DE19515748A1 - Gerät zur Behandlung mit akustischen Wellen - Google Patents
Gerät zur Behandlung mit akustischen WellenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Behandlung mit akusti
schen Wellen, aufweisend eine Quelle akustischer Wellen, wel
che auf einen therapeutischen Wirkbereich fokussiert sind,
Mittel zum Verlagern des therapeutischen Wirkbereiches und
eines zu behandelnden Objektes relativ zueinander, Mittel zum
Anzeigen eines Bildes eines mit den fokussierten akustischen
Wellen zu behandelnden, den therapeutischen Wirkbereich ent
haltenden Bereiches des zu behandelnden Objektes, Mittel zum
Erfassen der Position des Wirkbereiches, und Mittel zum Ein
blenden einer die Position des therapeutischen Wirkbereiches
anzeigenden Marke in das Bild, denen Daten bezüglich der
Position des therapeutischen Wirkbereiches zugeführt sind.
Eine derartige Einrichtung ist beispielsweise aus der EP
0 148 653 A1 bekannt. Bei diesem Gerät werden als akustische
Wellen fokussierte Ultraschallwellen erzeugt. Von dem zu be
handelnden, den Fokus der Ultraschallwellen enthaltenden Kör
perbereich wird ein Ultraschall-Schnittbild angezeigt, das
mittels einer Ultraschall-Ortungseinrichtung gewonnen wird,
deren Ultraschallwandler derart mit der Quelle verbunden ist,
daß die abgebildete Körperschicht den therapeutischen Wirkbe
reich der Ultraschallwellen enthält.
Um einen bestimmten Körperbereich zu behandeln, wird bei dem
bekannten Gerät zunächst die Quelle samt dem Ultraschallwand
ler der Ultraschall-Ortungseinrichtung relativ zu dem Körper
des zu behandelnden Objektes so lange verschoben, bis der zu
behandelnde Körperbereich in dem Ultraschall-Schnittbild ab
gebildet wird, und sich die Marke mit dem zu behandelnden
Körperbereich deckt. Dann erfolgt die Beaufschlagung des zu
behandelnden Bereiches mit den fokussierten Ultraschallwel
len.
Das bekannte Gerät ist nur bedingt brauchbar, und zwar nur in
solchen Fällen, in denen sich der zu behandelnde Körperbe
reich hinsichtlich seiner akustischen Eigenschaften ausrei
chend von den ihn umgebenden Strukturen unterscheidet, um
eine ausreichend deutliche Darstellung in einem Ultraschall-
Schnittbild zu ermöglichen.
Um hier Abhilfe zu schaffen, ist im Falle eines aus der EP
0 534 607 A1 bekannten Gerätes als Ortungseinrichtung ein
Magnetresonanz(MR)-Diagnostikgerät vorgesehen. Es bleiben
dann zwar hinsichtlich der Bildqualität, gerade auch bei der
Darstellung von Tumoren, keine Wünsche offen, jedoch ist es
äußerst kostspielig, ein MR-Diagnostikgerät als Ortungsein
richtung zu verwenden, da dieses Gerät während der Durchfüh
rung einer Behandlung nicht für andere Zwecke zur Verfügung
steht. Außerdem ist der Patient infolge der Anwesenheit von
Magneten und Hochfrequenzspulen für das medizinische Personal
nur schwer zugänglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät der ein
gangs genannten Art so auszubilden, daß auf einfache und
kostengünstige Weise eine sichere Ortung und Behandlung auch
von solchen Körperbereichen möglich ist, die in Ultraschall
bildern nicht oder nur ungenügend deutlich abbildbar sind.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe nach einem ersten
Lösungsprinzip gelöst durch ein Therapiegerät zur Behandlung
mit akustischen Wellen, aufweisend
- a) eine Quelle akustischer Wellen, welche auf einen therapeu tischen Wirkbereich fokussiert sind,
- b) Mittel zum Verlagern des therapeutischen Wirkbereichs und eines zu behandelnden Objektes relativ zueinander,
- c) Mittel zum Erfassen der räumlichen Position des therapeu tischen Wirkbereichs und der Ausrichtung der Quelle rela tiv zu einem ersten räumlichen Koordinatensystem,
- d) Mittel zum Erfassen der räumlichen Position und der Aus richtung des zu behandelnden Objektes relativ zu einem zweiten räumlichen Koordinatensystem,
- e) Mittel zum Anzeigen eines Bildes eines einen mit den fokussierten akustischen Wellen zu behandelnden Körperbe reich enthaltenden Bereichs des zu behandelnden Objektes, bezüglich dessen die räumliche Position und Ausrichtung des zu behandelnden Bereichs relativ zu einem dritten räumlichen Koordinatensystem bestimmbar sind, und
- f) Mittel zum Einblenden einer die Position des therapeuti
schen Wirkbereichs anzeigenden Marke in das mittels der
Mittel zum Anzeigen angezeigte Bild, welchen Mitteln zum
Einblenden
- f1) Daten bezüglich der räumlichen Position des therapeu tischen Wirkbereichs und der Ausrichtung der Quelle relativ zu dem ersten räumlichen Koordinatensystem,
- f2) Daten bezüglich der räumlichen Position und der Aus richtung des zu behandelnden Objektes relativ zu dem zweiten räumlichen Koordinatensystem,
- f3) Daten bezüglich der räumlichen Position und Ausrich tung des zu behandelnden Bereichs relativ zu dem drit ten räumlichen Koordinatensystem sowie
- f4) Daten bezüglich der räumlichen Lage der Koordinaten systeme relativ zueinander zugeführt sind.
Es besteht also die Möglichkeit, vor der Behandlung und unab
hängig von dem Gerät zur Behandlung mit einem den Eigenschaf
ten des jeweils zu behandelnden Körperbereiches optimal ange
paßten bildgebenden Diagnostikgerät, z. B. einem Magnetreso
nanz-Tomographen, einem Computertomographen oder einem Rönt
gendiagnostikgerät, ein Bild des zu behandelnden Körperberei
ches anzufertigen und zu einem späteren Zeitpunkt unter Dar
stellung des Bildes mittels der Mittel zum Anzeigen die Be
handlung vorzunehmen. Das jeweilige Diagnostikgerät wird also
nur während der Zeit, die zur Anfertigung des Bildes erfor
derlich ist, benötigt, und nicht während der gesamten Behand
lungsdauer. Da die Einblendung der die Position des therapeu
tischen Wirkbereiches anzeigenden Marke in das Bild des
Diagnostikgerätes unter Berücksichtigung der räumlichen Posi
tion des therapeutischen Wirkbereiches und der Ausrichtung
der Quelle, der räumlichen Position und Ausrichtung des zu
behandelnden Objektes und der räumlichen Position und Aus
richtung des zu behandelnden Körperbereiches während der An
fertigung des Bildes erfolgt, ist ungeachtet dessen, daß das
Therapiegerät selbst keine Ortungseinrichtung im Sinne eines
bildgebenden Diagnostikgerätes selbst enthält bzw. enthalten
muß, eine sichere Ortung und Behandlung des zu behandelnden
Körperbereiches möglich.
Im einfachsten Fall können die Mittel zum Verlagern eine
handgehaltene, frei verlagerbare Quelle enthalten. Der behan
delnde Arzt richtet dann die Quelle unter Beobachtung des
mittels der Mittel zum Anzeigen angezeigten Bildes derart
aus, daß sich die die Position des therapeutischen Wirkberei
ches anzeigende Marke in dem Bild jeweils an der Stelle be
findet, die mit den akustischen Wellen beaufschlagt werden
soll, und aktiviert dann die Quelle zur Abgabe der akusti
schen Wellen.
Die Mittel zum Verlagern können aber auch eine motorische
Verstelleinheit für die Quelle enthalten, wobei vorzugsweise
Bedienelemente für die manuelle Bedienung der Verstelleinheit
zugeordnet sind. Die Quelle wird dann durch die manuell mit
tels der Bedienelemente entsprechend gesteuerte motorische
Verstelleinheit derart ausgerichtet, daß sich die die Posi
tion des therapeutischen Wirkbereiches anzeigende Marke mit
dem jeweils zu behandelnden Körperbereich deckt, bevor die
Quelle zur Abgabe der akustischen Wellen aktiviert wird.
Um die Gefahr von Fehlbehandlungen weiter zu verringern, sind
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung Mittel
zum Markieren des jeweils zu behandelnden Körperbereiches
vorgesehen, mittels deren eine den zu behandelnden Körperbe
reich kennzeichnende, ihn vorzugsweise umgebende Markierung
in das mittels der Mittel zum Anzeigen angezeigte Bild ein
blendbar ist. Es kann dann vor Beginn der eigentlichen Be
handlung ein Bereich markiert werden, innerhalb dessen wäh
rend der Behandlung die Fokuszone verlagert werden soll. Die
Markierung dient also dem zu behandelnden Arzt sozusagen als
Richtschnur, d. h., er wird die Quelle nur dann zur Abgabe von
akustischen Wellen aktivieren, wenn sich die die Position des
therapeutischen Wirkbereiches anzeigende Marke innerhalb der
Markierung befindet. Gemäß einer besonders bevorzugten Aus
führungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Quelle nur
dann zur Erzeugung von akustischen Wellen aktivierbar ist,
wenn der therapeutische Wirkbereich innerhalb des der Markie
rung entsprechenden, zu behandelnden Körperbereiches liegt.
Dies kann die Steuerung des Therapiegerätes leicht gewähr
leisten, indem sie eine Aktivierung der Quelle nur dann ge
stattet, wenn die die Position des therapeutischen Wirkberei
ches anzeigende Marke innerhalb der Markierung liegt.
Gemäß der Erfindung wird die obengenannte Aufgabe nach einem
zweiten Lösungsprinzip gelöst durch ein Therapiegerät zur Be
handlung mit akustischen Wellen, aufweisend
- a) eine Quelle akustischer Wellen, welche auf einen therapeu tischen Wirkbereich fokussiert sind,
- b) Mittel zum Verlagern des therapeutischen Wirkbereichs und eines zu behandelnden Objektes relativ zueinander,
- c) Mittel zum Erfassen der räumlichen Position des therapeu tischen Wirkbereichs und der Ausrichtung der Quelle rela tiv zu einem ersten räumlichen Koordinatensystem,
- d) Mittel zum Erfassen der räumlichen Position und der Aus richtung des zu behandelnden Objektes relativ zu einem zweiten räumlichen Koordinatensystem,
- e) Mittel zum Anzeigen eines Bildes eines einen mit den fokussierten akustischen Wellen zu behandelnden Körperbe reich enthaltenden Bereichs des zu behandelnden Objektes, bezüglich dessen die räumliche Position und Ausrichtung des zu behandelnden Bereichs relativ zu einem dritten räumlichen Koordinatensystem bestimmbar sind,
- f) Mittel zum Markieren des zu behandelnden Körperbereichs, mittels derer eine den zu behandelnden Körperbereich kenn zeichnende Markierung in das mittels der Mittel zum An zeigen angezeigte Bild einblendbar ist, und
- g) eine Steuereinheit, die die Mittel zum Verlagern derart
betätigt, daß der therapeutische Wirkbereich in dem mit
tels der Markierung gekennzeichneten, zu behandelnden Kör
perbereich liegt, und der
- g1) Daten bezüglich der räumlichen Position des therapeu tischen Wirkbereichs und der Ausrichtung der Quelle relativ zu dem ersten räumlichen Koordinatensystem,
- g2) Daten bezüglich der räumlichen Position und der Aus richtung des zu behandelnden Objektes relativ zu dem zweiten räumlichen Koordinatensystem,
- g3) Daten bezüglich der räumlichen Position und Ausrich tung des zu behandelnden Bereiches relativ zu dem dritten räumlichen Koordinatensystem,
- g4) Daten bezüglich der räumlichen Lage der Koordinaten systeme relativ zueinander und
- g5) Daten bezüglich der Lage der Markierung in dem Bild zugeführt sind.
Im Unterschied zu dem ersten Lösungsprinzip werden also die
Daten bezüglich der räumlichen Position des therapeutischen
Wirkbereiches und der Ausrichtung der Quelle, der räumlichen
Position und der Ausrichtung des zu behandelnden Objektes und
der räumlichen Position und Ausrichtung des zu behandelnden
Körperbereiches während der Anfertigung des Bildes nicht zur
Einblendung einer die Position des therapeutischen Wirkberei
ches anzeigenden Marke, sondern dazu verwendet, es einer
Steuereinheit zu ermöglichen, die Mittel zum Verlagern derart
zu betätigen, daß der therapeutische Wirkbereich in dem mit
tels einer durch Mittel zum Markieren einblendbaren Markie
rung gekennzeichneten, zu behandelnden Körperbereich liegt.
Auch im Falle des zweiten Lösungsprinzips ist also eine
sichere Ortung und Behandlung des jeweils relevanten Körper
bereiches möglich, obwohl das der Ortung und Behandlung zu
grundeliegende Bild vor der Behandlung und mit einem von dem
Therapiegerät unabhängigen bildgebenden Diagnostikgerät er
stellt wurde.
Um dem zu behandelnden Arzt die Kontrolle des Therapievorgan
ges zu ermöglichen, sind gemäß einer besonders bevorzugten
Variante der Erfindung Mittel zum Einblenden vorgesehen, die
eine die Position des therapeutischen Wirkbereiches an
zeigende Marke in das Bild einblenden.
Bei dem mittels der Mittel zum Anzeigen dargestellten Bild
kann es sich um ein Bild handeln, das die Bildinformation
wenigstens eines Schnittbildes enthält. Es kann aber auch ein
perspektivisches Bild angezeigt werden, das z. B. aus mehreren
Schnittbildern, den mittels eines Computertomographen im Spi
ralscanmodus erzeugten Daten oder den mittels eines MR-
Diagnostikgerätes gewonnenen Daten oder den mittels eines
konventionellen Röntgendiagnostikgerätes bei definierten un
terschiedlichen Durchstrahlungsrichtungen erhaltenen Bildern
errechnet wird. Dabei kann vorgesehen sein, daß das perspek
tivische Bild teilweise im Schnitt dargestellt ist.
Unter Umständen kann es zweckmäßig sein, wenn die Mittel zum
Anzeigen mehrere Bilder gleichzeitig anzeigen, um so dem Arzt
umfassende Information zur Verfügung zu stellen. In diesem
Falle sieht eine Variante der Erfindung vor, daß die Mittel
zum Einblenden in mehrere Bilder eine die Position des thera
peutischen Wirkbereiches anzeigende Marke einblenden und/oder
mittels der Mittel zum Markieren in mehrere Bilder eine den
zu behandelnden Körperbereich kennzeichnende Markierung ein
blendbar ist.
Die Mittel zum Erfassen der räumlichen Position des therapeu
tischen Wirkbereiches und der Ausrichtung der Quelle und/oder
die Mittel zum Erfassen der räumlichen Position und der Aus
richtung des zu behandelnden Objektes enthalten gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ein han
delsübliches 3D-Navigationssystem. Ein solches Navigations
system wird vorzugsweise auch benutzt, um die räumliche Posi
tion und Ausrichtung des zu behandelnden Bereiches bei der
Anfertigung des Bildes zu erfassen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Variante der Erfindung ent
halten die Mittel zum Anzeigen eine handelsübliche chirurgi
sche Workstation, die zugleich auch die Funktion der Mittel
zum Einblenden und der Mittel zum Markieren erfüllen kann.
Im Interesse eines verringerten Rechenaufwandes kann es
zweckmäßig sein, wenn zumindest das erste und das zweite
Koordinatensystem identisch sind.
Unter bestimmten Umständen kann es zweckmäßig sein, wenn das
Therapiegerät doch Bilderzeugungsmittel enthält. Diese dienen
jedoch dann nicht zur Erzeugung eines zu Ortungszwecken die
nenden Bildes, sondern dazu, durch kurzzeitige Aktivierung
der Quelle und/oder Aktivierung der Quelle mit reduzierter
Intensität einen in einem mittels der Bilderzeugungsmittel
gewonnenen Bild sichtbaren Temperaturunterschied hervorzu
rufen, der im Falle eventueller Abweichungen der Lage des
Temperaturunterschiedes von der Lage, die der therapeutische
Wirkbereich gemäß den einschlägigen Daten aufweisen sollte,
Korrekturen vornehmen zu können.
Unter Umständen kann es in diesem Zusammenhang zweckmäßig
sein, mittels der Bilderzeugungsmittel ein weiteres Bild vor
der Aktivierung der Quelle anzufertigen, um die Lage der
durch die Aktivierung der Quelle bewirkten Temperaturänderung
durch Vergleich der beiden Bilder ermitteln zu können. Dabei
erfolgt der Vergleich der beiden Bilder zweckmäßigerweise
durch Subtraktion. Die Bilderzeugungsmittel können durch ein
Ultraschall-Diagnostikgerät gebildet sein. Es ist aber auch
nicht ausgeschlossen, als Bilderzeugungsmittel ein Magnet
resonanz-Diagnostikgerät zu verwenden, das mit temperatursen
sitiven Meßsequenzen betrieben wird.
Eine weitere Variante der Erfindung sieht vor, daß ein dem
mittels der Mittel zum Anzeigen angezeigten Bild entsprechen
des Bild nach zumindest teilweise durchgeführter bzw. nach
abgeschlossener Behandlung angefertigt wird und diejenigen
Bereiche, in denen durch die akustischen Wellen Gewebever
änderungen bewirkt wurden, durch Vergleich der beiden Bilder
ermittelt werden, und daß die Mittel zum Anzeigen Position
und Gestalt derjenigen Bereiche, in denen durch die akusti
schen Wellen Gewebeveränderungen bewirkt wurden, in einem
Bild anzeigen. Auch hier kann der Vergleich der beiden Bilder
durch Subtraktion erfolgen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Figuren
am Beispiel der Behandlung eines Tumors beschrieben. Es zei
gen:
Fig. 1 die wesentlichen Teile eines erfindungsgemäßen Thera
piegerätes in schematischer perspektivischer Darstel
lung,
Fig. 2 einen zu behandelnden Patienten während der Anferti
gung eines für den Betrieb des Therapiegerätes gemäß
Fig. 1 benötigten Bildes des zu behandelnden Körper
bereiches,
Fig. 3 die Quelle akustischer Wellen des Gerätes gemäß
Fig. 1 in teilweise geschnittener Darstellung, und
Fig. 4 bis 8 Bilder, wie sie während des Betriebes des er
findungsgemäßen Therapiegerätes auf dessen
Bildschirm angezeigt werden.
Gemäß Fig. 1 weist das erfindungsgemäße Therapiegerät einen
insgesamt mit 1 bezeichneten Behandlungstisch auf, auf dessen
Lagerungsplatte 2 ein Patient P in Rückenlage mittels mehre
rer Gurte, von denen einer mit 3 bezeichnet ist, fixiert ist.
Zur Behandlung des Patienten mit akustischen Wellen ist ein
Therapiekopf 4 vorgesehen, der eine Quelle akustischer Wellen
enthält, die fokussierte Ultraschallwellen abstrahlt. Der
Therapiekopf 4 ist über ein Kabel 5 an eine Versorgungsein
heit 6 angeschlossen. An diese ist über ein weiteres, mit 7
bezeichnetes Kabel eine nach Art eines Roboterarmes ausgebil
dete motorische Verstelleinheit 8 für den an dieser ange
brachten Therapiekopf 4 angeschlossen.
Die Steuerungs- und Versorgungseinheit 6 weist ein Bedienfeld
9 mit den für den Betrieb des Therapiekopfes 4 und der Ver
stelleinheit 8 erforderlichen Bedienelementen auf.
Im Falle des beschriebenen Ausführungsbeispieles enthält der
in Fig. 3 dargestellte Therapiekopf 4 eine nach Art eines
phased array aufgebaute piezoelektrische therapeutische
Ultraschallquelle 10, deren Ultraschall-Wandlerelemente
mosaikartig auf einem geeigneten Tragkörper 12 (backing) an
gebracht sind. In Fig. 3 sind einige der Ultraschallwand
lerelemente sichtbar und mit 11a bis 11h bezeichnet. Ein
höherer Wirkungsgrad der Ultraschallquelle wird übrigens er
zielt, wenn diese ein "air backing", also keinen Tragkörper,
aufweist und die Rückseiten der Ultraschall-Wandlerelemente
demnach an Luft grenzen. Dies läßt sich durch einen selbst
tragenden Aufbau der Ultraschallquelle erreichen, oder indem,
falls vorhanden, eine zur Impedanzanpassung zwischen der
Ultraschallquelle und dem akustischen Ausbreitungsmedium vor
gesehene Anpaßschicht als Tragkörper für die Ultraschall-
Wandlerelemente verwendet wird.
Die Quelle 10 ist in einem Gehäuse 13 aufgenommen, das an
seinem Applikationsende mittels einer flexiblen Ankoppelmem
bran 14 verschlossen ist und mit einem geeigneten flüssigen
akustischen Ausbreitungsmedium, beispielsweise Wasser, ge
füllt ist.
Infolge der Ausbildung der Quelle 10 als phased array besteht
durch geeignete Ansteuerung der Ultraschall-Wandlerelemente
die Möglichkeit, die Fokuszone der therapeutischen Ultra
schallwellen in an sich bekannter Weise elektronisch relativ
zu der Quelle 10 zu verlagern, und zwar innerhalb eines räum
lichen Bereiches, der in Fig. 3 strichliert angedeutet ist.
Beispielhaft ist in Fig. 3 für die am weitesten von der
Quelle 10 entfernte und die am dichtesten bei der Quelle 10
befindliche Position der Fokuszone jeweils das Zentrum der
Fokuszone durch ein Kreuz gekennzeichnet und mit F₂ und F₁
bezeichnet.
Die jeweils gewünschte Position der Fokuszone relativ zu der
Quelle 10 läßt sich mit den an der Steuer- und Versorgungs
einheit 6 vorgesehenen Bedienelementen einstellen; die
Steuer- und Versorgungseinheit 6 steuert die Ultraschall-
Wandlerelemente 11a bis 11h der Quelle 10 dann in der erfor
derlichen Weise phasenversetzt an.
In einer zentralen Öffnung der Quelle 10 ist zu noch zu er
läuternden Zwecken ein diagnostischer Ultraschall-Applikator
15 angeordnet, der mit in der Steuerungs- und Versorgungsein
heit enthaltener Elektronik zur Erzeugung eines Ultraschall
bildes einer in Fig. 3 strichliert angedeuteten sektorförmi
gen Schicht zusammenwirkt, das bei Bedarf auf einem der
Steuerungs- und Versorgungseinheit 6 zugeordneten Bildschirm
16 angezeigt werden kann.
Außerdem weist das erfindungsgemäße Therapiegerät eine han
delsübliche chirurgische Workstation 17 auf (z. B. "The Vie
wing Wand®" von ISG Technologies, Toronto, Ontario, Canada),
die mit der Steuerungs- und Versorgungseinheit 6 über ein
Kabel 18 verbunden ist.
Der Workstation 17 sind über ein weiteres Kabel 19 oder eine
in ein Diskettenlaufwerk 20 der Workstation 17 eingelegte
Diskette Bilddaten zuführbar, die auf einem Bildschirm 21 der
Workstation 17 dargestellt werden. Mittels der Workstation 17
können die üblichen Bildmanipulationen vorgenommen werden.
Die Workstation 17 ist insoweit gegenüber einer handelsübli
chen Workstation erweitert, als an die Workstation 17 in zwei
Ecken des Behandlungsraumes im Bereich der Ecke angebrachte
Videokameras 22 und 23 über entsprechende Kabel 24 und 25 an
geschlossen sind.
Die Videokameras 22, 23 dienen zum einen in Verbindung mit
drei an definierten Stellen an dem Gehäuse des Therapiekopfes
4 fest angebrachten Laserdioden 26a bis 26c dazu, die räum
liche Position und Ausrichtung des Therapiekopfes 4 und damit
der Quelle 10 sowie die räumliche Ausrichtung der Mittelachse
M der Quelle 10 bezüglich eines ersten, in Fig. 1 eingetrage
nen räumlichen Koordinatensystems x₁, y1, z₁ zu ermitteln.
Dies geschieht, indem die Workstation 17 die Bilder der
Videokameras 22 und 23 bezüglich der Koordinaten der Abbilder
der Laserdioden 26a bis 26c auswertet und aus diesen Koordi
naten die räumliche Position und die Ausrichtung des Thera
piekopfes 4 bzw. der Quelle 10 sowie die Ausrichtung der Mit
telachse der Quelle 10 bezüglich des ersten Koordinaten
systems errechnet. Da der Workstation 17 über die Leitung 18
außerdem Daten bezüglich der eingestellten Position der
Fokuszone zugeführt sind, ist die Workstation 17 außerdem in
der Lage, die räumliche Position der Fokuszone in dem ersten
Koordinatensystem zu ermitteln.
Zum anderen dienen die Videokameras 22 und 23 in Verbindung
mit entlang deren Längskanten an definierten Stellen an der
Lagerungsplatte 2 fest angebrachten Laserdioden 27a bis 27j
dazu, die räumliche Position und Ausrichtung des Patienten P
relativ zu einem zweiten räumlichen Koordinatensystem x₂, y₂,
z₂, das mit dem ersten Koordinatensystem identisch ist, zu
ermitteln. Auch dies geschieht, indem die Workstation 17 die
Bilder der Videokameras bezüglich der Koordinaten der Abbil
der der Laserdioden 27a bis 27j auswertet und aus diesen
Koordinaten die räumliche Position und Ausrichtung der Lage
rungsplatte 2 errechnet. Da der Patient P auf der Lagerungs
platte 2 fixiert ist, ist zugleich die räumliche Position und
Ausrichtung des Patienten P bekannt.
Um ein auf dem Bildschirm der Workstation 17 angezeigtes Bild
eines zu behandelnden Körperbereiches des Patienten P in der
gleichen Weise wie das Bild der Ortungseinrichtung eines her
kömmlichen Therapiegerätes dazu verwenden zu können, die
Fokuszone der Ultraschallwellen in dem zu behandelnden Be
reich zu positionieren, ist es erforderlich, daß die räum
liche Position und Ausrichtung des Patienten P und damit des
zu behandelnden Bereiches relativ zu dem ersten oder zweiten
räumlichen Koordinatensystem ermitteln zu können. Entspre
chende Daten müssen also bei der Anfertigung des Bildes ge
wonnen werden.
Wie dies geschieht ist aus der Fig. 2 ersichtlich, die bei
spielhaft ein MR-Diagnostikgerät 28 mit zugehöriger Bedien-
und Anzeigeeinheit 29 zeigt, das dazu dient, ein Bild, und
zwar ein Schnittbild, des zu behandelnden Körperbereiches des
Patienten 8 zu erhalten.
Dabei wird so vorgegangen, daß der mittels der Gurte in einer
für die Behandlung geeigneten Körperhaltung und Position auf
der Lagerungsplatte 2 fixierte Patient P - die Lage bei der
Aufnahme wird bei der Behandlung unverändert beibehalten -
samt der Lagerungsplatte 2 auf die Patientenlagerungsein
richtung 30 des MR-Diagnostikgerätes 28 aufgesetzt wird.
Auch in dem Raum, in dem sich das MR-Diagnostikgerät 28 be
findet, sind Videokameras 31 und 32 angebracht, die über
Kabel 33 und 34 mit einer Bildverarbeitungseinheit 35 in Ver
bindung stehen.
Die Videokameras 31 und 32 und die Bildverarbeitungseinheit
35 dienen dazu, die Lage der Schnittebene des von dem zu be
handelnden Körperbereich des Patienten P mittels des MR-
Diagnostikgerätes angefertigten Schnittbildes und damit des
zu behandelnden Körperbereiches selbst in einem dritten räum
lichen Koordinatensystem x₃, y₃, z₃ zu bestimmen. Das dritte
Koordinatensystem ist auf die Lagerungsplatte 2 bezogen, wo
bei die Achsen x₃ und z₃ einer Quer- bzw. einer Längskante
der Lagerungsplatte 2 entsprechen und die Achse y₃ rechtwink
lig zu diesen steht.
Die Lage der an dem MR-Diagnostikgerät 28 jeweils eingestell
ten Schnittebene in einem vierten räumlichen Koordinaten
system, z. B. dem Koordinatensystem x₄, y₄, z₄ mit Koordina
tenursprung in der rechten oberen Raumecke, ist bekannt. Die
Lage des dritten Koordinatensystems und damit die Lage des
Patienten P in dem vierten Koordinatensystem lassen sich aus
dem Koordinaten der an der Lagerungsplatte 2 angebrachten
Laserdioden 27a bis 27j in dem vierten Koordinatensystem er
mitteln. Den Koordinaten der Laserdioden 27a bis 27j entspre
chende Daten gibt die Bildverarbeitungseinheit 35 über ein
Kabel 36 an die Bedien- und Anzeigeeinheit 29 des MR-Diagno
stikgerätes 28. Diese fügt die Daten bezüglich der Lage der
Schnittebene und der Laserdioden 27a bis 27j in dem vierten
Koordinatensystem den dem von dem zu behandelnden Körperbe
reich angefertigten Bild entsprechenden Bilddaten hinzu. Die
genannten Daten können dann über ein Kabel 18 an die Steue
rungs- und Versorgungseinheit 6 des erfindungsgemäßen Thera
piegerätes übertragen werden. Es besteht aber auch die Mög
lichkeit, die genannten Daten mittels eines Diskettenlaufwer
kes 37 der Bedien- und Anzeigeeinheit 29 auf eine Diskette zu
schreiben und diese in das Diskettenlaufwerk 20 der Worksta
tion 17 einzulegen.
Die Workstation 17 berechnet nun die Lage der Schnittebene
des Bildes in dem dritten Koordinatensystem. Da außerdem die
Lage der Fokuszone in dem ersten Koordinatensystem, die Lage
des Patienten in dem zweiten Koordinatensystem und außerdem
die Lagen des ersten, zweiten und dritten Koordinatensystems
relativ zueinander bekannt sind, ist die Workstation 17 nun
in der Lage, in das auf dem Bildschirm 21 angezeigte, mittels
des MR-Diagnostikgerätes 28 angefertigte Bild eine der Lage
der Fokuszone entsprechende Marke einzublenden. Dies ist in
der Fig. 4 veranschaulicht, die ein Schnittbild eines mit ei
nem Tumor T behafteten inneren Organs, nämlich der Leber L,
des Patienten P zeigt, das mittels des MR-Diagnostikgerätes
angefertigt wurde und nun auf dem Bildschirm 21 der Worksta
tion 17 angezeigt wird.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Behandlungssituation liegt
das Zentrum der Fokuszone der Ultraschallwellen innerhalb des
Tumors T, was die Lage der Marke F′ zeigt, die das Zentrum
der Fokuszone der Ultraschallwellen darstellt. Die Behandlung
mit fokussierten Ultraschallwellen ist also gefahrlos mög
lich.
Zur Behandlung des Tumors T mit fokussiertem Ultraschall wird
gemäß einer ersten Betriebsart des erfindungsgemäßen Thera
piegerätes so vorgegangen, daß der behandelnde Arzt mittels
der auf dem Bedienfeld 9 der Steuerungs- und Versorgungsein
heit 6 vorgesehenen Bedienelemente den Therapiekopf 4 mittels
der Verstelleinheit 8 in eine solche Position bringt, daß die
Ankoppelmembran 14 satt an der Körperoberfläche des Patienten
P anliegt. Anschließend betätigt der behandelnde Arzt mittels
der auf dem Bedienfeld 9 vorgesehenen Bedienelemente die Ver
stelleinheit 8 derart, daß sich die Marke F′ in dem auf dem
Bildschirm 21 der Workstation 17 angezeigten Schnittbild
innerhalb des Tumors T befindet. Der behandelnde Arzt be
tätigt nun einen an die Steuerungs- und Versorgungseinheit 6
angeschlossenen Fußschalter 38, wodurch die Quelle 10 dazu
veranlaßt wird, einen Ultraschallpuls auszusenden, dessen
Energiegehalt dazu ausreicht, das in der Fokuszone befind
liche Tumorgewebe je nach Behandlungsart auf eine Temperatur
zwischen 42 bis 45°C (sog. Hyperthermie, durch die der
Stoffwechsel der Tumorzellen gestört werden soll) oder eine
Temperatur jenseits 45°C (sog. Thermotherapie, durch die
Tumorgewebe nekrotisiert werden soll) zu erwärmen. An
schließend verlagert der Arzt durch entsprechende Betätigung
der Bedienelemente des Bedienfeldes 9 unter Beobachtung der
Marke F′ die Fokuszone elektronisch geringfügig und betätigt
erneut den Fußschalter 38. Dies wiederholt sich, bis der ge
samte in dem Schichtbild dargestellte Bereich des Tumors T
behandelt wird. Falls der elektronische Verstellbereich der
Fokuszone nicht ausreicht, um den gesamten in dem Schnittbild
dargestellten Bereich des Tumors zu behandeln, ist es erfor
derlich, zusätzlich den Therapiekopf 4 mittels der Verstell
einheit 8 relativ zu dem Körper des Patienten P in der erfor
derlichen Weise zu verstellen.
Um zu verhindern, daß unbeabsichtigterweise gesundes Gewebe
behandelt wird, besteht die Möglichkeit, mittels eines in
Fig. 1 dargestellten Lichtgriffels 39 in dem auf dem Bild
schirm 21 dargestellten Schnittbild einen zu behandelnden Be
reich zu umfahren, woraufhin eine Markierung MK (siehe
Fig. 4) in das Schnittbild eingeblendet wird, die als Orien
tierungshilfe dient.
Darüber hinaus wird, um Fehlbehandlungen auszuschließen, in
einer Variante der zuerst beschriebenen Betriebsart bei Be
tätigung des Fußschalters 38 die Quelle 10 von der Steue
rungs- und Versorgungseinheit 6 nur dann zur Abgabe von
Ultraschallwellen aktiviert, wenn sich die Marke F′ innerhalb
der Markierung MK befindet. Dazu gibt die Workstation 17 ein
Signal an die Steuerungs- und Versorgungseinheit 6, das die
ser anzeigt, ob die Marke F′ innerhalb oder außerhalb der
Markierung MK liegt.
Die beschriebene Variante ist dann von besonderer Bedeutung,
wenn der behandelnde Arzt in Abwandlung der zuerst beschrie
benen Betriebsart den Therapiekopf in der in Fig. 1
strichliert angedeuteten Weise von der Verstelleinheit 8
trennt, um ihn handgehalten unter Beobachtung des auf dem
Bildschirm 21 angezeigten Schnittbildes so auszurichten, daß
sich die Marke F′ und damit die Fokuszone des Ultraschalls an
der jeweils zu behandelnden Stelle befindet.
Gemäß einer zweiten Betriebsart erfolgt die Verlagerung der
Fokuszone des Ultraschalls und erforderlichenfalls des Thera
piekopfes 4 automatisch, und zwar derart, daß, erforder
lichenfalls schrittweise, der innerhalb einer mittels des
Lichtgriffels 39 gesetzten Markierung MK befindliche Bereich
des Tumors T behandelt wird. Dabei besteht wahlweise die Mög
lichkeit, zusätzlich zu der Markierung MK auch die die Lage
der Fokuszone anzeigende Markierung F′ in das Schnittbild
einzublenden, so wie dies auch in Fig. 4 dargestellt ist. Die
zur automatischen Steuerung erforderlichen Daten gibt die
Workstation 17 an die Steuerungs- und Versorgungseinheit 6.
Da sich der jeweils zu behandelnde Körperbereich in aller
Regel nicht in seiner Gesamtheit in einer einzigen mittels
des MR-Diagnostikgerätes 28 darstellbaren Körperschicht be
findet, ist es zweckmäßig, vor der Behandlung Bilder mehrerer
aneinandergrenzender, den zu behandelnden Körperbereich ent
haltender Körperschichten anzufertigen und bezüglich dieser
Bilder die Lage der Schnittebene zu ermitteln. Diese Bilder
werden dann gleichzeitig auf dem Bildschirm 21 der Worksta
tion 17 dargestellt, so wie dies in Fig. 5 für zehn mit I bis
X bezeichnete Schnittbilder der Fall ist. Es besteht dann die
Möglichkeit, in in der Fig. 5 aufgrund der Übersichtlichkeit
nicht dargestellter Weise in den einzelnen Schnittbildern
analog zu der zuvor beschriebenen Vorgehensweise mittels des
Lichtgriffels 39 eine Markierung MK anzubringen und dann den
innerhalb der Markierungen MK befindlichen Körperbereich nach
und nach manuell gemäß der ersten Betriebsart oder automa
tisch gemäß der zweiten Betriebsart mit fokussiertem Ultra
schall zu behandeln. Die die Lage der Fokuszone des Ultra
schalls kennzeichnende Marke F′ wird selbstverständlich nur
in das Bild derjenigen Körperschicht eingeblendet, in der
momentan therapiert wird. Im Falle der Fig. 5 ist dies die im
Bild IV dargestellte Körperschicht.
Wenn in der zuvor beschriebenen Weise Bilder mehrerer anein
andergrenzender Körperschichten angefertigt werden, ist die
chirurgische Workstation 17 in der Lage, ein räumliches Bild
des interessierenden Körperbereiches zu errechnen und dieses
perspektivisch anzuzeigen. Dabei besteht beispielsweise die
Möglichkeit, ein Organ oder einen in diesem befindlichen
Tumor perspektivisch darzustellen. Besonders instruktiv für
den behandelnden Arzt ist es, wenn das perspektivische Bild,
so wie dies in Fig. 6 veranschaulicht ist, teilweise ge
schnitten dargestellt ist, da dem Bild dann räumliche Infor
mationen über die Leber L wie auch den Tumor T zu entnehmen
sind. Im Falle der Fig. 6 sind zwei im Bereich des Tumors T
aufeinandertreffende Schnittflächen SF₁ und SF₂ vorhanden.
Perspektivische Bilder können dem Arzt nicht nur einen guten
Überblick über die anatomische Situation geben. Sie können
außerdem auch dazu verwendet werden, die Fokuszone des Ultra
schalls in der erforderlichen Weise zu positionieren, was in
Fig. 6 dadurch veranschaulicht ist, daß die die Lage der
Fokuszone anzeigende Marke F′ im Bereich des in der Schnitt
fläche SF₂ liegenden Bereich des Tumors T eingetragen ist.
Bekanntermaßen können sich durch Brechungen an Gewebegrenz
schichten Unterschiede zwischen der theoretischen und der
tatsächlichen Lage der Fokuszone des Ultraschalls ergeben. Es
besteht also die Gefahr, daß unbeabsichtigterweise gesundes
Gewebe behandelt wird.
Um dies zu verhindern, kann im Falle des erfindungsgemäßen
Gerätes sowohl in der ersten als auch in der zweiten Be
triebsart eine Korrekturfunktion aktiviert werden. Diese be
ruht darauf, daß jeweils, bevor ein der Behandlung dienender
Ultraschallpuls ausgesendet wird, ein Ultraschallpuls wahl
weise so weit verringerter Intensität oder so weit verringer
ter Dauer ausgestrahlt wird, daß Gewebeschädigungen nicht zu
erwarten sind. Dennoch tritt dann im Bereich der Fokuszone
eine Erwärmung auf. Diese wird mittels des Ultraschall-
Diagnostikgerätes gemäß einem in der DE 42 29 817 A1 be
schriebenen Verfahren detektiert, indem ein erstes Ultra
schallbild vor der Aussendung des Ultraschallpulses verrin
gerter Intensität bzw. Dauer angefertigt wird, ein zweites
nach dessen Aussendung angefertigt wird und die beiden Ultra
schallbilder durch Subtraktion miteinander verglichen werden.
Dies geschieht im Falle des erfindungsgemäßen Gerätes, indem
die vor und nach dem Ultraschallimpuls verringerter Intensi
tät bzw. Dauer angefertigten Ultraschallbilder der Worksta
tion 17 zugeführt werden, die die beiden Ultraschallbilder
voneinander subtrahiert, das resultierende Bild dem nach der
Aussendung des Ultraschallpulses verminderter Intensität
überlagert und in das so erhaltene Bild die die Lage der
Fokuszone anzeigende Markierung F′ einblendet und dieses Bild
auf dem Bildschirm 21 anzeigt (siehe Fig. 7).
Der behandelnde Arzt kann also ohne weiteres erkennen, ob
nennenswerte Abweichungen zwischen der durch die Marke F′ ge
kennzeichneten theoretischen und der der Lage der Erwärmung E
entsprechenden tatsächlichen Lage der Fokuszone vorliegen,
und entsprechende Korrekturen vornehmen.
Es besteht aber auch die Möglichkeit der automatischen Kor
rektur. In diesem Falle ermittelt die Workstation 17 unter
Anwendung an sich bekannten Methoden der Bildverarbeitung die
zwischen der theoretischen und der tatsächlichen Fokuslage
vorliegende Abweichung und gibt ein entsprechendes Signal an
die Steuerungs- und Versorgungseinheit, die die Ansteuerung
der Ultraschallwandlerelemente der Quelle 10 vor Aussendung
des der Behandlung dienenden Ultraschallpulses derart korri
giert, daß die tatsächliche Lage der Fokuszone mit der durch
die Marke F′ angezeigten Lage übereinstimmt.
Um nach Abschluß eines Teiles der Behandlung oder der gesam
ten Behandlung kontrollieren zu können, an welchen Stellen
durch die Ultraschallbehandlung Gewebeveränderungen bewirkt
wurden, besteht die Möglichkeit, bei nach wie vor auf der
Lagerungsplatte 2 fixiertem Patienten 2 mittels des MR-
Diagnostikgerätes 28 nochmals Schnittbilder exakt der glei
chen Körperschichten anzufertigen, bezüglich derer vor der
Behandlung Schnittbilder angefertigt wurden.
Die entsprechenden Daten werden über das Kabel 19 oder über
Diskette zusätzlich der Workstation 17 zugeführt, die dann
einander entsprechende vor und nach der Behandlung aufgenom
mene Bilder, vorzugsweise durch Subtraktion, miteinander ver
gleicht. Auf Basis der so gewonnenen Subtraktionsbilder zeigt
die Workstation 17 dann auf ihrem Bildschirm 21 diejenigen
Bereiche an, in denen durch den fokussierten Ultraschall Ge
webeveränderungen hervorgerufen wurden.
Besonders anschaulich ist dies möglich, wenn die Workstation
17 auf der Basis der vor und nach der Behandlung aufgenomme
nen Bilder ein teilweise geschnittenes perspektivisches Bild
errechnet, aus dem diejenigen Bereiche, in denen der fokus
sierte Ultraschall Gewebeveränderungen bewirkt hat, ersicht
lich sind.
Ein solches Bild ist in Fig. 8 dargestellt. Bei diesem Bild
handelt es sich um eine Ausschnittsvergrößerung des Bildes
gemäß Fig. 6, in dem auf die zuvor beschriebene Weise die
jenigen Bereiche, in denen Gewebeveränderungen bewirkt wur
den, hervorgehoben sind. Mit Kreuzschraffur versehen und mit
TT bezeichnet sind diejenigen Bereiche des Tumors, in denen
durch den fokussierten Ultraschall Gewebeveränderungen her
vorgerufen wurden. Mit schräg verlaufender Schraffur und
Punktierung sind Bereiche "gesunden" Gewebes bezeichnet, in
denen durch den fokussierten Ultraschall Gewebeveränderungen
hervorgerufen wurden. Diese Bereiche sind außerdem mit TG be
zeichnet. Mit von links nach rechts aufsteigender Schraffur
ist ein Bereich des Tumors T gekennzeichnet, in dem keine Ge
webeveränderungen hervorgerufen würden. Dieser Bereich ist
mit UT bezeichnet. Bei den übrigen Bereichen handelt es sich
um unbehandeltes gesundes Gewebe.
Die Videokameras 22 und 23, und die Laserdioden 26a bis 26c
sowie 27a bis 27j einerseits und die Videokameras 31 und 32,
die Bildverarbeitungseinheit 35 und die Laserdioden 27a bis
27j andererseits sind Bestandteil handelsüblicher dreidimen
sionaler (3D-)Navigationssysteme, wie sie beispielsweise un
ter der Bezeichnung "Flashpoint®" von Pixsys Inc. Boulder,
Colorado, USA, erhältlich sind.
Falls übrigens die im Falle des beschriebenen Ausführungsbei
spiels vorgesehene Fixierung dem Patienten nicht zugemutet
werden soll, besteht in nicht dargestellter Weise die Mög
lichkeit, einen geeigneten stereotaktischen Rahmen mit daran
angebrachten Laserdioden 27a bis 27j an dem Patienten P anzu
bringen, um die räumliche Ausrichtung des Patienten P ermit
teln zu können.
Andere 3D-Navigationssysteme, beispielsweise unter Verwendung
bereits erwähnter stereotaktischer Einrichtungen, können an
stelle der bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel vorge
sehenen Systeme Verwendung finden.
Anstelle des bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel zur
Erzeugung der der Behandlung zugrundeliegenden Bilder vorge
sehenen MR-Diagnostikgerätes können andere bildgebende
Systeme, beispielsweise Computertomographen, unter Umständen
aber auch Stereo-Röntgeneinrichtungen oder herkömmliche Rönt
geneinrichtungen, Verwendung finden.
Wenn im vorstehenden von der Fokuszone des zur Behandlung
dienenden Ultraschalls die Rede ist, so ist hierunter der
jenige den Ort maximalen Schalldruckes umgebende räumliche
Bereich zu verstehen, indem die Intensität des Ultraschalls
ausreicht, um den gewünschten therapeutischen Effekt zu er
zielen. Gewöhnlich handelt es sich bei der Fokuszone um den
innerhalb der -6 db-Isobare liegenden Bereich, also den
jenigen Bereich, in dem der Schalldruck wenigstens gleich der
Hälfte des maximalen Schalldruckes ist.
Claims (25)
1. Therapiegerät zur Behandlung mit akustischen Wellen, auf
weisend
- a) eine Quelle (10) akustischer Wellen, welche auf einen the rapeutischen Wirkbereich (F) fokussiert sind,
- b) Mittel (7) zum Verlagern des therapeutischen Wirkbereichs (F) und eines zu behandelnden Objektes (P) relativ zuein ander,
- c) Mittel (22, 23, 26a bis 26c) zum Erfassen der räumlichen Position des therapeutischen Wirkbereichs (F) und der Aus richtung der Quelle (10) relativ zu einem ersten räum lichen Koordinatensystem (x₁, y₁, z₁),
- d) Mittel (22, 23, 27a bis 27j) zum Erfassen der räumlichen Position und der Ausrichtung des zu behandelnden Objektes (P) relativ zu einem zweiten räumlichen Koordinatensystem (x₁, y₁, z₁),
- e) Mittel (17, 21) zum Anzeigen eines Bildes eines einen mit den fokussierten akustischen Wellen zu behandelnden Kör perbereich (T) enthaltenden Bereichs des zu behandelnden Objektes (P), bezüglich dessen die räumliche Position und Ausrichtung des zu behandelnden Körperbereichs (T) relativ zu einem dritten räumlichen Koordinatensystem (x₃, y₃, z₃) bestimmbar sind, und
- f) Mittel (6, 17) zum Einblenden einer die Position des the
rapeutischen Wirkbereichs (F) anzeigenden Marke (F′) in
das mittels der Mittel (17, 21) zum Anzeigen angezeigte
Bild, welchen Mitteln (6, 17) zum Einblenden
- f1) Daten bezüglich der räumlichen Position des therapeu tischen Wirkbereichs (F) und der Ausrichtung der Quel le (10) relativ zu dem ersten räumlichen Koordinaten system (x₁, y₁, z₁),
- f2) Daten bezüglich der räumlichen Position und der Aus richtung des zu behandelnden Objektes (P) relativ zu dem zweiten räumlichen Koordinatensystem (x₂, y₂, z₂),
- f3) Daten bezüglich der räumlichen Position und Ausrich tung des zu behandelnden Körperbereichs (T) relativ zu dem dritten räumlichen Koordinatensystem (x₃, y₃, z₃) sowie
- f4) Daten bezüglich der räumlichen Lage der Koordinaten systeme (x₁, y₁, z₁ und x₂, y₂ und z₂, x₃, y₃, z₃) relativ zueinander zugeführt sind.
2. Therapiegerät nach Anspruch 1, dessen Mittel (7) zum Ver
lagern eine handgehaltene, frei verlagerbare Quelle (10) ent
halten.
3. Therapiegerät nach Anspruch 1, dessen Mittel (7) zum Ver
lagern eine motorische Verstelleinheit für die Quelle (10)
enthalten.
4. Therapiegerät nach Anspruch 3, dessen Verstelleinheit Be
dienelemente (9) für die manuelle Bedienung der Verstellein
heit zugeordnet sind.
5. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, welches
Mittel (17, 39) zum Markieren des zu behandelnden Körperbe
reichs (T) aufweist, mittels derer eine den zu behandelnden
Körperbereich (T) kennzeichnende Markierung (MK) in das mit
tels der Mittel (17, 21) zum Anzeigen angezeigte Bild ein
blendbar ist.
6. Therapiegerät nach Anspruch 5, dessen Quelle (10) nur dann
zur Erzeugung von akustischen Wellen aktivierbar ist, wenn
der therapeutische Wirkbereich (F) innerhalb des der Markie
rung (MK) entsprechenden, zu behandelnden Körperbereiches (T)
liegt.
7. Therapiegerät zur Behandlung mit akustischen Wellen, auf
weisend
- a) eine Quelle (10) akustischer Wellen, welche auf einen the rapeutischen Wirkbereich (F) fokussiert sind,
- b) Mittel (7) zum Verlagern des therapeutischen Wirkbereichs (F) und eines zu behandelnden Objektes (P) relativ zuein ander,
- c) Mittel (22, 23, 26a bis 26c) zum Erfassen der räumlichen Position des therapeutischen Wirkbereichs (F) und der Aus richtung der Quelle (10) relativ zu einem ersten räum lichen Koordinatensystem (x₁, y₁, z₁),
- d) Mittel (22, 23, 27a bis 27j) zum Erfassen der räumlichen Position und der Ausrichtung des zu behandelnden Objektes (P) relativ zu einem zweiten räumlichen Koordinatensystem (x₁, y₁, z₁),
- e) Mittel (17, 21) zum Anzeigen eines Bildes eines einen mit den fokussierten akustischen Wellen zu behandelnden Kör perbereich (T) enthaltenden Bereichs des zu behandelnden Objektes (P), bezüglich dessen die räumliche Position und Ausrichtung des zu behandelnden Bereichs relativ zu einem dritten räumlichen Koordinatensystem (x₃, y₃, z₃) be stimmbar sind,
- f) Mittel (17, 39) zum Markieren des zu behandelnden Körper bereichs (T), mittels derer eine den zu behandelnden Kör perbereich (T) kennzeichnende Markierung (MK) in das mit tels der Mittel (17, 21) zum Anzeigen angezeigte Bild ein blendbar ist, und
- g) eine Steuereinheit (6), die die Mittel (7) zum Verlagern
derart betätigt, daß der therapeutische Wirkbereich (F) in
dem mittels der Markierung (MK) gekennzeichneten, zu be
handelnden Körperbereich (T) liegt, und der
- g1) Daten bezüglich der räumlichen Position des therapeu tischen Wirkbereichs (F) und der Ausrichtung der Quelle (10) relativ zu dem ersten räumlichen Koordina tensystem (x₁, y₁, z₁),
- g2) Daten bezüglich der räumlichen Position und der Aus richtung des zu behandelnden Objektes (P) relativ zu dem zweiten räumlichen Koordinatensystem (x₁, y₁ z₁),
- g3) Daten bezüglich der räumlichen Position und Ausrich tung des zu behandelnden Bereichs relativ zu dem drit ten räumlichen Koordinatensystem (x₃, y₃, z₃),
- g4) Daten bezüglich der räumlichen Lage der Koordinaten systeme (x₁, y₁, z₁ und x₂, y₂ und z₂, x₃, y₃, z₃) relativ zueinander und
- g5) Daten bezüglich der Lage der Markierung (MK) in dem Bild zugeführt sind.
8. Therapiegerät nach Anspruch 7, welches Mittel (6, 17) zum
Einblenden einer die Position des therapeutischen Wirkbe
reichs (F) anzeigenden Marke (F′) in das Bild aufweist, denen
Daten bezüglich der räumlichen Position des therapeutischen
Wirkbereichs (F) und der Ausrichtung der Quelle (10) relativ
zu dem ersten räumlichen Koordinatensystem (x₁, y₁, z₁), Da
ten bezüglich der räumlichen Position und der Ausrichtung des
zu behandelnden Objektes (P) relativ zu dem zweiten räum
lichen Koordinatensystem (x₁, y₁, z₁), Daten bezüglich der
räumlichen Position und Ausrichtung der Schnittebene relativ
zu dem dritten räumlichen Koordinatensystem (x₃, y₃, z₃),
Daten bezüglich der räumlichen Lage der Koordinatensysteme
relativ zueinander und Daten bezüglich der Lage der Markie
rung (MK) in dem Bild zugeführt sind.
9. Therapiegerät nach Anspruch 7 oder 8, dessen Mittel (7)
zum Verlagern eine von der Steuereinheit (6) gesteuerte moto
rische Verstelleinheit für die Quelle (10) enthalten.
10. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, das ein
Bild anzeigt, das die Bildinformation wenigstens eines
Schnittbildes enthält.
11. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, das als
Bild ein perspektivisches Bild anzeigt.
12. Therapiegerät nach Anspruch 11, das ein perspektivisches
Bild anzeigt, das teilweise im Schnitt dargestellt ist.
13. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dessen
Mittel (17, 21) zum Anzeigen mehrere Bilder gleichzeitig an
zeigen.
14. Therapiegerät nach Anspruch 13, dessen Mittel (6, 17) zum
Einblenden in mehrere Bilder eine die Position des therapeu
tischen Wirkbereichs (F) anzeigenden Marke (F′) einblenden
und/oder mittels dessen Mitteln (17, 39) zum Markieren in
mehrere Bilder eine den zu behandelnden Körperbereich (T)
kennzeichnende Markierung (MK) einblendbar ist.
15. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dessen
Mittel (22, 23, 26a bis 26c) zum Erfassen der räumlichen
Position des therapeutischen Wirkbereichs (F) und der Aus
richtung der Quelle (10) und/oder dessen Mittel (22, 23, 27a
bis 27j) zum Erfassen der räumlichen Position und der Aus
richtung des zu behandelnden Objektes (P) ein handelsübliches
3D-Navigationssystem enthalten.
16. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dessen
Mittel (17, 21) zum Anzeigen eine handelsübliche chirurgische
Workstation enthalten.
17. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 16, bei dem
zumindest das erste und das zweite Koordinatensystem (x₁, y₁,
z₁ und x₂, y₂, z₂) identisch sind.
18. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dessen
Quelle (10) fokussierte Ultraschallwellen abgibt.
19. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 18, welches
Bilderzeugungsmittel (6, 15, 16, 28, 29) enthält, mittels
derer Bilder erzeugbar sind, in denen Temperaturunterschiede
sichtbar sind, wobei die Quelle (10) bei auf den zu behan
delnden Körperbereich (T) ausgerichtetem therapeutischem
Wirkbereich (F) kurzzeitig und/oder mit verringerter Intensi
tät aktiviert und ein Bild erzeugt wird und eventuelle Abwei
chungen der Lage des durch die Aktivierung der Quelle (10)
bewirkten Temperaturunterschiedes von der Lage des zu behan
delnden Körperbereichs (T) zur Korrektur der Daten bezüglich
der räumlichen Position des therapeutischen Wirkbereichs (F)
und der Ausrichtung der Quelle (10) relativ zu dem ersten
räumlichen Koordinatensystem (x₁, y₁, z₁) und/oder bezüglich
der räumlichen Position und der Ausrichtung des zu behan
delnden Objektes (P) relativ zu dem zweiten räumlichen Koor
dinatensystem (x₁, y₁, z₁) herangezogen werden.
20. Therapiegerät nach Anspruch 19, wobei mittels der Bilder
zeugungsmittel (6, 15, 16, 28, 29) ein weiteres Bild vor der
Aktivierung der Quelle (10) angefertigt wird und die Lage der
Temperaturänderung durch Vergleich der beiden Bilder ermit
telt wird.
21. Therapiegerät nach Anspruch 20, wobei der Vergleich der
beiden Bilder durch Subtraktion erfolgt.
22. Therapiegerät nach Anspruch 21, dessen Bilderzeugungsmit
tel durch ein Ultraschall-Diagnostikgerät (6, 15, 16) gebil
det sind.
23. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dessen
Bilderzeugungsmittel durch einen MR-Diagnostikgerät (28, 29)
gebildet sind, der mit temperatursensitiven Meßsequenzen be
trieben wird.
24. Therapiegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 23, wobei
ein dem mittels der Mittel (17, 21) zum Anzeigen während der
Behandlung angezeigten Bild entsprechendes Bild nach zumin
dest teilweise durchgeführter Behandlung angefertigt wird und
diejenigen Bereiche, in denen durch die akustischen Wellen
Gewebeveränderungen bewirkt wurden, durch Vergleich der bei
den Bilder ermittelt werden, und wobei die Mittel (17, 21)
zum Anzeigen (17, 21) Position und Gestalt derjenigen Berei
che, in denen durch die akustischen Wellen Gewebeveränderun
gen bewirkt wurden, in einem Bild anzeigen.
25. Therapiegerät nach Anspruch 24, wobei der Vergleich der
beiden Bilder durch Subtraktion erfolgt.
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