DE19516811A1 - Kältemittel-Verdichter - Google Patents
Kältemittel-VerdichterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kältemittel-Verdichter mit
einem elektrischen Motor, dessen Stator Wicklungen mit
Wickelköpfen aufweist und dessen Rotor einen Kompressor
antreibt, der einen Kompressorblock mit einem axial
vorstehenden Lagerabschnitt für eine Rotorwelle auf
weist, wobei sich ein Wickelkopf in Richtung auf den
Kompressorblock erstreckt und zwischen dem Wickelkopf
und dem Kompressorblock eine elektrische Isolierung
vorgesehen ist.
Derartige Kältemittel-Verdichter werden vielfach in
Kühlmöbeln eingesetzt, also in Kühlschränken oder Ge
frierschränken. Hierbei möchte man möglichst viel Platz
für den Kühlraum haben, was zu der Forderung führt, den
Kältemittel-Verdichter möglichst klein auszubilden.
Es sind daher bereits Kältemittel-Verdichter bekannt
geworden (US 3 306 524), deren Durchmesser im wesentli
chen nur durch den Durchmesser des Motors und deren
Höhe durch die Summe der Höhen von Motor und Kompressor
bestimmt werden. Die elektrische Isolierung ist hierbei
durch eine Schale gebildet, die auf dem Wickelkopf der
Statorwicklung befestigt ist, der dem Kompressorblock
benachbart ist. Die Befestigung dieser Schale an dem
Wickelkopf ist jedoch schwierig. Bei der Montage be
steht die Gefahr, daß die Schale aus ihrer Soll-Posi
tion herausverschoben wird. Darüber hinaus deckt die
Schale nur einen kleinen Teil des Wickelkopfes ab, so
daß die elektrische Sicherheit nur dann gewährleistet
werden kann, wenn ein ausreichender Abstand zwischen
den nicht abgedeckten Teilen des Wickelkopfes und dem
Kompressorblock vorhanden ist.
Die Verringerung der Baugröße derartiger Kältemittel-
Verdichter führt zu einer Verringerung des Wirkungsgra
des. Eine wesentliche Ursache für diese Verringerung
des Wirkungsgrades liegt in den elektrischen Verlusten
im Motor.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei gleicher
Baugröße den Wirkungsgrad des Kältemittel-Verdichters
verbessern zu können, ohne den Montageaufwand wesent
lich zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird bei einem Kältemittel-Verdichter der
eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Isolie
rung durch eine Folie gebildet ist, die mit einer im
wesentlichen zentral angeordneten Öffnung auf den La
gerabschnitt aufgeschoben ist.
Die Folie ist natürlich elektrisch isolierend. Aufgrund
ihres Einsatzes in einem gekapselten Kältemittel-Ver
dichter muß sie auch gegen das dort verwendete Kälte
mittel resistent sein. Die Folie wird auf den Lagerab
schnitt aufgeschoben und ist damit am Kompressorblock
fixiert. Sie deckt den Kompressorblock ab, so daß man
den Wickelkopf nun relativ großzügig vergrößern kann,
ohne daß die Gefahr besteht, daß es zu einem elektri
schen Kontakt zwischen dem Wickelkopf und dem Kompres
sorblock kommt. Durch die Vergrößerung des Wickelkopfes
kann man die elektrischen Verluste verringern und damit
den Wirkungsgrad vergrößern. Der Montageaufwand wird
nur geringfügig vergrößert. Man muß als zusätzlichen
Arbeitsschritt die Folie auf den Lagerabschnitt auf
schieben. Danach kann der Zusammenbau des Kältemittel-
Verdichters in gewohnter Art und Weise erfolgen. Aller
dings muß man keine Rücksicht mehr darauf nehmen, daß
der Wickelkopf der Statorwicklung einen bestimmten Ab
stand vom Kompressorblock aufweist. Dies vereinfacht
die Montage wieder, weil der Stator ohne nähere Ab
standsforderungen am Kompressorblock befestigt werden
kann. Die Folie hat keine ausgeprägte räumliche Form.
Sie paßt sich vielmehr dem Wickelkopf an, so daß eine
relativ sichere elektrische Isolierung auch bei einfa
chem Aufbau erreicht wird.
Vorzugsweise liegt die Folie unter einer vorbestimmten
Vorspannung am Umfang des Lagerabschnitts an. Mit dem
Aufschieben auf den Lagerabschnitt ist sie sozusagen am
Kompressorblock fixiert. Dies erleichtert die weitere
Montage. Darüber hinaus sichert diese Vorspannung aber
auch im Betrieb dagegen, daß die Folie sich aus ihrer
vorgesehenen Position löst und zu unvorhergesehenen
elektrischen Situationen im Betrieb führt.
Die Folie besteht bevorzugterweise aus einem flexiblen
Material mit vorbestimmter Steifigkeit. Sie paßt sich
damit sehr gut dem Wickelkopf an. Darüber hinaus sind
zum Aufschieben auf den Lagerabschnitt nur geringe
Kräfte erforderlich. Die Folie neigt in eingelegtem und
verformten Zustand dazu, wieder ihre ebene Form einzu
nehmen. Dadurch ergibt sich eine gewisse Spannung.
Vorzugsweise weist die Folie im wesentlichen eine
rechteckige, insbesondere eine quadratische Form auf.
Dadurch paßt sie sich dem Stator des Motors an, der
üblicherweise die gleiche Grundform hat, wobei die Ec
ken dieses Rechtecks oder des Quadrats für die Befesti
gung verwendet werden. Durch die entsprechende Form der
Folie wird die elektrische Isolierung praktisch über
die gesamte Querschnittsfläche sichergestellt.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Folie durch
einwärts bogenförmigverlaufende Kanten begrenzt ist.
Diese bogenförmigen Kanten bilden zungenförmige Ecken
aus, die sich in die entsprechenden Ecken des Stators
erstrecken, sich nach unten biegen und sich gegen die
Stützbeine des Kompressorblocks anlegen, wo auch die
Befestigung erfolgt. Dazwischen gestatten diese bogen
förmigen Kanten aber, daß je eine Öffnung zwischen den
Stützbeinen des Kompressorblocks frei gehalten wird,
auch wenn die Folie über den Wickelkopf herabhängt, so
daß eine zufriedenstellende Belüftung durch Kältemit
telgas und damit Kühlung des Motors gewährleistet ist.
In einer bevorzugten Ausgestaltung weist der Lagerab
schnitt auf seiner Außenseite im wesentlichen axial
verlaufende Verstärkungsrippen und die Öffnung entspre
chende Aussparungen auf. Dadurch kann sich die Folie
auch beim Auftreten von Verstärkungsrippen im wesentli
chen dicht um den Lagerabschnitt anschließen. Dies er
höht zum einen die Haltekraft und verbessert zum ande
ren die elektrische Isolierung.
Vorzugsweise weist der Lagerabschnitt eine konische
Form auf. Die Haltekraft wird dann mit zunehmendem Auf
schieben der Folie vergrößert.
Auch ist bevorzugt, daß die Folie an Stützbeinen des
Kompressorblocks anliegt. Man kann die Ausgestaltung
sogar so wählen, daß sie in diesem Bereich zwischen den
Stützbeinen und dem Stator befestigt, also eingeklemmt,
wird. Auch gegenüber den Stützbeinen ist daher die Iso
lierung sichergestellt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzug
ten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeich
nung beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch einen Käl
temittel-Verdichter,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Folie,
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Kompressorblock, vom
Motor aus gesehen und
Fig. 4 einen Schnitt IV-IV nach Fig. 3.
Ein Kältemittelverdichter 1 weist in einem hermetisch
gekapselten Gehäuse 2 einen elektrischen Motor 3 und
einen Kompressor 4 auf. Motor 3 und Kompressor 4 sind
über eine gemeinsame Welle 5 miteinander verbunden,
wobei die Welle an ihrem kompressorseitigen Ende eine
Kurbel 6 aufweist, über die in bekannter Weise ein
Pleueltrieb 7 des Kompressors 4 angetrieben wird. Die
Welle 5 wird vom Rotor 8 des Motors angetrieben, der
sich innerhalb des Stators 9 des Motors 3 drehen kann.
Die Lagerung der Welle 5 erfolgt in einem Kompressor
block 10, der zu diesem Zweck einen Lagerabschnitt 11
aufweist. Der Lagerabschnitt 11 steht axial in Richtung
auf den Motor 3 vor. Er weist Verstärkungsrippen 12
auf, die in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt und
einander diametral gegenüberliegend angeordnet sind.
Der Stator 9 weist eine Statorwicklung mit Wickelköpfen
13, 14 auf, von denen der Wickelkopf 14 dem Kompressor
block 10 benachbart angeordnet ist.
Der Kompressorblock 10 weist, wie dies aus Fig. 4 er
sichtlich ist, Stützbeine 15 auf, mit deren Hilfe er am
Stator 9 befestigt werden kann, beispielsweise mit Hil
fe von Schrauben, die in dafür vorgesehene Gewindeboh
rungen 16 eingeschraubt werden können.
Der Aufbau derartiger Kältemittel-Verdichter 1 ist an
sich bekannt. Auf weitere Einzelheiten, wie Kältemit
tel-Ein- und Auslässe oder elektrische Anschlüsse wird
daher nicht näher eingegangen.
Zwischen dem Wickelkopf 14 und dem Kompressorblock 10
ist eine Folie 17 angeordnet, die elektrisch isolieren
de Eigenschaften aufweist und gegen das im Gehäuse 2
befindliche Kältemittel resistent ist.
Die Folie 17 hat eine im wesentlichen quadratische
Form. Die Seiten 18 des Quadrats sind jedoch bogenför
mig einwärts geschwungen und bilden somit zungenförmige
Ecken 19 aus. In der Mitte der Folie 17 ist eine im
wesentlichen kreisförmige Öffnung 20 vorgesehen. Die
Öffnung 20 wird durch Aussparungen 21 ergänzt, die in
Anzahl und Größe den Verstärkungsrippen 12 angepaßt
sind. Die Folie 17 besteht aus einem flexiblen Material
mit einer gewissen Steifigkeit oder Elastizität, d. h.
sie ist problemlos verformbar, neigt aber dazu, zurück
zu federn und ihre ursprüngliche ebene Form wieder ein
zunehmen. Sie ist auf den Lagerabschnitt 11 mit der
Öffnung 20 aufgeschoben. Mit den zwischen den Ausspa
rungen 21 verbleibenden Abschnitten 22 legt sie sich
daher unter einer gewissen Vorspannung an den Lagerab
schnitt 11 an. Da der Lagerabschnitt 11 eine konische
Form mit einer relativ schwachen Steigung aufweist, ist
das Auffädeln der Folie 17 relativ einfach. Mit zuneh
mendem Aufschieben der Folie 17 auf den Lagerabschnitt
11 erhöht sich die Haltekraft. Beim Aufschieben auf den
Lagerabschnitt 11 biegen sich die zwischen den Ausspa
rungen 21 verbleibenden Abschnitte 22 vom Kompressor
block weg. Die Verstärkungsrippen 12 greifen in die
Aussparungen, wodurch die Folie 17 eine gewisse Wölbung
erfährt und die zungenförmigen Ecken 19 sich gegen die
Stützbeine 15 des Kompressorblocks 10 anlegen. Zu die
ser Wölbung tragen auch die bogenförmigen Seitenkanten
18 der ansonsten etwa quadratischen Folie 17 bei.
Zur Montage des Kältemittel-Verdichters 1 wird zunächst
die Folie 17 auf den Lagerabschnitt 11 des Kompressor
blocks 10 aufgeschoben. Da die Verstärkungsrippen 12 zu
den Stützbeinen 15 eine festgelegte Ausrichtung haben,
ergibt sich durch die Aussparungen 21 automatisch die
richtige Ausrichtung der Folie 17 in der Art, daß die
Ecken 19 den Stützbeinen 15 benachbart sind. Die Folie
17 wird dann soweit wie möglich an den Kompressorblock
10 angedrückt und hält dann aufgrund ihrer Eigenspan
nung fest. Durch das Einlegen der Folie 17 wird die
Montagezeit nur ganz unwesentlich verlängert. Danach
kann der elektrische Motor 3 eingesetzt werden, wobei
das Einsetzen gegebenenfalls in zwei Schritten erfolgt,
nämlich zuerst den Stator 9 und dann den Rotor 8 oder
umgekehrt. Die Folie 17 stört hierbei nicht weiter,
insbesondere dann nicht, wenn bei der Montage der Kom
pressor 4 unterhalb des Motors 3 angeordnet ist. Man
muß auch keine Rücksicht mehr darauf nehmen, daß der
Wickelkopf 14 einen Mindestabstand zum Kompressorblock
10 einhält. Die elektrische Isolierung erfolgt aus
schließlich über die Folie 17. Der Wickelkopf 14 kann
damit bis an den Kompressorblock 10 herangedrückt wer
den. Die Folie paßt sich der Form des Wickelkopfes 14
an. Auch kleinere Veränderungen, die durch die beim
Einbau hervorgerufenen mechanischen Kräfte in der Form
des Wickelkopfes 14 entstehen können, sind bedeutungs
los, weil die Folie 17 diese Änderungen aufnehmen kann.
Dadurch, daß die Folie 17 bei der Montage an den Stütz
beinen 15 anliegt, ergibt sich die in Fig. 1 im Quer
schnitt dargestellte Folienform automatisch. Sie bleibt
auch dann erhalten, wenn man die Motor-Kompressor-Ein
heit 3, 4 umdreht, so daß der Kompressor 4 dann oben zu
liegen kommt.
Claims (8)
1. Kältemittel-Verdichter mit einem elektrischen Mo
tor, dessen Stator Wicklungen mit Wickelköpfen auf
weist und dessen Rotor einen Kompressor antreibt,
der einen Kompressorblock mit einem axial vorste
henden Lagerabschnitt für eine Rotorwelle aufweist,
wobei sich ein Wickelkopf in Richtung auf den Kom
pressorblock erstreckt und zwischen dem Wickelkopf
und dem Kompressorblock eine elektrische Isolierung
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Isolierung durch eine Folie (17) gebildet ist, die
mit einer im wesentlichen zentral angeordneten Öff
nung (20) auf den Lagerabschnitt (11) aufgeschoben
ist.
2. Verdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Folie (17) unter einer vorbestimmten Vor
spannung am Umfang des Lagerabschnitts (11) an
liegt.
3. Verdichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Folie (17) aus einem flexiblen
Material mit vorbestimmter Steifigkeit besteht.
4. Verdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Folie (17) im wesent
lichen eine rechteckige, insbesondere eine quadra
tische Form aufweist.
5. Verdichter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Folie durch einwärts bogenförmigverlaufende
Kanten (18) begrenzt ist.
6. Verdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß der Lagerabschnitt (11)
auf seiner Außenseite im wesentlichen axial verlau
fende Verstärkungsrippen (12) und die Öffnung (20)
entsprechende Aussparungen (21) aufweist.
7. Verdichter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerabschnitt (11) eine konische Form auf
weist.
8. Verdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Folie (17) an Stütz
beinen (15) des Kompressorblocks (10) anliegt.
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