DE19505639A1 - Verfahren zur Überwachung des Flüssigkeitsstandes in einer Waschmaschine - Google Patents
Verfahren zur Überwachung des Flüssigkeitsstandes in einer WaschmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung des Flüssigkeitsstandes in
einem Waschbehälter einer Waschmaschine unter Verwendung einer Programm
steuereinrichtung und mindestens eines Niveausensors, mit dem mindestens ein
Rückschaltpunkt, der einem Mindestwasserstand entspricht, und mehrere unter
schiedliche Schaltpunkte, die jeweils einem Maximalwasserstand entsprechen, er
faßbar sind.
Bei Waschmaschinen ist es allgemein bekannt, beim Wassereinlauf in der Haupt
wäsche oder während der Spülgänge eine Überwachung des Wasserstands im
Waschbehälter vorzunehmen. Hierzu kommen Niveausensoren zum Einsatz, die
ein wasserstandsabhängiges Spannungssignal erzeugen, welches von einer meist
elektronischen Programmsteuerung ausgewertet wird. Als Niveausensor wird da
bei in konventionellen Waschautomaten ein digital messendes Drucksystem, ein
sogenannter Druckwächter verwendet. Solche Meßsysteme sind durch einen
Schaltpunkt und einen Rückschaltpunkt beschreibbar. Beim Befüllen des Laugen
behälters strömt zunächst bis zum Niveau des Schaltpunkts Nmax Wasser ein. In
diesem Punkt schaltet der Druckwächter und die Wasserzufuhr wird unterbrochen.
Bedingt durch das Saugvermögen der Wäsche sinkt anschließend der Wasser
stand, bei Unterschreiten des Niveaus Nmin erfolgt ein Rückschalten und somit
ein erneuter Füllschritt. Der Bereich zwischen Rückschaltpunkt und Schaltpunkt
bzw. zwischen den beiden Niveaus Nmin und Nmax wird als Schalthysterese SH
bezeichnet. Das Wasserniveau, das sich nach einigen Füllschritten nach der soge
nannten Durchfeuchtungsphase einstellt, liegt innerhalb der Schalthysterese SH
(zwischen Nmax und Nmin).
Weiterhin ist es bei Waschmaschinen bekannt, auch im Anschluß an den Wasser
einlauf den Flüssigkeitsstand zu überwachen. Hierdurch soll gewährleistet werden,
daß es auch bei stark saugfähiger Wäsche während des Programmablaufs nicht
zur Unterschreitung eines Mindestniveaus kommt. Es hat sich jedoch herausge
stellt, daß mit fortschreitender Programmlaufzeit, insbesondere zum Ende der
Hauptwäsche oder der einzelnen Spülgänge, ein Wiederauffüllen bis auf den an
fangs benutzten Wasserstand Nmax nicht notwendig ist. Hierbei würde der
Wäsche wesentlich mehr Wasser zugeführt, als diese für ein gutes Wasch- oder
Spülergebnis benötigt.
Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Verfahren zur Überwachung des
Flüssigkeitsstandes in einer eingangs genannten Waschmaschine zu offenbaren,
bei welchem eine Wasserverschwendung bei einem späten Nachtanken vermieden
wird.
Erfindungsgemäß wird dieses Problem mit den im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen und Ausgestaltungen ergeben
sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
Der Vorteil, der mit der erfindungsgemäßen Ausbildung des Verfahrens erreichbar
ist, besteht darin, daß einerseits eine Wassereinsparung erzielt wird und trotzdem
ein sicherer Betrieb der Waschmaschine und gute Wasch- oder Spülergebnisse ge
währleistet sind.
Die Figur zeigt den Verlauf der Überwachungsniveaus Nmax und Nmin während
der Hauptwäsche und während eines Spülgangs in einer Waschmaschine unter
Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Überwachung des Flüssig
keitsstandes.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Überwachung des Flüssigkeitsstandes wird in einer Waschmaschine mit einem analogen Drucksensor durchgeführt, wie sie
beispielsweise aus der P 44 31 654.2 bekannt ist. Es kann im Anschluß an
das dort beschriebene Verfahren zum Füllen des Laugenbehälters der Waschma
schine stattfinden. Unabhängig davon kann das erfindungsgemäße Verfahren je
doch auch in Waschmaschinen ohne Zwangsbefüllung eingesetzt werden. An
stelle der Verwendung eines analogen Druckwächters ist auch die Verwendung
eines Druckwächters mit einer ausreichenden Anzahl von Schalt- und/oder Rück
schaltpunkten (Nmax; Nmin) möglich.
Während der Hauptwäsche (s. Fig. 1) wird mit steigender Programmlaufzeit zu
nächst der Schaltpunkt Nmax (1) vermindert. Dies kann, wie in Fig. 1 gezeigt,
schrittweise geschehen. Es ist aber auch die Verwendung einer beliebigen, mono
ton fallenden Funktion für den Druckverlauf in Abhängigkeit von der Programm
laufzeit oder in Abhängigkeit von einer mit der Programmlaufzeit veränderlichen
Zustandsvariablen möglich. Die Verminderung der Überwachungsniveaus
Nmax (1) und Nmin (2) kann auch jeweils nach einer Heizperiode, in der die
Waschflüssigkeit auf den vorgegebenen Temperaturwert erwärmt wird, erfolgen.
Zum Ende der Hauptwäsche wird zusätzlich zum Schaltpunkt Nmax (1) auch der
Rückschaltpunkt Nmin (2) vermindert. Dies führt zu einer weiteren Verringerung
des Wasserverbrauchs. Dabei muß jedoch darauf geachtet werden, daß die Be
messung des neuen Rückschaltpunkts Nmin (2) ein Trockenreversieren aus
schließt.
Während der Spülgänge erfolgt lediglich eine Verminderung des Schaltpunkts
Nmax (4), wie in Fig. 2 dargestellt, mit einer rampenförmigen Zeitabhängigkeit.
Hier wird der Rückschaltpunkt Nmin (3) nicht vermindert, um durch eine konstan
te Mindest-Spülwassermenge ein ausreichendes Spülergebnis zu gewährleisten.
Das Startniveau (tHW/tSP = 0) für die Hauptwäsche kann als Festwert, aber als
Variable in Abhängigkeit von einer gemäß P 44 31 654.2 berechneten Überfüll
menge programmiert werden. Das Startniveau der einzelnen Spülgänge wird bei
spielsweise in Abhängigkeit von einer gemäß P 44 38 760.1 berechneten Bela
dungsstufe von der Programmsteuerung der Waschmaschine bestimmt.
Claims (3)
1. Verfahren zur Überwachung des Flüssigkeitsstandes in einem Waschbehälter
einer Waschmaschine unter Verwendung einer Programmsteuereinrichtung und
mindestens eines Niveausensors, mit dem mindestens ein Rückschaltpunkt, der
einem Mindestwasserstand entspricht, und mehrere unterschiedliche Schalt
punkte, die jeweils einem Maximalwasserstand entsprechen, erfaßbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der während eines Programmabschnitts, insbesondere während der Hauptwä
sche oder während des Spülens, von der Programmsteuereinrichtung überwachte
Schaltpunkt bei fortschreitender Programmlaufzeit oder in Abhängigkeit von einer
sich mit der Programmlaufzeit ändernden Zustandsvariablen vermindert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 unter Verwendung eines Niveausensors, mit dem
mehrere unterschiedliche Rückschaltpunkte, die jeweils einem Minimalwasser
stand entsprechen, erfaßbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der während eines Programmabschnitts, insbesondere während der Hauptwä
sche, von der Programmsteuereinrichtung überwachte Rückschaltpunkt bei fort
schreitender Programmlaufzeit oder in Abhängigkeit von einer sich mit der Pro
grammlaufzeit ändernden Zustandsvariablen vermindert wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
gekennzeichnet durch die Verwendung eines analogen Drucksensors.
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Also Published As
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