DE19501513A1 - Verfahrem zum Erkennen einer Bewegungsrichtung, insbesondere einer Drehrichtung - Google Patents
Verfahrem zum Erkennen einer Bewegungsrichtung, insbesondere einer DrehrichtungInfo
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Description
In der Technik werden vielfach Erkennungseinrichtungen benö
tigt, welche den Drehwinkel und die Drehrichtung eines einer
Drehbewegung durchführenden Elementes anzugeben vermögen. So
ist es zum Beispiel wichtig, den durch die Drehbewegung eines
Lenkrades erzwungenen Lenkwinkel zu erkennen, wenn dieser für
die Arbeitsweise einer Servolenkung bzw. einer Fahrstabili
tätsregelung benötigt wird.
Bei derartigen Erkennungseinrichtungen kann beispielsweise
die Achse des Lenkrades mit einer Schlitzscheibe versehen
sein, die von einem auf einen Empfänger gerichteten Sender
angestrahlt wird. Bei der zu messenden Strahlung kann es sich
beispielsweise um magnetische Strahlung, optische Strahlung
oder um eine andere geeignete Strahlung handeln. Bevorzugt
werden hierbei Magnete, die ihr Feld auf Hall-Sensoren rich
ten oder aber auch Infrarot-Sendedioden, die mit entsprechen
den Empfangdioden zusammenarbeiten.
Es wird angestrebt mit möglichst geringem Materialaufwand
eine hohe Meßgenauigkeit zu erreichen. Dabei ist zum einen zu
beachten, daß neben der ausgesandten Meßstrahlung auch eine
Störstrahlung vorhanden sein kann, was insbesondere bei der
Verwendung von Infrarot-Dioden hinsichtlich des in der Fahr
zeugkabine herrschenden Lichtes von großer Bedeutung ist. Es
besteht also gleichzeitig noch die Notwendigkeit, die festge
stellten Änderungen des gemessenen Lichtstrahles von der Um
gebungsbeleuchtung zu trennen.
Um hinsichtlich der Beleuchtungsmessung eine größere Genauig
keit zu erreichen, können zum einen eine größere Anzahl von
Sendern und Empfängern eingesetzt werden oder aber die Meß
einrichtung wird nach dem Zusammenbau im Fahrzeug oder zumin
dest nach dem Zusammenbau der Meßeinrichtung speziell ju
stiert.
Aus der DE-OS 41 04 902 (internes Aktenzeichen A 13184) ist
es bekannt, statt die Phasenlage der beiden Strahlungsempfän
ger direkt miteinander zu vergleichen statt dessen das Diffe
renzsignal dieser beiden Empfänger mit dem Summensignal die
ser beiden Empfänger zu vergleichen. In dieser Anmeldung wur
de weiterhin nachgewiesen, daß die beiden zuletzt genannten
Signale unabhängig von der genauen geometrischen Lage der
Empfänger eine Phasenlage von 90° zueinander haben, wobei al
lerdings erhebliche Abweichungen hinsichtlich der Amplituden
dieser beiden Signale auftreten können.
Die vorliegende Erfindung geht daher aus von einem Verfahren
der sich aus dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ergebenden Gat
tung. Aufgabe der Erfindung ist es mit einfachen Mitteln eine
Vervielfältigung der Frequenz der gemessenen Signale zu er
reichen.
Die Aufgabe wird durch die sich aus dem kennzeichnenden Teil
des Anspruchs 1 ergebende Merkmalskombination gelöst. Durch
die dort angegebenen Merkmale ist es zumindest möglich ein
oder zwei einander phasenverschobene Signale zu erzeugen,
welche eine gegenüber den beiden gemessenen Signalen (1. und
2. Signal) die doppelte Frequenz aufweisen und die zueinander
regelmäßig eine Phasenverschiebung von 90° besitzen. Dagegen
beträgt die Phasenverschiebung von dem ersten gegenüber dem
dritten und dem zweiten gegenüber dem vierten Signal jeweils
45°. Bedenkt man weiterhin, daß das fünfte und sechste Signal
(E, F bzw. G, H) jeweils phasenverkehrt gebildet werden kann,
was auch nach dem in Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen da
durch geschehen kann, daß das abgeleitete Signal bei Un
gleichheit statt bei Gleichheit einen positiven Wert besitzt,
so lassen sich insgesamt vier Signale (E, F bzw. G, H) ablei
ten, welche gegenüber den beiden Meßsignalen die doppelte
Frequenz besitzen. Will man die Frequenz erneut verdoppeln,
so empfiehlt sich in Weiterbildung der Erfindung die Merk
malskombination nach Anspruch 2. Danach wird aus dem fünften
und sechsten Signal (E, F bzw. G, H; oder deren Umkehrung)
ein siebtes Singal K, L mit vierfacher Frequenz gegenüber den
gemessenen Signalen A, B gebildet. Auch hier ist wieder eine
Umkehrung der Phase möglich, indem der positive Wert des
siebten Signals statt der Gleichheit des fünften und sechsten
Signals deren Ungleichheit zugeordnet wird.
Es zeigt sich also, daß mit geringfügigem Aufwand beispiels
weise mit einer entsprechenden Anordnung von Gattern aus den
beiden gemessenen Signalen abgeleitete Signale mit zweifacher
bzw. vierfacher Frequenz gebildet werden können, durch die
sich eine erhöhte Meßgenauigkeit bei der Messung des Drehwin
kels oder der Drehwinkelgeschwindigkeit erreichen läßt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnung erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 Die Bildung der dem Ausführungsbeispiel zugrunde ge
legten Rechteckkurven.
Fig. 2 Die Formung der gemessenen und der von den gemessenen
Signalen abgeleiteten Signale.
Fig. 1 zeigt ein gemessenes Sinus-Signal S, welches aufgrund
der Umgebungsbeleuchtung mit einem Off-Set (OS) versehen ist.
Selbstverständlich muß das gemessene Signal nicht unbedingt
sinusförmig sein und kann auch eine sinusähnliche oder auch
einen trapezförmigen Verlauf haben. Der über der Zeit T ge
messene Wert MW setzt sich somit aus einer Schwelle SW und
einer darauf auf setzenden Kurvenform S zusammen. Der Mittel
wert ME bildet den mittleren Wert des Meßwertes MW. Durch
geeignete Triggerschaltungen läßt sich eine Rechteckkurve RK
bilden, deren Flanken seitlich dort liegen, wo die Sinuskurve
S den Mittelwert MI schneidet. Nachfolgend werden anstatt der
tatsächlich gemessenen und gegenüber ihrem Mittelwert ver
schobenen Kurven S der Einfachheit halber die abgeleiteten
Rechteckkurven RK beschrieben. Das Verfahren ist aber auch
direkt auf die gemessenen Kurven S anwendbar, soweit sie auf
ihren Mittelwert MW bezogen werden.
Fig. 2 zeigt zwei Rechteck-Kurven A und B, die um etwa 90°
gegeneinander versetzt sind, die nachfolgend als erstes Sig
nal A und so das Signal B bezeichnet werden. Von dem ersten
Signal und dem zweiten Signal werden ein drittes Signal C und
ein viertes Signal D durch Summenbildung von Signal A und B
sowie durch Differenzbildung von Signal A und B erreicht. Die
Bildung dieser so geschaffenen dritten und vierten Signale
wird in der DE-OS 41 04 902 beschrieben.
Für die Erfindung ist es nun wichtig zu erkennen, daß aus den
beiden gemessenen Signalen A und B aber auch aus den beiden
abgeleiteten Signalen C und D jeweils ein fünftes Signal E
bzw. ein sechstes Signal F abgeleitet werden kann. Dabei geht
man so vor, daß man der Gleichheit bzw. der Ungleichheit die
ser beiden Signale einen positiven oder negativen Amplituden
wert fest zuordnet. Das fünfte Signal E wird beispielsweise
dadurch gebildet, daß es immer dann einen negativen Wert hat,
wenn das erste und das zweite Signal gegenüber ihrem Mittel
wert das gleiche (positive oder negative) Vorzeichen be
sitzen. Bei Ungleichheit der Vorzeichen wird dem Signal E ein
positiver und bei Gleichheit der beiden Signale A und B wird
dem Signal E ein negativer Wert zugeordnet.
Selbstverständlich kann auch das Vorzeichen des von beiden
Signalen A und B abgeleiteten Signals umgekehrt werden indem
den gleichen Vorzeichen der beiden abgeleiteten Signale A und
B ein positiver und dem umgekehrten Vorzeichen ein negativer
Wert zugeordnet wird. Man kommt dann zu dem Signal G. Das
Signal F ist entsprechend den für E geltenden Regeln aus den
beiden abgeleiteten Signalen C und D gebildet. Das Signal H
bildet eine Entsprechung zu dem Signal G.
Wie sich aus Fig. 2 entnehmen läßt, kann aber auch ein sieb
tes Signal K gebildet werden, welches die doppelte Frequenz
gegenüber den Signalen E bzw. F besitzt bzw. die vierfache
Frequenz gegenüber den Signalen A bis D. Die Schaltung hier
für wird beispielsweise derart angeordnet, daß bei Gleichheit
der Vorzeichen der Signale E und F das Vorzeichen von Signal
von K negativ und bei Ungleichheit das Vorzeichen von Signal
von K positiv ist. Selbstverständlich kann man aber auch hin
sichtlich dieses weiteren abgeleiteten siebten Signals auch
jeweils das entgegensetzte Vorzeichen wählen und kommt somit
zu dem Signal L.
Claims (2)
1. Verfahren zur Erkennung einer Bewegungsrichtung, insbe
sondere einer Drehrichtung unter Verwendung zweier um
90° phasenverschobener Signale (1. Signal A, 2. Signal
B), die aus zwei in Bewegungsrichtung einer Signalquelle
versetzt angeordneten Empfängern abgeleitet werden, wo
bei zwei weitere phasenverschobene Signale (drittes Si
gnal C, viertes Signal D) aus den zwei phasenverschobe
nen Signalen (1. Signal A, 2. Signal B) der Empfänger
gebildet werden, indem die beiden ersten Signale mitein
ander addiert bzw. voneinander subtrahiert werden, da
durch gekennzeichnet, daß ein fünftes und/oder ein sech
stes Signal (E oder F bzw. G oder H) die gegeneinander
etwa um 90° phasenverschoben sind und die doppelte Fre
quenz gegenüber dem ersten bis vierten Signal aufweisen,
dadurch gebildet werden, daß das erste Signal (A) mit
dem zweiten Signal (B) oder bevorzugt das dritte Signal
(C) mit dem 4. Signal (D) auf Ungleichheit (bzw. Gleich
heit) gegenüber einem Mittelwert verglichen wird, wobei
das abgeleitete fünfte bzw. sechste Signal (E, G bzw. F,
H) bei Ungleichheit (bzw. Gleichheit) einen positiven
Wert gegenüber ihrem Mittelwert einnimmt und bei
Gleichheit (bzw. Ungleichheit) einen negativen Wert ge
genüber ihrem Mittelwert einnimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein siebtes Signal (K, L) mit vierfacher Frequenz gegen
über dem gemessenen ersten und zweiten Signal (A, B) da
durch aus dem fünften und sechsten Signal (E, F bzw. G,
H) abgeleitet wird, daß es einen positiven Wert gegen
über einem Mittelwert bei Gleichheit (bzw. Ungleichheit)
der fünften und sechsten Signale (E, F bzw. G, H) ein
nimmt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995101513 DE19501513A1 (de) | 1995-01-19 | 1995-01-19 | Verfahrem zum Erkennen einer Bewegungsrichtung, insbesondere einer Drehrichtung |
| EP96900583A EP0779986A1 (de) | 1995-01-19 | 1996-01-16 | Verfahren zum erkennen einer bewegungsrichtung insbesondere einer drehrichtung |
| PCT/EP1996/000144 WO1996022538A1 (de) | 1995-01-19 | 1996-01-16 | Verfahren zum erkennen einer bewegungsrichtung insbesondere einer drehrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995101513 DE19501513A1 (de) | 1995-01-19 | 1995-01-19 | Verfahrem zum Erkennen einer Bewegungsrichtung, insbesondere einer Drehrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19501513A1 true DE19501513A1 (de) | 1996-07-25 |
Family
ID=7751851
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995101513 Ceased DE19501513A1 (de) | 1995-01-19 | 1995-01-19 | Verfahrem zum Erkennen einer Bewegungsrichtung, insbesondere einer Drehrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0779986A1 (de) |
| DE (1) | DE19501513A1 (de) |
| WO (1) | WO1996022538A1 (de) |
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