DE19506685A1 - Elektrischer Strahlungsheizkörper und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Elektrischer Strahlungsheizkörper und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Strahlungsheizkör
per mit einem Isolierkörper und wenigstens einem an dessen
Oberfläche durch Einbetten festgelegten Heizleiter in Form
eines aufrechtstehenden Bandes, das mit seinem über der
Oberfläche liegenden Breitenabschnitt einen im wesentlichen
ununterbrochenen Heizbereich mit einer Wellung und mit seinem
im Isolierkörper eingebetteten Breitenabschnitt einen zumin
dest teilweise durchbrochenen Einbettungsbereich mit einzel
nen Fußabschnitten bildet.
Aus dem DE-93 13 219 U ist ein derartiger Strahlungsheizkör
per bekannt. Die sehr dünne Bandausbildung und ihre relativ
schwache Ankopplung an den Isolierkörper ermöglicht es, trotz
Oberflächentemperaturen in einem für die Lebensdauer des
Bandes zulässigen Bereich den Heizkörper sehr schnell aufglü
hend zu gestalten (Größenordnung 3 Sekunden).
Bei dem Gebrauchsmuster sind die Fußabschnitte in Form von
z. B. trapezförmigen Vorsprüngen vorgesehen, die abhängig von
ihrer Länge mehr oder weniger heizungsaktiv sind. Je geringer
ihre Abmessungen in Bandlängsrichtung im Vergleich zu ihrer
Höhe oder der Höhe des Heizbereichs sind, umso geringer wird
der in ihnen erzeugte Wärmeanteil.
Um diesen Anteil geringzuhalten, sind in dem Gebrauchsmuster
Lochungen oder auch T-förmige Einschnitte vorgeschlagen
worden, die die Heizungsaktivität der Fußabschnitte verrin
gern.
Die Einbettung erfolgt bei dem Gebrauchsmuster bevorzugt
durch Eindrücken der Fußabschnitte in einen aus mikroporösem
Isoliermaterial bestehenden Formkörper. Dazu ist es vorteil
haft, die Fußabschnitte entsprechend der Wellung gekrümmt zu
gestalten, um ihnen für das Eindrücken eine größere Steifheit
zu verleihen. Sie haben dann die Form eines Spatens mit ge
krümmter Schaufel.
Es ist jedoch auch möglich, das Heizleiterband dadurch einzu
betten, daß der Isoliermaterialkörper um die Fußabschnitte
herum verdichtet wird. Auch in diesem Fall wirkt die Spaten
form vorteilhaft versteifend, indem sie den Widerstand gegen
Umfallen des Bandes vergrößert und die Haltekraft in seitli
cher und Längsrichtung steigert.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen elektrischen Strahlungs
heizkörper zu schaffen, der den geschilderten Stand der
Technik weiter verbessert und insbesondere die Festlegung des
Heizleiterbandes im Isolierkörper bei geringer Heizungsak
tivität der Fußabschnitte verbessert.
Diese Aufgabe wird durch den Anspruch 1 gelöst.
Dadurch, daß die Fußabschnitte in ihrer Form und Ausrichtung
von der Wellung des Heizbereiches abweichen, werden folgende
Vorteile erreicht: Wenn die Fußabschnitte parallel zum Band
und zur Verbesserung ihrer Verankerung sehr eng gesetzt
werden, bilden sie in dem Isolierkörper eine durchgehende
Rinne. Da im Heizkörper die einzelnen Heizleiter mit relativ
geringem Abstand parallel zueinander geführt sind, ist dann
der Zwischenbereich zwischen zwei Heizleitern "freigestochen"
und neigt dazu, herauszubröckeln. Wenn dagegen die Fußab
schnitte eine andere Ausrichtung haben, entfällt dieser
weitgehend durchgehende Ausstich.
Die Fußabschnitte können im wesentlichen eben sein. Sie
weichen dann von sich aus von der Wellungsform des Heizbe
reiches ab. Sie können aber auch gegenüber dem Heizbereich
bewußt verdreht werden.
Vorteilhaft können die Fußabschnitte mit dem Heizbereich
durch Verbindungsabschnitte verbunden sein, deren Abmessungen
längs dem Band wesentlich geringer sind als die Abmessungen
der Fußabschnitte in dieser Richtung. Die Verbindungsab
schnitte können Einschnitte sein, die entweder durch eine
relativ breite Ausstanzung oder durch sehr schmale Ein
schnitte vom Heizbereich getrennt sind.
Im ersten Fall ist die Festlegung durch Übergreifen des
Isoliermaterials über die Fußabschnitte besonders gut,
während im letzteren Falle Gesamthöhe und Bandmaterial
gespart wird. Durch die Abweichung der Fußabschnitte von der
Wellung des Heizbereiches wird auch vermieden, daß bei
relativ schmalen Einschnitten eine Kontaktierung außerhalb
der Verbindungsabschnitte zwischen Heizbereich und Fußab
schnitt geschieht, was die Heizungsaktivität der Fußabschnit
te wiederum erhöhen würde. Diese ist unerwünscht, weil sie
eine Leistungsverbinderung in diesen Abschnitten verursacht
und die Aufglühzeit verlängern kann.
Die Erfindung schlägt ferner ein Verfahren zur Herstellung
des Heizleiters für den vorerwähnten elektrischen Strah
lungsheizkörper vor. Danach können an einem Band aus Heiz
leitermaterial durch Einschnitte und/oder Ausstanzungen
Fußabschnitte abgeteilt werden und danach das Band im Heiz
leiterbereich gewellt werden. Dadurch, daß die Fußabschnitte
nicht mitgewellt werden, bleiben sie im wesentlichen eben in
der Ausrichtung stehen, die ihr Verbindungsabschnitt zum
Heizleiterband einnimmt. Sie stehen, wenn keine Synchronisa
tion zwischen Wellung und Fußabschnittsabstand erfolgt,
relativ unregelmäßig im wesentlichen tangential vom Band ab,
so daß sie sich ideal im Isoliermaterial festlegen.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen
auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei
die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu
mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausfüh
rungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht
sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführun
gen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. In den
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Detailansicht eines
elektrischen Strahlungsheizkörpers,
Fig. 2 und 3 stark vergrößerte Detailansichten eines
eingebetteten Heizleiters und
Fig. 4 die Draufsicht auf einen Heizleiter vor seiner
Einbettung.
Fig. 1 zeigt einen Strahlungsheizkörper, der zur Anbringung
unterhalb einer Kochfläche, beispielsweise einer Glaskeramik
platte, vorgesehen ist. Er weist eine Blech-Trägerschale 9
auf, die eine flache Schüsselform hat. In ihr liegt eine
Isolation 3, die aus einem im wesentlichen flachen scheiben
förmigen Isolierkörper 4 und einem auf ihn aufgelegten, außen
umlaufenden Isolierrand 8 besteht. Der Isolierkörper 4
besteht beispielsweise aus einer Tablette aus gepreßtem,
ehemals schüttfähigem Isoliermaterial, beispielsweise aus
pyrogenem Silicium-Dioxyd, das bei großer Temperaturbestän
digkeit beste thermische Isoliereigenschaften hat. Durch
Einlagerung von Mineralfasern, Bindemitteln und anderen, ggf.
die Abstrahlungseigenschaften beeinflussenden Bestandteilen,
kann das Isoliermaterial an die jeweiligen Bedingungen
angepaßt werden.
Auf der Oberfläche 7 des Isolierkörpers 4 verlaufen Heiz
leiter 10, die in Form aufrecht stehender gewellter Bänder
aus üblichem elektrischem Widerstandsmaterial hergestellt
sind. Diese Bänder sind sehr dünn. Ihre Dicke beträgt zwi
schen 0,02 mm und 0,1 mm, vorzugsweise zwischen 0,03 und
0,08 mm.
Die Widerstandswerte und das Verhältnis zwischen Heizleiter
masse und Oberfläche sind so ausgelegt, daß ein schnell
aufglühender Heizkörper entsteht, der bereits nach wenigen,
beispielsweise 3 Sekunden Glühtemperatur erreicht. Dennoch
ist durch die guten Abstrahlungsbedingungen des im Vergleich
zu seiner Dicke relativ breiten Bandes dafür gesorgt, daß die
Oberflächentemperaturen im stationären Zustand keine Grenze
überschreiten, die die Lebensdauer herabsetzen würde.
Ein Temperaturbegrenzer 58 ragt mit seinem Temperaturfühler
61 mit Abstand über die Oberfläche 7 des Isolierkörpers 4
hinweg, der gleichmäßig mit den Heizleitern 10 in spiraligen
oder schleifenförmigen Bahnen belegt ist (nur teilweise
dargestellt).
Die Heizleiter 10 sind, wie die Fig. 2 und 3 zeigen,
teilweise in den Isolierkörper 4 eingebettet, und zwar mit
Fußabschnitten 11, die deutlich gegenüber dem als durchgehen
des gewelltes Band ausgebildeten Heizbereich 15 abgegrenzt
sind.
Die Heizleiter werden über Anschlüsse 16, die durch den
Isolierrand 8 ragen, an den Temperaturbegrenzer 58 ange
schlossen, der gleichzeitig als Anschlußstück dient.
Die Wellung, die recht intensiv und mit geringer Teilung
vorgenommen werden kann, kann Wellungsfaktoren (Verhältnis
gestreckte Länge zur Länge des gewellten Bandes) bis zu 4
erreichen.
Die Fußabschnitte 11 können, wie aus den Fig. 2 und 3 zu
erkennen ist, die unterschiedlichsten Formen haben, dreieckig
mit nach unten gerichteter Pfeilform, halbkreisförmig,
trapezförmig, kreisförmig, dreieckig mit unten längerer
Seite, rechteckig oder dgl . . Sie sind von dem Heizbereich 15
durch Einschnitte 12 getrennt, die in Fig. 2 relativ schmal
sind, während sie in Fig. 3 relativ breit sind. Die schmale
ren Einschnitte können durch Einschneiden und die breiteren
durch Ausstanzen gebildet sein.
Gemeinsam ist in den beiden Ausführungsformen, daß die
Fußabschnitte 11 mit dem Heizbereich 15 durch Verbindungsab
schnitte 13 verbunden sind, die beim Ausführungsbeispiel
jeweils in der Mitte der Fußabschnitte die von beiden Seiten
her vorgenommene Einschnitte 12 unterbrechen und in Fig. 3
als mittlere Stege ausgebildet sind. Sie könnten jedoch auch
einseitig angeordnet sein, wodurch sich unter bestimmten
Voraussetzungen die im folgenden noch beschriebene Haltewir
kung weiter verbessern läßt.
Die Fußabschnitte sind, wie aus Fig. 4 zu erkennen ist, im
wesentlichen eben, d. h. sie folgen in ihrem Profil nicht der
Wellung des Bandes oder sind weniger oder stärker gekrümmt
als dieses. Sie haben also, wie in Fig. 4 von oben auf das
Band gesehen, eine andere Gestalt als die dort als gleichmä
ßige Wellung erscheinende Gestalt des Bandes. Sie könnten
auch die gleiche Wellform haben wie der Heizbereich 15,
jedoch anders ausgerichtet sein als dieser. Ermöglicht wird
dies durch die relativ schmalen Verbindungsabschnitte 13, die
die Wellung im Fußabschnitt nicht wirksam werden lassen, wenn
das Band so gewellt wird, daß z. B. nur der Heizbereich 15
durch die Wellungswerkzeuge, beispielsweise zwei zusammen
wirkende Zahnräder, hindurchläuft, während die Fußabschnitte
dabei unbeeinflußt bleiben. Dabei entsteht die Ausrichtung,
wie sie in Fig. 4 bei den beiden links gezeigten Fußabschnit
ten auftritt, d. h. die Fußabschnitte verlaufen im wesentli
chen tangential zum Band. Die beiden mittleren Abschnitte
sind gegenüber der Banderstreckung abgelenkt, was durch
verschiedene Einflüsse vorgenommen werden kann. Sie sind
jedoch eben, während die ganz rechte, bereits erwähnte
Fußabschnitt-Ausbildung 11 zwar in der Krümmung dem Band
entspricht, jedoch anders abgelenkt ist.
Im eingebetteten Zustand ergeben sich folgende Vorteile: Die
Fußabschnitte sind thermisch und elektrisch nur über den
schmalen Verbindungsabschnitt 13 mit dem Heizbereich 15
verbunden. Dadurch ist der Fußabschnitt praktisch nicht
stromdurchflossen und heizungspassiv. Er wird also originär
nicht erwärmt.
Auch durch Leitungswärme kommt wenig durch den Verbindungsab
schnitt 13 hindurch. Die sich damit ergebende thermische
Passivität der Fußabschnitte 11 erlaubt es, sie fast beliebig
groß zu machen und in idealer Weise den Einbettungsverhält
nissen anzupassen, ohne daß dies auf die Heizungseigenschaf
ten einen Einfluß hat. Die Tatsache, daß die Fußabschnitte
anders geformt oder ausgerichtet sind als der parallel dazu
verlaufende Heizbereich 15 hat ebenfalls mehrere Effekte: Im
Bereich der Einschnitte 12 können die Fußabschnitte 11
zumindest teilweise von der Einbettmasse überdeckt sein und
somit direkte Anker im Isoliermaterial bilden, während bei
gleicher Ausrichtung gegenüber dem Heizbereich kaum Material
in die Einschnitte hereindringen könnte, um eine Verankerung
vorzunehmen. Durch die aus Fig. 4 zu erkennende, völlig
unregelmäßige und willkürliche Anordnung und Ausrichtung der
Fußabschnitte wird vermieden, daß durch eng stehende Fußab
schnitte sich eine Isolation durchschneidende Rille bildet,
die zum Ausbröckeln zwischen zwei benachbarten Heizleiterbah
nen (s. Fig. 1) führen könnte.
Ferner wird bei relativ schmalen Einschnitten 12 vermieden,
daß sich elektrische Kontaktbrücken bilden, die die Fußab
schnitte dann doch in den Stromfluß einbeziehen und uner
wünschte Heizungsaktivität der Fußabschnitte erzeugen könn
ten.
Zur Herstellung des Strahlungsheizkörpers unter Anbringung
der Heizleiter 10 kann ein Verfahren verwendet werden, bei
dem der Isolierkörper 4 während der Anbringung der Heizleiter
10 noch relativ weich ist. Dies hängt auch von der Art der
Fußabschnitte und der Dicke des Heizleitermaterials sowie der
Art des Isoliermaterials für den Isolierkörper ab. Die
Einbettung kann durch Pressen des bis dahin losen Isolier
materials um die Fußabschnitte herum erfolgen, indem die
Heizleiter an einem Stempel so angebracht werden, daß der
Heizbereich 15 in Nuten liegt, während die Fußabschnitte
herausstehen. Das Heizleitermaterial wird dann in eine
zylinderartige Gegenform eingebracht und mit dem Stempel
verdichtet, wobei die Fußabschnitte 11 mit eingeformt werden.
Es wäre jedoch auch möglich, einen relativ weichen Vorpreß
ling zu verwenden, in den die Fußabschnitte eingedrückt
werden, um dann eine Nachverdichtung vorzunehmen.
Claims (7)
1. Elektrischer Strahlungsheizkörper mit einem Isolierkör
per (4) und wenigstens einem an dessen Oberfläche (7)
durch Einbetten festgelegten Heizleiter (10) in Form
eines in seiner Längsrichtung gewellten, aufrechtstehen
den Bandes, das im über der Oberfläche (7) liegenden
Breitenabschnitt einen im wesentlichen ununterbrochenen
Heizbereich (15) und mit seinem im Isolierkörper (4)
eingebetteten Breitenabschnitt einen zumindest teil
weisen durchbrochenen Einbettungsbereich mit einzelnen
Fußabschnitten (11) bildet, dadurch gekennzeichnet, daß
Heiz- und Einbettungsbereich (15, 11) derart voneinander
getrennt sind, daß die Fußabschnitte (11) in Längsrich
tung des Bandes abweichend von der Wellung des Heizbe
reiches (15) geformt und/oder ausgerichtet sind.
2. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Fußabschnitte (11) im wesentlichen
eben sind.
3. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fußabschnitte (11) mit dem
Heizbereich (15) durch Verbindungsabschnitte (13)
verbunden sind, deren Abmessungen längs dem Band wesent
lich geringer sind als die Abmessungen der Fußabschnitte
in dieser Richtung.
4. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Fußabschnitte (11) bis auf die Verbin
dungsabschnitte (13) durch Einschnitte (12) von dem
Heizbereich (15) getrennt sind.
5. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einschnitte (12) eine geringe Breite
von weniger als 1 mm, vorzugsweise weniger als 0,5 mm,
haben.
6. Strahlungsheizkörper nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Heizleiter
band (10) im wesentlichen nur im Heizbereich (15)
gewellt ist.
7. Verfahren zur Herstellung des Heizleiters für den
elektrischen Strahlungsheizkörper nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einem
Band aus Heizleitermaterial durch Einschnitte (12)
und/oder Ausstanzungen Fußabschnitte (11) geteilt werden
und danach das Band im Heizbereich gewellt wird.
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