DE19503398A1 - Verfahren und Maschine zum Abspulen und Verbinden von Spulen mit streifenförmigem Material - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Abspulen und Verbinden von Spulen mit streifenförmigem MaterialInfo
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Description
In der kontinuierlichen Druck- und Verpackungstechnik sind
Maschinen bekannt, welche eine Spule mit streifenförmigem
Material, das der Anlage zugeführt werden soll, mit hoher
Geschwindigkeit abspulen.
Um den Stillstand der Anlage zu vermeiden, wenn eine
aufgebrauchte Spule zu ersetzen ist, wurden seit längerer Zeit
Abspulmaschinen vorgeschlagen, welche die automatische
Verbindung zwischen dem Streifenende der sich aufbrauchenden
Spule mit dem Anfangsstück des Streifens einer neuen Spule
verbinden, damit die Kontinuität der Zufuhr gewährleistet
wird.
Es sind beispielsweise Abspulmaschinen mit einer rotierenden
Halterungsgruppe bekannt, die aus Halterungen zum Tragen von
Spulen in paralleler Position besteht. Die Halterungsgruppe
ist mit einem Motor ausgestattet, damit sie um eine
Symmetrieachse drehbar ist und so eine der beiden Halterungen
abwechselnd in die Stellung zum Abwickeln der Spule und die
andere in die Stellung zum Aufsetzen/Abnehmen der Spule
bringt. Während eine Spule auf der Halterung abgespult wird,
kann auf diese Weise eine neue Spule auf die andere Halterung
aufgesetzt werden. Während die sich abwickelnde Spule sich dem
Ende nähert, dreht sich die Halterungsgruppe, so daß die
beiden Spulen den Platz wechseln. Wenn die sich abwickelnde
Spule aufgebraucht ist, vereint eine Verbindungsvorrichtung im
Betrieb das Endstück der Spule mit dem Anfangsstück der neuen
Spule, welche sich nun in Abspulstellung befindet. Die
aufgebrauchte Spule, welche sich nunmehr in Aufsetz/Abnahme
stellung befindet, kann daher durch eine neue Spule
für den nachfolgenden Wechsel ersetzt werden.
Bei Abspulmaschinen ist es natürlich wichtig, daß der
abgespulte Streifen immer eine präzise Querstellung beibehält,
wie sie von den beschickten Maschinen gefordert wird. Aufgrund
der Abweichungen beim Aufwickeln der Spulen ist es jedoch
nicht ausreichend, auf die Querpositionierung bei der
Anbringung der Spule auf der Maschine zu achten. Aufgrund der
Abweichungen bei der Bearbeitung sind die Spulen nämlich oft
nicht exakt Windung auf Windung aufgewickelt, und der Streifen
neigt beim Abspulen daher dazu, sich in Querrichtung hin und
her zu bewegen. Aus diesem Grund haben die Abspulmaschinen
Sensoren zum Ablesen der Position des seitlichen Streifen
randes (oder eines farbigen Referenzbandes, welches im wesent
lichen parallel zu diesem Rand ist), welche die Axialbewegung
der sich abwickelnden Spule steuern, so daß der Rand des
Streifens in einer vorbestimmten Position bleibt.
Bei der erwähnten Maschine mit doppelter Spule ist die gesamte
rotierende Halterungsgruppe z. B. auf einem mit einem Motor
versehenen Schlitten befestigt, damit sie auf Befehl des
Randpositionssensors quer zur Abspulrichtung des Streifens
verschoben werden kann.
Obwohl es durch diese Lösung möglich ist, den sich abwickeln
den Streifen in der korrekten Querstellung zu halten, kommt es
beim Spulenwechsel am Verbindungspunkt zu einer seitlichen
Verschiebung mit beinahe zufälligem Ausmaß, was auf die
Zufälligkeit der Position des seitlichen Randes des Endstücks
des ersten Streifens in bezug auf die Position des seitlichen
Randes des Anfangsstücks des zweiten Streifens zurückzuführen
ist. Diese Verschiebung hängt sowohl von den Unregelmäßig
keiten bei der Aufwicklung der ersten Spule, als auch von den
Unregelmäßigkeiten der Aufwicklung der zweiten Spule ab,
welche rein zufällig sind. Die relative seitliche Verschiebung
zwischen den beiden Streifen kann so zu einer Abstufung von
mehreren Zentimetern auf der Seite des Verbindungsvorschubs
mit sich daraus ergebendem Klemmen der Anlage und zum Zer
reißen und/oder Verdrehen des zugeführten Streifens führen.
Bei den Maschinen nach dem Stand der Technik hat man versucht,
das Problem manuell zu lösen; der Arbeiter, welcher das Ein
setzen der Spule vornimmt, kontrolliert nach Augenmaß die
Ausrichtung des seitlichen Randes der neuen Spule gegenüber
der sich abwickelnden Spule. Neben den unvermeidlichen Un
regelmäßigkeiten, die auf eine derartige Vorgangsweise zurück
zuführen sind (vor allem bei höheren Arbeitsgeschwindig
keiten), ist jedoch zu beachten, daß die Position des seit
lichen Randes der weiter innen liegenden Windungen (welche bei
der Verbindung eine Rolle spielen) nicht direkt zu sehen ist
und daß die durchgeführte Ausrichtung weiterhin von den zu
fälligen Abweichungen zwischen den Windungen abhängt.
Das allgemeine Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin,
den erwähnten Unzulänglichkeiten vorzubeugen und ein Verfahren
und eine Maschine zum Abspulen und Zusammenfügen von streifen
förmigen Produkten zu schaffen, welche automatisch übermäßige
seitliche Verschiebungen zwischen den verbundenen Streifen
enden verhindern.
Im Hinblick auf dieses Ziel wurde gemäß der Erfindung ein
Verfahren zum aufeinanderfolgenden Abspulen und Zusammenfügen
von Spulen mit streifenförmigem Material entwickelt, welches
aus folgenden automatischen Phasen besteht:
- - Abspulen einer ersten Spule in einem Streifen;
- - axiale Bewegung der ersten Spule, um den seitlichen Rand des sich abwickelnden Streifens in der ersten, vorbe stimmten Position zu halten;
- - axiale Bewegung einer zweiten Spule, welche zur ersten parallel ist, damit wenigstens der seitliche Rand der ersten Windung der zweiten Spule zumindest in der Nähe einer vorbestimmten Zone in einer zum seitlichen Rand des sich abwickelnden Streifens im wesentlichen ausge richteten Position bleibt;
- - Verbindung eines Endstückes der ersten Spule mit dem Anfangsstück der zweiten Spule in der erwähnten vorbe stimmten Zone.
Gemäß diesem Verfahren arbeitet eine Abspul- und Verbindungs
maschine für Spulen mit streifenförmigem Material, welche ein
drehbares, mit einem Motor versehenes Halterungspaar aufweist,
auf dem eine erste und eine zweite Spule, welche nacheinander
abzuspulen sind, mit parallelen Achsen angebracht werden,
wobei das Halterungspaar auf einem ersten, mit einem Motor
versehenen Halterungswagen gelagert ist, der parallel zur
Achse der Spulen bewegbar ist, Abwickelvorrichtungen die erste
Spule in einem Streifen abspulen, ein erster Positionssensor
die seitliche Position des sich abwickelnden Streifens
abtastet und ein Steuerungssignal zum Bewegen des ersten
Wagens abgibt, so daß der sich abwickelnde Streifen in einer
vorbestimmten, seitlichen Position bleibt, Verbindungs
vorrichtungen das Ende des Streifens der ersten Spule mit dem
Anfang der zweiten Spule verbinden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterung der zweiten Spule auf dem ersten Wagen durch
einen eigenen, zweiten und mit einem Motor versehenen Einzel
wagen montiert ist, der sich zur entsprechenden Spule axial
bewegt, vor der Aktivierung der Verbindungsvorrichtungen
Steuerungsvorrichtungen die Bewegung des zweiten Wagens
steuern, um zumindest in der Nähe der Verbindungsvorrichtungen
den seitlichen Rand zumindest der ersten Windung der zweiten
Spule in einer im wesentlichen ausgerichteten Position zum
seitlichen Rand des sich abwickelnden Streifens zu halten.
Um die Erklärung der innovativen Prinzipien der vorliegenden
Erfindung und ihre Vorteile gegenüber dem Stand der Technik
deutlicher zu machen, wird nachfolgend mit Hilfe der bei
liegenden Zeichnungen eine mögliche Ausführung, bei der diese
Prinzipien zur Anwendung kommen, als Beispiel dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Abspulmaschine
laut Erfindung im Seitenriß; und
Fig. 2 eine schematische Hinteransicht der Maschine in
Fig. 1 dar.
Unter Bezugnahme auf die Figuren wird eine allgemein mit 10
angegebene innovative Abspulmaschine dargestellt, welche eine
Halterungsgruppe 11 umfaßt, die mit einer Motorengruppe 17
versehen ist, damit sie auf Befehl um eine Achse 18 rotieren
kann. In spiegelbildlichen Stellungen zur Rotationsachse 18
weist die Halterungsgruppe 11 mit einem Motor versehene Halte
rungen 13, 13′ auf, wobei jede die jeweilige Spule 14, 14′
axial stützt und die Achse parallel zur Rotationsachse 18 ist.
In den Figuren sind die Umrisse 14, 14′ einer noch abzu
wickelnden Spule und einer beinahe abgewickelten Spule als
Beispiel dargestellt.
Die Rotation der Halterungsgruppe 11 bewegt die Spulen entlang
der Bahn 12, um sie zwischen einer oberen Warte- und Anfangs
position zum Abspulen (wie sie in Fig. 1 von der Halterung 13
eingenommen wird) und einer tieferen Position am Ende des
Abspulens und beim Aufsetzen einer neuen Spule (wie sie in
Fig. 1 von der Halterung 13′ eingenommen wird) zu verschieben.
In Fig. 1 ist eine Bahn für das streifenförmige Material, das
von der Spule zum Maschinenausgang abgespult wird, allgemein
mit 19 angegeben. Diese Bahn wird von mehreren leerlaufenden
oder mit einem Motor versehenen Führungsrollen 20, 21-22 und
von Spannvorrichtungen, wie zum Beispiel einem Pendelspanner
23, bestimmt.
Die gesamte Halterungsgruppe ist auf einem durch einen Antrieb
28 parallel zur Spulenachse beweglichen Schlitten oder Wagen
27 montiert, welcher Sensoren für das Ausmaß der Verschiebung
aufweist. Entlang der Bahn des Streifens ist ein Sensor 26
angebracht, welcher einen seitlichen Rand des Streifens oder
eine zu diesem Rand parallel gestanzte Linie abliest und den
Antrieb 28 steuert, so daß die sich abwickelnde Spule leicht
verschoben wird, um den seitlichen Rand des Streifens in der
vorbestimmten Position zu halten.
Wie in Fig. 1 gut erkennbar ist, weist die Halterungsgruppe
11 in bezug auf die Verbindungslinie zwischen den Halterungen
13, 13′, die zum Halten von leerlaufenden Führungsrollen 16,
16′ dienen, rechtwinklig angeordnete radiale Arme 15 auf,
welche, wenn die sich abwickelnde Spule in die tiefere
Position gebracht wird, den sich abwickelnden Streifen in eine
zur neuen oberen Spule im wesentlichen tangentiale und nahe zu
einer Arbeitsstellung einer Verbindungs- und Schneidegruppe 31
befindliche Position bringen.
Die Verbindungsgruppe 31 ist von einer Nicht-Arbeitsposition,
welche in Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist, in eine
Arbeitsposition beweglich, welche in Fig. 1 mit einer durch
gehenden Linie dargestellt ist, damit die Verbindung zwischen
den Streifen der beiden Spulen durchgeführt werden kann.
Das Anfangsstück der neuen Spule weist ein Klebeband 37 auf,
wobei die Klebeseite zur Außenseite der Spule weist.
Die Maschine 10 weist einen beweglichen Meßarm 24 auf, um
einen Sensor 25 mit der Umfangslinie der neuen Spule 14 in
Kontakt zu bringen, welcher mit einem Synchronisationssensor
40 zur genauen Steuerung des Schneide- und Verbindungsvorgangs
zusammenarbeitet.
Um die Verbindung mit dem sich von der unteren Spule ab
spulenden Streifen durchzuführen, erreicht die obere Spule
eine mit der Bewegung des Streifens 19 synchrone Rotations
geschwindigkeit, und beim Durchgang des Bandes 37 in Über
einstimmung mit der Verbindungungsgruppe 31 schneidet letztere
den Streifen ab und drückt das Endstück gegen das Klebeband
37, so daß es neben den Beginn des neuen Streifens gesetzt
ist. Auf diese Weise beginnt die neue Spule sich abzuwickeln,
während die aufgebrauchte Spule entfernt und durch eine neue
Spule ersetzt werden kann. Während die neue Spule sich ab
wickelt, rotiert die Halterungsgruppe und bringt sie in die
tiefere Stellung, wo sie für die nächste Verbindung bereit
ist.
Die Maschine kann auch eine (nicht dargestellte) Verbindungs
abdeckgruppe mit einem weiteren Klebeband aufweisen, das auf
der anderen Seite der Verbindung in bezug auf das Band 37
angebracht ist.
Was bisher beschrieben wurde, entspricht im wesentlichen dem
Stand der Technik.
Gemäß den hier beanspruchten innovativen Prinzipien ist jede
der Halterungen 13, 13′ auf einem eigenen, unabhängigen, durch
einen Antrieb 30, 30′ bewegten Wagen 29, 29′ befestigt, um die
jeweilige Spule 14, 14′ in bezug auf den Schlitten 27 der
Halterungsgruppe axial zu verschieben. Jede Antriebs
vorrichtung 30, 30′ weist einen Positionssensor für die exakte
Messung des Bewegungsumfangs der unabhängigen Wagen 29, 29′
auf. Die Maschine umfaßt auch eine Sensorengruppe 32, die am
Ende eines Armes 33 angeordnet ist, welcher zwischen einer
erhobenen oder Nicht-Arbeitsstellung und einer abgesenkten
oder Arbeitsstellung (welche jeweils mit einer durchgehenden
Linie und einer gestrichelten Linie in Fig. 1 dargestellt
sind) durch einen Antrieb 34 beweglich ist.
Wie man in Fig. 2 gut erkennen kann, umfaßt die Sen
sorengruppe 32 einen Sensor 36 zur Messung des seitlichen
Randes der Spule oder einer in seiner Nähe gestanzten Linie,
analog zum Sensor 26, der den abgespulten Streifen abliest.
Um die korrekte Distanz zwischen dem Sensor 36 und der
Oberfläche der Spule zu gewährleisten, befindet sich am Ende
des Armes 33 vorteilhafterweise ein leerlaufendes Rad 35,
welches, wenn der Arm 33 sich in seine Arbeitsstellung bewegt,
an der Umfangslinie der Spule mit Rollebene entlang einer
Erzeugenden der Spule aufliegt. Zu einem weiteren Vorteil
werden der Sensor 26 und der Arm des Sensors 36 auf demselben
Schlitten 39 gelagert, um ausgerichtete Meßzonen zu erhalten.
Der Schlitten kann quer zum Streifen bewegt werden, um die
gewünschte Randposition fürs den sich abwickelnden Streifen und
für die neue, zur Verbindung bereite Spule gleichzeitig fest
zulegen.
Für den Betrieb umfaßt die Maschine 10 eine Verarbeitungs
einheit 38, z. B. mit einem Mikroprozessor nach dem Stand der
Technik und ist daher weder näher beschrieben noch darge
stellt, welche die Signale von den Positionssensoren der Wagen
27, 29, 30 und den Sensoren 25, 26 und 36 empfängt und
Steuerungssignale für die Verschiebung der Wagen und für den
Rotationsantrieb der Spulen und der Halterungsgruppe sowie für
den Bewegungsantrieb der Arme 24 und 33 und für die Ver
bindungsgruppe 31 aussendet und so programmierte Steuerungs
vorrichtungen der Maschine herstellt.
Bei Verwendung sind die Wagen 27, 29 und 29′ am Beginn in
ihrer Mittelposition angeordnet, und auf einer der beiden
Halterungen ist eine Spule mit einem abzuwickelnden Streifen
positioniert. Die Halterungsgruppe 11 wird dann gedreht, um
die Spule in die obere Position zu bringen, wie bei 14 ange
geben, wobei sich der Streifen entlang der Bahn 19 zu der zu
beschickenden Anlage (nach dem Stand der Technik und daher
nicht dargestellt) hin abwickelt. In dieser Situation befindet
sich die Gruppe 31 in Nicht-Arbeitsstellung.
Während die Spule sich abwickelt, kontrolliert der Sensor 26
die Seitenposition des Streifens und steuert in Über
einstimmung dazu den Wagen 27, so daß der Streifen trotz der
Toleranzen beim Aufwickeln der Spule in der vorbestimmten
Position bleibt.
Während die Spule abgewickelt wird, wird in der Zwischenzeit
auf der gegenüberliegenden Halterung (in tiefer und daher
leicht zugänglicher Position) eine neue Spule positioniert,
welche mit einem Klebeband 37 präpariert ist. Während sich der
Durchmesser der sich abwickelnden Spule verkleinert, rotiert
die Halterungsgruppe 11 gegen den Uhrzeigersinn, um die in
Fig. 1 dargestellte Position zu erreichen, wobei die sich
abwickelnde Spule sich in der tieferen Position 13′ am Ende
des Abwickelns befindet, während die neue Spule sich in der
oberen Verbindungsposition 13 befindet.
Nach dem Übergang der sich abwickelnden Spule von der oberen
in die untere Position kann die Kontakt- und Schneidegruppe 31
in ihre Arbeitsstellung nahe zur Oberfläche der neuen Spule
gebracht werden.
An diesem Punkt senkt sich der Arm 33, um das Rad 35 mit der
neuen Spule (in Fig. 1 mit 14 angegeben) in Kontakt zu
bringen. Der Wagen 29 wird dann von der Kontrollvorrichtung 38
bewegt, um den Rand der Spule 14 in die vom Sensor 36
gemessene Position zu bringen, welche mit der vom Sensor 26
gemessenen korrekten Position des Streifenrandes abgeglichen
sein muß. Nachdem der Wagen 29 in die korrekte Position
gebracht wurde, kann der Arm 33 angehoben werden.
Nachdem der Wagen 29 die korrekte Position erreicht hat,
steuert die Vorrichtung 38 für jede zum Halten des sich
abwickelnden Streifens in seiner korrekten Position notwendige
Seitenbewegung des Wagens 27, den Wagen 29, so daß er sich in
einer gleichen Seitenbewegung bewegt, jedoch in entgegen
gesetzter Richtung zu der von Wagen 27, so daß die Spule 14 in
bezug auf die vorbestimmte Position im wesentlichen stationär
bleibt. Auf diese Weise bleibt die Anfangswindung der Spule 14
zumindest in der Nähe der Verbindungsvorrichtungen 31 perfekt
zu dem sich abrollenden Streifen der Spule 14′ ausgerichtet.
Wenn sich die Spule 14′ dem Ende nähert, wird die neue Spule
14 in Drehung versetzt, damit ihre eigene Umlaufge
schwindigkeit der Gleitgeschwindigkeit des sich abwickelnden
Streifens angeglichen wird. Außerdem wird der Arm 17 ab
gesenkt, so daß der Sensor 25 (zum Beispiel ein Rad mit
Encoder) in Kontakt mit der Umfangslinie der Spule 14 tritt,
um die Abwicklung zu messen. Wenn die Abwicklung der Spule 14
bekannt ist und der Durchgang des Streifens 37 am Schneide- und
Verbindungspunkt der Vorrichtungen 31 mit dem Sensor 40
gemessen wurde, ist die Vorrichtung 38 in der Lage, im voraus
die exakten Zeitpunkte der nächsten Durchgänge des Streifens
37 am Verbindungspunkt zu berechnen. Auf diese Weise kann die
Vorrichtung 38 die Schneidevorrichtungen (welche eine bekannte
mechanische Antriebsträgheit haben) mit ausreichendem Vor
sprung berechnen, damit Schnitt und Verbindung exakt bei
Durchgang des Bandes 37 am Verbindungspunkt durchgeführt
werden. Das Ende des Streifens wird auf diese Weise präzise
mit dem Klebeband 37 verbunden, und es beginnt die Abwicklung
der neuen Spule.
Nach Durchführung der Verbindung kann die aufgebrauchte Spule
entfernt, und an ihrer Stelle kann eine neue Spule für die
nachfolgende Verbindung angebracht werden. Der Wagen, auf dem
sie gelagert ist, kann daher in die Mittelposition seines
Hubes verschoben werden, und die Maschine ist somit für eine
neue Phase der seitlichen Ausrichtung und der oben beschrie
benen Verbindung bereit.
An diesem Punkt ist klar, wie die vorbestimmten Ziele durch
eine Maschine erreicht wurden, welche eine perfekte seitliche
Ausrichtung der Streifenränder vor und nach der Verbindungs
linie dank einer präventiven Ausrichtung des äußersten Randes
der neuen Spule mit dem Seitenrand des sich abwickelnden
Streifens ermöglicht.
Mit dem oben beschriebenen Verbindungsverfahren und mit der
oben beschriebenen Maschine wurden im Vergleich zu den mit
bekannten Verfahren und Maschinen erreichbaren Abweichungen
von mehreren Zentimetern seitliche Ausrichtungen mit Ab
weichungen in Millimetergröße erreicht, welche daher zu
vernachlässigen sind.
Es ist zu beachten, daß es durch die innovative Verwendung
eines Hauptwagens 27 zur Bewegung der gesamten Halterungs
gruppe und der Einzelwagen 29, 29′ zur Bewegung der einzelnen
Rollen nie unmöglich ist, die Seitenabweichung der neuen Spule
in bezug auf den sich abwickelnden Streifen auszugleichen. Bei
jedem Austausch der Spule kann der entsprechende Einzelwagen
in seine Mittelposition zurückkehren, während die Position der
gesamten Halterungsgruppe weiterhin variiert, indem sie dem
Verlauf des sich abwickelnden Streifens folgt. Es kommt daher
zu keiner Anhäufung von seitlichen Abweichungen zwischen den
aufeinanderfolgenden Spulen.
Natürlich dient obige Beschreibung einer Ausführung, bei der
die innovativen Prinzipien der vorliegenden Erfindung zur
Anwendung kommen, als Beispiel dieser innovativen Prinzipien
und darf daher nicht als Einschränkung des hier beanspruchten
Patents angesehen werden.
Die Bahn des sich abwickelnden Materialstreifens kann zum
Beispiel anders als dargestellt sein, wie auch die Anzahl der
leer laufenden und mit Motor versehenen Rollen entlang der
selben anders sein kann.
Claims (11)
1. Abspul- und Verbindungsmaschine von Spulen mit
streifenförmigem Material, welche ein mit einem Motor
versehenes Rotationshalterungspaar (13, 13′) aufweist,
worauf eine erste Spule (14 oder 14′) und eine zweite
Spule (14′ oder 14), welche nacheinander abzuspulen sind,
mit parallelen Achsen angeordnet werden, wobei das
Halterungspaar (13′, 13) auf einem ersten, mit einem
Motor versehenen Halterungswagen (27) gelagert ist, der
parallel zur Achse der Spulen (14, 14′) bewegbar ist,
Abwickelvorrichtungen (20-23) die erste Spule (14 oder
14′) in einem Streifen (19) abwickeln, ein erster
Positionssensor (26) die seitliche Position des sich
abwickelnden Streifens abtastet und ein Steuerungssignal
zum Bewegen des ersten Wagens (27) abgibt, so daß der
sich abwickelnde Streifen in einer vorbestimmten,
seitlichen Position bleibt, Verbindungsvorrichtungen (31)
einen Rand des Endstücks des Streifens der ersten Spule
(14 oder 14′) mit einem Anfangsrand der zweiten Spule
(14′ oder 14) verbinden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halterung (13′ oder 13) der zweiten Spule auf dem ersten
Wagen (27) durch einen eigenen, zweiten und mit einem
Motor versehenen Einzelwagen (29′ oder 29) montiert ist,
der sich zur entsprechenden Spule axial bewegt, vor der
Aktivierung der Verbindungsvorrichtungen (31) Steuer
ungsvorrichtungen (38) die Bewegung des zweiten Wagens
(29 oder 29′) steuern, um zumindest in der Nähe der
Verbindungsvorrichtungen den seitlichen Rand zumindest
der ersten Windung der zweiten Spule in einer im wesent
lichen ausgerichteten Position zum seitlichen Rand des
sich abwickelnden Streifens zu halten.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Maschine einen zweiten Positionssensor (32) aufweist, der
die Position von zumindest der ersten Windung der zweiten
Spule mißt, wobei Steuerungsvorrichtungen (38) besagtes
Signal an Bewegungsvorrichtungen des zweiten Wagens (29′
oder 29) senden, bis eine im wesentlichen ausgerichtete
Position erreicht ist, und anschließend an die Bewegungs
vorrichtungen des zweiten Wagens ein Signal für die
gleiche und entgegengesetzte Bewegung in bezug auf die
Bewegung des ersten Wagens (27) senden.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
zweite Positionssensor (36) auf einem beweglichen Arm
(33) angebracht ist, damit der Sensor zwischen einer von
der zweiten Spule entfernten Nicht-Arbeitsstellung und
einer zur peripheren Oberfläche der zweiten Spule nahen
Arbeitsstellung verschoben werden kann.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
bewegliche Arm (33) ein freies Ende nahe beim zweiten
Sensor (36) aufweist, welches Vorrichtungen (35) zur
gleitenden Auflagerung entlang der peripheren Oberfläche
der zweiten Spule aufweist.
5. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
erste Sensor (26) und der zweite Sensor (36) für ihre zur
Achse der Spule parallele Bewegung auf einem Regulie
rungsschlitten (39) angebracht sind.
6. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Halterungspaar (13, 13′) auf dem ersten Schlitten durch
eine Halterungsgruppe (11) angebracht ist, welche auf
Befehl die mit einem Motor versehenen Halterungen (13,
13′) entlang einer kreisförmigen Umlaufbahn bewegt, um
sie aufeinanderfolgend zwischen einer Position des
Aufsetzens der Spule auf die jeweilige Halterung (13,
13′), einer Position am Ende der Abwicklung und einer
Position der Verbindung und des Abwicklungsbeginns zu
verschieben, wenn eine Spule (14 oder 14′) in der Ver
bindungsposition und die andere (14′ oder 14) in der
Position am Ende des Abspulens ist, und die Halterungen
(13, 13′), jede mit einem zweitem Einzelwagen (29, 29′),
abwechselnd Halterung für die erste oder für die zweite
Spule werden.
7. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsvorrichtungen (31) zwischen einer von der
zweiten Spule (14′ oder 14) entfernten Ruhestellung und
einer zur zweiten Spule (14′ oder 14) nahen Arbeits
stellung angeordnet sind, wobei der sich abwickelnde
Streifen (19) dazwischengelegt wird.
8. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Nähe des Umfangs der zweiten Spule (14′ oder 14) ein
dritter Sensor (40) zur Messung des Durchgangs eines
Klebebandes (37) auf dem oberen Rand der zweiten Spule
zur Verbindung mit dem Endstückes des Streifens ange
bracht ist, wobei dieser Sensor (40) ein Synchroni
sationssignal zum Antrieb der Verbindungsvorrichtungen
(31) aussendet.
9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in
Berührung mit der Umfangslinie der zweiten Spule (14′
oder 14) ein vierter Sensor (25) zur Messung der Umfangs
abwicklung der zweiten Spule zur präzisen Steuerung der
Verbindungsvorrichtungen (31) in Abhängigkeit von dieser
Umfangsabwicklung und vom Synchronisationssignal des
dritten Sensors (40) angebracht ist.
10. Verfahren, um Spulen mit streifenförmigen Material
nacheinander abzuwickeln und zu verbinden, welches
folgende automatische Phasen umfaßt:
- - Abwicklung einer ersten Spule (14 oder 14′) in einem Streifen;
- - axiale Bewegung der ersten Spule, um den Seitenrand des sich abwickelnden Streifens in einer ersten, vor bestimmten Position zu halten;
- - axiale Bewegung einer zur ersten Spule parallelen zweiten Spule (14′, 14), damit der seitliche Rand von zumindest der ersten Windung der zweiten Spule zumindest in der Nähe eines vorbestimmten Bereiches in einer im wesent lichen mit dem seitlichen Rand des sich abwickelnden Streifens ausgerichteten Position ist;
- - Verbindung eines Endstückes der ersten Spule (14 oder 14′) mit einem Anfangsstück der zweiten Spule (14′ oder 14) in besagter vorbestimmter Zone.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste und zweite Spule auf einem ersten Wagen mit
gleichzeitiger axialer Bewegung gelagert sind, wobei
zwischen dem ersten Wagen und der zweiten Spule ein
zweiter Wagen mit individueller axialer Bewegung der
zweiten Spule in bezug auf den ersten Wagen geschoben
wird;
- - Steuerung der Bewegung des ersten Wagens, um den seitlichen Rand des sich abwickelnden Streifens in besagter vorbestimmter Position zu halten;
- - Steuerung des zweiten Wagens zur Verschiebung der zweiten Spule (14, 14′) in eine im wesentlichen ausgerichtete Position;
- - Messung des Erreichens von besagter, im wesentlichen ausgerichteten Position und anschließend bei jeder Ver schiebung des ersten Wagens Steuerung der Verschiebung des zweiten Wagens in einem zur Verschiebung des ersten Wagens gleichen und entgegengesetzten Ausmaß, um die im wesentlichen ausgerichtete Position der zweiten Spule während der Verbindungsphase beizubehalten.
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|---|---|---|---|
| ITMI940191A IT1269502B (it) | 1994-02-03 | 1994-02-03 | Metodo e macchina per svolgere e giuntare bobine di materiale in striscia |
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Family Applications (1)
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- 1995-01-11 SE SE9500083A patent/SE507832C2/sv not_active IP Right Cessation
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