DE19514271C2 - Vorrichtung zum Überprüfen von Flaschen auf Beschädigung - Google Patents
Vorrichtung zum Überprüfen von Flaschen auf BeschädigungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überprüfen von
Flaschen auf Beschädigungen mit einer Beleuchtungseinheit,
welche den zu untersuchenden Teil einer Flasche beleuchtet,
und einem photosensitiven Bildaufnehmer, auf dem der zu
untersuchende Teil der Flasche abgebildet wird.
Eine Inspektionsmaschine mit einer entsprechenden Vorrichtung
ist beispielsweise aus dem DE 93 10 623 U1 bekannt.
Aus der DE 31 14 285 C2 ist eine Vorrichtung zur
Mündungsflächeninspektion von Flaschen bekannt, die
allerdings nicht zur Abbildung der Mündungsseitenwand
geeignet ist. Aufgrund dessen ist keine gleichzeitige
Kontrolle der Mündungsfläche und beispielsweise eines
Schraubgewindes im Bereich der Mündungsseitenwand möglich.
Eine weitere Inspektionsvorrichtung zur
Flaschenmündungskontrolle ist in der DE 31 11 194 C2
offenbart, die über ein Linsensystem zur Abbildung einer
Flaschenmündung auf photosensitiven Sensoren verfügt. Zur
Beleuchtung der Flaschenmündung sind eine Vielzahl von
Leuchtkörpern unterhalb des Linsensystems am Transportweg der,
Flaschen entlang verteilt angeordnet. Ungünstigerweise ist
das Linsensystem sehr aufwendig und es besteht für die
ungeschützten Leuchtkörper die Gefahr, durch Verschmutzung
oder Beschädigung beeinträchtigt zu werden.
Eine andere Inspektionsvorrichtung (DE 41 32 425 A1) besitzt
eine Beleuchtungseinrichtung, mit der nur die Mündungsfläche
einer Flasche über Lichtwellenleiter beaufschlagbar ist. Zur
Erkennung von Rissen sind zahlreiche Lichtempfänger mit
zugeordneten Sammellinsen vorgesehen. Diese Vorrichtung ist
aufwendig ausgeführt und aufgrund der beschränkten
Beleuchtungsmöglichkeiten nicht zur Schraubgewindeinspektion
geeignet.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine betriebssichere
Vorrichtung zu schaffen, bei welcher in einem Schritt unter
Verwendung von nur einem einzelnen Kamerasystem sowohl der
Mündungsbereich als auch die Außenseite der
Mündungsseitenwand überprüfbar ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass ein photosensitiver
Bildaufnehmer und eine Beleuchtungseinheit gemeinsam auf der
gleichen Seite einer Kondensor-Linse angeordnet sind, deren
Durchmesser größer als der der zu untersuchenden Bereiche
einer Flasche ist, wobei die Strahlen von der
Beleuchtungseinheit zur Flasche und die Strahlen von der
Flasche zum Bildaufnehmer durch die Kondensor-Linse
verlaufen, derart, dass die Strahlen beim Eintritt in die
Kondensor-Linse und beim Austritt aus dieser zur optischen
Achse hin so gebrochen werden, dass der Brechungsgrad mit
zunehmendem Abstand des Eintrittspunktes der Strahlen
ansteigt.
Weiterbildungen und/oder besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung macht sich hierbei die Erkenntnis zu eigen, daß von einer sogenannten
Kondensor-Linse die Lichtstrahlen mit zunehmendem Abstand von der optischen Achse der
Kondensor-Linse stärker abgelenkt werden und so durch geeignete Dimensionierung der
Kondensorlinse sowohl der Mündungsbereich als auch das Gewinde am Flaschenhals mit
einem Kamerasystem gleichzeitig erfaßbar ist. Der Mündungsbereich der Flasche wird durch
die achsnahen Strahlen, das Gewinde durch die stark gebrochenen und schräg in Richtung
der optischen Achse verlaufenden achsfernen Strahlen in der Kamera abgebildet.
Eine weitere Überlegung die zur Entstehung der Erfindung führte betraf die Tatsache, daß
der Strahlengang der Kondensor-Linse auch sehr gut geeignet ist, das zu untersuchende
Objekt gleichmäßig zu beleuchten. Durch eine Anordnung der Beleuchtung auf der gleichen
Seite der Kondensor-Linse auf der auch die Kamera angordnet ist, wird sowohl der
Mündungsbereich als auch der Gewindebereich der zu untersuchenden Flasche beleuchtet.
Durch geeignete Anordnung von Beleuchtung, Kondensor-Linse und Kamera erhält man
auch eine optimale Ausleuchtung der zu untersuchenden Flaschenbereiche. Hierbei ist es
sogar möglich auf den zu untersuchenden Flaschenbereichen unterschiedliche
Beleuchtungsarten in Form von Hellfeldern und Dunkelfeldern zu realisieren.
Nachfolgend wird ein mögliches Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Figur und
der Bezugszeichenliste näher erläutert.
Die Figur zeigt in geschnittener Darstellung eine Inspektionseinheit 1 für eine Flasche 2
durch eine Kondensor-Linse 3 wird eine Abbildung sowohl vom Mündungsbereich 4 als
auch der Gewindebereich 5 auf die Kamera 6 projeziert. Die optische Achse der Kondensor-
Linse 3 fluchtet mit der optischen Achse der Kamera und der Rotationsachse der
rotationssymetrischen Flasche 2 und wird im Folgenden generell als Achse 8 bezeichnet.
Der prinzipiell eingezeichnete Strahlengang 7 verdeutlicht die Funktionsweise der
Kondensor-Linse: Es findet zweimal ein Übergang von einem Medium in ein anderes statt,
bei jedem Übergang erfährt der Lichtstrahl eine Brechung. Die Brechung ist hierbei umso
stärker, je größer der Abstand von der Achse 8 ist. Die Teilstrahlen 7a, welche in geringem
Abstand zur Achse 8 verlaufen werden nur wenig gebrochen und projezieren den
Mündungsbereich 4 in die Kamera 6. Die weiter von der Achse 8 entfernten Teilstrahlen 7b
und 7c projezieren den Gewindebereich 5 in die Kamera 6.
Vorraussetzung für ein Funktionieren der der Anordnung ist die Verwendung einer
Kondensor-Linse 3 mit einem Durchmesser, der wesentlich größer ist als der Durchmesser
der untersuchten Bereiche der Flasche 2. Nur dann treuen die weiter von der Achse 8
entfernten Teilstrahlen 7b und 7c von der Seite auf den senkrecht zum Mündungsbereich 4
stehenden Gewindebereich 5.
Durch die etwa in Höhe der Kamera 6 angeordnete Beleuchtungseinheit 9 wird die zu
untersuchende Flasche 2 aus der Inspektionseinheit 1 heraus beleuchtet. Die
Beleuchtungseinheit 9 besteht aus einer Vielzahl von Lichtquellen, welche auf mehreren
konzentrischen Kreisbahnen 10a, 10b, 10c und 10d um die Achse 8 herum angeordnet
sind. In der gewählten Darstellungsform sind von den Lichtquellen jeweils nur zwei pro
Kreisbahn sichtbar. Die in der Inspektionseinheit 1 angeordnete Beleuchtungseinheit 9 bietet
neben dem kompakten Aufbau noch den Vorteil, daß die Kondensor-Linse 3 auch zur
Beleuchtung der Flasche 2 aus verschiedenen Richtungen verwendet wird. Die auf den
gleichen Kreisbahnen angeordneten Lichtquellen beleuchten hauptsächlich den selben
Bereich der Flasche 2.
Von den einzelnen Lichtquellen wird das Licht jeweils mit einer keulenförmigen
Intensitätsverteilung abgestrahlt und wird in der Kondensor-Linse 3 ebenfalls in
Abhängigkeit vom Achsabstand des Auftreffens unterschiedlich stark abgelenkt.
Mit 11a bis 11d sind die Intensitätsmaxima der einzelnen Strahlenkeulen bezeichnet.
Die ganz am Rand der Kondensor-Linse 3 einfallenden Strahlen 11a werden dabei am
stärksten zur Achse 8 hin abgelenkt und fallen unter einem flachen Winkel schräg auf die
Dichtfläche 4a des Mündungsbereiches 4. Durch das schräge Auftreffen der Lichtstrahlen
11a wird die Dichtfläche 4a von der Kamera 6 im Dunkelfeld betrachtet. Bei dieser
Dunkelfeldbetrachtung sind geringste Unebenheiten durch das an diesen Unebenheiten
entstehende Reflexionslicht erkennbar.
Durch die Strahlen 11b bis 11d wird der Gewindebereich 5 beleuchtet.
Die Lichtquellen auf den jeweiligen Kreisbahnen 10a bis 10d sind in der Helligkeit
regulierbar. So kann eine gleichmäßige Beleuchtung der untersuchten Flaschenbereiche
erzielt werden.
Ein bei der Erfindung ebenfalls gelöstes Problem betrifft das Eliminieren von störendem
Reflexionslicht welches von der Lichtquelle 9 ausgehend an der Kondensor-Linse 3
reflektiert wird und von dort in die Kamera 6 gelangt. Um diese Reflexion zu verhindern
wird ein Teilbereich 3a der Kondensor-Linse 3 nahe der optischen Achse 8 so behandelt,
daß von dort aus keine Lichtstrahlung in die Kamera 6 gelangen kann.
Für das Untersuchungsergebnis der Flaschenmündung und des Gewindes ist das vom
Teilbereich 3a gelieferte Teilbild ohne Bedeutung, denn es zeigt lediglich den Blick durch
die Flaschenöffnung auf den Flaschenboden.
Um Reflexionen zu verhindern kann man entweder den Teilbereich 3a der Kondensor-Linse
3 abdecken oder in der Kondensor-Linse 3 eine Bohrung anbringen. An der Bohrung in der
Kondensor-Linse 3 kann keine Reflektion in Richtung der Kamera 6 auftreten und zudem
findet an der Wandung der Bohrung eine Totalreflektion statt, die verhindert, daß über die
Bohrung in der Kondensorlinse 3 vagabundierendes Streulicht aus der Kondensor-Linse 3 in
Richtung der Kamera 6 austritt. In der Fachwelt hat sich für diese Bohrung der
Neologismus "optischer Sumpf" entwickelt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich nicht nur zur Überprüfung von Flaschen
sondern ist generell zur gleichzeitigen Untersuchung von Gegenständen an deren Oberseite
und äusserer Seitenwand geeignet.
1
Inspektionseinheit
2
Flasche
3
Kondensor-Linse
4
Mündungsbereich
5
Gewindebereich
6
Kamera
7
Strahlengang
8
Achse
9
Beleuchtungseinheit
10
Kreisbahn
11
Intensitätsmaxima
Claims (5)
1. Vorrichtung zum gleichzeitigen Prüfen unterschiedlicher
Bereiche von Flaschen auf Beschädigungen
- 1. mit einer Beleuchtungseinheit (9), die die zu untersuchenden Bereiche der Flasche (2) beleuchtet,
- 2. mit einem photosensitiven Bildaufnehmer (6), der gemeinsam mit der Beleuchtungseinheit (9) auf der gleichen Seite einer Kondensor-Linse (3) angeordnet ist, deren Durchmesser größer als der der zu untersuchenden Bereiche ist, wobei
- 3. die Strahlen (11) von der Beleuchtungseinheit (9) zur Flasche (2) und die Strahlen (7) von der Flasche (2) zum Bildaufnehmer (6) durch die Kondensor-Linse verlaufen, derart, dass
- 4. die Strahlen (7, 11) beim Eintritt in die Kondensor- Linse (3) und beim Austritt aus dieser zur optischen Achse (8) hin so gebrochen werden, dass der Brechungs grad mit zunehmendem Abstand des Eintrittspunktes der Strahlen (7, 11) ansteigt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Beleuchtungseinheit (9) eine Vielzahl von
einzelnen Lichtquellen aufweist und die Leuchtintensität
dieser Lichtquellen regulierbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die einzelnen Lichtquellen der Beleuchtungseinheit
(9) auf konzentrisch um die Achse (8) verlaufenden
Kreisbahnen (10a, 10b, 10c, 10d) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Kondensor-Linse (3) einen um die Achse
(8) und in Nähe der Achse (8) angeordneten
reflexionsfreien Bereich (3a) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kondensor-Linse (3) im Bereich (3a) eine Abdeckung oder
eine Bohrung aufweist.
Priority Applications (1)
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| DE1995114271 DE19514271C2 (de) | 1995-04-21 | 1995-04-21 | Vorrichtung zum Überprüfen von Flaschen auf Beschädigung |
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Publications (2)
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1995
- 1995-04-21 DE DE1995114271 patent/DE19514271C2/de not_active Expired - Fee Related
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