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DE19503900C1 - Verfahren zur Herstellung des Kaliumperoxomonosulfat-Tripelsalzes 2 KHSO¶5¶ . KHSO¶4¶ . K¶2¶SO¶4¶ - Google Patents

Verfahren zur Herstellung des Kaliumperoxomonosulfat-Tripelsalzes 2 KHSO¶5¶ . KHSO¶4¶ . K¶2¶SO¶4¶

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DE19503900C1
DE19503900C1 DE19503900A DE19503900A DE19503900C1 DE 19503900 C1 DE19503900 C1 DE 19503900C1 DE 19503900 A DE19503900 A DE 19503900A DE 19503900 A DE19503900 A DE 19503900A DE 19503900 C1 DE19503900 C1 DE 19503900C1
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khso5
caro
triple salt
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Hartwig Dr Soicke
Georg Mannebach
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Degussa GmbH
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Description

Beschreibung
Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Herstellung des Kaliumperoxomonosulfat-Tripelsalzes 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄ durch Teilneutralisation einer in eine KHSO₅ und KHSO₄ enthaltende wäßrige Arbeitslösung eingespeiste schwefelsaure Caro′sche Säure mittels Kalilauge bei gleichzeitiger Verdampfung von Wasser.
Aufgrund des hohen Oxidationspotentials von Kaliumperoxomonosulfat hat das Tripelsalz 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄ technische Bedeutung als Bestandteil von Bleichmitteln, Reinigungsmitteln, Waschmitteln, Ätzmitteln sowie als Oxidiatonsmittel bei organischen Umsetzungen. Das Tripelsalz soll möglichst nebenproduktfrei und an der Luft ausreichend stabil sein. Unter dem Begriff "Tripelsalz 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄" werden nachfolgend auch solche Produkte verstanden, deren Zusammensetzung von dem genannten Molverhältnis geringfügig abweicht; das Molverhältnis kann somit auch im Bereich von 1,8 bis 2,1 zu 1 zu 0,9 bis 1,1 liegen; der Gehalt an Kaliumperoxomonosulfat im Tripelsalz liegt im allgemeinen zwischen 45 und 50 Mol-%.
Die Herstellung des Tripelsalzes 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄ basiert auf der Umsetzung von Schwefelsäure oder Oleum mit Wasserstoffperoxid und Teilneutralisation der gebildeten schwefelsauren Caro′schen Säure mit basischen Kaliumverbindungen, wie KOH, K₂CO₃ oder KHCO₃. Aus dem teilneutralisierten Reaktionsgemisch läßt sich durch Verdampfen von Wasser das Tripelsalz gewinnen. Gemäß US-Patent 3,041,139 erfolgt die Herstellung auf die zuvor skizzierte Weise. Nachteilig an diesem Verfahren ist die erforderliche Kühlkristallisation, welche sowohl energieaufwendig ist als auch zusätzliche Einrichtungen erfordert. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die Ausbeute an Aktivsauerstoff im isolierten Tripelsalz, bezogen auf eingesetztes Wasserstoffperoxid, im allgemeinen nur zwischen 50 und 60% liegt. Schließlich enthält ein nach diesem Verfahren hergestelltes Tripelsalz als Nebenprodukt üblicherweise etwa 3 Gew.-% Kaliumperoxodisulfat.
Im Verfahren des GB-Patents 979,450, worin das Tripelsalz 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄ nicht expressis verbis genannt wird, werden der schwefelsauren Caro′schen Säure oder unmittelbar der zu ihrer Bildung eingesetzten wäßrigen Wasserstoffperoxidlösung Kaliumhydrogensulfat und/oder Kaliumsulfat zugesetzt, um die Kristallisation des KHSO₅, KHSO₄ und K₂SO₄ enthaltenden Salzes zu begünstigen. Eine Ausbeutesteigerung bis etwa 10% wird offensichtlich durch die Reaktion von KHSO₄ mit H₂O₂ erzielt. Auch bei diesem Verfahren erfolgt die Umsetzung bei sehr niedrigen Temperaturen und zudem ist die Dosierung eines Feststoffes erforderlich, wodurch der Verfahrensaufwand erhöht wird.
Aus der DE-OS 34 27 119 ist ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung des Tripelsalzes 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄ bekannt, wobei eine wäßrige Arbeitslösung, welche KHSO₅, H₂SO₄ und K₂SO₄ im molaren Verhältnis von 1,3 bis 2,5 zu 1,2 bis 2,0 zu 1 enthält, in einer Verdampfungsanlage bei vermindertem Druck und einer Temperatur von höchstens 40°C bis auf eine Konzentration von 25 bis 30 Gew.-% KHSO₅ eingeengt wird; durch Kühlkristallisation wird das Tripelsalz ausgefällt und nach Abtrennung desselben wird die Mutterlauge durch Zugabe von Schwefelsäure und Wasserstoffperoxid sowie konzentrierte KOH rekonstituiert und als Arbeitslösung verwendet. Dieses Verfahren führt zu einem K₂S₂O₈-armen Produkt, jedoch muß, um auch eine gute Aktivsauerstoffausbeute zu erzielen, teures, sehr hoch konzentriertes, vorzugsweise 85 gew.-%iges Wasserstoffperoxid verwendet werden. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß außer der Verdampfungsstufe auch eine Kühlkristallisationsstufe erforderlich ist, was zusätzliche Apparaturen sowie Kühlenergie erforderlich macht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgemäß, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung des Tripelsalzes 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄ aufzuzeigen, das batchweise oder kontinuierlich betrieben werden kann. Eine Verbesserung sollte darin bestehen, auf die aufwendige Kühlkristallisation zu verzichten. Ferner sollte das Verfahren zu einer hohen Aktivsauerstoffausbeute und zu einem Produkt mit möglichst niedrigem K₂S₂O₈-Gehalt führen, ohne Wasserstoffperoxid mit einem Gehalt nennenswert oberhalb 70 Gew.-% einsetzen zu müssen.
Gefunden wurde ein Verfahren zur Herstellung des Kaliumperoxomonosulfat-Tripelsalzes 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄, umfassend Einspeisen einer schwefelsauren Caro′schen Säure in eine KHSO₅ und KHSO₄ enthaltende wäßrige Arbeitslösung, Teilneutralisieren des Gemischs durch Zugabe von Kalilauge und gleichzeitiges Verdampfen von Wasser unter vermindertem Druck bei einer Temperatur von maximal 40°C, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man als schwefelsaure Caro′sche Säure eine solche mit einem Gehalt von 55 bis 70 Gew.-% H₂SO₅ und 15 bis 30 Gew.-% H₂SO₄ und als Arbeitslösung eine solche mit einem Gehalt von 28 bis 38 Gew.-% KHSO₅, 18 bis 28 Gew.-% KHSO₄ und größer 0 bis 3 Gew.-% K₂SO₄ verwendet, dem Gemisch und/oder der zuzuspeisenden schwefelsauren Caro′schen Säure zusätzlich Schwefelsäure zusetzt, Caro′sche Säure (H₂SO₅), zugesetzte H₂SO₄ und KOH im Molverhältnis von 3 zu 1 bis 3 zu 5 bis 8 einsetzt und das Tripelsalz ohne vorherige Abkühlung aus der sich bildenden Suspension abtrennt.
Die Unteransprüche richten auf bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Bei Einhaltung der erfindungsgemäßen Konzentrations- und Molverhältnisse fällt überraschenderweise das Tripelsalz bereits während der Verdampfungsstufe in hoher Reinheit aus dem Reaktionsgemisch aus. Die Verdampfung wird zweckmäßigerweise bei 25 bis 40°C, vorzugsweise bei 30 bis 40°C und insbesondere bei etwa 35°C, durchgeführt. Um das bei der Neutralisationsreaktion gebildete Wasser sowie das mit den Reaktionskomponenten eingetragene Wasser im Vakuum zu verdampfen, reicht der Energieeintrag aus der Neutralisations- und Verdünnungswärme aus.
Die als Reaktionsmedium für die Teilneutralisation für die Caro′sche Säure dienende Arbeitslösung weist eine andere Zusammensetzung auf als diejenige des herzustellenden Tripelsalzes: Die Arbeitslösung enthält Kaliumperoxomonosulfat in einer Menge von 28 bis 38 Gew.-%, vorzugsweise 31 bis 36 Gew.-%, Kaliumhydrogensulfat in einer Menge von 18 bis 28 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 25 Gew.-% sowie Kaliumsulfat in einer Menge von größer 0 bis 3 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 1,5 Gew.-%. Außer den genannten Komponenten und Wasser als Lösungsmittel enthält die Arbeitslösung mit den Reaktionspartnern eingebrachte und während der Reaktion gebildete Nebenprodukte, wie insbesondere Wasserstoffperoxid und Kaliumperoxodisulfat. Da KHSO₄ in der Literatur häufig auch als ein Gemisch aus H₂SO₄ und K₂SO₄ angegeben wird, läßt sich die Zusammensetzung der Arbeitslösung auch als Molverhältnis KHSO₅ zu H₂SO₄ zu K₂SO₄ ausdrücken: Unter Zugrundelegung des oben genannten bevorzugten Konzentrationsbereiches liegt das Molverhältnis im Bereich von größer 2 bis 3,2 zu größer 0,9 bis kleiner 1 zu 1. Ein besonders bevorzugtes Molverhältnis liegt im Bereich 2,5 bis 3 zu größer 0,9 bis kleiner 1 zu 1. Bei der Arbeitslösung handelt es sich um die von ausgefallenem Tripelsalz befreite Mutterlauge, deren Zusammensetzung grundlegend von derjenigen des Tripelsalzes abweicht.
Die erfindungsgemäß zu verwendende schwefelsaure Caro′sche Säure läßt sich in an sich bekannter Weise durch Zusammenbringen von Schwefelsäure oder Oleum mit Wasserstoffperoxid unter Kühlung erzeugen. Im erfindungsgemäßen Verfahren wird vorzugsweise eine Caro′sche Säure eingesetzt, welche durch Umsetzung von 20 bis 70 gew.-%igem Oleum mit 30 bis 70 gew.-%igem wäßrigen Wasserstoffperoxid erhalten wurde. Vorzugsweise werden die Reaktionspartner in einem solchen Verhältnis zusammengebracht, daß die Caro′sche Säure 60 bis 70 Gew.-% H₂SO₅ und 18 bis 25 Gew.-% H₂SO₄ enthält.
Die dem Reaktionssystem zusätzlich zuzuführende Schwefelsäure wird zweckmäßigerweise in Form konzentrierter Schwefelsäure eingesetzt. Durch die zusätzliche Zufuhr von Schwefelsäure wird das Verhältnis von Peroxomonosulfat zu Sulfat in den insgesamt zuzuführenden Stoffen in Richtung der Stöchiometrie des Tripelsalzes verschoben. Gleichzeitig wird durch diese Maßnahme der ansonst übliche starke Aktivsauerstoffabbau gemindert, so daß das erfindungsgemäße Verfahren zu einer hohen Aktivsauerstoffausbeute, bezogen auf die eingesetze Caro′sche Säure, führt. Bei der Optimierung der Menge an zugegebener Schwefelsäure wird der Fachmann den H₂SO₄-Gehalt in der verwendeten schwefelsauren Caro′schen Säure und zusätzlich auch die aus der Zersetzung von Caro′scher Säure erzeugte Schwefelsäure berücksichtigen. Zur Teilneutralisation wird vorzugsweise möglichst konzentrierte Kalilauge verwendet, insbesondere eine solche mit einem Gehalt zwischen 45 und 50 Gew.-% KOH.
Während der Zuführung der Reaktionspartner zur Arbeitslösung wird gleichzeitig Wasser unter vermindertem Druck abdestilliert. Der Druck wird derart eingestellt, daß die Temperatur von maximal 40°C nicht überschritten wird.
Der Druck liegt im allgemeinen unter 5000 Pa, vorzugsweise im Bereich zwischen 2500 und 3500 Pa.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei batchweiser Ausführung in einer üblichen Reaktionsapparatur, welche Vorrichtungen zur Zuführung der Reaktionspartner und Vorrichtungen zum gleichzeitigen Verdampfen von Wasser unter vermindertem Druck aufweist, durchgeführt werden.
Ein zur kontinuierlichen Herstellung des Tripelsalzes 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄ besonders geeignetes Verfahrensschema ist in Fig. 1/1 dargestellt: Die Teilneutralisation und gleichzeitige Verdampfung erfolgt in einem Vakuum-Umlauf-Verdampfer, umfassend den Verdampfer (1), die Umlaufleitung (2) und die Umlaufpumpe (3). Oleum und Wasserstoffperoxid werden über die Leitungen (4) beziehungsweise (5) in den Reaktor (6) zur Bildung der schwefelsauren Caro′schen Säure geführt; letztere wird über Leitung (7) dem Vakuum-Verdampfer zugeführt. Die zusätzlich zuzuführende Schwefelsäure wird über Leitung (8) direkt oder über die Leitungen (8a) und (7) in den Vakuum-Verdampfer eingebracht. Die Kalilauge wird über Leitung (9) in die Umlaufleitung (2) eingeleitet. Ein Teilstrom der umlaufenden Suspension wird über Leitung (10) und Pumpe (11) einer üblichen Fest-Flüssig-Trennvorrichtung, vorzugsweise einer Zentrifuge (12), zugeführt. Das abgetrennte Naßsalz wird über Leitung (13) dem Trockner (14) (geeignet sind z. B. Fließbetttrockner, Wendelförderertrockner, Schneckentrockner) zugeführt und das Trockensalz über Leitung (15) ausgetragen. Die Mutterlauge wird über Leitung (16) in die Umlaufleitung (2) eingespeist.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß das Tripelsalz 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄ in hoher Reinheit und hoher Aktivsauerstoffausbeute, bezogen auf eingesetzte Caro′sche Säure, erhalten wird: Bei batchweiser Ausführung des Verfahrens liegt die Ausbeute um und teilweise über 95%; bei kontinuierlicher Ausführung liegt die Ausbeute um 80%. Überraschenderweise liegt der Gehalt an Kaliumperoxodisulfat im isolierten Tripelsalz mit im allgemeinen weniger als 1,5 Gew.-%, meistens zwischen 0,1 und 1 Gew.-%, deutlich unter dem Gehalt, wie er von marktgängigen Produkten bekannt ist. Durch die erfindungsgemäß aufgefundenen Reaktionsverhältnisse erübrigt sich eine Kühlkristallisation, wie sie in vorbekannten Verfahren erforderlich war. Durch den verminderten apparativen Aufwand und den reduzierten Energiebedarf wird das Verfahren verbilligt.
Durch die nachfolgenden Beispiele wird die batchweise und kontinuierliche Fahrweise des erfindungsgemäßen Verfahrens verdeutlicht.
Beispiel 1
Batchweises Verfahren
  • a) Einsatzstoffe
    Rohstoffe: 65gew.-%iges Oleum, 70gew.-%ige wäßrige H₂O₂-Lösung, 45gew.-%ige Kalilauge und 96gew.-%ige H₂SO₄.
    7,8 l H₂O₂-Lösung und 10,0 l Oleum wurden in einem kühlbaren Reaktionsgefäß bei ca. 10°C in ca. 10 Min. gemischt, so daß eine schwefelsaure Caro′sche Säure mit einem Gehalt von 65 Gew.-% H₂SO₅ entstand, die ferner Wasser und wenig H₂O₂ und H₂S₂O₈ enthielt.
  • b) Tripelsalzbildung
    In einem Vakuumverdampfer befanden sich 500 kg Mutterlauge mit einem Gehalt von 34 Gew.-% KHSO₅, 22 Gew.-% KHSO₄ und 1 Gew.-% K₂SO₄. Innerhalb von ca. 1 h wurden 110 kg der unter a) hergestellten Lösung, 20 kg Schwefelsäure und 177 kg Kalilauge im Vakuum bei 3400 Pa und ca. 35°C zugesetzt. Dabei wurden gleichzeitig ca. 40 kg Wasser abgedampft. Anschließend wurde das ausgefallende Tripelsalz abfiltriert und getrocknet.
    Das Filtrat wurde in einem Wiederholungsversuch erneut als Arbeitslösung eingesetzt und führte unter den vorgenannten Verfahrensbedingungen zu einem Tripelsalz gleicher Qualität.
    Produktanalyse des feuchten Salzes:
    47,3% KHSO₅
    22,03% KHSO₄
    27,03% K₂SO₄
    0,1% K₂S₂O₈
    3,5% H₂O
    Molverhältnis KHSO₅ : KHSO₄ : K₂SO₄ =
    1,92 : 1 : 0,96
    AO-Ausbeute, bezogen auf H₂SO₅ = 96,7%
Beispiel 2
Kontinuierliches Verfahren
  • a) Einsatzstoffe: wie Beispiel 1
  • b) Die Herstellung erfolgte gemäß dem in Fig. 1/1 dargestellten Verfahrensschema.
    Im Produktionskreislauf (Umlauf-Verdampfer (1) und Kreislaufleitung (2) und Pumpe (3)) wurden 750 kg einer Arbeitslösung mit einem Gehalt von 34 Gew.-% KHSO₅, 22 Gew.-% KHSO₄ und ca. 1 Gew.-% K₂SO₄ im Umlauf gehalten.
    In diese Arbeitslösung wurden unter Vakuumverdampfung 30,2 kg/h einer im Reaktor (6) unter Kühlung hergestellten schwefelsauren Caro′schen Säure mit einem Gehalt von 65% H₂SO₅ und 21% H₂SO₄ sowie 5,4 kg/h H₂SO₄ (96 Gew.-%) und 36,6 kg/h Kalilauge (45 Gew.-%) bei 35 °C und einem Druck von 4000 Pa zugesetzt. Die Arbeitslösung wurde dabei umgewälzt. Ein Teilstrom der gebildeten Suspension (100 kg/h) wurde der Umwälzung entzogen und über eine Zentrifuge geführt. Das dabei abgetrennte Tripelsalz wurde getrocknet. Die Mutterlauge wurde in die Umwälzung zurückgeführt.
    Produktanalyse:
    48,91% KHSO₅
    22,43% KHSO₄
    25,54% K₂SO₄
    0,84% K₂S₂O₈
    Molverhältnis KHSO₅ : KHSO₄ : K₂SO₄ =
    1,95 : 1 : 0,91
    AO-Ausbeute, bezogen auf H₂SO₅ = 80%

Claims (5)

1. Verfahren zur Herstellung des Kaliumperoxomonosulfat- Tripelsalzes 2 KHSO₅ · KHSO₄ · K₂SO₄, umfassend Einspeisen einer schwefelsauren Caro′schen Säure in eine KHSO₅ und KHSO₄ enthaltende wäßrige Arbeitslösung, Teilneutralisieren des Gemischs durch Zugabe von Kalilauge und gleichzeitiges Verdampfen von Wasser unter vermindertem Druck bei einer Temperatur von maximal 40°C, dadurch gekennzeichnet, daß man als schwefelsaure Caro′sche Säure eine solche mit einem Gehalt von 55 bis 70 Gew.-% H₂SO₅ und 15 bis 30 Gew.-% H₂SO₄ und als Arbeitslösung eine solche mit einem Gehalt von 28 bis 38 Gew.-% KHSO₅, 18 bis 28 Gew.-% KHSO₄ und größer 0 bis 3 Gew.-% K₂SO₄ verwendet, dem Gemisch und/oder der zuzuspeisenden schwefelsauren Caro′schen Säure zusätzlich Schwefelsäure zusetzt, Caro′sche Säure (H₂SO₅), zugesetzte H₂SO₄ und KOH im Molverhältnis von 3 zu 1 bis 3 zu 5 bis 8 einsetzt und das Tripelsalz ohne vorherige Abkühlung aus der sich bildenden Suspension abtrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitslösung 31 bis 36 Gew.-% KHSO₅, 20 bis 25 Gew.-% KHSO₄ und 0,5 bis 1,5 Gew.-% K₂SO₄ enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Caro′sche Säure aus 20 bis 70 gew.-%igem Oleum und 30 bis 70 gew.-%igem Wasserstoffperoxid hergestellt wurde und 60 bis 70 Gew.-% H₂SO₅ und 18 bis 25 Gew.-% H₂SO₄ enthält.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Teilneutralisation bei 25 bis 40°C, insbesondere 30 bis 35°C, durchführt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man der in einer Verdampferanlage vorgelegten Arbeitslösung kontinuierlich schwefelsaure Caro′sche Säure, zusätzlich Schwefelsäure und Kalilauge zuführt, das aus fallende Tripelsalz aus einem abgezogenen Teilstrom mittels einer üblichen Fest-Flüssig-Trennvorrichtung abtrennt und das Filtrat als Arbeitslösung wieder in den Verdampfer zurückführt.
DE19503900A 1995-02-07 1995-02-07 Verfahren zur Herstellung des Kaliumperoxomonosulfat-Tripelsalzes 2 KHSO¶5¶ . KHSO¶4¶ . K¶2¶SO¶4¶ Expired - Fee Related DE19503900C1 (de)

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