DE19515402C1 - Schwingkolbenpumpe - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schwingkolbenpumpe mit einem von
einer Erregerspule beeinflußten, federnd in der Ausgangslage
gehaltenen Arbeitskolben, der in einer die Erregerspule zen
trisch durchsetzenden Hülse geführt ist, deren elektromagne
tische Pole bildende Endbereiche von einem als Gehäuse dienen
den, mindestens zweiteiligen Blechmantel umfaßt sind, das von
einem mindestens zweiteiligen, von Stoßstellen
unterbrochenen Blechmantel gebildet ist, wie dies
beispielsweise in DE-AS 16 53 447 beschrieben und
dargestellt ist.
Bei bekannten Schwingkolbenpumpen dieser Art werden laminierte
Blechpakete als Gehäuse verwendet, die aus Gründen der Montage
zweiteilig ausgebildet sein müssen und die nach der Montage an
den einander gegenüberliegenden Stoßkanten mittels einer
Schweißnaht oder mittels federnder Klammern zusammengehalten
werden. Um einen optimalen magnetischen Fluß zu erhalten, werden
hierzu geeignete Werkstoffe in Form dünner Bleche verwendet, die
möglichst ohne Luftspalte zu bilden zusammenzufügen sind, was
jedoch fertigungstechnisch nicht zu verwirklichen ist.
Es sind auch massive, aus einem dicken Blech bestehende Gehäuse
für Schwingkolbenpumpen bekanntgeworden. Eine solche Ausbildung
verursacht allerdings höhere Wirbelströme, derartige Pumpen
haben dann eine höhere Leistungsaufnahme und damit einen höheren
Stromverbrauch. Ihre Erwärmung ist deshalb höher und die Ein
schaltdauer infolgedessen geringer.
Ausgehend von der Erkenntnis, daß ein oder mehrere Luftspalte in
gemischtmagnetischen Kreisen den magnetischen Fluß stören und
damit den Wirkungsgrad verschlechtern, ist es Aufgabe der Erfin
dung, eine wirtschaftliche Lösung für die Fertigung solcher
Gehäuse zu finden, bei der die Summe der magnetischen Widerstän
de möglichst gering ist, um den Wirkungsgrad zu erhöhen.
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß bei
einer Schwingkolbenpumpe der eingangs genannten Art die Luft
spalte verkörpernden Stoßstellen des Blechmantels in die Pol
bereiche der magnetischen Pole gelegt sind.
Erfindungsgemäß ist also der Luftspalt bewußt in den Bereich der
Pole gelegt. Bedingt durch die Luftstrecke an den Polen entsteht
ein weit geringerer Streufluß. Wie Messungen gezeigt haben,
verdrängt der höhere magnetische Widerstand der Luftstrecke den
magnetischen Fluß über die beiden Gehäuseteile zu den Polteilen
im Inneren der Spule. Der magnetische Fluß und die damit ver
bundene Kraft auf den Kolben der Schwingkolbenpumpe wird höher.
Auch ist durch diese konstruktive Ausbildung eine wirtschaftli
chere Fertigung der Gehäuseteile sowie eine einfachere Montage
der Spule und der Polteile möglich, so daß die Schwingkolben
pumpe durch eine derartige Ausbildung der Teile gleichzeitig
einen besseren Wirkungsgrad aufweist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht das Gehäuse
aus zwei nahtlosen Blechteilen, die sich auf den Polbereichen
der den Arbeitskolben umfassenden Hülse abstützen.
Vorteilhaft ist es, wenn das Gehäuse aus zwei nahtlosen Gehäuse
teilen aus massiven oder laminierten Blechen 41, 42 besteht, die
sich auf den Polbereichen 35, 36 der den Arbeitskolben umfassen
den Hülse 20 abstützen.
Vorteilhaft ist es, wenn die die Gehäuseteile 41, 42 bildenden
Blechteile an ihren einander zugewandten Stirnseiten als eine
die Endbereiche der Hülse 20 teilweise umfassende Steckverbin
dung ausgebildet sind mit einem gabelförmigen matrizenähnlichen Teil 80 an
dem einen Gehäuseteil 42′ und einem damit korrespondierenden
patrizenähnlichen Teil 81 an dem anderen Gehäuseteil 41′.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die das Gehäuse
bildenden nahtlosen Blechteile an den Polbereichen von je einem
nicht magnetischen Blech der Hülse anliegend gehalten.
Vorteilhaft ist es, wenn die die Gehäuseteile bildenden Blech
teile an ihren einander zugewandten Stirnseiten als eine die
Endbereiche der Hülse teilweise umfassende Steckverbindung aus
gebildet sind mit einem gabelförmigen matrizenähnlichen Teil an dem einen
Gehäuseteil und einem damit korrespondierenden patrizenähnlichen Teil an dem
anderen Gehäuseteil.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprü
chen.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand mehrerer, in der Zeichnung
mehr oder minder schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele
beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht von vorn auf das Gehäuse einer Schwing
kolbenpumpe gemäß der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht von vorn auf das Gehäuse einer Schwing
kolbenpumpe gemäß einer zweiten Ausführungsform der
Erfindung,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie VII-VII in Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie VIII-VIII in Fig. 3,
Fig. 6 eine Ansicht von vorn auf das Gehäuse einer Schwing
kolbenpumpe gemäß einer dritten Ausführungsform der
Erfindung,
Fig. 7 einen Schnitt gemäß der Linie X-X in Fig. 6,
Fig. 8 eine Ansicht von vorn auf das Gehäuse einer sechsten
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 9 eine Ansicht von vorn auf das Gehäuse einer Schwing
kolbenpumpe gemäß einer siebten Ausführungsform der
Erfindung,
Fig. 10 eine Ansicht von vorn auf das Gehäuse einer Schwing
kolbenpumpe gemäß dem Stande der Technik,
Fig. 11 einen Schnitt gemäß der Linie II-II in Fig. 10 und
Fig. 12 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform einer
Schwingkolbenpumpe nach dem Stande der Technik.
Das Gehäuse einer in den Fig. 10 und 11 nicht näher dargestell
ten Schwingkolbenpumpe umfaßt eine Spule 22, die einen Eisenkern
in Form einer Hülse 20 umfaßt, auf einem Spulenkern 21 aufge
wickelt ist und von einem laminierten Blechpaket 23 umgeben ist.
Zwecks Erleichterung der Montage ist dieses Blechpaket 23 zwei
teilig ausgebildet. Die Teile des laminierten Blechpaketes 23
sind an den Stoßstellen 25 mittels einer Schweißnaht 27 (rechter
Teil in Fig. 11 oder mittels einer federnden Klammer 28 (linker
Teil in Fig. 11) zusammengehalten.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 12 ist anstelle eines lami
nierten Blechpaketes 23 ein die Hülse 20 umfassendes massives
Gehäuse vorhanden, das aus dickem Blech in Form der Teile 30 und
31 besteht, deren Stoßstellen 33 einseitig, wie in Fig. 12 dar
gestellt, oder aber symmetrisch diagonal über Eck liegend an
geordnet sind.
In der Hülse 20, deren Endbereiche 35 und 36 die magnetischen
Pole bilden, ist jeweils der federnd in seiner Ausgangslage
gehaltene, hier nicht dargestellte Kolben angeordnet, der beim
Anlegen einer oszillierenden Spannung infolge der in der Spule
22 erzeugten elektromagnetischen Kraft in das Zentrum des
Magnetfeldes bewegt wird. Die genannten Stoßstellen 25, 33 bil
den dabei Luftspalte, die den magnetischen Fluß stören und Wir
belströme verursachen.
Die Wirbelstrombildung ist bei der Ausführungsform nach Fig. 12
wesentlich größer als bei der Ausführungsform nach den Fig. 10 und 11,
da anstelle eines laminierten Blechpaketes 23 wie er
wähnt ein massives Gehäuse aus dickem Blech in Form der Teile 30
und 31 verwendet ist.
Gegenüber diesen dem Stande der Technik angehörenden Ausfüh
rungsformen sind nunmehr, wie die Fig. 1 und 2 zeigen, die
Luftspalte 40 bildenden Stoßstellen der Gehäuseteile 41 und 42,
also der laminierten Blechpakete oder der aus dickem Blech be
stehenden Teile, bewußt in die die Pole bildenden Endbereiche 35
und 36 der Hülse 20 gelegt. Bedingt durch die Luftstrecke an den
Polen der Hülse 20 entsteht überraschenderweise ein weit ge
ringerer Streufluß als bei den bekannten Ausführungsformen nach
Fig. 10 bis 12, wo aufgrund der konstruktiven Ausbildung der
Gehäuseteile eine magnetisch leitende Verbindung zwischen den
das Gehäuse bildenden Blechteilen besteht.
Durch den höheren magnetischen Widerstand veranlaßt wird nämlich
der magnetische Fluß bei der Ausführungsform nach den Fig. 1
und 2 über beide Gehäuseteile 41 und 42 zu den Polteilen im
Innern der Spule 22 geführt. Der höhere magnetische Widerstand
der Luftstrecke verdrängt den magnetischen Fluß über die beiden
Gehäuseteile 41 und 42 zu den Polteilen im Inneren der Spule 22.
Der magnetische Fluß und die damit verbundene Kraft auf den hier
nicht dargestellten Schwingkolben wird höher.
Diese konstruktive Ausbildung ermöglicht ferner eine wirtschaft
lichere Fertigung der Gehäuseteile 41 und 42 sowie eine ein
fachere Montage der Spule 22 und der Polteile, wobei gleichzei
tig ein besserer Wirkungsgrad der Schwingkolbenpumpe erzielt
wird.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der neuen Ausführungsform der
Blechteile zeigen die Fig. 3 bis 5.
Bei dieser Ausführungsform ist die Hülse 52 geteilt und umfaßt
die Hülsenteile 60 und 61. Die laminiert oder massiv ausgebilde
ten Gehäuseteile 63 und 64 umfassen unter Bildung je eines Luft
spaltes 68 an den Polen 35 und 36 die den nicht dargestellten
Schwingkolben führenden Hülsenteile 60 und 61 und sind über
nichtmagnetische Bleche 66 und 67 zusammengehalten. Hierzu die
nen in den Fig. 3 und 4 angedeutete Befestigungsnieten 69.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 6 und 7 - die etwa der
Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 entspricht - sind die
Gehäuseteile 41 und 42 durch ein Federglied 50 zusammengehalten.
Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 8 und 9 sind in
Abänderung der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 die die
Luftspalte 40 bildenden Stoßstellen der Gehäuseteile 41′ und 42′
als eine die Endbereiche 35 und 36 der Hülse 20 jeweils teil
weise umfassende Steckverbindung ausgebildet. Die Stoßstelle des
Gehäuseteils 42′ ist als gabelförmiges matrizenähnliches Teil 80 und die
Stoßstelle des Gehäuseteils 41′ ist als ein damit korrespondie
rendes patrizenähnliches Teil 81 ausgebildet. Die Schenkel des matrizenähnlichen Teils
80 weisen auf den dem patrizenähnlichen Teil 81 zugewandten Innenflächenvor
sprünge 84 und 85 auf, die mit entsprechenden Ausnehmungen 86
und 87 im patrizenähnlichen Teil 81 korrespondieren zwecks Bildung einer
Rastverbindung.
Beim Zusammenstecken beider Gehäuseteile werden diese infolge
des Ineinandergreifens von Vorsprüngen und Ausnehmungen auf der
Hülse 20 miteinander verriegelt.
Gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 8 weisen bei der Aus
führungsform nach Fig. 9 das matrizenähnliche Teil 80′ und das patrizenähnliche Teil 81′
Ausnehmungen 88 auf, in die nach dem Zusammenstecken der Gehäu
seteile zwecks Verriegelung beider Gehäuseteile ein Sperrglied
89 einsetzbar ist.
Die Gehäuseteile 41 und 42 können sowohl aus massiven oder auch
aus laminierten Blechen bestehen.
Allen vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist gemein
sam, daß die Luftspalte verkörpernden Stoßstellen des
zweiteiligen, das Gehäuse der Schwingkolbenpumpe bildenden
Blechmantels in die Bereiche der Pole der den Schwingkolben
führenden Hülse gelegt sind.
Claims (6)
1. Schwingkolbenpumpe mit einem von einer Erregerspule
beeinflußten, federnd in der Ausgangslage gehaltenen Arbeits
kolben, der in einer die Erregerspule zentrisch durchsetzenden
Hülse geführt ist, deren elektromagnetische Pole bildende
Endbereiche von einem Gehäuse umfaßt sind, das von einem
mindestens zweiteiligen, von Stoßstellen unterbrochenen
Blechmantel gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßstellen (40) der Teile des
Blechmantels (41, 42) Luftspalte bilden und in die Polbereiche
(35, 36) der den Arbeitskolben führenden Hülse (20) gelegt
sind.
2. Schwingkolbenpumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse aus zwei nahtlosen
Blechteilen besteht, die sich auf den Polbereichen (35, 36) der
den Arbeitskolben umfassenden Hülse (20) abstützen.
3. Schwingkolbenpumpe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Gehäuseteile (41, 42)
bildenden Blechteile an ihren einander zugewandten Stirnseiten
als eine die Endbereiche der Hülse (20) teilweise umfassende
Steckverbindung ausgebildet sind mit einem gabelförmigen
matrizenähnlichen Teil (80), an dem einen Gehäuseteil (42′) und einem damit
korrespondierenden patrizenähnlichen Teil (81) an dem anderen Gehäuseteil
(41′).
4. Schwingkolbenpumpe nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das matrizenähnliche Teil (80) und das patrizenähnliche Teil (81)
an mindestens zwei einander gegenüberliegenden Flächenbereichen
als Rastverbindung dienende miteinander korrespondierende
Vorsprünge (84, 85) und/oder Ausnehmungen (86, 87/88) auf
weisen.
5. Schwingkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die das Gehäuse bildenden nahtlosen
Blechteile (63, 64) in den Polbereichen (35, 36) von je einem
nicht magnetischen Blech (67, 68) an der Hülse (60, 61) anlie
gend gehalten sind.
6. Schwingkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die an den Polbereichen (35, 36)
der Hülse (20) anliegenden Blechteile (41, 42) des Gehäuses von
einem die Blechteile umfassenden Federelement (50) kraft
schlüssig gehalten sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995115402 DE19515402C1 (de) | 1995-04-26 | 1995-04-26 | Schwingkolbenpumpe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995115402 DE19515402C1 (de) | 1995-04-26 | 1995-04-26 | Schwingkolbenpumpe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19515402C1 true DE19515402C1 (de) | 1996-10-24 |
Family
ID=7760453
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|---|---|---|---|
| DE1995115402 Expired - Fee Related DE19515402C1 (de) | 1995-04-26 | 1995-04-26 | Schwingkolbenpumpe |
Country Status (1)
| Country | Link |
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- 1995-04-26 DE DE1995115402 patent/DE19515402C1/de not_active Expired - Fee Related
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