DE1942036C - Halsrahmen fur Stallvieh - Google Patents
Halsrahmen fur StallviehInfo
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Description
45
Die Erfindung betrirft einen Halsrahmen für Stallvieh,
z. B. Rinder, bei dem zwei formsteife Rahmen- »treben oben an eine zentrale öffnungs- und Schließvorrichtung
angeschlossen und unten gegenüber einer Bodenverankerung festgelegt und durch ein Universalgelenk
miteinander verbunden sind, so daß der Halsrahmen in der Rahmenebene aufspreizbar ist und
ein gegensinniges Verschwenken der Rahmenstreben aus der gemeinsamen Ebene heraus um eine etwa lotrechte
Achse wenigstens nach vorn möglich ist.
Mit Halsrahmen dieser Art soll das Vieh im Stall mit begrenzter Bewegungsfreiheit zur Seite und in
Längsrichtung zwischen Kotrinne und Futtertrog festgelegt werden.
Die formsteifen Teile bzw. Rahmenstreben des Halsrahmens werden in der Regel durch Metallrohre
gebildet, die von Kunststoffhüllen überzogen sind. Oiese Teile werden durchweg über nie ganze Berührungshölu:
hochgezogen. Um das Aufspreizen des im Prinzip U-förmigen Rahmens zu ermöglichen, ist dieser
schon an verschiedenen Stellen durch Spreizgelenke unterteilt worden. Dabei handelt es sich in der
Regel um starre, nur in der Rahmenebene wirksame Gelenke. Um andererseits dem Rind beim Aufstehen
und Hinlegen mehr Bewegungsfreiheit zu ^eben, hat
man bei einer bekannten Ausführungsform die RahmenstrK'cn
des im wesentlichen starren Rahmens nach vorn in einer Form gekröpft, die sich der Kurve
anpaßt, welche der Rrustteil des Rindes beim Aufstehen
und Niederlegen beschreibt (deutsche Auslegeschrift 1 070 873).
Bei einer anderen bekannten Ausführungsform sind die Rahmenstreben in mittlerer Höhe durch senkrecht
zur Rahmenebene wirksame Gelenke unterteilt. Bei der erstgenannten Ausführung wird der Bewegung>raum
nach vorn metallisch starr begrenzt, bei der zweiten befinden sich Gelenke gerade an der^nigen Teilen
der Rahmenstreben, an welchen meist der Hals des Tieres anliegt.
Bei einer dritten bekannten Halsrahmenausführung sind die unteren Enden der rohrförmigen Rahmenstreben
nach auken aufschwenkbar an einen Halsbügel angerchlossen (deutsches Gebrauchsmuster
1 949 471). Eine zur Bodenbefestigung dienende Ankerkette ist über ein Zugmittel an in den Rahmenstreben
vorgesehene Federn angeschlossen. Der Haisrahmen kann daher in seinem unteren Bereich gegen
Federkraft weiter als oben nach vorn und hinten ausgelenkt werden. Auch dort ist aber eine Verletzungsgefahr an den Übergangsstellen zwischen Rahmenstreben
und Halsbügel gegeben. Die Ausführung ist zudem verhältnismäßig kompliziert und wenig betriebssicher,
da die Federn im Rohrinnern angebracht sind, wo sie durch Rostbildung icicht blockiert werden
können.
Bei einer anderen bekannten Halsrahmenausführung sind zwei seitliche Halsrahmenstreben jeweils
durch Universalgelenke mit einem unteren Halsbügel und einer oberen Verstellvorrichtung verbunden (dänische
Patentschrift 35 393). Die oberen Enden der Rahmenstreben sind dort zur Anschlußstelle hin nach
innen gebogen. Sie können daher inn Verbindungslinien
zwischen den Anschlußgelenken aus einer mittleren Ebene heraus etwas nach vor>
und hinten ausgeschwenkt werden. Eine bemerkenswerte Änderung des Bewegungsbereiches tritt dort jedoch nur zu den
oLcren Anschlußgelenken hin ein. Dagegen wird unten,
wo das Rind mehr Bewegungsraum benötigt, kein zusätzliches Spiel gewonnen. Dort ist es daher
beim Aufstehen und Hinlegen erheblichen Zwangskräften ausgesetzt, die leicht zu Verletzungen führen
können.
Bei einer weiteren bekannten Ausführungsform (USA.-Patentschrift 1 194 782) sind die Rahmenstreben
U-förmig ausgebildet, d. h. ihre oberen und unteren Enden sind jeweils aufeinander zu gebogen, und
sie sind zudem über Universalgelenke — dies sind nach allen Richtungen frei einstellbare Gelenke — mit
unteren und oberen Anschlußketten verbunden. Im ganzen Höhenbereich wird damit eine etwa gleichbleibende
Vergrößerung des Bewegungsbereiches durch gegensinnipes Auslenken der beiden Rahmenstreben
nach vorn und hinten erreicht. Da jedoch keine Rückstellmittel vorhanden sind, kann das Rind
den gegebenen Bewegungsspielraum ungehindert ausnutzen. An der Grenze des Schwenkbereiches nach
vorn sind dann die Rahmenstreben wiederum prak-
lisch starr gehallen. Wenn sieh das Rind in einer solchen Stellung niederlegen will, seine Brust also in
der dabei notwendigen Weise weiter nach vorn bewegt, $o werden die Rahmenbügel noch stärker zusammengeschwenkt
und drücken kräftig auf den Hals und fegen die Brust des Tieres. Die Beanspruchungen
sind dabu so groß, daß sich das Fell schnell abschürft und sich Wunden bilden können, die bei Weiterbenutzung
des gleichen Halsgeschirrs nicht mehr ausheilen.
Ausgehend von der vorgeschilderten Ausführungsforni
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Ilalsralimen für Stallvieh, z. B. Rinder, so zu gestalten,
daß unter Beibehalten des gegebenen Bewegungsspielraums beim Aufstehen und Niederlegen des Tieres
unzulässige Zwangskräfte und Verletzungsgcfahren
weitgehend vermieden werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe dient erlindungsgemäß
die Kombination folgender Merkmale,
a) Das Profil der Rahmenstreben ist im Bereich d<;r größten Auslenkung nach vorn der Kurve angepaßt, die der vordere Brustteil eines Rindes beim Aufstehen beschreibt, und
(i) eine das Universalgelenk umhüllende RückstellmutTe dient zum Vorspannen der beiden Rahmenstreben in die mittlere Streckstellung oder auf eine hintere Auslenkstellung hin.
{■ine erste Annäherung an die vom Brustteil eines Rindes beim Aufstehen beschriebene Kurve läßt sich schon durch eine einfache L-Form der Rahmenstreben erzielen, da auf diese Weise die bei der Auslenkung nach vorn erzielte Grenzkurve einen Knick dicht über dem unteren Universalgelenk erhält. Dieses einzige Gelenk, mit dem das Rind in Berührung kommen kann, ist hier von einer Rückslellnuilfe umhüllt. Verletzung! λ in diesem Bereich können damit ausgeschlossen werden. Nach oben hin wird der mögliche Auslenkweg immer kleiner. Damit vergrößert sich nach oben hin die Kraft, die notwendig ist, das im Universalgelenk unten angreifende Rückstellmoment zu überwinden. Wenn das Rind daher im Stand die Rahmenstreben unter Aufwendung großer Kraft nach vorn gedrückt hat und sich in dieser Steiiung niederlegen will, so erhält es zusätzlichen Bewegungsspielraum einmal dadurch, daß bei gleichbleibendem Auslenkwinke1 die weiter außenliegenden unteren Rahmenteile entsprechend, ihrem größeren Hebelarm auch weiter nach vorn ausgelenkt sind, zum anderen werden die Rahmensireben durch Anwendung auch kleinerer Kräfte am größeren Hebelarm im unteren Bereich entsprechend weiter nach vorn geschwenkt. Die lichte Weite wird durch das Vorschwenken nur wenig verringert. Zudem ist diese lichte Weite unten immer noch gröfiCr als oben bei geringerer Auslenkung.
a) Das Profil der Rahmenstreben ist im Bereich d<;r größten Auslenkung nach vorn der Kurve angepaßt, die der vordere Brustteil eines Rindes beim Aufstehen beschreibt, und
(i) eine das Universalgelenk umhüllende RückstellmutTe dient zum Vorspannen der beiden Rahmenstreben in die mittlere Streckstellung oder auf eine hintere Auslenkstellung hin.
{■ine erste Annäherung an die vom Brustteil eines Rindes beim Aufstehen beschriebene Kurve läßt sich schon durch eine einfache L-Form der Rahmenstreben erzielen, da auf diese Weise die bei der Auslenkung nach vorn erzielte Grenzkurve einen Knick dicht über dem unteren Universalgelenk erhält. Dieses einzige Gelenk, mit dem das Rind in Berührung kommen kann, ist hier von einer Rückslellnuilfe umhüllt. Verletzung! λ in diesem Bereich können damit ausgeschlossen werden. Nach oben hin wird der mögliche Auslenkweg immer kleiner. Damit vergrößert sich nach oben hin die Kraft, die notwendig ist, das im Universalgelenk unten angreifende Rückstellmoment zu überwinden. Wenn das Rind daher im Stand die Rahmenstreben unter Aufwendung großer Kraft nach vorn gedrückt hat und sich in dieser Steiiung niederlegen will, so erhält es zusätzlichen Bewegungsspielraum einmal dadurch, daß bei gleichbleibendem Auslenkwinke1 die weiter außenliegenden unteren Rahmenteile entsprechend, ihrem größeren Hebelarm auch weiter nach vorn ausgelenkt sind, zum anderen werden die Rahmensireben durch Anwendung auch kleinerer Kräfte am größeren Hebelarm im unteren Bereich entsprechend weiter nach vorn geschwenkt. Die lichte Weite wird durch das Vorschwenken nur wenig verringert. Zudem ist diese lichte Weite unten immer noch gröfiCr als oben bei geringerer Auslenkung.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die lichte Weite zwischen den in der mittleren
Streckstellung befindlichen Rahmensireben nach oben hin zunächst vergrößert und dann allmählich verkleinert,
wobei die größte lichte Weite zwischen 30 %> und 40 % der gesamten Halsrahmenhöhe von unten
liegt. Die Auslenkkurve läßt sich praktisch beliebig gestalten, so daß man an Stelle eines Knickes eine
sanfte Wölbung erhält, das Rind also einmal stets zuverlässig eingesenkten bleibt, sich im übrigen aber
weitgehend ungehindert und ohne wesentlichen Zwang bei hinreichendem Spiel bewegen und vor allem ungehindert
aufstellen und sich niederlegen kann.
Die Rücksteliiiiulfc bestellt vorzugsweise aus hochelastischem
Werkstoff, z. B. Gummi, und kann seitist das Universalgelenk bilden. Nach einem anderen Erfindungsvorschlag
umspannt die RückstellmulTe die unteren Enden der Rahmenstreben sowie das Universalgelenk
und weist in der Mitte unten eine Aussparung zum Anschließen der Bodenverankerung auf.
Diese Muffe läßt sich in der Regel einstückig ausführen, wenn der Kupplungsring nicht feuergeschweißt
werden soll bzw. durch einen mechanisch schließbaren
ίο Teil gebildet ist. Es ist aber auch möglich, die Muffe
nachträglich zu bilden, indem man eine Gummiplatte von oben über das fertiggestellte Gelenk legt und dann
an den Rahmenstreben durch Verkleben od. dgl befestigt. Überdies hat die Muffenausführung noch
den Vorteil, daß eine weiche, schmiegsame Auflauestelie
für den Hals des Tieres geschaffen wird. Die Muffe kann sich zu ihren E"den hin etwas verjüngen,
um einen besseren Übergang zur Rahmenstrehi: /u
schaffen.
Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele rii's 1 rfindungsgegenstandes
dar. Es zeigt
Fig. 1 einen Halsrahmen in der Schließstellung,
Fig. 2 den gleichen Halsrahmen in der Öffnungsstellung,
Fig. 2 den gleichen Halsrahmen in der Öffnungsstellung,
F i g. 3 ein Auslenkdiagramm von oben gesehen.
F i g. 4 das Auslenkprofil des Halsrahmens von der Seite her gesehen, die
Fig. 5 und 6 zwei Abwandlungen des in F i x. I
gezeigten Halsrahmens,
F i g. 7 eine Seitenansicht der Gelenkverbindung •des in Fig. 1 gezeigten Halsrahmens mit geschnittener
Gummimuffe und
F i g. 8 einen Schnitt durch die Gelenkverbindung nach der Linie VIII-VIII in F i g. 8.
Im Abstand über der Barrenwand 1 verläuft eine Führungsstange 2, auf der bekannterweise durch eine
zentrale Stellvorrichtung gegeneinander verschiebbar an jeder Anschlußstelle zwei Schieber 3 geführt sind.
An diesen sind mittels kurzer Kettenteile 4 die oberen Enden 5 winkelförmiger Halsrahmenstreben 6 aufgehängt,
deren längere Schenkel 7 in der Schließstellung (Fig. 1) lotrecht mit parallelem Abstand verlaufen
während die Enden der kürzeren Schenkel 8 durch ein Universalgelenk 9 verbunden sind, das über eine Ankerkette
10 an der Barrenwand 1 festgelegt ist. Diese Kette 4 hat in der Schließstellung etwas Spiel und
wird beim Aufspreizen (F i g. 2) gestreckt. Es kann natürlich auch eine Spannvorrichtung vorgesehen werden,
um die Kette ständig straff zu halten.
Die Rahmenstreben 6 sind — venn man vom Auslenkweg durch die Ketten einmal absieht — um eine
Achse 11 (zwischen 5 und 9) verschwenkbar. Betrachtet man (F i g. 3) den Halsrahmen in Richtung dieser
Achse 11 bzw. von oben, so kann er aus der Mittelstellung bei einem angenommenen Auslenkwinkel von
30° nach vorn und hinten in die Stelli-ngen 6' und 6"
geschwenkt werden. Der dadurch geschaffene Auslenkweg la entspricht der halben Ausgangsbreited
des Halsrahmens. Diese Ausgangsbreite verändert sich aber in den Endstellungen nur um Ic auf b, d. h. auch
bei großer Auslenkung wird die lichte Halsrahmenweite nur wenig verändert.
Berücksichtigt man das Kettenspiel, so würde ein starrer U-förmiger Rahmen bei einem Druck nach
vorn in die Ebene gelangen, die dort die Achse 11' einnimmt. Dadurch würde ein Auslenkweg e gewonnen.
Im Bereich der Abwinkelung käme hierzu die etwas verzerrt eingezeichnete Auslenkung a. Der Wog
c H u kann nach beiden Seilen von der Millclcbcnc 12
erreicht werden. Da zudem vor allem der Auslenkwcg nach vorn von Bedeutung ist, kann auch der HaIsralimcn
in die Stellung 6" vorgespannt werden, so daß eine Auslenkung gegen Rückstellkraft um den Weg 2 u
erfolgen kann. Auch dabei ändert sich die Raluncnwcilc
nur um den Wert Ic.
Bei winkelförmigen Halsrahmen ergibt sich nun ein nahezu ebenso winkelförmiges Auslenkprofil 6'", also
eine Kurve, die dicht über dem Gelenk 9 einen Knick nach vorn aufweist. Die Rahmensireben 16 (F i g. 5)
haben ein Profil, das von einer unteren Wölbung 17 mit verhältnismäßig starker Krümmung ausgehend
nach oben hin nach Art eines Korbbogcns gestreckt wird. Die Schieber 3 s!rd dann in der Schließstellung
etwas näher zusammengerückt, und die lichte Weile nimmt vom Gelenk her nach oben zunächst zu und
verringert sich von da ab gleichmäßig. Die größte Weite wird in einer Höhe von etwa 300O bis 40°/o
zwischen Barrenwand 1 und Führungsschiene 2 erreicht. Damit ändert sich auch der Absland von der
Schwenkachse 11, so daß man (F i g. 4) die Auslenkkurve 16' erhall, die noch mehr einer Hüllkurve angenähert
ist, welche die Bewegungsbahnen der vorderen Brustteile verschiedenartiger Rinder umhüllt.
Man kann zunächst eine solche Hüllkurvc aufzeichnen, daraus die Kurve 16' gewinnen und aus dieser
wiederum durch Rückklappcn in die miiueic Rahrncnebenc
die Form der Rahmenstrebe 16 ermitteln.
I'm auch im oberen Bereich des Halsrahmcns noch
größere Auslenkungcn zu erhalten, kann (F i g. 6) das obere F.nde 18 der Rahmenstrebe 26 etwas nach
innen gebogen sein. Die Schieber 3 lassen sich dabei in der Schließstellung ganz zusammenfahren, und die
Achse 11 weicht nur wenig von der Lotrechten ab. Die zugehörige Kurve26'(Fig.4)ergibt dann auch im
ohcren Halsrahmenbcrcich noch größere Auslcnkun-
Bei den Ausführungen nach den F i g. 5 und 6 ändert sich zwar die Halsrahmenwcitc in Höhcnrichtung
etwas, jedoch ist auch hier im unteren Bereich ständig hinreichende Einschlußsicherheit gewährleistet,
ohne daß der Halsrahmen oben zu eng wird. Grundsätzlich kann aber auch die Abbiegung 18 stärker
ausgeführt werden, oder man fährt die Schieber nicht so dicht zusammen, wie dies dargestellt isl, um
auch großen kräftigen Rindern im Stand bessere Bewegungsfreiheit zu geben. Dies kann in der Regel ohne
Änderung der Vorrichtung dadurch geschehen, daß man die Anschlußslcllungcn der Schlitten 3 an der
Verstellvorrichtung ändert.
An den freien Enden der kurzen Schenkel 8 der rohrförmigen Halsrahmcnstrcbcn 6 sind (F i g. 7
und 8) Gelenkösen 13, z. B. durch Vorpressen der Schcnkciendcn, festgelegt und greifen in einen gemeinsamen
Kupplungsring 14, der das letzte Glied der Ankerkette 10 bildet. In dem so gebildeten Universal-ίο
gelenk 9 sind daher alle drei angeschlossenen Teile frei gegeneinander einstellbar. Das Gelenk ist umschlossen
von einer rohrförmigen Kupplungsmuffe 15 aus verschleißfestem Gummi, deren verjüngte Enden
19 sich fest um die Schenkel 8 schließen, z. B. auch mit diesen verklebt sein können. An der Unterseite
hat die Muffe 15 zum Austritt der Kette 10 eine Aussparung 20. Das Gelenk ist dadurch nach außen ganz
abgeschirmt, und für den Hals der Tiere wird eine schmiegsame Auflage geschaffen. Dabei wirken vor
ao allem die außerhalb der Gelenkstein liegenden Teile 21 der Muffe 15 als Fedcrelcment, das den Halsrahmen
stets in die Mittelstellung vorspannt. Dort kann die Muffe auch durch zusätzliche Federclcmenlc
— wie z.B. innen anzubringende Fcdcrstäbc od.dgl.—
as verstärkt sein.
Im Prinzip kann die Muffe die Form eines geraden Rohrstückes haben, das auf der Unterseite ausgeschnitten
wird. Allerdings kann auch eine Rnponform
vorgesehen sein, um die Rahmenstreben gegen eine ihrer Gelenkendstellungcn hin vorspannen zu können.
An Stelle von Gummi kann jeder geeignete andere Werkstoff verwendet werden, und wenn der Ring
durch Schweißen verschlossen werden soll, dann isl es auch möglich, die Muffe durch eine Piaitc od. dgl.
zu bilden, die nach Fertigstellen des Gelenkes um die Schenkel 8 gelegt und mit diesen verklebt oder auf
andere Weise verbunden wird. Ebenso können die ösen 13 vorgefertigt in den Ring 14 greifen und nach
Überziehen der Muffe durch Vcrpresscn der Schenkelenden 8 mit diesen fest verbunden werden. v
Die Rahmenslrebcn 6 können — wie üblich —
durch kunslstoffühcrzogcnc Mctallrohre gebildet werden.
Es ist aber auch möglich, sie ganz aus insbesondere durch Glasfaser- oder Mctallgewebc verstärkter
Kunslstoffsträngen zu bilden, die in begrenzter Weise
selbst verformbar sind, um dadurch die Gefahr vor Druckstellen und Verletzungen weiter hcrabzumin
aern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Hals ahmen für Stallvieh, z. B. Rinder, bei dem zwei formsteife Rahmenstreben oben an eine
zentrale Öffnungs- und Schließvorrichtung angeschlossen
und unten gegenüber einer Bodenverankerung festgelegt und durch ein Universalgelenk
miteinander verbunden sind, so daß der Halsrahmen in der Rahmenebene aufspreizbar ist und ein to
gegensinniges Verschwenken der Rahmenstreben aus der gemeinsamen Ebene heraus um eine etwa
lotrechte Achse wenigstens nach vorn möglich ist, gekennzeichnet durch die Kombination
folgender Merkmale:
a) Das P..»fit der Rahmenstreben (6, 6; 16, 26)
ist im Bereich der grüßten Auslenkung nach vorn der Kurve angepaßt, die der vordere
Brustteil t:nes Rindes beim Aufstehen beschreibt,
und
b) eine das Universalgelen'- (9) umhüllende Rück'tellmuffe (15) dieit zum Vorspannen
der beiden Rahmenstreben (6, 6; 16, 26) in die mittlere Streckstellung oder auf eine hintere
Auslen'cstellung hin.
2. Halsrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die achte Weite zwischen den
in der mittleren Streckstellu .g befindlichen Rahmenstreben
(6, 6: 16, IC) nach oben hin zunächst vergrößert und dann allmählid verkleinert ist, wobei
die größte lichte Weite zwischen 30 °/o und 40 % der gesamten Halsrahmenhöhe von unten
liegt.
3. Halsrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellmuffe (15) aus
hochelastischem Werkstoff, z. B. aus Gummi, besteht und selbst das Universalgelenk (y) bildet.
4. Halsrahmen nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellmuffe
(15) die unteren Enden (8) der Rahmenstreben (6, 6; 16, 26) sowie das Universalgelenk (9) umspannt
und in der Mitte unten eine Aussparung (20) zum Anschließen der Bodenverankerung (10)
aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691942036 DE1942036C (de) | 1969-08-19 | Halsrahmen fur Stallvieh |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691942036 DE1942036C (de) | 1969-08-19 | Halsrahmen fur Stallvieh |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1942036A1 DE1942036A1 (de) | 1971-06-16 |
| DE1942036C true DE1942036C (de) | 1973-03-15 |
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