DE19505404B4 - Dichtungsvorrichtung für Wellen - Google Patents
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Abstract
Dichtungsvorrichtung für Wellen, mit mindestens einem Dichtungsring (2), der eine innere Stirnseite (18), eine äußere Stirnseite (20), einen Außenumfang (22) und einen Innenumfang (24) hat, am Außenumfang (22) ist mindestens eine ringförmige Außenumfangsrippe (10) zur axialen Positionierung des Dichtungsringes (2) in einem Dichtungsträger (14) gebildet, am Innenumfang (24) ist eine Vielzahl von ringförmigen Dichtungsrippen (26) gebildet, die mit Abstand voneinander axial hintereinander angeordnet sind und zwischen ihnen gebildete ringförmige Sammelnuten (32) begrenzen, an deren unterstem Ringbereich Rücklaufmittel vorgesehen sind, durch welche Flüssigkeit von den Sammelnuten (32) in Richtung zur inneren Stirnseite (18) hin aus dem Dichtungsring (2) herausfließen kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklaufmittel mindestens einen Rücklaufschlitz (34) aufweisen, welcher in der inneren Stirnseite (18) gebildet ist, sich von der inneren Stirnseite (18) in Richtung der Schlitztiefe zu allen Sammelnuten (32) erstreckt und durch Öffnungen (33) in einer radial inneren Schlitzwandfläche (40) mit allen Sammelnuten (32) strömungsmäßig verbunden...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Dichtungsvorrichtung für Wellen gemäß Anspruch 1.
- Eine solche Dichtungsvorrichtung ist aus der
DE 28 43 198 A1 bekannt. - Die Erfindung betrifft insbesondere eine sogenannte ”schwimmende Schneidendichtung” und ihre Verwendung in Lagern, insbesondere in Gleitlagern. Solche Dichtungsvorrichtungen und Lager sind für Wellen von jeder Art von Maschinen verwendbar, beispielsweise für elektrische Maschinen, Gebläse und Verdichter. Der Dichtungsring einer solchen Dichtungsvorrichtung besteht vorzugsweise aus zwei halbkreisförmigen Dichtungshälften, die in einem Dichtungsträger, welches das Gehäuse der betreffenden Maschine oder des betreffenden Lagers sein kann, beweglich angeordnet sind. Die beiden Hälften werden vorzugsweise durch eine Zugfeder zusammengehalten, deren Enden ineinander gedreht oder miteinander verhakt sind. Die radiale Beweglichkeit des Dichtungsringes im Dichtungsträger beträgt vorzugsweise allseitig ungefähr 1 mm. Dadurch wird verhindert, daß durch Fertigungsungenauigkeiten und bei der Montage die Dichtungsrippen oder die Dichtungsschneiden des Dichtungsringes durch die Welle beschädigt werden. Der Dichtungsring kann aus einem Material hergestellt werden, welches besonders unempfindlich gegen Temperatur, Strahlen und Chemikalien ist, beispielsweise aus hochfestem und hochtemperaturbeständigem Polyamid. Dieses hat hervorragende Gleiteigenschaften. Es kann Zusätze wie beispielsweise PTFE und Glasfasern enthalten.
- Zwischen den Dichtungsrippen, bei Schneidendichtungen zwischen den Dichtungsschneiden, und einer sich durch sie hindurcherstreckenden Welle kann Lecköl von der inneren Stirnseite des Dichtungsringes in Ölsammelnuten gelangen, welche zwischen den Dichtungsrippen oder Dichtungsschneiden im Dichtungsring gebildet sind. Bei großen Leckströmen ist es wichtig, daß das Lecköl aus den Ölsammelnuten in einen Ölsumpf ungehindert ablaufen kann. Durch die Rotation der Welle, welche sich durch den Dichtungsring erstreckt, schleudert diese Welle Öl in das Lager- oder Maschinengehäuse, welches möglichst schnell und ungehindert in den Ölsumpf zurückgeführt werden sollte, ohne daß es sich wesentlich erwärmt.
- Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die Dichtungsvorrichtung derart auszubilden, daß von der Welle abgeschleudertes Öl aufgefangen und in einen Ölsumpf abgeleitet wird, ohne daß es auf die Welle zurückfällt. Ferner soll durch die Erfindung die Aufgabe gelöst werden, Lecköl aus den Ölsammelnuten des Dichtungsringes ungehindert schnell in den Ölsumpf abzuleiten, bevor es sich in den Ölsammelnuten besonders erwärmen kann. Somit soll durch die Erfindung insgesamt die Aufgabe gelöst werden, von einer Welle abströmendes Öl auf kurzem Wege und schnell in eine Sammelkammer abzuleiten, ohne daß es von der Welle wesentlich erwärmt wird, nachdem das Öl seinen Schmiereffekt erfüllt hat. Anstatt Öl können mit der Dichtungsvorrichtung auf einer Welle auch andere Arten von Flüssigkeiten abgedichtet werden, beispielsweise Wasser.
- Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch Anspruch 1 gelöst.
- Die Unteransprüche beinhalten Verbesserungen der Lösung und vorteilhafte Verwendungen der Dichtungsvorrichtung. Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf Zeichnungen anhand einer bevorzugten Ausführungsform als Beispiel beschrieben. In den Zeichnungen zeigen in verschiedenen Maßstäben
-
1 eine Seitenansicht der Dichtungsvorrichtung nach der Erfindung für eine Welle, -
2 eine Stirnansicht in Richtung eines Pfeiles II von1 gesehen, -
3 einen Axialschnitt der Dichtungsvorrichtung nach den1 und2 , -
4 einen vergrößerten Ausschnitt des oberen Teils der Dichtungsvorrichtung von3 , um 180° gedreht und eingesetzt in einen Dichtungsträger, -
5 einen vergrößerten Ausschnitt des unteren Teils der Dichtungsvorrichtung von3 , um 180° gedreht und eingesetzt in einen Dichtungsträger, -
6 einen Axialschnitt durch ein Radiallager mit zwei beidseitig einer Lagerschale entgegengesetzt zueinander gerichtet angeordneten Dichtungsvorrichtungen nach den1 bis5 , -
7 eine Querschnittsansicht des Lagers von6 längs der Ebene VII, auf die innere Stirnseite der einen Dichtungsvorrichtung gesehen, ohne eine in6 dargestellte Welle, -
8 perspektivisch die Dichtungsvorrichtung nach1 . - Die in den Zeichnungen dargestellte Dichtungsvorrichtung nach der Erfindung für Wellen besteht im wesentlichen aus einem Dichtungsring
2 , welcher aus einer halbkreisförmigen oberen Ringhälfte2.1 und einer halbkreisförmigen unteren Ringhälfte2.2 an einer Teilungsfuge4 zusammengesetzt ist, und aus einer Zugfeder6 . Die Zugfeder6 ist in einer den Dichtungsring2 auf seinem Außenumfang22 umgebenden Umfangsnut8 untergebracht und an ihren Enden miteinander verbunden. Die Außenumfangsnut8 ist in einer vom Außenumfang des Dichtungsringes2 radial wegragenden Außenumfangsrippe10 gebildet. Die Außenumfangsrippe10 dient zur axialen Positionierung des Dichtungsringes2 in einer Innenumfangsnut12 eines Dichtungsträgers14 . Der Dichtungsträger14 kann entsprechend den6 und7 ein Lagergehäuse oder ein anderes Maschinengehäuse oder ein Haltering sein. Die Außenumfangsrippe10 hat in der Innenumfangsnut12 radialen Spielraum. - Der Dichtungsring
2 hat eine den Gehäuseinnenraum16 begrenzende innere Stirnseite18 , eine davon abgewandte äußere Stirnseite20 , den Außenumfang22 und einen Innenumfang24 . Die innere Stirnseite18 ist die Dichtungsseite, auf welcher sich die Flüssigkeit befindet, deren Entweichen verhindert werden soll. - Am Innenumfang
24 ist eine Vielzahl von ringförmigen Dichtungsrippen oder Dichtungsschneiden26 gebildet, welche bezüglich der Mittenachse des Dichtungsringes2 , welches gleichzeitig die Lagerachse30 ist, axial hintereinander angeordnet sind und zwischen ihnen gebildete ringförmige Ölsammelnuten32 begrenzen. Im untersten Ringbereich ist ein Ölrücklaufschlitz34 in der inneren Stirnseite18 gebildet, welcher sich unterhalb der Dichtungsrippen26 , angrenzend an den untersten Ringbereich der Ölsammelnuten32 , von der inneren Stirnseite18 zu allen Ölsammelnuten32 in Richtung von der inneren Stirnseite18 zur Schlitztiefe hin erstreckt und den Nutgrund der Ölsammelnuten32 kreuzt. Dadurch sind die Ölsammelnuten32 an ihrem tiefsten Umfangsbereich über Öffnungen33 mit dem Ölrücklaufschlitz34 strömungsmäßig verbunden. Die Länge des Ölrücklaufschlitzes34 in Ringumfangsrichtung ist ein Vielfaches, mindestens zweimal, größer als die Breite des Ölrücklaufschlitzes34 in Ringradialrichtung, mindestens auf der inneren Stirnseite18 , jedoch vorzugsweise auch über die gesamte Schlitztiefe. Der Querschnitt des Ölrücklaufschlitzes34 muß an allen Stellen so groß sein, daß das aus den Ölsammelnuten32 in ihn eindringende Öl ohne wesentliche Strömungsdrosselung aus dem Dichtungsring2 auf seiner inneren Stirnseite18 in einen Sumpf36 im Gehäuseinnenraum16 abfließen kann. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die radial äußere Schlitzwandfläche38 schräg nach außen abfällt, wobei sie von der radial inneren Schlitzwandfläche40 und damit auch von der Dichtungsring- und Lagerachse30 unter einem bestimmten Winkel42 wegdivergiert, derart, daß die radiale Breite und damit auch der Öffnungsquerschnitt des Ölrücklaufschlitzes34 , im Dichtungsring-Axialschnitt gesehen, im Bereich von der am tiefsten im Ölrücklaufschlitz34 gelegenen Ölsammelnut32 bis zur inneren Stirnseite18 hin keilförmig radial nach außen hin größer wird. Durch diese besondere Form des Ölrücklaufschlitzes34 ergeben sich zwei wesentliche Vorteile: Es ist auch bei einer Schräglage des Dichtungsringes2 , beispielsweise bei Verwendung auf einem Schiff, ein Ölrücklauf aus den Ölsammelnuten32 durch den Ölrücklaufschlitz in den Gehäuseinnenraum16 sichergestellt; und der Ölabfluß an den als Dichtungsschneiden dienenden Dichtungsrippen26 und den Ölsammelnuten32 wird verbessert, da der Öffnungsquerschnitt des Ölrücklaufschlitzes34 von innen nach außen größer wird entsprechend der von Ölsammelnut zu Ölsammelnut32 bzw. von Dichtungsrippe zu Dichtungsrippe26 in Richtung zur inneren Stirnseite18 hin zunehmend größeren Ölmenge. Durch die Verwendung eines sich in Ringumfangsrichtung erstreckenden Ölrücklaufschlitzes34 anstelle von Rücklaufbohrungen für die einzelnen Ölsammelnuten32 erhält man einen wesentlich größeren Ölablauf-Strömungsquerschnitt auch dann, wenn der Ölrücklaufschlitz34 in Strömungsrichtung gleichbleibend groß gehalten wird, anstelle des in Strömungsrichtung keilförmig größeren Querschnittes bei der dargestellten Ausführungsform. - Am Außenumfang
22 des Dichtungsringes2 ist zwischen seiner Außenumfangsrippe10 und seiner inneren Stirnseite18 eine sich über 360° des Außenumfanges erstreckende ringförmige Ölauffangrinne44 gebildet, welche im Axialschnitt gesehen die Form einer Ölauffangnase hat. Die Ölauffangrinne44 fängt das durch Rotation einer Welle47 abgeschleuderte Öl auf und läßt es in beiden Ringumfangsrichtungen nach unten ablaufen und an einer Rinnenkante oder Nasenkante46 auf der inneren Stirnseite18 abtropfen. Die Welle47 ist im Lagergehäuse14 in einer schwenkbar angeordneten Lagerschale48 drehbar gelagert und auf beiden Seiten der Lagerschale48 , in axialem Abstand von ihr, je durch einen Dichtungsring2 abgedichtet, welcher im Lagergehäuse14 undrehbar angeordnet ist und mit seinen Dichtungsrippen26 auf der Welle47 dichtend anliegt. - Die Ölauffangrinne
44 am Außenumfang des Dichtungsringes2 hat einen Nutgrund, dessen Ringdurchmesser von der Außenumfangsrippe10 bis zur Rinnenkante46 auf der inneren Stirnseite18 kegelstumpfförmig gleichmäßig größer wird, damit von der Ölauffangrinne44 aufgefanges Öl an ihrem untersten Umfangsbereich auf der inneren Stirnseite18 abtropfen kann. - In den
6 und7 ist durch Pfeile52 angedeutet, wie Öl von der Welle47 und aus der Lagerschale48 in den Gehäuseinnenraum16 abgeschleudert und von der Ölauffangrinne44 aufgefangen wird, welche das Öl auf dem von ihr vorgeschriebenen Weg in den Ölsumpf36 zurückleitet, ohne daß es auf die Welle47 oder die Lagerschale48 zurückfallen kann. - Der Dichtungsring
2 hat, ausgehend von seiner Außenumfangsrippe10 , zu seiner inneren Stirnseite18 eine andere Länge als zu seiner äußeren Stirnseite20 , und seine Außenumfangsfläche ist auf beiden Seiten der Außenumfangsrippe10 unterschiedlich ausgebildet. Durch diese unsymmetrische Ausbildung kann der Dichtungsring2 nur in einer bestimmten Richtung in den Dichtungsträger, im vorliegenden Falle das Gehäuse14 , eingesetzt werden. Gemäß6 sind zwei Dichtungsringe2 um 180° entgegengesetzt zueinander angeordnet. Damit der Dichtungsring2 in Umfangsrichtung immer in der gleichen Winkelposition in das Gehäuse14 eingesetzt wird, ist die untere Ringhälfte2.2 mit einer Positioniernase54 versehen, welche in der Teilungsfuge4 angeordnet ist und in eine dort gebildete Positioniernut55 des Lagerhäuses14 eingreift. Das Lagergehäuse14 ist in der Teilungsfuge4 in einen abnehmbaren oberen Gehäuseteil14.1 und einen unteren Gehäuseteil14.2 geteilt. Die Positioniernut55 befindet sich in der Teilungsfuge4 im unteren Gehäuseteil14.2 . Die Teilungsfuge4 verläuft in einer Ebene, in welcher sich auch die Lagerachse30 befindet. - Zusammenfassung der wesentlichen Vorteile der als schwimmende Schneidendichtung ausgebildeten Dichtungsvorrichtung: Der Dichtungsring
2 ist unsymmetrisch aufgebaut, so daß Fehlmontagen ausgeschlossen werden. Ein Ölrücklaufschlitz34 ersetzt die früher verwendeten Ölrücklaufbohrungen, aus welchen nur unzureichend Öl ablaufen kann. Der Ölrücklaufschlitz34 hat eine radial nach außen verlaufende Neigung entsprechend dem Neigungswinkel42 von beispielsweise 7,5°, so daß auch unter Schräglagen des Dichtungsringes2 , beispielsweise bei Verwendung auf Schiffen, ein Ölrücklauf aus dem Dichtungsring in das Lagergehäuse14 sichergestellt ist. - Durch die Neigung der radial äußeren Schlitzwand
38 des Ölrücklaufschlitzes34 wird auch der ungehinderte Abfluß des Öles verbessert. Durch Verlängerung des Dichtungssitzes10 und12 in radialer Richtung wird ein Umwandern des Dichtungsringes2 durch das zu dichtende Öl besser verhindert. Selbstverständlich kann die Dichtungsvorrichtung nicht nur zum Dichten von Öl, sondern auch zum Dichten von anderen Flüssigkeiten verwendet werden. Die Kanten der Außenumfangsrippe10 sind abgeschrägt, um das Einsetzen des Dichtungsringes in den Dichtungsträger14 zu erleichtert. Die nach innen zeigende Stirnseite18 ist durch die Ölfangnase oder Ölauffangrinne44 gekennzeichnet. Sie verhindert, daß Spritzöl vom äußeren Rand der Dichtung wieder auf die Welle47 tropft und in den Dichtungsspalt zwischen dem Dichtungsring2 und der Welle47 gelangt. Das Spritzöl wird in der Ölauffangrinne44 um den Dichtungsring herumgeleitet. Die Positioniernase54 zur Verdrehsicherung des Dichtungsringes2 wurde in die Teilfuge4 gelegt, um eine leichtere Ausrichtung und Montage zu ermöglichen. Die Anzahl der Schneiden oder Dichtungsrippen26 wurde von bisher 5 auf 6 erhöht. Dadurch wird die Dichtwirkung der Schneidendichtung wesentlich verbessert.
Claims (9)
- Dichtungsvorrichtung für Wellen, mit mindestens einem Dichtungsring (
2 ), der eine innere Stirnseite (18 ), eine äußere Stirnseite (20 ), einen Außenumfang (22 ) und einen Innenumfang (24 ) hat, am Außenumfang (22 ) ist mindestens eine ringförmige Außenumfangsrippe (10 ) zur axialen Positionierung des Dichtungsringes (2 ) in einem Dichtungsträger (14 ) gebildet, am Innenumfang (24 ) ist eine Vielzahl von ringförmigen Dichtungsrippen (26 ) gebildet, die mit Abstand voneinander axial hintereinander angeordnet sind und zwischen ihnen gebildete ringförmige Sammelnuten (32 ) begrenzen, an deren unterstem Ringbereich Rücklaufmittel vorgesehen sind, durch welche Flüssigkeit von den Sammelnuten (32 ) in Richtung zur inneren Stirnseite (18 ) hin aus dem Dichtungsring (2 ) herausfließen kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklaufmittel mindestens einen Rücklaufschlitz (34 ) aufweisen, welcher in der inneren Stirnseite (18 ) gebildet ist, sich von der inneren Stirnseite (18 ) in Richtung der Schlitztiefe zu allen Sammelnuten (32 ) erstreckt und durch Öffnungen (33 ) in einer radial inneren Schlitzwandfläche (40 ) mit allen Sammelnuten (32 ) strömungsmäßig verbunden ist, ohne dabei den radial inneren Bereich der Dichtungsrippen (26 ) zu unterbrechen, daß die radial äußere Schlitzwandfläche (38 ) von der radial inneren Schlitzwandfläche (40 ) und von der Dichtungsring-Mittelachse (30 ) wegdivergiert, derart, daß die radiale Breite und damit auch der Öffnungsquerschnitt des Rücklaufschlitzes (34 ), im Dichtungsring-Axialschnitt gesehen, im Bereich von der am tiefsten im Rücklaufschlitz (34 ) gelegenen Sammelnut (32 ) bis zur inneren Stirnseite (18 ) keilförmig radial nach außen hin größer wird und Flüssigkeit aus dem Rücklaufschlitz (34 ) zur inneren Stirnseite (18 ) hin auslaufen kann. - Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Außenumfang (
22 ) des Dichtungsringes (2 ), zwischen der Außenumfangsrippe (10 ) und der inneren Stirnseite (18 ), mindestens eine ringförmige Flüssigkeits-Auffangrinne (44 ) gebildet ist, in welcher Flüssigkeit, die durch Rotation einer gelagerten Welle (47 ) abgeschleudert wird, aufgefangen wird und dann in beiden Ringumfangsrichtungen nach unten ablaufen kann. - Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangrinne (
44 ) einen Rinnengrund hat, dessen Ringdurchmesser von der Außenumfangsrippe (10 ) bis zur inneren Stirnseite (18 ) kegelförmig größer wird, derart, daß von ihr aufgefangene Flüssigkeit in der unteren Ringhälfte axial in Richtung zur inneren Stirnseite (18 ) hin wandert und dann an dem Rinnenrand (46 ) abtropft, welcher an die innere Stirnseite (18 ) angrenzt. - Dichtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsring (
2 ), oder seine Teile (2.1 ;2.2 ) im Falle eines mehrteiligen Dichtungsringes, unsymmetrisch ausgebildet ist, derart, daß er bezüglich seiner beiden Stirnseiten (18 ,20 ) nicht um 180° verdreht in den Dichtungsträger (14 ) eingesetzt werden kann. - Dichtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsring (
2 ) eine Positioniernase (54 ) zum Einlegen in eine Positioniernische oder Positioniernut (55 ) aufweist, die in einer Teilungsebene (4 ) des Dichtungsträgers (14 ) gebildet ist, zur korrekten Umfangspositionierung des Dichtungsringes (2 ) im Dichtungsträger (14 ). - Dichtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsring (
2 ) aus zwei halbringförmigen Ringhälften (2.1 ,2.2 ) besteht. - Dichtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsrippen (
26 ) als Dichtungsschneiden ausgebildet sind. - Lager, gekennzeichnet durch mindestens eine Dichtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
- Lager nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Dichtungsvorrichtungen (
2 ,6 ,10 ,12 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit axialem Abstand voneinander und entgegengesetzt zueinander in einem Lagergehäuse (14 ) angeordnet sind, beidseitig einer Lagerschale (48 ), die in dem Lagergehäuse (14 ) angeordnet ist.
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