DE19503994A1 - Bohr- und Aufspannvorrichtung unter Verwendung einer Handbohrmaschine - Google Patents
Bohr- und Aufspannvorrichtung unter Verwendung einer HandbohrmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bohr- und Aufspannvorrichtung,
die an das zu bearbeitende Bauteil in exakt fixierter Lage
aufgespannt wird.
Beim stirnseitigen Bohren an flachen Bauteilen, wie Stein
platten oder plattenähnlichen Werkstücken sowie Rundprofilen
ist es schwierig, eine gewünschte Winkelstellung für z. B.
waagrechtes und senkrechtes Bohren einzuhalten.
Beim Bohren harter und spröder Gegenstände, wie Stein- und
Betonplatten etc. unter Verwendung eines Bohr-Schlagwerks,
insbesondere mit Steinbohrer, besteht die Gefahr, daß wäh
rend des Bohrvorgangs die damit verbundenen Schwingungen und
Vibrationen das Material im Bereich der Bohrung zum Abspal
ten bringen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bohr- und
Aufspannvorrichtung der erwähnten Gattung auf ein zu be
arbeitendes Werkstück aus Hartstoff wie Gestein zu schaffen,
die beim Bohren harter und spröder Gegenstände wie Stein- und
Betonplatten etc. unter Verwendung eines Bohr-Schlagwerks mit
Steinbohrer, die den sich dort üblicherweise einstellenden
Schwingungen und Vibrationen dermaßen entgegenwirkt, daß ein
Abspalten des Materials im Bereich der Bohrung verhindert
wird. Die Bohr- und Aufspannvorrichtung ermöglicht eine exak
te Festlegung der richtigen Stellung von Werkzeug und Werk
stück zueinander und übt gleichzeitig Druck auf die über-
und unterhalb der Bohrachse liegenden Außenflächen aus.
Auf diese Weise wird das Material, im Bereich des Bohrlochs
34 - eine dünnwandige Schwachstelle in Bezug auf die Plat
tendicke - beidseitig zusammengedrückt und verdichtet. Die beim
Bohren, insbesondere bei Steinbearbeitung mittels Schlagbohrer,
entstehenden Vibrationen und Schwingungen werden unter Verwen
dung von z. B. Schwingungs-Isolierplatten mit mehrschichti
gem Verbundaufbau bzw. Kunststoffplatten, die auf den Anschlag
platten aufgebracht, insbesondere aufgeschraubt sind, isoliert
und an der Ausbreitung der Schwingungen gehindert. Somit wird
ein Ausbrechen der Platten während des Bohrvorgangs weitgehend
vermieden.
Eine exakte Fixierung in Bezug auf Winkligkeit zum Werkstück
wird über die beidseitig aufgespannten Anschlagplatten er
reicht, die horizontal und vertikal zur Werkstückebene anlie
gen.
Ein Ausführungsbeispiel der dargestellten Bohr- und Aufspann
vorrichtung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer aufgespannten Bohrvorrich
tung mit teilweise eingeführtem Bohrer,
Fig. 2 eine Vorderansicht dieser aufgespannten Bohrvorrich
tung mit Anschlagträger und Seitenanschlagplatten,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer solchen aufgespannten Bohr
vorrichtung mit beidseitig höhenverstellbaren An
schlagplatten,
Fig. 4 eine Seitenansicht einer aufgespannten Bohrvorrich
tung mit beidseitig verstellbarem Prisma-Formteil
und mehrreihiger Bohrbuchsen-Anordnung und
Fig. 5 einen Seitenanschlagträger mit beidseitig aufge
brachtem Bandmaß,
Detail: Werkstück 12 und geführter Steinbohrer 11 in
Bohrbuchse 9.
In Fig. 1 ist mit 1 der Haltebügel bezeichnet, auf dessen
Oberseite der Luftbalg 24 sitzt. 23 ist eine von oben durch
den Haltebügel hindurchgeführte Leitungsverbindung zwischen
dem Luftbalg 24 und einer zum Ausblasen des Bohrlochs 34
verwendeten Bohrbuchse 9. Die verschiedenen in Fig. 1 einge
tragenen Pfeile zeigen die einzelnen Verstellmöglichkeiten,
auf die im übrigen nicht weiter eingegangen werden muß. Mit
3 und 4 sind Anschlagplatten bezeichnet, mit 5 und 6 Schwin
gungs-Isolierplatten und mit 7 und 8 Prismen-Formteile. 9
und 10 sind Bohrbuchsen, die in beliebiger Anzahl im Halte
bügel bereitgehalten werden. 11 ist ein durch diese Bohr
buchsen geführter Bohrer, insbesondere ein Steinbohrer, und
mit 12 ist das Werkstück bezeichnet. 13 ist ein Stellring
vor dem Spannfutter 30, 14 ein Spanngriff zur Betätigung des
Klemmelementes 15. 16 ist eine Stellspindel zur Höhenein
stellung der Anschlagplatte 3 durch Verspannen zwischen den
Muttern 31, 32 und einem Klemmschraubhebel 29.
Bei der Verstellung wird die ganze Vorrichtung in Höhenrich
tung auf einer Profilschiene 17 mit unrundem Querschnitt ge
führt, der sie gegen Verdrehung sichert.
Die obere Schwingungs-Isolierplatte 5 stützt sich auf dem
Haltebügel 1 im wesentlichen auf ganzer Fläche weitgehend
starr ab, während die untere Schwingungs-Isolierplatte 6
sich auf der Unterseite des Werkstückes 12 in der Regel ge
lenkig mittels Hebelzwinge 2 auslenkt.
Mit 7 und 8 sind Prismen-Formteile bezeichnet, die nach Be
darf gegen die ebenen Anschlagplatten 3, 4 und Schwingungs-Iso
lierplatten 5 und 6 ausgewechselt werden können.
9 bezeichnet eine im normalen Bohrbetrieb verwendete Bohrbuchse,
die für Sonderzwecke eine zusätzliche Bohrbuchse 10 ersetzt und
in einem Steckmagazin bereitgehalten wird.
Mit 11 ist ein normalerweise eingesetzter Bohrer bezeichnet,
der auch für Sonderzwecke gegen einen anderen Spezialbohrer,
insbesondere einen Steinbohrer, ausgewechselt werden kann.
Mehrfachbohrungen werden exakt im gleichen Abstand zur Werk
stück-Bezugsseite positioniert. Desweiteren läßt sich über
zwei Bohrbuchsen, die versetzt zu einer gemeinsamen Bohrachse
27 liegen, die Längsachse der Bohrmaschine über den Bohrer
bis ins Bohrloch 34 im Werkstück 12 weiterführen.
Ein Einhaken des Bohrers 11 während des Bohrvorgangs kann
somit nicht zur vertikalen oder horizontalen Abweichung der
Bohrmaschine und des Bohrers 11 von der vorgegebenen Bohr
achse 27 führen.
Das Zentrieren und Anbohren des Werkstücks 12 wird durch die
hier verwendete exakte Bohrerstellung wesentlich vereinfacht
und verbessert.
Somit wird ein Ausbrechen bei Platten und ein Abbrechen des
Bohrers während des Bohrvorgangs weitgehend vermieden.
Durch die Verwendung einer Stellspindel 16 kann der Abstand
b von der Werkstück-Bezugsseite zur Bohrachse verändert und
nachgestellt werden.
Der Spannbereich wird durch Verschieben der Hebelzwinge 2 auf
einer Profilschiene 17 den Abmessungen des zu bearbeitenden
Werkstücks gerecht. Dabei kann die Hebelzwinge 2 in beliebi
ger Stellung an der Profilschiene 17 festgeklemmt werden.
Die Feststellung eines Spannelementes wie eine Hebelzwinge 2
zu einer am Werkstück 12 auszurichtenden Profilschiene 17
wird hier durch Klemmwirkung oder mittels Steckverbindung stu
fenweise formschlüssig erreicht. Der seitliche Abstand wird
hier über einen verschieb- und ggf. drehbaren Seitenanschlag
20 mittels Klemmelement 15 und Spanngriff 14 eingestellt und
fixiert.
Die Bohrtiefe läßt sich durch Verschieben des Tiefenanschlags
21 oder Verdrehen eines Stellrings 13 z. B. mittels einer Fest
stellschraube 22 arretieren.
Die Anschlagplatten 3, 4 ragen in gleicher Richtung wie die
Enden des stabförmigen Anschlagträgers 18 weg und tragen so
mit zu einer exakten Stellung von Werkzeug und Werkstück
bei.
Die Bandmaße 19 sind jeweils auf die Flachseiten des Anschlag
trägers 18 aufgebracht und dienen zum Ablesen des Abstandes c.
Bezugszeichenliste
1 Haltebügel
2 Hebelzwinge
3 Anschlagplatten
4 Anschlagplatten
5 Schwingungs-Isolierplatten
6 Schwingungs-Isolierplatten
7 Prisma-Formteil
8 Prisma-Formteil
9 Bohrbuchse
10 Bohrbuchse
11 Steinbohrer
12 Werkstück
13 Stellring
14 Spanngriff
15 Klemmelement
16 Stellspindel
17 Profilschiene
18 Anschlagträger
19 Bandmaß
20 Seitenanschlag
21 Tiefenanschlag
22 Feststellschraube
23 Leitungsverbindung
24 Luftbalg
25 Außenschenkel
26 Zwischensteg
27 Bohrachse
28 Hartmetallbestückung
29 Klemmschraubhebel
30 Spannfutter
31 Mutter
32 Mutter
33
34 Bohrloch
35
a Abstand
b Abstand
c Abstand
2 Hebelzwinge
3 Anschlagplatten
4 Anschlagplatten
5 Schwingungs-Isolierplatten
6 Schwingungs-Isolierplatten
7 Prisma-Formteil
8 Prisma-Formteil
9 Bohrbuchse
10 Bohrbuchse
11 Steinbohrer
12 Werkstück
13 Stellring
14 Spanngriff
15 Klemmelement
16 Stellspindel
17 Profilschiene
18 Anschlagträger
19 Bandmaß
20 Seitenanschlag
21 Tiefenanschlag
22 Feststellschraube
23 Leitungsverbindung
24 Luftbalg
25 Außenschenkel
26 Zwischensteg
27 Bohrachse
28 Hartmetallbestückung
29 Klemmschraubhebel
30 Spannfutter
31 Mutter
32 Mutter
33
34 Bohrloch
35
a Abstand
b Abstand
c Abstand
Claims (12)
1. Bohr- und Aufspannvorrichtung zum Aufspannen auf ein zu
bearbeitendes Werkstück (12), gekennzeichnet durch einen
Haltebügel (1), mit einem Außenschenkel (25) und einem
Zwischensteg (26), die wenigstens eine zur Bohrachse (27)
ausgerichtete und ggf. zu einer anderen Bohrbuchse (9, 10)
parallele Bohrbuchse aufweisen, wobei das Werkstück (12)
über Anschlagplatten (3, 4) und/oder Schutzplatten gehalten
und fixiert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine Anschlagplatte (3, 4) und/oder Schwingungs-Iso
lierplatte (5, 6) durch wenigstens ein Prismen-Formteil (7)
oder (8) ersetzt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Haltebügel (1) U-förmig ausgebildet ist und we
nigstens zwei in Richtung der Bohrachse (27) liegende, mit
Bohrbuchsen (9, 10) gefütterte Bohrungen (Bohrlöcher 34) auf
weist und an wenigstens einem Schenkelende eine Spannvorric
htung (Hebelzwinge 2) mit aufgesetzter Anschlag- und/oder
Schutzplatte (4, 6) befestigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens an einem zweiten Schenkelende eine Anschlag- und/
oder Schutzplatte (3, 4) über der Bohrachse (27) derart ange
bracht ist, daß das eingespannte Werkstück (12) der Bohrachse
(27) zugewandt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens zwei Anschlagplatten (3, 4) parallel zueinander in
der Verlängerung der Bohrachse (27) angeordnet sind und ihr
überstehender Schenkel am Werkstück als Anschlag dient.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
Anschlag- und Schutzplatten (3, 4) und (5, 6) die Form von Pris
men-Formteilen (7, 8) haben und/oder gegen solche Formteile
austauschbar vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand (a) zwischen dem Werkstück (12) und einer zugehö
rigen Bohrbuchse (9) beim Aufsetzen der Bohrerspitze auf das
Werkstück (12) eingehalten ist, damit der Bohrer durch seine
Hartmetallbestückung (28) in der Bohrbuchse (9) geführt wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand (b) des Werkstückes (12) zur Bohrachse (27) durch
eine Stellspindel (16) und der Spannbereich durch Verschieben
der Hebelzwinge (2) einstellbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem U-förmig ausgebildeten Haltebügel (1) ein Bügelende
als Klemmelement (15) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
im Haltebügel (1) eine Bohrung mit seitlicher Feststellschrau
be (22) für einen Tiefenanschlag (21) parallel zur Bohrachse
(27) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
sich im Zwischensteg (26) eine Bohrung befindet, die in der
bzw. einer Bohrbuchse (9) endet und als Lufteinblaskanal zur
Reinigung des Bohrlochs im Werkstück (12) dient.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Luftbereitstellung ein Luftbalg (24) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995103994 DE19503994A1 (de) | 1995-02-08 | 1995-02-08 | Bohr- und Aufspannvorrichtung unter Verwendung einer Handbohrmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995103994 DE19503994A1 (de) | 1995-02-08 | 1995-02-08 | Bohr- und Aufspannvorrichtung unter Verwendung einer Handbohrmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19503994A1 true DE19503994A1 (de) | 1996-08-14 |
Family
ID=7753367
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995103994 Ceased DE19503994A1 (de) | 1995-02-08 | 1995-02-08 | Bohr- und Aufspannvorrichtung unter Verwendung einer Handbohrmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19503994A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7967534B2 (en) | 2006-05-31 | 2011-06-28 | Black & Decker Inc. | Pocket hole jig tool system |
| US7976252B2 (en) | 2006-05-31 | 2011-07-12 | Black & Decker Inc. | Pocket hole jig tool system |
| US8029214B2 (en) | 2006-05-31 | 2011-10-04 | Black & Decker Inc. | Pocket hole jig tool system |
| WO2019101558A1 (de) * | 2017-11-24 | 2019-05-31 | Festool Gmbh | Führungsschablone |
| US10946457B2 (en) | 2017-10-16 | 2021-03-16 | Tti (Macao Commercial Offshore) Limited | Pocket hole jig |
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|---|---|---|---|---|
| DE7506399U (de) * | 1975-07-03 | Lausecker H | Bohrschablone zum Einbringen von Bohrlöchern in Rechteckprofilrohre und -stäbe | |
| DE9001390U1 (de) * | 1990-02-07 | 1990-06-28 | Buchholz, Alfred, 4970 Bad Oeynhausen | Einspannvorrichtung für eine elektrische Handbohrmaschine |
-
1995
- 1995-02-08 DE DE1995103994 patent/DE19503994A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
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| US11344955B2 (en) | 2017-11-24 | 2022-05-31 | Festool Gmbh | Guide template |
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|---|---|---|---|
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