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DE19507594A1 - Verfahren zur Herstellung von Siliconharzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Siliconharzen

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DE19507594A1
DE19507594A1 DE1995107594 DE19507594A DE19507594A1 DE 19507594 A1 DE19507594 A1 DE 19507594A1 DE 1995107594 DE1995107594 DE 1995107594 DE 19507594 A DE19507594 A DE 19507594A DE 19507594 A1 DE19507594 A1 DE 19507594A1
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Description

Die Erfindung betrifft die Herstellung von Siliconharzen, insbeson­ dere von Methyl- oder Methyl-Phenyl-Siliconharzen, mit vermindertem Alkoxy- und/oder Restchlorid-Gehalten sowie einer definierten Reak­ tivität. Erfindungsgemäß wird, ausgehend von den lösemittelhaltigen Hydrolyse- und/oder Kondensationsprodukten eines oder mehrerer Or­ ganoalkoxysilane, während und/oder nach der Abtrennung von Lösemit­ tel durch eine quasi lösemittelfreie Siliconharzschmelze bei Tempe­ raturen oberhalb 130°C Wasser oder Wasserdampf geleitet wird. Die erhaltenen Harze finden vielfältig Anwendung, beispielsweise als Binde- oder Beschichtungsmittel.
Die Herstellung von Siliconharzen auf der Grundlage der Hydrolyse­ produkte von Organohalogen- und/oder Alkoxyorganosilanen durch thermische und/oder katalytische Kondensation in Gegenwart von mit Wasser nicht mischbaren, organischen Lösemitteln ist bekannt (z. B. DD 2 28 550). Als Katalysatoren kommen Säuren, Basen oder Metallver­ bindungen zum Einsatz. Bevorzugt ist die metallkatalysierte Konden­ sation, welche bei höheren Siloxankonzentrationen bei Rückflußtem­ peratur durchgeführt wird. Damit ist es möglich, sich bildendes Kondensationswasser sofort azeotrop zu entfernen und die Reaktion durch Verdünnung mit Lösemittel abzubrechen. Die Herstellung von Siliconharzen mit sehr geringem Alkoxy- und/oder Restchlorid-Gehal­ ten ist aufgrund der fehlenden Einheitlichkeit der hergestellten Siliconharze nach diesen Verfahren nur bedingt möglich.
Über die Beeinflussung der Reaktivität (Vernetzungsgeschwindigkeit nach Katalysatorzugabe) der Siliconharze ist nur wenig bekannt. Hauptsächlich werden Reaktivität und damit verbunden der Anteil an im Endprodukt enthaltenen, hydrolysierbaren, funktionelle Gruppen während der Siliconharzsynthese eingestellt (u. a. DE 41 32 697). Ein größerer Gehalt an Alkoxygruppen im Endprodukt führt beispiels­ weise zu reaktionsträgen Harzen, während durch gezielte Einstellung des OH-Gruppengehaltes die Verarbeitungsbedingungen am Siliconharz gesteuert werden können.
US 2 832 794 lehrt die Herstellung OH-reicher Siliconharze durch Anwendung niedriger Temperaturen sowie geringer Salzsäurekonzentra­ tionen während der Hydrolyse.
US 3 489 782 beschreibt ebenfalls OH-reiche Harze durch Einhaltung kurzer Verweilzeiten. Auch mittels Verfahren, die Lösevermittler, wie beispielsweise Aceton, verwenden, sind OH-reiche Produkte ge­ zielt herstellbar.
Je höher der difunktionelle Anteil in den Siliconharzen ist, desto elastischer aber auch reaktionsträger werden diese. Deshalb ist es oftmals notwendig, für spezielle Verarbeitungsbedingungen die Reak­ tivität durch eine Erhöhung des SiOH-Gehaltes zu verbessern.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es deshalb, Siliconharze, insbesondere Methyl- und/oder Methyl-Phenyl-Siliconharze, herzu­ stellen, welche neben niedrigen Alkoxy- und/oder Restchlorid-Gehal­ ten ein variabel einstellbares Reaktivitätsniveau sowie eine ver­ besserte Lagerstabilität aufweisen.
Erfindungsgemäß gelingt es, Siliconharze mit vermindertem Alkoxy­ und/oder Restchlorid-Gehalten sowie definierter Reaktivität her zu­ stellen, indem, ausgehend von den lösemittelhaltigen Hydrolyse­ und/oder Kondensationsprodukten eines oder mehrerer Organoalkoxy­ silane der allgemeinen Formel
Ra Si (OR)4-a (I),
wobei R unabhängig voneinander, substituierte und/oder unsubstitu­ iert, gesättigte Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 10 Kohlenstoff­ atomen darstellt sowie a Werte zwischen 1 und 3 annimmt, und/oder deren Teilhydrolysaten, während und/oder nach der Abtrennung von Lösemittel durch eine quasi lösemittelfreie Siliconharzschmelze bei Temperaturen oberhalb 130°C Wasser und/oder Wasserdampf geleitet wird.
Unter Siliconharzen werden siliciumorganische Verbindungen verstan­ den, die aus difunktionellen (D) und trifunktionellen (T) Einheiten aufgebaut sind, wobei der Anteil an T-Einheiten meist überwiegt.
Sie enthalten Si-C-Bindungen sowie herstellungsbedingt einen Anteil Si-OH- und Si-OR-Gruppen im Molekül. Dabei bestimmen Gehalt und Verhältnis der Si-OH- und Si-OR-Gruppen sowie der Kondensationsgrad die Reaktivität des Siliconharzes.
Als Organoalkoxysilane werden vorzugsweise Monoorganotrialkoxy­ und/oder Diorganodialkoxysilane und/oder deren Teilhydrolysate ein­ gesetzt, wobei als Organogruppen Methyl- und/oder Phenylgruppen sowie als Alkoxygruppen Methoxy- und/oder Ethoxygruppen besonders bevorzugt sind.
Die Temperaturen, bei welchen das vorzugsweise mindestens 30 minü­ tige Durchleiten von Wasser- und/oder Wasserdampf erfolgt, betragen üblicherweise 140 bis 160°C bei Normaldruck, bevorzugt wird ober­ halb der Siedetemperatur von Salzsäure im System gearbeitet. Die Zeit, während der Wasser und/oder Wasserdampf durchgeleitet wird, bestimmt sich aus der angestrebten Reaktivität und ist um so län­ ger, je höher die Reaktivität sein soll. Die Reaktivität kann mit­ tels Gelierzeitmessungen bestimmt werden, dabei steht eine kurze Gelierzeit für eine hohe Reaktivität. Besonders vorteilhaft ist das Durchleiten von Wasser- und/oder Wasserdampf bei erhöhtem Druck, beispielsweise oberhalb 2 bar, vorzugsweise zwischen 3 und 5 bar.
Das Durchleiten erfolgt entweder durch das nach der Hydrolyse der Organoalkoxysilane der allgemeinen Formel (I) und/oder deren Teil­ hydrolysate erhaltene oligomere Siliconharz oder durch das nach der Kondensation der oligomeren Silicone, üblicherweise in Gegenwart von Katalysatoren, erhaltene Siliconharz während und/oder nach Ab­ trennung des Lösemittels, bevorzugt durch die quasi lösemittelfreie Siliconharzschmelze nach Abtrennung des Lösemittels.
Es ist weiterhin möglich, so lange Wasser und/oder Wasserdampf durch das Harz hindurchzuleiten, bis ein fast vollständiger Aus­ tausch der Alkoxygruppen durch Hydroxylgruppen erfolgt ist und da­ mit der Alkoxygruppen-Gehalt gegen Null geht. Diese alkoxygruppen­ freien Siliconharze eigenen sich hervorragend für die Herstellung von Siliconharzemulsionen, da in der erhaltenen Emulsion keine stö­ rende Alkoholabspaltung stattfinden kann.
Bei dem erfindungsgemäßen Durchleiten von Wasser- und/oder Wasser­ dampf durch das Siliconharz wird das mittlere Molekulargewicht des Harzes nicht signifikant verändert.
Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Herstellung von Siliconharzen ist folgende:
In einer ersten Stufe (1) werden die durch Umsetzung von Organo­ chlorsilanen, bevorzugt Methyltrichlorsilan, ggf. im Gemisch mit bis zu 30 Mol-% Dimethyldichlorsilan, mit niederen aliphatischen, ggf. bis zu 20 Gew.-% Wasser enthaltenden Alkoholen, bevorzugt Me­ thanol oder Ethanol, erhaltenen Organoalkoxysilane der allgemeinen Formel (I) und/oder deren Teilhydrolysate, mit Wasser umgesetzt, wobei vor oder nach der Hydrolyse organische, mit Wasser nicht mischbare Lösemittel, wie Toluol oder Xylol, zugesetzt werden und sich zwei Phasen bilden. Dann werden, nach Abtrennung der wäßrigen Phase, in einer zweiten Stufe (2) das in der organischen Phase vor­ liegende, oligomere Siliconharz, ggf. nach Abtrennung eines Teiles des Lösemittels, in Gegenwart von Katalysatoren bis zum Erreichen eines vorbestimmten Schmelzpunktes oder einer vorbestimmten Visko­ sität kondensiert. Als Katalysatoren dafür werden üblicherweise die im System befindliche Salzsäure, Eisen(III)-chlorid, Metall-Napht­ hanate und/oder -octoate verwendet.
Das Durchleiten von Wasser und/oder Wasserdampf durch das Silicon­ harz erfolgt dabei entweder nach der Stufe (1) oder nach der Stufe (2) während und/oder nach der Abtrennung des Lösemittels bei Tem­ peraturen oberhalb 130°C. Nach dem Durchleiten von Wasser und/oder Wasserdampf ist es sowohl möglich, das Siliconharz in Lösemittel zu lösen und in Gegenwart bekannter Katalysatoren weiter zu kondensie­ ren als auch es sofort zu verwenden, beispielsweise als Lösung in jedem dafür bekannten Lösemittel, wie Toloul, Xylol, Benzinen u. a., oder als Festharz, beispielsweise in Form von Schuppen. Bevor­ zugt ist das Durchleiten von Wasser und/oder Wasserdampf durch eine quasi lösemittelfreie Siliconharzschmelze. Die Reaktivität des Si­ liconharzes wird mittels Gelierzeitmessung ermittelt.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren gelingt es, die am Silicium gebundenen Alkoxygruppen (Si-OR) ganz oder teilweise durch Hydrox­ yl-Gruppen (Si-OH) zu ersetzen und damit die Reaktivität der Sili­ conharze entscheidend zu beeinflussen. Weiterhin wird der Rest­ chlorid-Gehalt des Siliconharzes vermindert. Dadurch ist es mög­ lich, die Siliconharze bestimmten Anwendungsgebieten, wie bei­ spielsweise der Herstellung von Glimmerisolierstoffen oder von Emulsionen, anzupassen und gleichzeitig das mittlere Molekularge­ wicht und damit die Viskosität, neben einer ausgezeichneten Lager­ stabilität, auch hochkonzentrierter Lösungen, unverändert beizube­ halten.
Ausführungsbeispiele
Alle hergestellten Siliconharze waren bei Raumtemperatur mehr als 6 Monate lagerstabil.
Ermittlung der Analysenwerte:
OHsi: FT-IR-Spektroskopie
Methoxy: FT-IR-Spektroskopie
Ethoxy: Reaktions-Gaschromatografie
Molgewicht: Gelpermeations-Chromatografie
Gelierzeit: Zeit, die eine 55-%ige Siliconharzlösung in Toluol nach Zugabe von 1,2 Gew.-% Katalysator (Lösung von Aluminiumacetylacetonat in Ethanol/Toluol) bei 150°C benötigt, um völlig zu gelieren.
Restchlorid: Röntgen-Fluoreszenz.
Beispiel 1
111,5 kg Monomethyltrichlorsilan und 13,2 kg Dimethyldichlorsilan wurden mit einem Gemisch aus 78,1 kg Methanol und 8,7 kg Wasser umgesetzt. Das erhaltene, teilhydrolysierte Methylmethoxysilan-Ge­ misch wurde mit 45,8 kg Wasser in Gegenwart von 107 kg Toluol innig vermischt. Erhalten wurden eine organische Phase mit 35 Gew-% Silo­ xan und eine wäßrige Phase mit ca. 10 Gew.-% Salzsäure. Die organi­ sche Lösung wurde in einer Kolonne auf ca. 80 Gew.-% Siloxan kon­ zentriert.
Ein Teil des Konzentrates wurde sofort in Gegenwart eines Eisen- (III)-chlorid-Katalysators bei Rückflußtemperatur kondensiert. Nach Kondensationsabbruch (verdünnen mit Toloul auf ca. 60 Gew.-% Silo­ xan) erfolgte das Durchleiten von 550 g Wasser in Form von Wasser­ dampf bei ca. 140°C über eine halbe Stunde. Erhalten wurde das Siliconharz (A).
Durch den zweiten Teil des Konzentrates wurde sofort analog (A) Wasserdampf geleitet [(Siliconharz (B)] und anschließend nach Rück­ verdünnung auf ca. 80 Gew.-% Siloxan mit Eisen(III)chlorid-Kataly­ sator kondensiert.
Tabelle 1 enthält die Ergebnisse.
Tabelle 1
Beispiel 2
127 kg Monomethyltrichlorsilan wurden mit einem Gemisch aus 81,6 kg Methanol und 4,3 kg Wasser umgesetzt. Das erhaltene, teilhydro­ lysierte Methylmethoxysilan-Gemisch wurde nach Lösung in 228 kg Toluol mit 61,8 kg Wasser in einem Kreislauf innig vermischt. Er­ halten wurde eine Organische Phase mit 20 Gew-% Siloxan, und eine wäßrige Phase mit ca. 20 Gew.-% Salzsäure. Die organische Lösung wurde in einer Kolonne auf ca. 80 Gew.-% Siloxan konzentriert.
Durch das Konzentrat wurden 2 kg Wasser/h in Form von Wasserdampf bei ca. 145°C geleitet. Es wurden nach 30 und 120 min. Proben ge­ nommen und analysiert.
Tabelle 2 enthält die Ergebnisse.
Tabelle 2
Beispiel 3
Es wurde eine konzentrierte Siliconharzlösung eingesetzt, welche entsprechend Beispiel 1-(B), jedoch unter Verwendung von 112 kg Ethanol als Alkohol, hergestellt wurde. 1220 g dieser Harzlösung mit 80 Gew.-% Siloxan und 12 Gew.-% difunktionellen Einheiten wur­ den durch Abdestillieren des Toluols auf ca. 100% Siloxan konzen­ triert und anschließend 200 ml Wasser während 50 Minuten bei einer Temperatur von 145°C durchgeleitet. Überschüssiges Wasser wurde mit Stickstoff entfernt und das Harz 60-%ig in Toluol gelöst.
Tabelle 3 enthält Angaben des Siliconharzes vor und nach dem Durch­ leiten von Wasser.
Tabelle 3
Beispiel 4
1270 kg, analog Beispiel 1-(A), hergestellte, kondensierte, toluo­ lische Siliconharzlösung mit 55 Gew.-% Siloxan, wurden bis zu einer Sumpftemperatur von 150°C, das entspricht einer Siloxankonzentra­ tion von ca. 95 Gew.-%, konzentriert, wobei ab 140°C mit der Zu­ gabe von Wasser begonnen wurde. Nach Erreichen einer Sumpftempera­ tur von 150°C wurden innerhalb von 30 Minuten 40 l Wasser durch die Harzschmelze geleitet. Die Sumpftemperatur sank auf 135°C ab. Das restliche Wasser wurde durch Stickstoff (1000 l/h) ausgeblasen, das Harz mit Toluol auf 55 Gew.-% Siloxan zurückverdünnt.
Tabelle 4 enthält Angaben der Harzlösung vor und nach dem Durchlei­ ten von Wasser.
Tabelle 4
Beispiel 5
Von 1165 kg 80%iger Siliconharzlösung (konzentriert, analog Bei­ spiel 1-(B) hergestellt) wurde das Toloul abgetrieben, wobei ab einer Sumpftemperatur von 140°C bis zum Erreichen einer quasi lö­ semittelfreien Harzlösung innerhalb von 2 Stunden 35 l Wasser zu­ gegeben wurden.
Tabelle 5 enthält Angaben der Harzlösung vor und nach dem Durchlei­ ten von Wasser.
Tabelle 5
Beispiel 6
975 Rg 77-%ige Siliconharzlösung (konzentriert, analog Beispiel 1-(B) hergestellt) wurden auf 100% Siloxan konzentriert, wobei ab 140 C in einem Zeitraum von 75 Minuten 15 l Wasser durch den Sumpf der hochviskosen Harzschmelze geleitet wurden.
Tabelle 6 enthält Angaben der Harzlösung vor und nach dem Durchlei­ ten von Wasser.
Tabelle 6
Beispiel 7
1 kg 80-%ige Siliconharzlösung (konzentriert, analog Beispiel 2 hergestellt) wurden auf 100% Siloxan konzentriert, wobei ab 145°C 100 ml/h Wasser durch den Sumpf der hochviskosen Harzschmelze gelei­ tet wurden.
Tabelle 7 enthält die Ergebnisse.
Tabelle 7

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung von Siliconharzen mit vermindertem Al­ koxy- und/oder Restchlorid-Gehalten sowie definierter Reaktivität, dadurch gekennzeichnet, daß, ausgehend von den lösemittelhaltigen Hydrolyse- und/oder Kondensationsprodukten eines oder mehrerer Or­ ganoalkoxysilane der allgemeinen Formel Ra Si (OR)4-a (I),wobei R unabhängig voneinander, substituierte und/oder unsubstitu­ iert, gesättigte Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 10 Kohlenstoff­ atomen darstellt sowie a Werte zwischen 1 und 3 annimmt, und/oder deren Teilhydrolysaten, während und/oder nach der Abtrennung von Lösemittel durch eine quasi lösemittelfreie Siliconharzschmelze bei Temperaturen oberhalb 130°C Wasser und/oder Wasserdampf geleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Orga­ noalkoxysilane Monoorganotrialkoxy- und/oder Diorganodialkoxysilane und/oder deren Teilhydrolysate eingesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Organogruppen Methyl- und/oder Phenylgruppen enthalten sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkoxygruppen Methoxy- und/oder Ethoxygruppen enthalten sind.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tem­ peratur beim Durchleiten von Wasser- und/oder Wasserdampf 140 bis 150°C beträgt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Durchleiten von Wasser und/oder Wasserdampf durch das nach der Hy­ drolyse der Organoalkoxysilane der allgemeinen Formel (I) und/oder deren Teilhydrolysate erhaltene oligomere Siliconharz während und/ oder nach Abtrennung des Lösemittels erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Durchleiten von Wasser und/oder Wasserdampf durch das nach der Kon­ densation der Hydrolseprodukte der Organoalkoxysilane der allgemei­ nen Formel (I) und/oder deren Teilhydrolysate erhaltene Siliconharz während und/oder nach Abtrennung des Lösemittels erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Durchleiten von Wasser durch die quasi lösemittelfreie Silicon­ harzschmelze nach Abtrennung des Lösemittels erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß minde­ stens während 30 Minuten Wasser und/oder Wasserdampf durchgeleitet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Al­ koxygruppen ganz oder teilweise durch Hydroxylgruppen ersetzt wer­ den.
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