DE19510431C1 - Schnurloser Raffvorhang - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E06—DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
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- E06B9/24—Screens or other constructions affording protection against light, especially against sunshine; Similar screens for privacy or appearance; Slat blinds
- E06B9/26—Lamellar or like blinds, e.g. venetian blinds
- E06B9/262—Lamellar or like blinds, e.g. venetian blinds with flexibly-interconnected horizontal or vertical strips; Concertina blinds, i.e. upwardly folding flexible screens
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen schnurlosen
Raffvorhang mit mehreren quer zur Raffrichtung verlaufenden
Führungsstäben, an denen die Vorhangbahn befestigt ist und
deren Enden Gleitelemente tragen, die in parallel zur Raff
richtung verlaufenden Schienen mit C-Profil gleiten, wobei
mindestens in einem Führungsstab zwei Blockierstangen axial
fluchtend angeordnet sind, die durch ein an diesem Führungs
stab befestigtes Betätigungsorgan gegensinnig zwischen einer
Blockierstellung, in der ihr äußeres Ende in die jeweilige
Schiene kraftschlüssig eingreift, und einer Freigabestellung
verschiebbar sind, in der dieser Kraftschluß nicht vorliegt.
Schnurlose Raffvorhänge werden zunehmend eingesetzt,
insbesondere zur Beschattung von Wintergärten. Während ein
Raffvorhang mit Zugschnüren nur nach oben gezogen werden
kann, so daß schließlich die ganze Bahn am oberen Fenster
rand gefaltet vorliegt, läßt sich ein schnurloser Raffvor
hang an einer beliebigen Stelle des Fensters, z. B. auch ganz
unten, zusammenraffen, wenn die quer zur Raffrichtung ver
laufenden Führungsstäbe, an denen die Vorhangbahn befestigt
ist, mit Mitteln versehen sind, in einer beliebigen Höhenla
ge zwischen den seitlichen Führungsschienen festgelegt zu
werden.
Meist erfolgt die Festlegung der Führungsstäbe in der
Gleitschiene durch eine gezielte Erhöhung der Reibung zwi
schen beiden. So werden etwa gemäß der Druckschrift DE
41 33 985 C1 die Enden des C-förmigen Profils der Führungsschienen
zwischen einem Kopf der Führungsstange und einer mit einer
Feder angedrückten Ringscheibe eingespannt, so daß die zum
Halten des Vorhangs in einer beliebigen Stellung benötigten
Kräfte erzeugt werden. Will man das Raffrollo verschieben,
dann muß man eine Kraft aufbringen, die die erwähnten Rei
bungskräfte überwindet. Der Nachteil dieser Lösung besteht
darin, daß die erforderliche Reibungskraft von dem Gewicht
des Raffvorhangs abhängt, so daß die Feder eigentlich dem
entsprechend optimiert werden müßte, um die für die Ver
schiebung des Vorhangs erforderlichen Kräfte und damit auch
den Abrieb am Profil der Führungsschiene in Grenzen zu hal
ten.
Aus der Druckschrift US 5 111 866 sind sowohl Raf
frollos mit durch Federkraft fest eingestellter Reibung zwi
schen den Köpfen der Führungsstäbe und dem Profil der Füh
rungsschienen bekannt, als auch Führungsschienen mit einer
Hebelmechanik, die in einer Stellung die zum Halten des Vor
hangs erforderliche Reibung bereitstellt (Blockierstellung)
und in einer anderen Stellung diese Reibung verringert
(Freigabestellung), so daß sich der Vorhang leichter ver
schieben läßt. Auch im zuletzt genannten Fall hängt jedoch
die erzielte Reibungskraft von der Federkonstanten ab, so
daß eigentlich die Feder abhängig vom Gewicht des Vorhangs
optimiert werden müßte. Ein anderer Nachteil dieser Lösung
besteht darin, daß auch in der Freigabestellung die Feder
einen nicht vernachlässigbaren Druck auf das die Reibung
definierende Element ausübt, so daß eine Abnutzung des Reib
glieds oder der Führungsschiene bei häufiger Benutzung zu
befürchten ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen schnurlosen Raff
vorhang der eingangs genannten und aus der zuletzt erwähnten
Druckschrift bekannten Art so zu verbessern, daß während der
freien Verschiebung des Vorhangs möglichst gar kein Abrieb
mehr entsteht und daß der Blockiermechanismus für jedes Vor
hanggewicht ohne Änderung optimal eingesetzt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patent
anspruchs 1 gelöst. Man erkennt daraus, daß in der Freigabe
stellung die Gleitelemente ohne nennenswerte Reibung, d. h.
von einer Feder unbelastet in den Führungsschienen gleiten,
während in der Blockierstellung die Blockierstangen von der
Feder gegen den Grund des Profils der Führungsschienen ge
preßt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform, deren Merk
male im Anspruch 2 definiert sind, ist dieser Grund mit Er
höhungen und Vertiefungen versehen, so daß die Blockierstan
gen in der Blockierstellung ohne weiteres in die jeweils
nächste Vertiefung einrasten. Reibungskräfte spielen dann
bei der Blockierung gar keine Rolle mehr, so daß die Mecha
nik bei schweren und leichten Vorhängen gleich gut arbeitet.
Die Erfindung wird nun anhand eines bevorzugten Aus
führungsbeispiels mit Hilfe der beiliegenden Zeichnung näher
erläutert, die schematisch ein bevorzugtes Ausführungsbei
spiel eines Betätigungsorgans für den erfindungsgemäßen
Raffvorhang zeigt.
In der einzigen Figur ist ein einziger Führungsstab 1
zu sehen, bei dem es sich beispielsweise um den obersten
oder untersten Führungsstab des Vorhangs handelt. Dieser
Stab besteht beispielsweise, wie aus der erstgenannten
Druckschrift bekannt, aus einem Aluminiumprofil mit U-förmi
gem Querschnitt, dessen zentraler Profilbereich außen, d. h.
vor der Zeichenebene, mit einer Pilzstruktur im Sinn eines
Klettverschlusses zur Befestigung der Vorhangbahn versehen
ist. Andere Führungsstäbe zwischen den beiden endseitigen
Führungsstäben des Vorhangs sind genauso ausgerüstet, erfor
dern jedoch nicht die nachfolgend beschriebene Mechanik zur
Fixierung des Raffvorhangs.
Bei dem in der Figur dargestellten Führungsstab 1
handelt es sich beispielsweise um den obersten Führungsstab
des Vorhangs. Jeder Führungsstab besitzt an jedem Ende ein
Gleitelement 3, das in einer Endkappe 4 des Stabes frei
gleiten kann, wobei es jedoch durch eine Schulter 5 gegen
Herausfallen geschützt ist. Der Führungsstab 1, der in den
beiden seitlichen Führungsschienen 2 mit C-Profil blockier
bar sein soll, besitzt eine Mechanik, die durch ein im mitt
leren Bereich des Führungsstabs montiertes Betätigungsorgan
6 zwischen einer Blockierstellung, in der der Stab fixiert
ist, und einer Freigabestellung umgeschaltet werden kann, in
der dieser Stab genauso frei hin- und herbewegt werden kann
wie die übrigen Führungsstäbe, die keine solche Mechanik
enthalten.
Zu dieser Mechanik gehören zwei zueinander fluchtende
Blockierstangen 7 und 8, die zentral im Innenraum des U-Pro
fils des Führungsstabs 1 verlaufen und mit einem Ende in je
einem Schieber 9 bzw. 10 kraftschlüssig stecken. Die beiden
Schieber sind in Achsrichtung des Führungsstabs gleitend auf
einer Grundplatte 18 des Betätigungsorgans 6 angeordnet und
werden von einer Spiralfeder 11 nach außen gedrückt, die
koaxial zu den Blockierstangen 7 und 8 zwischen diesen
liegt. Die Schieber besitzen je an ihrer Innenseite eine
Schulter 12 und 13, an der ein Ende je eines Hebels 14 und
15 anliegt. Jeder dieser beiden Hebel ist auf der Grundplat
te 18 um einen Gelenkpunkt 16 und 17 schwenkbar gelagert und
liegt mit seinem anderen Ende zu beiden Seiten an einer ova
len Nockenscheibe 20 an, die durch einen nicht sichtbaren
(da hinter der Grundplatte 18 liegenden) Betätigungsknopf um
eine feste Achse 19 auf der Grundplatte 18 um 90° gedreht
werden kann.
Die Blockierstangen 7 und 8 dringen frei durch axiale
Löcher der Gleitelemente 3 hindurch und liegen mit ihrem
äußeren Ende in der in der Figur dargestellten Blockierstel
lung am Grund des C-förmigen Profils der Führungsschiene 2
an. Die Beschreibung der Mechanik wird vervollständigt durch
eine Deckplatte, die auf der Grundplatte 18 aufliegt und in
der Figur nicht dargestellt ist, um die Mechanik zwischen
den beiden Platten sichtbar zu machen. Die Grundplatte 18
ist durch geeignete Klammern 21 und 22, die gestrichelt dar
gestellt sind, mit dem Führungsstab 1 fest verbunden.
Die Blockiermechanik arbeitet folgendermaßen:
In der dargestellten Lage drückt die Feder 11 die
beiden Blockierstangen 7 und 8 elastisch gegen den Grund der
Führungsschienen 2 und blockiert damit jede Bewegung des
Führungsstabs. Eine genaue Parallelität zwischen den beiden
Führungsschienen ist hierzu nicht erforderlich, da diesbe
zügliche Toleranzen durch die Feder 11 aufgefangen werden.
Wie bereits erwähnt, ist es günstig, wenn der Grund der Füh
rungsschiene abwechselnde Erhöhungen und Vertiefungen be
sitzt, so daß der Führungsstab praktisch in jeder Stellung
in die nächstliegende Vertiefung einrasten kann.
Wird nun der Betätigungsgriff gedreht, so daß die
große Achse der ovalen Nockenscheibe 20 in eine in der Figur
waagrechte Stellung gelangt, werden die beiden Schieber 9
und 10 entgegen der Kraft der Feder 11 einander angenähert,
und die Blockierstangen 7 und 8 ziehen sich mit ihren äuße
ren Enden ins Innere der Gleitelemente 3 zurück. In dieser
Stellung verhält sich also der Führungsstab mit der
Blockiermechanik genauso wie ein beliebiger anderer Füh
rungsstab ohne Mechanik und läßt sich praktisch reibungsfrei
in der Führungsschiene verschieben. Auch häufige Betätigung
des Vorhangs führt nicht zu einem nennenswerten Abrieb an
der Führungsschiene, wie dies bei bekannten Konstruktionen
der Fall war.
Aufgrund der in gewissen Grenzen (Schulter 5) axial
frei beweglichen Gleitelemente wird auch vermieden, daß bei
einem ungeschickten Betätigen des Vorhangs der Führungsstab
verkantet und sich verklemmt. Gegebenenfalls kann aber auch
das Verkanten dadurch in bekannter Weise verhindert werden,
daß auf der Grundplatte 18 ein zweiter Führungsstab parallel
zum ersten angeordnet wird und mit diesem eine Art steifes
Parallelogramm bildet. Dieser zweite Führungsstab kann auch
Blockierstangen besitzen, die von derselben Mechanik betä
tigt werden. Oft genügt aber auch ein ganz normaler Füh
rungsstab ohne Blockiermechanik.
Die Erfindung ist nicht in allen Einzelheiten auf das
dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann es er
wünscht sein, den Betätigungsgriff in der Ebene der Vorhang
bahn anzuordnen, um die Kraft beim Betätigen in dieser Ebene
wirksam werden zu lassen. Dazu braucht man lediglich die
beiden Hebel 14 und 15 und die Grundplatte 18, zum Beispiel
entlang einer durch die Gelenkpunkte 16 und 17 verlaufenden
Linie zu kröpfen. Die Erfindung ist auch nicht auf das U-
förmige Profil der Führungsstäbe begrenzt. Vielmehr können
die Blockierstangen 7 und 8 auch in einem geschlossenen Pro
fil mit rundem oder eckigem Querschnitt verlaufen. Dieses
Profil muß nur in der Mitte für den Durchtritt der beiden
Hebel 14 und 15 aufgeschlitzt sein.
Das Betätigungsorgan 6 steht oben über den oberen
Rand des Vorhangs bzw. unten über den unteren Rand des Vor
hangs leicht vor. Es kann, wie dargestellt, mittig auf dem
Führungsstab 1 oder auch in der Nähe einer der Gleitschienen
befestigt sein. Der Betätigungsgriff zum Drehen der Nocken
scheibe ist vorzugsweise so gestaltet, daß er wahlweise mit
der Hand oder mit einer Stange, vorzugsweise mit Teleskop-
Verlängerung, betätigt werden kann. Letzteres ist erforder
lich, wenn der Raffvorhang in nicht mehr vom Fußboden aus
erreichbare Höhen geschoben werden soll, z. B. in einem Win
tergarten in den Dachbereich.
Claims (3)
1. Schnurloser Raffvorhang mit mehreren quer zur Raffrich
tung verlaufenden Führungsstäben, an denen die Vorhangbahn
befestigt ist, und deren Enden Gleitelemente tragen, die in
parallel zur Raffrichtung verlaufenden Schienen mit C-Profil
gleiten, wobei mindestens in einem Führungsstab zwei Bloc
kierstangen axial fluchtend angeordnet sind, die durch ein
an diesem Führungsstab befestigtes Betätigungsorgan gegen
sinnig zwischen einer Blockierstellung, in der ihr äußeres
Ende in die jeweilige Schiene kraftschlüssig eingreift, und
einer Freigabestellung verschiebbar sind, in der dieser
Kraftschluß nicht vorliegt, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Druckfeder (11) im Bereich des Betätigungsorgans (6) zwi
schen den beiden Blockierstangen (7, 8) wirksam ist, daß das
Betätigungsorgan (6) Hebel (14, 15) betätigt, die gegen die
Kraft dieser Feder (11) die beiden Blockierstangen (7, 8) in
die Freigabestellung ziehen bzw. die Feder (11) diese Bloc
kierstangen (7, 8) in die Blockierstellung schieben lassen,
und daß die Blockierstangen (7, 8) durch Löcher in den
Gleitelementen (3) verlaufen und in der Blockierstellung aus
den Gleitelementen (3) vorstehen und auf den Grund des C-
Profils der Schienen (2) drücken, während sie in der Freiga
bestellung in den Gleitelementen (3) versenkt sind.
2. Raffvorhang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Grund des C-Profils der Schiene (2) regelmäßige Erhöhungen
und Vertiefungen aufweist, wobei die Blockierstangen
(7, 8) in der Blockierstellung in die jeweils nächste Ver
tiefung einrasten.
3. Raffvorhang nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Betätigungsorgan (6) mittig an dem Führungsstab
(1) befestigt ist.
Priority Applications (4)
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| DE4133985C1 (de) * | 1991-10-14 | 1992-10-08 | Doefix-Doehlemann Gmbh, 7315 Weilheim, De |
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