DE19504124C2 - Verfahren und Schaltungsanordnung zum Schutz von durch Wechselspannung gespeisten elektrischen Verbrauchern gegen Netzüberspannungen - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zum Schutz von durch Wechselspannung gespeisten elektrischen Verbrauchern gegen NetzüberspannungenInfo
- Publication number
- DE19504124C2 DE19504124C2 DE1995104124 DE19504124A DE19504124C2 DE 19504124 C2 DE19504124 C2 DE 19504124C2 DE 1995104124 DE1995104124 DE 1995104124 DE 19504124 A DE19504124 A DE 19504124A DE 19504124 C2 DE19504124 C2 DE 19504124C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- voltage
- electrical
- power transistor
- blocking
- power
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H1/00—Details of emergency protective circuit arrangements
- H02H1/06—Arrangements for supplying operative power
- H02H1/063—Arrangements for supplying operative power primary power being supplied by fault current
- H02H1/066—Arrangements for supplying operative power primary power being supplied by fault current and comprising a shunt regulator
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H9/00—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
- H02H9/04—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection responsive to excess voltage
- H02H9/041—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection responsive to excess voltage using a short-circuiting device
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 2 sowie eine
Schaltungsanordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 7 zum Schutz von durch Wechselspannung ge
speisten elektrischen Verbrauchern gegen Netzüberspannungen,
wobei Schaltungsmaßnahmen getroffen werden bzw. sind, die
zwischen dem Netzeingang und der Schaltung des zugrunde
liegenden elektrischen Gerätes vorgenommen werden bzw. sind.
Überspannungen, deren Ursachen außerhalb des zu schützenden
Systems liegen und die über Verbindungsleitungen in das Sys
tem gelangen oder durch induktive oder kapazitive Einkopplung
auf den Stromversorgungsnetz entstehen, führen, je nach Amp
litude und Energie, zur Zerstörung von angeschlossenen elekt
rischen Geräten. Solche in der Regel nicht periodische Über
spannungen entstehen beispielsweise aufgrund einer galvani
schen Koppelung mit höheren Spannungspotentialen, Schaltvor
gänge durch andere Verbraucher oder durch das Zu- und Ab
schalten von Blindleistungskompensationskondensatoren in Ver
sorgungsnetzen oder Blitzeinschlag in Leitungen, in denen
dann eine Wanderwelle hoher Spannung entsteht. Weitere Ursa
chen sind induktive Beeinflussungen, z. B. durch Kurzschluß in
Versorgungsleitungen, insbesondere bei starrer Sternpunkter
dung, wodurch in benachbarte Leitungen starke Ströme indu
ziert werden können, sowie Beeinflussungen durch starke e
lektromagnetische Felder.
In den einschlägigen Normen wie beispielsweise der VDE 0160
wird deshalb der Nachweis gefordert, daß elektrische Geräte
energiereichen Überspannungsimpulsen widerstehen. Im Zuge der
Harmonisierung des Rechts der Mitgliedsstaaten der Euro
päischen Union als Folge des politischen Bestrebens, zu einem
offenen Europäischen Markt zu kommen, ist eine Richtlinie
erlassen worden, welche die Hersteller elektrischer Geräte
vom 01.01.1996 an zwingt, daß von ihnen hergestellte und in
den Verkehr gebrachte elektrische Geräte in der Richtlinie
festgelegte Anforderungen an die elektromagnetische Verträg
lichkeit, kurz EMV, erfüllen. EMV ist somit die Eigenschaft
eines Gerätes, in einer elektromagnetischen Umgebung befrie
digend zu funktionieren, ohne selbst mit unzulässig starken
elektromagnetischen Störungen die Umwelt zu belasten. Neben
der aktiven Emission von Störspannungen werden somit auch
Anforderungen an die passive Beeinflußbarkeit durch Überspan
nungen an ein elektrisches Gerät gestellt. Eine relevante
EMV-Richtlinie ist beispielsweise die EN50178. Somit bestehen
neben den einschlägigen Normen der VDE nunmehr auch europäi
sche Richtlinien, welche erfordern, daß ein elektrisches
Gerät Überspannungsimpulsen wiederstehen kann. Die Erfahrung
zeigt jedoch, daß die bisherige Auslegung elektrischer Geräte
nicht in allen Fällen ausreicht.
Es ist bekannt, daß herkömmliche Schaltungen zur Begrenzung
von Überspannungen beispielsweise Überspannungsbegrenzer wie
Varistoren und Gasableiter verwenden (vgl. D. Nührmann, Das
große Werkbuch Elektronik, Teil A, 5. Aufl. 1989, Franzis-
Verlags GmbH, München, S. 696ff.; Siemens Matushita Compo
nents GmbH & Co. KG, Marketing, 1992, Best. Nr. B5-P6204, S.
48, Abb. 23a. u. 23b.). Diese sind in der Regel, ein Dreipha
sensystem vorausgesetzt, in Form einer Dreieckschaltung zwi
schen die einzelnen Phasen geschaltet. Aufgrund der nicht
linearen Strom-Spannungs-Kennlinie des Varistors treten ent
sprechende Verzerrungen und damit Oberwellenbildungen auf,
die Spannungsverzerrungen resultieren lassen. Hinzu kommt,
daß für die Begrenzung schneller Überspannungsstörungen mit
großem dU/dt aufgrund der speziellen Spannungscharakteristik
von Varistoren die Ansprechzeit häufig nicht kurz genug be
messen werden kann.
Beim Auftreten von asymmetrischen Überspannungsimpulsen
stellt sich zusätzlich das Problem, daß sich die statischen
Gleichstromkennlinien eines Varistors von den dynamischen
Wechselstromkennlinien unterscheiden, da hier der Einfluß des
sich bildenden Scheinwiderstandes an Einfluß gewinnt. Aus
diesem Grund kann das Verhalten eines Varistors nicht gleich
zeitig für das Auftreten eines statischen Gleichspannungs
impulses als auch eines dynamischen Wechselspannungsimpulses
optimiert werden. Auch ist von Nachteil, daß im unteren
Schutzbereich unter 1000 Volt aufgrund von Varistoren imma
nenten Nichtlinearitäten keine ausreichende Begrenzung von
Überspannungen möglich ist.
Weiterhin ist bekannt, zur Begrenzung von Überspannungen am
Netzeingang beispielsweise eines Dreiphasensystems RC-Glieder
einzusetzen. Die Widerstände werden jeweils in Reihe zu den
einzelnen Phasen geschaltet, während die Kondenstoren in
Dreieckschaltung zwischen die einzelnen Phasen geschaltet
sind. Nachteilig bei dieser Methode ist jedoch, daß durch die
Verwendung von Leistungskondensatoren die zu verarbeitenden
hohen Energien in der Regel selbst bei sehr großer Dimensio
nierung nicht vollständig unterdrückt werden können. Solche
Maßnahmen sind eher zur Unterdrückung kleinerer aber dafür
steilflankiger Überspannungen geeignet. Aufgrund der erfor
derlichen großen Dimension solcher Leistungsbauteile sind
diese zumeist teuer und außerdem nicht printfähig. Hinzu
kommt, daß niederfrequente Störspannungen von den RC-Gliedern
nicht wirksam ausgefiltert werden, sondern aufintegriert
werden und so doch an das zu schützende elektrische Gerät
gelangen und dieses mit hoher Wahrscheinlichkeit zerstören.
Desweiteren verwendet man zur Begrenzung von Überspannungen
der elektrischen Schaltungen auch elektrische Strombegren
zungen, welche beispielsweise in einem Zweiphasen- oder
Dreiphasensystem im Anschluß an eine Gleichrichterschaltung
in den stromführenden Zweig geschaltet werden.
Bei den oben beschriebenen herkömmlichen Verfahren zur Be
grenzung von Überspannungen müssen demnach folgende Nachteile
in Kauf genommen werden. Bei der Verwendung von Über
spannungsbegrenzern wie z. B. Varistoren können Spannungsver
zerrungen auftreten und die Ansprechzeit der Varistoren ist
aufgrund deren spezieller Spannungscharakteristik häufig
nicht ausreichend kurz genug für Überspannungen mit großem
dU/dt. Zudem verbleibt aufgund der spezifischen Eigenschaften
von Varistoren gerade im kritischen Bereich unter 1000 Volt
ein "Schutzloch". Genau wie bei der Verwendung von RC-Glie
dern stellt sich das Problem, daß kein aktiver Ausgleich von
austretenden Überspannungsimpulsen möglich ist, sondern le
diglich auftretende Überspannungsimpulse zu einem großen Teil
gefiltert werden können. Bei RC-Gliedern gelangen Über
spannungen mit kleinem dU/dt doch an das zu schützende Gerät.
Somit ist dadurch nicht gewährleistet, daß die zu dem elek
trischen Gerät gelangende Versorgungsspannung auf einem kon
stanten, zulässigen Wert verbleibt. Bei der Verwendung einer
elektrischen Strombegrenzung ist ein aktives Nachstellen und
somit Konstanthalten des zum elektrischen Gerät gelangenden
Stromes zwar möglich, jedoch werden Überspannungsspitzen da
durch nicht verhindert.
Aus DE-Elektroniker Nr. 8/1978, S. 15-17 ist ein Verfahren und
eine Schaltungsanordnung zum Schutz elektrischer Geräte gegen
Gleichspannungsüberspannungen bekannt, bei der allerdings
keine Maßnahmen zum Schutz von durch Wechselspannungen ge
speisten Geräten entnehmbar sind. Gleiches gilt auch für den
Gegenstand der DE 34 25 235 C1. Die DE-Technische Mitteilung
aus dem Bereich Bauelemente der Firma Siemens, Z-Dioden,
1976, S. 10 zeigt ebenfalls eine Schaltungsanordnung und ein
Verfahren der eingangs genannten Art. Dabei sind jedoch le
diglich Maßnahmen zur Amplitudenbegrenzung offenbart, wobei
keine Leistungstransistoren mit deren entsprechenden Sperr
strecken in Reihe in jede Versorgungsleitung geschaltet sind.
Auch sind keine Hinweise auf einen Einsatz von in Sperrich
tung gepolten Leistungsdioden über der Sperrstrecke jedes
Leistungstransistors offenbart. Somit wird hier, wie auch bei
dem Gebrauchsmuster DE 91 14 784 U1, kein spannungsverzer
rungsfreier Schutz vor zu hohen Wechselspannungen für elekt
rische Verbraucher gewährleistet.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem gattungsgemäßen Ver
fahren bzw. einer gattungsgemäßen Schaltungsanordnung einen
Schutz von wechselspannungsgespeisten elektrischen Verbrau
chern vor Netzüberspannung zu erreichen, wobei Spannungsver
zerrungen vermieden werden.
Gemäß Anspruch 1 wird diese Aufgabe für das gattungsgemäße
Verfahren durch folgende Merkmale gelöst:
- 1. 1.1 in Reihe zum elektrischen Verbraucher wird in jede Ver sorgungsleitung in Reihe ein Leistungstransistor, insbe sondere ein Bipolartransistor mit isoliertem Gate, mit seiner Sperrstrecke geschaltet,
- 2. 1.2 die Sperrstrecke eines jeden Leistungstransistors wird mit einer in Sperrichtung gepolten Leistungsdiode ausrei chender Durchschlagsfestigkeit überbrückt,
- 3. 1.3 durch eine elektrische Steuereinrichtung wird jeder Lei stungstransistor so gesteuert, daß seine Sperrstrecke im Normalbetrieb eine minimale Durchlaßspannung aufweist,
- 4. 1.4 durch die elektrische Steuereinrichtung wird jeder Lei stungstransistor so gesteuert, daß an seiner Sperrstrecke bei Auftreten von Überspannung eine so hohe Spannung ab fällt, daß die Spannung an seinem Ausgang maximal so hoch ist, daß der nachfolgende elektrische Verbraucher diese sicher verarbeiten kann.
Eine alternative Lösung gemäß Anspruch 2
zeichnet sich dadurch aus, daß die Begrenzung der zu dem e
lektrischen Verbraucher gelangenden Überspannung so durch
geführt wird, daß diese Spannung auf einem konstanten Wert
gehalten werden kann. Diese Lösung ist dadurch gekenn
zeichnet daß sie folgende Merkmale aufweist:
- 1. 2.1 in Reihe zum elektrischen Verbraucher wird in jede Ver sorgungsleitung in Reihe ein Leistungstransistor, insbe sondere ein Bipolartransistor mit isoliertem Gate, mit seiner Sperrstrecke geschaltet,
- 2. 2.2 die Sperrstrecke eines jeden Leistungstransistors wird mit einer in Sperrichtung gepolten Leistungsdiode ausrei chender Durchschlagsfestigkeit überbrückt,
- 3. 2.3 durch eine elektrische Steuereinrichtung wird jeder Lei stungstransistor so gesteuert, daß seine Sperrstrecke im Normalbetrieb eine minimale Durchlaßspannung aufweist,
- 4. 2.4 durch die elektrische Steuereinrichtung wird jeder Lei stungstransistor so gesteuert, daß an seiner Sperrstrecke bei Auftreten von Überspannung eine so hohe Spannung ab fällt, daß die Spannung an seinem Ausgang konstant bleibt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der vorliegenden Er
findung arbeitet besonders genau und ist vor allem zum Ein
satz bei besonders empfindlichen und kritischen elektrischen
Geräten befähigt. Diese ist dadurch gekennzeichnet, daß sie
folgendes Merkmal aufweist:
- 1. 3.1 die Regelung der Ausgangspannung erfolgt durch einen kon tinuierlichen Betrieb in Form einer Linearregelung.
Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der vorliegenden Er
findung zeichnet sich dadurch aus, daß sie besonders einfach
zu realisieren ist und somit auch für weniger empfindliche
elektrische Verbraucher vorteilhaft eingesetzt werden kann.
Diese ist dadurch gekennzeichnet, daß sie folgendes Merkmal
aufweist:
- 1. 4.1 die Regelung der Ausgangspannung erfolgt durch schalten des Verhalten in Form einer Zweipunktregelung.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens gemäß
der vorliegenden Erfindung ist vor allem zur Verarbeitung ho
her Überspannungen mit großer Energie ausgelegt und ver
größert somit den Betriebsbereich. Diese ist dadurch gekenn
zeichnet, daß sie folgendes Merkmal aufweist:
- 1. 5.1 vor den Leistungstransistor wird durch einen Überspan nungsbegrenzer, insbesondere ein Varistor oder Gasablei ter, welcher jeweils zwischen zwei Phasen des Netzein ganges geschaltet wird, also im Falle eines Drei-Phasen- Netzes in Form einer Dreieckschaltung beschaltet wird, eine Grobfilterung von Überspannungen vorgenommen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung erweitert das erfindungsge
mäße Schutzkonzept, indem neben Überspannungen auch damit
verbundene hohe Ströme unterdrückt werden. Diese ist dadurch
gekennzeichnet, daß sie folgendes Merkmal aufweist:
- 1. 6.1 am Ausgang des Leistungstransistors wird eine elektrische Strombegrenzung nach einem herkömmlichen Verfahren ange fügt.
Gemäß der Erfindung wird ferner eine Schaltungsanordnung gemäß Anspruch 7
geschaffen, die besonders kostengüns
tig realisiert werden kann und effektiv arbeitet. Diese Vor
richtung ist gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- 1. 7.1 in jede Versorgungsleitung ist je ein Leistungstransi stor, insbesondere ein Bipolartransistor mit isoliertem Gate, mit seiner Sperrstrecke in Reihe mit einem elektri schen Verbraucher geschaltet,
- 2. 7.2 über die Sperrstrecke jedes Leistungstransistors ist eine Leistungsdiode mit ausreichend hoher Sperrfestigkeit in Sperrichtung geschaltet,
- 3. 7.3 die Steueranschlüsse der beiden Leistungstransistoren sind über zwei gegeneinander gepolte spannungsbegrenzende Bauelemente, über denen eine konstante Spannung abfällt, insbesondere Zenerdioden oder Supressordioden hoher Leis tung, miteinander verbunden,
- 4. 7.4 zwischen dem Steueranschluß und dem eingangsseitigen Anschluß der Sperrstrecke eines Leistungstransistors ist jeweils ein Widerstand geschaltet.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung gemäß
der vorliegenden Erfindung zeichnet sich durch einen beson
ders weiten Anwendungsbereich aus und besitzt darüber hinaus
den Vorteil, daß sie speziell auf die vorliegenden Gegeben
heiten abgestimmt werden kann. Dies ist dadurch gekennzeich
net, daß sie folgendes Merkmal aufweist:
- 1. 8.1 durch die Dimensionierung eines Kühlkörpers wird die Vor richtung an die Energie und die Häufigkeit der Über spannung angepaßt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesonde
re darin, daß elektrische Verbraucher wirksam vor in Ver
sorgungsnetzen auftretenden Überspannungsimpulsen geschützt
werden können. Darüber hinaus lassen sich durch die erfin
dungsgemäße Vorgehensweise die Anforderungen der einschlä
gigen Normen wie VDE und der EMV-Richtlinie mit geringem Auf
wand und besonderer Qualität erfüllen. Hinzu kommt, daß der
Ausgleich von Überspannungen auf aktive Art und Weise er
folgt, Spannungsverzerrungen, wie bei passiven Bauelementen
üblich, vermieden werden und die Ansprechzeit vor allem beim
Auftreten von steilflankigen Überspannungsimpulsen ausrei
chend kurz bemessen werden kann. Dazu kommt, daß besonders
der durch herkömmliche Schutzverfahren nicht hinreichend ab
gedeckte Bereich unter 1000 Volt wirksam vor Überspannungen
geschützt wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und wird im folgenden näher erläutert, wobei
gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen gattungsbildend
bezeichnet sind, gleiche Elemente jedoch nicht zwangsläufig
dieselben sind. Weitere Zeichnungen zeigen die in der Be
schreibungseinleitung gewürdigten herkömmlichen Verfahren zur
Begrenzung vor Überspannungen. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild zum eingangs geschilderten Stand
der Technik (DE-Elektroniker Nr. 8/1978), das eine Be
grenzung von Überspannungsimpulsen durch Linearregelung
am Beispiel eines Dreiphasennetzes mit anschließender
Gleichrichtung aufzeigt,
Fig. 2 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Begrenzung von Überspannungsimpulsen bei wechsels
pannungsgespeisten elektrischen Verbrauchern durch Li
nearregelung am Beispiel eines Zweiphasennetzes,
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung
zur Begrenzung von Überspannungsimpulsen mit Zweipunk
tregelung am Beispiel eines Dreiphasennetzes mit an
schließender Gleichrichtung,
Fig. 4 eine Prinzipskizze der herkömmlichen Begrenzung von Ü
berspannungen mit Hilfe von Varistoren,
Fig. 5 eine Prinzipskizze der herkömmlichen Verwendung von RC-
Gliedern zur Begrenzung von Überspannung und
Fig. 6 eine Prinzipskizze der Verwendung von elektrischen
Strombegrenzungen zur Begrenzung von Überspannungen.
In der Darstellung gemäß Fig. 1 ist ein Blockschaltbild ge
zeigt, welches eine prinzipiell bekannte Vorrichtung zur Be
grenzung von Überspannungen mittels einer Linearregelung wie
dergibt. Dies ist anhand eines Beispiels mit einem Dreipha
sendrehstromsystem L1, L2 und L3 und darauffolgendem Gleich
richter GR ausgeführt. Die am Ausgang des Gleichrichters GR
abgegriffene Spannung ist durch den Pfeil UE gekennzeichnet,
welcher die Eingangsspannung zu der darauffolgenden Schaltung
kennzeichnet und von Punkt 1 nach Punkt 4 verläuft. Ein Leis
tungstransistor T, im Falle des Ausführungsbeispieles ein Bi
polartransistor mit isoliertem Gate, ist mit seiner Sperr
strecke zwischen den Punkten 1 und 2 in Reihe mit einem dar
auffolgenden elektrischen Verbraucher V geschaltet. Der drit
te Anschluß des Bipolartransistors T, der Steueranschluß, ist
über eine Supressordiode SD hoher Leistung mit dem zweiten,
die Versorgungsspannung zum elektrischen Verbraucher V füh
renden Anschluß 4 verbunden. Desweiteren ist der Steueran
schluß 3 des Bipolartransistors T mit dem die gleichgerichte
te Versorgungsspannung führenden Anschluß 1 des Bipolar
transistors T über einen Widerstand R verbunden. Die über der
Sperrstrecke des Bipolartransistors T abfallende Spannung ist
mit einem Spannungspfeil U12 bezeichnet. Desweiteren ist die
Spannung über dem Widerstand R mit einem Spannungspfeil U13
gekennzeichnet, der vom Anschluß 1 nach Anschluß 3 verläuft.
Die Spannung über der Supressordiode SD ist mit einem Span
nungspfeil U34 gekennzeichnet, der von Punkt 3 nach Punkt 4
verläuft. Die Überspannungsbegrenzte Ausgangsspannung, welche
zum elektrischen Verbraucher V gelangt, wird an den Punkten 2
und 4 abgegriffen und ist durch einen Spannungspfeil UA ge
kennzeichnet, der von Punkt 2 nach Punkt 4 verläuft.
Im folgenden wird zunächst auf die Wirkungsweise der Schal
tung nach Fig. 1 eingegangen. Um einen elektrischen Verbrau
cher V aktiv vor Überspannungen auf dem Versorgungsnetz, wel
che an dem Eingang des elektrischen Verbrauchers V erschei
nen, zu schützen, bedarf es der Verwendung aktiver elektroni
scher Bauelemente. Dazu wird in der
Schaltung, welches für Gleichspannung und somit
Überspannungen positiver Polarität ausgelegt ist, ein beson
ders geeigneter Bipolartransistor T mit isoliertem Gate als
Steueranschluß eingesetzt. Dieser wird mit seiner Sperr
strecke direkt in Reihe in eine der Versorgungsleitung ge
schaltet, welche zu dem elektrischen Verbraucher V führt. Ein
solcher Bipolartransistor T mit isoliertem Gate besitzt den
Vorteil, daß er große Leistungen verarbeiten kann, so daß er
hohe Sperrspannungen über seiner Sperrstrecke verträgt.
Gleichzeitig besitzt er den Vorteil, daß sich die Sperr
strecke über den isolierten Steueranschluß quasi leistungslos
schalten läßt, was zur Folge hat, daß zum Schalten nur
geringe Ströme benötigt werden, so daß die dadurch verur
sachte Verlustleistung gering gehalten werden kann. An den
Steueranschluß des Bipolartransistors mit isoliertem Gate T
ist eine Supressordiode SD geschaltet, welche mit ihrem zwei
ten Anschluß direkt mit der anderen zum elektrischen Ver
braucher V führenden Versorgungsleitung verbunden ist. Eine
solche Supressordiode SD zeichnet sich, wie auch der
Bipolartransistor mit isoliertem Gate, dadurch aus, daß sie
hohe Spannungen verarbeiten kann. Zur weiteren Ansteuerung
des Steueranschlusses des Bipolartransistors T mit isoliertem
Gate ist dieser, gekennzeichnet durch Punkt 3, über einen
Widerstand R, welcher in seiner Leistung an die zu verarbei
tende bzw. zu begrenzende Überspannung angepaßt sein muß, mit
dem Anschluß der Sperrstrecke des Bipolartransistors T ver
bunden, welcher zum Versorgungsnetz hinzeigt.
Liegt eine vom Versorgungsnetz gelieferte Spannung, im vor
liegenden Ausführungsbeispiel ist dies eine gleichgerichtete
Spannung UE, im zulässigen Bereich der Versorgungsspannung,
so wird der Bipolartransistor T mit isoliertem Gate durchge
schaltet, was zur Folge hat, daß seine Sperrstrecke sehr
niederohmig wird und eine darüber abfallende Spannung U12 ge
gen 0 V geht. Dies geschieht dadurch, daß der über den Wider
stand R fließende Strom den Bipolartransistor T mit isolier
tem Gate durchsteuert, weil über die Supressordiode SD, wel
che im Bereich der normalen Versorgungsspannung nicht durch
schaltet, kein Strom fließen kann.
Tritt nun in der Versorgungsspannung UE eine Überspannung
auf, so wirkt sich diese Spannungserhöhung auch auf die
Supressordiode SD aus. Sowohl die Spannung U13 über dem
Widerstand R als auch die Spannung U34 über der Supressordi
ode steigen mit zunehmender Erhöhung von UE. Bei geeigneter
Dimensionierung der Durchschaltspannung der Supressordiode SD
schaltet diese bei Erreichen des Schwellwertes durch und der
über den Widerstand R fließende Strom, welcher bisher den
Bipolartransistor mit isolierendem Gate T durchgeschaltet
hat, fließt zu einem Großteil über die Supressordiode SD ab.
Dies ist vor allem daher der Fall, weil der Bipolartransistor
T mit isoliertem Gate aufgrund des isolierten Steueranschlus
ses quasi leistungslos geschaltet wird und nur einen sehr
geringen Strom aufnimmt. Dies hat nun zur Folge, daß der
Bipolartransistor T mit isoliertem Gate über seiner Sperr
strecke zunehmend hochohmig wird und darüber eine Spannung
U12 abfällt. Dieser Spannungsabfall wiederum bewirkt, daß
sich die am Ausgang des Bipolartransistors T zu messende
Spannung UA, welche zu dem zu versorgenden elektrischen
Verbraucher V gelangt, eben um diesen Spannungsbetrag U12
vermindert wird. Die durch eine Überspannung im Versorgungs
netz verursachte Differenz zwischen benötigter Versorgungs
spannung UE und dem tatsächlichen Wert von UE entspricht
somit dem Wert der Spannung U12, welcher über der Sperr
strecke des Bipolartransistors T mit isoliertem Gate abfällt.
Da die Spannung über der Sperrstrecke des Bipolarransistors T
somit jeweils der Differenz zwischen erwünschter und tatsäch
lich vorhandener Eingangsspannung UE entspricht, erfolgt die
Überspannungsbegrenzung kontinuierlich in Form einer Linear
regelung. Die Ausgangsspannung UA wird somit konstant gehal
ten.
Bevor die Darstellung gemäß Fig. 2 beschrieben wird, sei zu
nächst auf Fig. 3 eingegangen.
In der Darstellung gemäß Fig. 3 ist ein Blockschaltbild ge
zeigt, welches eine
Vorrichtung zur Begrenzung von Überspannungen
mittels einer Zweipunktregelung wiedergibt. Dabei ist der
Aufbau in wesentlichen Teilen identisch mit der Darstellung
in Fig. 1. Lediglich die Supressordiode SD aus Fig. 1 ist durch
einen Komparator K mit entsprechender Beschaltung ersetzt.
Der Ausgang des Komparators K ist mit dem Steueranschluß 3
des Bipolartransistors T mit isoliertem Gate verbunden. Der
Referenzeingang, also der nicht-invertierende Eingang des
Komparators, wird mit einer Referenzspannung UEref beauf
schlagt, deren Wert proportional zur gewünschten Eingangs
spannung für den elektronischen Verbraucher V ist. Der inver
tierende Eingang des Komparators K liegt an einem Wider
standsteiler Ra und Rb, über dem die tatsächliche Versor
gungsspannung UE abfällt.
Zur Realisierung eines einfacheren Regelungskonzeptes, einer
Zweipunktregelung mit schaltendem Verhalten, wird die Supres
sordiode SD aus Fig. 1 durch einen Komparator K in Fig. 3 er
setzt. Der Komparator K ist mit seinem Ausgang an Punkt 3,
den Steueranschluß des Bipolartransistors T, angeschlossen.
Bei einem nichtinvertierenden Eingang wird der Komparator K
mit einer Referenzspannung UERef beaufschlagt. Der invertie
rende Eingang liegt an einem Widerstandsteiler Ra und Rb, der
direkt nach dem Gleichrichter GR zwischen die beiden Versor
gungsleitungen geschaltet ist. Über diesen Widerstandsteiler
Ra und Rb gelangen tatsächliche Spannungsänderungen an der
Versorgungsspannung, beispielsweise durch Blitzeinschlag ver
ursachte Überspannung, zum Komparator K. Über die Dimen
sionierung des Widerstandsteilers Ra und Rb lassen sich die
Schaltpunkte zu Zweipunktregelungen entsprechend den ge
wünschten Werten für den zu schützenden elektrischen Verbrau
cher V einstellen. Kommt es nun zu Abweichungen zwischen der
tatsächlichen über dem Widerstand Rb abfallenden Spannung und
Referenzspannung UERef, so schaltet der Ausgang des Kompara
tors durch und entzieht wie zuvor die Supressordiode SD den
über den Leistungswiderstand R fließenden Strom, welcher den
Bipolartransistor T durchschaltet. Auf diese Art und Weise
gelangt der Bipolartransistor T in den Sperrzustand und über
seiner Sperrstrecke fällt eine Spannung U12 ab, welche den
durch die Überspannung verursachten Wert der Versorgungs
spannung auf ein für den elektrischen Verbraucher V unschäd
lichen Wert begrenzt.
In der Darstellung in Fig. 2 ist ein Blockschaltbild der er
findungsgemäßen Vorrichtung zur Begrenzung von Überspan
nungsimpulsen bei wechselspannungsgespeisten elektrischen
Verbrauchern durch Linearregelung am Beispiel eines Zweipha
sennetzes gezeigt. Dazu ist in beide Versorgungsleitungen je
weils ein Bipolartransistor T1 und T2 mit seiner Sperrstrecke
geschaltet, welcher jeweils durch eine in Sperrichtung gepol
te Diode D1 bzw. D2 überbrückt ist. Die beiden Steueran
schlüsse 3' und 4' der beiden Transistoren sind über zwei ge
geneinander gepolte Zehnerdioden ZD1 und ZD2 miteinander ver
bunden. Außerdem sind beide Steueranschlüsse jeweils über ei
nen Widerstand R1, R2 mit dem zum Versorgungsnetz gerichteten
Anschluß 1' und 5' der Sperrstrecke des jeweiligen Transis
tors verbunden.
Die in den beiden nach Fig. 1 und 3
dargestellte Überspannungsbegrenzung wird bei
durch Gleichspannung gespeisten elektrischen Verbrauchern
verwendet. Gemäß der vorlie
genden Erfingung wird entsprechend Fig. 2 für Wechsel
spannungen in jede der zu dem elektrischen Verbraucher
V führenden Zuleitungen ein Bipolartransistor in der weiter
oben dargestellten Art und und Weise geschaltet. Im Fal
le einer Zweiphasenwechselspannung gelangen so zwei Bipo
lartransistoren T1 und T2 mit isoliertem Gate zum Einsatz. Da
aufgrund des Polaritätswechsels der Versorgungsspannung beim
Durchschalten eines der Bipolartransistoren T1 und T2 in der
Regel der andere Transistor gesperrt wird, ist durch diese
Schaltungsmaßnahme allein ein Stromfluß nicht möglich. Aus
diesem Grund werden erfindungsgemäß über beide Sperrstrecken
der Bipolartransistoren T1 und T2 Dioden D1 und D2, bevorzug
terweise Leistungsdioden, geschaltet, die jeweils in Sperr
richtung gepolt sind. Wird ein Bipolartransistor, beispiels
weise T1, aufgund einer Überspannung in den Sperrzustand
gesteuert, so schaltet der andere, T2, durch und der Betrieb
ist unproblematisch. Ist der Bipolartransistor T1 jedoch
durchgesteuert, so sperrt T2, ohne daß dadurch eine Überspan
nung ausgeglichen werden soll. In diesem Fall ist der Betrieb
problematisch, weil ein Stromfluß so nicht möglich ist. Über
die die Sperrstrecke von T2 überbrückende Diode D2 jedoch
kann der Strom fließen und es wird somit ein ungestörter
Stromfluß ermöglicht. Die über der jeweiligen Diode D1 bzw.
D2 abfallende Verlustspannung von 0,7 Volt ist in der Regel
gegenüber der einen elektrischen Verbraucher V versorgenden
Ausgangsspannung, beispielsweise 220 Volt, vernachlässigbar.
Zum Ansteuern der beiden Bipolartransistoren T1 und T2 für
eine Linearregelung ist der eingangsseitige Anschluß jedes
Transistors über einen Widerstand R1 und R2 mit seinem
Steuranschluß verbunden. Über den jeweiligen Widerstand R1
bzw. R2 fließt der Strom einer Halbwelle und steuert den
Bipolartransistor T1 bzw. T2 durch, sofern die Spannung im
zulässigen Bereich liegt. Als die Begrenzung einer eventuel
len Überspannung auslösendes Element wird ein Bauelement
eingesetzt, an dem eine konstante Spannung abfällt. Im vor
liegenden Ausführungsbeispiel sind dies beispielsweise in
Sperrichtung gepolte Zehnerdioden ZD1 und ZD2 mit geeigneter
Durchbruchspannung. Über solche Zehnerdioden ZD1 und ZD2,
welche jeweils in Sperrichtung an den Steueranschluß des
dazugehörigen Bipolartransistors T1 bzw. T2 geschaltet sind,
fließt nach Durchbruch ein Teil des Stromes ab, welcher zuvor
den Bipolartransistor T1 bzw. T2 durchgesteuert hat. Die
beiden im Ausführungsbeispiel verwendeten Zehnerdioden ZD1
und ZD2 sind somit gegeneinander gepolt. Zusätzlich werden
sie direkt miteinander verbunden. Das hat zur Folge, daß bei
Überspannung immer eine der beiden Zehnerdioden ZD1 bzw. ZD2
durchbricht und eine konstante Spannung darüber abfällt, wäh
rend die andere durchschaltet. Bei der Bemessung der für eine
bestimmte Überspannung erforderlichen Durchbruchspannung sind
die Durchlaßspannung der anderen Diode ZD1 bzw. ZD2 sowie der
Spannungsabfall über den beiden Widerständen R1 und auch R2
zu berücksichtigen. Alternativ kann anstelle der beiden ge
genläufig gepolten Zehnerdioden ZD1 bzw. ZD2 auch ein direkt
wechselspannungsbegrenzendes Bauelement wie eine spezielle
Supressordiode SD eingesetzt werden. Unabhängig von der Vari
ante wird auf diese Weise eine Überspannung, egal in welcher
der Halbwellen sie auftritt bzw. welches Vorzeichen sie auf
weist, wirksam durch einen dem Wert der Überspannung entspre
chenden Spannungsabfall über der Sperrstrecke des jeweiligen
Transistors ausgeglichen. Bei der Bemessung der Dioden D1 und
D2 ist zu beachten, daß deren Sperrspannung im Rahmen der
auftretenden Spannung über dem Bipolartransistor T1 bzw. T2
liegt.
Auch in Verbindung mit der Vorrichtung nach Fig. 2 ist eine
Schaltungsvariante vorstellbar, die anstelle der beiden Zeh
nerdioden ZD1 und ZD2 einen Komparator K einsetzt und mit
diesem eine Zweipunktregelung zur Begrenzung von Überspannun
gen alternierender Polarität in Anlehnung an die Schaltungs
variante nach Fig. 3 realisiert.
In der Darstellung in Fig. 4 ist eine Prinzipskizze zur Be
grenzung von Überspannung mit Varistoren Va gezeigt. Die
Schaltung ist beispielhaft anhand eines Dreiphasendreh
stromsystems mit den Leitern L1, L2 und L3 gezeigt. Dazu wer
den die Varistorn Va in Dreieckschaltung zwischen die ein
zelnen Phasen geschaltet, so daß jeweils ein Varistor Va zwi
schen Leiter L1 und L2 verläuft, ein weiterer zwischen Leiter
L2 und L3 und ein dritter Varistor Va zwischen den
beiden Leitern L1 und L3. Auf die Wirkungsweise des Varistors
ist in der Beschreibungseinleitung bereits eingegangen wor
den.
Soll die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Begrenzung von
Überspannungen an Versorgungsnetze mit sehr hohen Versor
gungsspannungen angeschlossen werden oder besteht die Gefahr
von besonders energiereichen Überspannungsimpulsen, so werden
in einer besonders darauf abgestimmten Ausführungsform vor
die bisher dargestellte Vorrichtung nach Fig. 1, Fig. 2 oder
Fig. 3 ein oder mehrere weitere Überspannungsbegrenzer ge
schaltet. Ein solcher Überspannungsbegrenzer kann beispiels
weise ein Varistor sein, welcher in der in Fig. 4 gezeigten
Art und Weise bei Verwendung eines Drei-Phasen-Netzes in Form
einer Dreieckschaltung zwischen die einzelnen Phasen L1, L2
und L3 geschaltet wird. Dies hat zur Folge, daß besonders
energiereiche Überspannungsspitzen bereits durch die Varisto
ren Va auf ein geringeres Maß begrenzt werden, welches dann
von der erfindungsgemäßen Vorrichtung weiterverarbeitet wer
den kann. Eine solche kombinierte Vorrichtung arbeitet vor
allem deshalb sehr effektiv, da diese beiden aufeinanderfol
genden Stufen jeweils einen unterschiedlichen Bereich von
Überspannungsimpulsen begrenzen, der von der jeweils anderen
Stufe nicht verarbeitet werden kann. Da die Varistoren sehr
träge reagieren, im Bereich unter 1000 V ein sogenanntes
"Schutzloch" besitzen und darüber hinaus ein nicht lineares
Verhalten aufweisen, eignet sich die erfindungsgemäße Vor
richtung besonders in Kombination mit einem solchen herkömm
lichen Verfahren zur Überspannungsbegrenzung, da erfindungs
gemäß eine aktive Begrenzung vor allem im Schutzbereich von
unter 1000 V durchgeführt wird. Die erfindungsgemäße Vorrich
tung ist aufgrund der Verwendung eines extrem schnellen
Bipolartransistors mit isoliertem Gate in der Lage, auch
solche Spannungsimpulse mit großen dU/dt wirksam zu begren
zen. Hinzu kommt, daß vor allem mit Verwendung einer Supres
sordiode SD, also der Realisierung einer Linearregelung, ein
lineares Ausregeln von Überspannungsimpulsen möglich ist.
In der Zeichnung in Fig. 5 ist eine Prinzipskizze zur Verwen
dung von ebenfalls eingangs bezüglich ihrer Arbeitsweise
geschilderten RC-Gliedern zur Begrenzung von Überspannungen
gezeigt wie sie in herkömmlichen Vorrichtungen zur Überspan
nungsbegrenzung eingesetzt werden. Ebenfalls ist dies anhand
eines Dreiphasendrehstromsystems mit den Leitern L1, L2 und
L3 gezeigt. In Reihe zu jedem der drei genannten Leiter ist
ein Widerstand Rc geschaltet. Die Kondensatoren C sind, wie
die Varistoren Va in Fig. 2, in Form einer Dreieckschaltung im
Anschluß an die verwendeten Widerstände Rc zwischen die drei
Phasen L1, L2 und L3 geschaltet.
In der Zeichnung in Fig. 6 ist eine Prinzipskizze zur Verwen
dung von einer elektrischen Strombegrenzung gezeigt. Eben
falls wurde ein Dreiphasendrehstromsystem beispielhaft einge
setzt. Die Dreiphasenwechselspannung wird jedoch in einem
Gleichrichter GR zu einer Gleichspannung gleichgerichtet. In
eine der beiden diese Spannung führenden Versorgungsleitungen
wird eine Standardschaltung zur Strombegrenzung in Reihe zum
elektrischen Verbraucher geschaltet.
Die mit Bezug auf Fig. 4 beschriebene Vorrichtung läßt sich
noch weiter verbessern, indem im Anschluß an die erfindungs
gemäße Vorrichtung zusätzlich eine elektrische Strombegren
zung, beispielsweise nach dem in Fig. 6 dargestellten herkömm
lichen Verfahren, angefügt wird. Die elektrische Strombegren
zung wird an die Punkte 2 und 3 der Blockschaltbilder aus Fig.
1 und Fig. 2 angeschaltet und besitzt somit den Vorteil, daß
neben Überspannungsspitzen auch hohe Ströme, welche den
nachgeschalteten Verbraucher V ebenfalls beschädigen können,
beschränken.
Sofern das Auftreten von Überspannungen hinsichtlich der da
bei auftretenden Energie und der Häufigkeit von Überspan
nungsspitzen ungefähr bekannt ist, ergibt sich eine einfache
Möglichkeit der Dimensionierung der erfindungsgemäßen Vor
richtung für unterschiedliche elektrische Verbraucher unter
schiedlicher Leistungsaufnahme. Durch die Dimensionierung
eines Kühlkörpers für den oder die Transistoren T und/oder
Leistungswiderstände R läßt sich die Vorrichtung so auslegen,
daß die bei der Begrenzung der auftretenden Überspannungen zu
vernichtenden Energien ohne Zerstörung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung verarbeitet werden können.
Claims (8)
1. Verfahren zum Schutz von durch Wechselspannung gespeisten
elektrischen Verbrauchern (V) gegen Netzüberspannungen, wo
bei Schaltungsmaßnahmen getroffen werden, die zwischen dem
Netzeingang und der Schaltung des zugrunde liegenden elek
trischen Gerätes vorgenommen werden, gekennzeich
net durch folgende Merkmale:
- 1. 1.1 in Reihe zum elektrischen Verbraucher (V) wird in jede Versorgungsleitung in Reihe ein Leistungstransistor (T1, T2), insbesondere ein Bipolartransistor mit isoliertem Gate, mit seiner Sperrstrecke geschaltet,
- 2. 1.2 die Sperrstrecke eines jeden Leistungstransistors (T1, T2) wird mit einer in Sperrichtung gepolten Leistungs diode (D1, D2) ausreichender Durchschlagsfestigkeit über brückt.
- 3. 1.3 durch eine elektrische Steuereinrichtung wird jeder Lei stungstransistor (T1, T2) so gesteuert, daß seine Sperr strecke im Normalbetrieb eine minimale Durchlaßspannung aufweist,
- 4. 1.4 durch die elektrische Steuereinrichtung wird jeder Lei stungstransistor (T1, T2) so gesteuert, daß an seiner Sperrstrecke bei Auftreten von Überspannung eine so hohe Spannung (U12, U56) abfällt, daß die Spannung an seinem Ausgang (UA) maximal so hoch ist, daß der nachfolgende elektrische Verbraucher (V) diese sicher verarbeiten kann.
2. Verfahren zum Schutz von durch Wechselspannung gespeisten
elektrischen Verbrauchern (V) gegen Netzüberspannungen, wo
bei Schaltungsmaßnahmen getroffen werden, die zwischen dem
Netzeingang und der Schaltung des zugrunde liegenden elek
trischen Gerätes vorgenommen werden, gekennzeich
net durch folgende Merkmale:
- 1. 2.1 in Reihe zum elektrischen Verbraucher (V) wird in jede Versorgungsleitung in Reihe ein Leistungstransistor (T1, T2), insbesondere ein Bipolartransistor mit isoliertem Gate, mit seiner Sperrstrecke geschaltet,
- 2. 2.2 die Sperrstrecke eines jeden Leistungstransistors (T1, T2) wird mit einer in Sperrichtung gepolten Leistungs diode (D1, D2) ausreichender Durchschlagsfestigkeit über brückt.
- 3. 2.3 durch eine elektrische Steuereinrichtung wird jeder Lei stungstransistor (T1, T2) so gesteuert, daß seine Sperr strecke im Normalbetrieb eine minimale Durchlaßspannung aufweist,
- 4. 2.4 durch die elektrische Steuereinrichtung wird jeder Lei stungstransistor (T1, T2) so gesteuert, daß an seiner Sperrstrecke bei Auftreten von Überspannung eine so hohe Spannung(U12, U56) abfällt, daß die Spannung an seinem Ausgang (UA) konstant bleibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeich
net durch folgendes Merkmal:
- 1. 3.1 die Regelung der Ausgangspannung erfolgt durch einen kontinuierlichen Betrieb in Form einer Linearregelung.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeich
net durch folgendes Merkmal:
- 1. 4.1 die Regelung der Ausgangspannung erfolgt durch schalten des Verhalten in Form einer Zweipunktregelung.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, ge
kennzeichnet durch folgendes Merkmal:
- 1. 5.1 vor jeden Leistungstransistor (T1, T2) wird durch einen Überspannungsbegrenzer, insbesondere ein Varistor (Va) oder Gasableiter, welcher jeweils zwischen zwei Phasen des Netzeinganges geschaltet wird, also im Falle eines Drei-Phasen-Netzes (L1, L2, L3) in Form einer Dreieck schaltung beschaltet wird, eine Grobfilterung von Über spannungen vorgenommen.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, ge
kennzeichnet durch folgendes Merkmal:
- 1. 6.1 am Ausgang des Leistungstransistors (T) wird eine elek trische Strombegrenzung (SB) nach einem herkömmlichen Verfahren angefügt.
7. Schaltungsanordnung zum Schutz von durch Wechselspannung
gespeisten elektrischen Geräten gegen Netzüberspannungen,
die zwischen dem Netzeingang und dem Verbraucher angeordnet
ist, gekennzeichnet durch folgende Merkma
le:
- 1. 7.1 in jede Versorgungsleitung ist je ein Leistungstransi stor (T1, T2), insbesondere ein Bipolartransistor mit isoliertem Gate, mit seiner Sperrstrecke in Reihe mit einem elektrischen Verbraucher (V) geschaltet,
- 2. 7.2 über die Sperrstrecke jedes Leistungstransistors ist ei ne Leistungsdiode (D1, D2) mit ausreichend hoher Sperr festigkeit in Sperrichtung geschaltet,
- 3. 7.3 die Steueranschlüsse der beiden Leistungstransistoren (T1, T2) sind über zwei gegeneinander gepolte spannungs begrenzende Bauelemente (ZD1, ZD2), über denen eine kon stante Spannung abfällt, insbesondere Zenerdioden oder Supressordioden hoher Leistung, miteinander verbunden,
- 4. 7.4 zwischen dem Steueranschluß und dem eingangsseitigen An schluß der Sperrstrecke eines Leistungstransistors (T1, T2) ist jeweils ein Widerstand (R1, R2) geschaltet.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, gekenn
zeichnet durch folgendes Merkmal:
- 1. 8.1 durch die Dimensionierung eines Kühlkörpers wird die Schaltungsanordnung an die Energie und die Häufigkeit der Überspannung angepaßt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995104124 DE19504124C2 (de) | 1995-02-08 | 1995-02-08 | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Schutz von durch Wechselspannung gespeisten elektrischen Verbrauchern gegen Netzüberspannungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995104124 DE19504124C2 (de) | 1995-02-08 | 1995-02-08 | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Schutz von durch Wechselspannung gespeisten elektrischen Verbrauchern gegen Netzüberspannungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19504124A1 DE19504124A1 (de) | 1996-08-22 |
| DE19504124C2 true DE19504124C2 (de) | 2000-09-28 |
Family
ID=7753450
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995104124 Expired - Fee Related DE19504124C2 (de) | 1995-02-08 | 1995-02-08 | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Schutz von durch Wechselspannung gespeisten elektrischen Verbrauchern gegen Netzüberspannungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19504124C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8619397B2 (en) * | 2011-01-31 | 2013-12-31 | Fairchild Semiconductor Corporation | Non-linear power management device for input power protection |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9114784U1 (de) * | 1991-11-27 | 1992-01-16 | Siemens AG, 8000 München | Überspannungsschutzmittel |
| DE3425235C1 (de) * | 1984-07-14 | 1992-03-12 | bso Steuerungstechnik GmbH, 6603 Sulzbach | Schaltungsanordnung zum Schutze elektronischer Schaltungen gegen Überspannung |
-
1995
- 1995-02-08 DE DE1995104124 patent/DE19504124C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3425235C1 (de) * | 1984-07-14 | 1992-03-12 | bso Steuerungstechnik GmbH, 6603 Sulzbach | Schaltungsanordnung zum Schutze elektronischer Schaltungen gegen Überspannung |
| DE9114784U1 (de) * | 1991-11-27 | 1992-01-16 | Siemens AG, 8000 München | Überspannungsschutzmittel |
Non-Patent Citations (4)
| Title |
|---|
| DE - Elektroniker Nr. 8/1978, S. 15-17 * |
| DE - Tech. Mitteilung aus dem Bereich Bauelemente der Firma Siemens, Z-Dioden, 1976, S. 10 * |
| Nührmann: Das große Werkbuch Elektronik, Teil A, 5.Aufl.1989, Franzis-Verlags GmbH München s.696ff * |
| Siemens Matushita Components GmbH & Co. KG, Marke-ting, 1992, Best.Nr. B5-P6204, S.48 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19504124A1 (de) | 1996-08-22 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP3059828B1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur fehlerstromdetektion | |
| DE2211828A1 (de) | Statische Gleichstromschalter-Anordnung | |
| DE102016217425A1 (de) | Energieversorgung | |
| WO1997036373A1 (de) | Elektronisches abzweigschaltgerät | |
| EP2523296A1 (de) | Schaltungsanordnung zum Bereitstellen eines Überspannungsschutzes und Verfahren zu deren Betrieb | |
| DE102014116594A1 (de) | Spannungssteuerschaltkreis für einen Feldgerätekoppler | |
| DE2852582C2 (de) | ||
| DE3420003A1 (de) | Anordnung zum verhindern uebermaessiger verlustleistung in einer leistungsschalthalbleitervorrichtung | |
| EP0561149B1 (de) | Anordnung zur Stromversorgung einer Elektronik aus einem Drehstromnetz | |
| DE2019937B2 (de) | Einrichtung zum schutz von in explosionsgefaehrdeten raeumen befindlichen verbrauchern und/oder messwertgebern | |
| EP0339598A2 (de) | Schutzschaltung für kapazitive Lasten | |
| EP0707377B1 (de) | Stromversorgungseinrichtung | |
| DE19504124C2 (de) | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Schutz von durch Wechselspannung gespeisten elektrischen Verbrauchern gegen Netzüberspannungen | |
| DE60001279T2 (de) | Erdfehler-schutzeinrichtung für die wicklung einer elektrischen maschine | |
| DE2223828B2 (de) | Überstromschutzanordnung | |
| DE3814251C1 (en) | Protective circuit for capacitive loads | |
| EP3621168A2 (de) | Verfahren zur kontrolle von stosskurzschlussströmen sowie halbleiter-kontrollvorrichtung dafür | |
| DE4011415C2 (de) | ||
| DE2819204C2 (de) | Schaltungsanordnung für eine gleich- und/oder wechselstromsensitive mit Verstärker versehene Fehlerstrom-Schutzschaltung | |
| EP1011183A2 (de) | Fehlerstromschutzschaltungsanordnung | |
| DE102021202171A1 (de) | Fehlerstromschutzeinheit | |
| DE3621523A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum schutz gegen spannungs/strom-stoesse | |
| DE2409901C3 (de) | Schaltungsanordnung zum Überlastungsschutz von spannungsempfindlichen Einrichtungen | |
| DE102006034351A1 (de) | Treiberstufe für ein Leistungshalbleiterbauelement | |
| DE19504123A1 (de) | Schaltung zur Spannungsbegrenzung und Dämpfung in Dreiphasennetzen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |