DE19505061A1 - Anordnung zur Einspeisung von Erregerstrom in eine rotierende Maschinenwicklung - Google Patents
Anordnung zur Einspeisung von Erregerstrom in eine rotierende MaschinenwicklungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Einspeisung von Er
regerstrom in eine rotierende Maschinenwicklung einer dynamo
elektrischen Maschine.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine große dyna
moelektrische Maschine, insbesondere einen Turbogenerator.
Dabei ist ein Turbogenerator, der an eine Gasturbine ange
schlossen ist, in besonderer Weise in Augenschein genommen.
Ein Turbogenerator an einer Gasturbine wird gemäß herkömmli
cher Praxis nicht nur zur Umwandlung von mechanischer Ener
gie, die die Gasturbine bereitstellt, in elektrische Energie
verwendet, sondern auch als Motor, um die Gasturbine zu star
ten. Die Betriebsart des Turbogenerators als Motor erfordert
keinerlei Veränderung der Beschaltung seiner feststehenden
Maschinenwicklung, die ohnehin an ein Stromnetz angeschlossen
ist. Sie erfordert allerdings spezifische Maßnahmen beim Be
trieb der rotierenden Maschinenwicklung, die in umgekehrter
Polarität wie beim Betrieb als Generator mit Gleichstrom be
aufschlagt werden muß, wobei dies in einer Weise zu geschehen
hat, die es ermöglicht, daß der Turbogenerator aus dem Still
stand anlaufen kann.
Hierfür kommt gemäß herkömmlicher Praxis nur eine stationäre
Erregereinrichtung in Frage, die über stationäre Bürsten und
rotierende Schleifringe die rotierende Maschinenwicklung mit
Gleichstrom beaufschlagt. Die stationäre Erregereinrichtung
wird gemäß herkömmlicher Praxis auch benutzt, um den Turboge
nerator bestimmungsgemäß als Generator zu betreiben; wie be
reits angedeutet, erfordert sie hierzu lediglich eine Schalt
einrichtung, die zu gegebener Zeit die Umpolung des Anschlus
ses an die rotierende Maschinenwicklung gestattet.
Hinweise zur Ausbildung einer Anordnung mit Bürsten und
Schleifringen zur Einspeisung von Gleichstrom in eine rotie
rende Maschinenwicklung, wobei Mittel vorgesehen sind, die
ein Abheben der Bürsten von den Schleifringen gestatten, geht
hervor aus der DE 94 00 080 U1.
Eine stationäre Erregereinrichtung der beschriebenen Art wird
als solche nicht bevorzugt zum Einsatz an einem herkömmlichen
Turbogenerator; sofern keine besonderen Erwägungen, wie das
Vorsehen einer Möglichkeit zum Starten einer angeschlossenen
Gasturbine, für ein anderes sprechen, wird eine rotierende
Erregeranordnung bevorzugt. Eine rotierende Erregeranordnung
umfaßt, herkömmlicherweise zusammengefaßt in einer sogenann
ten "Erregermaschine", eine in einem stationären Magnetfeld
rotierende Erregerwicklung, die einen Wechselstrom liefert,
welcher in eine mitrotierende Gleichrichteranordnung einge
speist wird. Die Gleichrichteranordnung wandelt diesen Wech
selstrom in einen Gleichstrom um, der in die rotierende Ma
schinenwicklung, mit der die Erregeranordnung mitrotiert,
eingespeist wird. Diese Anordnung erfordert keine Schleif
ringe zur Bildung eines Anschlusses an die Maschinenwicklung,
ist aber naturgemäß funktionsuntüchtig, wenn die Maschinen
wicklung nicht rotiert. Eine solche rotierende Erregeranord
nung erlaubt daher nicht, eine angeschlossene dynamoelektri
sche Maschine anlaufen zu lassen. Eine solche rotierende Er
regeranordnung ist dargestellt in dem Prospekt "Turbogenera
toren" der Kraftwerk Union AG, Bestell-Nr. K/10437-01,
Mülheim an der Ruhr, DE, März 1982, Seite 13. Auf Seite 14
dieses Prospekts ist auch eine stationäre Erregeranordnung
beschrieben.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Anordnung zur
Einspeisung von Erregerstrom in eine rotierende Maschinen
wicklung einer dynamoelektrischen Maschine, die die Vorteile
der bekannten stationären und rotierenden Anordnungen mitein
ander vereinigt.
Zur Lösung dieser Aufgabe angegeben wird eine Anordnung zur
Einspeisung von Erregerstrom in eine rotierende Maschinen
wicklung einer dynamoelektrischen Maschine, umfassend eine
erste Erregeranordnung zur Lieferung von Erregerstrom mit ei
ner stationären Erregerschaltung, die über mit der Maschinen
wicklung verbundene und über mit dieser rotierende Schleif
ringe sowie mit diesen durch zumindest einen beweglichen Bür
stenhalter lösbar kontaktierbare Bürsten mit der Maschinen
wicklung verbindbar ist, sowie eine zweite Erregeranordnung
zur Lieferung von Erregerstrom mit einer stationären Magnet
anordnung, einer mit der Maschinenwicklung rotierenden Erre
gerwicklung sowie einer die Erregerwicklung mit der Maschi
nenwicklung verbindende, ebenfalls rotierende Gleichrichter
anordnung.
Erfindungsgemäß sind somit eine stationäre Erregeranordnung,
vorstehend als "erste Erregeranordnung" bezeichnet, und eine
rotierende Erregeranordnung, vorstehend als "zweite Erreger
anordnung" bezeichnet, zueinander parallelgeschaltet. Um bei
der wartungsintensiven stationären Erregeranordnung die Ab
nutzungserscheinungen gering zu halten, ist diese so ausge
führt, daß sie das Abheben der Bürsten von den Schleifringen
gestattet, wenn diese nicht zur Einspeisung von Erregerstrom,
sei es für den Betrieb als Motor oder für den Betrieb als Ge
nerator, erforderlich sind. Ein Ausführungsbeispiel für eine
derartige stationäre Erregeranordnung geht hervor aus der be
reits abgehandelten DE 94 00 080 U1; weitere Hinweise sind
dem einschlägig tätigen Fachmann geläufig. Für die erfin
dungsgemäß einzusetzende rotierende Erregeranordnung kommt
jedwede rotierende Erregeranordnung in Betracht; für ein Aus
führungsbeispiel wird verwiesen auf den abgehandelten Pro
spekt. Weitere Hinweise, insbesondere zur Möglichkeit der
Verwendung von Dioden und Thyristoren in der Gleichrichteran
ordnung, stehen dem einschlägig bewanderten Fachmann zu Ge
bote.
Vorzugsweise ist jede Bürste in der Anordnung so gehaltert,
daß ihre Längsachse etwa senkrecht auf den Schleifring, dem
sie zugeordnet ist, aufsetzt. Auf diese Weise sind Scherbe
anspruchungen der Bürste vermieden, was eine hohe Betriebs
sicherheit bedeutet.
Weiterhin bevorzugt ist jede Bürste eine Kohlebürste.
Die stationäre Erregeranordnung ist weiterhin bevorzugt so
ausgelegt, daß sie den Betrieb der dynamoelektrischen Maschi
ne sowohl als Generator als auch als Motor gestattet und ins
besondere das Ingangsetzen der dynamoelektrischen Maschine
aus dem Stillstand erlaubt. Derart ist die Anordnung beson
ders qualifiziert zum Einsatz an einer dynamoelektrischen Ma
schine, an die eine Gasturbine angeschlossen ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt. Die Zeichnung zeigt eine Schaltskizze mit den
funktionell wichtigen Komponenten der Anordnung, wobei auch
die räumliche Beziehung der Komponenten der Anordnung zuein
ander dargestellt ist. Die zur Vervollständigung des Ausfüh
rungsbeispiels notwendigen Hinweise, insbesondere zur mecha
nischen Auslegung der Anordnung, stehen dem Fachmann im Rah
men seines Fachwissens zu Gebote und ergeben sich insbesonde
re aus den zitierten Dokumenten des Standes der Technik.
Die Figur zeigt einen Ausschnitt aus einer Maschinenwicklung
1, die real ein bezüglich der Achse 10 rotationssymmetrisches
Gebilde und in einem mechanisch entsprechend stabilen Rotor
ballen angeordnet ist. Zur Einspeisung von Erregerstrom in
diese Maschinenwicklung 1 vorgesehen ist zunächst eine erste
Erregeranordnung 2, 3, 4, 5, 6 mit einer stationären Erreger
schaltung 2, beweglichen Bürstenhaltern 3, Bürsten 4 sowie
Schleifringen 5 und 6, die mit der Maschinenwicklung 1 um die
Achse 10 rotieren. Mittel zur Bewegung der Bürstenhalter 3
und der Bürsten 4, wie es in den Pfeilen angedeutet ist sind
der Übersicht halber nicht dargestellt; einschlägige Hinweise
hierzu gehen aus dem zitierten Stand der Technik hervor.
Parallel geschaltet zur ersten Erregeranordnung 2, 3, 4, 5, 6
ist eine zweite Erregeranordnung 7, 8, 9, umfassend eine sta
tionäre Magnetanordnung 7, eine mit der Maschinenwicklung 1
rotierende Erregerwicklung 8, von der wiederum nur ein Teil
angedeutet ist, sowie eine die Erregerwicklung 8 mit der Ma
schinenwicklung 1 verbindende, ebenfalls mit der Maschinen
wicklung 1 rotierende Gleichrichteranordnung 9. Die Darstel
lung dieser Gleichrichteranordnung 9 ist angelehnt an die
einschlägige Praxis zur tatsächlichen Auslegung solcher
Gleichrichteranordnungen. Die Gleichrichteranordnung 9 ent
hält Dioden 11, um den von der Erregerwicklung 8 kommenden
Wechselstrom gleichzurichten und einen Gleichstrom für die
Maschinenwicklung 1 bereitzustellen. Gegebenenfalls können
die Dioden 11 durch Thyristoren, also steuerbare Gleichrich
ter, ersetzt werden. Einzelheiten zur Ausgestaltung der Ma
gnetanordnung 7 sind von untergeordneter Bedeutung; diese Ma
gnetanordnung 7 kann, wie in der Zeichnung angedeutet, eine
Anordnung von Permanentmagneten sein, es kommt aber auch eine
Anordnung von Elektromagneten in Frage. Dies hat unter Um
ständen den Vorteil, daß die zweite Erregeranordnung 7, 8, 9
leicht abgeschaltet werden kann, wenn die Maschinenwicklung 1
aus der ersten Erregeranordnung 2, 3, 4, 5, 6 gespeist werden
soll.
Die erfindungsgemäße Anordnung zur Einspeisung von Erreger
strom in eine rotierende Maschinenwicklung einer dynamoelek
trischen Maschine vereint in sich die Vorteile einer statio
nären Erregeranordnung mit den Vorteilen einer rotierenden
Erregeranordnung; sie ist besonders qualifiziert zur Anwen
dung an einer dynamoelektrischen Maschine, die an eine Gas
turbine angeschlossen ist.
Claims (5)
1. Anordnung zur Einspeisung von Erregerstrom in eine rotie
rende Maschinenwicklung (1) einer dynamoelektrischen Maschi
ne, umfassend eine erste Erregeranordnung (2, 3, 4, 5, 6) zur
Lieferung von Erregerstrom mit einer stationären Erreger
schaltung (2), die über mit der Maschinenwicklung (1) verbun
dene und mit dieser rotierende Schleifringe (5, 6) sowie mit
diesen über zumindest einen beweglichen Bürstenhalter (3)
lösbar kontaktierbare Bürsten (4) mit der Maschinenwicklung
(1) verbindbar ist, sowie eine zweite Erregeranordnung
(7, 8, 9) zur Lieferung von Erregerstrom mit einer stationären
Magnetanordnung (7), einer mit der Maschinenwicklung (1) ro
tierenden Erregerwicklung (8) sowie einer die Erregerwicklung
(8) mit der Maschinenwicklung (1) verbindende, ebenfalls ro
tierende Gleichrichteranordnung (9).
2. Anordnung nach Anspruch 1, bei der jede Bürste (4) eine
Längsachse (10) hat und so gehaltert ist, daß die Längsachse
etwa senkrecht auf den Schleifring (5, 6), dem die Bürste (4)
zugeordnet ist, aufsetzt.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der jede Bürste (4)
eine Kohlebürste (4) ist.
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der
die erste Erregeranordnung (2, 3, 4, 5, 6) derart ausgelegt ist,
daß sie einen Betrieb der dynamoelektrischen Maschine sowohl
als Generator als auch als Motor gestattet und insbesondere
ein Ingangsetzen der dynamoelektrischen Maschine aus dem
Stillstand erlaubt.
5. Anordnung nach Anspruch 4, die an eine dynamoelektrische
Maschine angeschlossen ist, welche an eine Gasturbine ange
schlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995105061 DE19505061A1 (de) | 1995-02-15 | 1995-02-15 | Anordnung zur Einspeisung von Erregerstrom in eine rotierende Maschinenwicklung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995105061 DE19505061A1 (de) | 1995-02-15 | 1995-02-15 | Anordnung zur Einspeisung von Erregerstrom in eine rotierende Maschinenwicklung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19505061A1 true DE19505061A1 (de) | 1995-12-14 |
Family
ID=7754035
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995105061 Withdrawn DE19505061A1 (de) | 1995-02-15 | 1995-02-15 | Anordnung zur Einspeisung von Erregerstrom in eine rotierende Maschinenwicklung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19505061A1 (de) |
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|---|---|---|---|---|
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-
1995
- 1995-02-15 DE DE1995105061 patent/DE19505061A1/de not_active Withdrawn
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