DE194238C - - Google Patents
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- DE194238C DE194238C DENDAT194238D DE194238DA DE194238C DE 194238 C DE194238 C DE 194238C DE NDAT194238 D DENDAT194238 D DE NDAT194238D DE 194238D A DE194238D A DE 194238DA DE 194238 C DE194238 C DE 194238C
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- G01—MEASURING; TESTING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
■- M 194238 KLASSE 42 #. GRUPPE
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Prüfen der Abnutzung von Metallen
u. dgl. durch Lagerreibung mit unmittelbarer Ablesung.
S Die Fig. ι stellt eine Seitenansicht der Maschine
teilweise im Schnitt dar. Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A-A der Fig. i. Fig. 3
zeigt eine Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform, und Fig. 4 ist der zugehörige
Grundriß.
Die Maschine besteht aus einer Scheibe a, welche sich mit bestimmt regelbarer Ge-.
schwindigkeit in einem Gehäuse b dreht.
Der Prüf stab e aus dem zu untersuchenden Metall, der senkrecht zum Umfang der Scheibe α gestellt und in einer entsprechen-
Der Prüf stab e aus dem zu untersuchenden Metall, der senkrecht zum Umfang der Scheibe α gestellt und in einer entsprechen-
■ den Führung des Gehäuses b ' geführt wird, wird durch ein Gewicht ρ mit Hilfe eines
Hebels c belastet, welcher auf dem Stab mittels einer Mikrometerscriraube m aufruht,
während er andererseits sich mit seinen Schneiden / auf das Gehäuse aufstützt. Man
erhält so zwischen dem Prüfstab e und der Scheibe α eine Reibung, welche proportional
der gegebenen Belastung ist und welche die Abnutzung bestimmt, um deren Feststellung
es sich handelt.
Um unmittelbar ablesen zu können, hängt das freie Ende des Hebels c in einer Schake g,
welche seine Bewegungen auf einen Vergrößerungshebel d überträgt, an dessen Ende
sich ein Zeiger vor einem eingeteilten Kreisbogen fm befindet. Die Größe dieses Zeigerausschlages
entspricht daher der Verminderung der Länge des Prüfstabes e, d. h. seiner
Abnutzung.
Um die allmähliche Abnutzung des Prüfstabes e festzustellen, verfährt man wie folgt:
Der Prüfstab e wird auf einen bestimmten Querschnitt kalibriert und auf die Scheibe a
gesetzt, worauf der von dem Gewicht ρ ausgeübte Druck mittels der Mikrometerschraube m
auf ihn übertragen wird. Mit Hilfe dieser Schraube kann man, wie aus der Figur ersichtlich,
den Hebel heben oder senken, indem man den Kopf der Regulierschraube h dreht,
um den Hebel vollkommen wagerecht einzustellen. Diese Stellung wird erreicht, wenn
die Nadel d sich auf dem Nullpunkt des Kreisbogens/ befindet.
Vorausgesetzt, daß das Gewicht ρ sich gleichfalls auf dem Nullpunkt seiner Skala
befindet, sind unter diesen Bedingungen die Hebel c, d und die Schake g unter der Einwirkung
des Gegengewichtes k im Gleichgewicht, so daß die Belastung des Prüfstabes e
gleich Null ist. Man kann alsdann diesen letzteren mit 1, 2, 3 usw. kg belasten, indem
man das Gewicht ρ auf die entsprechenden Teilungen seiner Skala schiebt.
Die Scheibe α wird darauf mit Hilfe einer auf seine Achse gekeilten Riemenscheibe i
oder in sonst geeigneter Weise in Umdrehung versetzt. Da die Scheibe sich in dem Öl,
welches das Gehäuse b enthält, dreht, so schmiert sie ständig den reibenden Teil des
Prüfstabes e, und man bestimmt somit lediglich die durch die Reibung entstehende Ab-
nutzung und nicht etwa die durch Fressen der Metallteile aufeinander und durch Erhitzung
entstehende.
Ein Geschwindigkeitsanzeiger η gibt in jedem Augenblick die Anzahl der Umdrehungen
in der Minute, mit welcher die Scheibe α umläuft, an. In dem dargestellten
Beispiel ist der Geschwindigkeitsanzeiger η mit der Welle der Scheibe α durch die WeIIe-/
ίο verbunden. Die augenblickliche Geschwindigkeit
der Scheibe α wird durch die Nadel r auf ihrer Skala angezeigt, während die Anzahl
der Umdrehungen, die die Scheibe α seit Anfang der Prüfung gemacht hat, durch das
Zählwerk q angezeigt wird.
Um eine leichte Auswechslung der Scheibe a zu gestatten für den Fall, daß diese sich abnutzt,
ist die Scheibe aus einer ringförmigen Platte gebildet, welche mit Hilfe von Schraubenbolzen
oder in anderer Weise auf eine Nabe 0 befestigt ist.
. Man hat somit alle Momente, welche zur Prüfung erforderlich sind, nämlich
1. die Belastung oder den Druck auf die Flächeneinheit, angegeben durch die Skala,
an welcher entlang das Gewicht ρ verschoben wird,
2. die Abnutzung des Prüfstabes durch direkte Ablesung an dem Kreisbogen f,
3. die Geschwindigkeit der Reibung,
4. die Zahl der wirklich von der Scheibe ausgeführten Umdrehungen.
Wenn es sich darum handelt, ein Metall . mit einem anderen Metall zu vergleichen, so
kann man zwei oder drei dieser vier Daten konstant halten, beispielsweise die Anzahl der
Umdrehungen, die Belastung und die Geschwindigkeit und alsdann auf der Einteilung^/
die Differenz der Abnutzung ablesen. Man kann auch die Belastung der Geschwindigkeiten
und die Abnutzung konstant halten und die Differenz durch Ablesung der Anzahl der Umdrehungen feststellen.
Durch die Regelung der Belastung kann man auch sehr weiche und schnell abnutzbare
Metalle prüfen, ebensowohl wie sehr harte, die überhaupt keine sonst merkbare Abnutzung
zeigen.
Die fortschreitende Abnutzung des Prüf-Stabes e kann auch in genauerer Weise mit
Hilfe der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Einrichtung bestimmt werden, bei welcher
die Ablesung der Abnutzung mittels einer Mikrometerschraube, d. h. mittels eines Nonius
erfolgt.
Der Prüfstab e erhält wie bei der vorhergehenden Ausführungsform seine Belastung
durch die Mikrometerschrau-be m und den Hebel c, welcher das Gewicht ρ trägt und
durch das Gegengewicht k im Gleichgewicht gehalten wird. Dieser Hebel c wird in gleicher
Weise in die wagerechte Stellung mit Hilfe der Schrauben h und m gebracht, was
durch Ablesung an dem festen Maßstabe s mittels eines von dem Hebel c getragenen
Zeigers festgestellt werden kann.
Dieser Hebel c trägt in gleicher Weise eine Schraube i, deren Ende ν das Ende w einer
Mikrometerschraube u berühren kann, die ihrerseits an dem festen Rahmen oder dem
Gehäuse b sitzt und in bestimmtem Verhältnis mit einer zweiten Zeigerplatte χ verbunden ist.
Für die Bestimmung der Abnutzung verfährt man bei dieser Anordnung wie folgt:
Die Mikrometerschraube u, welche beispielsweise mit der Scheibe χ durch eine Übersetzung
von 1:10 verbunden ist, wird gleichzeitig mit der letzteren in die Nullstellung
gebracht. Unter diesen Bedingungen muß das Ende n> der Schraube u etwas von dem
Ende der Schraube t entfernt sein.
Man bringt alsdann diese Enden w und ν
in Berührung miteinander, indem man die Mikrometerschraube t verstellt. Dann stehen
alle Zeiger auf Null und die Prüfung kann beginnen.
Während des Verlaufes derselben gibt der Maßstab s im Verhältnis von 1 :.io die Abnutzung
des Metalles des Prüfstabes e, während die beiden Schrauben χ und u die Abnutzung
des Prüfstabes im Verhältnis von ι : 100 für u und- von 1 : 1000 von χ abzulesen
gestatten, wenn man durch Drehen der Mikrometerschraube u die beiden Schraubenenden
ν und n> miteinander in Verbindung hält.
Ein elektrischer Stromkreis, welcher so angeordnet ist, daß- er durch die beiden Enden ν
und w geschlossen wird, wenn diese sich berühren, kann durch irgendein Signal den genauen
Augenblick bestimmen, in welchem die beiden Enden sich berühren, ohne merkbaren Druck aufeinander auszuüben, was das Resultat
verfälschen würde.
Diese Anordnung gestattet also, unmittelbar und gleichzeitig die Abnutzung des Prüfstabes
auf Y10, V1Q0. Viooo mm abzulesen und
gibt in jedem Augenblick eine sehr große Genauigkeit, so daß auch die Prüfung von bisher
als unabnutzbar bezeichneten Metallen no
möglich ist.
Es versteht sich von selbst, daß die Verhältnisse des Hebels und der Mikrometerschraube
anders als die angegebenen sein können, und daß auch noch sonstige konstruktive Abänderungen an der Einrichtung getroffen
werden können.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche,:i. Maschine zum Prüfen der Abnutzung von Metallen u. dgl. durch Lagerreibung, dadurch gekennzeichnet, daß derProbestab (e) gegen den Umfang einer zweckmäßig sich innerhalb eines Gehäuses (b) in Öl drehenden Scheibe (a) durch einen an sich bekannten gewichtsbelasteten Hebel (c) o. dgl. gedrückt wird, · dessen Verstellung mittels irgend einer Anzeigevorrichtung (d,f) gemessen werden kann.
- 2. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des Hebels (c) auf den Probestab (e) durch eine Mikrometerschraube fm) übertragen wird, um die Anzeigevorrichtung (d,f) auf ihren Nullpunkt einstellen zu können.
- 3. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß anstatt des Zeigerwerkes ein Schraubenmikrometer ft, u, x) vorgesehen ist, welches den Ausschlag des Hebels zu messen gestattet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE369463X | 1906-07-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=5743320
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT194238D Active DE194238C (de) | 1906-07-06 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE194238C (de) |
| FR (1) | FR369463A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2711176C2 (de) * | 1977-03-15 | 1979-04-19 | Motoren- Und Turbinen-Union Muenchen Gmbh, 8000 Muenchen | Vorrichtung zur Prüfung von Anstreifvorgängen zwischen rotierenden und feststehenden Bauteilen von Strömungsmaschinen, insbesondere Gasturbinentriebwerken |
-
0
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-
1906
- 1906-09-04 FR FR369463A patent/FR369463A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR369463A (fr) | 1907-01-12 |
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