DE1942498U - Klosett-anlage fuer anal- und genitaltoilette. - Google Patents
Klosett-anlage fuer anal- und genitaltoilette.Info
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Description
tr. P, iutmi&fa - DV, ft Assmarm
Dr. R. Koenigsberger
Dipl. Phys. R. Holzbauer
Dipl. Phys. R. Holzbauer
Patentanwälte
München 2, Bräuhausstra^e 4/|||
München 2, Bräuhausstra^e 4/|||
Dr. r;
ed Armin Arnold . ' Zürich
• (Schwel:
Klosett-Anlage für Anal- und Genitaltoilette -
Die Neuerung betrifft eine Klosett-Anlage für Anal- und Genitaltoilette
mit einer mit einem Sitz versehenen Klosettschüssel und
einer an dieser angefügten., mit ihr ein einziges Stück bildende
Schale.
Die heute übliche Technik der Analtoilette ist vom hygienischen und medizinischen Standpunkt aus völlig falsch und muss als rückständig
bezeichnet werden. Sie hinterlässt einen kotbeschmutzten Körper, verschlimmert und verursacht Erkrankungen der Anal- und
Genitalregion und■tragt zur Ausbreitung von Infektionskrankheiten
bei. 2s ist durch wissenschaftliche Versuche erwiesen und in der Sanitärbranche sowie im Publikum'weitgehend bekannt., dass die 7.einigung
des Afters durch papier unhygienisch und epideraioLogiscn
gefährlich ist.
:Eur Behebung dieser Mis stände sind bereits verschiedene Vorschläge
bekannt geworden, die man einteilen kann in Klosettanlage.-., iie mit
A. 13 -cc
18,4.66
18,4.66
einem Bidet und' in solche , die mit einer Unterdusche kombiniert
sind.
,Bei den bekannten Klosett- Anlagen, die mit einem Bidet kombiniert
■ sind, ist das Bidet entweder vor oder hinter dem Klosetteil angeordnet.
Zur Benutzung des Bidetteiles nach Benutzung des Klosettteiles ist es dann jeweils notwendig, die Sitzstellung zu.verän-.
dem, dies ist teilsweise nicht ohne weitere Entkleidung möglich.. Insbesondere erfüllt das Waschen von Anal- und Genitalregion im
Bideö deshalb nicht seinen Zweck, weil das V/asser bei jedem
Waschvorgang wieder neu verschmutzt wird.
Um diese Nachteile zu vermeiden, sind Klosett-Anlagen entwickelt
worden, die mit einer fest eingebauten Unterdusche kombiniert sind. Auch bei "diesen Anlagen sind Kombinationen bekannt, bei
denen der Unterduschenteil vor oder nach oder direkt^ im Bereich des Klosetteiles angeordnet ist. Auch bei diesen Anlagen ist es
sehr nachteilig, dass sich eine Person nach Benutzung des Kloseotteiles
zur Benutzung des'Unterduschenteiles vermehrt entkleiden und/oder die Sitzposition ändern muss.
Weit nachteiliger ist überdies noch,' dass die Richtung des Strahles der Unterdusche unbeweglich vorbestimmt ist und fasö
immer in falscher Richtung wirkt.
■Die korrekte Reinigung des Afters nach dem Stuhlgang erfordere
besonders bei der Frau, einen gebündelten und■intensiven Wasser-
18.4.66/Wy : -'2 -
strahl aus einem mobilen Duschenkopf, scdass Position- und Richtung
des Strahles frei wählbar sind. Der Duschenkopf muss mobil sein.,
damit der Strahl präzis plaziert und in die richtige Richtung gelenkt werden kann. Bei der ?rau liegen Aftertrichter' und ■Scheideneingang
sehr nahe beieinander. Sin Strahl, der nicht präzis auf den Rand des Aftertrichters plazierbar ist und'nicht von vorne
nach hinten gerichtet gegen den Aftertrichter ,dirigiert ■ werden'
kann, wird ganz oder teilweise, mehr oder weniger oft, in den
Scheidenvorhof und in die Scheide eindringen'.
- Trifft der Strahl von unten, mehr oder weniger vertikal, auf den
Aftertrichter auf,, so wird eine teilweise Ablenkung des be schmutz-
■■ten Wassers gegen die Geschlechtsorgane und deren Behaarung stattfinden.
Hinzu kommt, dass Jeder von unten und an einer'"nicht vorher
bekannten Stelle der After- und Genitalregion plötzlich aufprallende Wasserstrahl unangenehm überraschend,bei empfindlichen
Menschen er- und abschreckend wirken kann. Sin Handbrausenstrahl hingegen 1φ.ηη präzis an die Afterregion herangeführt und in die
richtige Richtung dirigiert werden, wobei das Heranführen des Strahles von der Gesässgegend 'gegen die Afterregion mit dem Strahl
vertraut macht und so jede Schreckwirkung sicher vermieden wird. .
■ <> ■
D,ie Heranführung eines Kandbrausenstrahles kann für eine ordnungsgemässe
Anal- und Genitaltoilet'ce nur von der Seite her erfolgen.1
Vorne verwehren bei der üblichen Entblössung Kleidungsstücke und auch die männlichen Geschlechtsorgane die freie Zuführung der
Handbrause zum After,'von hinten her ist die Zuführung höchst umständlich
und die Wasserstrahlrichtung wäre völlig, falsch. Nur . 18.4.66/Wy' ■ - 3 - ...■-."
vonjder Seite her kann eine Handbrause bequem und auf .kürzestem
Wege unbehindert zugeführt,, präzis plaziert und gerichtet werden.
Leichte Bewegungen während der Applikation erhöhen die Spülwirkung
wesentlich.
Bei den bekannten Klosett-Anlagen, die mit einer Unterdusche.kombiniert
sind, ist die als Waschbecken dienende Schüssel'eine
Erweiterung der Klosettschüssel nach vorne oder hinten. Eine seitliche
Zuführung einer Handbrause ist bei keiner Anordnung vorgesehen und wie bereits oben angeführt auch nicht möglich.
Zweck der Neuerung,' ist es, die obigen Nachteile zu beseitigen,.
. und die angedeuteten Forderungen für eine einwandfreie Anal- und Genitaireinigung zu erfüllen.
Die neuerungsgemässe Klosett-Anlage für Anal- und Genitaltoilette,
mit einer mit einem Sitz versehenen Klosettschüssel'und einer an
dieser angefügten, mit ihr ein einziges Stück bildenden Schale, ist
dadurch gekennzeichnet, dass die- Klosettschüssel eine seitliche, oben offene Aussparung aufweist, an die die Schale seitlich angefügt ist, wobei die Aussparung-so gross ist, dass eine als Handbrause
ausgebildete Wascheinrichtung-durch sie hindurch in die
Klosettschüssel eingeführt und dort gehandhabt werden kann, und die
Seitenschale -so gross, geneigt und an den unteren Rand der Aussparung
angefügt ist, dass diese vollständig in die Klosettschüsse"' entwässert wird und die Handbrause ungehindert zur Aussparung
geführt werden kann.
^.66/Wy
sprechend einer neuerungsgemässen Ausgestaltung is't die
>ettschüssel mit einem zweiteiligen Sitz versehen, wobei der
der Aussparung liegende Sitzteil für sich entfernt, vorzugsweise
weggeklappt werden kann.
An cie Klosettschüssel ist weiter ein Siphon angeschlossen, der
neuer/ungsgemäss unterhalb der Seifenschale angeordnet· ist, und
dessen Längsachse rechtwinklig zur Längsachse der Klosettschüssel verläuft. ■ ;
Die neuerungsgemässe. Klosett-Anlage weist damit entscheidende
Vorteile auf wie: . . ·
In der üblichen Position und Entkleidung kann eine· hygienisch einwandfreie,
rasche und angenehme Analtoilette mittels '.mobilem
Wasserstrahl'durchgeführt werden.'· . . ·. .
Dieselbe Anlage erlaubt, nach einfacher Sitzveränderung, die
Durchführung einer hygienisch einwandfreien Genitaltoiie'tte.
Erkrankungen der Anal- und Genitalregion werden verhütet oder therapeutisch beeinflusst und die'· Verschleppung von Infektionskrankheiten
auf Grund einer ungenügenden Anal- und Genitaltoilette vermieden.
In Spitälern, Pflegeheimen usw. kann die Anal- und Genitaltoilette
oft durch den Patienten selbst durchgeführt werden, was eine sehr erwünschte Entlastung-des Personals bedeutet.
ΙδΛ/Wy - 5 -' ' ■
Mio der neuen Klosett-Anlage ist die Trennung von Bad· und VJC
hygienisch unanfechtbar, Im Badezimmer entfallen zudem Raumbedarf
und Kosten für das Bidet. - ' ■
Ueberdies zeichnet sich die neuei^ungsgemässe Klosett-Anlage
durch ausserordentlich einfachen Aufbau ohne komplizierte Einbauten
für V/arm- und/oder Kaltwasserzuführungen zu einer unterdusche in de:
Schüssel oder Schale aus. ■ *
Eine beispielsweise Ausführungsform der neuerungsgemassen Klosett-Anlage
wird anhand der Zeichnungen näher beschrieben, ■ ■ ■
dabei zeigen
Pig.l eine Draufsicht auf die KlosetteAnlage
Pig. 2 einen Vertikalschnitt nach der Linie II-II der Pig.l Pig. y einen Vertikalschnitt nach der Linie III-III'der Pig.l
Pig. 4 eine Draufsicht -gemäss Pig. I in einer anderen Gebrauchslage
-Die Klosettschüssel 1, deren Längsachse A-A beispielsweise parallel
zu einer Montagewand VJ verläuft, weist in ihrer Seitenwand -eine
Aussparung 2 auf, an Vielehe eine Seitenschale 5 so angefügt ist, ·
dass sie mit ihr ein einziges Stück bildet. Die seitliche Aussparung 2 ist nach oben offen und nach unten bogenförmig begrenzt
(Pig.3) und so gross, dass eine Handbrause 5 bequem durch die Aus- .
sparung 2 hindurch in die Klosettschüssel 1 eingeführt und dort bewegt werden kann. Die Seitenschale 3 ist so gross, dass die Handbrause
unbehindert in ihr bewegt werden kann., weiter ist sie so gegen die Aussparung 2 hin geneigt und an deren unterem Rande angefügt,
dass sie vollständig in die-Klosettschüssel 1 entwässert wird. ' - 6. -
Die Klosettschüssel 1 ist mit einer;; zweiteiligen Sitz G/{ versehen".
Der eine Sitzteil β überblickt die Aussparung 2 -und kann , wie in
der Pig. 4 dargestellt, in die gezeigte Lage verschoben oder weggeklappt
werden. Der Sitzteil 7 kann entweder abnehmbar, aufklappbar oder fest angeordnet sein. .■
\ ■ 4 ' · ■
Der Siphon/der Klosettschüssel ist unter der Seitenschale 3 angeordnet
und seine Längsachse B-B .verläuft rechtwinklig zur Längs- · achseA-A der Klosettschüssel. ■ ■ '
Die Handbrause 5 ist über eine flexible Zuleitung δ an ein Regulierventil 9 zun Oe.ffnen des Wasserzuflusses und zur Einstellung der
Brausestiahlstärke angeschlossen. An einem Mischventil 10 kann die
Wassertemperatur eingestellt werden.
Zur Spülung ist die Klosettschüssel mit einer nicht näher dargestellten
bekannten Spüleinrichtung versehen.
Die Benutzung der Vorrichtung kann in zweifacher VJeise erfolgen:
1. Als Klosett mit Analtoilette: . · .' '"' ' .
Die die Klosettschüssel benützende person setzt sich, die rechte
oder linke Körperseite der Wand zugewendet,, auf den -Sitzo und 7>
Nach Betätigung der WC-Spülung stellt sie an der Handbrause" Wassertemperatur
und Wasserstrahlstärke ein und führt hierauf die Brause unter dem Sitzteil 6 durch die Aussparung 2 hindurch in die
Klosettschüssel ein. Dann kann in der üblichen Sitzposition und Entkleidung eine korrekte Afterdusche durchgeführt werden.
19.4.66/Wy ..- 7 -'
2. Als Klosett und/oder Waschbecken mit Anal- und/oder Genitaltoilette :
Der Sitzteil 6 wird gegen die Wand V/ verschoben oder v/eggeklappt
!und die Person setzt sich,, entsprechend entkleidet, rittlings,
mit den Gesicht gegen die Wand gerichtet, auf den Sitzteil 7.
r:Mit der Handbrause' kann rsan sowohl die Anal-, als auch die Genital-
;: toilette ■ korrekt, mit Brausestrahlrichtung von vorne nach hinten,
.· durchgeführt werden. Das V/asser läuft in der Seitenschale ;;in .·
die Klosettschüssel ab. . ■
·' i
r·
O
O
Claims (1)
- O - O' -. v,dass cie Klosettschüssel ( 1) eine seitliche^ (2) aufv;eist., an die die Schale (^) seitlich die Aussparung (2 ) so gross ist, dass eine £schüssel (1) eingeführt und dort jehandhabö vjerden kann und die iiSi.uS.":üu..2.x5 \Dj ^^ 2,'ross^ jsr.c-j'i/ unc. an cen unseren ..—nc tor Λ-ssparunj (2) an^efü^t Is^-3 dass diese vollständig in uie Klos^^'cschüssel (l) entv?ässert ivird und die Handbrause unbehindert zur Aussparung (2) hingeführt werden kann.d . KlosenacnKlosessschüssel (1) mit einen zv:eitelligen Sits (C/'f) versahen Is^, v:obei der über der Aussparung liegende erste Sitsteil (o) für sich entfernt^ vorzugsweise v.'eggeklappt v;erden kann.3- Klosett-Anlage nach Anspruch I-, dadurch gekenzeichnes, dass au^j dor zv/eiöe Sitzteil (7) entfernt, vorsugsv/eise mit dem ersten SIt::- teil (S) gekoppelt, entfernt herden kann. ·~. Klosett-Anlage nach Anspruch I^ dadurch gekennzeichnet, dass an die Klosettschüssel (i) ein Siphon (K )■ angeschlossen ist, άβ-' unte: halb der Seitenschale■(3) angeordnet ist und dessen Längsachse 3-h rechtwinklig zur Längsachse A-A der Klosettschüssel (1) verläuft.
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
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| DE4444065A1 (de) * | 1994-01-24 | 1995-12-21 | Jaehnke Klaus Peter | WC-Bidet-Kombination mit kombinierter Warmwasservorrichtung für Wannenkästen |
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| DE4424529A1 (de) * | 1994-01-24 | 1995-09-14 | Jaehnke Klaus Peter | WC-Bidet-Kombination zu einem nebeneinanderliegenden WC-Bidet-Kombinations-Anbausystem ausgebildet |
| DE4444065A1 (de) * | 1994-01-24 | 1995-12-21 | Jaehnke Klaus Peter | WC-Bidet-Kombination mit kombinierter Warmwasservorrichtung für Wannenkästen |
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