DE1949221B2 - Geschlossene Rührwerksmühle - Google Patents
Geschlossene RührwerksmühleInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C17/00—Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
- B02C17/16—Mills in which a fixed container houses stirring means tumbling the charge
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf eine geschlossene Rührwerksmühle entsprechend dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1. «°
Derartige Rührwerksmühlen arbeiten in der Regel mit einer Füllung von Mahlhilfskörpern im Mahlbehälter,
wozu Sand, Kugeln od. dgL mit einem Durchmesser von 03 bis 5 mm eingesetzt werden. Das Mahlgut wird
dem Mahlbehälter an dessen unterem Ende zugepumpt und verläßt ihn am oberen Ende, nachdem einerseits das
Mahlgut und andererseits die Mahlhilfskörper mittels einer Trenneinrichtung, wie eines Siebkorbes, eines
Plansiebes, eines Trennspaltes od. dgl. voneinander getrennt worden sind. Die geschlossenen Rührwerks- Μ
mühlen entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 weisen generell den Nachteil auf, daß
während des Betriebes die Rührwelle aufgrund der Strömungsverhältnisse von Mahlgut und Mahlkörpern
innerhalb des Mahlbehälters und auch durch geringe Unwuchten infolge ungleichmäßigen Verschleißes der
an der Rührwelle angebrachten Rührelemente Biegeschwingungen ausführt Diese Biegeschwingungen führen
wiederum dazu, daß zwischen der Dichteinrichtung und der Rührwelle Undichtigkeiten auftreten, weil die
Rührwelle als Folge der Schwingungsbewegungen radiale Bewegungen relativ zur Dichteinrichtung
ausführt. Diese radialen Belastungen der Dichteinrichtung führen dazu, daß diese undicht wird. Diese
Erscheinung hat dazu geführt, daß in der Praxis in verhältnismäßig kurzen Zeitabständen die Dichteinrichtungen
nachgestellt oder erneuert werden müssen.
Deckel versehene, aber nach oben offene Rührwerksmühle
bekannt, die aufgrund der Ausgestaltung mit einem ständig nach oben offenen Einlauftrichter für das
Mahlgut und einer weiter unten liegenden Austrittsöffnung immer nur mit Teilfüllung betrieben wird.
Dichtungsprobleme treten hierbei nicht auf; es sind daher auch keine Wellendichtungen vorgesehen. Die
fliegend gelagerte Rührwelle ist in zwei im Abstand voneinander angeordneten Lagern gelagert, die in
einem auf den Mahlbehälter aufschraubbaren Aufsatz angeordnet sind.
Aus der DE-PS 724334 ist eine Rührwerksmühle
bekannt, die in üblicher Weise einen Mahlbehälter und eine in diesem angeordnete Rührwelle aufweist Das
eine, außerhalb des Mahlbehälters liegende Ende der Rührwelle ist in einem Pendelrollenlager gelagert Das
andere, im Mahlbehälter befindliche Ende der Rührwelle ist auf den den Mahlbehälter füllenden Mahlkugeln
gelagert Anstelle dieser Art einer beidseiiigen, also
nicht fliegenden Lagerung, kann die Rührwelle bei dieser bekannten Rührwerksmühle auch beidseitig in
Lagern Saufen. Der Mahiraurr. ist auf der dein
Pendelrollenlager zugewandten Seite mit einer deckelartigen Seitenwandung verschlossen, die eine gegen die
Rührwelle anliegende Dichtung in Form einer spiralförmigen Metalldichtung aufweist Hierbei handelt es sich
um ein sogenanntes Rücklaufgewinde. Diese Dichtung ist in verhältnismäßig großem Abstand von dem
Pendelrollenlager angeordnet Zwischen der Dichteinrichtung und dem Pendelrollenlager befindet sich noch
ein Raum, aus dem doch durch die Dichteinrichtung hindurchgedrungenes Mahlgut mittels eines Hahnes
abgezogen werden kann. Diesem Raum folgt ein verhältnismäßig großer Abschnitt der Rührwelle, auf
dem Seilscheiben zum Antrieb eines Zahnwalzenverteilers vorgesehen sind. Dr nn folgt der gesondert an die
Rührwerksmühle angeflanschte Lagerblock, in dem das Pendelrollenlager angeordnet ist Beiderseits des
Pendelrollenlagers sind Filzringe angeordnet die in üblicher Weise dazu dienen allgemeine Verschmutzungen
des Pendelrollenlagers und einen Fettaustritt aus dem Pendelrollenlager zu vermeiden. Der der spiralförmigen
Metalldichtung nachgeordnete Raum ist ebenfalls mittels eines Filzringes gegenüber der Rührwelle
abgedichtet wobei sich auch diese Dichteinrichtung in großem Abstand von dem Pendelrollenlager befindet
Diese Rührwerksmühle weist also keine fliegend gelagerte Rührwelle auf, so daß Probleme der
Biegeschwingungen nicht auftreten. Sollte eine solche Rührwerksmühle mit einer fliegend gelagerten Rührwelle
betrieben werden, so wäre sie nach kurzer Betriebsdauer bereits völlig funktionsunfähig, da das
Rücklaufgewinde sofort zerstört würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rührwerksmühle gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 so auszubilden, daß das Undichtwerden der Dichteinrichtung aufgrund von Biegeschwingungen der
Rührwelle weitgehend ausgeschlossen wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichnungsteiles des Patentanspruches
1 gelöst Der Kern der Erfindung liegt darin, daß einerseits die Dichteinrichtung zum Abdichten des mit
Mahlgut gefüllten Bereiches der Rührwerksmühle an der Stelle, wo die Rührwelle aus dem Mahlbehälter
herausgeführt ist und die die fliegend gelagerte Rührwelle aufnehmenden Lager in einem gemeinsamen
Aufsatz untergebracht sind, und daß andererseits die Dichteinrichtung in einem Bereich angeordnet ist, in
dem die radialen Auslenkungen der Rührwelle aufgrund
der Biegeschwingungen noch angenähert Null sind. Bekanntlich verläuft die Biegelinie eines eingespannten
Kragträgers, mit dem eine in mindestens zwei Lagern radial abgestützte fliegend gelagerte Welle vergleichbar s
ist, entsprechend einer ParabeL Daraus folgt, daß die
radialen Auslenkungen in unmittelbarer Nähe des dem frei vorkragenden Teils der Rührwelle, also dem
Behälter nächstliegenden Lagers, äußerst gering sind.
Da die Dichtpinrichtung in dem gesonderten Aufsatz und nicht direkt am Mahlbehälter angebracht ist, ist
auch ausgeschlossen, daß die Dichteinrichtung Relativbewegungen
zur Rührwelle ausfahrt, die Dir durch unvermeidbare Schwingungen des Mahlbehälters aufgezwungen
würden. Soweit die Dichteinrichtung über- is
haupt Bewegungen ausführt, führt sie diese gemeinsam
mit den Lagern und der in diesen gelagerten RührweUe aus. Der Verschleiß der Dichteinrichtung wird hierdurch
stark verringert, so daß auch nur in verringertem Umfang Undichtigkeiten auftreten.
Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbf-spiel der
Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert, die eine erfindungsgemäße Rührwerksmühle im vertikalen
Schnitt darstellt
Bei der Rührwerksmühle nach der Figur läuft im Mahlbehälter 1 eine Rührwelle 2 mit daran befestigten
Rührscheiben 3 in Anwesenheit von Mahlhilfskörpern 4 um. Der Mahlbehälter 1 ist mit einem Doppelmantel S
zur Te.nperierung des Mahlgutes ausgestattet Am Mahlbehälter 1 ist ein Aufsatz 6 oder Gehäuse für die
Rührwellenlagerung über Flansche 7 und 8 direkt und fest verbunden. Die Rührwelle 2 steckt in einer
Lagerbuchse 9, welche in Lagern 10 und 11 des Aufsatzes 6 läuft Für die axiale Fixierung der
Lagerbuchse 9 ist eine Nutmutter 12 und ein Lagerdeckel 13 vorgesehen. Der Antrieb der Rührwslle
erfolgt über ein als Riemenscheibe ausgebildetes Antriebsrad 14. In unmittelbarer Nähe des dem
Mahlbehälter 1 nächstliegenden Lagers 10 befindet sich eine Dichteinrichtung für die Rührwelle. Diese Dichteinrichtung
kann, wie im Ausführungsbeispiel dargestellt, aus einer Gleitringdichtung mit einem feststehenden
Teil 15 und einem mit der Rührwelle 2 umlaufenden Teil
16 bestehen. Das Mahlgut wird von den Mahlhilfskörpern
4 nach der Ausführungsform mittels einer sogenannten Reibspalttrennung befreit Diese Reibspalttrennung besteht aus einer mit der Rührwelle 2
umlaufenden, an der Lagerbuchse 9 befestigten Scheibe
17 und einem am Aufsatz 6 befestigten Gegenring 18. Das feine Mahlgut tritt durch den aus dem Gegenring 18
und der Scheibe 17 gebildeten Späh in einen Ringraum 19 ein. Von dort gelangt es durch einen Stutzen 20 in
einen nicht dargestellten Auffangbehälter.
In der Zeichnung ist für den Auf~atz 6, welcher das
Antriebsrad 14, die Lager 10, 11, di? Dichteinrichtung
15, 16 und die Trenneinrichtung 17, 18 enthält, eine Abhebevorrichtung 21 dargestellt, die nach dem Lösen
der Befestigungsschraube 22 des Aufsatzes 6 an der RührweUe 2 sowohl ein Hochleben der zu einer Einheit
zusammengefaßten Anordnung aus Antriebsrad, Lagerung, Dichteinrichtung, Trenneinrichtung zum Zwecke
des Ein- bzw. Nachfüllens von Mahlhilfskörpern in den Innenraum des Mahlbehälters 1 gestattet, ohne daß die
RührweUe 2 aus dem Mahlbehälter 1 vorher zu entfernen ist, als auch zum Entfernen des Aufsatzes 6 für
Montagearbeiten an den Lagern oder der Trenneinrichtung oder der Dichteinrichtung behilflich ist.
Claims (3)
1. Geschlossene Rührwerksmühle zum Zerkleinern und Dispergieren von Feststoffen vorwiegend
in Flüssigkeiten, bestehend aus einem Maschinen-Ständer
und einem daran befestigbaren, fahrbaren, senkrecht angeordneten, mit einer Abdeckung
versehenen Mahlbehälter, in den von oben eine von einem am Maschinenständer angebrachten Motor
drehantreibbare, in oberhalb des Mahlbehälters ">
befindlichen Lagern fliegend gelagerte, gegenüber dem Mahlbehälter mittels einer Dichteinrichtung
abgedichtete Rührwelle hineinragt, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (10, 11) und
die Dichteinrichtung (15, 16) in einem auf dem IS
Mahlbehälter (1) aufschraubbaren Aufsatz (6) angeordnet sind, wobei die Dichteinrichtung in
unmittelbarer Nähe des dem Mahlbehälter nächst-Iiegenden Lagers (10) vorgesehen ist
2. Rührwerksmühle nach Anspruch 1 mit einer Trenneinrichtung am Mahlbehälterauslaß zum Zurückhalten
von mahiihiifskörpern, dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebsrad (14) der Rührwelle (2), die Lager (10, U) der Rührwelle, die Dichteinrichtung
(15,16) und die Trenneinrichtung (17) auf einer 2^
gemeinsamen, von der Rührwelle abziehbaren Lagerbuchse (9) angeordnet sind.
3. Rührwerksmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufsatz (6) mit
Antriebsrad (14), Lagern (Id, 11), Dichteinrichtung
(15, 16) und Trenneinrichtung (17) über eine Abhebevon'-Jitung (21) längs der Rührwelle (2)
hochziehbar ist
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19691949221 DE1949221C3 (de) | 1969-09-30 | 1969-09-30 | Geschlossene Rührwerksmühle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691949221 DE1949221C3 (de) | 1969-09-30 | 1969-09-30 | Geschlossene Rührwerksmühle |
Publications (3)
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| DE1949221A1 DE1949221A1 (de) | 1971-04-01 |
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| DE1949221C3 DE1949221C3 (de) | 1983-11-24 |
Family
ID=5746865
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (4)
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1969
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Also Published As
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