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DE19512850A1 - Verfahren zur Schwelgasentstaubung - Google Patents

Verfahren zur Schwelgasentstaubung

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Publication number
DE19512850A1
DE19512850A1 DE19512850A DE19512850A DE19512850A1 DE 19512850 A1 DE19512850 A1 DE 19512850A1 DE 19512850 A DE19512850 A DE 19512850A DE 19512850 A DE19512850 A DE 19512850A DE 19512850 A1 DE19512850 A1 DE 19512850A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
washing
oil
stage
carbonization
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19512850A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl-Heinz Redepenning
Bernd Dr Uckermann
Andreas Schleiffer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Veba Oel Technologie und Automatisierung GmbH
Original Assignee
Veba Oel Technologie und Automatisierung GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Veba Oel Technologie und Automatisierung GmbH filed Critical Veba Oel Technologie und Automatisierung GmbH
Priority to DE19512850A priority Critical patent/DE19512850A1/de
Priority to ZA962774A priority patent/ZA962774B/xx
Priority to CA002217348A priority patent/CA2217348A1/en
Priority to AU53353/96A priority patent/AU5335396A/en
Priority to EP96910032A priority patent/EP0820341B1/de
Priority to AT96910032T priority patent/ATE202297T1/de
Priority to US08/930,382 priority patent/US5948370A/en
Priority to DE69613465T priority patent/DE69613465T2/de
Priority to PCT/EP1996/001514 priority patent/WO1996031272A1/en
Publication of DE19512850A1 publication Critical patent/DE19512850A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/12Washers with plural different washing sections
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • C10G1/002Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal in combination with oil conversion- or refining processes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/02Dust removal

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Description

Die Erfindung betrifft eine Verfahren und eine Vorrichtung zur Schwelgasentstaubung, bei dem die Feststoffteilchen durch Zugabe von rückgeführtem Schwelöl (Waschöl) in einem Wäscher abgetrennt und die Schwelgase abgekühlt werden.
Aus der EP 0 290 002 A2 ist ein Verfahren zur Schwelgasbe­ handlung bekannt, bei der die Feststoffabscheidung derart erfolgt, daß die Feststoffteilchen durch Zugabe von rückge­ führtem feststoffhaltigem Schwelöl intensiv benetzt und durch einen Wäscher abgetrennt werden und gleichzeitig eine Abkühlung der Schwelgase erfolgt.
Bei diesem Verfahren wird in erster Linie ein feststofffrei­ es Schwelöl gewonnen. Eine weitgehende Entstaubung des Schwelgases ist mit diesem Verfahren nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Verfahren und eine dafür geeignete Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mit der Schwelgase weitestgehend entstaubt werden können.
Diese Aufgabe wird durch die technische Lehre des Anspruchs 1 gelöst.
Weiterbildung des Verfahrens bzw. der Vorrichtung erfolgen gemäß den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 13.
Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, die Schwelgase dadurch zu entstauben, daß in mehreren Verfahrensstufen die Feststoffteilchen durch Sprühwaschen entfernt werden, wobei das anfallende Kondensat als Waschöl verwendet wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die staubbelade­ nen Schwelgase aus einem Schwelofen in den Sprühwäscher geführt und dort im Gegenstrom mit Waschöl als Waschmittel behandelt. Durch den direkten Wärmeaustausch werden die Schwelgase abgekühlt (Quench). Der Staubanteil des Schwelga­ ses wird in mindestens zwei übereinander angeordneten Wasch­ stufen aus dem Schwelgas ausgewaschen.
Die Schwelgase werden gemäß einer vorteilhaften Weiterbil­ dung der Erfindung vor Eintritt in den Sprühwäscher in einer Gassättigerstufe mit Schwelöl gesättigt, vorzugsweise über­ sättigt. Durch diese Vorsättigung wird das Schwelgas abge­ kühlt. Das Waschöl für die Vorsättigung wird vorteilhafter­ weise aus dem Sprühwäschersumpf entnommen. Der an Waschöl gesättigte bzw. übersättigte Schwelgasstrom wird exzen­ trisch, außermittig und zur Sumpfflüssigkeitsoberfläche gerichtet, in den Sprühwäscher eingeleitet. Durch diese Strömungsführung wird in der untersten Waschstufe, der Bo­ denwaschstufe, ein Zentrifugalfeld aufgebaut, durch das grobe Staubpartikel und Kondensattropfen aus geschleudert und an der Sprühwäscherwandung abgeschieden werden. Ist der Schwelgasstrom mit Waschöl übersättigt, benetzt das Über­ schußwaschöl die Wandungen. Staubpartikel und Kondensattrop­ fen werden in dieses Öl derart eingebunden, daß die Sprühwä­ scherwandungen im Einlaufbereich abgespült und dadurch Wand­ ansätze vermieden werden.
Die Schwelgase steigen innerhalb der untersten Waschstufe (Bodenwaschstufe) auf. Dabei werden sie im Gegenstrom mit Waschöl aus Druckdüsen gereinigt. Durch die Druckdüsen wird ein Tropfenspektrum mit einem Sauterdurchmesser (Verhältnis aus Volumen zu Oberfläche aller Tropfen) von ca. 900 µm erzeugt. Die Druckdüsen sind derart angeordnet, daß sowohl eine gleichmäßige Tropfendichte in der Waschstufe als auch eine hinreichende Benetzung der Wandungen des Sprühwäschers gewährleistet ist. Die abgeschiedene Staub- und Kondensat­ masse wird in den Sumpf des Sprühwäschers gespült. Dabei wird das "Abspülen" der Wandungen mittels des Überschußöls aus der Gasvorsättigerstufe durch das Waschöl aus den Druck­ düsen der Bodenwaschstufe unterstützt.
Der durch die Druckdüsen der Bodenwaschstufe durchgesetzte Waschölstrom wird aus der darüber angeordneten Waschstufe (zweite Waschstufe) mit einer Waschölpumpe abgezogen. In der ersten Waschstufe wird somit staubbelastetes Waschöl der zweiten Stufe verwendet. Dadurch dient die erste Waschstufe als "Staubsenke für den in der zweiten Waschstufe ausgewa­ schenen Staub.
Das Sumpfprodukt der Bodenwaschstufe setzt sich aus Düsen­ waschöl, Überschußwaschöl, Kondensat und Staub zusammen. Um Verstopfungen zu vermeiden, wird das Waschöl des Sumpfes ständig umgewälzt. Ein Teil des Waschöls wird zur Gasvor­ sättigerstufe geführt. Ein kleiner Teil des Sumpfproduktes wird zum Schwelofen gefördert, wodurch gleichzeitig ein Teil des Staubes ausgeschleust wird.
Das Schwelgas der Bodenwaschstufe strömt über einen geneig­ ten Kaminboden in die zweite Waschstufe. Dieser Kaminboden dient gleichzeitig als Waschölsammler und Waschölvorlage für die Waschölpumpe, mit der die Druckdüsen der Bodenwaschstufe mit Waschöl beaufschlagt werden. In der zweiten Waschstufe werden die Schwelgase, genau wie in der Bodenwaschstufe, mit Waschöl im Gegenstrom gereinigt und abgekühlt.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung werden die Schwelga­ se in drei übereinander angeordneten Waschstufen behandelt.
Die zweite Waschstufe ist in diesem Fall die Mittelwasch­ stufe. Der Waschölmassenstrom der Mittelwaschstufe setzt sich aus zwei Waschölmassenströmen zusammen:
Ein Anteil besteht aus dem Rezirkulationsmassenstrom der Mittelwaschstufe, der mit der Waschölpumpe aus dem Waschöl, das auf dem geneigten Kaminboden der Mittelwaschstufe gesam­ melt wurde, gespeist wird (Kreislauf).
Der zweite Anteil des Düsenmassenstroms besteht aus einem Waschölmassenstrom, der aus der obersten Waschstufe (Kopf­ waschstufe) abgezogen wird. Dieses Waschöl wird mittels einer Pumpe von dem geneigten Kaminboden der Kopfwaschstufe abgepumpt. Bevor es mit dem Rezirkulationsmassenstrom der Mittelwaschstufe vereinigt wird, durchläuft es einen Wärme­ tauscher.
Die in der Mittelwaschstufe anfallenden Kondensate bestehen überwiegend aus dem Waschöl, welches zuvor in der Gasvor­ sättigerstufe in das Schwelgas verdampft wurde.
Das Kondensat, das als Waschöl verwendet wird, kann aus Kondensat aus dem Schwelgas oder aus einem Fremdöl oder aus einer Kombination von beiden zusammengesetzt sein. Dabei muß der Zustrom an Waschöl mindestens so groß wie die mit dem ausgewaschenen Staub ausgeschleuste Ölmenge sein.
Die Schwelgase strömen von der Mittelwaschstufe über den Ka­ minboden in die Kopfwaschstufe ein und werden dort im Gegen­ strom mit Waschöl behandelt. Dabei dient der Kaminboden ebenfalls als Waschölsammler und Waschölvorlage für die Waschölpumpe der Kopfwaschstufe.
Wie schon in den beiden vorhergehenden Waschstufen, erfolgt auch hier die Verteilung des Waschöls mittels Druckdüsen. Der Waschölmassenstrom setzt sich aus zwei Waschölmassen­ strömen zusammen:
Der größte Anteil des Düsenmassenstromes besteht aus dem Rezirkulationsmassenstrom der Kopfwaschstufe. D. h. das Waschöl, das auf dem Kaminboden der Kopfwaschstufe gesammelt wird, wird im Kreislauf gefahren. Dabei wird dieser Wasch­ ölmassenstrom, wie schon erwähnt, mittels eines Wärmetau­ schers (Luftkühler) abgekühlt.
Der zweite Anteil des Düsenmassenstromes besteht aus einem Mineralölmassenstrom, wobei vorzugsweise schwerer Diesel- Kraftstoff (SDK), der Umgebungstemperatur aufweist, verwen­ det wird.
Die innerhalb der Kopfwaschstufe anfallenden Kondensate bestehen überwiegend aus Waschöl, das zuvor in der Gasvor­ sättigerstufe in das Schwelgas verdampft wurde.
Das gereinigte und an Waschöl gesättigte Schwelgas wird über den Kopf des Sprühwäscher mit vorzugsweise einer mittleren Temperatur von ca. 140°C zu der Brennkammer geführt. Durch den im Schwelgas verbleibenden dampfförmigen Waschölanteil wird der Heizwert des Gases vergleichmäßigt, so daß sich Heizwertschwankungen, infolge unterschiedlicher Zusammenset­ zung des Schwelgutes, ausgleichen. Eine Heizölzugabe in die Brennkammer ist nicht mehr erforderlich.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Sprühwäschers kann das Schwelgas nahezu vollständig entstaubt werden. Aufgrund der zusätzlichen Abscheideeffekte durch die Gasvorsättigerstufe und die Sprühwäschereinlaufgeometrie beträgt der Staubabscheidegrad der Bodenwaschstufe ca. 80%. Für die mittlere Waschstufe kann mit einem Staubabscheidegrad von ca. 70% und für die Kopfwaschstufe mit einem Staubabschei­ degrad von ca. 60% gerechnet werden. Bei einem zweistufigen Sprühwäscher gibt sich somit ein Gesamtabscheidegrad von ca. 94%. Der Gesamtabscheidegrad des dreistufigen Sprühwäschers beläuft sich auf ca. 98%.
Selbst bei Störungen, wie z. B. Stromausfall, findet noch eine Schwelgasentstaubung statt. Dabei sollte aus Sicher­ heitsgründen die Sumpfproduktpumpe an eine Notstromversor­ gung angeschlossen sein, damit die Gasvorsättigerstufe auch bei Stromausfall aktiv ist.
Bei Ausfall aller anderen Waschölströme, aufgrund eines Stromausfalles ergibt sich ein Gesamtabscheidegrad durch Sedimentation und Umlenkabscheidung innerhalb des "Gaswä­ schers" von ca. 45%.
Der erfindungsgemäße Sprühwäscher weist große Vorteile im Hinblick auf die Durchsatzleistung und die Verfügbarkeit von Schwelanlagen auf:
Durch die nahezu vollständige Staubabscheidung mittels des Sprühwäschers werden die nachgeschalteten Anlagenteile wie Kugelhähne, Brennkammerkessel und das Schwelofenheizgassy­ stem vor Staubablagerungen und -anbackungen geschützt. Die Störanfälligkeit dieser Anlagenteile wird dadurch erheblich reduziert, woraus eine höhere Anlagengesamtverfügbarkeit resultiert.
Außerdem wird durch die Reduzierung der Staubmasse im Schwelgasstrom der Wärmeübergang im Wärmeaustauscher und in dem Schwelofenheizgassystem (indirekte Beheizung des Schwel­ ofens mittels Rauchgas, das aus der Verbrennung des Schwel­ gases gewonnen wird) verbessert. Dadurch ist es möglich diese Anlagenteile mit ihrer genehmigten bzw. durch Ausle­ gung bestimmten Leistung zu betreiben.
Weiterhin wird, wie schon erläutert, durch die Waschölantei­ le im Schwelgas der Heizwert des Gases vergleichmäßigt, wodurch sich Heizwertschwankungen infolge unterschiedlicher Schwelproduktzusammensetzungen ausgleichen. Eine Heizölzu­ gabe in die Brennkammer ist nicht erforderlich.
Durch diese Vergleichmäßigung des Heizwertes und aufgrund der verbesserten Effizienz des Schwelofenheizsystems kann die Durchsatzleistung des Schwelofens auf die genehmigten Werte angehoben werden.
Der erfindungsgemäße Sprühwäscher ist für einen kontinuier­ lichen Betrieb vorgesehen. Die Bedienung erfolgt durch das Personal vor Ort. Es wird kein zusätzliches Personal benö­ tigt.
Für den erfindungsgemäßen Sprühwäscher wird vorteilhafter­ weise noch ein beheizter Waschölbehälter zur Zwischenlage­ rung von Waschöl zum kontrollierten Abfahren der gesamten Schwelanlage vorgesehen. Die Behälterentlüftungsleitung mündet in die Brennerzuführungsleitung. Der Waschölbehälter wird unter Erdniveau in eine Grube gesetzt, damit die Wasch­ ölreste nach dem Spülen des Sprühwäschers frei ablaufen können. Eine Waschölpumpe dient zur Umwälzung des Behälter­ inhalts sowie zum Abpumpen in den leeren Sprühwäscher, wenn er wieder in Betrieb genommen werden soll (Neubefüllung). Alternativ kann der Behälterinhalt auch einem in Betrieb befindlichen Schwelofen zugeführt und verschwelt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung und eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt einen Schnitt durch den erfindungs­ gemäßen Sprühwäscher mit drei Waschstufen.
Aus der Figur geht hervor, daß in einen Sprühwäscher 1, mit einer Bodenwaschstufe 2, einer Mittelwaschstufe 3 und einer Kopfwaschstufe 4, über eine Zuführleitung 5 staubbeladenes Schwelgas zugeführt wird. Die Zuführleitung 5 ist geneigt und als Gasvorsättiger derart ausgeführt, daß in diese Lei­ tung durch eine Rohrleitung 6 Waschöl in Gleichstrom zum Schwelgasstrom eingedüst wird. Dabei kühlt sich das Schwel­ gas ab und wird gleichzeitig an Waschöl gesättigt. Der Waschölmassenstrom in der Rohrleitung 6 wird dabei vorteil­ hafterweise mittels Ventil 6a derart eingestellt, daß eine Übersättigung des Schwelgasstromes stattfindet.
Der Waschölmassenstrom der Rohrleitung 6 wird aus dem Sprüh­ wäschersumpf 7 entnommen und mit einer Pumpe 8 über Rohrlei­ tungen 9 und 10 der Rohrleitung 6 zugeführt.
Der an Waschöl gesättigte bzw. übersättigte Schwelgasstrom wird exzentrisch und zur Sumpfflüssigkeitsoberfläche gerich­ tet, in den Sprühwäscher 1 eingeleitet. Das Schwelgas strömt anschließend innerhalb der Bodenwaschstufe 2 nach oben, wobei es im Gegenstrom mit Waschöl, das aus Druckdüsen 11 austritt, intensiv benetzt wird. Die Düsenanordnung ist derart gewählt, daß sowohl eine gleichmäßige Tropfendichte in der Bodenwaschstufe 2 als auch eine hinreichende Benet­ zung der Wandungen des Sprühwäschers 1 gewährleistet ist.
In dem Sprühwäschersumpf 7 fällt ein Sumpfprodukt an, das sich aus Düsenwaschöl, Überschuß-Waschöl, Kondensat und Staub zusammensetzt. Etwa die Hälfte dieses Öles wird mit der Pumpe 8 über die Rohrleitungen 9, 18, 19 und 20 ständig umgewälzt. Die andere Hälfte wird, wie schon beschrieben, der Rohrleitung 5 zugeführt (Gasvorsättigung).
Ein kleiner Teil des Sumpfproduktes wird über Leitung 21 dem Schwelofen zugeführt. Der Waschölstand in dem Sprühwascher­ sumpf 7 wird mit einer Füllstandsüberwachung 22, mit Ventil 21a überwacht und geregelt. Über eine Rohrleitung 23, mit Ventil 23a kann das gesamte Waschöl des Sprühwäschers 1 zur Zwischenlagerung beim kontrollierten Abfahren des Sprühwä­ schers 1 abgelassen werden.
Das Schwelgas strömt von der Bodenwaschstufe 2 über den Kamin eines Kaminbodens 16 in die Mittelwaschstufe 3 ein. Der Kaminboden 16 ist geneigt und dient als Waschölsammler und als Waschölvorlage für eine Waschölpumpe 14.
Innerhalb der Mittelwaschstufe 3 strömt das Schwelgas im Ge­ genstrom zum Waschöl, das über Druckdüsen 26 eingedüst wird. Das Schwelgas wird durch das Waschöl gereinigt und abge­ kühlt. Das Waschöl wird auf dem Kaminboden 16 gesammelt und mit der Waschölpumpe 14 über eine Rohrleitung 15 abgezogen. Ein Teil dieses Waschöls wird über Rohrleitungen 17 und 13 in die Düsenrohrleitungen 12 gepumpt und über die Druckdüsen 11 verdüst. Es wird somit als Waschöl der Bodenwaschstufe 2 verwendet.
Der zweite Teil des Waschölmassenstroms aus der Rohrleitung 15 wird über eine Rohrleitung 29, mit Ventil 29a, eine Rohr­ leitung 28, mit Ventil 28a, in die Düsenrohrleitungen 27, mit Ventilen 27a, gepumpt und über die Druckdüsen 26 ver­ düst. Dieser Teil des Waschölmassenstroms der Mittelwasch­ stufe 3 wird somit im Kreislauf gefahren. Durch die Druckdü­ sen 26 wird zusätzlich Waschöl verdüst, das aus der Kopf­ waschstufe 4 mit einer Waschölpumpe 31 über Rohrleitungen 32 und 34 abgezogen wird.
Innerhalb der Mittelwaschstufe 3 wird das Schwelgas abge­ kühlt und weiter entstaubt. Der überwiegende Anteil der anfallenden Kondensatmasse besteht aus dem Waschöl, das zuvor in der Gasvorsättigerstufe in das Schwelgas verdampft wurde. Der Waschölstand der Mittelwaschstufe 3 wird mit einer Füllstandsüberwachung 25, mit Ventil 17a, überwacht und geregelt.
Das Schwelgas strömt von der Mittelwaschstufe 3 über einen Kaminboden 30 in die Kopfwaschstufe 4 ein. Der Kaminboden 30 dient als Waschölsammler und als Waschölvorlage für eine Waschölpumpe 31. Innerhalb der Kopfwaschstufe 4 strömt das Schwelgas im Gegenstrom zum Waschöl. Wie schon in den beiden vorherigen Waschstufen 2 und 3 erfolgt auch in der Kopf­ waschstufe 4 die Verteilung des Waschöls mit Druckdüsen 36. Der Hauptteil dieses Waschölmassenstroms besteht aus den Rezirkulationsmassenstrom der Kopfwaschstufe 4. Das Waschöl, das auf dem Kaminboden 30 gesammelt wird, wird mit der Waschölpumpe 31 über die Rohrleitung 32 in eine Rohrleitung 39, mit Ventilen 39a, eine Rohrleitung 38, mit Ventil 38a, in Düsenrohrleitungen 37, mit Ventilen 37a, gepumpt und über die Druckdüsen 36 verdüst. In der Rohrleitung 32 ist ein Waschölluftkühler 33 angeordnet. Über eine Rohrleitung 40 wird diesem Waschölstrom schwerer Dieselkraftstoff, der Umgebungstemperatur aufweist, zugegeben.
Ein Teil des gekühlten Waschöls aus der Rohrleitung 32 wird über die Rohrleitungen 34 und 28 sowie die Düsenrohrleitun­ gen 27 und die Druckdüsen 26 in der Mittelwaschstufe 3 ver­ düst.
Der überwiegende Anteil des Kondensats der Kopfwaschstufe 4 besteht aus Waschöl, das zuvor in der Gasvorsättigerstufe in das Schwelgas verdampft wurde.
Das gereinigte und an Waschöl gesättigte Schwelgas wird über eine Rohrleitung 42 der nicht dargestellten Brennkammer des Schwelofens zugeführt und dort verbrannt. Die Schwelgase verlassen den Sprühwäscher 1 mit einer Temperatur von ca. 140°C. Durch diese Temperatur ist sichergestellt, daß kein Wasser aus dem Schwelgas auskondensiert. Die Temperatur wird mit einer Temperaturüberwachung 41 überwacht und über den Rezirkulationsmassenstrom der Kopfwaschstufe 4 mit Hilfe von Ventil 39a geregelt. In der Kopfwaschstufe 4 ist außerdem eine Füllstandsüberwachung 35 vorgesehen, die ein Fluten des Sprühwäschers 1 verhindert.
Ausführungsbeispiel
Aus einer Müllpyrolysenanlage werden 2400 kg/h staubbelade­ nes Schwelgas über die geneigte Zuführleitung in den drei­ stufigen Sprühwäscher mit einer mittleren Gasgeschwindigkeit von ca. 20 m/s zugeführt. Diese Leitung ist als Gasvorsätti­ ger ausgeführt. In die Zuführleitung wird Waschöl im Gleich­ strom zum Schwelgasstrom eingedüst. Dabei kühlt sich das ca. 450°C heiße Schwelgas auf 275°C ab und wird mit Waschöl übersättigt. Der Waschölmassenstrom beträgt ca. 5000 kg/h. Der Überschuß an nicht verdampften Waschöl beträgt ca. 650 kg/h. Der Waschölmassenstrom wird aus dem Sprühwäschersumpf mittels einer Sumpfproduktpumpe mit einem Düsenvorlageüber­ druck von ca. 3 bar entnommen.
Das Schwelgas steigt innerhalb der Bodenwaschstufe mit einer mittleren axialen Gasgeschwindigkeit von ca. 1 m/s auf. Dabei wird es im Gegenstrom mit Waschöl aus 7 Druckdüsen ge­ reinigt. Die Waschöltemperatur an den Düsen beträgt ca. 230°C und der Düsenvorlageüberdruck ca. 4 bar. Der durch die Druckdüsen durchgesetzte Waschölmassenstrom beträgt ca. 3900 kg/h. Das Waschöl wird aus der Mittelwaschstufe mit einer Waschölpumpe abgezogen.
Als Sumpfprodukt fallen in der Bodenwaschstufe ca. 6000 kg/h mit einer mittleren Temperatur von ca. 265°C an. 5000 kg/h des Sumpfproduktes werden ständig umgewälzt. 5000 kg/h des Sumpfproduktes werden zur Gasvorsättigerstufe geführt und ca. 340 kg/h des Sumpfproduktes werden zum Schwelofen geför­ dert. Aus dem zum Schwelofen abgeführten Sumpfprodukt ent­ stehen ca. 170 kg/h dampfförmiges, ungecracktes Waschöl, ca. 35 kg/h Schwelkoks und ca. 135 kg/h Kohlenstoff-Crackproduk­ te, die bis auf den Schwelkoksanteil über das Schwelgas wieder in den Sprühwäscher gelangen.
Das Schwelgas strömt von der Bodenwaschstufe über den Kamin in die Mittelwaschstufe ein. Die mittlere Temperatur beträgt am Eintritt zur Mittelwaschstufe ca. 260°C. Innerhalb der Mittelwaschstufe strömt das Pyrolysegas im Gegenstrom zum Waschöl mit einer mittleren axialen Gasgeschwindigkeit von ca. 1 m/s auf. Wie schon in der Bodenwaschstufe erfolgt die Eindüsung des Waschöls durch 7 Druckdüsen. Der Waschölmas­ senstrom, der durch diese Düsen bei einem Düsenvorlageüber­ druck von ca. 4 bar und einer mittleren Waschöltemperatur von ca. 160°C durchgesetzt wird, beträgt ca. 4000 kg/h. Ca. 2100 kg/h des Düsenmassenstroms bestehen aus dem Rezirkula­ tionsmassenstrom der Mittelwaschstufe, der mit einer Wasch­ ölpumpe aus dem 230°C heißen Waschöl, das auf dem Kaminbo­ den der Mittelwaschstufe gesammelt wurde, gespeist wird (Kreislauf). 1900 kg/h bestehen aus dem Waschölmassenstrom, der aus der Kopfwaschstufe mit einer Temperatur von 80°C hinter einem im Rezirkulationsmassenstrom der Kopfwaschstufe integrierten Wärmetauscher abgezogen wird.
Innerhalb der Mittelwaschstufe wird das Schwelgas auf ca. 235°C abgekühlt und es fallen ca. 2000 kg/h Kondensat an. Insgesamt werden 6000 kg/h an Waschöl auf dem Kaminboden gesammelt und von der Waschölpumpe verteilt (3900 kg/h zu den Düsen der Bodenwaschstufe und 2100 kg/h zu den Düsen der Mittelwaschstufe).
Das Schwelgas strömt von der Mittelwaschstufe über den Kamin in die Kopfwaschstufe ein. Die mittlere Schwelgastemperatur beträgt am Eintritt zur Kopfwaschstufe ca. 235°C. Innerhalb der Kopfwaschstufe strömt das Schwelgas im Gegenstrom zum Waschöl mit einer mittleren aktialen Gasgeschwindigkeit von ca. 1 m/s auf. Der Waschölmassenstrom, der durch die Düsen bei einem Düsenvorlageüberdruck von ca. 4 bar und einer mittleren Waschöltemperatur von ca. 78°C durchgesetzt wird, beträgt 7800 kg/h. Ca. 7600 kg/h bestehen aus dem Rezirkula­ tionsmassenstrom der Kopfwaschstufe. Dieser Waschölmassen­ strom wird mittels eines Waschölluftkühlers auf ca. 80°C abgekühlt. In diesen Düsenmassenstrom werden ca. 200 kg/h Schwerer Dieselkraftstoff mit einer Temperatur von ca. 15°C eingespeist.
Innerhalb der Kopfwaschstufe werden ca. 1700 kg/h an Waschöl auskondensiert. Das gereinigte und mit Waschöl gesättigte Schwelgas wird über den Kopf des Sprühwäschers mit einer mittleren Schwelgastemperatur von ca. 140°C zu der Brenn­ kammer des Schwelofens geführt. Durch den im Schwelgas ver­ bleibenden dampfförmigen Waschölanteil von 166 kg/h wird der Heizwert des Gases vergleichmäßigt, so daß sich Heizwert­ schwankungen infolge variierender Müllzusammensetzung aus­ gleichen und eine Heizölzugabe in die Brennkammer nicht mehr erforderlich ist.
In dem dreistufigen Sprühwäscher werden ca. 98% des im Schwelgas enthaltenen Staubes abgeschieden.
Bezugszeichenliste
1 Sprühwäscher
2 Bodenwaschstufe
3 Mittelwaschstufe
4 Kopfwaschstufe
5 Zuführleitung
6 Rohrleitung
6a Ventil
7 Sprühwäschersumpf
8 Sumpfproduktpumpe
9 Rohrleitung
10 Rohrleitung
11 Druckdüsen
12 Düsenrohrleitungen
12a Ventile
13 Rohrleitung
13a Ventil
14 Pumpe
15 Rohrleitung
16 Kaminboden
17 Rohrleitung
17a Ventil
18 Rohrleitung
18a Ventil
19 Rohrleitung
19a Ventil
20 Rohrleitung
20a Ventil
21 Rohrleitung
21a Ventil
22 Füllstandsüberwachung
23 Rohrleitung
23a Ventil
24 Rohrleitung
24a Ventil
25 Füllstandsüberwachung
26 Druckdüsen
27 Düsenrohrleitungen
27a Ventile
28 Rohrleitung
28a Ventil
29 Rohrleitung
29a Ventil
30 Kaminboden
31 Pumpe
32 Rohrleitung
33 Wärmetauscher
34 Rohrleitung
34a Ventil
35 Füllstandsüberwachung
36 Druckdüsen
37 Düsenrohrleitungen
37a Ventile
38 Rohrleitung
38a Ventil
39 Rohrleitung
39a Ventil
40 Rohrleitung
41 Temperaturüberwachung
42 Rohrleitung

Claims (13)

1. Verfahren zur Schwelgasentstaubung, bei dem die Fest­ stoffteilchen durch Zugabe von rückgeführtem Schwelöl (Waschöl) in einem Wäscher abgetrennt und die Schwelga­ se abgekühlt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwelgase in einem Sprühwäscher mit mindestens zwei Waschstufen, im Gegenstrom mit den aus dem Schwel­ gas kondensierten Schwelölen intensiv benetzt werden und
daß zumindest in der zweiten Waschstufe Schwelöl aus dem Schwelgas auskondensiert und als Waschöl sowohl der ersten als auch der zweiten Waschstufe zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwelgase vor Eintritt in den Sprühwäscher in einer Gassättiger-Vorstufe mit Schwelöl gesättigt, vorzugsweise übersättigt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß die Schwelgase in drei übereinander angeord­ neten Waschstufen behandelt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Kreislauf geführtes Waschöl men­ gen- und/oder temperaturgeregelt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung des Schwelgases in der ersten Waschstufe bei einer Temperatur von 280 bis 260°C und in der zweiten Waschstufe bei Temperaturen zwischen 260 und 230°C und der dritten Waschstufe bei Temperaturen zwischen 230 und 140°C erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Waschstufe anfallen­ des Waschöl dem Schwelofen und/oder einer Gassättiger- Vorstufe zugeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß dem Waschöl Mineralöl zugegeben wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das gereinigte Schwelgas in die Brennkammer des Schwelofens geführt wird.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach An­ spruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sprühwäscher (1) mindestens zwei übereinander angeordnete Waschstufen (2, 3) aufweist, die durch einen geneigten Kaminboden (16) getrennt werden, der als Waschölsammler dient und über eine Rohrleitung (15) mit einer Pumpe (14) verbunden ist und
daß in jeder Waschstufe Druckdüsen (11, 26) zum Ein­ düsen des Waschöls, die über Düsenrohrleitungen (12, 27) mit Rohrleitungen (13 und 17) sowie Rohrleitungen (28 und 29) mit der Rohrleitung (15) verbunden sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, daß eine Bodenwaschstufe (2), eine Mittelwaschstufe (3) und eine Kopfwaschstufe (4) übereinander angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß eine geneigte Zuführleitung (5) außermit­ tig an der Bodenwaschstufe (2) angebracht ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuführleitung (5) eine Gas­ sättigervorstufe vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet daß, eine Rohrleitung (6) in die Zuführleitung (5) mündet, und die Rohrleitung (6) über Leitungen (10, 9) mit dem Sprühwaschersumpf 7 verbunden ist.
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