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DE1948381A1 - Zuender mit elektrisch zuendbarer Zuendpille - Google Patents

Zuender mit elektrisch zuendbarer Zuendpille

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Publication number
DE1948381A1
DE1948381A1 DE19691948381 DE1948381A DE1948381A1 DE 1948381 A1 DE1948381 A1 DE 1948381A1 DE 19691948381 DE19691948381 DE 19691948381 DE 1948381 A DE1948381 A DE 1948381A DE 1948381 A1 DE1948381 A1 DE 1948381A1
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DE
Germany
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impact
detonator
time
switch
ignition
Prior art date
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DE19691948381
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English (en)
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DE1948381C2 (de
Inventor
Hans Baumer
Wolfgang Dipl-Ing Koerner
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Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C11/00Electric fuzes
    • F42C11/06Electric fuzes with time delay by electric circuitry
    • F42C11/065Programmable electronic delay initiators in projectiles
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/14Double fuzes; Multiple fuzes
    • F42C9/147Impact fuze in combination with electric time fuze

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)
  • Automotive Seat Belt Assembly (AREA)

Description

  • "Zünder mit elektrisch zündbarer Zündpille" Die Erfindung betrifft einen Ziinder für die Explosivladung. von Geschossen, Raketen und dgL 13eßonders vorteilhaft ist der erfindungsgemäße Zünder in Munition von Flugabwehrgeschützen benutzbar, insbesondere von solchen relativ klelnen Kalibers, beispielsweise eines Kalibers von 30 mm, Derartige Munition wird abgekürzt häufig als Fla-Munition bezeichnet.
  • Fla-Munition für kleinkalibrige Geschütze, die auf Flugziele verschossen wird, besit£t heute üblicherweise außer einem Aufschlagzünder einen fest eingestellten Zerlegungs-Zeitzünder. Er gewährleistet, daß Geschosse, die am Ziel vorbeifliegen, über einer vorgegebenen Sicherheitshöhe zerlegt werdende Dadurch sollen eigene Truppen und Anlagen geschützt werden.
  • Liegen die Treffpunkte über 100 m Höhe innerhalb das Waffenbereiches, so konnte man bislang immer noch einen guten Kompromiß zwischen maximaler Zeitverzögerung bis zur Selbstzerlegung und einer noch akzeptablen Sicherheitshöhe finden.
  • Die Mindestrohrerhebungswinkel liegen dabei z. B. zwischen 3° und 5°.
  • Nun muß in der Zukunft mit einem immer häufiger werdenden Auftreten von Flugzielen unter 100 m Höhe gerechnet werden.
  • Wie in Fig. 1 dargestellt, können dann insgesamt vier verschiedene Treffbereiche auftreten, Der Treffbereich 1 liegt über der Sicherheitshöhe. Man wird hier zweckmäßigerweise die Zerlegungszünder nach Maßgabe der Zielentfernung einstellen und deshalb von den bislang bevorzugten festeinprogrammierten Zerlegungs-Zeitzündern zu automatisch einstellbaren Zeitzündern übergehen. Entsprechende Schaltungsvorschläge liegen schon seit langem vor.
  • Der Bereich 2 ist begrenzt durch die Sicherheitshöhe und die Flugbahn, die mit dem geringsten Rohrerhebungswinkel gerade noch die Sioherhsitshöhe erreicht. Werden Ziele in diesem Bereich beschossen, so darf die Zerlegung frühestens bei der Sicherheitshöhe stattfinden. Dies bedeutet, daß hier der Zerlegungs-Zeitzünder nach Maßgabe des Rohrerhebungswinkels eingestellt werden muß, Flugbahnen schließlich, die zu Treffpunkten im Bereich 3 führen, erreichen die Sicherheitshöhe nicht mehr. Ein Selbstzerlegen der Geschosse ist in diesem Fall deshalb nicht mehr statthaft. Eine Verringerung der Gefährdung von eigenen Truppen und Anlagen kann dann bei Vorbeiflug des mit dem Zünder ausgerusteten Geschosses am Ziel nur durch eine Blindmachung des Zünders nach dem Verbeiflug am Ziel erreicht werden Die Blindmachung muß deshalb zweckmäßigerweise eine Funktion der Zielentfernung sein.
  • Schließlich sollen häufig aus noch Bodenziele im Bereich 4 beschießbar sein.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einer einzigen Munitionsart Ziele in allen vier genannten Bereichen beschie-Ben zu können. Ein entsprechender Zünder soll deshalb nicht nur eine vor dem Abschuß automatisch einstellbare Laufzeitschaltung besitzen, sondern er muß auch noch alternativ als "Zerleger", oder "Entschärfen nach Vorbeiflug" oder "Auf- Schlagzünder einstellbar sein.
  • Die Erfindung geht aus von einem Zünder der auf mindestens eine der verschiedenen vorgegebenen Funktionsarten, z. B, auf die Funktionsarten "Aufschlagzünder" oder "Zeitzünder", voreinstellbar ist und bei dem die Zündung durch Schließen eines elektrischen Stromkreises, in dem die Zündpille des Zunders liegt, geschieht, Bei einem Zünder der vorerwahnten Art besteht die Erfindung darin, daß- in den Stromkreis ein Auischlagschalter für eine unverzögerte oder - vorzugsweise einstellbare - verzögerte Aufschlagzündung vorgesehen ist, daß dem Aufschlagsohalter ein Zeitschalter mit zugehöriger Steuerschaltung für eine - gerechnet ab dem Abschußzeitpunkt - vorzugsweise automatisch einatellbare Zeitzündung parallel geschaltet ist und daß einerseits erste Schaltmittel zum Unwirksammachen oder zum Verhindern des Schließens des Zeitschalters und andererseits davon unabhängig betätigbare zweite Schaltmittel zum Unwirksammachen oder zum Verhindern des Schließens des Aufschlagschalters vorgesehen sind.
  • Fig. 2 zeigt im Blockschaltbild ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Zünder nach Fig. 2 enthält in üblicher Weise einen der Vorrohrsicherung dienenden Beschleunigungsschalter 5, nach dessen Schließen die Spannung an mindestens einem Kondensator in der ntlade-Umladeschaltung 6, die zur Steuerschaltung des Verzögerungsschalters 7 des gezeigten Zünders gehört, kontinuierlich verändert wird. Ein Schwellwertdetektor 8 mißt diese Kondensatorspannung bzw, eine Differenzspannung zu einer Bezugsspannung und schaltet nach dem Erreichen eines bestimmten Schwellwertes den Zeitschalter 7 auf Durchgang. Oftmals sind die beiden Funktionen "Schwellwertdetektor" und "Zeitschalter" in einem Element vereinigt (z. B. Glimmlampe). Sofern das Zündelement 9 durch Schließen des Aufschlagschalters 10 noch nicht initiiert wurde, geschieht dies nun über den parallel liegenden Zeitschalter 7.
  • Das Geschoß wird dadurch zerlegt.
  • Diese übliche Schaltung wird nun im Sinne der Erfindung durch Trenner 11 und 12 sowie ein Einbahn-Durchgangselement 13 erweitert. Die Trenner haben die Funktion von Schaltern, die lediglich einmal schaltbar sind. Dieses Schalten ist bei der Programmierung des Zunders durchführbar.
  • Ist der Trenner 1 geschlossen, so fließt beim Schließen des Verzögerungsschalters 7 die Speicherenergie des Speichers 14 am Zündelement 9 vorbei; sib wird hierbei vernichtet. Der ZunF der wird dann elektrisch blind Wird beim Zunderprogrammieren jedoch der Trenner 11 geöffnet, so läuft die übliche Zerlegungsfunktion ab, Das entsprechende gilt für den Trenner 12. Ist er in seiner Ausgangslage geschlossen, so kann der Schwellwertdetektor 8 ordnungsgemäß arbeiten. Wird der Trenner 12 beim Programmieren des Zünders jedoch geöffnet, so wird der Schwellwertdetektor 8 abgeschaltet und das Zündelement 9 kann lediglich über den Aufschlagschalter 10 initiiert werden Diese Operation der Trenner 11 und 12 ist auch invers durchführbar, Z. B. kann der Trenner 11 in Serie zu dem Zündelement 9 geschaltet sein, Ebenso kann der Trenner 12 parallel zum Schwellwertdetektor 8 angeschlossen sein, Die Einstellfunktionen sind dann invers vertauscht, Eine andere inverse Vertauschung liegt dann vor, wenn bei der Programmierung der Trenner anstatt eine Verbindung geöffnet eine Verbindung geschlossen wird.
  • Vorteilhafterweise bestehen die ersten und zweiten Schaltmittel des erfindungsgemäßen Zünders somit aus einem die Zündpille bei seinem Schließen kurzschließenden Schalter (Überbrückungsschalter). Die ersten und/oder zweiten Schaltmittel sind jedoch bei manchen Ausführungsformen der Erfindung durch einen ihren jeweiligen Zweig-Stromkreis bei seinem Öffnen offnenden Schalter (Trenner) realisiert. Zweckmäßigerweise besteht der bzw. bestehen die Trenner aus jeweils einem mit einem vorgegebenen elektrischen Mindeststrom durchschmelzbaren Draht.
  • Fig. 3 zeigt das Schaltbild eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels einer vorzugsweise als Zeitzünder für Fla-Munition verwendbaren Schaltungsanordnung, die Gegenstand des mit vorliegendem Patent am gleichen Tage angemeldeten Patentes der gleichen Anmelderin mit der Bezeichnung "Anordnung zum Erzeugen eines elektrischen Impulses (internes litenzeichen UL 69/111/155 I) ist.
  • Bei dem Zünder nach Fig. 3 sind zwei Kondensatoren C1 und C2 vorgesehen, die aus einer nicht gezeigten Spannungsquelle -Ug entsprechend der gewunschten Zünderlaufzeit mit einem konstanten Strom beim Programmieren des Zünders aufladbar sind. Die Ladespannung des Kondensators C1 ist hierbei durch die Zenerspannung einer Zenerdiode Grl bestimmt, während die Ladespannung des Kondensators C2 etwa gleich dem Spannungsabfall am Widerstand R1 ist. Die Kapazitäten der beiden Kondensatoren Cl und C2 sind ungleich groß gewählt, beispielsweise im Verhältnis größer als 1,5, wobei der Eondensator C1 die größere Kapazität aufweist. Beide Kondensatoren liegen im Entladestromkreis in Serie. Zu Beginn der Entladung sind die Kondensatorspannungen im Entlade stromkreis gleichsinnig. Als Zündzeitpunkt wird hierbei derjenige Zeitpunkt bestimmt, zu dem nach Beginn der Kondensatorentladung die Spannung über den Kondensator mit der kleineren Kapazität hinsichtlich ihrer Höhe und ihrer Polarität vorgegebene Werte aufweist. Die Aufladung der Kondensatoren ist selbstverständlich auch mittels einer anderen als der gezeigten Schaltung durchführbar. Die Entladung wird im Zünder üblicherweise durch Schließen eines der Vorrohrsicherung dienenden Beschleunigungsschalters in Abhängigkeit von der Geschoßbeschleunigung nach dem Abschuß bewirkt. Dieser Schalter ist in Fig. 3 mit SB bezeichnet. RZ symbolisiert in Fig. 3 die Zündpille des Zünders. Die Transistoren Tsi bis Ts3 gehören mit der zweckmäßigerweise vorgesehenen Diode Gr4 und dem Widerstand R2 zu der das Zündkriterium feststellenden Schaltung, deren Transistoren Tsl und Ts2 auf Durchlaß geschaltet werden, sobald das Zündkriterium erreicht ist, nämlich dann,, wenn die Spannung über dem Kondensator C2 hinsichtlich ihrer Höhe und Polarität den vorgegebenen Wert zur Zündung aufweist.
  • Dann ist der Zünstromkreis geschlossen. Der Transistor Ts3 dient hierbei zum Kurzschluß des Entladewiderstandes R3 ab dem Zündzeitpunkt.
  • Fig. 4 zeigt ein Äusführungsbeispiel der Erfindung in, Verbindung mit dem anhand der Fig. 3 erläuterten Zünder0 Mit SA ist in Fig. 4 ein Aufschlagschalter bezeichnet, über den bei geschlossenem Beschleunigungsschalter SB im Fall eines Aufschlagtreffers die Speicherenergie des Kondensators C1 über die Zündpille Rz fließt, wodurch die Zündpille gesun det wird. Soll der Zünder nach Fig. 4 nur als Aufschlagzünder verwendet werden, muß bei der Programmierung des Zünders, d. h. vor dessen Abschuß, mittels negativen Spannungsimpulses, der größer als die Zenerspannung der Zenerdiode Gr6 ist, der als Schmelzsicherung ausgebildete Trenner SiBoden durch Durchsohmelzen des Sicherungsdrahtes geöffnet werden. Selbstverständlich muß hierbei die Zenerspannung der Zenerdiode Gr6 größer als die Spannung UT gewählt sein, Zum Entschärfen des Zünders nach Fig. 4, d. h, zum Unwirksammachen des möglichen Schließens des Aufschlagschalters und des Zeitschalters, ist ein vorzugsweise wiederum als Schmelzsicherung SiBlind ausgebildeter Trenner vorgesehen. Ist er geschlossen, so kann der Zünder weder nach Äblauf der Selbstzerlegungszeit noch durch Aufschlag zünden, da nach Ablauf der Selbstzerlegungszeit die elektrische Zündenergie über den geschlossenen Trenner vernichtet wird. Erfolgt jedoch ein Treffer vor dem Ende der Selbstzerlegungszeit, so wird die Zündpille mittels des Aufschlagzünders SA gezündet. Hierbei verhindert eine Diode Gr7 den Kurzschluß der Zündpille durch die Sicherung SiBlind. Bei Verwendung des Zünders nach Fig. 4 als elektrisch einste.llbaren Zeitzünder, muß vor der Einstellung der Selbst zerlegungszeit mittels eines positiven Stromstoßes die Sicherung SiBlind zerstört werden.
  • Fig. 5 zeigt einen Fla-Munitionszünder mit einem Arbeitsprinzip an sich bekannter Art. Bei seiner Programmierung wird der Kondensator C1 über die Dioden D1 und D2 und der Kondensator C2 über die Diode D1 aufgeladen. Die Lade spannung bestimmt die Zünderlaufzeit. Der Kondensator C1 dient hierbei als Referenzspannungsquelle und gleichzeitig als EnerSieversorgung für den Schwellwertschalter, zu dem die Transistoren Tsl und Ts2 gehören Nach Abschuß des mit dem Zünder nach Fig. 5 ausgerüsteten Geschosses schließt der Beschleunigungsschalter Sg, wodurch sich der Kondensator C2 über den Widerstand R4 entlädt. Wird der Potentialunterschied zwischen dem Kondensator C1 und dem Kondensator C2 so groß, daß die Zenerspannung der Zenerdiode D3 erreicht wird, beginnt deren Zenerstrom zu fließen. Er bildet einen Spannungsabfall im Widerstand RI, der das Öffnen des Transistors Tsl bewirkt. Die Spannung am Widerstand R2 wird positiv und öffnet über den WiderstandR3 den Transistor Ts2. Damit wird die Zündpille gezündet. Da dureh Öffnen des Transistors Ts2 das Potential am Kondensator C2 sehr schnell abnimmt, wird der Zenerstrom und damit der Spannungsabfall am Widerstand R1 rasch größer. Hierdurch kommt es über den Zündpillenwiderstand zu einer lawinenartigen Entladung des Kondensators C2. Der Kondensator C1 dient wahrend dieses Entlad,evorganges als Energieversorgungsquelle für den Schwellwertschalter.
  • Fig. 6 zeigt eine vorteilhafte Anwendungsmöglichkeit der Erfindung bei einem Zünder nach Art des anhand der Fig. 5 erläuterten. Schließt der Aufschlagschalter SA beim Zünder nach Fig. 6, so entlädt sich der Kondensator C2 über die Zündpille RZ und zündet diese. Die als Trenner bei der Programmierung benutzbare Sicherung SiBlind wird durch den über den Widerstand R3 fließenden Entladestrom des Kpndensators C2 infolge ihrer Dimensionierung nicht zerstört. liegt man eine positive Spannung, die größer als die Durchbruchspannung der Zenerdiode Gr6 ist, an den Zünder nach Fig, 6, so wird die Sicherung SiBoen zerstört. Selbstverständlich muß die Zenorspannung der Zenerdiode Gr6 größer als die Spannung +UT gewahlt sein. Zweckmäßigerweise ist die Sicherung SiBoden so dimensioniert, daß zu ihrem Durchschmelzen ein Auslöseimpunls von etwa 1 msec Dauer ausreicht. Die zerstörte Sieherung SiBoden verhindert den Entladevorgang des Kondensators C2 und damit eine Selbstzerlegung. Hierdurch wird der Kondensator C2 aufgeladen und bringt beim Schließen des Aufschlagtünders SA die Zündpille zur Zündung.
  • Soll nach der eingestellten Selbstzerlegungszeit das Geschoß entschärft werden, wird die Sicherung SiBlind wirksam, Sie überbrückt nach Ende der Selbstzerlegungszeit die Zündpille und entlädt den Kondensator C2. Daraufhin kann der Zünder nach Fig. 6 weder nach Ablauf der Selbstzerlegungszeit noch durch Aufschlag gezündet werden. Erfolgt ein Aufschlag vor dem Ende der Selbstzerlegungszeit, wird der Aufschlagschalter SA geschlossen, so daß auch der Kondensator G? über die Zündpille RZ und den Aufschlagschalter SA entlädt. Die Diode Gr4 verhindert einen Kurzschluß der Zündpille durch die Sicherung Si3lindo Um den Zünder nach Fig. 6 als elektrisch einstellbaren Zeitzünder mit zusätzlichem Aufschlagzünder zu verwenden, muß bei der Programmierung des Zünders ein negativer Stromstoß die Sicherung SiBlind zerstören.
  • Fig. 7 zeigt einen in seinem Arbeitsprinzip an sich bekannten Zeitzünder für Fla-Munition. Bei seiner Programmierung wird sein Kondensator Cl über die Diode Dl entsprechend aufgeladen. Die Entlade spannung ist ein Maß für die Zünderlaufzeit. Nach Schließen des Beschleunigungssohalters SB wird der Kondensator C2 über den Widerstand R1 aus dem Eondensator C1 aufgeladen. Erreicht die Kondensatorspannung des Kondensators O2 einen vorgegebenen Schwellwert, steigt der Kollektorstrom der gezeigten Transistor-Kaskadenschaltung mit den Transistoren Tsl und Ts2 so lange an, bis der Spannungsabfall am Widerstand R2 und R3 so groß ist, daß die Transistoren Ts3 und Ts4 öffnet Die Durchbruchspannung der durch diese Transistoren nachgebildeten Vierschichtdiode wird dann bis auf die Restspannung herabgesetzt, Hierdurch erhöht sich schlagartig die Basis-Emitterspannung der Kaskade und damit der Kollektorstrom. Die Zündpille RZ wird von diesem Kollektorstrom durchflossen und gezündet, Fig. 8 zeigt eine vorteilhafte Anwendungsmöglichkeit der Erfindung bei einem Zünder nach Art des anhand der Fig. 7 eren läutert. Damit der Zünder nach Fig. 8 nur als Aufschlagzünder wirksam ist, wird bei seiner Programmierung durch einen positiven Spannungsimpuls, der größer als die Spannung UT und größer als die Zenerdiodenspannung der Zenerdiode Gr3 ist, die Sicherung SiBoden zerstört. Zum Blindmachen des Zünders nach Fig. 8 nach Ende der eingestellten Selbstzerlegungszeit ist die Sicherung SiBllDd vorgesehen. Die Diode Gr4 verhindert die Überbrückung des Beschleunigungsschalters SB. Die Diode Gr5 hat die Aufgabe, daß beim Schließen des Beschleunigungsschalters SA vor der abgelaufenen Selbstzerlegungszeit die Sicherung SBlind die Zündpille kurzschließt. Die Diode Gr6 verhindert die Zerstörung der Sicherung SiBlind bei der Programmierung des Zündera mit einer positiven Spannung UT. Soll der Zünder nach Fig, 8 als einstellbarer Zeitzünder und Aufschlagzünder Verwendung finden, muß bei der Programmierung des Zünders die Sioherung SiBlind durch einen negativen Impuls zerstört werden.

Claims (5)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e Zünder für die Expiosivladung von Geschossens Raketen und dgl. der mindestens auf eine von verschiedenenmöglichen, vorgebbaren Funktionsarten, z. B. auf die Funktionsarten 11Aufschlagzünder?1 oder "Zeitzünder", voreinstellbar ist und bei dem die Zündung durch Schließen eines elektrischen Stromkreises, in dem die Zündpille des Zünders liegt, geschieht, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Stromkreis ein Aufschlagschalter für verzögerte oder unverzögerte Aufschlagzündung vorgesehen ist, daß das Aufschlagschalter ein Zeitschalter mit zugehöriger Steuerschaltung für eine - gerechnet ab dem ibschußzeitpunkt - vorzugsweise einstellbare Zeitzündung parallel geschaltet ist und daß einerseits erste Schaltmittel zum Unwirkssammachen oder zum Verhindern des Schließens des Zeit schalters und andererseits davon unabhängig betätigbare zweite Schaltmittel zum Unwirksammachen oder zum Verhindern des Schließens des Aiifschlagschalters vorgesehen sind.
  2. 2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und die zweiten Schaltmittel aus einem die Zündpille bei seinem Schließen kurz schließenden Schalter (Uberbrückuugs-Schalter) bestehen.
  3. 3. Zünder nach Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet, daß die ersten-und/oder zweiten Sohaitmittel aus einem ihren aeweiligen Zweig-Stromkreis bei seinem Öffnen öffnenden Schalter (Trenner) bestehen.
  4. 4. Zünder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Trenner mit einem vorgegebenen elektrischen Mindeststrom durchschmelzbare Drähte sind.
  5. 5. Zünder nach einem der Ansprüche a bis 5 mit swei entsprechend der gewünschten Zündverzögerung vor dem Abschuß aufladbaren und im Entladestromkreis in Serie liegendenKcndensatoren ungleich groß gewählter Kapazitäten, bei dem als Zündkriterium die Entladespannung des Kondensators mit der kleineren Kapazität ausgenutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als die ersten und zweiten Schaltmittel Halbleiterschaltungen vorgesehen sind, die durchschmelzbare Drähte als Trenner enthalten.
    L e e r s e i t e
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