DE19515721A1 - Vorrichtung zur Reinigung von Zylinderoberflächen in Rotationsdruckmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zur Reinigung von Zylinderoberflächen in RotationsdruckmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Reinigen
einer rotierenden zylindrischen Mantelfläche in einer
Druckmaschine, beispielsweise zum Reinigen der Oberfläche
eines Druckformzylinders mit einer Reinigungstuchbahn, die
senkrecht zur Richtung von Mantellinien der Mantelfläche
orientierte Bahnränder aufweist und von einer Vorrats- auf
eine Wickelspule transportierbar ist, wobei ein Abschnitt der
Reinigungstuchbahn mittels eines Andrückelements gegen die zu
reinigende Mantelfläche gedrückt ist.
EP 0 590 195 A1 offenbart eine Einrichtung zur Reinigung von
Druckmaschinenzylindern oder dergleichen. Eine
Reinigungseinheit umfaßt eine auswechselbare Kassette, in der
ein Vorrat eines Reinigungstuches aufgenommen ist, der
mittels eines Druckstückes während seines Transports an der
zu reinigenden Oberfläche vorbei an diese andrückbar ist. Die
Kassette mit dem Reinigungstuchvorrat ist mit einer
Ausnehmung versehen, in die ein Vorsprung an der
Reinigungseinheit eingreift, um die Kassette in einer
definierten Position am Druckwerk zu halten.
EP 0 119 538 A2 betrifft eine Rakel für eine
Walzenwaschvorrichtung. Eine Rakel für eine Waschvorrichtung
einer Druckmaschine umfaßt einen parallel zur abzurakelnden
Walze angeordneten Profilschlauch, dessen Querschnittsprofil
durch Druckbeaufschlagung veränderbar ist. Die der Walze
abgewandte Fläche des Profilschlauches ist an einem starren
Träger befestigt. Die vom Träger abgewandte Fläche des
Profilschlauches ist durch die Druckbeaufschlagung an die
Walze andrückbar.
EP 0 257 818 A2 offenbart ein Reinigungssystem für eine
Druckmaschine. Ein scharfkantiges Messer drückt einen
Reinigungsüberzug an die Oberfläche eines Zylinders. Um eine
Kollision des scharfkantigen Messerteils mit Greifern am
Umfang des Zylinders zu vermeiden, sind die Greifer durch
Kurventeile geschützt. Außerdem ist der Träger, an dem das
Messerteil und der spulbare Überzug aufgenommen sind, von der
Oberfläche des Zylinders abschwenkbar, wenn die Greifer des
Zylinders den Träger passieren.
EP 0 446 668 B1 zeigt eine Reinigungsvorrichtung für eine
Druckmaschine. Es ist eine Membran vorgesehen, die eine der
Mantelfläche zugewandte Membranoberfläche aufweist, welche
unter Druckbeaufschlagung in Richtung auf die Mantelfläche
wölbbar ist. Die Bahnräder einer Reinigungstuchbahn verlaufen
senkrecht zur Richtung von Mantellinien der Mantelfläche. Ein
Abschnitt der Reinigungstuchbahn ist mittels der aufwölbbaren
Membranoberfläche an die Mantelfläche andrückbar, wobei die
Membranoberfläche einen ersten und einen zweiten
Oberflächenbereich umfaßt, so daß die Bahnräder außerhalb des
erhaben ausgeführten ersten Oberflächenbereichs verlaufen.
Aus US 4,537,130 schließlich, ist eine Abstreifvorrichtung
für eine Walzenreinigungseinrichtung bekannt. Ein
druckbeaufschlagbarer Schlauch ist mit einer Erhebung
versehen, die durch Druckbeaufschlagung des Schlauchs an die
zu reinigende Fläche anstellbar ist. Der Schlauch ist an
einer starren Unterlage befestigt.
EP 0 414 909 A1 offenbart eine Reinigungsvorrichtung für
Farbauftragwalzen einer Druckmaschine. Ein Überzug wird
kontinuierlich oder intermittierend mit der Oberfläche einer
zu reinigenden Walze in Kontakt gebracht, so daß angelöste
Farbrückstände vom Überzug aufgenommen werden. Nach Sättigung
eines Überzugabschnittes mit Farbe, wird dieser über Rollen
weitergefördert, abgeschnitten und danach entsorgt. Der
Überzug umfaßt mindestens eine absorbierende sowie eine
permeable Schicht, welche die Farbanlösung von der Oberfläche
der zu reinigenden Walze abnehmen und wegbefördern.
Prinzipienbedingt weisen die skizzierten Lösungsvorschläge
des Standes der Technik einige Nachteile auf. Die das
Reinigungstuch gegen die Fläche des zu säubernden Zylinders
drückende Membran wird durch das Reinigungstuch stark
belastet, was dem Verschleiß förderlich ist und einen
unerwünscht häufiger Austausch der Membran nach sich zieht.
Da die Membran aus Festigkeitsgründen relativ hart ausgeführt
sein muß, können Unebenheiten im Reinigungstuch nicht mehr
optimal ausgeglichen werden. Da eine mechanisch wirkende
Wegbegrenzung nicht gegeben ist, erfolgt die Wegbegrenzung
durch Begrenzung des pneumatischen Drucks. Dies wiederum
macht aufwendige Druckregelungseinrichtungen erforderlich.
Ferner ist die Montage und die Abdichtung der Membran nicht
einfach, so daß es häufig zu Problemen kommt, die zum
kompletten Ausfall der Wascheinheit führen, was nicht
hinnehmbar ist.
Lösungsversuche zur Beseitigung der Mängel liegen bisher in
der Verwendung verschiedener Tücher, in der Optimierung der
Abdichtung der Membran sowie in der Verwendung präziser
Pneumatikdruckregelsysteme.
Angesichts des skizzierten Standes der Technik, sowie den
sich ergebenden Problemen bei der Verwendung bestehender
Lösungvorschläge, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Reinigungseinrichtung für Oberflächen von Zylindern so
zu verbessern, daß sowohl Farbrückstände als auch
beispielsweise bei einer Direktbebilderung einer Druckform
entstehende Silikonrückstände von der Oberfläche eines
Zylinders entfernbar sowie höhere Anpreßkräfte realisierbar
sind.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des
Patentanspruches 1 gelöst.
Die mit dieser Lösung einhergehenden Vorteile sind
vielfältiger Natur. Da das Andrückelement nicht unmittelbar
in Kontakt mit dem Reinigungstuch steht, entsteht kein
mechanischer Verschleiß und kein Verschleiß durch aggressives
Waschmittel, was zur Anlösung von Silikon und anderen
Rückständen Lösungsmittel enthält. Die Umfassung des
Andrückelements durch die Halterung gewährleistet die
Erzeugung einer hohen Andrückkraft, da sich das
Andrückelement nur in vertikale Richtung ausdehnen kann. Die
Trennung des Druckelements vom Anpreßmaterial, welches
verwendet wird, gestaltet eine Auswahl dieses Anpreßmaterials
nach optimalen Kriterien.
In Weiterentwicklung des der Erfindung zugrundeliegenden
Gedankens ist an die Halterung des Druckelements
übergreifenden Profil eine Wegbegrenzung vorgesehen, die ein
Eintauchen des Profils in den Kanal dieser sich
vorbeibewegenden Druckformzylinderoberfläche wirksam
verhindert.
Durch Verwendung eines geeigneten Materials mit elastischen
Eigenschaften ist eine Entfernung auch hartnäckiger
Rückstände von der Oberfläche eines Zylinders möglich, ohne
daß zu hoher Verschleiß des Reinigungstuches wie auch des
Anpreßmaterials befürchtet werden müßte.
Um eine Rückstellbewegung des die Halterung des
übergreifenden Profils von der Oberfläche des zu reinigenden
Zylinders zu gewährleisten, sind Federn im Inneren der
Halterung, beispielsweise im Bereich von Wegbegrenzungsbolzen
vorgesehen.
Weitere Details sind den aufgeführten Unteransprüchen zu
entnehmen.
Anhand einer Zeichnung sei die Erfindung nachstehend
detailliert erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Teilschnitt durch die erfindungsgemäße
Einrichtung auf der Bedienseite,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Einrichtung gemäß der
Erfindung auf der Antriebsseite der Druckmaschine
und
Fig. 3 einen Querschnitt durch das Gehäuse einer
Reinigungseinrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung.
Fig. 1 zeigt einen Teilschnitt durch die erfindungsgemäße
Reinigungsvorrichtung.
Ein Druckwerkzylinder 1, auf dessen Mantelfläche eine
innerhalb der Druckmaschine direkt bebilderbare spulbare
Druckform, eine Druckfolie, aufgenommen ist, wird in
Seitenwänden einer Druckmaschine gelagert. Dem
Druckwerkzylinder 1 ist ein Gehäuse 4 zugeordnet, welches
eine Vorratsspule 5 und eine Wickelspule 6 umfaßt, durch
welche der Transport einer Reinigungstuchbahn 3 entlang der
Mantelfläche 2 des Druckwerkzylinders 1 erfolgt. Wie aus dem
Teilschnitt erkennbar, ist in dem Gehäuse ein Einsatz 8
aufgenommen. An diesem ist die Halterung 9 verschraubt, die
ihrerseits ein sich - in Fig. 3 besser erkennbar - axial
erstreckendes Druckelement 10 aufnimmt. Am Einsatz 8 ist
weiterhin eine Rändelschraube 23 vorgesehen, mit welcher der
Einsatz 8 im Gehäuse 4 verschraubt ist. Um 90° gedreht zur
Rändelschraube 23, ist ein Knebel 21 vorgesehen, der mit
Hilfe einer sich axial erstreckenden Feder 20 den Zapfen
einer Wickelspule 6 fixiert. Oberhalb der
Wickelspulenlagerung ist eine Verschraubung 26 angeordnet,
mit der die Halterung 9, die das Druckelement 10 aufnimmt, am
Einsatz 8 arretiert ist. Die Halterung 9 umschließt
einerseits ein Druckelement 10, welches über ein hier nicht
näher dargestellten Anschluß mit einem Druckmedium versorgbar
ist und ist andererseits eine Führung für ein die Halterung 9
übergreifendes - hier beispielsweise U-förmig ausgebildetes
Profil 12. Um eine ausreichende Steifigkeit der Anordnung
über die Formatbreite zu gewährleisten, sind die Halterung 9
und das Profil 12 als U-Profile ausgeführt. Abgerundete
Profilleisten oder Halbrohre oder andere eine gute
Biegesteifigkeit gewährleistende Profile sind natürlich
ebenso verwendbar.
An dem Profil 12 sind Führungsbolzen 14 befestigt, die sich
durch die Halterung 9 erstrecken. Am unteren Ende der
Führungsbolzen 14 ist ein Anschlag 16 ausgeführt - hier
beispielsweise als ein einfacher Seegerring.
Selbstverständlich kann der Anschlag auch anders ausgeführt
sein. Erfolgt eine Druckbeaufschlagung des Druckelements 10
innerhalb der Halterung 9, so führt dies zu einer vertikal
verlaufenden Anstellbewegung des Profiles 12 an die
Mantelfläche 2 des Druckwerkzylinders 1. Die vertikale
Anstellbewegung wird durch die an den Führungsbolzen 14
vorgesehenen Anschläge 16 begrenzt. Dadurch ergibt sich ein
maximaler Anstellbereich 15, der so bemessen ist, daß ein
Eintauchen des Profiles 12 in einen Kanal der Mantelfläche 2
des Druckwerkzylinders 1 vermieden wird. Sind im Bereich der
Führungsbolzen 14 Rückstellelemente 17 in Form von Federn
vorgesehen, so bewegen diese das Profil 12 wieder in seine
Ausgangslage zurück, sobald das Druckelement 10
druckentlastet ist.
Fig. 2 zeigt einen teilweisen Schnitt durch die
erfindungsgemäße Einrichtung auf der Antriebsseite.
Dort ist der Einsatz 8 ebenfalls durch eine Rändelschraube 23
mit dem Gehäuse 4 verbunden. Im Gegensatz zur in Fig. 1
gezeigten Bedienseite erstreckt sich hier ein Zapfen der
Wickelspule 6 durch den Einsatz 8 zu einer Kupplung 24. Durch
diese Kupplung wird eine getaktete Vorschubbewegung, die durch
die Antriebseinrichtung 25 erzeugt wird, in die Wickelwelle 6
eingeleitet. Die Reinigungstuchbahn 3 wird folglich über die
Wickelspule 6 in getakteten Bewegungen, bis zum Verbrauch des
auf der Vorratsspule 5 aufgenommenen Vorrates, auf die
Wickelspule 6 transportiert.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch das Gehäuse 4.
Über die beiden nebeneinanderliegend aufgenommenen Spulen 5
und 6 wird eine Reinigungstuchbahn 3 transportiert. Die
Spulen 5 und 6 sind in einem Einsatz 8 beidseitig im
Gehäuse 4 gelagert. Zur Benetzung der Reinigungstuchbahn 3
ist ein Rohr 7 vorgesehen, welches der Vorratsspule 5 in
Vorschubrichtung der Reinigungstuchbahn 3 gesehen,
nachgeordnet ist.
Ebenfalls am Einsatz 8 ist eine Halterung 9 befestigt, in
deren U-förmigen Querschnitt das Druckelement 10 eingelassen
ist. Dieses ist von drei Seiten umschlossen und daher kann
sich das beispielsweise als Blaseblag ausgeführte
Druckelement 10 nur nach einer Seite ausdehnen. Demzufolge
übt es auf diese eine Seite seine maximale Preßkraft aus.
Oberhalb der Halterung 9 ist das Profil 12 samt
Anpreßmaterial 13 vorgesehen, welche durch das
Andrückelement 10 an die Mantelfläche 2 des zu reinigenden
Zylinders 1 gepreßt werden. Da das Anpreßmaterial 13
elastisch gehalten ist, können durch dieses Form- und
Materialungenauigkeiten ausgeglichen, sowie der Anpreßdruck
über die Formatbreite vergleichsmäßigt werden. Dieser erzeugte
Anpreßdruck ist bei weitem ausreichend, um Silikonrückstände
und andere bei der Direktbebilderung einer Druckform
entstehenden Rückstände von der Druckformoberfläche nach
Anlösung vollständig durch die Reinigungstuchbahn 3
abzunehmen. Es liegt auf der Hand, daß neben einer Reinigung
der Mantelfläche des Druckwerkzylinders 1 von
Silikonrückständen, auch konventionelle Platten- und
Gummituchzylinder von Farbe, Papierstaub und ähnlichen
Rückständen gereinigt werden können. Neben Maschinen mit
einer Direktbebilderung von Druckformen, sind mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung selbstverständlich auch
Rotationsdruckmaschinen mit konventionellen Druckformen zu
reinigen. Das Anpreßmaterial 13 auf dem Profil 12 gestattet
ein flächiges Anschmiegen eines Bereiches einer
Reinigungstuchbahn 3 an die Mantelfläche 2. Da das
druckbeaufschlagbare Druckelement 10 somit nicht in Kontakt
mit der Reinigungstuchbahn 3 kommt, ist dessen Verschleiß
geringer. Auch die mitunter aggressiven Komponenten des
Reinigungsmittels vermögen dem geschützt angeordneten
Druckelement 10 kaum zuzusetzen, was dessen Lebensdauer
erheblich erhöht.
Gleichzeitig mit der Erzeugung und Aufrechterhaltung höherer
Anpreßdrücke an die zu reinigende Oberfläche, bedingt durch
die definierte Preßkraftrichtung in der Halterung 9, kann
durch die Führungsbolzen 14 samt Anschlägen 16 der vertikale
Stellweg 15 präzise vorgegeben werden. Selbst bei höchsten
Preßkräften ist eine Beschädigung der Einrichtung durch das
Eintauchen des Profiles 12 in ein eventuell an der
Mantelfläche 2 des Druckformzylinders 1 vorgesehenen Kanal
wirksam ausgeschlossen. Da das Druckelement 10 vom
Anpreßmaterial 13 getrennt ist, was bei den skizzierten
Lösungen des Standes der Technik jedoch nicht der Fall ist,
und zu Kompromissen in der Auswahl geeigneter Werkstoffe
zwingt, kann das Anpreßmaterial 13 in Punkto
Anschmiegsamkeit, Elastizität, Pressungsverteilung optimal
ausgewählt werden. Beispielsweise sind nunmehr neuartige
faserverstärkte Kunststoffe einsetzbar, die jedoch bisher
aufgrund mangelnder Verformbarkeit als Druckelement 10 nicht
einsetzbar waren. Die Trennung von Druckelement 10 und
Anpreßmaterial gestattet jedoch den Einsatz jeweils optimalen
Materials in der jeweiligen Funktion ohne Kompromisse.
Bezugszeichenliste
1 Druckzylinder
2 Mantelfläche
3 Reinigungstuchbahn
4 Gehäuse
5 Vorratsspule
6 Wickelspule
7 Benetzungsrohr
8 Einsatz
9 Halterung
10 Druckelement
11 Hohlraum
12 Profil
13 Anpreßmaterial
14 Führungsbolzen
15 Stellbereich
16 Wegbegrenzung
17 Rückstellelement
18 Gehäuse (nicht dargestellt)
19 Spulenarretierung (nicht dargestellt)
20 Feder
21 Knebel
22 Verschraubung der Halterung
23 Rändelschraube
24 Kupplung
25 Antrieb Reinigungstuchvorschub
2 Mantelfläche
3 Reinigungstuchbahn
4 Gehäuse
5 Vorratsspule
6 Wickelspule
7 Benetzungsrohr
8 Einsatz
9 Halterung
10 Druckelement
11 Hohlraum
12 Profil
13 Anpreßmaterial
14 Führungsbolzen
15 Stellbereich
16 Wegbegrenzung
17 Rückstellelement
18 Gehäuse (nicht dargestellt)
19 Spulenarretierung (nicht dargestellt)
20 Feder
21 Knebel
22 Verschraubung der Halterung
23 Rändelschraube
24 Kupplung
25 Antrieb Reinigungstuchvorschub
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Reinigen einer rotierenden zylindrischen
Mantelfläche in einer Druckmaschine, beispielsweise zum
Reinigen der Oberfläche eines Druckformzylinders mit
einer Reinigungstuchbahn, die senkrecht zur Richtung von
Mantellinien der Mantelfläche orientierte Bahnränder
aufweist und von einer Vorrats- auf eine Wickelspule
transportierbar ist, wobei ein Abschnitt der
Reinigungstuchbahn mittels eines Andrückelements gegen
die zu reinigende Mantelfläche gedrückt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zur Rotationsachse der zylindrischen
Mantelfläche (2) ein von einer sich axial erstreckenden
Halterung (9) umfaßtes Druckelement (10) von einem sich
axial erstreckenden Profil (12) übergriffen ist, die mit
einem von unten auf die Reinigungstuchbahn (3)
einwirkenden Anpreßmaterial (13) versehen ist.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckelement (10) im wesentlichen an drei Seiten
umschlossen ist.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckelement (10) ein mit einem Druckmedium
beaufschlagbarer Hohlkörper ist.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterung (9) das sich vertikal bewegbare
Profil (12) an ihren Seitenflächen führt.
5. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Profil (12) biegesteif ausgeführt ist.
6. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Profil (12) die Halterung (9) durchsetzende
Führungsbolzen (14) umfaßt.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsbolzen (14) die Halterung (9) außerhalb
des Bereiches durchsetzen, in welchem das
Druckelement (10) angeordnet ist.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Führungsbolzen (14) zwischen der Halterung (9)
und dem Profil (12) Rückstellelemente (17) vorgesehen
sind.
9. Vorrichtung gemäß Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsbolzen (14) zur Wegbegrenzung des
Profiles (12) mit einer Anschlagfläche (16) versehen
sind.
10. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Profil (12) mit einem elastischen
Anpreßmaterial (13) versehen ist.
11. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Druckbeaufschlagung des Druckelementes (10) eine
Relativbewegung des Profiles (12) in bezug auf die
Halterung (9) erzeugt wird.
12. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Reinigungstuchbahn (3) in Spulrichtung gesehen,
vor Passage des Anpreßmateriales (13) eine
Benetzungseinrichtung (6) zugeordnet ist.
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