DE19516764A1 - Behälter für ein fließfähiges Produkt - Google Patents
Behälter für ein fließfähiges ProduktInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Behälter für ein fließfähiges
Produkt, insbesondere Korrekturflüssigkeit mit einer Öff
nung, welche mit einer abnehmbaren Verschlußkappe mit inte
griertem pinselförmigen Auftragselement versehen ist, wobei
in die Öffnung ein hülsenförmiger Abstreifer eingesetzt
ist.
Derartige Behälter, insbesondere für Korrekturflüssigkeit,
sind seit langem bekannt. Zur Entnahme von Korrekturflüs
sigkeit und zum Auftragen derselben auf Papier wird dabei
die Verschlußkappe abgeschraubt und damit gleichzeitig das
an dieser befestigte pinselförmige Element aus dem Behälter
entnommen, wobei die Pinselspitze zwangsläufig am hülsen
förmigen Abstreifer entlanggeführt wird, wodurch eine ge
wisse Dosierung der Produktentnahmemenge möglich ist. Es
hat sich nun jedoch bei vielfältigem Gebrauch herausge
stellt, daß ein einwandfreies Abstreifen des Produktes an
einem derartigen Abstreifer kaum möglich ist, vielmehr der
Durchtrittsquerschnitt des Abstreifers bei Gebrauch des Be
hälters über einen längeren Zeitraum mehr und mehr ver
stopft, so daß sowohl die Entnahme des pinselförmigen Ele
mentes und das Abstreifen des Pinselendes als auch das
Wiedereinführen des Pinselendes ohne Beschädigung desselben
mehr und mehr erschwert bzw. unmöglich gemacht wird.
Darüber hinaus sind gattungsgemäße Behälter nachteilig,
wenn lösungsmittelhaltige Produkte verwendet werden. Unter
Temperatureinfluß und abnehmender Flüssigkeitsmenge durch
den Verbrauch bei der Anwendung verändert sich nämlich das
Volumenverhältnis von Flüssigkeit- und Dampfraum oberhalb
der Flüssigkeit im Behälter. Damit entweicht in zunehmendem
Maße bei jedem Öffnen des Behälters eine Teilmenge des Lö
sungsmitteldampfes. Dieser Lösungsmittelverlust ist aber
unerwünscht.
Es ist deshalb bereits aus DE 87 13 273 U1 ein gattungsge
mäßer Behälter bekanntgeworden, bei welchem der hülsenför
mige Abstreifer als sich bis zum Behälterboden erstrecken
des Trennrohr ausgebildet ist, in dessen unterem Rohrbe
reich kleinere Produktdurchtrittsöffnungen ausgespart sind.
Dieses Trennrohr taucht somit in die im Behälter befindli
che Flüssigkeit ein und soll damit den über dem Flüssig
keitsspiegel liegenden Dampfraum von der Entnahmeöffnung
des Behälters trennen. Dadurch soll vermieden werden, daß
hochlösungsmittelhaltige Dampfgemische aus dem Dampfraum
oberhalb der Flüssigkeit direkt durch den Pumpeffekt des
eintauchenden pinselförmigen Elementes aus dem Behälter
herausgetrieben werden. Mit einem solchen Trennrohr steht
jedoch kein wirksamer Abstreifer mehr zur Verfügung, so daß
es praktisch nicht möglich ist, dosiert mit dem pinselför
migen Auftragselement Produktflüssigkeit aus dem Behälter
zu entnehmen. Ein Abstreifen ist lediglich am oberen
Öffnungsrand möglich, der dadurch jedoch verschmutzt und
verklebt. Außerdem kann es leicht vorkommen, daß die Pro
duktdurchtrittsöffnungen am unteren Rand des Trennrohres
verstopfen, so daß dann ein einwandfreier Produktnachfluß
vom eigentlichen Behälterraum in den Innenraum des Trenn
rohres nicht mehr gewährleistet ist.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen gattungsgemäßen
Behälter so zu verbessern, daß sowohl eine einwandfreie do
sierte Produktentnahme gewährleistet ist als auch ein Ver
lust von im Behälter befindlichen dampfförmigen Produktan
teil beim Öffnen des Behälters und der Produktentnahme
weitgehend vermieden wird.
Diese Aufgabe wird mit einem Behälter der eingangs bezeich
neten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der hülsen
förmige Abstreifer mit sich endseitig federnd aneinanderle
genden streifenförmigen Abstreiflaschen versehen sind, wel
che den Durchtrittsquerschnitt des Abstreifers wenigstens
bereichsweise verschließen.
Durch diese Gestaltung wird sowohl eine einwandfreie do
sierte Produktentnahme als auch ein Schutz gegen unge
wünschten Austritt dampfförmigen Produktes aus dem Behälter
gewährleistet. Die aneinanderliegenden streifenförmigen
Abstreiflaschen liegen namlich beim Herausziehen des pin
selförmigen Auftragselementes allseitig an diesem an und
führen deshalb zu einer allseitigen, weitgehend gleichmäßi
gen Abstreifung des Produktes, so daß sich an der Pinsel
spitze nur eine dosierte Produktmenge befindet. Das pinsel
förmige Auftragselement kann andererseits ohne Probleme
wieder gegen die Kraft der federnden Abstreiflaschen in den
Behälter eingeführt werden und dann frei in den Behälter
innenraum eintauchen, so daß eine Produktentnahme auch dann
ungehindert möglich ist, wenn der Behälter nicht mehr voll
ständig mit Flüssigkeit gefüllt ist. Außerdem ergibt sich
der wesentliche Vorteil, was insbesondere für lösungsmit
telhaltige Produkte wesentlich ist, daß sich unmittelbar
nach der Entnahme des pinselförmigen Auftragselementes die
Auftragslaschen federnd wieder endseitig aneinanderlegen
und nahezu vollständig den Durchtrittsquerschnitt des hül
senförmigen Abstreifers verschließen. Kleine Restöffnungen
werden dabei durch die Dampfspannung der im Behälter be
findlichen Flüssigkeit weitgehend abgeschlossen, so daß ein
Austreten dampfförmigen Produktes, insbesondere Lösungsmit
teldampfes, zuverlässig vermieden wird.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die streifenförmigen Ab
streiflaschen im Inneren des hülsenförmigen Abstreifers an
geordnet sind. Grundsätzlich wäre es allerdings auch mög
lich, daß diese endseitig am Eintauchende des Abstreifers
angeformt sind.
Um einen weitgehend vollständig dichten Abschluß des Durch
trittsquerschnittes des Abstreifers zu erhalten, ist vor
teilhaft vorgesehen, daß die streifenförmigen Abstreif
laschen im geschlossenen Zustand einen geschlossenen Konus
bilden.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
das pinselförmige Auftragselement in seinem Stielbereich
mit einer umlaufenden Einkerbung versehen ist, in welche in
aufgesetztem Zustand die freien Enden der streifenförmigen
Abstreiflaschen eingreifen. Dadurch wird erreicht, daß die
Abstreiflaschen im geschlossenen Zustand der Verschlußkappe
und damit in vollständig eingeführter Lage des pinselförmi
gen Auftragselementes nicht zu weit nach außen gegen ihre
Federkraft gebogen werden, wodurch sich die Abstreiflaschen
in einer Art Ruhelage befinden und sich entspannen können,
so daß sie auch über einen langen Anwendungszeitraum bei
Entnahme der Verschlußkappe dann wieder die Durchtrittsöff
nung ausreichend abdichten, d. h. ausreichend federnd anein
anderliegen.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung bei
spielsweise näher erläutert. Diese zeigt in:
Fig. 1 teilweise im Schnitt bereichsweise einen erfin
dungsgemäßen Behälter mit Abstreifer und Ver
schlußkappe mit pinselförmigem Element im abge
nommenen Zustand der Verschlußkappe,
Fig. 2 eine Aufsicht auf den Abstreifer nach Fig. 1,
Fig. 3 in derselben Darstellung wie in Fig. 1 die Ver
schlußkappe beim Einführen ihres pinselförmigen
Auftragselementes in den Abstreifer und
Fig. 4 in derselben Darstellung wie in den Fig. 1 und 3
die vollständig in den Abstreifer eingeführte Ver
schlußkappe mit pinselförmigem Auftragselement.
Von einem erfindungsgemäßen Behälter sind in Fig. 1 nur die
für die Erfindung wesentlichen Teile dargestellt. Dabei ist
der eigentliche Behälter nur in seinem oberen Bereich ge
zeigt und dort mit 1 bezeichnet. Dieser Behälter weist
oberseitig eine Öffnung 2 auf, welche zum Äußeren hin einen
größeren Durchmesser aufweist und dadurch eine Aufnahme
schulter 3 bildet. Darüber hinaus ist im Inneren der Öff
nung 2 eine umlaufende Ringnut 4 ausgespart. Diese Gestal
tung der Öffnung 2 des Behälters 1 dient dazu, einen hül
senförmigen Abstreifer 5 fest aufzunehmen, welcher dazu
eine obere Anlageschulter 6 und eine umlaufende Schnapp
wulst 7 aufweist. Beim Einsetzen des hülsenförmigen Ab
streifers 5 in die Öffnung 2 schnappt somit die Schnapp
wulst 7 in die Ringnut 4 ein und die obere Anlageschulter 6
liegt an der Aufnahmeschulter 3 der Öffnung 2 an. Der Be
hälter 1 kann im Bereich der Öffnung 2, was im einzelnen
nicht dargestellt ist, als rohrförmiger Ansatz des eigent
lichen, nicht dargestellten Behälterkörpers ausgestaltet
sein.
Der hülsenförmige Abstreifer 5 ist mit konisch zulaufenden,
sich endseitig federnd aneinanderlegenden streifenförmigen
Abstreiflaschen versehen, die mit 8 bezeichnet sind. Diese
Abstreiflaschen 8 sind im Inneren endseitig an die Innen
wandung des hülsenförmigen Abstreifers 5 angeformt und bil
den in der in Fig. 1 und 2 dargestellten Lage einen im we
sentlichen geschlossenen Konus, welcher die Durchtritts
öffnung des hülsenförmigen Abstreifers 5 weitgehend voll
ständig verschließt.
Der Behälter 1 weist darüber hinaus eine abnehmbare Ver
schlußkappe 9 mit einem integrierten, also einstückigen,
pinselförmigen Auftragselement 10 auf, dessen Pinselspitze
mit 11 bezeichnet ist. Das pinselförmige Auftragselement 10
weist in seinem Stielbereich über beidseitige konisch zu
laufende Verjüngungen 12 eine umlaufende Einkerbung 13 auf,
deren Funktion nachfolgend näher erläutert wird.
Die Verschlußkappe 9 weist im Übergangsbereich zum pinsel
förmigen Auftragselement 10 eine Anlageschulter 14 auf, mit
welcher sie im auf den Behälter aufgesetzten Zustand (Fig.
4) an der Behälteroberfläche bzw. der Anlageschulter 6 des
Abstreifers 5 anliegt. Die Verschlußkappe 9 kann an
schließend an diese Anlageschulter 14 auch noch, was nicht
dargestellt ist, in einen hülsenförmigen Bereich übergehen,
der mit einem Innengewinde ausgerüstet ist, und läßt sich
dann auf einen nicht im einzelnen dargestellten rohrförmi
gen, die Öffnung 2 enthaltenen Ansatz des Behälters 1 mit
einem entsprechend gestalteten Außengewinde aufschrauben,
wie dies an sich bei Korrekturflüssigkeitsbehältern bekannt
ist.
In Fig. 1 ist der Behälter 1 in geöffneter Position, d. h.
mit abgenommener Verschlußkappe 9, dargestellt. In dieser
Lage ist die Durchtrittsöffnung des Abstreifers 5 ver
schlossen, da die streifenförmigen Abstreiflaschen 8 sich
aufgrund ihrer Federspannung weitgehend dicht aneinander
legen. In dieser Position kann somit aus dem Behälter 1
kein Produkt, insbesondere kein Lösungsmitteldampf oder
dergl., austreten.
Zum Wiederverschließen des Behälters wird, wie in Fig. 3
dargestellt, das pinselförmige Element 10 der Verschluß
kappe 9 in den Abstreifer 5 eingeführt, wodurch die strei
fenförmigen Abstreiflaschen 8 entgegen der Federkraft aus
einandergedrückt werden und einen Einführquerschnitt frei
geben.
Ist die Verschlußkappe 9 vollständig aufgesetzt und damit
das pinselförmige Auftragselement 10 vollständig in den Be
hälter und damit durch den Abstreifer 5 hindurchgeführt
(Fig. 4), so befinden sich die freien Enden der Abstreif
laschen 8 im Bereich der Einkerbung 13 des Stielbereichs
des pinselförmigen Auftragselementes 10. Dadurch ist es
möglich, daß sich die federnden Abstreiflaschen 8 aus ihrer
zwangsweise auf geweiteten Position etwas in Richtung nach
innen entspannen können. Gleichzeitig ist dadurch auch eine
Arretierung des pinselförmigen Elementes 10 und damit der
Verschlußkappe 9 in Verschlußposition an der Behälteröff
nung gewährleistet, so daß es nicht unbedingt erforderlich
ist, die Verschlußkappe 9, wie vorstehend ausgeführt, in
konventioneller Weise mit einer Gewindehülse auszurüsten.
Es ist dann lediglich ein Originalitätsverschluß an der
Verschlußkappe 9 vorzusehen, der vor dem erstmaligen Öffnen
des Behälters 1 entfernt werden muß.
Zum Öffnen des Behälters 1 zur Produktentnahme wird in um
gekehrter Reihenfolge vorgegangen. Dabei wird die an der
pinselförmigen Auftragsspitze 11 anhaftende Produktflüssig
keit beim Hindurchtreten durch die freien Enden der Ab
streiflaschen 8 allseitig gleichmäßig abgestreift, so daß
eine exakt dosierte Produktmenge am pinselförmigen Auf
tragselement 10 zur Verfügung steht und diese Flüssigkeits
menge dann einwandfrei ohne die Gefahr des Kleckerns auf
eine Papierfläche oder dergl. aufgetragen werden kann.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Aus
führungsbeispiel beschränkt. Weitere Ausgestaltungen der
Erfindung sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlas
sen. So kann der Abstreifer 5 auch einteilig mit dem Behäl
ter 1 ausgebildet sein, d. h. integraler Bestandteil dessel
ben sein, wenn dies im Einzelfall gewünscht wird und dergl.
mehr.
Claims (4)
1. Behälter für ein fließfähiges Produkt, insbesondere für
Korrekturflüssigkeit, mit einer Öffnung, welche mit einer
abnehmbaren Verschlußkappe mit integriertem pinselförmigen
Auftragselement versehen ist, wobei in die Öffnung ein hül
senförmiger Abstreifer eingesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der hülsenförmige Abstreifer (5) mit sich endseitig fe
dernd aneinanderlegenden streifenförmigen Abstreiflaschen
(8) versehen ist, welche den Durchtrittsquerschnitt des
Abstreifers (5) wenigstens bereichsweise verschließen.
2. Behälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die streifenförmigen Abstreiflaschen (8) im Inneren des
hülsenförmigen Abstreifers (5) angeordnet sind.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die streifenförmigen Abstreiflaschen (8) im geschlosse
nen Zustand einen geschlossenen Konus bilden.
4. Behälter nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das pinselförmige Auftragselement (10) in seinem Stiel
bereich mit einer umlaufenden Einkerbung (13) versehen ist,
in welche in aufgesetztem Zustand der Verschlußkappe (9)
die freien Enden der streifenförmigen Abstreiflaschen (8)
eingreifen.
Priority Applications (11)
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