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Kontinuierlich arbeitender Steilförderer für Flaschen, Dosen u. dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf einen kontinuierlich arbeitenden Steilförderer
für Flaschen, Dosen u. dgl. mit auf S-fUrmiger Bahn geführten,im Bereich der Zu-
bzw. Abförderer auf- und zusteuerbaren Klemmelementen, denen die Flaschen sowohl
einteilungsios zugeführt als auch ohne Hilfsmittel entnommen und auf einen Abförderer
überführt werden.
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Es sind bereit Förderer mit beitderseits an den Flaschen angreifenden,
synchron an raumkurvengängigen Gliederketten bewegten gummielastischen Halte- und
Klemmelemente bekannt, (z.B. DB P 1135 85) Die Einschleusung erfolgt einteilungslos
durch ein Zuförderband.
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Für die Seiten- und Höhenführung weisen die Kettenglieder bei derartigen
Förderern Laufrollen auf, die in Schienen geführt sind.
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An den Ein- und Ausschleusstellen sind die Kettenstränge konvergierend
geführt. Dabei werden die Flaschen durch die auf die Klemm backen aufgebrachten
gummielastischen Elemente erfaßt und mitgenommen. Während des ganzen Fördervorganges
müssen die in den Schienen geführten Rollen die Kraft zum Klemmen der Flaschen übertragen.
Der Verschleiß der Kette und der Führungsrollen ist dadurch sehr hoch. Außerdem
ist die Förderleistung wegen der Kompliziertheit der einzelnen Teile zu gering.
Auch genügen diese Teile nicht den rauhen Anforderungen, die in einem Kellereibetrieb
an Traneportanlagen gestellt werden. Weiter ist durch die deutsche Auslegeschrift
Nr.1 1 008 651 ein kontinuierlich arbeitender
Steilförderer mit
an einem Plattenband angeordneten senkrechten Stegen bekannt geworden, die zusammen
mit den Geländern-För4erzellen bilden. In diese Fördervorrichtung müssen die Flaschen
Jedoch mit Hilfe von Schnecken und Sterben eingeschleust und mix hilfe von Abstreifern
wieder herausgenommen werden. Wegen der Ein- und Ausschleusvorrichtungen ist auch
die Leistung solcher Förderer beschränkt und zur Bewältigung des hohen Flaschenbierausstoßes
in modernen Flaschenkellereien müssen mehrere dieser Steilförderer parallel angeordnet
werden. Das bedingt aber weitere Schwierigkeiten, denn die Flaschenströme mUssen
dann meistens geteilt und später wieder zusammengeführt werden. Nach der USA-Patentschrift
Nr.s 2.734 621 ist es auch bereits bekannt, auf einer Steilförderstrecke Flaschen
mittels an den Innenseiten der Kettenglieder von normalen Rundgliederketten angeordneten
Klemmbacken aus Gummi festzuklemmen. Die Rundgliederketten sind durch Gleitschienen
geführt und seitlich über Federn angepreßt. Die Gleiteigenschaft eines solchen Förderers
sind für die Praxis nicht ausreichend und es die besteht ständig/Gefahr, daß die
zu fördernden Flaschen mit 8chmiermittel beschmutzt werden. Das Auswechseln beschädigter
Teile erfor dert große Reparaturen. Weiter ist nach dem deutschen Gebrauchsmuster
Nr.: 1 853 578 ein Steilförderer für Kisten mit an umlaufenden Ketten angeordneten
einen Förderrost bildenden Sprossen bekannt. Dabei ist zwischen Jeweils einer Anzahl
Normalsprossen eine Sprosse mit gesteuerten Klemmbacken vorgesehen. Die Klemmbacken
sind von den Enden der Sprossen quer zur Transportrichtung gegen die Bahnmitte schwenkbar.
An der Auf- und Abgabestelle laufen die an den Klesmbacken unterhalb des Kastenförderers
angeordneten Steuerrollen an Steuerkurven an und aprelsen die Klemmbacken entgegen
der
Kraft einer Feder. Bei dieser Vorrichtung ist für Jeden Klemmhebel eine eigene Steuerkurve
und zum Fördern der Sprossen zwei synchron umlaufende Ketten erforderlich. Außerdem
muß der Zuförderer auf die mit Klemmhebeln besetzten Sprossen abgestellt sein. Die
Einrichtung ist nur iiir Kästen-, nicht aber für Flaschenförderung brauchbar.
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Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines kontinuierlich arbeitenden
Steilförderers für Flaschen, Dosen u. dgl. der eingangs beschriebenen Art, dem die
aufgeführten Nachteile nicht anhaften, also einen wesentlich einfacheren Aufbau
aufweist. Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß
sowohl der vor- als auch der rücklaufende Strang der Klemmelemente in an sich bekannter
Weise oberhalb der waagerechten Zu- bzw. Abförderer verläuft und daß Jedes Klemmelement
wenigstens 2 die Flaschen von oben her zwischen sich aufnehmende und am unteren
Ende mit Flaschenklessbacken versehene Kleminbeine aufweist, deren eines mit der
seitlich vom Klemmelement geführten Förderkette starr verbunden ist, und deren anderes
relativ zum ersten Klemmbein entgegen einer Federkraft spreizbar ausgebildet ist.
Durch die an der Förderkette geführten, gespreizten Klemmelemente können die auf
einem beliebigen, einreihigen Förderband ankommenden Plaschen von obenher erfaßt
werden. Eine besonders auf die Kless, elemente abgestellte Ausbildung des An- und
Abförderers ist daher nicht erforderlich. Die Spreisung der Klemmelemente erfolgt
entgegen der Kraft einer Feder. Die Flaschen werden Jedoch ausschli4 lich durch
diese Federkraft zwischen den Klemmbeinen gehalten.
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Dadurch entfallen Anpreßschienen auf der gesamten Länge des Förderweges.
Als ganz besonderen Vorteil ergibt sich die völlige Re-
Versierbarkeit
durch einfache Umkehr der Förderrichtung. Gemäß der Erfindung wird weiter vorgeschlagen,
daß das starr mit der Förderkette verbundene Klemmbein an seinem oberen Ende ein
Quer-Joch aufweist, an dem das zweite,spreizbare Elemmbein gelenkig gelagert ist.
Durch die Lagerung des spreizbaren Ilemmbeines im QuerJoch des starr mit der Förderkette
verbundenen Klemmbeines ist eine eigene zweite Trägerkette für das spreizbare Klemmbein
nicht erforderlich. Weiterhin wird vorgeschlagen, daß das spreizbare Klemmbein als
ein im Querjoch des starren Klemmbeines gelagerter Winkelhebel ausgebildet ist,
wobei der klemmbackenfreie Schenkel des spreizbaren Klemmbeines eine Steuerrolle
trägt und mittels Druckstück gegen eine im starren Klemmbein vorgesehene Druckfeder
abgestützt ist0 Durch die Anordnung der Druckfeder im starren Klemmbein kann eine
besondere Halterung und Führung für die Feder entfallen. Außerdem wird vorgeschlagen,
daß das spreizbare Klemmbein durch die ii starren Klemmbein vorgesehene Druckfeder
gegen die Förderbahnmitte hin einschwenk- und durch Auflaufen der Steuerrolle auf
eine an der Be- und Entladestation die Förderers angeordnete Steuerkurve ausschwenk-
und speisbar ist.
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Es ist also nur im Bereich der Be- und Entladestation eine Steuer
kurve erforderlich, welche über die Steuerrolle das spreisbare Klemmelement ausschwenkt.
2ur Erfindung gehört auch, daß als Steuerkurve eine Jeweils vor und nach der Kettenumlenkung
konvergierend zur Bewegungarichtung der Förderkette laufende Steuerkette vorgesehen
ist, die im Bereich der Umlenkung der Förderkette mit einer eine Relativgeschwindigkeit
zwischenSteuerrolle und Steuerkette verhindernden Geschwindigkeit antreibbar ist.
Der ohnehin geringe Verschleiß und Energiebedarf zum Aufsteuern der Klemmelemente
durch die kurze Auflaufetrecke der Rollen auf die
Steuerkette wird
durch diese Anordnung noch verringert.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise und schematisch
dargestellt.
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Figur 1 zeigt stark verkleinert gegenüber den anderen Abbildungen
den Verlauf der Förderkette; die Antriebsstation ist in Figar 2 in Seitenansicht
und in Figur 3 in Draufsicht teilweise geschnitten dargestellt. Figur 4 zeigt ein
Klemmelement in Aufnahme- bzw.
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Abgabe stellung und Figur 5 in Spannstellung.
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Die Förderkette 1 weist Spurkranzrollen 2 (Fig.4) auf, die in Führungsschienen
3 in einer S-förmigen Bahn (Fig.1) geführt werden. An den Flaschenübergabestationen
4,5 (Fig.1,2,3) wird die Förderkette 1 über Je ein Kettenrad 6,7 umgelenkt. Das
Kettenrad 6 der oberen Übergabestation 4 wird durch einen Getriebesotor 8, (Fig.2,3)
mit Kettentrieb 9 angetrieben. Daa Antriebsrad 10 und 11 das Umlenkkettenrad 6 sind
verdrehfest auf einer Welle/ angeordnet, ebenso das Antriebsrad 12 für die Steuerkette
13. Unter die Übergabestationen 4,5 führen von der der S-förmigen Bahn abgewandten
Seite je ein Flaschenförderer 14. An Jedem Lasohenpaar la (Fig.4) der Förderkette
1 sind Halter 15 angeordnet, an denen die festen Klemmbeine 16 (Fig. 3,4,5) starr
betestigt sind. Jedes mit der Pörderkette 1 verbundene Klemmbein 16 weist an seinen
oberen Ende ein Querjoch 17 auf, in dem das spreizbare rleflbein 18 gelagert ist.
Am unteren Ende der Klemibeine 16,18 ist Jeweils ein Klemmbackenpaar 19a,19b (Fig.
2,4,5) aus gummielastischem Werkstoff angeordnet. Während das Klemmbackenpaar 19a
ist mit den starr mit der Förderkette 1 verbundenen Klemmbein t6 verbunden ist,
ist das Klemmbackenpaar t9b in dem spreizbaren Klemmbein 18 schwenkbar gelagert.
Durch die kraft der backenfeder 20
wird das Klemmbackenpaar 19b
bei gespreiztem Klemmbein 18 etwa in vertikaler Richtung gehalten. Das als Winkelhebel
ausgebildete spreizbare Klemmbein 18 trägt an seinem klemmbackenfreien Schenkel
18a, der gegen eine im starren Klemmbeln 16 vorgesehene Druckfeder 22 abgestützt
ist, eine Steuerrolle 21.
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Die Flaschen werden einteilungslos z. B. mittels Plattenband 14 in
die Aufnahmestation z. B. 4 gefördert. (Fig.2) Dort nähern sich die durch Auflaufen
der Steuerrolle 21 an der. Steuerkette 13 gespreizten Klemmelemente 24 an der auf
dem Kettenrand 6 geführten Förderkette 1 von oben her den in beliebige. Abstand
ankoseenden Flaschen 23. Zwecks ruhigen laufs und genauer Ftlhrung der Steuerrolle
21 auf der Steuerkette 13 sind auf der den Kettenrädern abgewandten Seite der Steuerkette
13 Profilstücke 13a aufgesetzt.
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Mach der Umlenkung der Förderkette 1 um 180 O wird die her äquidistant
zur Förderkette 1 geführte Steuerkette 13 nach oben ansteigend abgelenkt, während
die Förderkette 1 mit den K1eJ-beinen 16,18 zunächst horizontal weiterläuft. Dabei
liegen die Steuerrollen 21 solange an der
Steuerkette 13 an, bis ein Klemmelement 24 eine Flasche 23 ergriffen hat. Ist keine
Flasche vorhanden, bewegt sich die Rolle 21 noch weiter entlang der Steuerkette
13, bis der klemmbackenfreie Schenkel 18a des spreizbaren Klemmbeines 18 al Querjoch
17 des starren Klo -beines 16 anliegt. Der Flaschenzuförderer 14 endet an der Stelle,
an den auch die kleinsten Flaschen mit Sicherheit ergriffen wurden. Aus Sicherheitsgründen
ist unterhalb der S-förmigen Förderbahn eine leiste 25 vorgesehen, die verhindert,
daß nicht ausreichend geklemmte Flaschen herabfallen. An der Abgabestation vollzieht
sich der gleiche Vorgang wie an der Aufgabestation in
umgekehrter
Reihenfolge. Die Flaschen 23 werden in aOch geklemmtem Zustand über das Plattenband
14 bewegt. Die Steuerrolle 21 läuft an der in Förderrichtung leicht abfallenden
Steuerkette 13 an, wird dabei entgegen der Kraft der Feder 22 nach unten gedrückt,
wobei sich daß spreisbare Klemmbein 18 von der Flasche 23 löst und diese frei gibt
zur Weiterförderung durch das Plattenband 14. Danach wird die Förderkette 1 mit
den gespreizten Rlemabeinen 18 umgelenkt0 Die Federn 22 werden durch das Auslaufen
der Steuerrolle 21 auf dem abfallenden oberen Kettenstrang entlastet und verbleiben
in dieser Lage bis zur Aufgabestation.
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Da das Umlenkrad 12 für die Steuerkette 13 mit der gleichen Drehzahl
angetrieben wird wie das Umlenkrad 6 für die Förderkette 1, erfolgt im Bereich der
Umlenkung der Förderkeite 1 zwischen Rolle 21 und Steuerkette 13 keine Relativbewegung.
Nur während des Spreiz- und Klemmvorganges tritt eine kleine Drehbewegung der Rolle
21 auf. Der Verschleiß ist durch diese Anordnung äußerst gering, nicht zuletzt auch
durch das sanfte Anlaufen der Rollen 21 Sn die Steuerkette 13. Durch Verstellen
der Kettenspannräder 12a, 12b sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung
ist eine Änderung der Spreiz- und Schließzeit möglich. Das Spreiten, d.h. das Bewegen
der klemmbackenfreien Schenkeln 18a gegen die Kraft der Druckfeder 22 kann sanft
über einen längeren Weg erfolgen, während das Schließen beim Rücklauf wie auch zum
Klemmen der Flaschen, dh. Entlasten der Feder, relativ schnell erfolgen kann. Es
ist also für Jede Pörderrichtung undr Jeden Flaschendurchmeseer eine optimale Einstellung
zur Verhinderung von übermäßigem Verschleiß möglich. Der ganz besondere Vorteil
ist dadurch gegeben, daß der Förderer über den Enden beliebiger
handelsüblicher
Flaschen - Einzelförderer ohne Einteilung angebracht bzw. aufgestellt werden kann,
eigene An- und Abförderer also völlig entbehrlich sind und höchste Förderleistungen
erzielbar sind.