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DE1951621A1 - Verfahren und Einrichtungen fuer den schnellen Umschlag der Nutzlast von Flugzeugen - Google Patents

Verfahren und Einrichtungen fuer den schnellen Umschlag der Nutzlast von Flugzeugen

Info

Publication number
DE1951621A1
DE1951621A1 DE19691951621 DE1951621A DE1951621A1 DE 1951621 A1 DE1951621 A1 DE 1951621A1 DE 19691951621 DE19691951621 DE 19691951621 DE 1951621 A DE1951621 A DE 1951621A DE 1951621 A1 DE1951621 A1 DE 1951621A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pallets
fuselage
devices according
payload
aircraft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691951621
Other languages
English (en)
Inventor
Johann Kaiser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19691951621 priority Critical patent/DE1951621A1/de
Publication of DE1951621A1 publication Critical patent/DE1951621A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C1/00Fuselages; Constructional features common to fuselages, wings, stabilising surfaces or the like
    • B64C1/22Other structures integral with fuselages to facilitate loading, e.g. cargo bays, cranes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Ship Loading And Unloading (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtungen für den schnellen Umschlag der Nutzlast von Flugzeugen.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und Einrichtungen für das schnelle und rationelle Be- und Entladen von Frachtflugzeugen, Passagier-Frachtflugzeugen und Passagierflugzeugen.
  • Das Verladen sperriger Güter oder Container erfolgt bisher unter erheblichem Zeit-, Kosten- und manuellem Kraftaufwand, mittels normaler Transport- und Hebegeräte. Die Frachtstücke werden bisher von Transportwagen auf Hubstapler oder Hebebühnen geladen und durch große Ladeluken an der Rumpfseite manuell in das Innere des Rumpfes geschoben. Anschließend mußten die Kisten oder Container, ebenfalls manuell, in Richtung der Längsachse des Rumpfes verschoben werden, um den Frachtraum auszunutzen und die Last dem Ladeplan entsprechend zu verteilen. In umgekehrter Reihenfolge mußte beim Entladen verfahren werden.
  • Diese Verladeoperationen erfordern großen Aufwand an Zeit (unproduktive Standzeit der Flugzeuge), Personal (Lohnkosten) und Ladegeräten, Diese Nachteile treten bei zunehmender Größe der Flugzeuge und somit Bei zunehmender Nutzlastkapazität immer deutlicher in Erscheinung. Ganz besonders störend macht sich die lange Verlade zeit bei den modernen ßroßraum- Mittel- bzw Kurzstreckenflugzeugen bemerkbar, die als kombinierte Passagier-Frachtmaschi nen ausgelegt sind.
  • Im Interesse einer möglichst schnellen Passagierbeförderung und einer möglichst großen Rentabilität, müssen die Standzeiten bei Zwischenlandungen so kurz wie möglich gehalten werden, d.h., das Umladen der Fracht sollte möglichst nicht mehr Zeit beanspruchen, als das Ein- und Aussteigen der Passagiere.
  • Durch besondere Anordnung der Ladeluken wurde bisher versucht, die Verladeoperationen zu rationalisieren. Es ist zum Beispiel bekannt, das ganze Rumpfheck um eine vertikale Achse seitlich wegzuschwenken, um so einen freien Zugang zum Frachtraum zu erhalten, Bei anderen Maschinen läßt sich die Bugspitze nach der Seite oder nach oben ausschwenken, ebenfalls um freien Zugang zum Rumpfinnern zu erhalten.
  • Bei bekannten Flugzeugen für militärische Zwecke läßt sich der hintere Teil der Rumpfunterseite als Lade- bzw. Auffahrrampe schräg nach unten klappen, so daß die Nutzlast, insbesondere fahrbares Gerät, ein- und ausgefahren werden kann.
  • Alle diese bekannten Konstruktionen lösen das Problem nicht oder nicht befriedigend. Es wird auch hier zuviel Zeit und Personal benötigt.
  • Das Verfahren und die Einrichtungen gemäß der Erfindung beseitigt diese Mängel auf einfache Weise und ohne großen Aufwand an Gerät.
  • Auf beigefügter Zeichnung ist als Beispiel eine Einrichtung für die Durchführung dieses Verfahrens dargestellt und zwar für ein kombiniertes Passagier-Fracbtflugzeflg.
  • Abbildung 1 zeigt: Einen Querschnitt durch den Rumpf mit ausgefahreiner beladener Bodenwanne.
  • Abbildung 2 zeigt: Einen Querschnitt durch den Rumpf wie in Abbildung lg jedoch mit eingezogener, beladener Bodenwanne.
  • Abbildung 3 zeigt: Eine Gesamtvorderansicht des Flugzeuges mit einer unter den Rumpf geschobenen, beladenen, als Transportpalette gestalteten Bodenwanne.
  • Abbildung4 zeigt: Eine Gesamteeitenansicht des Flugzeuges mit zwei ausgefahrenen beladenen Frachtpaletten bzw, Bodenwannen.
  • Die Nutzlast 1 (normale, rechteckige Container) wird unabhängig vom Flugzeug, also im Frachtgebäude, auf fahrbare, niedrige Paletten 2 verladen. Diese Paletten sind keine herkömmlichen Transportwagen, sondern sie sind austauschbare Bodenwannen, also Bestandteile des Rumpfes. Nach der Landung der Maschine, also während des Aus- und Einsteigens der Passagiere, werden die beladenen Bodenwannen mittels der bordeigenen Hebeeinrichtungen 3 abgelassen (elektrische- oder hydraulische Seil- oder Kettenwinde).
  • Die ausgefahrenen Paletten werden nach der Heckseite weggefahren.
  • Anschließend wird das neue Ladegut, das schon vor der Landung auf die Paletten verladen wurde, von der Heckseite unter den Rumpf geschonen, Nach Einhängen der Hebeseile- oder Ketten 4 wird die Fracht schnell und ohne großen Personalaufwand in den Rumpf eingezogen. Diese Verlade-Operationen benötigen eher weniger Zeit als der Passagierwechsel.
  • Bei diesem Verfahren ist es notwendig, daß die Frachthöfe der angeflogenen Flughäfen einige Transportpaletten, d.h. Bodenwannen dieser Flugzeugtype, vorrätig haben, die beim Umladen der Fracht ausgetauscht werden.
  • Für die Anwendung dieses Verfahrens wird der Rumpf wie in Abbildung 1 und 2 dargestellt zweckmäßig unten tunnelförmig abgeflacht, Dadurch wird die Ladefläche und somit das Frachtvolumen vergrößert, Auch wird der notwendige Platz für die Befestigung bzw. Verriegelung der Bodenwannen gewonnen.
  • Die sich durch die Anordnung möglichst großer Ladeluken an der Rumpfunterseite ergebende Verminderung der statischen Festigkeit des Rumpfes kann dadurch ausgeglichen werden, daß in den Rumpf tragende Zusatzwände 5 eingezogen werden. Die in Leichtbauweise, ähnlich wie der Rumpf, gefertigten tasttragenden Bodenwannen werden im eingezogenen Zustand kraftschlüssig am Rumpf befestigt und verriegelt. In diesem Zustand, also bei Flugbereitschaft, ist die Festigkeit des Rumpfes durch das kraftschlüssige Verschließen der Ladeluken wieder voll erreicht.
  • Die als Frachtpaletten dienenden Bodenwannen sind mit ausfahrbaren Rädern ausgestattet, so daß für die Bewegung zwischen Frachthof und Flugzeug lediglich Zugmaschinen notwendig sind. Die Hebevorrichtung für das Einziehen und Ausfahren ist zweckmäßig im Rumpf eingebaut, so daß die Verladung praktisch unabhängig von Bodengeräten vorgenommen werden kann. Hierfür können hydraulisch-oder elektrischf betätigte Ketten- oder Seilwinden verwendet werden. Es ist auch möglich, hydraulisch oder pneumatisch betätigte Hubzylinder anzuwenden. Die Hubeinrichtung und die Verriegelungseinrichtungen für die Bodenwannen sind durch die Laufstege 6 zulänglich.
  • In Abbildung ß sind 2 große Bodenwannen zu erkennen und zwar je eine vor und hinter dem Flügelanschluß. Diese großen Frachtwannen können natürlich auch beliebig in kleinere Stücke unterteilt werden, so daß bei Zwischenlandungen auch kleinere Teile der Gesamtnutzlast umg&laden werden können.
  • Für die Sicherung der Container gegen Verschieben werden an der Decke und an den Seiten des Frachtraumes zweckmäßig elastische aufblasbare Polster angeordnet. Bei einem Passagier-Frachtflugzeug, wie es die Abbildungen 1-4 zeigen, wird zweckmäßig das Unterdeck für die Aufnahme der Fracht verwendet, Bei reinen Frachtflugzeugen können zwei Frachtpaletten übereinander angeordnet werden. Die erste Palette wird etwa bis zur Mitte des Rumpfguerschnittes eingezogen und ähnlich wie die Bodenwanne verriegelt, so daß in der Rumpfmitte ein Zwischenboden entsteht.
  • Die Abbildungen 1-4 zeigen lediglich ein Beispiel der Einrichtungen des Schnelladeverfahrens gemäß Erfindung. Diese Einrichtungen können den Verhältnisen der verschiedenen Flugzeugtypen und den gestellten Forderungen angepaßt werden.
  • Die fahrbaren Lafetten können für geeignete Zwecke auch mit Aufbauten für die Aufnahme von Passagieren ausgestattet sein. Bei dieser Ausführung würde also das Passagier-Frachtflugzeug auf einfache Weise in ein Pßssagierflugzeug umgewandelt. Bei der Anwendung--dieses Verfahrens für Passagiere besteigen die Fluggäste die fahrbaren, austauschbaren Kabinen schon im Flughof. Das Passagier-Gepäck wird ebenfalls in den Austauschkabinen untergebracht.
  • Die besetzten Kabinen werden zum gelandeten Flugzeug gefahren und anstelle der soeben ausgefahrenen Kabinen in den Rumpf eingezogen, Die Anwendung des Verfahrens gemäß Erfindung bringt folgende- Vorteile: 1. Die Standzeit der Maschine wird auf wenige Minuten reduziert.
  • 2w Die Passagiere können schon im Flughof ihre Plätze einnehmen, sie sind somit auf dem Weg vom Flughof zum Flugzeug vor jedem Witterungseinfluß geschützt. Die Passagiere müssen keine Zubringerfahrzeuge benützen oder gar zu Fuß zum Flugzeug gehen.
  • 3. Die Passagiere erscheinen auf dem Flugfeld nicht mehr als Fußgänger, Behinderungen des Flug- bzw. Rollverkehrs wird somit beseitigt.
  • 4. Der Passagierumschlag kann bei den kommenden Großflugzeugen schneller und geordneter bewältigt werden trotz der zunehmenden Größe der Flugfelder und der immer größer werdenden Entfernungen der Standplätze vom Flughof.
  • 5. Kostspielige Anlagen, wie sie zur Zeit auf Flughöfen angelegt werden um die Passagiere über unterirdische Gänge zu sogenannten Passagierpavillon zu bringen, erübrigen sich.

Claims (13)

  1. Patentansprüche
    Verfahren und Einrichtungen für den schnellen und rationellen Umschlag der im Innern von Flugzeugen untergebrachten Nutzlast, dadurch gekennzeichnet, daß die, die Nutzlast tragenden Paletten (2) austauschbare Bestandteile des Flugzeuges sind und außerhalb des Flugzeuges be- und entladen werden.
  2. 2. Einrichtungen für die Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Nutzlast tragenden Paletten (2) in eingezogenem-Zustand tragende Bauteile des Rumpfes sind, so daß trotz der großen Ladeluken die statische Festigkeit eines geschlossenen Rumpfes erreicht wird.
  3. 3 Einrichtungen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Nutzlast tragenden Paletten als Bodenwannen (2) ausgebildet sind, oder als Teile des Rumpfzwischenbodens dienen.
  4. 4, Einrichtungen nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Nutzlast tragenden Paletten (2) nach dem Einziehen in den Rumpf kraftschlüssig am Rumpf befestigt und verriegelt werden.
  5. 5, Einrichtungen nach Anspruch 2-4, dadurch gekennzeichnet, daß im Rumpf für das Ein- und Ausfahren der Paletten bordeigene Hebeeinr9chtungenYanr
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Hebeeinrichtung elektrisch- bzw. hydraulisch betätigte Seil-oder Kettenwinden oder hydraulische Hubzylinder verwendet werden.
  7. 7. Einrichtungen nach den Ansprüchen 2-6, dadurch gekennzeichnet, daß, der Runpfquerschnitt unten tunnelförmig abgeflacht ist.
  8. 8, Einrichtungen nach den Ansprüchen 2-7 dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Festigkeit des Rumpf tragende Zusatzwände (5) eingezogen werden, so daß sich in Verbindung mit der Außenhaut stabile kastenförmige Träger (6) ergeben.
  9. 9. Einrichtungen nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Innere der Träger (6) als begehbare Laufstege dient, durch die die Hebeeinrichtung und die Verriegelung zugänglich sind.
  10. lO.Einrichtungen nach den Ansprüchen 2-4 dadurch gekennzeichnet, daß die Paletten (2) als fahrbare, flache Plattformen ausgebildet sind, auf denen die Kisten und Container gelagert werden.
  11. ll.Einrichtungen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherung der Fracht an den Seitenwänden und an der Decke des Frachtraumes aufblasbare elastische Polster (7) angebracht sind.
  12. 12.Einrichtungen nach den Ansprechen 2-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Paletten(2) selbst als fahrbare Container ausgebildet sind.
  13. 13.Einrichtungen nach den Ansprüchen 2-4, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Paletten (2) Kabinen für die Aufnahme von Passagieren aufgebaut sind.
    L e e r s e i t e
DE19691951621 1969-10-14 1969-10-14 Verfahren und Einrichtungen fuer den schnellen Umschlag der Nutzlast von Flugzeugen Pending DE1951621A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19934210A1 (de) * 1999-07-21 2001-02-01 Robert Srzentic Transportsystem mit einer Trägervorrichtung und Verfahren zum Handhaben von Nutzlast bei Trägervorrichtungen
DE102015113450A1 (de) * 2015-08-14 2017-02-16 Airbus Operations Gmbh Befüllbarer Lagercontainer zur Unterbringung in einem Luftfahrzeug

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19934210A1 (de) * 1999-07-21 2001-02-01 Robert Srzentic Transportsystem mit einer Trägervorrichtung und Verfahren zum Handhaben von Nutzlast bei Trägervorrichtungen
DE19934210B4 (de) * 1999-07-21 2018-01-04 Robert Srzentic Transportsystem mit einer Trägervorrichtung und Verfahren zum Handhaben von Nutzlast bei Trägervorrichtungen
DE102015113450A1 (de) * 2015-08-14 2017-02-16 Airbus Operations Gmbh Befüllbarer Lagercontainer zur Unterbringung in einem Luftfahrzeug

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