt, und daß eine Steuerein
heit vorgesehen ist, um die Antriebskraft des Motors
und folglich die axiale Spannkraft am Rohling in Abhän
gigkeit von der elastischen Deformation der Feder zu
verändern.
Gemäß weiteren Merkmalen der Erfindung
- - weist die Maschine einen Sensor zum Messen der Deformation der Feder auf, welcher der Steuerein heit ein Signal zuleitet, das für die vom genann ten Übertragungsorgan auf die Feder ausgeübte Re aktionskraft repräsentativ ist;
- - ist das genannte Übertragungsorgan in der Nähe eines der Endstücke von einem der beiden Abschnit te der Spannachse, dem Rohling abgewandt, angeord net;
- - ist das Übertragungsorgan eine Mutter, die auf ein Gewinde an einem der beiden Abschnitte der Spann achse aufgeschraubt ist;
- - ist eine gleichachsige Reaktionshülse zwischen eine radiale Fläche der Antriebsmutter und der Reaktionsfeder zwischengeschaltet;
- - ist die Reaktionshülse gegen Drehung gegenüber dem Schlitten festgehalten und weist Mittel zur dreh festen Verbindung mit dem Gewindeteil der Spann achse auf;
- - sind Wälzvorrichtungen zwischen die radiale Fläche der Antriebsmutter und eine gegenüberliegende ra diale Fläche der Reaktionshülse zwischengeschal tet;
- - ist die Reaktionsfeder eine elastisch deformier bare Lamelle, von der ein Endstück am Schlitten befestigt ist und das andere, freie Endstück mit dem genannten Übertragungsorgan zusammenwirkt;
- - ist das genannte Übertragungsorgan bei einer Va riante ein Zahnritzel für den Antrieb einer auf einem der Abschnitte der Spannachse ausgebildeten Zahnstange, das in einem Gehäuse angeordnet ist, welches in bezug auf den Schlitten verschiebbar ist und an der Reaktionsfeder anliegt.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der
nachstehenden detaillierten Beschreibung im Zusammen
hang mit den beigefügten Zeichnungen, in denen zeigt:
Fig. 1 eine vereinfachte Seitenansicht, mit einem
Teilschnitt, einer erfindungsgemäßen Brillen
gläser-Spannvorrichtung, die in den Schlitten
einer Brillengläser-Schleifmaschine inte
griert ist, und
Fig. 2 einen Teilschnitt in größerem Maßstab des
rechten Teils der Fig. 1.
In Fig. 1 ist ein Teil eines Schlittens 10 einer Bril
lengläser-Schleifmaschine herkömmlicher Ausbildung dar
gestellt, der eine Spannachse aus zwei Abschnitten 12A
und 12B aufweist, zwischen denen ein Rohling 14 eines
zu schleifenden Brillenglases gehalten ist.
Der linke Abschnitt 12A der Spannachse ist im Schlitten
10 mit Zwischenschaltung eines Wälzlagers 16 drehbar
angeordnet und ist zur drehbaren Verbindung mit einem
Zahnradgetriebe 18 verlängert.
Der rechte Teil 12B der Spannachse ist im Schlitten 10
durch ein Wälzlager 20 ebenfalls drehbar gelagert, in
dem er auch axial verschiebbar ist.
Der Abschnitt 12B der Spannachse ist entsprechend Fig. 1
und 2 nach rechts durch eine Endstück 22 verlängert,
auf dem ein Drehantriebsritzel 24, das zu einem Zahn
ritzelblock 26 gehört, drehfest verbunden ist.
Das Endstück 22 der Halbspannachse 12B ist auch mit
einer Hülse 28 versehen, deren Außenfläche ein Gewinde
30 aufweist.
Ein axiales Endstück 32 der Hülse 28 stützt sich über
ein Axialwälzlager 34 axial so am Drehantriebsritzel 24
ab, daß eine entsprechend Fig. 2 von rechts nach links
gerichtete axiale Verstellung der Halbspannachse 12B
hervorgerufen werden kann.
Das andere Endstück 36 der Hülse 28 stützt sich an der
gegenüberliegenden radialen Fläche eines Wälzlagers 38
ab, das auf dem Endstück 22 durch einen elastischen
Ring 40 in axialer Richtung festgehalten ist.
Mit der Hülse 28 ist ein Ring 42 drehfest verbunden,
der radial nach außen durch einen Finger 44 verlängert
ist.
Das Wälzlager 38 ist in einer Reaktionshülse 46 ver
schiebbar angeordnet, die selbst in einer Bohrung 48
verschiebbar ist, die in einem zum Schlitten 10 gehö
renden massiven Abschnitt 50 ausgebildet ist.
Die Reaktionshülse 46 weist eine axiale Nut 52 auf, in
welcher der Finger 44 des mit der Hülse 28 drehfest
verbundenen Rings 42 angeordnet ist.
Die Reaktionshülse 46 ist selbst in bezug auf den Ab
schnitt 50 des Schlittens 10 mittels eines Klotzes 54
gegen Drehung fixiert, welcher in der Nut 52 verschieb
bar gehalten ist.
Die eine Schraube bildende Hülse 28 trägt eine An
triebsmutter 54′, die im Schlitten 10 über ein Wälzla
ger 56 drehbar gelagert ist.
Die Antriebsmutter 54′ weist ein Zahnrad 58 auf, das
durch einen Getriebezug 60 drehangetrieben wird, von
dem ein Ritzel 62 mit der Abtriebswelle 64 eines elek
trischen Antriebsmotors 66 drehfest verbunden ist.
Von der Antriebsmutter 54′ liegt eine radiale Fläche 68
über ein Axialwälzlager 74 axial an einer gegenüberlie
genden radialen Fläche 70 an, die an einer radialen
Schulter 72 der Reaktionshülse 46 ausgebildet ist.
Um die axiale translatorische Verstellung der eine
Schraube bildenden Hülse 28 hervorzurufen, ist die Re
aktion der Antriebsmutter 54′ somit gegen die Reak
tionshülse 46 gerichtet.
Die ringförmige radiale Endfläche 76 der Reaktionshülse
46 kann axial aus der Bohrung 48 herausragen, um sich
an eine gegenüberliegende Fläche einer Reaktionsfeder
80 anzulegen, die von einer elastisch deformierbaren
Lamelle aus Blech 82 gebildet ist, von der ein Endstück
84 am Abschnitt 50 des Schlittens 10 durch ein Klemm
stück 86 befestigt ist.
Das freie, untere Endstück 88 der von der Lamelle 82
gebildeten Reaktionsfeder 80 wirkt mit einer axial in
paralleler Richtung zur Spannachse verschiebbaren Stan
ge 90 eines Lagesensors 92, beispielsweise des Typs
Rheostat, zusammen.
Der Lagesensor 92 sowie der elektrische Antriebsmotor
66 sind mit einer nicht dargestellten Spannbetätigungs- und
Spannkraftregel-Einheit verbunden, welche die Para
meter für die Versorgung des Motors zur Änderung des
Spannkraftbetrages in Abhängigkeit von der vom Lagesen
sor 92 gemessenen Deformation der Reaktionsfeder 80
ändert.
Wenn der Antriebsmotor 66 mit elektrischer Energie ver
sorgt wird, bewirkt er das Spannen des Rohlings 14 über
die Antriebsmutter 54′, die eine axiale Verstellung,
entsprechend den Figuren von rechts nach links, der
eine Schraube bildenden Hülse 28 und folglich der Halb
spannachse 12B bewirkt.
Im Laufe dieser Spannaktion stützt sich die radiale
Fläche 68 der Antriebsmutter 54′ als Reaktion an der
Reaktionshülse 46 ab, die eine Deformierung der Reak
tionsfeder 80 hervorruft, bis diese beispielsweise ihre
in Fig. 2 mit strichpunktierten Linien gezeichnete de
formierte Stellung 88 einnimmt.
Diese vom Lagesensor 92 gemessene Deformation ermög
licht eine Änderung der Spannkraft auf einen einwand
frei beherrschten Betrag.
Die vorstehend beschriebene Erfindung ist nicht auf die
in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsform be
schränkt. Die Reaktionsfeder und die Mittel zur Messung
ihrer Deformation können verschiedene Formen annehmen:
die Feder kann beispielsweise eine Schraubenfeder, ein
Federscheibenpaket usw. sein.
Die Erfindung ist auch nicht auf die Art des axialen
Antriebs der Halbspannachse 12B in Form von Mutter und
Schraube beschränkt. Wie bei der französischen Paten
tanmeldung Nr. 93 02810 kann der Antrieb beispielsweise
von einem Zahnritzel und einer auf der Halbspannachse
12B ausgebildeten Zahnstange gebildet sein, wobei das
Zahnritzel und eventuell alle Bauteile des Getriebemo
tors in einem Gehäuse untergebracht sind, das in bezug
auf den Schlitten 10 verschiebbar ist und sich an einer
Reaktionsfeder abstützt, deren Deformation für die
Spannkraft repräsentativ ist.
Claims (9)
1. Schleifmaschine für Brillengläser (14), mit einem
Schlitten (10), der eine Spannachse in zwei Ab
schnitten (12A, 12B) trägt, zwischen denen ein
Brillenglas-Rohling (14) gespannt ist, und mit
Spannmitteln, die wenigstens einen (12B) der bei
den Abschnitte (12A, 12B) der Spannachse axial
beaufschlagen und zu diesem Zweck wenigstens einen
Getriebemotor (60, 66) und Organe (54′, 28) zur
Übertragung der Antriebskraft des Motors (66) um
fassen, die eine axiale Parallelverschiebung die
ses Abschnitts (12B) der Spannachse hervorrufen,
dadurch gekennzeichnet, daß
dadurch gekennzeichnet, daß
- - eines (54′) der Übertragungsorgane (28, 54′) in bezug auf den Schlitten (10) in paralleler Richtung zur Spannachse verschiebbar angeordnet ist und sich am Schlitten (10) unter Zwischen schaltung einer Reaktionsfeder (80) axial abstützt, und
- - eine Betätigungseinheit vorgesehen ist, um die Antriebskraft des Motors (66) und folglich die axiale Spannkraft am Rohling (14) in Abhängigkeit von der elastischen Deformation der Reaktionsfeder (80) zu ändern.
2. Schleifmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
sie einen Sensor (92) zum Messen der Deformation
der Reaktionsfeder (80) aufweist, der an die Betä
tigungseinheit ein Signal leitet, das für die vom
Übertragungsorgan (54′) auf die Reaktionsfeder
(80) ausgeübte Reaktionskraft repräsentativ ist.
3. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Übertragungsorgan (54′) in der Nähe eines (22)
der Endstücke von einem der beiden Abschnitte
(12B) der Spannachse, dem Rohling (14) abgewandt,
angeordnet ist.
4. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Übertragungsorgan eine Antriebsmutter (54′)
ist, die auf ein Gewinde (30) eines der beiden
Abschnitte (12B) der Spannachse aufgeschraubt ist.
5. Schleifmaschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine gleichachsige Reaktionshülse (46) zwischen
eine radiale Fläche (68) der Antriebsmutter (54′)
und die Reaktionsfeder (80) zwischengeschaltet
ist.
6. Schleifmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Reaktionshülse (46) in bezug auf den Schlitten
(10, 50) gegen Drehung gesichert ist und Mittel
(52, 44) aufweist, die den mit Gewinde versehenen
Abschnitt (28) der Spannachse gegen Drehung fixie
ren.
7. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
Wälzvorrichtungen (74) zwischen der radialen Flä
che (68) der Antriebsmutter (54′) und einer ge
genüberliegenden radialen Fläche (70) der Reak
tionshülse (46) angeordnet sind.
8. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Reaktionsfeder (80) eine elastisch deformier
bare Lamelle (82) ist, von der ein Endstück (84)
am Schlitten (10) befestigt ist und das andere,
freie Endstück (88) mit dem Übertragungsorgan
(54′) zusammenwirkt.
9. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Übertragungsorgan ein Zahnritzel zum Antreiben
einer Zahnstange ist, die auf einem der Abschnitte
der Spannachse ausgebildet und in einem Gehäuse
angeordnet ist, das in bezug auf den Schlitten
verschiebbar angeordnet ist und sich an der Reak
tionsfeder abstützt.
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- 1995-05-16 DE DE19517892A patent/DE19517892C2/de not_active Expired - Fee Related
- 1995-05-18 US US08/540,210 patent/US5759084A/en not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
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Also Published As
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| FR2720021A1 (fr) | 1995-11-24 |
| DE19517892C2 (de) | 1996-09-05 |
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