DE19517745A1 - Bedieneinrichtung für Lagerplätze und/oder Verarbeitungsstationen - Google Patents
Bedieneinrichtung für Lagerplätze und/oder VerarbeitungsstationenInfo
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- B66F—HOISTING, LIFTING, HAULING OR PUSHING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. DEVICES WHICH APPLY A LIFTING OR PUSHING FORCE DIRECTLY TO THE SURFACE OF A LOAD
- B66F9/00—Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes
- B66F9/06—Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes movable, with their loads, on wheels or the like, e.g. fork-lift trucks
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bedienein
richtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist bekannt, die Lagerplätze für Halb- und Fertigfabrikate
durch ein Zweischienennetz mit den Eingangs-, Konfektionier
und/oder Weiterverarbeitungsstationen zu verbinden, wobei die
Lagerplätze und die Stationen durch selbstfahrende, fernge
steuerte, auf dem Zweischienennetz verfahrbare Schienenfahr
zeuge sogenannte Bedieneinrichtungen bedient werden. Solche
Einrichtungen haben sich bewährt.
Je nach Größe der mit einer Bedieneinrichtung umzuschlagenden
Güter sind diese unterschiedlich groß und mit unterschiedlichen
Bedienelementen zu versehen. So erfordern beispielsweise Lager
und Verarbeitungsstationen für Teppiche oder Textilballen
andere Bedieneinrichtungsgrößen und andere Bedienelemente
als palettierte Güter wie Papierstapel, Schachteln und dgl.
Es ist daher bekannt, die Bedieneinrichtungen den zu hand
habenden Gütern entsprechend auszubilden, so daß deren
Bauweise grundverschieden sein kann. Die Verwendung einer
Bedieneinrichtung für andersartige Produkte erfordert daher
meist eine aufwendige Neu- oder Umkonstruktion, was die
gesamten Einrichtungskosten wesentlich verteuert.
Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine
Bedieneinrichtung zu schaffen, die aus Modulen besteht, die
in einfacher Weise getauscht oder an besondere Anforderungen
angepaßt werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Die Erfindung hat den Vorteil, insbesondere wenn beide Fahr
werke mit einem Antrieb versehen sind, daß für die Herstellung
einer kurzen oder langen Bedieneinrichtungen nur ein Trag
rahmen entsprechender Länge und gegebenenfalls angepaßten
Bedienelementen hergestellt werden muß. Ein weiterer Vorteil
ist, daß - wenn das vordere und hintere Fahrwerk gleich sind -
nur ein einziger Fahrwerktyp für alle denkbaren Ausführungs
formen der Bedieneinrichtung herzustellen ist.
Die zunehmende Größe der Lager- und Fabrikationsgebäude zur
Aufnahme der Lagerplätze und Verarbeitungsstationen und die
damit einhergehende Weitläufigkeit des Schienennetzes erfordert
oft aus Sicherheitsgründen die Unterteilung dieser Räumlich
keiten in durch Brandschutztore voneinander trennbare Schutz
zonen. In einem Brandfall werden diese Brandschutztore
geschlossen und ein Übergreifen des Feuers von einer Schutz
zone auf die benachbarte erschwert. Würden in solchen mit
Brandschutztoren ausgerüstete Großanlagen Bedieneinrichtungen
bekannter Art montiert, müßten in den Verschiebeebenen der
Brandschutztore im Schienennetz Lücken von einer der Dicke
der Brandschutztore entsprechenden Länge vorgesehen werden.
Die Folge davon ist, daß die bekannten Bedieneinrichtungen
in solchen in Schutzzonen unterteilten Großanlagen nicht
oder nur in Verbindung mit besonderen Übergabeeinrichtungen
eingesetzt werden können.
Die vorliegende Erfindung stellt sich weiter die Aufgabe,
eine Bedieneinrichtung der eingangs genannten Art derart zu
verbessern, daß sie auch dann verwendbar ist, wenn in den
Schienen des Schienennetzes Lücken für Brandschutztore und
dgl. vorgesehen werden müssen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Anspruchs 7.
Diese Ausführungsform der Erfindung hat den Vorteil, daß die
stumpf aufeinander stoßenden Schienen des Schienennetzes
nicht mehr mit der gleichen Genauigkeit abgelängt und anein
ander gestoßen werden müssen, da Stoßfugen problemlos über
fahren werden können.
Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung wird die
Erfindung beispielsweise erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt aus einem
Regallager,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Bedieneinrichtung,
Fig. 4 eine Draufsicht auf Fig. 3,
Fig. 5 eine Frontansicht zu Fig. 1 und
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 4.
Der Ausschnitt in Fig. 1 zeigt den Blick von oben in eine
(von mehreren) Gasse(n) 1 eines Hochregallagers, durch die
die Lagerplätze L, L′ der beiden sich gegenüberliegenden
Regale 2, 2′ zugänglich sind. Die beiden die Gasse 1 begren
zenden Regale 2, 2′ liegen sich spiegelbildlich gegenüber. In
übereinander liegenden Horizontalebenen, das heißt, in jeder
Etage des Lagers erstreckt sich längs der Gasse 1 ein Schie
nenpaar 3, 3′. Von diesen ist die Schiene 3 am Regal 2 und
die Schiene 3′ am Regal 2′ befestigt.
Längs den Schienen 3, 3′ verlaufen nicht dargestellte Speise
stromschienen sowie zu einer Zentralsteuerung führende
Steuerleitungen für eine auf den Schienen 3, 3′ verfahrbare
Bedieneinrichtung 7. Diese ist mit einem nicht dargestellten
Antriebsmotor, einer ebenfalls nicht dargestellten Steuer
einheit sowie einer Querauslage 8 versehen, mit welcher
Gegenstände an die Lagerplätze L, L′ übergeben oder von den
Lagerplätzen L, L′ übernommen werden können. Weiter weist die
Bedieneinrichtung 7 von der Steuereinheit betätigbare
Antriebsmittel für die Querauslage 8 auf.
An wenigstens einem Ende der Gasse 1 sind die Schienenpaare
3, 3′ jeder Etage an eine Aufzugsanlage angeschlossen, die
Teil eines Schienensystems bildet und für die Bedieneinrichtung
7 das Schienenpaar 3, 3′ der einen Etage mit dem Schienenpaar
einer anderen verbindet. An die Aufzugsanlage schließen auch
nicht dargestellte Schienenpaare an, welche weitere im Regal
lager vorhandene Gassen oder die dem Regallager zugeordneten
Stationen miteinander verbinden.
Die Bedieneinrichtung 7 weist vorne und hinten je ein Fahrwerk
6, 6′ auf, an denen ein mit der Querauslage 8 versehener
Tragrahmen 5 aufgehängt ist. Je nach Art und Größe der zu
handhabenden Güter ist der Tragrahmen 5 länger oder kürzer
und gegebenenfalls mit anders gearteter Querauslage 8 ver
sehen. Die beiden Fahrwerke 6, 6′ sind beidseits mit je vier
Laufrollen versehen (Fig. 1 und 5), welche in Fahrrichtung
hintereinander liegen und die auf den Schienen 3, 3′ abrollen.
Die Laufrollen 9 können mit Spurkränzen versehen sein. Fehlen
solche, ist die Bedieneinrichtung 7 durch gegen die Schienen
3, 3′ wirksame Seitenrollen 10 gegen eine Querverschiebung
gesichert. Die Seitenrollen 10 sind beidseits an den Fahr
werken 6, 6′ frei drehbar gelagert. Die beiden Fahrwerke 6,
6′ sind wie im gezeigten Beispiel vorzugsweise gleich ausge
bildet, so daß nachfolgend nur eines beschrieben wird. Das
Fahrwerk 6, 6′ weist beidseits mindestens zwei Laufrollen 9
auf. Klaffen aber in den Schienen 3, 3′ eines Regallagers
Lücken 11 für Brandschutztore 12, so sind beidseits mindestens
vier von einem Motor 13 angetriebene Rollen 9 vorhanden.
Das Fahrwerk 6, 6′ weist im wesentlichen eine starre, selbst
tragende Rahmenkonstruktion aus verschweißten Vierkant
profilen 14, 14′ auf, die mit einem Blechmantel 15 verkleidet
ist. An dieser Rahmenkonstruktion sind die Laufrollen 9 sowie
ihre den Motor 13 umfassenden Antriebsorgane gelagert.
An beiden Enden des in Fig. 6 im Querschnitt sichtbaren Vier
kantprofils 14 ist je ein Schwenkzapfen 16 (in Fig. 6 nur
einer sichtbar) befestigt, an denen je ein Hebel 17 angelenkt
ist. Das andere Ende des Hebels 17 ist an einem Schwenkzapfen
18 am unteren Ende einer Gewindemutterhülse 19 gelagert. In
deren Innengewinde ist von oben eine Spindel 20 eingeschraubt.
Ihr oberes, zylindrisches Schaftende ist in einem mit dem im
Querschnitt sichtbaren Vierkantprofil 14′ fest verbundenen
Lager 21 drehbar gelagert. Die Spindel 20 ist von einem Motor
22 in beiden Drehrichtungen antreibbar. Bei drehender Spindel
20 hebt oder senkt sich die Gewindehülse 19 in vertikaler
Richtung und verschwenkt dabei den Hebel 17 nach oben oder
unten. Zwischen den Schwenkzapfen 16 und 18 weist jeder der
Hebel 17 ein Schwenklager für einen zugeordneten, am Trag
rahmen 5 befestigten Achszapfen 23 auf, so daß die Enden des
Tragrahmens 5 an zwei Hebelpaaren 17 aufgehängt sind. Mittels
der Motoren 22 besteht somit die Möglichkeit, den Tragrahmen
5 vor einem Lagerplatz oder einer Verarbeitungsstation genau
auf die gewünschte Höhe zu bewegen.
Nach einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann die
Hubeinrichtung 16 bis 22 entfallen. In diesem Fall sind die
vier am Tragrahmen 5 befestigten Achszapfen in am Fahrwerk 6,
6′ befestigten Schwenklagern schwenkbar gelagert.
Die Schwerkraft (Pfeil P) des Tragrahmens 5 (einschließlich
der von ihm getragenen Last) wird bei den Achszapfen 23 in
das Fahrwerk 6, 6′ eingeleitet. Die Achszapfen 23 liegen
zwischen den Achsen 9′, 9′′ der mittleren Laufrollen 9 und
zwar so, daß die Lastresultierende (Pfeil P) mindestens
näherungsweise mittig zwischen den Laufrollen 9′ und 9′′
liegt. Sind an einem Fahrwerk 6, 6′ mehr als vier Laufrollen
9 vorhanden, müssen die Achszapfen 23 so zwischen den Lauf
rollenachsen angeordnet sein, daß ihnen in Fahrrichtung
(gleichgültig ob sich die Bedieneinrichtung 7 vor- oder
rückwärts bewegt) wenigstens zwei Laufrollen 9 vorangehen.
Das heißt, der horizontale Abstand der Lagerzapfen 23 zur
Drehachse der vordersten Laufrolle 9 des Fahrwerks 6 bzw. 6′
muß mindestens gleich dem Abstand zwischen den Drehachsen
der ersten und der letzten der vorangehenden Laufrollen 9
sein. Gehen in beiden Fahrrichtungen zwei oder mehr Lauf
rollenpaare 9 voraus, bestimmt die Größe des Achsabstandes
zwischen dem ersten und dem letzten vorangehenden Laufrollen
paar die Länge einer in den Geleisen 3, 3′ überfahrbaren
Lücke 11. Gehen beispielsweise dem Krafteinleitungspunkt
(Achszapfen 23) zwei Laufrollenpaare 9 mit einem Achsabstand
von 20 cm voraus, so kann die Bedieneinrichtung 7 störungsfrei
Lücken von 20 cm überfahren.
Claims (10)
1. Bedieneinrichtung für Lagerplätze und/oder Verar
beitungsstationen mit einem auf Laufrollen (9) verfahrbaren,
die Bedienelemente (8) aufweisenden Hubrahmen (5), dadurch
gekennzeichnet, daß in Fahrrichtung der Bedieneinrichtung
(7) am vorderen und hinteren Ende je ein Fahrwerk (6, 6′) mit
je mindestens viel Laufrollen (9) vorhanden ist, daß die
Fahrwerke (6, 6′) selbständige Bauteile bilden, daß mindestens
eines der Fahrwerke (6, 6′) mit einem Antrieb (13) ausgerüstet
und der Tragrahmen (5) mit seinen Enden je an einem der Fahr
werke (6, 6′) gelagert ist.
2. Bedieneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Fahrwerk (6, 6′) in Fahrrichtung
auf jeder Seite hintereinander mehr als zwei Rollen (9) auf
weist.
3. Bedieneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (5) an den Fahrwerken (6,
6′) höhenverstellbar gelagert ist.
4. Bedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (5) mit den
Fahrwerken (6, 6′) gelenkig verbunden ist.
5. Bedieneinrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (5) mittels eines Hebel
gliedes (17) an jedem der Fahrwerke (6, 6′) angelenkt ist.
6. Bedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Schwerkraft
komponenten (Pfeil P) des Tragrahmens (5) in Fahrrichtung der
Bedieneinrichtung (7) gesehen zwischen der vordersten und
hintersten Laufrolle (9) an den Fahrwerken (6, 6′) angreifen.
7. Bedieneinrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß in beiden Fahrrichtungen der Bedienein
richtung den Schwerkraftkomponenten (Pfeil P) mindestens zwei
Laufrollen (9) vorangehen.
8. Bedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Fahrwerk (6, 6′) in
Fahrrichtung der Bedieneinrichtung (7) auf jeder Seite min
destens vier Rollen (9) aufweist.
9. Bedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Fahrwerkrollen
angetrieben sind.
10. Bediengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Fahrwerke (6, 6′) gleich
ausgebildet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH234894A CH688447A5 (de) | 1994-07-26 | 1994-07-26 | Bedieneinrichtung fuer Lagerplaetze und/oder Verarbeitungsstationen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19517745A1 true DE19517745A1 (de) | 1996-02-01 |
Family
ID=4231697
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995117745 Withdrawn DE19517745A1 (de) | 1994-07-26 | 1995-05-15 | Bedieneinrichtung für Lagerplätze und/oder Verarbeitungsstationen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH688447A5 (de) |
| DE (1) | DE19517745A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1231164A1 (de) | 2001-02-08 | 2002-08-14 | Siemens Aktiengesellschaft | Regallager |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10136354B4 (de) * | 2001-07-26 | 2010-06-17 | Knapp Ag | Verfahren und Anlage zum Kommissionieren mit einem Behälterregal und zugeordnetem Regalbediengerät |
-
1994
- 1994-07-26 CH CH234894A patent/CH688447A5/de not_active IP Right Cessation
-
1995
- 1995-05-15 DE DE1995117745 patent/DE19517745A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1231164A1 (de) | 2001-02-08 | 2002-08-14 | Siemens Aktiengesellschaft | Regallager |
| EP1231164B1 (de) * | 2001-02-08 | 2005-09-14 | Siemens Aktiengesellschaft | Regallager |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH688447A5 (de) | 1997-09-30 |
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Legal Events
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