DE19516869C2 - Schlauchbeutelmaschine - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schlauchbeutelmaschine mit einer Vorratsrolle zur Abgabe
einer Folienbahn, Umlenkrollen und einer Umformeinrichtung für die Folienbahn, einem
die umgeformte Folienbahn aufnehmenden Füllrohr, einer Längsschweißeinrichtung,
einer Querschweißeinrichtung mit einer Schneideinrichtung, und einer Folien
transporteinrichtung, die gegen die umgeformte Folienbahn und gegen das Füllrohr
wirkt, und die aus zwei umlaufenden Folienabzügen besteht, wobei die Folienabzüge
mechanisch starr mit einer Einrichtung zur Aufbringung eines gleichen Druckes auf
jeden Folienabzug verbunden sind.
Es ist bekannt, dass die umlaufenden Folienabzüge einer Schlauchbeutelmaschine
separat mit jeweils einem Druckerzeuger auf gegenüberliegenden Seiten gegen die zu
einem Folienschlauch umgeformte Folienbahn und gegen das Füllrohr gedrückt
werden, um die auf dem Füllrohr gleitende Folienbahn weiterzutransportieren. Dabei
werden an den Folienabzügen jeweils gleichartige Pneumatikzylinder eingesetzt, um
einen möglichst gleichen Anpreßdruck der Folienabzüge gegen die Folienbahn und das
von der Folienbahn umhüllte Füllrohr zu erzeugen.
Die bekannten Druckerzeuger haben den Nachteil, daß sie einen gleichen Anpreß
druck unter Praxisbedingungen nicht aufrecht erhalten können. Da ihre beiden
Einrichtungen zur Aufbringung eines Drucks separat voneinander wirken, erzeugen
bereits geringe Unterschiede bei den Einrichtungen eine Druckdifferenz, die zu einem
geringfügigen Verschwenken des Füllrohres und zu einem veränderten Folienlauf
führen. Der veränderte Folienlauf muß korrigiert werden.
Ein Verschwenken des Füllrohres ist ebenfalls nachteilig für einen korrekten Folienlauf,
da es eine ungleiche Krafteinwirkung auf die Folienbahn seitens der Folienabzüge
begünstigt.
Aus der DE 21 27 223 ist eine Schlauchbeutelmaschine gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 bekannt. Sie weist Folienabzüge mit symmetrischer Druckaufbringung auf.
Dies wird durch einen pneumatischen Antrieb bewerkstelligt, wobei der Druck mittels
zweier Hebel auf die Folienabzüge übertragen wird.
Aus der DE 40 05 077 C2 ist bekannt, dass ein Scherenmechanismus an einer
Schlauchbeutelmaschine eingesetzt werden kann, um eine Strippeinrichtung gegen
einen Folienschlauch zu drücken.
Die US 4,999,974 offenbart einen Zahnriemenmechanismus zur Betätigung eines
Werkzeuges im Bereich einer Quersiegelstation einer Schlauchbeutelmaschine.
Des weiteren ist aus der EP 0 517 928 A1 bekannt, die Lage einer Folienbahnkante
mittels Lichtsensoren so zu steuern, dass die Folienbahn einen optimierten Lauf hat.
Dabei läuft die Folienbahn über eine schwenkbare Umlenkrolle.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Gegenstand des Oberbegriffs des
Anspruchs 1 dahingehend weiterzuentwickeln, dass der Folienlauf noch genauer wird.
Gelöst ist die Aufgabe mit einer Schlauchbeutelmaschine gemäß Anspruch 1.
Ein Vorteil der Erfindung ist, dass eine einzige Einrichtung für den Anpressdruck der
Folienabzüge sorgt, und dass daher ungleiche Drücke vermieden werden. Durch die
mechanisch starre Verbindung zwischen der Einrichtung und den Folienabzügen
werden zudem weitere Einflußgrößen vermieden, die zu einer ungleichen
Druckaufbringung führen könnten.
Da die Folienabzüge separat durch Antriebe angetrieben werden, kann ein
unkorrekter Folienlauf durch einen kurzzeitigen Betrieb der einzelnen Folienabzüge
korrigiert werden. Infolge eines unterschiedlichen Betriebs werden unterschiedliche
Abzugskräfte auf die Folienbahn aufgebracht, welche der Folienbahn eine geringfügige,
korrigierende Richtungsänderung bringen. Der unterschiedliche Betrieb der
Folienabzüge kann mittels einer Ansteuerung der Antriebe der Folienabzüge durch die
Messwerte einer Folienkantenerfassung erfolgen.
Die Wirkung der unterschiedlich angetriebenen Folienabzüge wird von einer als
Schwenkrolle ausgestalteten Umlenkrolle unterstützt. Die Schwenkrolle beeinflusst
selbst den Folienlauf durch unterschiedliche Kraftaufbringung auf die beiden parallel
zueinander verlaufenden Folienränder. Die Schwenkrolle ist mittels einer Einrichtung
zum Verschwenken um einen axialen Drehpunkt in einer Ebene parallel zur tangential
von der Schwenkrolle ablaufenden Folienbahn schwenkbar. Die Folie driftet stets zu der
Stirnfläche der Umlenkrolle, an der die größere Normalkraft auf die Folienbahn
ausgeübt wird.
Eine Verbindung der Bauelemente der Schlauchbeutelmaschine, die den Lauf der
Folienbahn beeinflussen oder messen, über Regeleinrichtungen, hat den Vorteil, dass
diese Bauelemente bzgl. Ihrer Funktion aufeinander abgestimmt werden. Da die
Antriebe der Folienabzüge und die Einrichtung zur Aufbringung eines gleichen Druckes
über eine Regeleinrichtung mit der Antriebsrolle und der Regeleinrichtung zwischen der
Einrichtung zum Verschwenken und dem Sensor der Folienkantenerfassung verbunden
sind, wird eine Abstimmung der relativ komplizierten Funktionszusammenhänge
erreicht. Diese Funktionszusammenhänge können aufgrund von Erfahrungswerten
eines optimalen Folienlaufs geregelt werden, wenn mindestens zwei Regeleinrichtungen
oder, besser noch, alle Regeleinrichtung (Anspruch 10) über einen Fuzzy-Regler
miteinander verbunden sind.
Als Einrichtung zur Aufbringung eines gleichen Druckes ist nach Anspruch 2 ein
Scherenmechanismus geeignet, dessen Scherenspitzen mit jeweils einer Achse eines
Folienabzugs verbunden sind. Bei dem Scherenmechanismus können zudem Hebel
kräfte bei der Kraftaufbringung genutzt werden.
Beide Scherenbecks des Scherenmechanismus können mittels eines Motors geöffnet
oder geschlossen werden, Dadurch, und auch durch die symmetrische Ausgestaltung
des Scherenmechanismus werden auf gegenüberliegende Bereiche des Füllrohres
gleiche, aber entgegengesetzt wirkende Kräfte, und, infolge des Einsatzes von Folien
abzügen mit gleichem Flächenkontakt bzgl. der Folienbahn, auch gleiche Drücke
ausgeübt.
Eine weitere Einrichtung zur Aufbringung eines gleichen Druckes ist gemäß Anspruch 3
ein um zwei Zahnräder umlaufender Zahnriemen, wobei mindestens ein Zahnrad von
einem Motor angetrieben wird, und wobei jeweils eine Achse eines Folienabzugs
mechanisch mit einem der beiden Parallelabschnitte des Zahnriemens verbunden ist,
derart, dass die Folienabzüge mit unterschiedlichen Parallelabschnitten verbunden sind.
Der Druck wird hierbei ebenso unverzüglich und mit gleichem Betrag erzeugt wie bei
einem Scherenmechanismus.
Der umlaufende Zahnriemen kann mittels eines einzigen Motors angetrieben werden.
Der zuverlässige Eingriff der Zähne des Zahnriemens in das motorisch angetriebene
Zahnrad verhindert zudem einen Schlupf in dieser Einrichtung.
Die Folienkantenerfassung mißt den Verlauf der Folienkanten mit mindestens einem
Sensor, der für diesen Zweck bzgl. der Genauigkeit und Zuverlässigkeit ein
Ultraschallsensor (Anspruch 4) sein könnte.
Werden die Antriebe der Folienabzüge hinsichtlich der Drehzahl der Folienabzüge
angesteuert (Anspruch 6), so ziehen die Folienabzüge die Folie mit gleicher oder
ungleicher Geschwindigkeit ab. Bei gleicher Geschwindigkeit üben die Folienabzüge
kein Moment auf die Folienbahn aus, um die Richtung der transportierten Folienbahn zu
ändern. Wird von einem Sensor der Folienkantenerfassung ein unkorrekter Folienlauf
gemessen, so werden die Folienabzüge solange mit unterschiedlichen Drehzahlen
betrieben, bis der Folienlauf zumindest teilweise wieder korrigiert ist.
Bei einem getakteten Maschinenbetrieb können die Antriebe auch hinsichtlich der Lauf
zeit der Folienabzüge angesteuert werden (Anspruch 5). Dann wird die Folienbahn von
dem länger laufenden Folienabzug mit einer größeren Wirkung abgezogen und dadurch
in einem kleinen Winkel auf die Seite des länger laufenden Folienabzugs verschwenkt.
Bei einer bereits anderweitig realisierten Korrekturmöglichkeit für den Folienverlauf ist
es günstig, dass die Folienabzüge mit exakt gleicher Umlaufgeschwindigkeit betrieben
werden können. Dieses wird gemäß Anspruch 7 dadurch erreicht, dass separat
angetriebene Folienabzüge vorgesehen sind, deren Antriebe synchron angesteuert
werden.
Sind die Antriebe der Folienabzüge Schrittmotoren (Anspruch 8), so können
insbesondere kleine Drehmomente genau erzeugt und über die Folienabzüge auf die
Folienbahn übertragen werden.
Ist die Umlenkrolle eine von einem Motor rotierend angetriebene Antriebsrolle
(Anspruch 9), so wird die von den Folienabzügen aufzubringende Kraft verringert und
somit der Schlupf an den Folienabzügen und die Spannungsunterschiede in einer
Folienbahn verkleinert. Ein korrekter Folienlauf wird begünstigt.
Eine besonders gute Griffigkeit zwischen der Folienbahn und der Antriebsrolle ist
gegeben, wenn der Umfassungswinkel der Folienbahn um die Antriebsrolle 180 Grad
beträgt, und wenn die Mantelfläche der Antriebsrolle eine Gummischicht aufweist.
Als Folienabzug kann ein Abzugsrad (Anspruch 11) oder ein Abzugsriemen (Anspruch
12) eingesetzt werden. Die Aufbringung einer Abzugskraft auf die Folienbahn wird dabei
verbessert, wenn der Folienabzug als Vakuumabzug (Anspruch 13) ausgeführt ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeipiele darstellenden Figuren
näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 in einer Seitenansicht mit teilweise perspektivischer Darstellung das Prinzip
der Folienführung an einer Schlauchbeutelmaschine mit einer Vorratsrolle, die
mittels einer elektronisch regelbaren Bremse abbremsbar ist, Umlenkrollen,
von denen eine Umlenkrolle als Einrichtung zur Bahnspannungsmessung, eine
Rolle als Antriebsrolle und eine Umlenkrolle als Schwenkrolle mit einem
Drehimpulsgeber verbunden ist, einer Umformeinrichtung zur Umformung der
Einrichtung zur Aufbringung eines gleichen Druckes und mit einer Verbindung
der Antriebe der Folienabzüge mit einem Sensor einer Folienkantenerfassung
über eine Regeleinrichtung, sowie mit einer Längsschweißeinrichtung und einer
Querschweißeinrichtung;
Fig. 2 in einer Seitenansicht eine auf ein Füllrohr wirkende Einrichtung zur Aufbrin
gung eines gleichen Druckes, die als motorisch angetriebener
Scherenmechanismus ausgestaltet ist, und wobei jede Scherenspitze mit einer
Achse eines Folienabzugs verbunden ist;
Fig. 3 in einer Seitenansicht in vergrößerter Darstellung die separat angetriebenen
Folienabzüge und die Einrichtung zur Aufbringung eines gleichen Druckes der
Fig. 1;
Fig. 4 in einem Horizontalschnitt durch das Füllrohr die separat angetriebenen
Folienabzüge der Fig. 3, jedoch mit Antrieben, sowie
Fig. 5 in einer Draufsicht die als Schwenkrolle ausgestaltete Umlenkrolle der Fig. 1
mit ihrem Antrieb.
An einer Schlauchbeutelmaschine wird eine Folienbahn 1 in Form einer Vorratsrolle 2
bevorratet und dann über Umlenkrollen 3, 4, 5, 6, 7, 8 zu einer als Formschulter 9 aus
gestalteten Umformeinrichtung 10 bewegt (Fig. 1). Dort wird die Folienbahn 1 zu
einem Folienschlauch 11 umgeformt, anschließend wird der Folienschlauch 11 mittels
einer Längsschweißeinrichtung 12 längs verschweißt und einer Querschweiß
einrichtung 13 mit Schneideinrichtung 14 zugeführt. Mit der Querschweißeinrichtung 13
werden die Kopfnaht und die Bodennaht 15 der erzeugten, durch das Füllrohr 16
befüllten Beutel verschweißt. Die Beutel werden durch die Schneideinrichtung 14 vom
Folienschlauch 11 abgetrennt. Der Weitertransport der Folienbahn 1 und des Folien
schlauches 11 geschieht mittels einer Folientransporteinrichtung 17. Die Folientrans
porteinrichtung 17 wirkt gegen die als Folienschlauch 11 umgeformte Folienbahn 1 und
gegen das Füllrohr 16. Die Folientransporteinrichtung 17 besteht aus zwei umlau
fenden Folienabzügen 18, 19. Jeder Folienabzug 18, 19 ist separat durch einen Antrieb
20, 21 angetrieben. Die Antriebe 20, 21 werden durch die Meßwerte eines Sensors 22
einer Folienkantenerfassung 23 angesteuert. Der Sensor 22 registriert den Verlauf einer
Kante der Folienbahn 1 und damit den Folienlauf.
Während bei einem korrekten Folienverlauf die Antriebe 20, 21 die Folienabzüge 18, 19
synchron antreiben, wird bei einem Verlauf der Folienbahn 1 außerhalb eines Tole
ranzbereiches einer der Antriebs 20, 21 derart angetrieben, daß er mit einer höheren
Zugkraft ein Verschwenken der Folienbahn 1 erreicht. Driftet die Folienkante wieder
zurück in Richtung des Toleranzbereiches, so werden die Antriebe 20, 21 wieder
synchron angetrieben.
Die unterschiedlichen Zugkräfte können auf unterschiedliche Art und Weise realisiert
werden. Zum einen können die Abtriebe 18, 19 zeitweise mit unterschiedlicher Dreh
zahl betrieben werden, zum anderen, dies ist aber nur für einen jeweils zeitweisen,
getakteten Betrieb der Antriebe 18, 19 möglich, kann die Laufzeit der Folienabzüge 18,
19 während eines Weitertransportschrittes der Folienbahn unterschiedlich lang sein.
Die Antriebe 20, 21 können hierbei gleichförmig antreiben. Die
separaten Antriebe für die Druckeinrichtung werden durch die Meßwerte der
Folienkantenerfassung 23 angesteuert. Als Sensor 22 der Folienkantensteuerung 23
dient ein Ultraschallsensor 26. Die Antriebe 20, 21 der Folienabzüge 18, 19 sind
Schrittmotore 27, 28. Statt der Abzugsräder 24, 25 können auch Riemenabzüge
verwendet werden.
An der Vorratsrolle 2 ist eine Bremse 29 vorgesehen, die über eine Regeleinrichtung 30
mit einer Einrichtung 31 zur Bahnspannungsmessung verbunden ist. Die Bremse 29
wirkt auf die Achse 32 der Vorratsrolle 2 und ist eine elektronisch gesteuerte Bremse
22. Die Regeleinrichtung 30 regelt die Bremskraft der Bremse 29 derart, daß die Bahn
spannung der Folienbahn 1 stets konstant bleibt. Die Einrichtung 31 zur Bahnspan
nungsmessung ist eine geringfügig achsparallel verschwenkbare Umlenkrolle 3, die
starr über ein Gestänge 35, welches an einer Achse 36 drehbar gelagert ist, mit einem
Drehimpulsgeber 37 verbunden ist.
Die Folienabzüge 18, 19 sind erfindungsgemäß mechanisch starr mit einer Einrichtung
38 zur Aufbringung eines gleichen Druckes auf die Folienabzüge 18, 19 und gegen den
Folienschlauch 11 verbunden (Fig. 1, Fig. 3, Fig. 4).
Die Einrichtung 38 zur Aufbringung eines gleichen Druckes enthält einen um zwei
Zahnräder 38, 39 umlaufenden Zahnriemen 41 (Fig. 3). Ein Zahnrad 39 ist von einem
Motor 42 angetrieben. Jeweils eine Achse 43, 44 eines Folienabzugs 18, 19 ist über
eine Stange 45, 46 mit einem der beiden Parallelabschnitte 47, 48 des Zahnriemens 41
verbunden. Der Zahnriemen 41 drückt daher beide Folienabzüge 18, 19 mit der
gleichen Kraft gegen das mittig angeordnete Füllrohr 16.
Als Einrichtung 38 zur Aufbringung eines gleichen Druckes auf die Folienabzüge 18, 19
kann auch ein Scherenmechanismus 49 dienen, dessen Scherenspitzen 50, 51 mit
jeweils einer Achse 43, 44 eines Folienabzugs 18, 19 verbunden sind (Fig. 2). Die
Scherenbetätigung erfolgt dabei mittels eines Motors 52. Die Schere schert um das
Scherengelenk 53 und besteht im wesentlichen aus den Becks 54, 55.
Eine Umlenkrolle 6 (Fig. 1) ist eine von einem Motor 56 rotierend angetriebene
Antriebsrolle 57. Der Umfassungswinkel der Folienbahn 1 um die Antriebsrolle 57
beträgt 180 Grad. Eine
Ummantelung der Antriebsrolle 57 durch eine Gummischicht 58 dient der Griffigkeit der Antriebsrolle 57.
Eine weitere Umlenkrolle 7 ist als Schwenkrolle 59 (Fig. 1, Fig. 5) mittels einer
Einrichtung 60 zum Verschwenken um einen axialen Drehpunkt 61 in einer Ebene
parallel zur tangential von der Schwenkrolle 59 ablaufenden Folienbahn 1 verschwenk
bar. Als Einrichtung 60 zum Verschwenken ist ein Schrittmotor 62 vorgesehen. Der
Schrittmotor 62 treibt axial eine Spindel 63 an. Die Spindel 63 verschwenkt mittels
gewellter Kontaktflächen 64 die Achse 65 der Schwenkrolle 59.
Eine weitere Umlenkrolle 8 ist mittels eines Handrades 66 entlang einer Führung 67
verschiebbar. Statt der Umlenkrolle 8 könnte auch die als Antriebsrolle 57 ausge
staltete Umlenkrolle 6 parallel zu ihrer Achse mittels eines Handrades 66 verschoben
werden (Fig. 6).
Zur Abstimmung der einzelnen Bauteile der Vorrichtung für den Folienlauf sind
mehrere weitere Regeleinrichtungen 69, 70, 71 vorgesehen. So ist einerseits die Ein
richtung 60 zum Verschwenken über eine Regeleinrichtung 69 mit dem Sensor 22 der
Folienkantensteuerung 23 verbunden (Fig. 1). Zum anderen sind die Antriebe 20, 21
der Folienabzüge 18, 19 und die Einrichtung 38 zur Aufbringung eines gleichen Drucks
über eine Regeleinrichtung 70 mit der Antriebsrolle 57 und der Regeleinrichtung 69
zwischen der Folienkantenerfassung 23 verbunden. Zudem sind alle Regelein
richtungen 30, 69, 70, 71 über einen Fuzzy-Regler 72, der mit empirisch ermittelten
Parametern regelt, verbunden.
Claims (13)
1. Schlauchbeutelmaschine mit einer Vorratsrolle (2) zur Abgabe einer Folienbahn
(1), Umlenkrollen (3, 4, 5, 6, 7, 8) und einer Umformeinrichtung (10) für die Folienbahn
(1), einem die umgeformte Folienbahn (1) aufnehmenden Füllrohr (16), einer
Längsschweißeinrichtung (12), einer Querschweißeinrichtung (13) mit einer
Schneideinrichtung (14), einer Folientransporteinrichtung (17), die gegen die
umgeformte Folienbahn (1) und gegen das Füllrohr (16) wirkt, und die aus zwei
umlaufenden Folienabzügen (18, 19) besteht, wobei die Folienabzüge (18, 19)
mechanisch starr mit einer Einrichtung (38) zur Aufbringung eines gleichen
Druckes auf jeden Folienabzug (18, 19) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Folienabzüge (18, 19) separat durch Antriebe (20, 21) angetrieben sind,
dass an der Folienbahn (1) eine Folienkantensteuerung (23) mit mindestens einem
Sensor (22) vorgesehen ist, dass die Antriebe (20, 21) durch die Messwerte der
Folienkantenerfassung (23) angesteuert werden, dass eine Umlenkrolle (7) als
Schwenkrolle (59) mittels einer Einrichtung (60) zum Verschwenken um einen
axialen Drehpunkt (61) in einer Ebene parallel zur tangential von der Schwenkrolle
(59) ablaufenden Folienbahn (1) schwenkbar ist, und dass die Antriebe (20, 21) der
Folienabzüge (18, 19) und die Einrichtung (38) zur Aufbringung eines gleichen
Drucks über eine Regeleinrichtung (69) zwischen der Einrichtung (60) zum
Verschwenken und dem Sensor (22) der Folienkantenerfassung (23) verbunden
sind.
2. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Einrichtung (38) zur Aufbringung eines gleichen Druckes einen Scheren
mechanismus (49) enthält, wobei jede Scherenspitze (50, 51) mit einer Achse (43,
44) eines Folienabzugs (18, 19) verbunden ist.
3. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Einrichtung (38) zur Aufbringung eines gleichen Druckes ein um zwei Zahnräder
(39, 40) umlaufender Zahnriemen (41) ist, wobei mindestens ein Zahnrad (39) von
einem Motor (42) angetrieben wird, und wobei jeweils eine Achse (43, 44) eines
Folienabzugs (18, 19) mechanisch mit einem der beiden Parallelabschnitte (47, 48)
des Zahnriemens (41) verbunden ist, derart, dass die Folienabzüge (18, 19) mit
unterschiedlichen Parallelabschnitten (47, 48) verbunden sind.
4. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1, Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass der Sensor (22) der Folienkantenerfassung (23) ein
Ultraschallsensor (26) ist.
5. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Antriebe (20, 21) hinsichtlich der Laufzeit der Folienabzüge (18, 19) angesteuert
werden.
6. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1 oder Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die Antriebe (20, 21) hinsichtlich der Drehzahl der
Folienabzüge (18, 19) angesteuert werden.
7. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Antriebe (20, 21) synchron angesteuert werden.
8. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1 oder Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, dass als Antrieb (20, 21) der Folienabzüge (18, 19) Schrittmotoren
(27, 28) vorgesehen sind.
9. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Umlenkrolle (6) eine von einem Motor (56) rotierend angetriebene Antriebsrolle (57)
ist.
10. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei Regeleinrichtungen (30, 69, 70, 71) über einen Fuzzy-Regler (72)
miteinander verbunden sind.
11. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als
Folienabzug (18, 19) je ein Abzugsrad (24, 25) vorgesehen ist.
12. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als
Folienabzug je ein Abzugsriemen vorgesehen ist.
13. Schlauchbeutelmaschine nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Folienabzug ein Vakuumfolienabzug ist.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004010793A1 (de) * | 2004-03-05 | 2005-09-22 | Rovema Verpackungsmaschinen Gmbh | Schlauchbeutelmaschine |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2127223A1 (en) * | 1971-06-02 | 1972-12-28 | Brocks, Klaus, 4600 Dortmund-Scharnhorst | Automatic plastic bag making and filling - using continuous length strip |
| US4999974A (en) * | 1990-03-26 | 1991-03-19 | Hayssen Manufacturing Company | Method of and apparatus for forming filling and sealing packages |
| EP0517928A1 (de) * | 1990-12-28 | 1992-12-16 | ISHIDA CO., Ltd. | Vorrichtung zum feststellen der position eines zuzuführenden gegenstands |
| DE4005077C2 (de) * | 1990-02-17 | 1995-02-09 | Rovema Gmbh | Strippereinrichtung für eine Schlauchbeutel-Verpackungsmaschine |
-
1995
- 1995-05-09 DE DE1995116869 patent/DE19516869C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2127223A1 (en) * | 1971-06-02 | 1972-12-28 | Brocks, Klaus, 4600 Dortmund-Scharnhorst | Automatic plastic bag making and filling - using continuous length strip |
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| EP0517928A1 (de) * | 1990-12-28 | 1992-12-16 | ISHIDA CO., Ltd. | Vorrichtung zum feststellen der position eines zuzuführenden gegenstands |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19516869A1 (de) | 1996-11-14 |
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