DE19501851A1 - Ziegelzange für eine Doppelreihe von Tonziegeln - Google Patents
Ziegelzange für eine Doppelreihe von TonziegelnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ziegelzange nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Es sind Ziegelzangen bekannt, die zur Aufnahme einer Reihe
von Tonziegeln ausgestaltet sind. Tonziegel werden üblicher
weise auf Paletten angeliefert, wobei auf der Palette mehrere
Lagen von Tonziegeln angeordnet sind und jede Lage aus je
weils zwei Reihen von Tonziegeln gebildet ist.
Die bekannten Ziegelzangen zur Aufnahme einer Reihe von
Tonziegeln weisen den Nachteil auf, daß bei ihrer Anwendung
die Ziegelanlieferung auf das Dach häufig nicht mit dem Arbeits
fortschritt auf dem Dach mithalten kann, so daß die mögliche
Arbeitsleistung nicht erreicht werden kann. Zum Ansetzen der
Ziegelzange auf der obersten Doppelreihe einer Palette muß
der Spalt zwischen diesen beiden Ziegelreihen zunächst von
Hand vergrößert werden, um das Aufsetzen der Ziegelzange
und das Eintauchen einer Klemmleiste zwischen den beiden
Ziegelreihen zu ermöglichen. Anschließend wird jeweils nur die
eine ergriffene Ziegelreihe, beispielsweise mit Hilfe eines Dach
deckerkrans oder eine Baustellenkrans, auf das Dach gehoben.
Weiterhin ist aus der Praxis bekannt, eine ganze Palette mit
Tonziegeln auf das Dach zu heben. Zunächst scheint hierdurch
die Arbeitsgeschwindigkeit auf dem Dach optimal gehalten wer
den zu können. Es hat sich jedoch als nachteilig herausgestellt,
daß aufgrund des hohen Gewichtes der kompletten Palette
diese nicht auf dem Dachstuhl frei verfahren werden kann, da
der Dachstuhl diese Gewicht nicht trägt. Die Verwendung eines
"Ziegelboys" oder eines ähnlichen Gerätes, welches auf dem
Dachstuhl verfahren werden kann und mit dessen Hilfe die Zie
gel jeweils dorthin verfahren werden können, wo sie gerade ge
braucht werden, ist daher für die Aufnahme einer gesamten
Palette nicht möglich, so daß beim Anheben einer gesamten
Palette von Tonziegeln auf das Dach der Arbeitsfortschritt auf
dem Dach dadurch behindert wird, daß die Dachziegel von der
Palette zum jeweiligen Arbeitsort verbracht werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsge
mäße Ziegelzange dahingehend zu verbessern, daß ein optima
ler Arbeitsfortschritt auf dem Dach bei Dachdecken ermöglicht
wird.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die
Ausgestaltung gemäß dem kennzeichnenden Teil des ersten
Anspruchs gelöst.
Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, die Ziegelzange
so auszugestalten, daß jeweils eine komplette Lage von der
Palette abgehoben werden kann, d. h. daß jeweils eine Doppel
reihe von Tonziegeln ergriffen wird.
Gegenüber der Dimensionierung einer Ziegelzange, die zum
Aufgreifen einer einzigen Ziegelreihe ausgestaltet ist, ergibt sich
überraschenderweise nicht nur ein Vorteil dadurch, daß jetzt
doppelt soviele Ziegel gleichzeitig erfaßt werden können. Viel
mehr ergibt sich überraschend ein weiterer zeitlicher Vorteil da
durch, daß die Ziegel nicht mehr vorbereitet werden müssen, um
von der Ziegelzange aufgenommen werden zu können, wie das
bislang immer dann erforderlich war, wenn die Doppelreihe auf
getrennt werden mußte, damit die Ziegelzange eine der beiden
Ziegelreihen ergreifen konnte. Das Arbeitstempo wird daher ge
gen über der Verwendung einer Ziegelzange für eine Ziegelreihe
mehr als verdoppelt.
Andererseits bleibt das Gewicht einer Doppelreihe von Tonzie
geln innerhalb der Grenzen, in denen auf dem Dach ein fahrba
rer "Ziegelboy" verwendet werden kann, so daß in vorteilhafter
weise die Arbeitstechnik beibehalten werden kann, bei der die
Ziegel zu dem Ort mitgenommen und verfahren werden können,
an dem sie gerade benötigt werden. Dadurch ergibt sich ein
Vorteil gegenüber der Arbeitsweise, bei der eine gesamte Pa
lette mit Dachziegeln auf dem Dach ortsfest abgestellt wird.
Vorteilhaft kann die Ziegelzange eine Sicherheitsplane aufwei
sen, die - nachdem die Dachziegel aufgenommen wurden - un
terhalb der Dachziegel verläuft und so das Herabfallen von
Dachziegeln und damit verbundene Gesundheitsgefährdungen
ausschließt. Aus dieser Sicherheitsstellung, in der die Sicher
heitsplane unterhalb der Dachziegel angeordnet ist, muß die Si
cherheitsplane entfernbar sein, damit die Dachziegel zunächst
aufgenommen und später wieder abgesetzt werden können. Zu
diesem Zweck muß die Sicherheitsplane aus ihrer Sicherheits
stellung in eine Freigabestellung verbringbar sein.
Dies kann beispielsweise dadurch gewährleistet werden, daß
die Sicherheitsplane einenendes fest an der Ziegelzange ange
schlagen ist und anderenendes lösbar an der Ziegelzange fest
gelegt werden kann.
In der Freigabestellung kann die Sicherheitsplane vorteilhaft
über einen Bügel gehängt werden. Dadurch ist sichergestellt,
daß die Sicherheitsplane nicht herabhängt und betreten werden
kann oder anderen zufälligen Beschädigungen ausgesetzt ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeich
nung im folgenden näher erläutert.
Dabei ist mit 1 allgemein eine Ziegelzange bezeichnet, die im
wesentlichen aus zwei L-förmigen Rahmen besteht. Ein Grund
rahmen 2 weist dabei an seinem kurzen Schenkel eine erste
Klemmleiste 3 auf und an seinem anderen Ende Scharniere 4,
an denen ein Schwenkrahmen 5 schwenkbar gelagert ist. Der
Schwenkrahmen 5 weist ebenfalls an seinem kurzen Schenkel
eine Klemmleiste 3 auf und an seinem anderen freien Ende eine
Kranöse 6.
Ein Zug an der Kranöse 6 nach oben bewirkt eine Verschwen
kung des Schwenkrahmens 5 um die Scharniere 4 und damit eine
Klemmbewegung der beiden Klemmleisten 3 zueinander, wobei
sich die Klemmleiste 3 am Schwenkrahmen 5 zu der Klemmleiste
3 am Grundrahmen 2 bewegt.
Wenn der Schwenkrahmen 5 mit seinem freien Ende, welches die
Kranöse 6 aufweist, nach unten verschwenkt wird, rastet ein
Raststift 7 in der Ausnehmung eines Sperrhakens 8 ein, wobei
der Sperrhaken 8 mit Hilfe eines Hebels 9 gegen die Wirkung
einer Feder 10 in eine Freigabestellung verschwenkt werden
kann, in der er den Raststift 7 freigibt und eine Schwenkbewe
gung des Schwenkrahmens 5 ermöglicht.
Am Grundrahmen 2 ist weiterhin ein Bügel 11 vorgesehen, der
eine Sicherheitsplane 12 in ihrer Freigabestellung aufnehmen
kann.
Wenn der Raststift 7 von dem Sperrhaken 8 festgehalten ist,
sind die beiden Klemmleisten 3 geöffnet, und die gesamte Zie
gelzange 1 kann über eine Lage von Tonziegeln auf einer Pa
lette abgesenkt werden. Dabei umgreifen die beiden Klemmlei
sten 3 zwei Reihen, also eine Doppelreihe von Tonziegeln 14.
Nun wird der Sperrhaken 8 mit Hilfe des Hebels 9 gelöst und der
verwendete Kran zieht an der Kranöse 6. Dabei klemmen die
beiden Klemmleisten 3 die Doppelreihe von Tonziegeln 14 zwi
schen sich ein, ergreifen diese, so daß bei einem weiteren Zug
an der Kranöse 6 die gesamte Doppelreihe nach oben angeho
ben wird.
In diesem Zustand kann die Sicherheitsplane 12 vom Bügel 11
abgenommen, unter den Ziegeln 14 verlaufend in ihre Sicher
heitsstellung gebracht werden, in der eine Leiste 15 in U-för
mige Aufnahmen 16 eingehängt werden kann, um so die Si
cherheitsplane 12 in ihrer Sicherheitsstellung unterhalb der
Dachziegel 14 festzulegen.
Durch eine Verstellbarkeit des Grundrahmens 2 kann dieser an
die Länge der jeweiligen Tonziegel 14 angepaßt werden. Zu die
sem Zweck weist der Grundrahmen 2 bei 17 einen teleskopier
baren Abschnitt auf, wobei die jeweils gewählte Abmessung des
Grundrahmens 2 mit Hilfe eines Sicherungsstiftes fixiert werden
kann.
Auch der Schwenkrahmen 5 weist eine derartige, bei 18 ange
deutete Verstellmöglichkeit auf, so daß die Bügellänge des
Schwenkrahmens 5 an die Abmessungen des Grundrahmens 2
angepaßt werden kann, um eine horizontale Ausrichtung der
Ziegelzange 1 zu gewährleisten, wenn diese Beladen an einem
Kran hängt.
Claims (6)
1. Ziegelzange zum gleichzeitigen Ergreifen einer Vielzahl
von Tonziegeln, mit zwei Klemmleisten, von denen
wenigstens eine schwenkbar gelagert ist zur Veränderung
des Abstands zwischen den Klemmleisten, sowie mit
einer Kranöse, wobei die Kranöse durch mittel zur Kraft
umlenkung mit der schwenkbaren Klemmleiste wirksam
verbunden ist, wobei ein Zug an der Kranöse eine
Klemmbewegung der schwenkbaren Klemmleiste bewirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ziegelzange (1) für das
Erfassen von zwei parallel zueinander ausgerichteten
Reihen von Tonziegeln (14) bemessen ist.
2. Ziegelzange nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine Sicherheitsplane (12), die in einer Sicherheitsstel
lung unterhalb der aufgenommenen Ziegel (14) ver
laufend festlegbar ist.
3. Ziegelzange nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherheitsplane (12) einenendes fest mit der
Ziegelzange (1) verbunden ist und anderenendes lösbar
an der Ziegelzange (1) festlegbar ist, wobei die Sicher
heitsplane (12) in dieser Stellung ihre Sicherheitsstellung
einnimmt.
4. Ziegelzange nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch
einen Bügel (11) zur Aufnahme der Sicherheitsplane (12)
in ihrer Freigabestellung, in der der Bereich zwischen den
Klemmleisten (3) von unten zugänglich ist.
5. Ziegelzange nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Grundrahmen (2) zur
Anpassung des Abstandes der Klemmleisten (3) an die
Abmessungen der Tonziegel (14) verstellbar (bei 17)
ausgebildet ist.
6. Ziegelzange nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwenkrahmen (5) zur Erzielung einer unter
schiedlichen Bügelgröße verstellbar (bei 18) ausgebildet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19501851A DE19501851C2 (de) | 1994-05-09 | 1995-01-23 | Ziegelzange für eine Doppelreihe von Tonziegeln |
Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
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| DE9410627U DE9410627U1 (de) | 1994-05-09 | 1994-07-01 | Ziegelzange für eine Doppelreihe von Tonziegeln |
| DE19501851A DE19501851C2 (de) | 1994-05-09 | 1995-01-23 | Ziegelzange für eine Doppelreihe von Tonziegeln |
Publications (2)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19501851C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1146183A1 (de) * | 2000-04-12 | 2001-10-17 | Firma Theodor Klaas GmbH & Co. KG | Zange für Schieferplatten |
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| DE8912113U1 (de) * | 1989-10-11 | 1989-11-30 | Frütel, Heinz, 4100 Duisburg | Vorrichtung zum Verlegen von Pflastersteinen, insbesondere Betonpflastersteinen |
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- 1995-01-23 DE DE19501851A patent/DE19501851C2/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE19501851C2 (de) | 1998-10-01 |
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