DE19503433C2 - Vorrichtung und Verfahren zum Zuschneiden plattenförmiger Stränge - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Zuschneiden plattenförmiger SträngeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Zuschneiden plattenförmiger Stränge sowie eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens.
Insbesondere betrifft die vorliegende Er
findung das Zuschneiden von Möbelteilen, wie Arbeitsplat
ten oder Küchenfronten.
Unter plattenförmigen Strängen sind entweder fortlaufende
flache Materialbahnen oder endliche, langformatige Platten
zu verstehen. Derartige Platten werden beispielsweise bei
der Herstellung von Möbelteilen und insbesondere von Ar
beitsplatten oder Fronten für Küchen verwendet.
Da eine sehr große Materialvielfalt gegeben ist und zudem
ein sehr weiter Bereich an verschiedenen Abmessungen mit
den Strängen abgedeckt werden muß, ist es üblich, daß die
Stränge in nur wenigen, dafür aber sehr großformatigen
Standardgrößen hergestellt werden. Üblicherweise haben die
Stränge eine Länge von 5,6 m und Breiten von bis zu 1,2 m.
Dementsprechend ist es erforderlich, die in Standardgrößen
vorproduzierten Stränge zur Weiterverarbeitung den jewei
ligen Bedürfnissen angepaßt zuzuschneiden, was auch als
Aufteilen bezeichnet wird. Desweiteren weisen diese sehr
langformatigen Platten eine beträchtliche Dicke von oft
mals 50 mm und mehr auf. Daher sind die Stränge, insbeson
dere wenn sie aus Preßspanmaterial hergestellt sind, sehr
schwer und nur mit maschineller Hilfe zu handhaben.
Im Hinblick auf die gerade bei Küchen sehr unterschiedli
chen individuellen Gestaltungswünsche müssen die Stränge
auf sehr unterschiedliche Maße zugeschnitten werden. Dies
erfolgt durch entsprechende Vorrichtungen.
Üblicherweise werden die Stränge zum Zuschneiden nachein
ander einer stationären Säge zugeführt. Aufgrund der Ab
messungen und des hohen Gewichts ist es dabei sinnvoll,
wenn die Stränge im wesentlichen nur in einer Förderrich
tung bewegt werden, um eine schnelle aufeinanderfolgende
Bearbeitung mit geringen Transportzeiten, also einen hohen
Durchsatz an Strängen, zu ermöglichen.
Der Begriff "stationäre Säge" ist so zu verstehen, daß die
Säge zumindest nicht über die gesamte Längserstreckung der
einzelnen Stränge bewegt werden kann, sondern daß die Säge
in dieser Richtung allenfalls in einem im Verhältnis zur
Gesamterstreckung geringen Bereich bewegbar ist und der
Strang selbst bewegt wird.
Es ist eine Vorrichtung
bekannt, bei der ein zuzuschneidender Strang mit Hilfe
einer Vorschubvorrichtung, die Anschläge und eine Förder
einrichtung umfaßt, einer stationären Kreissäge maßgenau
und ausgerichtet zugeführt wird. Die Kreissäge kann quer
zur Längserstreckung des Strangs schneiden, so daß der
Strang in Abschnitte mit gewünschten Längen aufteilbar ist.
Anschließend erfolgt ein Weitertransport des auf ein ge
wünschtes Maß abgelängten Strangs von der Zuschneidevor
richtung zu einer separaten Einkürzsäge. Diese Säge kann
den Strang in Längsrichtung schneiden, so daß der Strang
in seiner Breite auf ein einstellbares Maß gekürzt wird.
Beim Stand der Technik erfolgt der Weitertransport des
abgelängten Strangs von der Ablängsäge zu der Einkürzsäge
mit Hilfe einer angetriebenen Rollenbahn. Die Rollenbahn
weist einen einseitigen Längsseitenanschlag auf, gegen den
der Strang aufgrund entsprechend schräggestellter Rollen
bei der Förderung durch die Einkürzsäge gedrückt wird.
Durch diese nur einseitige Führung des Strangs im Bereich
der Einkürzsäge, wobei die den Strang fördernden Rollen
nur in einem gleitenden Kontakt zum Strang stehen, ergibt
sich ein verhältnismäßig ungenauer, oftmals welliger
Längsschnitt der Einkürzsäge.
Die Vorrichtungen der genannten Art haben üblicherweise eine Ge
samtlänge von etwa 20 m, da vor der Ablängsäge ein Bereich von min
destens 5,6 m für den unbearbeiteten Strang, zwischen Ablängsäge und
Einkürzsäge ein Bereich von ebenfalls mindestens 5,6 m für einen im
Extremfall nur an den Stirnseiten bearbeiteten Strang und hinter der Ein
kürzsäge wiederum für den Extremfall ein Bereich von mindestens 5,6
m für den (auf definierte Breite eingekürzten) Strang zur Verfügung
stehen muß.
Es ist außerdem eine zweite Art von Aufteilsägen bekannt, sogenannte
Buntaufteilsägen, bei denen Ablängsäge und Einkürzsäge in unmittel
barer Nachbarschaft zueinander angeordnet sind. Eine derartige Vor
richtung ist z. B. in CH 446 692 beschrieben. Bei dieser bekannten
Vorrichtung wird eine Platte zunächst mehreren parallel angeordneten,
stationären Einkürzsägen zugeführt und die eingekürzte Platte wird
anschließend durch die direkt dahinter angeordnete Ablängsäge in Quer
richtung abgelängt, so daß sich mehrere Plattenteile definierter Breite
und identischer Länge ergeben. Diese Vorrichtung der zweiten Art ist
aber nicht dazu geeignet, aus einem Strang nacheinander mehrere Platten
unterschiedlicher Breite herzustellen. Vielmehr haben alle aus einem
Strang hergestellte Platten dieselbe Breite gemäß der Voreinstellung der
Einkürzsägen, die erst wieder geändert werden kann, wenn der nächste
Strang zugeführt wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Verfügung zu stellen,
wonach plattenförmige Stränge in Platten variabler Breite und Länge bei
möglichst geringem Raumbedarf aufgeteilt werden können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Verfahren und die Vor
richtung gelöst, wie sie in den unabhängigen Ansprüchen formuliert
sind.
Eine wesentliche Idee der Erfindung liegt darin, die Einkürzsäge in die
Zuschneidevorrichtung, bestehend aus Vorschubvorrichtung und Abläng
säge, zu integrieren und vor der Ablängsäge anzuordnen, wobei die
Vorschubvorrichtung einen zuzuschneidenden Strang der Einkürzsäge
ausgerichtet zuführt. Die präzise Führung des Strangs durch die Vor
schubvorrichtung führt dazu, daß sich ein besonders genauer Längs
schnitt der Einkürzsäge ergibt. Entscheidend für die Erfindung ist, daß
der zugeführte Strang nach dem Bearbeiten der Stirnkante mittels der
Ablängsäge soweit entgegen der Zuführrichtung zurückbewegt wird, daß
die Stirnkante vor oder im Schnittbereich der Einkürzsäge zu liegen
kommt, und der Strang erst dann durch kontinuierliche Vorschubbewe
gung eingekürzt wird. Dazu dient eine vollautomatisch gesteuerte Vor
schubvorrichtung.
Die erfindungsgemaße Lösung ermöglicht eine wesentliche Verringe
rung der Investitionskosten, da eine separate Einkürzsäge mit ent
sprechenden Rollenbannen und Anschlägen bzw. einer zusätzlichen
Vorschubvorrichtung nicht erforderlich ist. Vielmehr wird die ohnehin
für die Ablängsäge erforderliche Vorschubvorrichtung für die Ein
kürzsäge ausgenutzt.
Ein besonderer Vorteil gegenüber dem genannten Stand der Technik, bei
dem die Einkürzsäge um mindestens eine volle Länge des Strangs von
der Ablängsäge entfernt sein muß und ein ebenso großer Raum als Ab
lagefläche nach der Einkürzsäge für die Aufnahme eines zugeschnittenen
Strangs bereitgehalten werden muß, um für eine beliebige Zuschnitt
größe einen kontinuierlichen Sägeschnitt beim Einkürzen zu
ermöglichen, ergibt sich durch den wesentlich verringerten
Platzbedarf bei der erfindungsgemäßen Lösung, da ein min
destens die maximale Zuschnittlänge des Strangs betragen
der Abstand zwischen der Ablängsäge und der Einkürzsäge
entfällt.
Gemäß der Erfindung wird der Strang nach der Bearbeitung
der Stirnkante zunächst längs geschnitten, al
so auf eine bestimmte Breite eingekürzt, bevor er schließ
lich auf die gewünschte Länge abgeschnitten wird. Hierzu
ist die Zuschneidevorrichtung dementsprechend ausgebildet.
So können die eingekürzten Teile vom noch nicht eingekürz
ten Teil des Strangs vor der Einkürzsäge zusätzlich gehal
ten werden. Dadurch wird ein besonders genauer Längs
schnitt der Einkürzsäge erhalten.
Das für den quer verlaufenden Schnitt der Ablängsäge ohne
hin erforderliche Ausrichten des Strangs durch die Vor
schubvorrichtung in Querrichtung führt dazu, daß der
Strang wahlweise bezüglich einer seiner beiden Längsseiten
maßgenau durch die Einkürzsäge eingekürzt oder durch eine
entsprechende Besäumsäge besäumt werden kann. Dementspre
chend können sogenannte postgeformte Platten, die bei
spielsweise bei einer Ausbildung als Arbeitsplatten an ih
rer vorderen Längsseite eine abgerundete Kante und an ih
rer hinteren Längsseite eine spezielle wasserdichte Be
schichtung aufweisen, wahlweise an der hinteren oder an
der vorderen Längsseite gekürzt werden. Beim Stand der
Technik hingegen ist es erforderlich, daß bei einem wahl
weisen Einkürzen des Strangs an einer seiner beiden Längs
seiten die jeweils andere Längsseite zur Anlage an dem
einseitigen Längsseitenanschlag gebracht werden muß, um
einen maßgenauen Zuschnitt durch die Einkürzsäge zu ermög
lichen. So ist es beim Stand der Technik in Abhängigkeit
von der Einkürzseite erforderlich, den Strang zu wenden,
was aufgrund dessen Größe und Gewicht einen beträchtlichen
zusätzlichen Aufwand an Zeit und Handhabungsvorrichtungen
erfordert. Demgegenüber wird das wahlweise Einkürzen einer
der beiden Längsseiten bei der bevorzugten Ausführungsva
riante ohne zusätzlichen Aufwand ermöglicht.
Eine besonders zeitsparende Bearbeitung eines Strangs wird
dadurch erreicht, daß die Zuschneidevorrichtung so ausge
bildet ist, daß der Strang beim Zuführen zu der Ablängsäge
eingekürzt werden kann. Durch das Einkürzen des Strangs
beim Zuführen zu der Ablängsäge wird der für das Ablängen
erforderliche Vorschub des Strangs für das Einkürzen aus
genutzt und dementsprechend bei einem aufeinanderfolgenden
Zuschnitt mehrerer Stränge eine im wesentlichen nur in ei
ne Richtung erfolgende Förderung der Stränge mit einer
entsprechenden Minimierung der Transportzeiten ermöglicht.
Die erfindungsgemäße
Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß die Vor
schubvorrichtung so ausgebildet ist, daß der Strang auch
entgegen der Zuführrichtung bewegbar ist. Dies ist gerade
im Hinblick auf die in Zuführrichtung vor der Ablängsäge
liegende Anordnung der Einkürzsäge sinnvoll. Diese Anord
nung hat den Vorteil, daß eine verhältnismäßig einfache
Konstruktion der beiden
Sägen unter optimaler Gestaltung erforderlicher Ab
saugvorrichtungen, Antriebe und zusätzlicher Vorschub-
oder Abhebeeinrichtungen ermöglicht wird. Das Zurückbewe
gen des Strangs bietet dabei die Möglichkeit, daß dieser
in einem Zug ohne Absetzen in Zuführrichtung längs durch
die Einkürzsäge geteilt werden kann, auch wenn die vordere
Stirnseite des Strangs zuvor von der nachgeordneten Ab
längsäge zugeschnitten worden ist, um einen sauberen und
maßgenauen vorderen Anschnitt des Strangs sicherzustellen.
Der kontinuierliche Schnitt ist wichtig, um möglichst sau
bere Schnittkanten und eine gute Maßgenauigkeit zu erhal
ten.
Weiterhin führt das Zurückbewegen des Strangs bei
der bevorzugten Ausbildung der Einkürzsäge als Kreissäge
dazu, daß das Kreissägeblatt in die Bewegungsbahn des
Strangs bewegt werden kann, ohne daß ein Eintauchen des
Kreissägeblatts in den Strang erforderlich ist. So kann
der Strang über den gesamten Verlauf des Längsschnitts
hinweg unter einem konstanten Anschnittwinkel vom Säge
blatt geschnitten werden. Dies ergibt einen besonders sau
beren und gleichmäßigen Schnitt.
Erfindungsgemäß ist die Einkürzsäge
unmittelbar benachbart zu der Ablängsäge und in Zuführ
richtung vor dieser angeordnet. So ergibt sich ein sehr
geringer Platzbedarf der gesamten Zuschneidevorrichtung
bei einem einfachen Aufbau. Zudem kommt diese Anordnung
einem vor dem Ablängen erfolgenden Einkürzen entgegen, da
der zuzuschneidende Strang beim Zuführen in Zuführrichtung
zuerst auf die Einkürzsäge trifft.
Vorzugsweise ist die Einkürzsäge als eine Kreissäge ausge
bildet, wobei das Kreissägeblatt in Zuführrichtung ausge
richtet, quer zu dieser und parallel zur Plattenebene des
Strangs verstellbar sowie vom Strang abhebbar ist. Dies
ermöglicht ein sauberes, maßgenaues und schnelles Schnei
den, so daß sich geringe Bearbeitungszeiten und ein hoher
Durchsatz ergeben.
Die Querverstellung gestattet ein einfaches Einstellen
verschiedener Schnittbreiten. Durch das Abheben vom Strang
kann das Kreissägeblatt nach Beendigung eines Längs
schnitts aus dem Strang herausgezogen und der Strang dann
bis zur gewünschten Position zum Ablängen mittels der Vor
schubvorrichtung weiter befördert werden. So läßt sich der
Verschnitt minimieren, gerade wenn aus einem Strang mehre
re aufeinanderfolgende zugeschnittene Abschnitte mit un
terschiedlichen Breiten geschnitten werden. Hierbei ist zu
berücksichtigen, daß bei Verwendung einer Kreissäge als
Einkürzsäge am Ende eines Längsschnitts immer ein in
Längsrichtung und senkrecht zur Plattenebene gebogener
Schnittverlauf erhalten wird, der aufgrund der Dicke des
Strangs ein Nachschneiden der Stirnseite für einen nach
folgenden Plattenzuschnitt erforderlich macht.
Es ist grundsätzlich auch denkbar, eine Bandsäge oder eine
Stichsäge als Einkürzsäge einzusetzen.
Eine weitere Ausgestaltungsform zeichnet sich dadurch aus,
daß die Zuschneidevorrichtung zusätzlich zur Einkürzsäge
eine stationäre Besäumsäge zum längsseitigen Besäumen des
Strangs umfaßt, die der Vorschubvorrichtung derart zuge
ordnet ist, daß der Strang der Besäumsäge von der Vor
schubvorrichtung geführt zuführbar ist. Unter "Besäumen"
ist dabei generell zu verstehen, daß der Strang normaler
weise um die Schnittbreite der Besäumsäge oder weniger
eingekürzt wird. Diese Ausgestaltungsform weist den Vor
teil auf, daß in einem Arbeitsgang gleichzeitig beide
Längsseiten des Strangs bearbeitet werden können, wie dies
beispielsweise für das Ansetzen von Massivholzkanten an
beiden Längsseiten von Arbeitsplatten oder Fronten für Kü
chen erforderlich sein kann. Ein zusätzlicher Bearbei
tungsgang und ein Wenden der Platte sowie ein entsprechen
des Zurückbewegen vor die Einkürzsäge, wie beim Stand der
Technik erforderlich, entfallen.
Insbesondere ist die Besäumsäge
vergleichbar zur
Einkürzsäge verwendbar oder vergleichbar angeordnet bzw.
ausgebildet, so daß sich die entsprechenden Vorteile erge
ben.
Das erfin
dungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß vor
dem Einkürzen die vordere Stirnseite des Strangs von der
Ablängsäge geschnitten wird. Das Nachschneiden der vorde
ren Stirnseite dient hierbei insbesondere als Nullschnitt,
so daß die endgültige Länge des zuzuschneidenden Strangs
durch die weitere Zuführbewegung der Vorschubvorrichtung
bestimmt wird. So werden eine besonders exakte Länge des
Strangs und hochgradig parallele Stirnseiten erhalten.
Weiterhin ermöglicht das Nachschneiden der ersten Stirn
seite die Entfernung möglicher Einschnitte in Längsrich
tung aus vorherigen Bearbeitungen. So ist sichergestellt,
daß immer eine saubere und glatte vordere Stirnseite vor
liegt.
Insbesondere ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vor
gesehen, daß der Strang nach dem vorderen Stirnschnitt
so weit zurückbewegt wird,
bis die vordere Stirnseite in den Schnittbereich der Ein
kürzsäge oder davor zu liegen kommt, und daß dann die Ein
kürzsäge in die Bewegungsbahn des Strangs bewegt und an
schließend der Strang bei einer kontinuierlichen Bewegung
in Zuführrichtung längsseitig gekürzt wird. Hierdurch er
gibt sich ein besonders gleichmäßiger Längsschnitt beim
Einkürzen des Strangs, da der Längsschnitt ohne abzusetzen
in einer Richtung ausgeführt wird.
Wenn beispielsweise beide Längsseiten einer Arbeitsplatte
mit einer Massivholzleiste besetzt werden sollen, ist es
erforderlich, daß beide Längsseiten abgeschnitten werden,
um die üblicherweise postgeformte vordere Längsseite und
die zumeist wasserdicht versiegelte hintere Längsseite zu
entfernen. Dies ist ohne zusätzlichen Zeitaufwand dadurch
möglich, daß der Strang beim Einkürzen der einen Längssei
te an der anderen Längsseite auch eingekürzt oder besäumt
wird.
Eine weitere vorteilhafte Verfahrensvariante zeichnet sich
dadurch aus, daß eine Längsseite des Strangs besäumt und
der Strang nachfolgend mittels eines um das Besäummaß
seitlich verstellbaren Anschlags an der besäumten Längs
seite seitlich geführt wird. So wird selbst bei einer Be
arbeitung beider Längsseiten eines Strangs immer noch eine
seitliche Führung desselben im Bereich nach der Einkürzsä
ge und gegebenenfalls nach der Ablängsäge erreicht, was zu
einer besonders guten Ausrichtung und damit maßgenauen Be
arbeitung des Strangs führt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung eines
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsge
mäßen Vorrichtung;
Fig. 2 eine teilweise vereinfachte Draufsicht
auf die Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3 einen Querschnitt eines Strangs mit ei
ner postgeformten Längskante; und
Fig. 4 eine schematische Aufteilungsskizze des
Strangs.
In der Seitenansicht nach Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße
Vorrichtung 10 zum Zuschneiden plattenförmiger, nicht dar
gestellter Stränge gezeigt. Bei den zuzuschneidenden
Strängen handelt es sich insbesondere um steife, langfor
matige Platten, die beispielsweise aus Holz, Kunststoff
oder Preßspannmaterial bestehen und bevorzugt einer Her
stellung von Möbelteilen dienen.
Die Zuschneidevorrichtung 10 weist eine Vorschubvorrich
tung 12 für die Stränge, eine Einkürzsäge 14, eine Abläng
säge 16 und einen Ablagetisch 18 für zugeschnittene Strän
ge auf.
Die Vorschubvorrichtung 12 umfaßt einen Vorschubtisch 20,
der beim dargestellten Ausführungsbeispiel eine sich hori
zontal erstreckende Auflagefläche für die aufzuteilenden
Stränge bildet. Die Auflagefläche ist in ihrer Größe an
die aufzuteilenden Stränge angepaßt und weist die Form ei
nes langgestreckten Rechtecks auf. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist der Vorschubtisch 20 mit einer
nicht dargestellten Luftkissenanlage versehen, die ein
Aufschwimmen eines aufliegenden Strangs auf einem Luftpol
ster ermöglicht. Jedoch kann der Vorschubtisch 20 statt
der Luftkissenanlage auch eine Rollenbahn aufweisen oder
eine Gleitfläche für einen zuzuschneidenden Strang bilden.
Der Vorschubtisch 20 weist einen ersten seitlichen An
schlag 22 auf, der eine an einer Längsseite der Auflage
fläche verlaufende, sich vertikal nach oben erstreckende
Gleitfläche bildet. Weiterhin weist der Vorschubtisch 20
an der dem Anschlag 22 gegenüberliegenden Längsseite seit
lich verstellbare Andruckrollen 24 mit vertikaler Drehach
se auf. Diese erstrecken sich im wesentlichen vertikal
oberhalb der vom Vorschubtisch 20 gebildeten Auflagefläche
und dienen einem seitlichen Andrücken eines Strangs an den
Anschlag 22.
Weiterhin umfaßt die Vorschubvorrichtung 12 ein sich im
wesentlichen quer zum Vorschubtisch 20 erstreckendes Vor
schuborgan 26 mit mehreren Klemmgreifern 28, die an einer
hinteren, nicht dargestellten Stirnseite eines aufzutei
lenden Strangs angreifen und sich festklemmen können.
Hierfür sind die Klemmgreifer 28 über die Breite des Vor
schubtisches 20 verteilt am Vorschuborgan 26 angeordnet,
wie dies der Draufsicht nach Fig. 2 zu entnehmen ist. Das
Vorschuborgan 26 ist in Längsrichtung verschiebbar von ei
ner Präzisionsführung 30 gehalten. Mit dieser Führung 30
ist das Vorschuborgan 26 definiert in Längsrichtung des
Vorschubtisches 20 hin- und herbewegbar.
Fig. 2 zeigt, daß die Vorschubvorrichtung 12 außerdem sich
quer zur Längsrichtung des Vorschubtisches 20 horizontal
erstreckende und in die Auflagefläche des Vorschubtisches
20 versenkbare Transportbänder 32 aufweist, die sich über
die dem Anschlag 22 gegenüberliegende Längsseite des Vor
schubtisches 20 hinaus horizontal erstrecken. Diese Trans
portbänder 32 dienen einer Aufnahme eines aufzuteilenden
Strangs, der dann bei angehobenen Transportbändern 32 mit
tels dieser bis an den Anschlag 22 gefördert und durch Ab
senken der Transportbänder 32 anschließend auf dem Tisch
20 abgelegt wird. Die seitlich über den Vorschubtisch 20
hinausragenden Transportbänder 32 ermöglichen ein einfa
ches Auflegen aufzuteilender Stränge z. B. von Hand oder
mit Hilfe einer maschinellen Beschickungsvorrichtung.
Anstatt der beschriebenen seitlichen Beschickung des Vor
schubtisches 20 bzw. der Vorschubvorrichtung 12 mittels
der Transportbänder 32 kann auch eine Beschickung der Vor
richtung 10 mit zuzuschneidenden Strängen von hinten, also
von der den Sägen 14 und 16 gegenüberliegenden Stirnseite
des Vorschubtisches 20, beispielsweise mittels einer Rol
lenbahn, erfolgen.
In Fig. 1 deutet Pfeil 34 die Zuführrichtung der Vorschub
vorrichtung 12 zur Einkürzsäge 14 und zur Ablängsäge 16
an. Die Zuführrichtung 34 verläuft in Richtung der Längs
erstreckung des Vorschubtisches 20, also horizontal. Beim
dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein aufzuteilender
Strang auch mit horizontal ausgerichteter Plattenebene den
Sägen 14 und 16 zugeführt. Jedoch sind generell auch ande
re Ausrichtungen möglich.
Fig. 1 ist zu entnehmen, daß sich in Zuführrichtung 34 an
die Vorschubvorrichtung 12 zuerst die Einkürzsäge 14 und
dann die Ablängsäge 16 mit dem nachfolgenden Ablagetisch
18 anschließen.
Die Einkürzsäge 14 ist beim dargestellten Ausführungsbei
spiel als eine Kreissäge mit einem Kreissägeblatt 36 aus
gebildet. Das Kreissägeblatt 36 ist von einem Elektromotor
38 antreibbar und senkrecht zur Auflagefläche des Vor
schubtisches 20, also vertikal, sowie in Zuführrichtung 34
ausgerichtet.
Der Elektromotor 38 ist mittels einer Führung und einem
Pneumatikzylinder (beide nur angedeutet) vertikal in Rich
tung des Doppelpfeils 40 höhenverstellbar auf einer Befe
stigungsplatte 42 gelagert, die ihrerseits horizontal und
quer zur Zuführrichtung 34 gemäß Doppelpfeil 44 (Fig. 2)
verstellbar ist. Hierzu ist die Befestigungsplatte 42 mit
tels einer nicht dargestellten Flachführung in Richtung 44
verschiebbar gehalten, wobei zur Querverstellung eine über
einen Elektromotor 46 angetriebene Kugelumlaufspindel mit
telbar mit der Befestigungsplatte 42 in Eingriff steht.
Fig. 2 ist weiterhin zu entnehmen, daß neben der Einkürz
säge 14 auch eine Besäumsäge 48 in Zuführrichtung 34 vor
der Ablängsäge 16 angeordnet ist. Die Besäumsäge 48 ist in
einem gemeinsamen Gehäuse 50 mit der Einkürzsäge 14 ange
ordnet und ebenso wie diese als eine Kreissäge ausgebildet.
Die Besäumsäge 48 weist ein von einem Elektromotor 52 an
treibbares Kreissägeblatt 54 auf, das parallel zum Kreis
sägeblatt 36 der Einkürzsäge 14 ausgerichtet ist. Der
Elektromotor 52 der Besäumsäge 48 ist so angeordnet und
mittels einer Führung und einem Pneumatikzylinder so gela
gert, daß das Kreissägeblatt 54 der Besäumsäge 48 seitlich
in die Bewegungsbahn eines dem Anschlag 22 zugeordneten
Randbereichs eines aufzuteilenden Strangs in einer hori
zontal in Querrichtung 44 verlaufenden Bewegung verschieb
bar ist.
Bei der Darstellung nach Fig. 2 sind aus Veranschauli
chungsgründen Abdeckungen sowie den Sägen 14, 16 und 48
zugeordnete Absaugeinrichtungen weggelassen. Am Gehäuse
50, an einem Gehäuse 56 der Ablängsäge 16 sowie am Ablage
tisch 18 können außerdem zusätzliche Führungsmittel vorge
sehen sein, die eine definierte und ebene Förderung eines
Strangs in Zuführrichtung 34 durch die Vorschubvorrichtung
12 mittels des Vorschuborgans 26 gewährleisten.
Auch die Ablängsäge 16 ist als eine Kreissäge ausgebil
det, deren Kreissägeblatt 58 vertikal und senkrecht zur
Zuführrichtung 34 ausgerichtet ist. Das Kreissägeblatt 58
ist so angeordnet und bewegbar gelagert, daß es einen
Strang in Querrichtung 44 durchtrennen kann.
Der Ablagetisch 18 bildet wie der Vorschubtisch 20 eine
horizontale Auflagefläche für einen Strang. Beim darge
stellten Ausführungsbeispiel wird der Strang dabei auf ei
nem Luftkissen gelagert, das sich durch aus der Auflage
fläche ausströmende Luft zwischen der Auflagefläche und
dem Strang ausbildet. Jedoch kann sowohl beim Vorschub
tisch 20 als auch beim Ablagetisch 18 beispielsweise eine
Rollenbahn vorgesehen sein, auf der ein Strang bewegbar
ist.
Der Ablagetisch 18 weist einen zum ersten Anschlag 22 der
Vorschubvorrichtung 12 korrespondierenden zweiten Anschlag
60 auf, der ebenso eine sich in Zuführrichtung 34 und ver
tikal von der vom Auflagetisch 18 gebildeten Auflagefläche
nach oben erstreckende Gleitfläche zur seitlichen Führung
einer Längsseite eines Strangs bildet. Der zweite Anschlag
60 ist in seiner Neutralstellung in der Flucht des ersten
Anschlags 22 ausgerichtet. Der zweite Anschlag 60 ist mit
tels angedeuteter Pneumatikzylinder 62 zudem in Querrich
tung 44 zur Auflagefläche hin, also in Richtung eines auf
liegenden Strangs, parallel verstellbar.
Fig. 3 zeigt beispielhaft einen Strang 64 in Form einer
Arbeitsplatte mit einer postgeformten vorderen Längsseite
66 und einer wasserdicht versiegelten hinteren Längsseite
68 im Querschnitt.
Fig. 4 zeigt den plattenförmigen Strang 64 in einer Drauf
sicht auf eine Flachseite. Es ist erkennbar, daß die
Flachseite einem langgestreckten Rechteck entspricht, wo
bei das Verhältnis von Länge zu Breite in Fig. 4 nicht
originalgetreu wiedergegeben ist. Fig. 4 stellt einen bei
spielhaften Aufteilungsplan des Strangs 64 dar.
Nachfolgend wird das Zuschneiden des Strangs 64 im wesent
lichen anhand von Fig. 4 beispielhaft beschrieben.
Zuerst wird der Strang 64 z. B. aus einem Lager geholt und
auf die Transportbänder 32 gelegt. Diese transportieren
den Strang 64 bis zum Anschlag 22, so daß die Längsseite
68 des Strangs 64 am Anschlag 22 anliegt. Die Transport
bänder 32 werden abgesenkt, so daß der Strang 64 auf der
vom Vorschubtisch 20 gebildeten Auflagefläche zu liegen
kommt.
Anschließend werden die Andruckrollen 24, von denen beim
dargestellten Ausführungsbeispiel auch eine zwischen der
Einkürzsäge 14 und der Ablängsäge 16 angeordnet ist, ge
meinsam horizontal zur vorderen Längsseite 66 des Strangs
64 bewegt bis zumindest eine der Andruckrollen 24 zur An
lage an der Längsseite 66 kommt, so daß der Strang 64 zwi
schen wenigstens einer Andruckrolle 24 und dem Anschlag 22
eingespannt ist.
Das Vorschuborgan 26 wird mit seinen Klemmgreifern 28 an
die dem Vorschuborgan 26 zugewandte hintere Stirnseite 70
des Strangs 64 heranbewegt, und der Strang 64 wird am Vor
schuborgan 26 mittels der Klemmgreifer festgeklemmt. Durch
Ausströmen von Luft aus der vom Vorschubtisch 20 gebilde
ten Auflagefläche wird ein Luftpolster zwischen der Aufla
gefläche und dem aufliegenden Strang 64 erzeugt, und der
Strang 64 ist dann mittels des Vorschuborgans 26 in seiner
Längsrichtung bewegbar. Hierbei wird der Strang 64 immer
vom Anschlag 22 sowie von den seitlichen Andruckrollen 24
eingespannt und damit von der Vorschubvorrichtung 12 aus
gerichtet geführt.
Die Vorschubvorrichtung 12 weist nicht dargestellte Meß-
und Steuereinrichtungen auf, die ein genaues Messen und
Steuern der Zuführbewegung des Vorschuborgans 26 und damit
des Strangs 64 ermöglichen. Dementsprechend ist der Strang
64 den Sägen 14, 16 und 48 maßgenau durch die Vorschubvor
richtung 12 zuführbar. Weiterhin sind im Bereich der Sägen
14, 16 und 48 zusätzliche Führungsmittel, beispielsweise
in Form von Führungsrollen, vorgesehen, die den Strang 64
insbesondere beim Sägen fixieren.
Beim Darstellungsbeispiel nach Fig. 4 erfolgt zuerst ein
quer verlaufender Schnitt 74 durch die Ablängsäge 16.
Hierzu wird der Strang 64 mit seiner vorderen Stirnseite
72 voran der Ablängsäge 16 zugeführt und durch eine Quer
bewegung des Kreissägeblatts 58 in Richtung des Doppel
pfeils 44 abgetrennt. Dieser Schnitt 74 dient einer Kali
brierung der Vorschubmessung für die Vorschubvorrichtung
12 und führt außerdem dazu, daß eine glatte, maßgenaue
vordere Stirnkante eines zuzuschneidenden ersten Teils 76
gebildet wird.
Anschließend wird der Strang 64 entgegen der Zuführrich
tung 34 von der Vorschubvorrichtung 12 soweit zurückgezo
gen, daß der Schnitt 74 vor der Einkürzsäge 14 zu liegen
kommt. Die Einkürzsäge 14 wird mittels des Elektromotors
46 in Querrichtung 44 für einen nachfolgenden Längsschnitt
78 positioniert, und das Kreissägeblatt 36 der Einkürzsäge
14 wird mit Hilfe eines Pneumatikzylinders vertikal nach
oben angehoben, so daß es in die Bewegungsbahn des Strangs
64 bewegt wird. Der Strang 64 wird wieder in Zuführrich
tung 34 durch die Vorschubvorrichtung 12 vorwärtsbewegt,
wobei die Einkürzsäge 14 den Längsschnitt 78 ausführt. Für
den ersten Teil 76 wird dabei der Strang 64 ausgehend von
seiner hinteren Längsseite 68 gekürzt, das bedeutet, daß
der Bereich zwischen dem Längsschnitt 78 und der vorderen
Längsseite 66 auf Maß geschnitten und als zugeschnittenes
erstes Teil 76 verwendet wird. Am Ende des Längsschnitts
78 wird die Zuführbewegung gestoppt und das Kreissägeblatt
36 der Einkürzsäge 14 vertikal nach unten aus dem Strang
64 herausgezogen, die Einkürzsäge 14 wird also von dem
Strang 64 abgehoben.
Anschließend wird der Strang 64 durch die Vorschubvorrich
tung 12 weiter in Zuführrichtung 34 bis zu der Lage be
wegt, in der ein zweiter quer verlaufender Schnitt 80
durch die Ablängsäge 16 erfolgt. Damit ist dann der erste
Teil 76 sowohl in seiner Breite als auch in seiner Länge
zugeschnitten, also fertig bearbeitet, und kann dem Abla
getisch 18 entnommen werden.
Anschließend wird bei dem Ausführungsbeispiel ein zweiter
Teil 82 zugeschnitten. Hierzu wird der Strang 64 um eine
geringe Strecke durch die Vorschubvorrichtung 12 weiter
vorwärtsbewegt, um einen neuen ersten quer verlaufenden
Schnitt 84 mittels der Ablängsäge 16 durchzuführen. Dieser
Schnitt 84 dient wiederum einer Kalibrierung des Vorschubs
der Vorschubvorrichtung 12 für ein maßgenaues Ablängen des
zweiten zuzuschneidenden Teils 82 des Strangs 64. Außerdem
wird durch den quer verlaufenden Schnitt 84 eine neue
glatte vordere Stirnkante des Teils 82 gebildet.
Nach dem Anschnitt wird der Strang 64 wiederum entgegen
der Zuführrichtung 34 mit Hilfe der Vorschubvorrichtung 12
soweit zurückgezogen, daß die Einkürzsäge 14 in die Bewe
gungsbahn des Strangs 64 bewegt werden kann. Da bei dem
Ausführungsbeispiel beide Längsseiten 66 und 68 des zuzu
schneidenden Teils 82 eingekürzt werden sollen, um bei
spielsweise Massivholzleisten vorsetzen zu können, wird
zusätzlich zur Einkürzsäge 14 auch die Besäumsäge 48 in
die Bewegungsbahn des Strangs 64 bewegt. Hierzu wird das
Kreissägeblatt 54 der Besäumsäge 48 in Richtung seiner
Drehachse horizontal verschoben, so daß das Sägeblatt 54
maximal um seine Sägebreite ausgehend von der vom Anschlag
22 gebildeten Flucht in die Bewegungsbahn des Strangs 64
seitlich hineinragt.
Das Kreissägeblatt 36 der Einkürzsäge 14 wird relativ zum
Kreissägeblatt 54 der Besäumsäge 48 mit einem solchen Ab
stand ausgerichtet, daß beim anschließenden Sägen eine ge
wünschte Breite des zuzuschneidenden Teils 82 des Strangs
64 erhalten wird. Um den Strang 64 auch auf sehr geringe
Breiten bei gleichzeitiger Bearbeitung beider Längsseiten
66 und 68 zuschneiden zu können, sind die Antriebe, in
Form der Elektromotoren 38 und 52, für die Kreissägeblät
ter 36 und 54 der Einkürzsäge 14 und der Besäumsäge 48 auf
den jeweils voneinander abgewandten Seiten der Kreissäge
blätter 36 und 54 angeordnet. So können die letzteren bei
Bedarf einen sehr geringen Abstand für eine entsprechend
geringe Zuschnittsbreite aufweisen.
Unter Zuführen des Strangs 64 in Richtung der Ablängsäge
16 erfolgt ein Längsschnitt 86 durch die Einkürzsäge 14
und ein Besäumschnitt 88 an der hinteren Längsseite 68
durch die Besäumsäge 48. Beim Besäumen wird die hintere
Längsseite 68 des Strangs 64 so abgeschnitten, daß kein
Rest stehenbleibt. Entsprechend kann im Verlauf der Vor
wärtsbewegung des Strangs 64 in Vorschubrichtung 34 der
Strang 64 im Bereich des Auflagetischs 18 seitlich durch
den zweiten Anschlag 60 an der besäumten Längsseite ge
führt werden. Korrespondierend zum Besäummaß wird dabei
der zweite Anschlag 60 zum Strang 64 hin mittels der Pneu
matikzylinder 62 parallel verstellt, so daß eine korrekte
Ausrichtung des Strangs 64 bei zusätzlicher seitlicher
Führung durch den Anschlag 60 gewährleistet ist.
Nach Ausführung des Längsschnitts 86 und des Besäum
schnitts 88 wird die Zuführbewegung von der Vorschubvor
richtung 12 gestoppt, und sowohl die Einkürzsäge 14 als
auch die Besäumsäge 48 werden mit ihren Kreissägeblättern
36 und 54 aus der Bewegungsbahn des Strangs 64 bewegt.
Dann wird der Strang 64 mittels des Vorschuborgans 26 wei
ter in Zuführrichtung 34 vorwärtsbewegt, bis die gewünsch
te Lage an der Ablängsäge 16 zum Ablängen des Teils 82 er
reicht ist. Schließlich wird der Teil 82 des Strangs 64
auf seine gewünschte Länge mittels der Ablängsäge 16 durch
einen quer verlaufenden Schnitt 90 abgeschnitten, und der
fertig zugeschnittene Teil 82 kann von dem Ablagetisch 18
aufgenommen oder einer weiteren Bearbeitung zugeführt wer
den.
Vorzugsweise weist die Vorrichtung 10 eine nicht darge
stellte Steuereinheit zur Steuerung des Ablaufs auf, so
daß Stränge nach eingebbaren Vorgaben und Maßen vollauto
matisch zugeschnitten werden können.
In einer Verfahrensvariante ist vorgesehen, daß der Strang
64 vor einem Durchtrennen in Längsrichtung durch die Ein
kürzsäge 14 an der der Einkürzsäge 14 zugewandten Flach
seite eingeritzt wird, so daß sich beim anschließenden
Einkürzen schärfere Schnittkanten auf der eingeritzten
Seite ergeben. Zum Einritzen wird der Strang 64 durch die
Ablängsäge 16 hindurch in Zuführrichtung 34 vorbewegt. Das
Sägeblatt 36 der Einkürzsäge 14 wird so weit angehoben,
daß es höchstens wenige Millimeter in den Strang 64 ein
taucht, und beim Zurückbewegen des Strangs 64 entgegen der
Zuführrichtung 34 wird der Strang 64 von der Einkürzsäge
14 eingeritzt. Da hierbei die Einkürzsäge 14 den Strang 64
nur sehr flach und im Gleichlauf zur Förderbewegung an
schneidet, ergeben sich besonders saubere Schnittkanten.
Anschließend erfolgt das Einkürzen des Strangs 64, wobei
die Einkürzsäge 14 den Strang 64 im eingeritzten Bereich
vollständig durchtrennt.
Aus dem beschriebenen, beispielhaften Teilungsablauf er
gibt sich, daß die erfindungsgemäße Lösung einen individu
ellen, schnellen Zuschnitt der Stränge ermöglicht, wobei
wahlweise eine vordere, eine hintere oder beide Längssei
ten ohne Wenden oder ein nochmaliges Bearbeiten beschnit
ten werden können. Desweiteren benötigt die erfindungsge
mäße Vorrichtung einen verhältnismäßig geringen Platz, da
die für das Ablängen notwendige Vorschubvorrichtung 12 für
das Einkürzen und gegebenenfalls das Besäumen des Strangs
64 mitverwendet wird, so daß weitere nachgeordnete Förder
vorrichtungen mit Anschlägen und Führungen für ein separa
tes Einkürzen entfallen.
Claims (6)
1. Verfahren zum Zuschneiden plattenförmiger Stränge, wobei
- - ein zuzuschneidender Strang (64) einer stationären Ablängsäge (16) in Längsrichtung zugeführt und durch einen quer zu seiner Längs richtung verlaufenden Schnitt der Ablängsäge die vordere Stirnkante eines Strangabschnitts bearbeitet wird,
- - danach der Strangabschnitt entgegen der eigentlichen Zuführrichtung zurückbewegt wird, bis die Stirnkante des Strangabschnitts wieder vor oder in dem Schnittbereich einer stationären Einkürzsäge (14) liegt, welche in Förderrichtung vor der Ablängsäge (16) angeordnet ist,
- - dann der Strangabschnitt wieder in Zuführrichtung bewegt wird und dabei längsseitig durch die stationäre Einkürzsäge (14) eingekürzt wird, und
- - nach dem Einkürzen das Ablängen mit der Ablängsäge (16) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Strangabschnitt (82) beim Einkürzen der einen Längsseite (66) gleich
zeitig auch an der anderen Längsseite (68) eingekürzt oder besäumt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Längsseite (88) des Strangs (64) besäumt und der Strang mittels
einem um das Besäummaß seitlich verstellbaren Anschlag (60) an der
besäumten Längsseite (88) seitlich geführt wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der An
sprüche 1 bis 3,
- - mit einer stationären Ablängsäge (16) und einer zugeordneten Vor schubvorrichtung zur Zuführung eines zuzuschneidenden Strangs in Längsrichtung,
- - mit einer unmittelbar benachbart zu der Ablängsäge (16) und in Zuführrichtung vor dieser angeordneten stationären Einkürzsäge (14), die in die Bewegungsbahn des Strangs bewegbar ist, zum Einkürzen des Strangs auf vorgebbare Breiten durch mindestens einen in Längsrichtung verlaufenden Schnitt,
- - mit einer vollautomatischen Steuerung zum Zuführen eines Strang abschnitts zur Ablängsäge (16) mittels der Vorschubvorrichtung, zum Schneiden der vorderen Stirnkante eines Strangabschnitts mittels der Ablängsäge (16), zum Zurückbewegen des Strangs mittels der Vorschubvorrichtung so weit, daß die vordere Stirnseite des Strangabschnitts vor oder im Schnittbereich der Einkürzsäge (14) zu liegen kommt, zum Bewegen der Einkürzsäge (14) in die Bewegungsbahn des Strangs, zum längsseitigen Einkürzen des Strangabschnitts mittels der Einkürzsäge bei kontinuierlicher Zu führung des Strangs durch die Vorschubvorrichtung, und zum Ab längen des Strangabschnitts mittels der Ablängsäge (16) nach dem Einkürzen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einkürzsäge (14) ein Kreissägeblatt (36) umfaßt, das in Zuführrichtung
ausgerichtet, quer zu dieser und parallel zur Plattenebene des Strangs
(64) verstellbar sowie vom Strang abhebbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Vorrichtung eine stationäre Besäumsäge (48) zum
längsseitigen Besäumen des Strangs (64) um ein vorgebbares Maß um
faßt.
Priority Applications (3)
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| DE1995103433 DE19503433C3 (de) | 1995-02-03 | 1995-02-03 | Vorrichtung und Verfahren zum Zuschneiden plattenförmiger Stränge |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19503433C3 DE19503433C3 (de) | 2002-10-24 |
Family
ID=7753030
Family Applications (1)
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| Country | Link |
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