DE19514295A1 - Luftstrommatratze mit Kühlvorrichtung - Google Patents
Luftstrommatratze mit KühlvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Luftmatratze in speziel
ler Ausführungsform aus weichem und dauerelastischem,
jedoch luftdichtem Material, vorzugsweise aus Gummi
und/oder Kunststoff. Die Luftmatratze besteht aus einer
oder mehreren miteinander in Verbindung stehenden Luft
kammer(n), wobei die Oberseite der Matratze, d. h. die
Liegefläche, ganz oder teilweise mit einer Mehrzahl
kleiner Öffnungen zum Entweichen der Luft als feiner
Luftstrom versehen ist. Die Luft wird dabei der Luft
kammer bzw. den Luftkammern über eines oder mehrere
Ventile mittels eines oder mehrerer Luftverdichter
kontinuierlich aufgegeben, vorzugsweise mittels einer
elektrischen, regelbaren Pumpe, über die die Luftmenge
und damit der Druck in den Luftkammern der Luftmatratze
und deren "Härte" geregelt werden können.
Solche Luftmatratzen sind als Luftstrommatratzen be
kannt und werden insbesondere im medizinischen Bereich,
dort v.a. zur Prophylaxe und Therapie des Dekubitus,
eingesetzt. Diese bekannten Ausführungen, namentlich
mit einer Mehrzahl von Luftkammern, bringen zwar schon
gute Ergebnisse in bezug auf die Lagerung des Benutzers/
Patienten, die Entlastung der betroffenen Bereiche sei
nes Körpers und die Verteilung der Luft und das Über
streichen der aufliegenden Körperbereiche sowie der
umliegenden Bereiche in einer Art Luftpolster durch
die aus den Öffnungen in der Liegefläche ausströmende
Luft.
Diese bekannten Luftmatratzen haben jedoch sämtlich den
Nachteil, daß durch die Verdichtung der Luft selbst so
wie durch die eigene Erwärmung des Luftverdichters im
Betrieb die angesaugte und der Luftmatratze mit ihren
Luftkammern zuzuführende Außenluft erwärmt wird, wobei
je nach der Außentemperatur und der im Einzelfall erfor
derlichen Druckerhöhung die den Luftkammern zugeführte
verdichtete Luft um bis zu 20°C über der Eintrittstem
peratur vor dem Verdichter liegen kann. Dies ist ge
rade für Patienten bzw. Benutzer mit bestehendem Deku
bitus, gleichermaßen aber auch bei der Prophylaxe von
erheblichem Nachteil. Hinzu kommt, daß bei hohen Raum
lufttemperaturen, wie z. B. im Hochsommer oder bei ent
sprechend geheizten Räumen, durch die zusätzliche er
wähnte Aufheizung bei der Verdichtung die über die
Öffnungen der Liegefläche ausströmende Luft über der
Körpertemperatur liegen kann und das Allgemeinbefinden
des Benutzers/Patienten schon deshalb erheblich beein
trächtigt.
Ferner ist es für eine Linderung und Beseitigung der
Beschwerden von erheblichem Vorteil, wenn die betref
fenden Körperflächen und darüber hinaus der Körper
überhaupt von gekühlter Luft unterhalb der Raumluft
temperatur umströmt werden. Vielfach ist es angezeigt,
die betroffenen Körperbereiche sogar mit kalter Luft
zu benetzen. Dies ist bei den bekannten Luftmatratzen
der in Rede stehenden Art nicht möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Luftmatratze
der eingangs genannten Art zu schaffen bzw. so zu ver
bessern, daß die erwähnten Nachteile vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kenn
zeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 aufgeführten
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Er
findung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
Es folgt die Beschreibung von Ausführungsbeispielen
anhand von Zeichnungen. Dabei zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Luftstrom
matratze mit Kühlvorrichtung in Form der
Luftkühlung zwischen Verdichter und Matratze;
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Luftstrom
matratze mit Kühlvorrichtung in Form eines
Flüssigkeitskühlers zwischen Verdichter und
Luftmatratze;
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Luftstrom
matratze mit Kühlvorrichtung in Form eines
Peltierelements mit vorgeschaltetem Ventila
tor zwischen Verdichter und Luftmatratze.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der er
findungsgemäßen Luftstrommatratze besteht diese aus der
eigentlichen Luftmatratze 1 mit den Luftkammern 2. Die
Luftkammern 2 haben an der Oberseite/Liegefläche der
Luftmatratze eine Vielzahl kleiner Öffnungen 4 nach Art
einer Mikroperforation, durch die die Luft aus den Luft
kammern 2 austreten kann, so daß ein permanenter Luft
strom an der Oberfläche der Luftmatratze 1 entsteht.
Die Luft wird aus dem umgebenden Raum vom Verdichter 5
angesaugt, auf den vorgegebenen Druck verdichtet und
über die Verbindungsleitung 11 und das Ventil 3 der
Luftmatratze kontinuierlich in die Luftkammern 4 ge
pumpt Vorteilhafterweise ist der Verdichter 5, der
vorzugsweise durch einen Elektromotor angetrieben
wird, mit einem Druckregler ausgestattet, durch den
der jeweils benötigte bzw. gewünschte Druck in der
Luftmatratze 1 und ihren Luftkammern 2 eingestellt
und eingehalten werden kann.
Wie aus Fig. 1 weiter ersichtlich, ist in die Verbin
dungsleitung 11 zwischen dem Verdichter 5 und der Luft
matratze 1 der Wärmetauscher 6 zwischengeschaltet, der
in diesem Ausführungsbeispiel der Kühlvorrichtung als
an sich bekannter Luftkühler ausgestaltet ist. Die vom
Verdichter 5 herangeführte Luft wird in diesem Wärme
tauscher durch ein Röhrensystem geführt. Durch den Wär
metauscher und sein Röhrensystem wird über einen oder
mehrere Ventilatoren 8 Raumluft geblasen, die durch
ihre niedrigere Temperatur gegenüber der vom Verdich
ter 5 herangeführten verdichteten Luft für die Luftma
tratze 1 diese abkühlt. Wie dargestellt, sind die Ven
tilatoren 7 und 8 mit einem Drehzahlregler 9 versehen,
der in Abhängigkeit von der vorgewählten gewünschten
Temperatur der verdichteten Luft an ihrem Eintritt in
die Luftkammern 2 die Drehzahl der Ventilatoren 7 und
8 und damit den Kühlluftdurchsatz durch den Wärmetau
scher bestimmt. Der Drehzahlregler 9 mit Temperaturvor
wahl steht dazu in Verbindung mit dem Temperaturfühler
10 in der Zuleitung 11 zwischen dem Wärmetauscher 6
und der Luftmatratze 1.
Diese temperaturabhängige Drehzahlregelung mit Vorwahl
der gewünschten Temperatur der verdichteten Luft am
Eintritt in die Luftkammern 2 ist jedoch nicht unab
dingbar im Sinne der Erfindung. Es kann auch darauf
verzichtet werden. In diesem Fall laufen die Ventila
toren mit konstanter Drehzahl und wird die verdich
tete Luft je nach ihrer Temperatur am Eintritt in den
Wärmetauscher und der Raumlufttemperatur gekühlt.
Bei der Ausführungsform der Luftstrommatratze mit Kühl
vorrichtung gemäß Fig. 2 ist für die Kühlvorrichtung
anstelle der Luftkühlung ein Kühlkreislauf mit Kühl
flüssigkeit (Kältemittel) verwandt. Die Kühlflüssig
keit wird dabei im Flüssigkeitskühler 12 mit dem Kühl
kompressor 13 auf die erforderliche Kühltemperatur ge
bracht. Sie durchströmt innerhalb des Kältekreislaufs
den Wärmetauscher 6′, der im übrigen das Röhrensystem
für die verdichtete Luft wie bei dem Ausführungsbei
spiel gemäß Fig. 1 hat, und kühlt diese dabei auf die
gewünschte Temperatur. Entsprechend der Ausführungs
form gemäß Fig. 1 wird die dafür erforderliche Kühl
temperatur der Kühlflüssigkeit im Kältekreislauf über
den Regler 9′ und den Temperaturfühler 10 durch Vorwahl
der gewünschten Temperatur der verdichteten Luft am
Eingang in die Luftkammern 4 geregelt.
Bei der Ausführungsform der Luftstrommatratze mit Kühl
einrichtung gemäß Fig. 3 ist zwischen den Verdichter 5
und die Luftmatratze 1 wie bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 1 der Wärmetauscher 6 eingefügt, in dem die
vom Verdichter herangeführte Luft ebenfalls durch Kühl
luft gekühlt wird. Zwischen dem Wärmetauscher 6 und
dem Ventilator 7′ ist jedoch zur Kühlung der Kühlluft
selbst das Peltierelement 14 eingefügt, das wie bei
den vorgenannten Ausführungsbeispielen über den Reg
ler 9′ und den Temperaturfühler 10 so geregelt wird,
daß die vorgewählte Temperatur für die verdichtete
Luft am Eingang in die Luftmatratze 1 erreicht und
konstant gehalten wird.
Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung und den be
schriebenen Ausführungsformen wird eine Luftstromma
tratze erzielt, die durch die Kühlvorrichtung entschei
dende Verbesserungen gegenüber den bekannten Luftstrom
matratzen hat. Die der Luftmatratze 1 und ihren Luft
kammern 2 zugeführte und über die Öffnungen 4 ausströ
mende Luft wird zumindest auf die Raumlufttemperatur
zurückgeführt. Die Ausführungsform der Kühlvorrichtung
mit Temperaturvorwahl und automatischer Regelung der
Drehzahl der Ventilatoren hat dabei den weiteren Vor
teil , daß eine bestimmte vorgewählte Temperatur des
Luftstroms beibehalten wird. Bei der Ausführungsform
mit Kühlvorrichtung in Form des Wärmetauschers mit
vorgeschaltetem Kältekreislauf und Flüssigkeitskühler
tritt als weiterer Vorteil hinzu, daß die in die Luft
matratze 1 eingeführte Luft auch auf Temperaturen un
terhalb der Raumlufttemperatur gebracht werden kann
mit den eingangs erwähnten Vorteilen für die Therapie
und Prophylaxe von Dekubitus sowie für das Wohlbefin
den des Patienten/Benutzers der Luftstrommatratze
überhaupt. Die gleichen Vorteile werden mit der Aus
führungsform der Kühlvorrichtung mit der Kombination
von Luftkühlung und Peltierelement erreicht.
Claims (6)
1. Luftstrommatratze in Form einer Luftmatratze (1)
aus weichem und dauerelastischem, jedoch luftdich
tem Material wie Gummi und/oder Kunststoff mit
einer Luftkammer oder mehreren, miteinander in
Verbindung stehenden Luftkammern (2) und einem
Luftverdichter (5), der die aus dem Raum ange
saugte Luft verdichtet und über ein oder mehrere
Ventil(e) (3) in die Luftkammer(n) (2) der Luft
matratze (1) preßt, wobei die Oberseite der Luft
strommatratze eine Mehrzahl kleiner Öffnungen (4)
zum Entweichen der Luft als feiner Luftstrom auf
weist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
Luftverdichter (5) und die Luftmatratze (1) mit
ihren Luftkammern (2) eine Kühlvorrichtung (6, 7,
8; 6′, 12, 13; 6, 7′, 14) eingefügt ist, die die
vom Luftverdichter (5) verdichtete Luft vor der
Einleitung in die Luftmatratze (1) kühlt.
2. Luftstrommatratze nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kühlvorrichtung (6, 7, 8) aus
dem Wärmetauscher (6) mit einem über die Verbin
dungsleitungen (11) mit dem Luftverdichter (5)
einerseits und der Luftmatratze (1) andererseits
verbundenen Röhrensystem und einem oder mehreren
Ventilatoren (7, 8), die Luft durch den Wärmetau
scher (6) fördern, besteht.
3. Luftstrommatratze nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ventilatoren (7, 8) mit einem
elektronischen Drehzahlregler (9) versehen sind,
der über einen Temperaturfühler (10) in der Verbin
dungsleitung (11) zwischen dem Wärmetauscher (6)
und der Luftmatratze (1) und einen Vorwahlschalter
für die Eintrittstemperatur der verdichteten Luft
am Ventil (3) die Drehzahl der Ventilatoren (7, 8)
bestimmt.
4. Luftstrommatratze nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kühlvorrichtung (6′, 12, 13) aus
dem Wärmetauscher (6′) und dem Flüssigkeitskühler
(12) mit Kühlkompressor (13) besteht, wobei der Wär
metauscher (6′) einerseits ein Röhrensystem für die
verdichtete Luft mit den Verbindungsleitungen (11)
zum Verdichter (5) sowie zur Luftmatratze (1) auf
weist und andererseits ein mit dem Flüssigkeits
kühler (12) und dem Kühlkompressor (13) als Kälte
kreislauf verbundenes Röhrensystem hat.
5. Luftstrommatratze nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Flüssigkeitskühler (12) mit Kühl
kompressor (13) mit einem elektronischen Regler (9′)
versehen ist, der über einen Temperaturfühler (10)
in der Verbindungsleitung (11) zwischen dem Wärme
tauscher (6′) und der Luftmatratze (1) und einen
Vorwahlschalter für die Eintrittstemperatur der ver
dichteten Luft am Ventil (3) den Kühlkompressor (13)
steuert.
6. Luftstrommatratze nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kühlvorrichtung (6, 7′, 14) aus
dem Wärmetauscher (6) mit einem über die Verbindungs
leitungen (11) mit dem Luftverdichter (5) einerseits
und der Luftmatratze (1) andererseits verbundenen
Röhrensystem und einem oder mehreren Ventilatoren (7′)
zur Förderung von Luft durch den Wärmetauscher (6)
sowie einem Peltierelement (14) zwischen dem Wärme
tauscher (6) und den Ventilatoren (7′) besteht, wo
bei das Peltierelement (14) mit einem elektronischen
Regler verbunden ist, der über einen Temperaturfüh
ler (10) in der Verbindungsleitung (11) zwischen
dem Wärmetauscher (6) und der Luftmatratze (1) und
einen Vorwahlschalter für die Eintrittstemperatur
der verdichteten Luft am Ventil (3) die Kühlung re
gelt.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1995114295 DE19514295A1 (de) | 1995-04-24 | 1995-04-24 | Luftstrommatratze mit Kühlvorrichtung |
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| DE19514295A1 true DE19514295A1 (de) | 1996-10-31 |
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Family Applications (1)
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