DE19511000C2 - Stützscheibe - Google Patents
StützscheibeInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H4/00—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
- D01H4/04—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques imparting twist by contact of fibres with a running surface
- D01H4/08—Rotor spinning, i.e. the running surface being provided by a rotor
- D01H4/12—Rotor bearings; Arrangements for driving or stopping
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
- Rolling Contact Bearings (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Stützscheibe für einen Ro
tor einer Offenendspinnmaschine, umfassend einen Na
benring aus metallischem Werkstoff und einen auf des
sen Außenumfang festgelegten Stützring aus polyme
rem Werkstoff, wobei der Außenumfang des Naben
rings und der Innenumfang des Stützrings formschlüssig
miteinander verbunden sind.
Eine solche Stützscheibe ist aus der DE 36 15 777 A1
bekannt. Die Außenfläche des Stützrings ist als glatte,
ununterbrochene, im wesentlichen zylindrische Laufflä
che ausgebildet, wobei die Innenfläche des Stützrings
eine Profilierung aufweist, durch die die Dicke des
Stützrings im mittleren Bereich gegenüber den Randbe
reichen verringert ist. Dadurch, daß die Walkarbeit ver
ringert wird, soll auch bei hohen Beanspruchungen eine
unerwünscht hohe Erwärmung in dem mittleren Bereich
des Ringes vermieden werden. Dabei ist allerdings zu
beachten, daß der Nabenring und der Stützring jeweils
axiale Stirnseiten aufweisen, die in jeweils einer Radial
ebene angeordnet sind. Die Anordnung der jeweiligen
Stirnseiten von Nabenring und Stützring in überein
stimmenden Radialebenen wird dadurch erreicht, daß
die Stirnseiten der miteinander verbundenen Teile über
dreht werden. Ist der Stützring beispielsweise verschlis
sen, kann dieser zwar chemisch vom Nabenring gelöst
werden. Eine erneute Verwendung des Nabenrings mit
einem neuen Stützring ist jedoch nicht möglich, da auch
der Nabenring beim Angleichen der axialen Breite des
Stützrings stets spanend bearbeitet wird und daher mit
zunehmender Zahl der Stützring-Wechsel immer gerin
gere Abmessungen in axialer Richtung aufweisen wür
de.
Eine weitere Stützscheibe ist aus der DE 38 26 851 A1
bekannt. Auf einem Nabenring aus einem metallischen
Werkstoff ist außenumfangsseitig ein Stützring aus
polymerem Werkstoff befestigt, wobei die Stirnseiten
von Nabenring und Stützring in übereinstimmenden
Radialebenen angeordnet sind und der Naben- und der
Stützring daher die gleiche axiale Breite aufweisen. Der
Stützring ist mit einer Kühlnut versehen, die axial mittig
entlang des Außenumfangs des Stützrings angeordnet
ist eine Tiefe von 2 mm aufweist und eine Breite, die
1 mm beträgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Stützscheibe der eingangs genannten Art derart weiter
zuentwickeln, daß der Stützring selbst eine verbesserte
Kühlung der einander berührenden Oberflachen be
wirkt und längere Standzeiten der Stützscheibe zu er
zielen sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merk
male von Anspruch 1 gelöst. Auf vorteilhafte Ausgestal
tungen nehmen die Unteransprüche Bezug.
Zur Lösung der Aufgabe ist es im Rahmen der vorlie
genden Erfindung vorgesehen, daß der Stützring den
Nabenring in axialer Richtung beiderseits mit einem
gleichgroßen Abstand überragt, daß zumindest einer
der Überstände sich im wesentlichen in radialer Rich
tung erstreckende Kühlrippen aufweist und daß die
Kühlrippen eine maximale axiale Tiefe aufweisen, die
der Größe des Überstands in gleicher Richtung ent
spricht. Hierbei ist von Vorteil, daß die Kühlrippen ei
nerseits eine Kühlung des Stützrings selbst bewirken
und andererseits eine Kühlung der Oberfläche des abzu
stützenden Bauteils. Die Kühlrippen können im wesent
lichen schaufelradförmig ausgebildet sein, um einen
möglichst hohen Luftdurchsatz zu gewährleisten. Insbe
sondere bei hohen Drehzahlen oberhalb von 100000
Umdrehungen/min bewirken die bevorzugt gleichmä
ßig in Umfangsrichtung verteilte Kühlrippen eine Ver
längerung der Standzeit um zumindest 30% im Ver
gleich zu Stützringen, deren Stirnseiten glatt ausgebil
det sind und in einer Radialebene mit den Stirnseiten
des Nabenrings angeordnet sind.
Die in den Stützring eingeformten Kühlrippen haben
im Vergleich zu Kühlnuten, die sich zumeist axial mittig
entlang des Außenumfangs des Stützrings erstrecken
den Vorteil, daß die Belagdicke des Stützrings verrin
gert werden kann, was zu einer thermischen Entlastung
des mittleren Laufflächenbereichs beiträgt.
Desweiteren ist von Vorteil, daß der Nabenring
mehrfach wiederverwendbar ist, weil auf das stirnseitige
Überdrehen von Stützring und Nabenring verzichtet
wird. Ferner ist dabei von Vorteil, daß die beanspruchte
Stützscheibe in fertigungstechnischer und wirtschaftli
cher Hinsicht einfach und kostengünstig herstellbar ist.
Der in axialer Richtung beiderseits im wesentlichen
gleichgroße Überstand beträgt auf jeder Seite maximal
0,5 mm. Als vorteilhaft hat es sich bewährt, wenn in
Abhängigkeit von den geometrischen Abmessungen der
Stützscheibe das Verhältnis aus der Summe beider
axialer Überstände und der axialen Breite des Außen
umfangs 0,01 bis 1 beträgt. Hierbei ist von Vorteil, daß
durch den nur geringen überstand die Gefahr von Un
wuchten und Taumelbewegungen auf ein Minimum re
duziert ist. Insbesondere bei Stützscheiben, deren Stütz
ring den Nabenring in axialer Richtung beiderseits mit
einem gleichgroßen Überstand überragt, ist ein Naben
ring aus metallischem Werkstoff von hervorzuheben
dem Vorteil. Durch den Nabenring aus metallischem
Werkstoff, der durch eine mechanische Verkrallung mit
dem Stützring verbunden ist, wirkt sich eine eventuell
auftretende, herstellungsbedingte Unwucht aufgrund
der vergleichsweise größeren Masse weniger gravie
rend aus, als bei Nabenringen, die aus relativ leichterem,
polymeren Werkstoff bestehen.
Der Nabenring kann in axialer Richtung beiderseits
Stirnseiten mit in Umfangsrichtung umlaufenden, in sich
geschlossenen Ringnuten aufweisen, wobei die Ringnu
ten mit kongruent gestalteten Vorsprüngen des Stütz
rings in Eingriff bringbar sind. Der gesamte radial au
ßenseitige Bereich des Nabenrings ist vom Stützring
umschlossen. Dadurch, daß der Nabenring und der
Stützring nicht - in axialer Richtung betrachtet - mit
tig sondern im Bereich ihrer Stirnseiten mechanisch mit
einander verkrallt sind, ist die Verbindung zwischen den
beiden Teilen besonders dauerhaft, selbst wenn bei
spielsweise aufgrund von Wärmedehnung der abzustüt
zenden Bauteile eine Axialkraft auf den Stützring wirkt.
Der Stützring weist bevorzugt ein radial nach innen
offenes, im wesentlichen U-förmiges Profil auf, das den
Außenumfang des Nabenrings klammerartig und voll
ständig umschließt. Ein Eindringen von Verunreinigun
gen und/oder Feuchtigkeit in die Trennfuge zwischen
dem Nabenring und dem Stützring wird durch eine der
artige Ausgestaltung zuverlässig verhindert zudem ein
zusätzliches Haftvermittelsystem eingesetzt wird. Eine
derartige Ausgestaltung bedingt eine besonders haltba
re Verbindung. Die Kontaktfläche des Nabenrings in
bezug auf den Stützring erfährt hierdurch eine Vergrö
ßerung, was die Haftung beider Ringe aneinander we
sentlich erhöht Fliehkraftbedingten Deformierungen
des Stützrings läßt sich hierdurch wirksam begegnen.
Der Nabenring kann zumindest eine außenseitig um
laufende Nut mit im wesentlichen glockenkurvenförmi
gem Profil aufweisen, das vom polymeren Werkstoff des
Stützrings vollständig ausgefüllt ist. Die Nut weist be
vorzugt eine radiale Tiefe auf, die zumindest dem radia
len Abstand der Ringnuten vom Außenumfang des Na
benrings entspricht. Durch das glockenkurvenförmige
Profil findet eine selbsttätige Zentrierung des Stützrings
auf dem Nabenring während der Formgebung statt. Au
ßerdem ist von Vorteil, daß der Stützring durch den
glockenkurvenförmigen Vorsprung besser zur Aufnah
me von Axialkräften geeignet ist und diese nicht nur von
den Vorsprüngen aufzunehmen sind.
Der Nabenring kann auf zumindest einer seiner Stirn
seiten mit einem Signalgeber verbunden sein, wobei der
Signalgeber durch eine Licht reflektierende, mit den
Nabenring adhäsiv verbundene Folie gebildet ist. Durch
diese Ausgestaltung kann in besonders einfacher Weise
eine Drehzahlüberwachung/-regelung der erfindungs
gemäßen Stützscheibe erfolgen. Der Signalaufnehmer
kann beispielsweise signalleitend über eine Steuerein
richtung mit dem Antrieb der Stützscheibe verbunden
sein. Eine Beeinflussung der Rotationsgeschwindigkeit
der Stützscheibe wird hierdurch wesentlichen verein
facht. Die Folie kann einfach auf die Stirnseite des Na
benrings aufgeklebt werden. Bei der Verwendung einer
Folie ist von Vorteil, daß die Stoffkosten zur Herstel
lung der Stützscheibe - im Vergleich zur Verwendung
eines Reflektors aus Kunststoff weiter reduziert sind.
Außerdem besteht nicht die Gefahr, daß die aufgeklebte
Reflektor-Folie zusätzliche Unwuchten bewirkt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist es vor
gesehen, daß die Folie oberflächenbündig mit der Stirn
seite des Nabenrings abschließt. Durch den oberflä
chenbündigen Abschluß der Folie mit der Stirnseite des
Nabenrings ist sichergestellt, daß die Folie auch dann
sicher in ihrer Position gehalten wird, wenn die Stütz
scheibe mit hohen Drehzahlen rotiert und entsprechend
großen Fliehkräften ausgesetzt ist. Die exakte Übertra
gung der Impulse zur Erfassung der Drehzahl der Stütz
scheibe ist dadurch während der gesamten Gebrauchs
dauer sichergestellt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Stützscheibe wird nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Ausführungsbei
spiel einer erfindungsgemäßen Stützscheibe,
Fig. 2 eine Ansicht der Stützscheibe aus Fig. 1.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der er
findungsgemäßen Stützscheibe für einen Rotor einer
Offenendspinnmaschine gezeigt, die im wesentlichen
aus einem Nabenring 1 aus metallischem Werkstoff und
einem Stützring 3 aus polymerem Werkstoff besteht.
Der Innenumfang 4 des Stützrings 3 und der Außenum
fang 2 des Nabenrings 1 sind formschlüssig miteinander
verpreßt. Der Stützring 3 überragt den Nabenring 1 in
axialer Richtung beiderseits mit jeweils einem Über
stand 5, wobei der Überstand 5 in diesem Beispiel axial
beiderseits jeweils 0,1 mm beträgt.
Der Stützring 3 umgreift den Nabenring 1 in seinem
radial äußeren Bereich, wobei die Stirnseiten 6, 7 des
Nabenring 1 jeweils eine Ringnut 8, 9 aufweisen, in die
jeweils ein wulstförmiger Vorsprung 10, 11 des Stütz
rings 3 formschlüssig eingreift.
Der Nabenring 1 weist entlang seiner axialen Erstrec
kung eine mittig angeordnete Nut 12 mit glockenkur
venförmigem Profil auf, die von polymerem Werkstoff
des Stützrings 3 vollständig ausgefüllt ist. Die radiale
Tiefe 13 der Nut 12 entspricht dem radialen Abstand 14
der Ringnuten 8, 9 vom Außenumfang 2 des Nabenrings
1.
Die Stützscheibe ist auf einer ihrer Stirnseiten 6 mit
einem Signalgeber 15 versehen, der durch eine Licht
reflektierende Folie zur Erfassung der Drehzahl der
Stützscheibe gebildet ist. Die Folie ist oberflächenbün
dig in die Stirnseite 6 des Nabenring 1 eingeklebt.
Die die Bohrung des Nabenrings 1 begrenzende
Wandung ist durch ein Bearbeitungsverfahren, bei
spielsweise Rollieren, verfestigt, um ein sicheres An
pressen auf einen Kugellagerzapfen zu gewährleisten.
Dadurch ist ein ausgezeichneter Rund- und Planlauf si
chergestellt.
In Fig. 2 ist eine Ansicht der erfindungsgemäßen
Stützscheibe aus Fig. 1 gezeigt. Neben den gleichmäßig
über den Umfang verteilten Signalgebern 15 sind die
Kühlrippen 76 vorgesehen, die schaufelradförmig aus
gebildet sind und sich im wesentlichen in radialer Rich
tung erstrecken. Die Kühlrippen 16 werden beim Auf
pressen des Stützrings 3 auf den Nabenring 1 in einem
Arbeitsgang mit eingeformt. Hierbei ist von Vorteil, daß
eine Kühlnut in der außenumfangsseitigen Oberfläche
des Stützrings 3 entbehrlich ist.
Durch die in den Überständen 5 angeordneten Kühl
rippen 16 werden die Standzeiten der erfindungsgemä
ße Stützscheibe wesentlich verlängert, da der polymere
Werkstoff des Stützrings 3 nur vergleichsweise gerin
gen thermischen Belastungen ausgesetzt ist.
Claims (6)
1. Stützscheibe für einen Rotor einer Offenend
spinnmaschine, umfassend einen Nabenring aus
metallischem Werkstoff und einen auf dessen Au
ßenumfang festgelegten Stützring aus polymerem
Werkstoff, wobei der Außenumfang des Naben
rings und der Innenumfang des Stützrings form
schlüssig miteinander verbunden sind, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Stützring (3) den Nabenring
(1) in axialer Richtung beiderseits mit einem gleich
großen Überstand (5) überragt, daß zumindest ei
ner der Überstände (5) sich im wesentlichen in ra
dialer Richtung erstreckende Kühlrippen (16) auf
weist und daß die Kühlrippen (16) eine maximale
axiale Tiefe aufweisen, die der Größe des Über
stands (5) in gleicher Richtung entspricht.
2. Stützscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Verhältnis aus der Summe beider
axialer Überstände (5) und der axialen Breite des
Außenumfangs (2) 0,01 bis 1 beträgt.
3. Stützscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Nabenring (1) in
axialer Richtung beiderseits Stirnseiten (6, 7) mit in
Umfangsrichtung umlaufenden, in sich geschlosse
nen Ringnuten (8, 9) aufweist und daß die Ringnu
ten (8, 9) mit kongruent gestalteten Vorsprüngen
(10, 11) des Stützrings (3) in Eingriff bringbar sind.
4. Stützscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (3) ein
radial nach innen offenes, im wesentlichen U-förmi
ges Profil aufweist, das den Außenumfang (2) des
Nabenrings (1) klammerartig und vollständig um
schließt.
5. Stützscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Nabenring (1) auf
zumindest einer seiner Stirnseiten (6, 7) mit einem
Signalgeber (15) verbunden ist und daß der Signal
geber (15) durch eine Licht reflektierende, mit dem
Nabenring (1) adhäsiv verbundene Folie gebildet
ist.
6. Stützscheibe nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Folie oberflächenbündig mit der
Stirnseite (6, 7) des Nabenrings (1) abschließt.
Priority Applications (6)
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| DE19511000A DE19511000C2 (de) | 1995-03-25 | 1995-03-25 | Stützscheibe |
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ID=26013741
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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