DE19503536A1 - Schaltungsanordnung für ein Einrückrelais - Google Patents
Schaltungsanordnung für ein EinrückrelaisInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für
ein Einrückrelais nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
Es ist bekannt, in Kraftfahrzeugen Einrückrelais für
eine Andrehvorrichtung einer Brennkraftmaschine ein
zusetzen. Diese Einrückrelais dienen dazu, einen ho
hen Strom mit einem verhältnismäßig niedrigen Steuer
strom zu schalten. Der hohe Strom (Starterstrom, der
für das Andrehen einer Brennkraftmaschine mittels
Starter erforderlich ist), beträgt beispielsweise bei
Personenkraftwagen bis zu ca. 1000 A. Der während des
Startvorgangs über die Relaisspule des Einrückrelais
fließende Strom beträgt demgegenüber beispielsweise
ca. 80 bis 100 A. Dieser gegenüber dem Starterstrom
relativ kleine Strom ist jedoch immer noch zu groß,
um direkt über einen Startschalter (Zündschloß) oder
über ein elektronisches Steuergerät geschaltet zu
werden. Hierzu ist unter anderem aus der DE 37 37 430
C bekannt, dem Einrückrelais ein Hilfsrelais zuzu
ordnen, das mittels des Starterschalters des Kraft
fahrzeugs betätigbar ist. Hierbei ist nachteilig, daß
für das zusätzliche Hilfsrelais nicht nur ein zusätz
licher Bauraum im Kraftfahrzeug zur Verfügung ge
stellt werden muß, sondern daß dieses einen zusätz
lichen Verbraucher mit einer entsprechend großen Ver
lustleistung darstellt.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung mit den im
Anspruch 1 genannten Merkmalen bietet den Vorteil,
daß das Hilfsrelais optimiert, das heißt, insbeson
dere hinsichtlich seiner Baugröße verkleinert werden
kann, so daß der zur Verfügung stehende Einbauraum
ebenfalls verkleinerbar ist. Dadurch, daß eine den
Betriebsstrom des Hilfsrelais beeinflussende Steuer- und/oder
Regelschaltung vorgesehen ist, ist es vor
teilhaft möglich, den Betriebsstrom des Hilfsrelais
in Abhängigkeit wählbarer Kriterien so zu beeinflus
sen, daß dieser für jeden Betriebszustand des Hilfs
relais nur die tatsächlich notwendige Größe annimmt,
so daß die am Hilfsrelais auftretende Verlustleistung
so stark wie möglich reduziert wird. Dadurch ist es
möglich, das Hilfsrelais in das Einrückrelais zu in
tegrieren, so daß eine kompakte Baueinheit entsteht.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vor
gesehen, daß die Steuerschaltung eine getaktete
Steuer- bzw. Stromregelschaltung enthält, wobei über
die Taktfrequenz und/oder über das Tastverhältnis die
Höhe des Betriebsstromes in Abhängigkeit von be
stimmten Betriebszuständen des Hilfsrelais festlegbar
ist. Hierdurch wird es vorteilhaft möglich, den Be
triebsstrom des Hilfsrelais sich ändernden Betriebs
bedingungen, beispielsweise einer Betriebstemperatur
und/oder einer Ankerstellung des Hilfsrelais, anzu
passen. Mittels dieser jeweils optimalen Anpassung
des Betriebsstroms an den Betriebszustand des Hilfs
relais wird die Verlustleistung des Hilfsrelais re
duziert. Dies ergibt sich insbesondere aus einer Ab
senkung des Betriebsstroms, nachdem der Anker des
Hilfsrelais angezogen hat beziehungsweise dieser ge
rade seine Bewegung entlang des Bewegungsweges begon
nen hat. Weiterhin ist vorteilhaft, daß durch eine
optimale, gesteuerte Taktung des Betriebsstroms des
Hilfsrelais die Einstellung eines konstant großen
Betriebsstrommittelwertes bei unterschiedlichen Be
triebsbedingungen, insbesondere unterschiedlichen
Temperaturverhältnissen, möglich ist. Dabei ist zu
berücksichtigen, daß bei unterschiedlichen Tempera
turen sich einerseits die Kennlinie einer Rückzugs
feder für den Anker des Hilfsrelais und andererseits
das Magnetisierungsverhalten des Hilfsrelais sowie
der ohmsche Widerstand der Spule ändern, mit der
Folge, daß sich auch der Betriebsstrom des Hilfs
relais ändert. Die Spule des Hilfsrelais ist in der
Regel nach dem maximal auftretenden Betriebsstrom zu
dimensionieren. Durch die erfindungsgemäße Steuerung
des Betriebsstroms des Hilfsrelais wird es jedoch
möglich, das Hilfsrelais mit einem kleineren,
konstant großen getakteten Betriebsstrommittelwert zu
betreiben, so daß den unterschiedlichen Betriebsbe
dingungen über eine Wahl eines Stromsollwertes einer
Taktfrequenz und/oder des Taktverhältnisses Rechnung
getragen werden kann. Dadurch kann die Spule für den
abgesenkten Haltestrom des Relais dimensioniert wer
den.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den übrigen in den Unteransprüchen
genannten Merkmalen.
Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbei
spielen anhand der zugehörigen Zeichnungen näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch ein Blockschaltbild einer
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung;
Fig. 2 ein Diagramm des Verlaufs von
Soll- und Istwert des Betriebsstromes
des Hilfsrelais;
Fig. 3 bis Fig. 6 einige Signalverläufe für verschiedene
Tastverhältnisse des getakteten
Betriebsstroms des Hilfsrelais;
Fig. 7 und 8 ein zweites Ausführungsbeispiel der
Erfindung
Fig. 1 zeigt eine insgesamt mit 10 bezeichnete
Schaltungsanordnung für eine Andrehvorrichtung einer
Brennkraftmaschine. Die Schaltungsanordnung 10 weist
ein Einschaltelement 12, zum Beispiel Zündschloß oder
Startschalter auf, das mit einem elektronischen Steu
ergerät 14 verbunden ist. Das elektronische Steuerge
rät 14 weist eine Steuerschaltung 16 für ein mit dem
Steuergerät 14 verbundenes Hilfsrelais 18 auf. Der
Steuerschaltung 16 ist weiterhin eine Temperaturer
fassungsschaltung 20 zugeordnet, die mit hier nicht
dargestellten Temperatursensoren, die in der Nähe des
Hilfsrelais 18 oder in Motorraum angeordnet sind,
verbunden ist. Die Steuerschaltung 16 enthält eine
als Schmitt-Trigger arbeitende Triggerstufe 19, deren
Ansprechwerte a) und b) veränderbar sind und die den
Stromverlauf am Ausgang des Steuergerätes 14 ab
fühlen.
Das Steuergerät 14 besitzt weitere, hier nicht rele
vante Schaltungsteile, die für die Funktion des
Kraftfahrzeugs notwendig sind. Hier nicht darge
stellte Schaltkontakte des Hilfsrelais 18 sind mit
den Wicklungen eines Einrückrelais 22 verbunden, des
sen ebenfalls nicht dargestellte Schaltkontakte den
Hauptstromkreis einer Andrehvorrichtung 24 ein- und
ausschalten.
Anhand der lediglich schematischen Darstellung soll
die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung 10 kurz er
läutert werden. Bei Betätigung des Einschaltelementes
12 wird die Spule des Hilfsrelais 18 über das elek
tronische Steuergerät 14 bestromt. Die Bestromung der
Spule des Hilfsrelais 18 erfolgt in noch zu erläu
ternder Weise über die Steuerschaltung 16 für den
Betriebsstrom des Hilfsrelais 18. Die Schaltkontakte
des Hilfsrelais 18 verbinden die Relaisspule des
Einrückrelais 22 mit einer Betriebsspannung, so daß
der Anker des Einrückrelais 22 die Hauptstromkontakte
der Andrehvorrichtung 24 schließt und diese mit einer
Spannungsquelle, im Kraftfahrzeug in der Regel der
Kraftfahrzeugbatterie, verbindet. Über die Haupt
stromkontakte der Andrehvorrichtung 24 fließt hierbei
der relativ hohe Starterstrom, der ca. 1000 A be
tragen kann. Über die Schaltkontakte des Hilfsrelais
18, die die Relaisspule des Einrückrelais 22 mit der
Spannungsquelle verbindet, fließt ein Schaltstrom in
Höhe von ca. 80 bis 100 A. Über die Spule des
Hilfsrelais 18 fließt der von der Steuerschaltung 16
des Steuergerätes 14 beeinflußte Betriebsstrom I von
bis zu 40 A.
In der Fig. 2 ist der Sollwert und Istwert des
Betriebsstromes im Ausführungsbeispiel für die Steu
erung des Betriebsstromes I nach Fig. 1 dargestellt.
Hierbei wird der Sollwert Isoll des Betriebsstromes
zum Zeitpunkt t2 von der Steuerschaltung 16 auf einen
niedrigeren Wert abgesenkt. Hierdurch wird erreicht,
daß sich der in der linken Darstellung vereinfacht
wiedergegebene Istwert des Betriebsstrom Iist ein
stellt. Hiermit wird den physikalischen Gegebenheiten
Rechnung getragen, daß zum Halten des Ankers des
Hilfsrelais 18 eine geringere magnetische Flußdichte
ausreichend ist, als für den Anzug des Ankers erfor
derlich ist. Durch die Absenkung des Betriebs
stromes I um ca. 50% läßt sich die Verlustleistung
auf ca. 25% reduzieren, da für den geschlossenen
Magnetkreis ein geringerer Strom für die erforder
liche magnetische Flußdichte ausreichend ist. Dieser
geringere Betriebsstrom I fließt durch den Spulen
widerstand der Spule und erzeugt somit eine geringere
Verlustleistung in Form von Wärmeenergie gegenüber
dem höheren Betriebsstrom I vor dem Zeitpunkt t2.
Der konkrete Aufbau der Steuerschaltung 16, die ei
nerseits die Taktung des Betriebsstroms I im Steu
ergerät 14 und andererseits die Absenkung des Be
triebsstroms I durchführt, soll hier nicht näher
betrachtet werden. Sie enthält jedoch außer der
Triggerstufe 19 noch eine Zeitstufe für die Zeit t2
zum Umschalten der Triggerstufe von den höheren An
sprechwerten a1 und b1 zum Ausschalten (a1) und Ein
schalten (b1) des Betriebsstromes Iist auf die nie
deren Ansprechwerte a2 und b2. Im Beispielsfalle wird
der Sollwert des Betriebsstromes I nach t2∼30 ms von
25 A auf 12 A abgesenkt. Für die Steuerschaltung 16
bietet sich der Einsatz allgemein bekannter Multivi
bratoren, Präzisions-Schmitt-Trigger oder andere ge
eignete Oszillatorschaltungen, vorzugsweise auch
Microprozessoren an. Die Zeitspanne t2 bis zur Strom
absenkung ist so vorgegeben, daß der Relaisanker mit
Sicherheit zu einem früheren Zeitpunkt t1 von seiner
Ruhelage abhebt. Über die Temperaturerfassungsschal
tung 20 ist es möglich, die Grenzwerte des Betriebs
stromes Iist über die veränderbaren Ansprechwerte a
und b der Triggerstufe 19 mit steigender Temperatur
abzusenken. Außerdem kann damit auch die Zeitspanne
t2 bis zum Absenken des Betriebsstromes mit zu
nehmender Temperatur verkürzt werden. Auf diese Weise
ist es möglich, die temperaturabhängige Reibung des
bewegten Relaisankers sowie gegebenenfalls eine
temperaturabhängige Federkraft der Ankerrückstellfe
der zu kompensieren.
In den Fig. 3 bis 6 sind Signalverläufe für die
Taktung des Betriebsstromes I dargestellt. Der Si
gnalverlauf ist hier durch exakte Rechtecksignale mit
einem genauen Tastverhältnis, also der Taktfrequenz,
darstellbar. Für die Bereitstellung der Rechteck
signale kann die Steuerschaltung 16 beispielsweise
entsprechend ausgelegte Funktionsgeneratoren enthal
ten. In Fig. 3 ist beispielsweise bei einer
Taktfrequenz von 2 kHz der Signalverlauf mit einem
30%igen Tastverhältnis dargestellt, das heißt, bezo
gen auf eine Zeiteinheit (Periode) ist der Betriebs
strom I in 30% dieser Zeiteinheit eingeschaltet,
während er für die übrigen 70% ausgeschaltet ist.
Entsprechend ist in Fig. 4 ein Signalverlauf mit
einem 60%igen Tastverhältnis, in Fig. 5 ein Signal
verlauf mit einem 90%igen Tastverhältnis und in Fig.
6 ein Signalverlauf mit einem 100%igen Tastverhältnis
dargestellt. Entsprechend dem gewählten Tastverhält
nis ergibt sich eine von der Linienführung des Be
triebsstroms I übergriffene Fläche und damit be
kannterweise die der Spule zugeführte Energie. Je
kleiner die Taktung, das heißt das Tastverhältnis
Ein/Aus, gewählt ist, um so kleiner ist die zugeführ
te Energie und damit die in der Spule auftretende
Verlustleistung.
Damit ist es mittels der Taktung des Betriebsstroms I
auch möglich, das Tastverhältnis in Abhängigkeit von
bestimmten Betriebsparametern des Hilfsrelais 18 zu
verändern. So kann beispielsweise das Tastverhältnis
in Abhängigkeit einer Betriebstemperatur des Hilfs
relais 18 zur Aufrechterhaltung der vorgegebenen Be
triebsstromstärke verändert werden. Gleichzeitig kann
die Absenkung des Betriebsstroms I über eine Ver
kleinerung des Tastverhältnisses realisiert sowie
temperaturabhängig verändert werden.
So kann von einer Triggerstufe 19 der Steuerschaltung
16 in lediglich beispielhaft herausgegriffenen Tast
verhältnissen der Betriebsstrom I bei einem Hilfs
relais 18 im Einschaltmoment für ca. 30 msec mit ei
ner 60%igen Taktung beaufschlagt werden, während zum
Zeitpunkt t2 (Fig. 2) das Tastverhältnis auf 30%
umgestellt wird. Somit läßt sich durch einfache Ge
nerierung der Rechtecksignale der Triggerstufe 19 der
Energiebedarf der Spule des Hilfsrelais 18 drastisch
verringern. Durch eine Kopplung der Steuerschaltung
16 mit der Temperaturerfassungsschaltung 20 kann die
Taktung des Betriebsstroms I in einfacher Weise an
die jeweils vorliegenden Betriebsbedingungen angepaßt
werden. So ist es beispielsweise zweckmäßig, bei
einem kalten Relais im Einschaltmoment den Betriebs
strom I mit einer 60%igen Taktung und zum Zeitpunkt
t2 mit einer 30%igen Taktung bereitzustellen. Bei
einem sich in normaler Betriebstemperatur befindenden
Hilfsrelais 18 kann das Tastverhältnis im Einschalt
moment 90% betragen, während es zum Zeitpunkt t2 auf
50% umgeschaltet wird. Bei einem beispielsweise
erwärmten Hilfsrelais 18 kann im Einschaltmoment die
Taktung mit 100% erfolgen, während zum Zeitpunkt t2
auf eine 60%ige Taktung umgeschaltet wird. Mittels
der Steuerschaltung 16 und der Temperaturerfassungs
schaltung 20 kann darüber hinaus der Zeitpunkt t2 für
die Umschaltung der Tastverhältnisse beeinflußt wer
den. So kann beispielsweise für ein kaltes Hilfs
relais 18 der Zeitpunkt t2 bei 30 msec, für ein nor
mal erwärmtes Hilfsrelais 18 der Zeitpunkt t2 bei 25
msec und für ein erwärmtes Hilfsrelais 18 der Zeit
punkt t2 bei 15 msec liegen.
Es wird also klar, daß durch das Tastverhältnis und
den Umschaltzeitpunkt des Tastverhältnisses zwischen
dem Anzugsbereich und dem Haltebereich des Hilfs
relais 18 eine Ansteuerung des Hilfsrelais 18 möglich
ist, die eine drastische Energieeinsparung ermög
licht.
Insgesamt wird somit ein Betrieb des Hilfsrelais 18
trotz unterschiedlicher Betriebszustände, insbeson
dere unterschiedlicher Beriebstemperaturen, mit einem
konstanten Betriebsstrommittelwert einstellbar. Durch
die Taktung des Betriebsstroms I wird darüber hinaus
- wie erwähnt - eine Reduzierung der Verlustleistung
des Hilfsrelais 18 bewirkt.
Durch den konstanten Betriebsstrommittelwert bei un
terschiedlichen Temperaturverhältnissen ergibt sich
die Möglichkeit, auf die konstruktive Gestaltung des
Hilfsrelais 18 Einfluß zu nehmen. Einerseits ergibt
sich die Möglichkeit, die Federkraft der Rückstell
feder für den Anker des Hilfsrelais 18 zu erhöhen, da
das Hilfsrelais 18 nicht mehr auf den ungünstigst an
zunehmenden Betriebsfall, nämlich auf den maximalen
Betriebsstrom I bei höchster Temperatur ausgelegt zu
werden braucht. Durch Erhöhung der Federkraft für den
Anker des Hilfsrelais 18 läßt sich die Prellneigung
der Schaltkontakte verringern, so daß hiermit eine
Erhöhung der Lebensdauer der Kontakte erreichbar ist.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich, daß durch diese
Erhöhung der Federkraft und damit Verringerung der
Prellneigung ein Einbau des Hilfsrelais 18 in ein
Gehäuse des Einrückrelais 22 möglich wird. Die wäh
rend der Schaltvorgänge des Einrückrelais 22 auf
tretenden Beschleunigungen beziehungsweise Stöße an
der Startvorrichtung, die in Bereichen bis zu 5000
bis 10000 g liegen können, können somit von der stär
keren Federkraft der Rückstellfeder des Hilfsrelais
18 besser abgefangen werden.
Darüber hinaus ist es auch möglich, für den Fall, daß
keine größeren Federkräfte überwunden werden sollen,
die Spulenwicklung des Hilfsrelais 18 zu verringern,
da insgesamt ein geringerer Energieeintrag zur Funk
tion notwendig ist. Durch den sich hieraus ergebenden
geringeren Einbauraum ist ebenfalls eine bessere
Integration des Hilfsrelais 18 in das Einrückrelais
22 möglich.
Die Taktung eines Starterhilfsrelais ist nicht nur mit Hilfe
der in Fig. 1 und 2 erläuterten Steuerschaltung möglich,
sondern läßt sich auch mit einer Steuer- und Regelschaltung
gemäß Fig. 7 und 8 realisieren. Dort wird der Betriebs
strom des Steuerrelais von einem Regler 17 über eine Takt
stufe im Steuergerät 14′ derart getaktet, daß der sich im
Verhältnis der Taktung einstellende Strommittelwert auf ei
nen vorgegebenen Sollwert Isoll geregelt wird. Dazu wird am
Hilfsrelais 18 der durch die Taktung sich ständig ändernde
Istwert des Betriebsstromes Iist abgefühlt. Die Absenkung
des Sollwertes kann nun zeitabhängig nach dem Einschalten
des Relais erfolgen oder mit Hilfe eines weiteren Sensors 21
abhängig von der Lage des Hilfsrelais-Ankers.
Nach dem beigefügten Diagramm (Fig. 8) ist vorgesehen, daß
vor Bewegungsbeginn des Relaisankers auf den Sollstrom Is1,
bei bewegtem Anker auf den kleineren Sollstrom Is2 und bei
vollständig eingespurtem Relaisanker auf den nochmals klei
neren Sollstrom Is3 geregelt wird.
Die Wicklung ist so ausgelegt, daß z. B. bei 0°C und Rege
lung auf Is1 ein Tastverhältnis von 60% sicher fuhr eine Re
laisankerbewegung ausreicht (Tastverhältnisse bei gleicher
Relaisankerlage und Is2 z. B. 40%, bei Is3 z. B. 20%).
Bei der maximalen Wicklungstemperatur (z. B. + 100°C) ergibt
sich dann bei den wie oben geregelten Relaisströmen aufgrund
des höheren Wicklungswiderstandes ein Tastverhältnis von
100% bei Is1 (66% bei Is2, 33% bei Is3).
Der Relaisstrom wird also grundsätzlich unabhängig von Stör
größen (wie z. B. Temperatur, Batteriespannung etc.), aber
abhängig vom Zustand des Relaisankers (z. B. Position, Ge
schwindigkeit) und vom Magnetkraftbedarf geregelt. Das Tast
verhältnis wird hierbei vom Regler automatisch richtig ein
gestellt.
Insgesamt ergibt sich eine vom Relaisanker-Kraftbedarf ab
hängige Relaisstromregelung insbesondere mit den Vorteilen
- - thermische Entlastung
- - verkleinerte Stöße beim Ankeraufprall, verringertes Prel len
- - erhöhte Funktionssicherheit (höhere Ankeranzugskraft)
- - vergrößerte Relaislebensdauer
Claims (13)
1. Schaltungsanordnung für ein Einrückrelais für eine
Andrehvorrichtung einer Brennkraftmaschine, mit einem
eine Relaisspule des Einrückrelais betätigenden
Hilfsrelais, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Be
triebsstrom (I) des Hilfsrelais (18) beeinflussende
Steuer- und/oder Regelschaltung (16, 16′) vorgesehen
ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Steuer- und/oder Regelschaltung
(16, 16′) eine Taktstufe für eine getaktete Strom
schaltung enthält.
3. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und/oder
Regelschaltung (16, 16′) eine Triggerstufe
(19) für eine Taktung des Betriebsstroms (I) mit
einem bestimmten, beeinflußbaren Tastverhältnis auf
weist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastver
hältnis des Betriebsstroms (I) über der Zeit ver
änderlich ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der getaktete
Betriebsstrom (I) nach Erreichen eines wählbaren
Zeitpunktes (t2) abgesenkt wird.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der getaktete Betriebsstrom (I)
nach Bewegungsbeginn des Ankers des Hilfsrelais (18)
aus der Ruhelage und/oder beim Erreichen der Arbeits
stellung abgesenkt wird.
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der abgesenkte
Betriebsstrom (I) ein kleineres Tastverhältnis als
der nicht abgesenkte Betriebsstrom (1) aufweist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Änderung
des Tastverhältnisses in Abhängigkeit der Betriebs
temperatur des Hilfsrelais (18) und/oder des Motors
erfolgt.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Zeitpunkt (t2) für die Absen
kung des Tastverhältnisses in Abhängigkeit einer Be
triebstemperatur des Hilfsrelais (18) und/oder des
Motors veränderbar ist.
10. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastver
hältnis des getakteten Betriebsstromes (I) in Ab
hängigkeit von der Ankerstellung des Hilfsrelais (18)
veränderbar ist.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Hilfsrelais (18) bei maximal
zulässiger Betriebstemperatur die erforderliche An
zugskraft bei einem Tastverhältnis des getakteten Be
triebsstromes (I) von 100% erzeugt.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der getaktete Betriebsstrom (I)
über die Steuer- und/oder Regelschaltung (16, 16′)
von einem ersten Sollwert (Isoll) nach einer Zeit
(t1, t2, t3) auf mindestens einen weiteren, niederen
Sollwert abzuregeln ist.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Absenkung des getakteten Be
triebsstromes (1) in Abhängigkeit der Einschaltzeit
(t1, t3) oder der Ankerposition des Hilfsrelais (18)
in zwei Schritten erfolgt.
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Applications Claiming Priority (1)
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