DE1951666C - Einrichtung zum Trennen eines schwer kondensierbaren Gasgemisches in seine Bestandteile bei tiefen Temperaturen und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents
Einrichtung zum Trennen eines schwer kondensierbaren Gasgemisches in seine Bestandteile bei tiefen Temperaturen und Verfahren zur Herstellung derselbenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung /um Trennen eines schwer kundensierbiircn Gasgemisches in
seine Bestandteile bei tiefen Temperaluren mit zwei senkrecht übereinander angeordneten Trennsäulen
und mit an diesen befestigten Einrichtungsteilen, die zusammen in einem mit einer Boden- und einer
Deckelplatte versehenen und mit einem Isoliermaterial ausgefüllten zylindrischen Gehäuse angeordnet
sind. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Emrichlung.
Eine derartige Einrichtung ist in der französischen Palentschrift 635 855 dargestellt. Diese Darstellung
ist rein schematisch, und es wird nicht gezeigt, in welcher Weise die Trennsäulen mit dem zylindrischen
Gehäuse verbunden sind. Aber gerade in der baulichen Ausführung einer derartigen Einrichtung bestehen
beträchtliche Schwierigkeilen. Diese Schwierigkeiten rühren einerseils von der Größe einer solchen
Finrichtung (15 bis 50m Höhe) und andererseits von den tiefen Temperaturen her, bei denen eine derartige
Einrichtung arbeitet. Die einzelnen Bauteile sind daher wegen ihrer Große und wegen der an siegesielllen
Festigkeilsanforderungen ;;uf Grund der tiefen Temperaturen massig und dementsprechend schwierig /ti
montieren. Die Ausmaße und das Gewicht der einzelnen Bauteile erhöhen sich weiter durch die auf
Grund der tiefen Temperaturen erforderliche Wärmeisolation, wobei diese Wärmeisolation jedoch auch
durch nachträgliches Auffüllen des die Trennsäulen und deren Einrichtungsieile umgebenden Gehäuses
mit einem Isoliermaterial erhalten werden kann, was aus der britischen Patentschrift 181 352 bekannt isi
Eine weitere Schwierigkeil bei einer derartigen Einrichtung /um Trennen eines schwer kondensierbaren
Gasgemisches in seine Bestandteile bei tiefen Temperaturen besteht darin, daß diese auf Grund der
Größenverhällnisse erst auf der Baustelle fertig zusammengebaut werden kann. Baustellenmoniage isi
jedoch teuer, und man ist bestrebt, diese durch weitgehende Vormontage zu erleichtern. Der schematischen
Darstellung der französischen Patentschrift 635 855 ist nicht zu entnehmen, in welcher Weise die
Montage auf fabrikmäßige Vormontage und baustellenseilige Endmontage aufgeteilt werden könnte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Trennen eines schwer kondensierbaren
Gasgemisches in seine Bestandteile bei tiefen Teniperaluren der eingangs genannten Bauart /u
schaffen, die eine stabile, leicht herstellbare Baueinheit bildet.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Trennsäulen Teil einer diese aufnehmenden zylindrischen
Einfassung sind, welche an ihren leiden über die
Trennsäulen hinaus verlängerten Enden mit Flanschen versehen ist, über die die Umfassung mil der
Bodenplatte und der Deckelplatic des Gehäuses in Verbindung steht.
Das Verfahren zur Herstellung einer solchen Hinrichtung, bei der die Boden- und Deckclplatte kreisförmig
sind und gleichen Durchmesser aufweisen, isi durch folgende Verfahrcnsschrille gekennzeichnet:
a) Zusammenbau der Trennsäulen mit der zylindrischen Einfassung zu einem Traggerüst;
b) Anbringen der Boden- und Deckelplatte an den Enden dieses Traggcrüsles;
c) Lagern des Traggeriislcs in horizontaler Lage mil der Boden- und Deckelplatte auf zwei RoI-lcntischen;
d) Befestigen der äußeren Einrichtungsteile an dem Traggerüst;
e) Anbringen des zylindrischen Gehäuses zwischen der Boden- und Deckelplatte;
f) Aufrichten des Traggerüstes in vertikale Lage, und Lösen der festen Verbindung zwischen dem
Traggerüst und der Deckelplatte;
g) Ausfüllen des Gehäuses mit Isoliermaterial.
IO
Die erfindungsgemäße Einrichtung bildet eine stabile Einheit, da die Trennsäulen mit ihrer Einfassung
ein stabiles Traggerüst für die übrigen Einrichtungsteile, wie z. B. Wärmetauscher, Absorber u. dgl., bilden.
Auf diese Weise laßt sich nicht nur das Rohrleitungssystem /wischen den Trennsäulen und deren
Einrichtungsteilen verkürzen, das Rohrleitungssystem ist auch nur geringen mechanischen Belastungen ausge.se;/1.
da die ein/einen Rohre wegen der guten Ab-.Ntüt/ung der f'inrichtungsteile an dem Traggerüst
nicht /ur zusätzlichen Abstützung dieser Einrichtungsteile benötigt worden. Das zwischen Traggerüst
und äußerem Gehäuse eingefüllte Isolationsmaterial
gibt der Baueinheit zusätzliche Stabilität, da das Isolationsmalerial
die gegenseitige Verschiebbarkeit von as Traggerüst. Finrichtungsteilen und Gehäuse vermindert.
Die erfindungsgemäiie Einrichtung ist auch einfach herstellbar. Das Traggerüst kann z. B. in einem oder
in mehreren Teilen vormontiert an der Baustelle angeliefert
werden. Nach dem Zusammenbau des Traggerüsts in horizontaler Lage und nach Anbringen der
Hoden- und Deckelplatte kann das Traggerüst auf Rollentische:i gedreht werden, um bequem die Einrichtungsteile
befestigen zu können. Ebenso bequem ist das Anbringen des zylindrischen Gehäuses zwischen
Boden- und Deckelplatte. Sodann ist die gesamte Baueinheit nur noch aufzurichten und mit Isolationsmaterial
/u füllen. Für den Betrieb wird noch die feste Verbindung zwischen dem Traggerüst und
der Deckelplatte gelöst, um Wärmedehnungen zwischen Traggerüst und Gehäuse nicht zu behindern.
Als Isoliermaterial ist ein Granulat oder ein Isolierstoff, svie 7. B. Schaum-Polystyrol oder Vermiculit,
verwendbar.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Einrichtung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. Fs zeigt
F i g. 1 einen Veriikalschnitt durch ein Ausführungsbeispiel
der eriindungsgemäßen Einrichtung.
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. I
zur Darstellung der Verbindung ^wischendem oberen Ende des Traggerüstes und der Deckelplatte bei betriebsbereiter
Einrichtung,
F i g. .1 den gleichen Ausschnitt wie F i g. 2, wobei
die Deckelplatte zum Zwecke der Montage oder des Transportes fest mit dem oberen Ende des Traggerüst
verbunden ist,
F i g. 4 eine Seitenansicht der Einrichtung während eines Stadiums des Zusammenbaus und
Fig. 5 eine Stirnans'cht der Einrichtung nach
Fig. 4.
F i g. I zeigt die Einrichtung zum Trennen eines schwer kondensierbaren Gasgemisches in seine Bestandteile
bei tiefen Temperaturen in ihrer Gesamtlicit. Da diese Hinrichtung nicht auf ein bestimmtes
Verfahren abgestimmt is·;, dient sie nur dazu, zu
illustrieren, in welcher Weise die einzelnen Bauteile.
nämlich die Einfassung mit den Trennsäulen, die zugehörigen
Einrichtungsteile und das Gehäuse miteinander verbunden sind. Die Einrichtung besteht aus
einer unteren Trennsäule 10, die auf einer vorzugsweise kreisförmigen Bodenplatte 12 befestigt ist.
Senkrecht über die Trennsäule 10 ist Hne zweite Trennsäule 14 montiert, wobei beide Trennsäulen in
einer zylindrischen Einfassung 15,34 aufgenommen sind. In dieser Weise können mehrere Trennsäulen
übereinander angeordnet werden, wobei die einzige Begrenzung in der Höhe besteht, bis zu welcher eine
solche Einrichtung errichtet und auf praktische Art gewartet werden kann. Wie in dem Ausführungsbeispiel
gezeigt ist, sind die Trennsäulen 10, 14 Teil der Einfassung 15, 34 indew deren Kopfteile 16 in geeigneten
Hiü.en in die Einfassung i:ingeschweißl sind
Offnungen 17 mit oder ohne '! "-en sind ebenfall·,
in der Einfassung vorgesehen, um e.iien Zugang /u
den inneren Rohrleitungen /u ermöglichen. Wird die Einrichtung z. B. /ur Zerlegung von Luft verwendet,
dann ist die untere Trennsäule die Drucksäule und die obcie Säule die Nicderdrucksäule.
Zu den Trennsäulen 10, 14 werden Einrichiungsteile,
wie z. B. Wärmetauscher. Absorber u. dgl., benötigt. Die der unteren Trennsäule 10 zugeordneten
Einrichtungsteile 18 sind über Halterungen 20 mil dieser Trennsäule verbunden. Leitungsverbindungeii
sind bei 22 und 24 gezeigt. In ähnlicher Weise sind Einriclilungsteile26 mit der oberen I rennsaule 14
durch Halterungen 28 verbunden Leilungsverbindungen bestehen bei 30 und 32.
Das über die obere Trennsäule 14 hinaus verlängerte
Ende der Einfassung 15. 34 ist mit einem Flansch 36 versehen, der nut einer Deckenplatte 38
durch Schraubbolzen 40 verbunden ist, wie klarer in F i ji. 2 und 3 dargestellt ist. Die aus der Einfassung
15,34 mit den Trennsäulen 10 und 14 und der ß.>den-
und Deckelplatle 12 bzw. 38 besiehende Einheit,
im folgenden als Traggerüst bezeichnet, ist von einem
äußeren zylindrischen Gchäuse-il abgedeckt, das sowohl
mit der Bodenplatte 12 als auch mit der Deckelplatle 38 verbunden ist.
Das obere Ende der über die Trennsäule 14 hinaus verlängerten Einfassung kann zum Zwecke der Montage
und des Transports der Einrichtung unverschiehiich
und bei aufgerichteter, betriebsbereiter Einrichtung verschieblich mit der Dckelplalle 38 verbunden
werden. Die verschiebliche Verbindung /wischen dein oberen Ende der Einfassung 15,34 und der Deckelplatle
38 ist deshalb vorgesehen, damit während des Betriebes der Einrichtung keine Spannungen auf
Grund unterschiedlicher Wärmedehnungen auftreten.
F-" i g. 2 /eigl die Verbindung der Deckelplatte .i8
beim Betrieb. In der Dcckelplatte 38 und im Flansch
36 der Einfassung 15, 34 sind mehrere einander gegenüberliegende Löcher zur Aufnahme von Schraubbolzen
40 vorgesehen. Der Durchmesser dieser Löcher ist etwas größer als der der Sehraubbol/en.
so daß die Schrai'bbolzcn leicht durch die Löcher
gleiten können. Der Schraubbolzen 40 ist unver-. schicblich mit der Dcckelplatte 38 verbunden, während
er sieh frei durch das entsprechende Loch im Flansch 36 erstreckt. Die Einfassung 15, 34 mit ilen
Trennsäulen 10. 14 und die Dcckelplalte 38 können sich somit relativ zueinander in vertikaler, jedoch
nicht in horizontaler Richtung bewegen, wobei der Schraubbolzen 40 als Führungsstifl wirkt. Es versieht
sich. da!\ der Schraubbol/en 40 ebensogut mil dein
l-'lansch 36 unvcrschicblich und mit der Deckenplatte
38 vcrscliichlich verbunden sein könnte.
In J-"ig. 3 ist die Deckenplatte38 fest mit dem
Traggerüst verbunden. Diese Verbindung erfolgt mit Hilfe von Bcilagcschcibcn4l, die zwischen der
Dcckdplallc 38 und dem Flansch 36 auf den Schaft
ilos Scliraubholzcns40 aufgeschoben sind, und einer
auf den Schraubbolzcn aufgeschraubten Mutter 39.
I i ji. 4 und 5 zeigen, welche Funktion der kreis·
zylindrischen Boden- und Dcckclplallc 12 bzw. 38 heim Zusammenbau der Einrichtung zukommt. Beide
Hatten A'ciscn gleichen Durchmesser auf, wobei dieser Durchmesser größer ist als der des Traggerüstes
mit den I-'inrichtungstcilcn. Die Platten sind mit dem
Traggerüst derart verbunden, daß ihre zentrale Achse zur Längsachse des Traggerüstes fluchtet. Auf diese
Weise wirken die Platten 12,38 als Räder, wobei das Traggerüst als verbindende Achse dient.
Zum Befestigen der Einrichtungsteile 18 und 26 an dem Traggerüst kann dieses somit horizontal auf
Rollentisehen 44 gelagert und in die jeweils günstigste Lage gedreht werden. Nach dem Befestigen der Einrichtungsteile 18 und 26 kann das Gehäuse 42 zwisehen der Boden- und Deckenplatte 12 bzw. 38 installiert werden, während das Traggerüst noch horizontal
auf den Rollentisehen 44 gelagert ist. Die erfindungsgemäße Einrichtung kann somit rationell an der Baustelle zusammengebaut werden.
Claims (5)
1. Einrichtung zum Trennen eines schwer kon-•densierbaren
Gasgemisches in seine Bestandteile bei tiefen Temperaturen mit zwei senkrecht über-
* einander angeordneten Trennsäulen und mit an diesen befestigten Einrichtungsteilen, die zusammen
in einem mit einer Boden- und einer Deckelplatte versehenen und mit einem Isoliermaterial
ausgefüllten zylindrischen Gehäuse angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trennsäulen (10,14) Teil einer diese aufnehmenden zylindrischen Einfassung (15, 34) sind, welche
an ihren beiden 'iber die Trennsäulen (10, 14) hinaus verlängerten Enden mit Flanschen (36)
versehen ist. über die die Einfassung (15, 34) mit der Bodenplatte (12) und der Deckelplalte (38)
des Gehäuses (42) in Verbindung steht.
2. Einrichtung nach Anspruch I, mit einer kreiszylindrischen Boden- und Deckelplatte gleichen
Durchmessers, dadurch gekennzeichnet, daß die Boden- und Deckelplatte (12 bzw. 38) getrennt
von dem Gehäuse (42) an die Einfassung (15. 34) montierbar sind.
3. Einrichtung na Ί Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem auf der Seile der Deckelplatte (38) angeordneten Flansch (36) der Einfassung (15, 34) und in der Decke'olalte einander
gegenüberliegende Löcher zur Aufnahme von Schraubbolzen (40) vorgesehen sind, wobei
diese Schraubbolzen fest in den einen Löchern und während des Betriebes längsverschieblich in
den gegenüberliegenden Löchern sitzen.
4 Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubbolzen (40) auch
in den gegenüberliegenden Löchern befestigbar sind.
5. Verfahren zur Herstellung der Einrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch folgende
Verfahrensschritte:
a) Zusammenbau der Trennsäulen (10, 14) mit der zylindrischen Einfassung (15,34) /u
einem Traggerüst;
b) Anbringen der Boden- und Deckelplatte (12 bzw. 38) an den Fnden dieses Traggerüstes;
c) Lagern des Traggerüstes in horizontaler Lage mit :1er Boden- und Deckelplattc (12 bzw.
38) auf zwei Rollentischen (44);
d) Befestigen der äußeren Einrichtungsieile (18, 26) an dem Traggerüst;
e) Anbringen des zylindrischen Gehäuse (42) zwischen der Boden- und Deckelplalte (12
bzw. 38);
f) Aufrichten des Traggerüstes in vertikale Lage und Lösen der festen Verbindung zwischen
dem Traggerüst und der Deckelplatle (38);
g) Ausfüllen des Gehäuses (42) mit Isoliermaterial.
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